Autor Thema: Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?  (Gelesen 732 mal)

Napolitana

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Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« am: 21. November 2016, 16:45:32 »
Hallo zusammen,

gerade erst letzte Woche hat Antonia (gerade 1 geworden) endlich die letzte Antibiotikum-Dosis bekommen, jetzt hat sie schon wieder eine Entzündung im Ohr  :-[
Die Ärztin (steht nur auf Schulmedizin und hier auf dem Land hab ich nicht viel Auswahl...) will noch bis Mittwoch warten und dann entscheiden ob wieder Antibiotika nötig sind.
Von meiner Großen kenne ich das so nicht, aber Antonia weigert sich so extrem gegen das Medikamenteschlucken, dass wir sie zu zweit festhalten und zwingen müssen, dabei würgt sie und verschluckt sich oft, spuckt so viel wie möglich wieder aus - es bricht mir das Herz. Abgesehen davon sind Antibiotika ja sowieso Teufelszeug.
Was hat bei Euren Kids geholfen?

Danke für Eure Erfahrungen!

s-winken
Napo
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lotte81

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #1 am: 21. November 2016, 16:58:56 »
Ein Wechsel des Antibiotikums  ;) ;D

Unser Arzt ist keiner, der sehr schnell zu AB greift. Es gibt 2 Dinge, da wartet er aber nicht. Streptokokken im Hals (er macht einen Abstrich und verschreibt das AB wirklich nur bei positivem Befund) und Mittelohrentzündungen, weil er meint, es tut erstens sauweh und ist ihm zweitens zu dicht am Gehirn.
Hatten meine Kinder allerdings auch je nur 1X......
Ich habe damals gelesen, dass die MOE wohl nicht immer bakteriell ist.... Keine Ahnung was da dran ist...bei uns hat das AB damals recht schnell angeschlagen, von daher hab ich so weit keine Erfahrung.
ABER mit dem THema Medikamente verweigern hab ich bei meiner Tochte rErfahrung. und da half nicht mal "reinzwingen" etwas, dann hat sie es halt wieder ausgebrochen.

Wir haben dann wirklich mit verschiedenen Geschmacksrichtungen getestet und eins gefunden, was sie genommen hat und , das auch drin blieb. Unser Arzt war da zum Glück bereit uns zu helfen. .... Das selbe hatten wir mit z.B. Fieber-/ Schmerzmitteln. Auch da ging bis vor Kurzem nur ein bestimmtes.....
Evtl. da mal die Ärztin drauf ansprechen. Unser Kinderarzt kannte das Problem und hatte eine Alternative in einem anderen Geschmack parat und meinte, wir sollen das testen und sonst gibt es wieder was Neues (also selber Wirkstoff, nur anderer Geschmack)
Manchmal ging aber auch das nur "Häppchenweise"...also: Ein Schlückchen Antibiotikum, ein Gummibärchen hinterher usw. Naja, zum Glück muss so was ja nicht so oft genommen werden  s-:)



Mama2008

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #2 am: 21. November 2016, 17:06:33 »
Unser Kinderarzt gibt AB immer nur nach Kontrolle der Entzündungswerte im Blut.
So hatte mein 8jähriger sehr oft AB bekommen,  aber wir wussten immer dass es berechtigt ist.
Vielleicht hilft dir das.
Gute Besserung.



Napolitana

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #3 am: 21. November 2016, 17:31:37 »
Danke soweit.
Aber eigentlich hatte ich auf Ratschläge gehofft, was man außer AB noch machen kann?
Meine Kollegin meinte Aconit Tropfen. Hat damit jemand Erfahrungen?
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lotte81

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #4 am: 21. November 2016, 17:44:04 »
...daher meine Aussage zu Beginn, dass unser Arzt sagt, dass er bei MOE nicht experimentieren möchte und wird. Ich hatte damals auch nach ALternativen gefragt, weil eins der Kinder erst ein AB wegen Streptokokken hatte und dann kurz danach wegen MOE.....
Wenn du so etwas homöopathisch behandeln willst, würde ich dir empfehlen zum Heilpraktiker zu gehen, da es dir ja nicht hilft, wenn xy dieses oder jenes genommen hat... Globuli werden ja immer an exakten Krankheitsbeschreibungen festgemacht... tuts rechts mehr weh oder links.... kalt besser oder warm....
Ich würde wohl versuchen bis Mittwoch Ibuprofen und Hausmittelchen wie Zwiebel etc.


lotte81

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #5 am: 21. November 2016, 17:47:13 »
Ach so, und regelmäßig Nasenspray (abschwellendes) und häufiger übern Tag Meerwassernasenspray ...


