Dez. 2018 - Unsere Ausstattungsberatung bei WeberHaus:

Die Ausstattungsberatung bei WeberHaus ist im Süden Deutschlands immer in Rheinau-Linx (relativ nahe bei Straßburg). Damit sich die Anfahrt auch lohnt, werden je nach Hausgröße 2 oder 3 Tage eingeplant.
Da wir sicherlich nicht zu den einfachsten Hausbauern gehören (in erster Linie weil die Geschmäcker der beiden Bauenden in vielerlei Hinsicht konträr verlaufen), wurden die angedachten 3 Tage zeitlich auch sehr gut gefüllt.

Wir kamen also am Abend vor Beginn der Ausstattungsberatung etwas unentspannt wegen eines kompetent fiesen Unwetters auf der Stecke vor Ort an und wurden durch ein schönes Hotel von den Strapazen der Fahrt belohnt. Die pfiffige und moderne Ausstattung des Hotels war schon mal ein schöner Vorgeschmack auf die nächsten Tage.

Anfahrt Rheinau Linx Beim Frühstück scherzten wir beim Beobachten der anderen Frühstücksgäste wer von den anderen Besuchern sich wohl ebenfalls bei WeberHaus ein Haus bauen ließe. Lustigerweise fanden sich dann eine Stunde später tatsächlich 75% der Gäste in der „world-of-living“ - Empfangshalle wieder ein.

Die „world of living“ ist ein Gebiet mit vielen Musterhäusern von WeberHaus. In der Haupthalle werden dort sämtliche Innenausbau Möglichkeiten präsentiert. Und nebenan liegen tatsächlich auch die Produktionshallen, durch die wir an Tag 2 ebenfalls in einer Stunde durchgeführt wurden.
Eine Art Disneyland für den Wohnbau für die ganz Kleinen gibt es auch. Hier läuft man durch verschiedene Szenarien und erlebt Geschichte und Hausbau Technik. Diesen Punkt haben wir jedoch an diesen drei Tagen ausgespart, da wir unsere Kinder wohlweislich extern untergebracht hatten.

Nun standen da also ca. 10 Einheiten an Besuchern in der Eingangshalle, die nach und nach Ihren Beratern zugewiesen wurden. Uns wurde ein langjähriger Berater zugeteilt, der auch bei kleinen Differenzen immer souverän die sinnigste Lösung suchte. Auch speziellere Sonderwünsche, die an die technischen Grenzen gingen wurden gelöst. Generell lässt sich in diesen drei Tagen eigentlich das komplette Haus umwandeln und erweitern bis zum geht nicht mehr. Das einzige Limit stellt hier das eigene Budget dar, das bei uns aber schon relativ schnell ausgereizt war und zu leichtem Nervenflattern führte.

Generell bietet WeberHaus zwei Qualitätsstufen bei dem Innenausbau an. Die Standard Stufe und die sog „TopLine“. Der Unterschied ist einfach die größere Auswahl bei den Möglichkeiten im Innenausbau. Da wir die teurere Variante gebucht hatten, gab es also in Teilbereichen wirklich viel zu entscheiden und zu vergleichen.

Aber der Reihe nach. Nach einer kurzen Vorstellung und einem Überblick über die nächsten 3 Tage führte uns der Berater in die Abteilung der Türen, Dächer und Treppen.
Gerade hier gab es allerdings dann gleich zu Beginn größere Unstimmigkeiten zwischen den Bauenden, da die Wahl der Farbe der Dachschindeln für großen Unmut sorgte. Die Frage nach rot oder grau (anthrazit) wurde heiß diskutiert und letztlich erst einmal hinausgezögert, da wir hier einfach nicht weiterkamen.

TürenBei den Türen gab es dann die nächste Schikane (von unserer Seite). Mit relativ fixen Vorstellungen von einer massiven Echtholz-Türe empfanden wir die ausgestellten Türen vor Ort etwas steril und modern. Hier wurde unser Berater also auch gleich mal darauf angesetzt weitere Türen und Sonderanfertigungen zu prüfen, die wir dann aber letztlich aufgrund des hohen Preises schlussendlich doch nicht buchten, sondern eine normale, moderne WeberHaus Türe dem teuren Luxus vorzogen.

