Trennung

TrennungFast jede zweite Ehe/Beziehung wird heute wieder geschieden. Die Leittragenden dabei sind unter anderem meistens die Kinder. Das muss aber nicht sein.

Wie Eltern Ihren Kindern die anfänglich sehr schwere Zeit der Trennung einfacher gestalten können und das Kinder sogar einen tatsächlichen Nutzen aus einer an sich so schwierigen Situation ziehen können (wenn es die Eltern zulassen) wollen wir hier aufzeigen.

Trennung > Allgemein

Partnerschaften können enden. Die Elternschaft hingegen ist eine Beziehung für das ganze Leben. Für die beteiligten Elternteile ist die gegenseitige Unterstützung für eine gemeinsame Elternschaft nach einer Trennung der wohl schwierigste Part.

Verletzte oder erkaltete Gefühle oder gar regelrechte Wut auf den Partner machen ein gemeinsames Aufziehen des Kindes/der Kinder nur schwer möglich. Geographische Distanzen sorgen zudem meistens für eine seelische Entfernung eines Elternteils.
Diese Gefühle vor dem Kind zu verbergen ist die größte Herausforderung der beiden erziehenden Elternteile.

Trennungen können aber auch oft eine Entscheidung zugunsten des Kindes sein. Denn wenn in der Beziehung nur gestritten wird ist dieser Zustand für das Kind auf lange Sicht betrachtet sicherlich unerträglicher als eine Trennung der Eltern.

Trennung > Folgen

TrennungDie Folgen einer Trennung sind an jedem Kind festzustellen. Ungefähr die Hälfte aller Trennungskinder gilt temporär als Verhaltensauffällig.

Ältere Kinder können den quantitativen Verlust des einen Elternteiles besser kompensieren als jüngere Kinder. Bei kleinen Kindern ist das Spektrum der möglichen Reaktionen groß: Von Wutanfällen, Traurigkeit, über Schlafstörungen bis hin zu Rückschritten in der Entwicklung ist alles möglich. Zudem überwiegt in diesem Alter das allgemeine "Ich-bin-Schuld-an-der-Trennung"-Gefühl. Hier sind die Eltern besonders gefordert diese Fehlinterpretationen zu berichtigen. Und Kindern muss man diese Dinge immer wieder erklären...

Kinder im Alter von 6 bis 10 können mit einer Trennung zwar besser umgehen als ihre jüngeren Leidensgenossen. Jedoch tritt auch hier eine Hilflosigkeit zu Tage der die Eltern nicht tatenlos gegenüber treten sollten. Hinzu kommt eine Unsicherheit unter Freunden (meine Eltern sind geschieden, die von meinen Freunden nicht). Wenn Schulleistungen schlechter werden ist dies auch keine Ausnahme.

Eine weitere Gefahr für Trennungskinder ist der Verlust der unbeschwerten Kindheit. Oft übernehmen Kinder ganz von selbst zu viel Verantwortung in einer Alleinerziehenden-Situation als dies gut für sie wäre.

Für Kleinkinder ist nach einer Trennung die Bindung zur Mutter ungemein wichtig. Das Wohlergehen der Mutter ist für ein Trennungskind von größter Bedeutung. Je besser sie mit der neuen Situation klar kommt, desto besser kann sich das Kind damit arrangieren.
Verliert ein Kind durch eine Trennung den Vater oder die Mutter ganz aus den Augen, so sind psychische und physische Probleme bis ins Erwachsenenalter nachgewiesen. Diese Scheidungskinder im Erwachsenenalter leiden durchschnittlich häufiger an körperlichen und seelischen Erkrankungen. Auch ist das eigene Druchhaltevermögen in partnerschaftlichen Beziehungen deutlich geringer als das von Partnern nicht geschiedener Eltern.

Allerdings sollte auch erwähnt werden das ca. 10% aller Scheidungskinder positiv auf die neue Situation reagieren und dies als Erleichterung wahrnehmen.

Weitere Probleme tauchen dann wieder auf wenn sich die Partner neuen Beziehungen zuwenden. Psychologen stimmen inzwischen darin überein, das (egal welche neuen Familiensituationen vorherrschen), die Rolle der leiblichen Eltern auf psychologischer Ebende nicht ersetzt werden sollen und können. Wird diese Ansicht vom neuen Partner oder der neuen Partnerin geteilt haben solche neuen Partnerschaften die besten Chancen auf das Einverständnis des Kindes.

Trennung > Chancen

Trennung

In einer Zeit da bald jede zweite Ehe geschieden wird und Patchworkfamilien zur Alltäglichkeit werden sollte man versuchen die Trennung als Chance für das Kind zu begreifen.

Lebte das Kind bisher in einem Haushalt in dem der Kompromiß zwischen Mamas und Papas Ansichten das Leben beherrschte, so eröffnen sich dem Kind nach der Trennung (immer vorrausgesetzt die Eltern sind den Kindern zuliebe zu einem freundschaftlichen Miteinander bereit) neue Ansichten und Lebenseinstellungen.

Mama wird nun ihren Lebenstil ausleben und genauso wird es Papa machen. Hat das Kind zu beiden Elternteilen regelmäßig Kontakt so lernt das Kind auf diese Weise eigene Ansichten zu bilden die auf den beiden vorgelebten Lebens-Stilen basieren.

Dies kann letztendlich zu einer selbstbewußten Grundhaltung des Kindes beitragen. Immer vorrausgesetzt die Eltern akzeptieren die andere Lebensauffasung des Ex-Partners und versuchen NICHT diese dem Kind auszureden.

Findet statt dessen ein familiärer Kleinkrieg statt und jedes Elternteil möchte das Kind von der Richtigkeit seiner Erziehungsmethoden überzeugen so werden alle Chancen des Kindes zunichte gemacht sich in der neuen Situation zurecht zu finden und evtl.Vorteile daraus zu ziehen.

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