Autor Thema: Plagiozephalie / Brachyzephalie / Skaphozephalie  (Gelesen 22960 mal)

some&leni&ben

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Plagiozephalie / Brachyzephalie / Skaphozephalie
« am: 24. Juni 2014, 23:31:12 »
Hallo ihr Lieben,

ich würde gern diesen Thread hier eröffnen, weil ich zu dieser doch weit verbreiteten Problematik kein deutsches Forum finden kann. Vielleicht war ich auch einfach zu doof, eins zu finden, aber ich beschäftige mich nun seit längerer Zeit damit und werde nicht fündig.

Zur Info darüber, worum es überhaupt geht:

Unter der Plagiozephalie versteht man eine postnatale asymmetrische Abflachung des Hinterkopfes; meist lagebedingt. In manchen Fällen entsteht die Schädelverformung auch pränatal; nämlich dann, wenn das Köpfchen zu früh ins Becken drückt.


Bildquelle:mimoscontraplagiozephalie.blogspot.com

Es gibt neben vorrangigen physiotherapeutischen Übungen die Helmtherapie, welche bei Kindern ab dem 6. Lebensmonat durchgeführt wird. Dabei muss das Baby 23 Stunden am Tag eine angefertigte Kopforthese (Helm) tragen, damit das Köpfchen nicht weiter der falschen Lage ausgesetzt ist und "richtig" wachsen kann.

Die wohl schlimmste Form ist die Synostose; also die vorzeitige Verknöcherug der Schädelnähte. In diesem Fall sind chirurgische Eingriffe notwendig, um neurologische Ausfälle zu verhindern oder machmal tatsächlich auch aus rein kosmetischen Gründen.

Seitdem zur Verhinderung des plötzlichen Kindstods die Rückenlage als Schlafposition der ersten Wahl empfohlen wird, steigt auch die Zahl der verformten und vor allem behandlungsbedürftigen Hinterköpfchen.

So, das zum Thema allgemein.

Warum ich mich damit beschäftige:
Ben hat seit unserem Klinikaufenthalt in seiner 8. Lebenswoche einen flachen Hinterkopf. So richtig aufgefallen ist es mir erst zuhause, woraufhin ich direkt meine Hebamme um Rat fragte. Ihr fiel es auch auf, sie hatte es aber in dieser Form noch nicht gesehen.

Bei Ben ist es so, dass der Hinterkopf im unteren Teil beinahe normal gewölbt ist. Die Schädelbasis jedoch, also die hintere kleine Fontanelle, ist eingedrückt. Eine richtige Delle, die beinahe wie die Mitte eines Briefumschlages (also hinten, die Klebestelle) aussieht.


Die Kinderärzte halten den Kopf für unauffällig. Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass Kinderärzte solche Auffälligkeiten als nicht behandlungsbedürftigen oder besser "noch nicht behandlungsbedürftig" abtun (zB bei Kindern, die schief laufen und nach Ansicht der KiÄ frühestens mit Eintritt des Schulalters einem Orthopäden vorgestellt werden sollen, was totaler Quatsch ist).

Ich hab also trotzdem auf mein Gefühl gehört und habe einem Termin bei einem Spezialisten ausgemacht. Zum Glück sitzt einer davon direkt in unserer Stadt. Und siehe da: Die Verformung ist zwar nur gering, aber es liegt ganz klar eine Brachyzephalie (also der "Kurzkopf") vor. Hierdurch wird die Abflachung des Hinterkopfes optisch verstärkt.

Der Arzt (Kinderarzt sowie Osteopath) ließ das Köpfchen in einem 3D-Verfahren vermessen. Das geht ganz ohne Strahlung. Das Kind bekommt eine Wollmütze auf, bei der nur das Gesicht und die Ohren frei sind. Auf diesem Wollmützchen sind reflektierende Punkte angebracht. Eine Art "Laser" (nur rotes Licht) wird über dem Kopf hin- und herbewegt und auf dem PC entsteht ein exaktes 3D-Modell.

