Autor Thema: Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?  (Gelesen 5497 mal)

tante_s

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Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?
« am: 06. März 2013, 21:21:43 »
Guten Abend,

viell. könnt ihr mir weiter helfen!? Unsere Tochter ist 7 Jahre alt und wurde letztes Jahr eingeschult. Die ersten zwei Wochen ist sie ohne Probleme zur Schule gegangen doch dann fing der Stress an. Sie wollte nicht mehr zur Schule und hatte sich geweigert alleine in die Klasse zu gehen. Teilweise ist sie richtig wütend geworden und hat die ganze Schule zusammen geschriehen. Nach ca. 4 Wochen haben wir erfahren, dass sie von einen Zweitklässler tyranisiert wurde....  :(

Obwohl der Junge ihr versprochen hat sie in ruhe zu lassen, hatte sie grosse angst zur schule zu gehen. Seit 2 Monaten geht sie ohne weinen alleine in die Schule rein.  Heute hatte sie leider einen Rückfall.... sie hat geschriehen und um sich geschlagen, als ich sie der Lerherin übergeben habe.

Keine zwei Stunden später bekam ich einen Anruf von ihrer Lehrerin: es wäre angebracht,  eine Erziehungsberatung in anspruch zu nehmen. Das Verhalten unserer Tochter ist nicht normal. Ein 7 jähriges Kind hat nicht so aggresiv zu sein!
Es geht nur um die fünf Minuten morgens. Laut Lehrerin, ist sie eine gute Schülerin, hilfsbereit, offen und total unauffällig.

Was sagt ihr dazu? Brauchen wir wirklich eine Erziehungsberatung? Zu Hause klappt alles wunderbar.... natürlich gibt es ab und zu mal gezicke, aber eben nichts aussergewöhnliches.  ;)

danke und lg tante_s

Sweety

  • Gast
Antw:Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?
« Antwort #1 am: 06. März 2013, 22:02:24 »
Hö?

Deine Tochter wurde fertiggemacht, reagiert darauf altersangemessen absolut nachvollziehbar und ihr braucht Erziehungsberatung?? ???

Ich würde da eher mal klärende Gespräche mit der Schule suchen und evtl. einen Kinderpsychologen. Ihr habt ja keine Probleme in der Erziehung, sondern eure Tochter hat anscheinend Probleme, das Erlebte einzuordnen und wegzustecken.
Den Ansatz fänd ich sinnvoller.

Weiß die Lehrerin denn, was vorgefallen ist?


Meph

  • Dino
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Antw:Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?
« Antwort #2 am: 06. März 2013, 22:22:22 »
"normal" ist das verhalten tatsächlich nicht, es ist aber eine "normale" reaktion bei einem trauma, wie deine tochter es erleben musste  :-\
und "normal" sollte kein kind sowas je erleben müssen....

ihr müsst natürlich nicht zur erziehungsberatung, euch kann dazu niemand verpflichten.
Aber erziehungsberatungstellen werden auch oft falsch verstanden. Wenn man eine fähige einrichtung vor ort hat, hat man dort auch oft gute Kinderpsychologen, denen es darum geht, das Kind wieder aufzurichten.

Ich persönlich würde aber immer den gang über den Kinderarzt gehen.

Fakt ist aber: Deiner Tochter geht es schlecht und sie braucht hilfe- habt nur mut sie ihr zukommen zu lassen, damit sie wieder selbstbewusst und fröhlich den gang in die klasse schafft!




Für Dezentralität und Eigenverantwortung! http://www.tivi.de/fernsehen/logo/artikel/41994/index2.html   
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Melanie82

  • Gast
Antw:Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?
« Antwort #3 am: 07. März 2013, 07:01:09 »
ich gebe Meph da recht. Hilfe braucht deine Tochter, zumindestens, damit sie keine Angst mehr hat in die Schule zu gehen.

lotte81

  • Dino
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Antw:Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?
« Antwort #4 am: 07. März 2013, 08:38:29 »
Hi, ich möchte auch mal noch mal ein großes Lob für die ERziehungsberatung aussprechen
Es geht dabei NICHT darum euch als Eltern anzugreifen, eure Erziehung anzuzweifeln....der Name ist etwas unglücklich gewählt, das geb ich zu...Deshalb heisst das ganze hier auch "Lebensberatung"  :)
Wir waren auch schon dort, wegen was komplett anderem - aber wir waren, wie meph schreibt, bei einem sehr erfahren Kinderpsychologen. Alleine! Ohne Kind  ;) Der hat uns ienfach nur Tips für den Umgang gegeben. In euerm FAll,könntet ihr also evtl. einfach nur ein paar wertvolle Tips im Umgang mit der Situation bekommen.... Einen Versuch ist es doch wert, deine Tochter scheint ja wirklich gelitten zu haben, die arme Maus....
Teils geht so was sogar schon telefonisch .....Vielleicht auch beim Schulpsychologischen Dienst?