Melanie83

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #6 am: 21. November 2016, 17:53:30 »
Bei uns gab es immer Nasenspray und Otovowen. Das sind homöopathische Tropfen zum Einnehmen. Ab und zu half aber auch nur Antibiotikum.



Mama2008

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #7 am: 21. November 2016, 17:55:10 »
Ich kenne Otowoven Tropfen. Aber ob sie helfen und kleine Kinder schon bekommen können weiß ich nicht.
Und Nasenspray.



MammaMuh

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #8 am: 21. November 2016, 17:56:32 »
Wir haben auch immer nur mit Schmerzmittel (Ibuprofen ist auch entzündungshemmend) und Nasenspray oder -tropfen behandelt.

AB hat die Kleine noch nie bei einer MOE nehmen müssen.
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Niolanta

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #9 am: 21. November 2016, 17:57:18 »
Meine Große hatte sehr oft MoE.
Unser KiA (konventionell) sagt: abschwellende Nasen tropfen,  viel trinken und Ibuprofen (schmerzstillend/fiebersenkend/ entzündungshemmend)
Hat geholfen! Wir wussten dann ja Bescheid, dass eine Schnupfnase sofort auf die Ohren ging und haben quasi sofort Nasen tropfen gegeben und bei Bedarf nachts Ibuprofen, wobei fast immer die einmalige Gabe genug war.
Mit 5 wurden dann operativ die Rachenmandeln abgeschabt und das Trommelfell geschnitten.



nichtdiemama

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #10 am: 21. November 2016, 18:11:56 »
Meinem Sohn und mir hilft am besten Nasenspray und Zwiebelwickel (über Nacht drauf, dann sind die Schmerzen am nächsten Tag oft schon weg). Dazu Schmerzmittel nach Bedarf.

Zwiebelwickel mache ich so: Zwiebel kleinschneiden, in ein Tuch (ich nehme eine alte Socke  :P) geben, auf's Ohr und dann Wärmflasche drauf.

Gute Besserung :)


Honigbluete

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #11 am: 21. November 2016, 18:28:39 »
Wir machen auch Zwiebelsäckchen auf die Ohren, Nasenspray und dann bei Bedarf Schmerzmittel.
Gute Besserung!



Mondlaus

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #12 am: 21. November 2016, 18:31:33 »
Mein - wirklich nicht böse gemeinter - Ratschlag ist, hierbei nicht gegen den Rat des Arztes in Foren nach Alternativen zu suchen. Es gibt bestimmt Krankheiten, da kann man Alternativmedizin gut nutzen. Nicht bei Mittelohrentzündung. Gerade wenn es nach Erstgabe nicht besser wird, spricht das für eine hartnäckige Form. Du könntest eventuell verlangen, dass man den Erreger identifiziert - normal sind Antibiotika bei MOE Breitspektrum, wenn man den Erreger weiß, kann man aber eines gezielt auswählen.

Sollte es tatsächlich so sein, dass ein Antibiotikum nicht nötig wäre, dann hat deine Tochter eine Runde Antibiotikum zu viel bekommen und du klingst nicht so, als ob das bei euch öfters vorkommt, der Schaden wäre dann kaum vorhanden.

Bei Nichtbehandlung kannst du im besten Fall mit einer Verschleppung rechnen, oder der Ausbildung einer chronischen Entzündung, womit deine Tochter dann wochenlang Schmerzen aushalten muss. Im schlimmsten Fall kommt es zur Entzündung des Warzenfortsatzes, Paukenfibrose und letztlich unumkehrbare Schwerhörigkeit. Ich war selbst lange Mittelohrpatient, am Ende musste ich auch operiert werden - nicht schön..