So sieht die Aufnahme danach aus:



Wenn man die Aufnahme mit den Schädelverformungen oben vergleicht sieht man, dass es klar in Richtung Brachyzephalie geht. Eine minimale Plagiozephalie ist rechts auch erkennbar, aber diese lag eindeutig an einer Blockade in der Brustwirbelsäule mit anschließender "Lieblingsseite", also klar lagerungsbedingt.

Die Aufgabe für uns lautet seither (Termin war am 14.05.2014): Tummy-Time so oft wie möglich. Also Baby auf den Bauch legen um die Nacken- und Rückenmuskulatur zu stärken. Natürlich fiel es ihm anfangs arg schwer, aber es würde und wird immer besser.

Eine wesentliche Verbesserung konnte und kann ich bis heute leider nicht feststellen. Im Gegenteil. Je mehr ich darüber lese, desto mehr Auffälligkeiten kann ich finden.

Besonders diese "Wölbung" oberhalb des Ohrs ist ein klares Anzeichen einer Brachyzephalie.

Ich weiß gar nicht genau, was ich jetzt von euch hören möchte. Ich glaube, ich würd gern einfach mal mit jemandem "unabhängigen" darüber sprechen. In meiner Familie sind alle zu sehr von ihm verzaubert; ich natürlich auch, aber ich habe auch einfach Angst. Ich meine beinahe, dass sich alles eher verschlechtert statt verbessert. Ich habe Angst, dass sein Köpfchen noch mehr verformt und er gesundheitliche Einschränkungen davontragen wird. Und falls gesundheitlich alles okay ist, möchte ich trotzdem nicht, dass er hinterher
"blöd" aussieht  :-[ gerade bei einem Jungen, der das Haar in der Regel ja kürzer trägt, fällt sowas doch total auf  :-\

Er ist so ein niedlicher Fratz ❤️

Ich habe jetzt einfach so ein Kissen gekauft, das bei solchen Verformungen helfen / präventiv verhindern soll. Warum habe ich bloß so ein wahnsinnig schlechtes Gewissen? Eigentlich kann ich doch nichts dafür; ich habe ihn immer viel mehr getragen als irgendwo abgelegt. Wegen einer OP am rücken wär ich zwar eine Zeitlang eingeschränkt was das Tragen betrifft, habe ihn aber dennoch immer auf meinem Bauch auf dem Bauch schlafen lassen  :-\

Vielleicht hat ja hier jemand Erfahrungen damit? Oder kennt jemanden, der jemanden kennt (...) bei dem das Köpfchen wieder normaler wurde? Oder sogar jemanden mit Helmtherapie?

Ich wäre für eure Meinungen sehr dankbar.

Verzweifelte Grüße
Some
« Letzte Änderung: 18. Juli 2014, 11:14:43 von some&leni&ben »
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Scheckpony

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« Antwort #1 am: 25. Juni 2014, 08:30:00 »
Hallo,

vielleicht kann ich dir ein bisschen Mut machen. Mein Sohn hatte auch einen extrem flachen Hinterkopf. Er hat ohnehin eine eher längliche Kopfform, der obere Teil des Hinterkopfes fällt recht schräg ab (ist vererbt, in der Familie meines Mannes sehen die Köpfe alle so aus) und eine Zeitlang sah es wirklich so aus, als ob einer ein Messer genommen und den Kopf hinten im Nacken gerade nach oben abgeschnitten hätte.
Optisch verstärkt wird das Ganze noch durch ein inzwischen verknöchertes Hämatom am Oberkopf durch die Saugglocke.

Ich habe ebenfalls mit meinem KiA drüber gesprochen, auch er sah keinen Handlungsbedarf, es wäre allenfalls ein kosmetisches Problem. Ein Besuch beim Ostheopaten ergab einige kleine Blockaden, die gelöst wurden. Eine Veränderung am Kopf trat jedoch nicht ein. Wir haben dann auch so ein Ringkissen gekauft, um den Hinterkopf im Liegen zu entlasten, hat auch nicht wirklich was gebracht.

