Die Garage und rechtliche Absurditäten der Stadtwerke...

Diese Geschichte ist an Absurdität wohl kaum zu toppen. Und wird mich immer wieder ungläubig an unseren Keller-Bau erinnern. Daher möchte ich sie auch dem Leser dieses Hausbau-Blogs nicht vorenthalten. Einfach damit man sich geistig schon mal wappnen kann und auch auf Dinge vorbereitet ist, die sich rein mit Logik so einfach nicht erfassen lassen.

Bevor wir dank enormer Hitze und Styrodur-Eigenheiten mehrfach die Keller-Hülle Nachverfugen ließen, und der Erdbeweger dann den Keller wieder eingrub, fragte ich unsere Stadtwerke an, ob Sie jetzt nicht evtl. sämtliche Leitungen gleich in den Keller legen wollten, solange dieser gut zugänglich sei.

Bei uns werden von den Stadtwerken der Strom, die Fernwärme (resp. Nahwärme), das Wasser sowie Telefonleitungen ins Haus gelegt.
Da diese Zuleitungen in den Keller gelegt werden und die Zuleitungen selbst in etwa 3 Meter Tiefe und ca. 15 Meter vom Haus entfernt liegen, war es ja naheliegend, diesen Anschluss vornehmen zu lassen, solange unser Erdbeweger sowieso alles freigeräumt hatte.

Die irritierende Auskunft der Stadtwerke war jedoch, dass sie erst Eingreifen, wenn wieder alles zugeschüttet sei. Auch ein ungläubiges, weiteres Nachfragen an zweiter Stelle ergab:

Wegen Gewährleistungsrechtlichen Unsicherheiten mussten wir den gesamten Bereich der Zuleitungen (ca. 20 Meter) bis Oberkante Keller zuschütten lassen, nur dass der identische Bereich dann zwei Wochen später erneut von einer weiteren Firma ausgehoben - und nach verlegten Zuleitungen - wieder zugeschüttet wurde.

Bereich der Zuleitung wird aufgefüllt...

Da dieser Schritt im Kaufpreis unseres Grundstückes inbegriffen war und von der Stadt getragen wird, bin ich hier nicht vollkommen großartig eskaliert; die Frage nach Sinn und vollkommen unnötigem Energieaufwand bleibt aber bestehen. Zumal unsere Stadtwerke schon seit Jahren auf regenerative Energie setzen und sich ein grünes Image erarbeitet haben.

Evtl. denken Stadt und Stadtwerke hier ja bei zukünftigen Bauprojekten um, und arbeiten dann ein wenig effektiver und umweltfreundlicher.
Ich kann nur vermuten, dass es hier im bürokratischen Deutschland irgendwann mal ein Gerichtsverfahren gab, dass diesen Irrsinn rechtfertigt. Man muss aber sicherlich Anwalt oder Richter sein, um sich an solchen unnötigen Abläufen zu erfreuen…

Lustiger Fun Fact am Rande, (der natürlich nicht übertragbar ist): Während des Verlegens der Zuleitungen wurde die Erdung des Kellers abgeklemmt. (Wahrscheinlich aus Bequemlichkeitsgründen). Beim wieder zu schütten wurde dieser Arbeitsschritt nur nicht wieder rückgängig gemacht - oder vergessen. Jedenfalls hatten wir dann erst einmal ein ungeerdetes Bauprojekt. Nach freundlicher, vorsichtiger Anfrage der Bauenden und fest terminierter Aufforderung des Architekten, wurde das Haus einen Monat später letztlich wieder geerdet. Es wurde also ein drittes Mal Hand angelegt und der Boden teilweise neu aufgebuddelt um die Erdung wieder instand zu setzen. Unser Gartenstück im Westen wurde also gleich dreimal durchlüftet und wieder verfestigt.

Warum schreibe ich das überhaupt? - Weil es ohne die kritische Beäugung der Bauenden wohl niemandem aufgefallen wäre, dass das künftige Haus keine Erdung mehr hatte... Es bewahrheitet sich also, dass man als Bauender wirklich überall pingelig mit drauf schauen sollte, um Baumängel frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden... - ist nicht immer angenehm, lohnt sich aber!

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Die Fertig-Garage

Für die Garage wurden wir von WeberHaus an die Firma „Kemmler Beton“ vermittelt. Hier gab es exakte Vorgaben wie wir ein Fundament zu erstellen hatten. Auch hier musste noch ein wenig Überzeugungsarbeit geleistet werden, dass die Firma Glatthaar-Fertigkeller diesen Part dann übernahm.

Bei aktuellen Projekten ist es laut WeberHaus nicht mehr üblich, dass deren Kellerbauer die Fundamente von Garagen bauen. Uns half hier aber unser freundlicher WeberHaus Berater aus Stuttgart aus der Klemme, der sich während des gesamten Bau- und Planungs-Zeitraumes immer wieder hilfreich für uns einsetzte und auch hier doch noch für die Umsetzung des Fundaments sorgte.

Garagen-Fundament

Geliefert werden sollte die Garage dann in KW 37, was aber eine Woche vorher wieder von Seiten Kemmler storniert wurde, da man wohl beim Transport eine Baustelle auf dem Weg zu uns nicht mit einer Garage im Gepäck passieren durfte. Der aktuelle Termin ist nun auf KW 39 gesetzt. Exakt eine Woche vor dem Hausstellungs-Termin.
Dieser Termin wurde mittlerweile auch eingehalten und die Garage stand zum geplanten Datum bereits um 08:00 Uhr morgens fertig auf der Baustelle:
Garagen-Fundament
Dem mit Kamera ausgestatteten Schreiber dieser Zeilen blieb also nichts anderes übrig als den fertigen Kubus zu knipsen und sich noch kurz erklären lassen wie und wo sich was befindet.
Angang September kam dann letztlich auch der Brief von WeberHaus mit der Information, dass unser Haus am 1.10. 2019 gestellt werden wird...

Das nächste Kapitel - Das Haus wird gestellt...
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