Bei der Treppe wurden dann aber keine Kompromisse eingegangen. Die aus Sicht des Autors durchaus praktikablen und schönen offenen Holztreppen in der Grundausstattung fanden nun überhaupt nicht den Zuspruch weiblicher Treppenvorstellungen.
Kleiner Hinweis in eigener Sache: Eine Frau mit Pinterest-Account und darin gefundenen Design-Treppen-Fotos ist nicht unbedingt ein Beschleuniger in Sachen Treppenauswahl.
Hier wurde also sehr lange hin und her diskutiert – und schließlich wurde der Treppen-Meister bei WeberHaus ins Boot geholt, der versprach die gewünschte Treppenbauweise realisieren zu können.

Preise wurden bei allen Zusatz-Wünschen vom Berater immer grob genannt– manchmal (vor allem eben bei ungewöhnlichen Wünschen wie der Treppe) wurden diese dann aber nochmals in der finalen Kalkulation übertroffen.

Nächste Anlaufstelle für einen Streit vor laufendem Berater war die Wahl des Parketts. Hier einigte man sich dann letztlich darauf, dass die Farbe des Parketts dem Favoriten der Bauenden entsprechen durfte, dafür dann aber die Farbe der Dachschindeln ein anständiges grau sein durfte.

Danach war es dann höchste Zeit für das Mittagessen. Sowohl für die Bauenden als sicherlich mindestens so dringend für den Berater. Für die Bauenden gibt es kostenlos vor Ort ein mehrgängiges Menü mit vorgelagertem Sekt-Ausschank (der sicherlich für die ein oder andere Entscheidung vor Ort von Weber Haus sehr gut investiert ist :-)
Mit neuem Schwung ging es danach weiter. Die großen Baustellen hatten wir hinter uns. Bei den meisten weiteren Entscheidungen waren wir uns schnell einig und buchten aber bei den ein oder anderen Dingen ebenfalls noch kostenpflichtige Optionen dazu. Generell lässt sich sicherlich ein WeberHaus bauen ohne jede Zusatz-Ausstattung zu buchen. Es gibt für alle Bereiche ganz praktikable bis schicke Ausführungen die im Preis inklusive sind.
Satt gesehen an Rosa BetaAber eben selbst kleinere Änderungswünsche summieren sich letztlich zu einer ordentlichen Summe auf. Beispielsweise waren wir uns sehr einig darüber, dass der oft gesehene Naturstein „Rosa Beta“ für Außen-Fensterbänke überhaupt nicht geht. Andere Steinsorten sind alle zu haben – sie kosten nur eben ein paar Euro Aufpreis pro laufendem Meter.

In (nach dem katastrophalen Türe/Dach/Treppen-Start) ungewohnt harmonischer Manier wurden bei uns dann in den nächsten 2 Tagen folgende Optionen hinzugebucht:
Eine vorgeschalte Wand im Wohnzimmer (für Vertiefungen in der Wand), einen größeren Duschkopf als den, der im Standard vorgesehen ist (wobei der Standard-Kopf auch schon ok ist!), LED Spots in den Decken, eine zusätzliche Schiebetüre und einige andere kleine Dinge die sich dann zu einem „Großen Ganzen“ aufsummierten.

Erstmal ging es nach dem ersten Tag jedoch zurück ins Hotel um das zu verarbeiten, was in den letzten Stunden so alles entschieden wurde.
Hier zeigte sich dann spätestens am Preis eines Gin Tonics, dass das gewählte Hotel von WeberHaus ein absolutes Oberklasse Etablissement war. (Wer also günstiger Abendessen möchte – dem seien die guten Ausgeh-Tipps des Weber-Beraters ans Herz gelegt).

Der zweite Tag bei WeberHaus wurde den Bereichen Fliesen und Bad gewidmet.

Fliesen AuswahlEin unerschöpfliches Feld waren die Fliesen für Flure und Bäder. Hier ist die vorliegende Auswahl für die sog. „TopLine“ fast schon erschlagend.
Hier war tatsächlich die einzige Herausforderung, irgendwann aus den vielen Favoriten den finalen Favoriten herauszusuchen.