Aber, um dir ein bisschen Mut zu machen: Als er dann von selbst aktiver wurde und häufiger die Lage gewechselt hat (also nicht von uns gelagert, sondern selbst auf den Bauch gedreht, viel auf dem Bauch gespielt und später dann auch gekrabbelt und gesessen), hat sich das Ganze von allein verwachsen. Er hat immernoch eine eher lange Kopfform, wird er auch immer behalten, aber der Hinterkopf ist trotzdem ausreichend gewölbt.

Und das ist auch, was ich so als Erfahrungsberichte im internet gelesen habe: Ein flacher Hinterkopf verwächst sich, aber erst so ab 6 Monaten. Davor kann man zwar mit Kissen und Co versuchen zu mildern, aber um den Kopf wieder auszubeulen, braucht es Druck von innen, sprich Gehirnwachstum. Und das macht wohl in der zweiten Hälfte des 1. Lebensjahres nochmal nen massiven Schub und dann beult sich in Kombination mit der wechselnden LAge und Körperhaltung auch der Kopf aus.

Das, was ich geschrieben habe, gilt jedoch nur für flache Hinterköpfe, wie es mit schiefen Köpfen aussieht, kann ich dir leider nicht sagen.


Alchemilla

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« Antwort #2 am: 25. Juni 2014, 10:56:32 »
Meine Meinung wird Dir vielleicht nicht gefallen, aber Du hast ja um Meinungen gebeten :-)

Dein Kinderarzt sieht keinen Handlungsbedarf. Den einzigen Handlungsbedarf, den der Experte sieht ist der, dein Kind öfter mal auf den Bauch zu legen. Die Kopfform deines Sohnes ist für mich als Laien im Normbereich. Nichts, was mir sofort als asymmetrisch auffallen würde - einfach ein Babykopf, der bei fast allen Babys an der einen Stelle mehr gewölbt ist als an der anderen. Fast alle Kinder, die viel auf dem Rücken liegen, bekommen davon einen etwas platten Hinterkopf.

So. Wo ist das Problem? Befürchtest Du ernsthaft, dass da etwas krankhaft ist, dass neurologische Probleme entstehen werden, dass die Ärzte etwas übersehen haben oder hättest Du einfach gerne das total perfekte Baby  :)

Also meine Meinung: Hör auf darüber zu lesen und den Schädel deines Sohnes anzustarren wie eine Krankheit und mach es wie der Rest deiner Familie. Er ist zauberhaft und kleine Normabweichungen gehören zu jedem Menschen dazu.


Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten. (Wilhelm Busch)

Sonne1978

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« Antwort #3 am: 25. Juni 2014, 12:11:38 »
Das Gleiche dachte ich auch beim Lesen Alchemilla's Beitrags. Dir geht es in erster Linie um den ästhetischen Aspekt. Keiner wird Dir sagen können, wie sich der Kopf Deines Sohnes noch entwickeln wird. Vielleicht bleibt er so - was soll's? Er ist ein süßes Baby! Setz' die Scheuklappen ab und versuch' Deinen Blick wieder auf's Ganze zu richten :) Wer ist denn schon ohne Makel ;)

gänseblümchen11

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« Antwort #4 am: 25. Juni 2014, 12:31:21 »
Huhu someandleni .
Ich schreib dir nachher mal eine wa Nachricht diesbezüglich :)



some&leni&ben

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« Antwort #5 am: 25. Juni 2014, 12:45:11 »
Scheckpony, danke für Deine Antwort. Ich habe auch die Hoffnung, dass es besser wird sobald er mobiler wird.