Mein Sohn wurde zu Schuljahresbeginn erst 2X von einer 4klässlerin angeganen und dann von einem 2. Klässler "erpresst" (nichts wildes, aber für ihn eben erschreckend)....DA wurde mit den anderen SChülern geredet (es kam nie mehr vor!) UND unsere Lehrerin begann sofort verschiedene "Trainings" in der Klasse zu machen. Selbstbewusstsein stärken, Klassengemeinschaft stärken....den Kindern wurde vermittelt wie man sich wehrt und das alles spielerisch..... Sie selber hat sich zum Strei tschlichtertrainer ausbilden lassen  :) Und dadurch noch mal Erfahrungen gesammelt......
Also auch da gibt es Möglichkeiten, wie die Lehrerin euch helfen kann...... Falls sie selber nicht weiss wie, gibt es tolle Programme von aussen....

Ach so, zum Kinderarzt würde ich auch immer als erstes. einfach weil die auch Adressenhaben, die sie euch empfehlen können..... Die haben solche Situationen in ihrer Laufbahn sicher auch schon 100fach gehabt und können da gut unterstützen. Unser Kinderarzt war uns jedenfalls bisher immer eine große Hilfe bei so was  :)


scarlet_rose

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Antw:Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?
« Antwort #5 am: 07. März 2013, 08:54:21 »
Ich möchte mich gerne lotte anschließen.

Die Frage ist ja, wieso NICHT zur Erziehungsberatung  ;)
Fakt ist, die Reaktion und das Verhalten deiner Tochter sind nicht ganz "normal", wenn auch ein Stück weit verständlich. Sie muss lernen damit umzugehen und ihr müsst lernen, ihr einen Weg zu geben, wie sie besser mit der Situation klar kommt.

Eine Erziehungsberatung ist, wie schon gesagt wurde, nicht dazu da euch zu belehren, den Zeigefinger zu erheben und Vorwürfe zu machen, sondern, gerade in speziellen Situationen Unterstützung anzubieten und Wege aufzuzeigen, die man selbst eventuell nicht gesehen hat, aber auch anderweitig Hilfe zu verschaffen, wie z.B. psychologische Hilfe.

Ruf  doch einfach mal an und lass dich beraten, sprich über die Situation und dir wird sicher geholfen werden. Vor Allem deiner Tochter.
Es hilft ja nichts, sie in so einer Situation zu lassen.

Mein Sohn wurde die ersten Wochen auch geschlagen von 2 Kindern der 3. und 4. Klasse....Auch er hatte dann Angst in die Schule zu gehen und hat sich unwohl gefühlt. Bis heute mag er die Pausen nicht, weil er da den "Schlagjungen" sieht. Derartige Schwierigkeiten hatten wir aber nicht. Jedes Kind ist aber anders und wenn deine Tochter so starke Schwierigkeiten hat, braucht sie unbedingt Unterstützung, damit klar zu kommen.


Sonina

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Antw:Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?
« Antwort #6 am: 07. März 2013, 09:12:04 »
Also ich bin da zwiegespalten, Erziehungsberatung ist sicherlich nix schlechtes oder so (im Gegenteil), aber prinzipiell schließe ich mich da Sweety an...   die Aussage der Lehrerin finde ich mal absolut daneben.
Und ganz eigentlich ist es Aufgabe der Schule das "Poblem" zu lösen. Klar mit den Eltern, aber da es in erster Linie ja nur in der Schule auftritt, wird da eine externe Beratung in meinen Augen auch nicht viel bringen.
Ich halte nix davon bei den ersten Schwierigkeiten gleich zum Psychologen/zur EB zu rennen....