Im Bereich der Bäder kann man von 3 Herstellern insg. aus 7 Varianten der Waschbecken und WCs wählen. Auch hier ist sicherlich für jeden Geschmack etwas zu finden.
Selbst Dusch-WCs wurden uns inkl. Testmöglichkeit angeboten. Wer sich unter Dusch-WCs nichts vorstellen kann – so wie wir zu Beginn der Ausstattungsberatung – der findet im Internet sicherlich einiges dazu. Kurz gesagt: Ein anfänglich etwas seltsamer Luxus der ein enorm sauberes Gefühl verursacht. :- )

An diesem Tag hatten wir auch die Zeit noch die Werksführung zu besuchen und kamen dabei ins Gespräch mit anderen Bauenden und konnten so Erfahrungen teilen aus vielen anderen Bereichen des Hausbaus.
Das mittlerweile obligatorische Mittagsmenü mit Sekt war wie am Vortag ein willkommener Anlass den Kopf wieder etwas freier zu kriegen bzw. im Kopf die Fliesen ein wenig zu sortieren…

Am dritten Tag schuf unser Berater den Elektro-Plan.

Hier saßen wir einige Stunden zusammen über den Plänen und platzierten Lichtschalter, Steckdosen und alle anderen elektrischen Anlagen.

ELektro-PlanDa wir die Küchenplanung schon bereits vorher bei einem regionalen Küchenstudio realisiert hatten, konnten wir im Nachhinein dann einfach noch die offenen Punkte des ersten Tages (Parkett, Farbe des Daches und die Treppen) lösen. Andere Bauende waren in Gesprächen aber auch begeistert von der Möglichkeit in der „world of living“ die Küche planen zu lassen. Hier gibt es wohl eine Art „Kinoraum“ in dem die Küche dann in 3D virtuell „begangen“ und bestaunt werden kann.

Nach drei Tagen vor Ort sind wir dann mit einem guten Gefühl (und etwas Angst vor der Kosten-Aufstockung unseres Projektes) wieder nach Hause gefahren. Die Betreuung vor Ort war prima. Die Tipps und Infos ebenfalls.
Genauso die Auswahl beim Parkett - jedoch sind da aktuell die meisten Weber-Bauenden auf zwei sehr schicke Landhausdielen limitiert, da diese kostenneutral zu legen sind und dabei einfach optisch jedes andere vorliegende Parkett in den Schatten stellen. Einzig eine dritte Farbe des Parkett Sonder-Angebotes wäre hier schön gewesen.
Bei den Eingangstüren muss man sich eben auf die normale Eingangs-Tür Optik einlassen, dann findet man auch hier genug Auswahl, und bei den Dächern gibt dann gegen Aufpreis auch sämtliche Schikanen (die uns aber nicht interessierten).

Nach etwa 10 Tagen kam dann die Kalkulation zu unserem Besuch. Wir haben also etwa 4% des Hauspreises nochmals im Bereich der Innenausstattung liegen lassen. Wobei hier auch Dinge einzurechnen sind, die im Nachgang wo anders ausgegeben worden wären.
Beispiel: Decken Spots. Hier haben wir im Flur, Bad und Küchenbereich gleich die Spots bei Weber hinzugebucht. Klar hätte man Deckenleuchten deutlich günstiger im Baumarkt bekommen, aber hier war der Mehrpreis sicherlich - nicht zuletzt aufgrund der handwerklichen Nicht-Fähigkeiten des Bauenden - gut platziert.

Unser Berater meinte am Ende auch – wir wären eigentlich sehr human gewesen, was die Kosten-Steigerung angeht. Er hatte wohl auch schon Kunden, die den Hauspreis mit der Innenausstattung schlicht und einfach verdoppelt hätten…

Nach finalen Anpassungen und einem weiteren (irgendwann hört man auf zu zählen) Unterschriftenmarathon, der bei nochmaligen Anpassungen wiederholt wird war preislich und organisatorisch soweit das meiste unter Dach und Fach.
Jetzt heißt es noch warten auf die Freigabe zum Bau…
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