So. Wo ist das Problem? Befürchtest Du ernsthaft, dass da etwas krankhaft ist, dass neurologische Probleme entstehen werden, dass die Ärzte etwas übersehen haben oder hättest Du einfach gerne das total perfekte Baby  :)


 :)


Ich danke Dir sehr für Deine Meinung. Ich wollte jemanden, der das Ganze mal objektiv betrachtet und einschätzt. Und das hast Du.
Ich weiß ja selbst nicht, warum es mir so viel ausmacht bzw warum ich das als so extrem ansehe  :-[

ich schreibe später mehr dazu, der Kleine wird gerade wach

« Letzte Änderung: 25. Juni 2014, 13:14:52 von some&leni&ben »
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~Netti~

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« Antwort #6 am: 25. Juni 2014, 13:11:46 »
und ich seh überhaupt keine auffälligkeiten  ???

der kopf meines sohnes war auch bisschen flach als er noch ein baby war, hat sich alles gegeben.  :)

sehe es ansonsten wie alchemilla und sonne.  :)

some&leni&ben

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« Antwort #7 am: 25. Juni 2014, 13:21:52 »
Netti, gerade diese verschobene Schädelbasis kann ich nicht fotografieren, dass man es sieht. Weil man es beinahe nur fühlt.

Danke für eure Antworten! Vielleicht konzentriert sich mein Blick tatsächlich zu sehr darauf. Aber die lange Liste an Diagnosen, die ich vorher noch nichtmal ansatzweise geahnt habe, haben mich einfach sehr erschreckt. Mein Mann sagt auch immer wieder "Schau, da steht überall "leicht" davor, es kann nicht schlimm sein". Ich kann da irgendwie nicht aus meiner Haut.

Vielleicht liegt es daran, dass mein Bruder als Baby mit ähnliche Diagnosen und daraus entstehenden neurologischen Problemen auch heute noch ziemlich entwicklungsverzögert ist. Ich war immer "perfekt" und er eben nicht. Ich möchte nicht, dass Ben das gleiche passiert  :-\
LG
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Fliegenpilz

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« Antwort #8 am: 25. Juni 2014, 13:37:14 »
Ich sehe zwischen "Normal" und der Aufnahme von Ben wirklich keinen Unterschied, ich habe es gestern Abend lange angestarrt, ich habe gerade nochmal gestarrt. Ich bin Laie, absolut, aber: Ich sehe da keinen Unterschied!


dragoness

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« Antwort #9 am: 25. Juni 2014, 13:51:18 »
Ich persönlich finde den Kopf auch hmmm normal. Ich mache mich bei sowas ja auch imme r tendenziell verrückt (wie gut dass ich darüber nichts gelesen habe als meine Kinder klein waren  s-:)) und kann Deine Ängste deswegen verstehen. Allerdings wäre mir das ohne Deine Ausführung überhaupt nicht aufgefallen und finde den Kopf Deines Sohnes im Vergleich zu der Ausführung auch eher im Normbereich als im Brachycephaly-Bereich. M. E. machst Du doch schon mit der "Umlagerung" so viel, so dass ich da auch keine Notwendigkeit sehe mehr zu tun.

Sally

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« Antwort #10 am: 25. Juni 2014, 13:57:44 »
Mach Dich nicht verrückt. Der kleine Mann ist gerade mal 4 Monate alt, gib ihm Zeit sich zu entwickeln und gib auch dem Köpfchen Zeit sich weiter zu entwickeln. Du schaust ja nun schon wie Du ihn optimal lagerst etc. ich denke mehr ist nicht zu tun.