Ich würde zuerst noch einmal das Gespräch in der Schule suchen. Mit den Klassenlehrerinnen beider Kinder, eventuell mit den Eltern des Jungen, der sie tyrannisiert hatte, und dem Jungen selbst. Vielleicht kann man zwischen den beiden ja auch so vermitteln.
Ganz oft reicht ja auch ein klärendes Gespräch, eine Entschuldigung un Wiedergutmachung.
Hat die Schule vielleicht einen internen Sozialpädagogen? Dann wäre nämlich der meine erste Anlaufstelle.
Ich finde in erster Linie muss man zwischen den beiden Kindern vermitteln und nicht das "Opfer" (wie ich dieses Wort hasse  s-:)) zur Erziehungsberatung schicken.
Denn genaugenommen gehört ja der Junge zur Erziehungsberatung, der tyrannisiert hat.....

Man muss sich schon wundern, warum wir an unseren Erwartungen festhalten.
Das Erwartete ist das, was uns in der Balance hält... aufrecht... ruhig.
Was wir erwarten, ist nur der Anfang.
Das, was wir nicht erwarten ist das, was unser Leben verändert.

scarlet_rose

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Antw:Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?
« Antwort #7 am: 07. März 2013, 10:00:25 »

Ich finde in erster Linie muss man zwischen den beiden Kindern vermitteln und nicht das "Opfer" (wie ich dieses Wort hasse  s-:)) zur Erziehungsberatung schicken.
Denn genaugenommen gehört ja der Junge zur Erziehungsberatung, der tyrannisiert hat.....

So eine Aussage ist Unfug, sorry... Zum Einen weißt du nicht, ob die Lehrerin nicht den anderen Jungen auch dort hingeschickt hat, bzw die Eltern darauf hingewiesen hat und zum Anderen braucht ein Opfer auch Hilfe, auch wenn es eigentlich unschuldig ist.
Es reicht nicht, den "bösen" zu verurteilen und das "Opfer" soll dann mal schauen wo es bleibt  ???

Das Mädchen hier hat irgendwelche Probleme und reagiert extrem stark darauf. Ganz ehrlich, ja, ich finde diese Reaktion nicht "normal", sondern auffallend stark. Das soll nicht abwertend sein, das steht dem Mädchen zu, aber man muss es eben ernst nehmen!

Ein klärendes Gespräch schien es ja gegeben zu haben, mit mäßigem Erfolg!

Und auch wenn es in der Schule stattfand, kann die Schule nicht alle Schwierigkeiten alleine lösen und im Rahmen der Schule ausarbeiten. Auch Dinge, die in der Schule passieren können große Kreise ziehen und müssen auch so behandelt werden.

Wenn die Schule sieht, dass es hier zu massiven Problemen kommt, reagiert sie sehr verantwortungsvoll,wenn sie das ernst nimmt und mit den Eltern Kontakt aufnimmt, um die Probleme zu lösen.

lotte81

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Antw:Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?
« Antwort #8 am: 07. März 2013, 12:10:03 »
und wie ich schon gesagt habe, schließt eins das andere ja nicht aus.
Man kann zur Erziehungsberatung und sich selber Tips holen und den Rücken stärken lassen (und sich auch einfach mal vom Profi sagen lassen, dass die Reaktion eben doch normal ist in der speziellen Situation  ;) ) UND dennoch in der Schule arbeiten.
Wobei ich das mit dem Jungen nun aussen vor lassen würde, DAS ist ja gegessen....es ist ja mehr die "Nach-Angst"....der Junge macht nun ja nix mehr. Da jetzt noch mit Elterngesprächen etc kommen, fände ich nicht richtig. Das hätte wenn sofort sein müssen (und wie scarlet sagt: ist es ja evtl. auch )
Man kann sein eigenes Kind stark machen und sich dazu Hilfe holen.....Evtl. auch mit der Lehrerin zusammenarbeiten.....

