Die Beratungsphase:


Die Beratung bei WeberHaus in Stuttgart/Fellbach empfanden wir immer als angenehm und korrekt. (Fairness halber sei erwähnt, dass auch die Beratung bei Haas Fertighaus einwandfrei war).
Es wurde kein Druck aufgebaut. Wir konnten in Ruhe Entscheidungen fällen und auch die Preiskalkulationen erschienen uns im direkten Vergleich ehrlich.

Unser Berater bei WeberHaus legte und gleich zu Beginn als Schockmoment eine Kalkulation mit 80.000 Euro an Nebenkosten auf den Tisch (für ein normal dimensioniertes 1-Familienhaus). Damit toppte er alle anderen Berater um glatte 20.000 Euro – die Rechnung samt den einzelnen Positionen ergab aber eben durchaus Sinn, wodurch wir also eher den Eindruck gewinnen mussten, dass die anderen Kalkulationen schön gerechnet waren und wir uns somit ehrlich beraten fühlten.
(Das sich Nebenkosten sehr schnell auf absurde Summen addieren soll diese Liste mal verdeutlichen: Erdaushub und Abtransport (bei Bau eines Kellers), Garage, Kosten für den Architekten, Einfahrt plättlen, Baustrom etc.) Und damit ist bei unserer Rechnung dann der Garten noch eine wüste Mondlandschaft. (Wobei man sich ja in den Jahren nach dem Hausbau hier sukzessive selbst zum Gärtner aufschwingen kann… Irgendwie wollen Wochenenden ja gefüllt werden!)

Wir kamen mit schon ziemlich konkreten Vorstellungen bei den Beratungs-Gesprächen an.

Schuld daran war vor allem die Software „Sweet-Home 3D“ die ich jeder/m angehenden Bauenden mit etwas PC Know-How nur wärmstens empfehlen kann! Die Software ist sog. Open-Source Software. Heißt also – sie kostet nichts und ist trotzdem legal! Freeware Sweet Home 3D Selbst für blutige Anfänger wie mich war es nach ein paar Versuchen ein Leichtes unser Wunsch-Haus in der Software so umzusetzen, dass man einen guten Eindruck hatte und schon mal anfangen konnte, die Möbel zu vermessen und in dem virtuellen Häuschen einzurichten.

Diese Idee/Vorstellungen wurden im ersten Schritt tatsächlich fast 1:1 in das Weber-System übernommen und berechnet. Davon ausgehend kamen dann durchweg gute Optimierungs-Vorschläge von WeberHaus, die wir wiederum gerne 1:1 umsetzen ließen.
So wurde dann (leider immer nur vor Ort in Fellbach) innerhalb von 3 Terminen das Haus geplant und kalkuliert und wir setzten dann bei einem finalen Termin die Unterschrift unter unseren Vertrag.
Die Reaktionszeit auf Änderungswünsche und Fragen war immer top, was uns letztlich auch zur Unterschrift bewegte.

Nach der Unterschrift – Das Parallel-Universum:

Nach dem Unterzeichnen des Vertrags landeten wir (diesen Effekt habe ich mir auch von anderen Bauenden bei anderen Bau-Unternehmen bestätigen lassen) plötzlich in einer Parallelwelt, in der die Zeit zuerst einmal spürbar langsamer ablief.
War die Reaktionszeit bei Fragen, Wünschen oder Erweiterungen vor der Unterschrift noch galaktisch schnell, so waren wir nun in einem Universum gelandet, bei dem Fragen per E-Mail erst einmal einen tagelangen Weg durch die unendlichen Weiten des Internets zu nehmen schienen, bevor es dann zu einer Antwort kam. Dieses subjektive Gefühl spiegelt sicherlich die ganz normale Arbeitsgeschwindigkeit eines Bauunternehmens wieder – die eben einfach im Gegensatz zur Effizienz und Schnelligkeit der Berater/Verkäufer einen schweren Stand hat.
Vielleicht lag es auch an der Sommerferien-Zeit inkl. Urlaub unseres Architekten in die unsere erste genaue Bauplanungszeit fiel. Nachdem wir dieses Unbehagen aber einmal äußerten, wurden unsere Anfragen und Wünsche immer innerhalb weniger Stunden (manchmal sogar Minuten!) beantwortet.

Plan des ArchitektenDer für uns zuständige Architekt (diese kommen bei Weber übrigens extern dazu und müssen auch separat gezahlt werden (siehe Nebenkosten)) besuchte uns dann zweimal zu Hause (sodass die Betreuung der Konzentrations-ableitenden Zwerge einfacher zu realisieren war) und wandelte die Ideen und Vorlagen in statisch und systematisch sinnvolle und exakte Pläne um.
Auch die Beratung durch den Architekten empfinden wir als gut. Viel korrigiert wurde an unserer Vorlage nicht. Das bedeutet aber sicher nicht mangelnden Arbeitswillen, sondern vermutlich nur, dass die Vorarbeit der Bauenden und der Weber-Berater schon einen ziemlich stimmigen Plan ergeben hatte.
Zudem ist unser Architekt von Art und Alter so, dass wir uns gut aufgehoben und betreut fühlen.