Das mit dem Antibiotikum geben hatten wir leider auch - bis zum Alter von 5 Jahren. Ich habe mir eine Spritze aus der Apotheke geholt und hinter die Zunge gespritzt. Es muss halt sein, auch wenn es schwer fällt
Kind 2011
Kind 2014
...

Solar. E

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #13 am: 21. November 2016, 18:44:09 »
Mein - wirklich nicht böse gemeinter - Ratschlag ist, hierbei nicht gegen den Rat des Arztes in Foren nach Alternativen zu suchen.

Dem stimme ich grundsätzlich zu. Konkret gegen den ärztlichen Rat handeln fände ich auch sehr unschön. Aber da die Ärztin eh bis Mittwoch abwarten will, bis sie weiter entscheidet, schadet es in der Zwischenzeit sicher nicht, zusätzlich zu dem was sie empfohlen hat, Nasentropfen zu geben plus Zwiebelwickel zu machen. Bei letzteren habe ich auch schon sehr gestaunt, wie gut die Linderung verschafften.  :)

Ansonsten wird sie sicher ein anderes AB verschreiben (was übrigens mitnichten per se ein Teufelszeug ist  ;)). 

Ich wünsche euch gute und schnelle Besserung!!!
« Letzte Änderung: 21. November 2016, 18:46:30 von Solar. E »

Hrefna

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #14 am: 21. November 2016, 19:04:55 »
Eine akute Mittelohrentzündung muss nicht in jedem Fall direkt mit Antibiotika behandelt werden. Ich kopiere mal einen Auszug aus den DEGAM Therapierichtlinien:

Unsere Empfehlung für die Praxis lautet:
Bei Patienten ohne Risikofaktoren mit einer unkomplizierten akuten Otitis media sollte zunächst eine symptomatische Behandlung mit systemischer Analgetikagabe durchge- führt und auf die sofortige antibiotische Therapie verzichtet werden. Bei Kleinkindern ist die Indikationsstellung je nach Alter und Diagnosesicherheit spezifisch zu stellen.
Analgetikagabe: Paracetamol bis max. 60mg/ kgKG/ d (3-4 x 10-15mg/ kgKG/ d) oder Ibuprofen bis max. 20-30mg/ kgKG/ d (verteilt auf 3-4 Gaben/ d)
Die sofortige Verabreichung von Antibiotika hat keinen Einfluss auf die Schmerzen inner- halb der ersten 24 Stunden. Der Nutzen eines Antibiotikums ist nur bezüglich der Schmer- zen ab dem 2. Behandlungstag in geringem Maße nachgewiesen.
Selbst bei Fieber und/oder Erbrechen ist es vertretbar, die ersten 24-48 Stunden unter Be- obachtung des Kindes abzuwarten und erst bei einer Verschlechterung der Symptome oder einer ausbleibenden Besserung Antibiotika zu verordnen.Allerdings bedarf es, auch aus forensischen Gründen, einer guten Aufklärung und Absprache mit den Eltern!