Der Ton der Lehrerin mag doof gewesen sein, das lässt sich nicht gut beurteilen vom lesen her. So einen Ratschlag muss man schon sehr sensibel verpacken, denn ich hab schonsooft erlebt, dass er meist bei den Eltern falsch ankommt..... und sofort kommt die Abwehrhaltung:"Aber wir haben doch nix falsch gemacht"......und da hab ich auch schon auf BEkannte sooft eingeredet. Denn darum geht es nicht. Es geht darum in der Situation Handlungsalternativen zu haben.
Und ob der Junge nun zur Erziehungsberatung muss (oder die Eltern) ist ja ein anderes Thema....Vielleicht ja, ABER deshalb kann man selber ja trotzdem nur sein Kind insofern schützen, dass man es für die nächste situation dieser Art stark macht (und die kommen in der Schule sicher noch öfter....Hier war eine zeitlang jeden Tag was......"xy ist mir weggelaufen" "z hat mich geschubst" "a und b wollten nicht mit mir speielen" ...am Anfang immer alles kleine Katastrophen, aber sie müssen lernen es zu regeln und damit umzugehen als Schulkinder.....plus, dass es eben auch noch gravierendere Dinge sein können, da es einfach schwierige Kinder gibt und auch mit denen müssen unsere Kinder klarkommen.....DEnn die anderen Kinder ändern wir nun mal nicht


Sonina

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Antw:Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?
« Antwort #9 am: 07. März 2013, 18:40:33 »
Ich habe nicht behauptet, dass das "Opfer" schauen soll wo es bleibt....  s-:)
finde wie oben schon gesagt, dass ich mich Sweety anschließe, den Ansatz des Kinderpsychologen sinnvoller.


Und auch wenn es in der Schule stattfand, kann die Schule nicht alle Schwierigkeiten alleine lösen und im Rahmen der Schule ausarbeiten. Auch Dinge, die in der Schule passieren können große Kreise ziehen und müssen auch so behandelt werden.

so wie ich das verstanden habe, zieht es aber keine größeren Kreise, sondern tritt ausschliesslich in der Schule auf. Somit ist es m.M.n ein Problem, das in der Schule bearbeitet werden muss. Dass die Eltern dabei ausgeschlossen werden sollen, hab ich auch nicht gesagt....
Allerdings sehe ich das so, dass die Klassenlehrerin (Schule) daran arbeiten muss auch das Vertrauen des Kindes (wieder) zu erlangen, dass ihm dort nichts schlimmes passiert, sich bei Probleme an sie wenden kann und auf es aufgepasst wird.

Für mich klingt das mit dem Rückfall sehr danach, dass vielleicht in der Schule wieder etwas vorgefallen sein könnte, denn so ohne weiteres passiert so ein Rückfall eigentlich nicht.


« Letzte Änderung: 07. März 2013, 18:43:47 von Sonina »

Man muss sich schon wundern, warum wir an unseren Erwartungen festhalten.
Das Erwartete ist das, was uns in der Balance hält... aufrecht... ruhig.
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Das, was wir nicht erwarten ist das, was unser Leben verändert.

Tsia

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Antw:Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?
« Antwort #10 am: 08. März 2013, 17:30:51 »
Liebe Tante S.,

müssen müßt ihr nicht zur Erziehungsberatung.

Aber auch wenn sich das ähnlich komisch anhört wie Elternschule ist das eigentlich etwas tolles.
Mein Sohn hasst es auch in die Schule zu gehen, wird dort sogar von seinen Mitschülern geschlagen und mit diversen Beleidigungen versehen. Seine Leistungen leiden erheblich darunter.

Selbstverständlich sind die Lehrer bereits dabei etwas dagegen zu machen, aber es hat seine Psyche trotzdem angegriffen.

Wir sind jetzt bei der Erziehungsberatung, nicht weil ich nicht weiß wie ich ihn erziehen soll, sondern weil dort eine Psychotherapeutin für Kinder ist die ihm hilft mit seinen Problemen in der Schule besser klar zu kommen.

Zu Hause habe ich auch keine Probleme mit ihm, also keine, die nicht auch jeder andere mit seinen Kindern hat und die ich nicht alleine lösen kann.

Die Erziehungsberatung, bzw. die Kindertherapeutin wird vom Jugendamt bezahlt und steht jedem zu (zumindest in Hamburg). Mein Sohn geht gerne dahin und es scheint ihm auch zu helfen, weil er mal mit jemanden Unabhängingen (also nicht Eltern oder Lehrer) über seine Probleme sprechen kann.

Man ist keine schlechte Mutter oder Vater, wenn man diese Hilfe in Anspruch nimmt, sondern hilft damit nur sich selbst und dem Kind.