Mein Sohn hatte zur Geburt einen KU von 40 cm, ich musste dann mit ihm zum Ultraschall, dort wurde festgestellt das er zu viel Hirnwasser hat, der Kopf lag immer über der obersten Perzentille (die Größe vom Kind immer an der unteren). Alle 3 Monate musste ich mit ihm zum Ultraschall um zu schauen ob sich irgendwas verändert. Jetzt ist er 5 Jahre alt und völlig normal entwickelt. Jedes Kind hat halt seine Besonderheiten :)

Mondlaus

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« Antwort #11 am: 25. Juni 2014, 14:01:28 »
Schwer zu sagen... Auffällig ist der Kopf schon zu einem gewissen Teil, aber das ist wieder eine Laienmeinung, du bist besesr beraten, wenn du auf die Experten hörst. WEnn du dir mit der Diagnose unsicher bist, dann geh zu einem weiteren Experten und schildere deine Bedenken. Zwei Meinungen sind besser als eine

Dass diese mit der Helmtherapie zögerlich sind, ist aber verständlich - das ist für die Kleinen ganz schön quälend, dauert lange, und wird auch teilweise nicht von den Kassen getragen. Das wird natürlich nicht vorsorglich gemacht, wenn es sich nur um ein optisches Problem handelt..
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some&leni&ben

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« Antwort #12 am: 25. Juni 2014, 14:06:54 »
Nochmals danke für eure Antworten :)
Irgendwie bin ich schon viel beruhigter :) Man ist so allein mit seinen Ängsten und kann sich da prima richtig schnell hineinsteigern :(

Christiane, so gravierend ist der Unterschied aus der Vogelperspektive auch nicht. Auffällig ist er eher von der Seite; das Köpfchen ist oben unnatürlich abgeflacht. Also über der ersten Wölbung über dem Nacken.

Mondlaus, wegen des Helms hab ich nur so nach Erfahrungen gefragt, davon ist bei Ben natürlich nicht die Rede ;)  ich habe nochmal einem Termin bei diesem Arzt, um zu schauen, ob/was sich getan hat. Der Termin ist am 21.7. 

Sally, ach herrje, da wär ich jedes Mal vor Angst vor den Terminen verrückt geworden. Das ist ja nochmal was anderes, als "nur" eine Verformung des Knochens... Aber ich freue mich, dass jetzt alles gut ist bei Deinem Kleinen :)

Dragon, ich hoffe auch, dass sich das Problem durch die Lagerung verbessert. Und wie Du schon sagst, mehr kann ich tatsächlich nicht tun.
« Letzte Änderung: 25. Juni 2014, 14:08:32 von some&leni&ben »
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Binus

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« Antwort #13 am: 25. Juni 2014, 14:58:06 »
Ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an.

Ja, man sieht ein bissl was - aber ob das wirklich pathologisch ist? Ich weiß ja nicht...Hendriks Kopf wurde irgendwann am Hinterkopf minimal platt, und das auch ein wenig mehr auf der einen als auf der anderen Seite. So mit zwei oder drei Monaten? Ich weiß es nicht mehr. Ich böse Mutter war weder beim Arzt (was ja noch zu verschmerzen wäre) - noch beim Osteopathen! Damit ist man ja heutzutage schon...böse eben. Ich hab ihn so lange es ging auf ein Lagerungskissen gepackt (Memo! Kissen fürs nächste Kind suchen!!!). Ansonsten war ich mir keiner Schuld bewusst, ablegen konnte ich ihn zu diesem Zeitpunkt quasi gar nicht, er wurde also sehr viel getragen und dank eines tollen Babyturn-Kurses gab es bei uns auch Bauchlage, Bauchlage, Bauchlage.

Ich glaube echt, dass da zuviel Perfektionismus bezüglich der Kopfform bei dir mitschwingt - wobei das mit der Vorgeschichte deines Bruders natürlich vieles erklärt an Ängsten und Sorgen.

Der Mensch ist allerdings selten perfekt und symmetrisch, und solange es nicht klar definierte Grenzen überschreitet, sollte man es vielleicht einfach hinnehmen. Geh mal hin und schere 100 Erwachsenen die Haare ab (100 gesunden, wohlgemerkt) und dann sag mir, welcher von denen wirklich eine perfekte Kopfform hat. Ich bin mir sehr sicher, das wird eine einstellige Zahl sein.