Ist eine Wiedervorstellung in der Praxis nach 48 Stunden nicht möglich (z.B. Wochenende), empfehlen wir bei guter Mitarbeit der Eltern die vorsorgliche Ausstellung eines Antibioti- kum-Rezeptes mit ausführlicher Aufklärung über Anwendungsbeginn, Dosierung und mögliche Nebenwirkungen.
Bei weiterhin bestehenden Ohrenschmerzen nach 48 Stunden empfehlen wir folgende An- tibiotikatherapie:
1.Wahl: Amoxicillin50mg/kgKG/d(2-3Einzeldosen)über7Tage*
2. Wahl : Orales Cephalosporin der Gruppe 2.: z.B. Cefuroximaxetil 20-30 mg/kgKG/d
Bei Vorliegen von Allergien gegen Penicilline/Cephalosporine Makrolid: z.B. Erythromycin über 7 Tage
Bei persistierenden Beschwerden nach Beendigung der antibiotischen Therapie ist eine Wiedervorstellung in der Praxis notwendig. Bei Verschlechterung unter antibiotischer The- rapie sind ggf. HNO-Kollegen hinzuzuziehen.
Bei Patienten mit einem erhöhten Risiko (AOM mit Otorrhoe, jünger als 24 Monate mit beidseitiger AOM, Begleit-/ Grunderkrankungen, rezidivierenden Infekten, Paukenröhr- chen, Immunsuppression, schlechtem Allgemeinbefinden, hohem Fieber, anhaltendem Erbrechen und/oder Durchfall) ist eine sofortige antibiotische Therapie einzuleiten. Bei Säuglingen zwischen 6 und 24 Monaten, die nicht schwer krank sind (kein Fieber, kein Erbrechen), kann eine engmaschige Befundkontrolle (innerhalb von 24 Stunden) vor einer antibiotischen Therapie erwogen werden. Die engmaschige Kontrolle kann notfalls auch durch eine kurzfristige telefonische Kontrollbefragung der Eltern erfolgen, wenn die Eltern gut aufgeklärt und kooperativ sind.
DEGAM-Leitlinie Nr. 7: Ohrenschmerz
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DEGAM-Leitlinie Nr. 7: Ohrenschmerz
*ggf. in Kombination mit Clavulansäure nur bei bekannten Resistenzen gegen ß- Laktamase-bildende Keime oder Therapieversagen. Die Dosis von Amoxicillin kann auf 80- 90 mg/kg/Tag erhöht werden bei Kindern, die in den letzten 30 Tagen mit Ampicillin vor- behandelt waren, bzw. einen kürzlichen Aufenthalt in Ländern mit hohen Raten an Penicil- lin-resistenten Pneumokokken hatten.
Für die Behandlung von Kindern mit AOM liegt eine spezifische Übersicht vor.52 Cave: Kein Einsatz von Amoxicillin bei Verdacht auf Pfeiffer-Drüsenfieber!
 
Begründung der Empfehlungen
Die akute Otitis media ist eine in der Regel selbstlimitierende Erkrankung und heilt in 78% der Fälle innerhalb von zwei bis sieben Tagen spontan aus. Insofern sind bei der Behand- lung verschiedene Ziele abzuwägen:
• gegenüber dem natürlichen Verlauf zeitgerechte und möglichst frühzeitige Symp- tomverbesserung,
• Verhinderung von Folgeerkrankungen und Komplikationen,
• Verhinderung von Rezidiven und Chronifizierung,
• das Angebot einer nebenwirkungsarmen und vor allem bei Kindern familiär kompa- tiblen Behandlung.
Diese Ziele sind nicht immer vollkommen in Einklang zu bringen – nicht selten ist die Präfe- renz der Eltern/Betreuer hier mit Grund ausschlaggebend (partizipative Entscheidungsfin- dung).


Wir machen auch Zwiebelsäckchen auf die Ohren, Nasenspray und dann bei Bedarf Schmerzmittel.
Gute Besserung!

Wir auch. Als Schmerzmittel würde ich Ibuprofen statt Paracetamol nehmen.

Fliegenpilz

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #15 am: 21. November 2016, 19:33:53 »
Nein, Antibiotikum ist alles - aber kein Teufelszeug.
Wir sollten schon froh sein, dass wir in einer Gesellschaft leben in welcher wir (unbegrenzt) Zugang zu dieser Art der Medizin haben und nicht wegen Lappalien (im weiteren Sinne) unendliche Schmerzen ertragen und ggf. sogar sterben müssen!

Es gibt Dinge bei denen halte ich von homöopathischen Versuchen bei Kindern nichts, rein gar nichts - Mittelohrentzündungen, so wie Scharlach bzw. generell Hals-Rachen-Entzündungen und alles was in der Nähe zum Herzen und des Gehirns ist.
Wenn Erwachsene sich da durch probieren wollen (und ihr Schmerzempfinden so wie das gesamte Gesundheitsbild für sich selbst gut einschätzen und beurteilen können) - bitte. Aber ein knapp 1jähriges Kind wird dir weder das eine noch das andere adäquat mitteilen können.
Ansonsten bin ich immer pro Schmerzmittel in diesem Fall und falls nötig auch pro Antibiotikum!

Was natürlich immer gut hilft, auch begleitend: Abschwellende Nasentropfen.
Hier muss jedoch vom Arzt auch geklärt werden ob ein homöopathisches Mittel ausreichend ist - unsere kleine Tochter z.B. braucht immer direkt eins mit Cortison. Ok, immer klingt drastisch: Immer dann wenn sie ein Erkrankungsbild hat, welches abschwellende Nasentropfen notwendig machen. Ist selten, passiert aber.