Selbstverständlich muss auch die Schule mitziehen, sonst ist das ganze umsonst.

Alles Gute
Tsia

scarlet_rose

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Antw:Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?
« Antwort #11 am: 08. März 2013, 18:30:46 »
Ich habe nicht behauptet, dass das "Opfer" schauen soll wo es bleibt....  s-:)
finde wie oben schon gesagt, dass ich mich Sweety anschließe, den Ansatz des Kinderpsychologen sinnvoller.


Und auch wenn es in der Schule stattfand, kann die Schule nicht alle Schwierigkeiten alleine lösen und im Rahmen der Schule ausarbeiten. Auch Dinge, die in der Schule passieren können große Kreise ziehen und müssen auch so behandelt werden.

so wie ich das verstanden habe, zieht es aber keine größeren Kreise, sondern tritt ausschliesslich in der Schule auf. Somit ist es m.M.n ein Problem, das in der Schule bearbeitet werden muss. Dass die Eltern dabei ausgeschlossen werden sollen, hab ich auch nicht gesagt....
Allerdings sehe ich das so, dass die Klassenlehrerin (Schule) daran arbeiten muss auch das Vertrauen des Kindes (wieder) zu erlangen, dass ihm dort nichts schlimmes passiert, sich bei Probleme an sie wenden kann und auf es aufgepasst wird.


Auch wenn etwas nur in der Schule auftritt, muss bzw kann man außerhalb der Schule daran arbeiten, besonders, wenn es die Psyche eines Kindes betrifft.
Es gibt Kinder, die haben jeden Morgen Bauchweh, weil sie nicht in die Schule wollen, da reicht es nicht IN der Schule zu arbeiten, da muss man darüber hinaus etwas tun und dem Kind helfen, denn die Psyche ist empfindlich.
Es muss keine größeren kreise ziehen. Die Psyche des Kindes ist verletzt und daran muss gearbeitet werden.
Natürlich kann man sagen die Lehrerin muss und soll. Aber besser ist es doch nicht auf andere zu zeigen und zu sagen "der soll", sondern zu schauen,was man selbst tun kann.
Natürlich muss auch die Schule ein Stück weit entgegen kommen, aber zu viel Bewegungsfreiheit haben auch Lehrer nicht und die Psyche eines Kindes berühren und heilen, kann eine Lehrerin nicht so einfach  :-\
Zum Einen, weil sie keine Zeit hat (jaja, ich weiß, klingt blöd, ist aber so....) zum Anderen, weil sie dazu nicht ausgebildet ist.#

Erziehungsberatung und Psychologischer Dienst gehen Hand in Hand. Das ist ja einer der Vorteile dieser Stellen.

Ob die Schule auch daran arbeiten muss, ist ja ein anderes Thema! Sicher muss auch die Schule für ein Klima sorgen, in dem sich Kinder wohl fühlen. Wenn ein Kind aber schon in dem Maße "traumatisiert" ist,dass es Schreikrämpfe bekommt, reichen schulische Mittel leider nicht immer so einfach aus.


Sonina

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Antw:Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?
« Antwort #12 am: 08. März 2013, 21:03:52 »
Erziehungsberatung und Psychologischer Dienst gehen Hand in Hand. Das ist ja einer der Vorteile dieser Stellen.

Okay...  dann läuft das bei euch anders, denn hier bei uns sind das zwei komplett verschiedene Paar Schuhe....

Man muss sich schon wundern, warum wir an unseren Erwartungen festhalten.
Das Erwartete ist das, was uns in der Balance hält... aufrecht... ruhig.
Was wir erwarten, ist nur der Anfang.
Das, was wir nicht erwarten ist das, was unser Leben verändert.

Rumpelstilzchen

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Antw:Müssen wir wirklich zur Erziehungsberatung?
« Antwort #13 am: 08. März 2013, 21:13:40 »
Mich wundert, dass da nicht erst der Schulpsychologe eingeschaltet wird, der sich das Ganze in der Situation mal anschaut, man dann ein gemeinsames Gespräch führt und dabei vielleicht Hilfsmöglichkeiten aufzeigt. Dass Dir das die Lehrerin ohne wirklich tiefes Fachwissen so vor den Latz knallt, finde ich etwas anmaßend.
Rumpelstilzchen 5/2010
Wilde Hilde 1/2008
Künstler 12/2004

 

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