Mit dem fertigen Architekten-Plan ging es dann erst einmal zu WeberHaus. Hier wird der Plan aktuell auf seine technische Machbarkeit hin überprüft.
Sprich: Die Wärme-Dämmung (KFW 40), das Heizungs-Konzept sowie die Elektroplanung wird technisch geprüft und genau festgelegt. Erst danach geht es weiter zum Bauamt und dort wird dann wiederum geprüft ob alle Vorgaben der Bauordnung eingehalten wurden – und wenn ja – bekommen wir die eigentliche Baufreigabe durch das Bauamt.

Erdaushub, Küche, Internet und Sound

Damit diese Zeit des ständigen Wartens (die Bauenden können in dieser Zeit tatsächlich wenig proaktiv helfen, sondern sind darauf angewiesen auf Fristen und Bearbeitungs-Zeiträume zu warten.) nicht komplett ungenutzt verstreicht, haben wir erste Überlegungen zwecks Kabelverlegungen von Strom, Lautsprechern und Internetanschlüssen gestartet.
Verkabelung von LautsprechernGerade für die gedachte Platzierung von Lautsprechern eignet sich dieser Zeitraum, da man jetzt ja die einmalige Gelegenheit hat die entsprechenden Räume ideal mit Sound zu versehen.
In Zeiten von WLAN Lautsprechern ist das Verlegen von Audiokabeln zwar nicht mehr automatisch gang und gäbe, es gibt jedoch zwei Argumente, die dafür sprechen:

Echte Audio-Enthusiasten bekommen nach wie vor das beste Signal und damit auch die beste Qualität auf Ihre Lautsprecher geliefert. Ebenso sind Latenzen oder Aussetzer mit Kabel kein Thema – sprich: es ist das stabilere und qualitativere System. Zudem lässt sich so natürlich auch dann noch Musik hören, wenn die Fritzbox mal wieder eigene Interessen verfolgt…

Auch weniger audiophile Hausbesitzer finden bei der Verkabelung Möglichkeiten die Musik so im Raum zu verteilen, dass man Sie optisch fast gar nicht mehr wahrnimmt. Das Stichwort hierzu heißt: InWall- oder Deckenlautsprecher. Klar erreichen solche Lösungen keine Meisterleistungen in Sache Soundqualität. Für normales Musikhören jedoch, sind solche Lösungen ausreichend und eine sehr feine Sache, die ein Zimmer nicht unnötig verschandeln.

Auch ein klassisches LAN Kabel für den Internetzugang sollte man an sinnvollen Stellen vorsehen.
Bei einem Holzbau nicht das wichtigste Thema, aber bei Stein – z.B. dickem Kalksandstein oder Beton wird ein WLAN Signal durch jede Wand und Decke massiv abgeschwächt. Hier ist es also immer gut, wenn das perfekte Signal im nächsten Stockwerk einfach aus der Dose kommt!

Ein weiterer sinnvoller Zeitvertreib ist die Suche nach einem Bau-Unternehmen für den Aushub. Was im Süden Deutschlands rund um Stuttgart in den Zeiten von Stuttgart 21 gar nicht so einfach ist...
Man findet natürlich immer jemanden – nur sind die Preise teils exorbitant hoch. So kann man in unserer Gegend gerne mal bis zu 35.000 Euro für ein Erdloch samt Abtransport und Entsorgung bezahlen. Da drängt sich natürlich unweigerlich die Überlegung nach einem Spaten aus dem Baumarkt und einem halben Jahr Urlaub auf… Da wir uns diesen Urlaubsluxus jedoch nicht leisten können – halten wir also parallel nach halbwegs bezahlbaren Unternehmen Ausschau.

Ebenfalls ein sinnvolles Betätigungsfeld, das diesen Zeitraum gut ausfüllt (das bei uns auch gerne mal zu spannungsgeladenen Diskussionen führt) ist die Planung der Küche.
Eine passende Küche für das HausHier haben wir drei Küchenstudios angefragt und Pläne erstellen lassen. Genau wie beim Haus stellt sich hier zuerst die Frage nach den Materialien: Neben Holz und Stein für die Arbeitsplatte gibt es hier ja mittlerweile viele spannende Derivate wie Mineralwerkstoffe, Keramik oder Kunststeine.
Besonders in Mode sind in den späten 10-er Jahren des neuen Jahrtausends sogar Betonausführungen (als Echt-Beton oder Nachbildung). Hier bedienen wir in der Planung ganz klassische Klischees und streiten auf männlicher Seite für Stein oder Beton und auf weiblicher Seite für Echtholz.

Letztlich wissen wir ja dann alle, wer sich hier durchsetzen wird, und es bleibt dem Autor dieser Zeilen nur die Hoffnung, dass sich die Holzarbeitsplatte optisch nicht mit dem Parkett beißen wird…

Viele Entscheidungen sind nun also schon getroffen und es heißt jetzt abwarten bis sämtliche Anträge durch alle Instanzen gegangen sind.
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