Bzgl. der Medikamentengabe:
Unsere kleine Tochter hat sich auch schon immer gegen Säfte bzw. Tropfen bzw. Sirup gewehrt. Ähnliche Reaktion wie von dir beschrieben war dann an der Tagesordnung. Wir sind sehr schnell zu Tabletten übergangen - das sorgte auch für Stirnrunzeln bei den Ärzten, aber: Eine Tablette konnte sie problemlos schlucken, hat nicht gewürgt und sie auch freiwillig genommen.
Seither bekommt unsere Tochter Tabletten im Fall des Falles und alles Flüssige ist aus dem Haushalt verbannt.

~Netti~

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #16 am: 21. November 2016, 20:00:44 »
Nasenspray, Zwiebelwickel und Apis Levisticum Globuli von Wala. Und Sinupret Tropfen.
Hat immer funktioniert.
Ob man Alternativmedizin probiert soll jeder selbst entscheiden, ich schwöre darauf.

Ach so, Nurofen würde ich bei Schmerzen auch jederzeit geben.
« Letzte Änderung: 21. November 2016, 20:03:56 von ~Netti~ »

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #17 am: 21. November 2016, 22:09:13 »
Wenn das AB keine Besserung brachte,wuerde ich wohl mal einen HNo Arzt draufschauen lassen..
Unsere Tochter hat,mit 10 Monaten Paukendrainagen gebraucht..nachdem kein Antibiotika wirklich Helfen konnte...es war mit ein anatomisches Problem,das die Ergüsse nicht richtig weggehen konnten..
wir haben zusätzlich auch Nasentropfen,Sinopret,Otovowen,Ohrentropfen,Zwiebelsäckchen,Globulies..gegeben...
Nurofen war damals im  Dauergebrauch..ich wuensche euch schnelle Linderung und Ausheilung

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Antw:Mittelohrentzündung - was hat bei Euren Kindern geholfen?
« Antwort #18 am: 22. November 2016, 09:00:16 »
Wir haben gerade Stirnhöhlenvereiterung plus beginnende MOE hinter uns... Und ja - wenn AB nötig, dann auf jeden Fall -> Teufelszeug ist es mit Sicherheit nicht. Ohne AB in der Vergangenheit wäre Marie mit Sicherheit nicht mehr am Leben...

Und wenn Du "rumexperimentieren" möchtest - mein Mann ist ein gutes Beispiel, was passieren kann. MOE als Kind, die wirklich jahrzehntelang nicht ausgeheilt sind, inkl. mehrere OPs am rechten Ohr als Kind... Vor ein paar Jahren war es dann soweit - der Knochen zwischen Ohr und Gehirn war weg, eine Tympanoplastik musste gemacht werden - der nächste Infekt wäre eine Hirnhautentzündung geworden. Inzwischen trägt mein Mann ein Hörgerät und hat ohne maximal noch 10% seiner Hörfähigkeit.

Wir behandeln mit Nasic zum Abschwellen, tagsüber hypertones Meerwassernasenspray und Sinupret Tropfen - darüber hinaus lassen wir inhalieren. Und bei Schmerzen etwas dagegen... Darüber hinaus geben wir gerne Otovowentropfen.


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Napolitana

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« Antwort #19 am: 22. November 2016, 12:15:15 »
Huch, habe ich hier eine interessante Diskussion verursacht  :D
Hat mich sowieso gewundert, dass es zum Thema MOE noch keinen Fred gab.