Du gehst mit ihm schon zu einem Spezialisten, mehr kannst du echt nicht tun.  :)


Sanne73

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« Antwort #14 am: 25. Juni 2014, 16:00:29 »
Ich schließe mich zum einen den meisten anderen hier an: ja, er hat einen etwas flacheren Hinterkopf (als andere), aber den haben viel Babies! Und wenn KiA/Experte sagen, dass das nicht ernsthaft behandlungsbedürftig ist, dann würde ich mich daran auch halten. Mir scheint auch fast, als ob Du Dich da ein bisschen reinsteigerst...

Zum anderen: bei uns damals im Ü30-Thread war eine Mama, deren Tochter ebenfalls einen ziemlich flachen Hinterkopf hatte. Sie war deswegen auch bei einem Spezialisten (zufällig in unserer Stadt ;D), der auch selbst die Helmtherapie anwandte. Sie und ihr Mann haben sich aber letztlich doch gegen die Therapie entschieden, und tatsächlich hat sich der flache Hinterkopf weitgehend verwachsen. Bei vielem hilf eben doch abwarten, auch wenn einem als betroffene Mutter das oft sehr schwer fallen mag.

(Ich weiß nicht, wie oft wir auf das knallrote Blutschwämmchen, 2-Cent-Stück groß, mittig auf der Stirn unserer Tochter angesprochen wurden - wir waren allerdings völlig ruhig - heute ist davon NICHTS mehr zu sehen, dabei haben wir rein gar nichts gemacht und nur die Zeit für uns arbeiten lassen.)
Mäusekind: 11/2006 -  Wenn aus Liebe Leben wird, hat das Glück einen Namen.
Kleiner Muck: 03/2008 -  Ein bisschen Mama, ein bisschen Papa und ganz viel Wunder.

Solar. E

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« Antwort #15 am: 25. Juni 2014, 16:42:46 »
Mein Sohn, heute knapp 10, hatte bei Geburt eine ausgeprägte Lieblingsseite und davon mit zwei, drei Monaten einen deformierten Kopf, weil er ihn immer nach der gleichen Seite gedreht hat. Demzufolge hinten auf einer Seite abgeflacht und teilweise verschoben. Da hat auch kein Arzt was dazu gesagt außer eben oft umlagern. Im Nachhinein wäre es wohl sinnvoll gewesen, ihn beim Ostheopaten vorzustellen, ich vermute heute, es war KISS (was ich damals aber nicht wusste). wir hatten mit ihm aber noch diverse andere gesundheitliche Baustellen, weswegen wir Stammgast beim Kinderchirurgen waren, daher trat das in den Hintergrund.
Als er dann mobil wurde, wurde es weniger. Ganz weg ist es glaube ich bis heute nicht - ich weiß es aber nicht genau, müsste ich mal schauen. Aber wenn, fällt es nicht mehr auf und es beeinträchtigt ihn auch nicht.
Ich verstehe bei der Vorgeschichte absolut, dass es dich beschäftigt und dass es dir dann vielleicht stärker auffällt s-druecken. Wenn es dich beruhigt, lass noch einen Spezialisten draufschauen. Ich selber kann nichts wirklich Auffälliges sehen, hättest du hier einfach nur gefragt, ob an der Form was auffällig ist, hätte ich dir geantwortet, dass es halt wie bei vielen hinten ein bisschen plattgelegen ist. Hatten meine beiden anderen auch :)

Peppeline

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Antw:Plagiozephalie / Brachyzephalie / Skaphozephalie
« Antwort #16 am: 25. Juni 2014, 21:39:40 »
Meine Kinder hatten alle drei einen flachen Hinterkopf, obwohl ich viel getragen habe. Bei Jannes war auch diese Delle wie bei deinem, das hat sich auch verwachsen, als er mobil wurde.  :)





Es gibt Wunder, die geschehen. Und es gibt Wunder die entstehen...

Nicht sehen können trennt von den Dingen, nicht hören können trennt von den Menschen.

 

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