Also nochmal zum klarstellen meiner Position. Ich bin NICHT gegen den Rat unserer Ärztin und ich bin NICHT grundsätzlich gegen die Gabe von AB. Auch wenn es meiner Meinung nach doch etwas zu oft verschrieben wird, aber das ist ein anderes Thema.
Ob Antonia die MOE NOCH hat TROTZ des AB oder schon wieder hat (1. Jahr in der KiTa, da ist man eben dauerkrank im ersten Herbst / Winter...), wer weiß das schon.
Die letzte MOE war mit über 40 Fieber und sehr rotem Ohr laut Ärztin, da gab's natürlich sofort AB.
Jetzt hat sie "nur" 38,1 und das Ohr ist nur bisschen rot, deswegen meinte die Ärztin abwarten bis Mittwoch. Und weil ich nicht einfach Däumchen drehen wollte, kam hier eben die Frage, was ihr dazu so meint.
Wir haben jetzt jedenfalls mal diese Aconit Ohrentropfen von Wala besorgt, die im Internet im Gegensatz zu Otowowen auch gute Bewertungen haben. Und Nasentropfen.
Bei der großen ging eine MOE auch schon mal von "alleine" weg (damals Ibusaft und Apis Belladonna Globuli). Damals meinte ein anderer Arzt auch abwarten. Und einmal musste die große auch AB nehmen.
 
"Teufelszeug" war auch nicht ganz so wörtlich gemeint. Es ist super, dass es sowas gibt und es hat schon viele Leben gerettet. Aber durch die häufige Gabe entstehen Resistenzen. Daher bin ich eben auch nicht der größte Fan es gleich zu nehmen, und selbst wenn meine Ärztin es MIR verschreiben will, frage ich immer nach ob man es nicht erstmal ohne versuchen will. Bei den Kindern mache ich da keine Experimente. Wenn die Ärztin es für nötig hält, dann wird es gegeben.
Und ich bin auch überhaupt nicht gegen Schulmedizin, sondern sogar ein großer Fan von Ibuprofen und Co.
Von Globuli und alternativer Medizin bin ich noch nicht ganz überzeugt, aber bin da offen. Naturheilkunde im Allgemeinen überzeugt mich aber durchaus. Im Sinne von Thymian Tee bei Husten, Eukalyptusöl zum Einreiben…

Interessant, dass so viele gute Erfahrungen mit Zwiebelwickel gemacht haben. Keine Ahnung wie ich das meiner einjährigen verklickern soll, dass das da drauf bleiben muss  ;D Und bei der großen hat das damals keine Linderung gebracht, außer dass ihr Kinderzimmer mindestens eine Woche nach Dönerbude gerochen hat  ;D

Vielen Dank für Eure Beiträge! Wenn ihr Interesse habt, werde ich weiter berichten.
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Fliegenpilz

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« Antwort #21 am: 22. November 2016, 12:39:04 »
Auf die Couch gemeinsam legen ist gut!  ;D
Da bleibt sie dann vielleicht mal 30 Sekunden liegen. Sie ist gerade am Laufen lernen und da gibt es nichts langweiligeres als auf der Couch zu liegen.  s-:) Und Bücher stecken wir lieber in den Mund und kauen drauf rum anstatt die vorgelesen zu bekommen  ;)

Aber trotzdem Danke für die Idee. Beim schlafen könnte man es probieren....
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« Antwort #22 am: 25. November 2016, 18:22:17 »
Als wir die Tage mit Jonathan beim Arzt waren wegen Verdacht auf Ohrenschmerzen, hat der Arzt auch zu Zwiebelwickeln geraten. Und zwar beim Schlafen. Sein Tipp war die Zwiebelsäckchen mit einem Mützchen zu fixieren.

Davon abgesehen reagiere ich auf Ohrenschmerzen mit Nurofen + abschwellende Nasentropfen. Zum Glück hatte Sarah bisher nur zweimal Ohrenschmerzen. Und beides war im Alter von über 3 Jahren, da war dann auch eine Kommunikation mit dem Patienten möglich. (Die zweite Runde musste sie dann AB nehmen, war aber ok. War ihr erstes Mal und das mit über 4 Jahren).

Gute Besserung an Antonia!



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« Antwort #23 am: 27. November 2016, 18:38:51 »
Danke!
Sie ist wieder gesund  :)
Freitag haben wir die Ärztin nochmal drauf schauen lassen, alles weg!
Ob es jetzt an den Aconit Tropfen lag oder einfach die Kombi Nasentropfen und Nurofen, wer weiß das schon.  ;)

@Fliegenpilz: danke für die Links, ich hatte nach Mittelohr und Ohr gesucht und mich schon gewundert, dass es noch keine Einträge gab  ;D
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