Autor Thema: 12 Jahrieges Kind Mädel macht das Familienleben unmöglich brauche Erziehungshil  (Gelesen 7466 mal)

Styx

  • Gast
12 Jahrieges Kind Mädel brauche Erziehungshilfe.
Hallo Ihr Lieben,
meine Freundin und ich brauchen wohl Hilfe in der Kindererziehung. Wenn ich es Richtig schreiben sollte, müsste ich schreiben das ich meine das wir professionelle Hilfe brauchen und sie meint das wir das so hinbekommen werden. Ich werde jetzt mal eine kleine Vorgeschichte schreiben wie wir zusammen gekommen sind und wie die Lage aktuell aussieht.

Vorgeschichte:
Ich bin männlich 40 Jahre und meine Freundin 32 Jahre alt. Sie hat zwei Kinder mit in die Beziehung gebracht, die jetzt 11 und 12 Jahre alt sind, beides Mädels.
Wir haben uns damals vor ca. 6 Jahre unter schon schwierigen Bedingungen kennengelernt. Internet und Chatten hat es möglich gemacht. In ihrer Heimat hatte sie schon einige Probleme mit dem Jugendamt und Ihre Familien Geschichte ist auch nicht die beste. Ich habe sie damals in meiner Heimatstadt geholt, weil ich sie geliebt habe und mit ihr zusammen ein neues Leben anfangen wollte.

Leider ist so einiges Schief gelaufen zwischen uns so, das wir beide eigene Wohnungen haben. Mittlerweile leben wir schon seid ein Jahr in getrennte Wohnungen.
Meine Freundin hat es mit der Erziehung nie so ganz ernst genommen, weil sie selber Probleme hatte wo sie auch mit in Behandlung bei einer Psychologien war. Wir haben deshalb wo wir zusammen gelebt haben auch öfters Streit gehabt.

Einige Probleme waren ihre selbstüberlassen Erziehungsart ohne irgendwelche Grenzen setzen. Selbst Überlassung und Selbstbestimmung oder anders ausgedrückt ich mache mir die Erziehung so einfach wie möglich. Wenn man überhaupt ansatzweiße von Erziehung sprechen kann.

Damals wo ich sie und ihre Kinder kennengelernt habe. Habe ich oft was gesagt das man so nicht in einer Familie zusammen lebt. Man frühstückt, Mittagessen, usw. zusammen am Tisch, wenn es möglich ist und auch Aufraum und Ordnungsprobleme gab es.

Sie hatte deshalb gute 6 Jahre durch das Jugendamt eine Familienhilfe bekommen. Wo es aber meistens darum ging, wie man die Kinder beschäftigt.

Das ältere Kind wo ich sie kennengelernt habe, was auch das Problem Kind ist. Ist schon sehr Früh durch ihr Verhalten aufgefallen. Als ca. 6/7 jährige hat sie schon ihre Schwester unterdrückt, erpresst und genötigt. Das kleine Kind hat sich aber nie getraut was zu sagen dadurch. Bis ich mal an der Tür gelauscht habe und durch Schlüsselloch geschaut habe, was dort im Kinderzimmer los ist. Bis dahin haben wir immer gedacht, das die jungere denn meisten ärger provoziert.

Das ältere Kind hat einen nicht netten Charakter an denn Tag gelegt von ihrer ganzen Art. meine Freundin hat ihr immer die teureren Sachen gekauft und auch mehr gegeben, weil sie sich das wohl so einfacher machen wollte. Eigentlich hat dieses ältere Kind meine Freundin in einer Art erpresst wie ich ‚Zicke rum und mache ärger damit ich meinen willen bekomm. Ich habe damals schon gesagt das ich bei einem Kind so einen Charakter noch nicht kennengelernt habe und sie dadurch auch irgendwann auffallen wird. Kinder sind nicht dumm und entwickeln sich weiter, werden reifer und können Handeln besser beurteilen und wenn sie mit bekommen wie das ältere Kind eigentlich von ihrer Art ist. Wird es irgendwann alleine da stehen, weil man mit so fiesen arten oder sich keiner gerne lange abgibt.

Aktuelle Situation:
Jetzt komme ich zu der eigentlichen aktuellen Situation. Dieses Problem was wir oder ich jetzt vom Sozialverhalten beschreibe, besteht nicht nur bei uns oder ihr, sondern auch in der Schule bei ihren Lehrern.

Beim jüngeren Kind mache ich es mal kurz. Es gibt auch Probleme mit Aufraumen und Distanzlosigkeit oder auch Respektlosigkeit. Dieses Kind ist aber wenn man mit ihr redet bereit was zu ändern und das macht sie auch. Sie räumt ihr Zimmer auf und denkt auch über ihr Fehlverhalten nach. Man muss sie zwar sie ab und an erinnern, wie man mit denn Lehrern und Erwachsenen allgemein umgeht. Aber sehe das alles noch als halbwegs normal an und man kann damit umgehen.

Das eigentlich Problem Kind ist die ältere Tochter meiner Freundin. Ich fange mal mit der Schule an. Sie schreibt gute Noten. Aber dieses Kind lässt sich von niemanden was sagen. Weiß alles besser, streitet sich mit jedem rum, auch mit denn Lehrern.. Alle haben keine Ahnung und wenn ihr, was nicht passt, geht sie einfach aus dem Unterricht Herraus. Sie ist sehr respektlos zu allem und meine Freundin kann ein bis zwei mal die Woche wenn es nicht so gut lauft zur Schule die auch mehrmals schon in der Woche anrufen. Sie bekommt Tadel und soll jetzt wohl auch einmal die Woche eine Stunde zur Schulpsychologien wegen ihrem Verhalten. Wenn sie sich mit einen Lehrer in die Haare bekommen hat. Möchte sie gleich das Fach wechseln und zu diesem Lehrer nicht mehr in denn Unterricht. Sie verlässt einfach die Schulstunde, wenn ihr, was nicht passt.

Vom Vorhalten meint sie sie ist die Erwachsene und sie hat das sagen, was gemacht wird und sie erzieht auch uns.

Zu Hause bei meiner Freundin ist das Vorhalten eigentlich genau so zu uns und noch etwas Schlimmer. Wir haben deshalb Regeln aufgestellt wo man sich dran halten muss und als Strafe gab es 24 Stunden Telefonentzug. Da dies nicht funktioniert hat, wurde der Strafenkatalog etwas erweitert. Aber dazu gleich mehr.

Eigentlich sieht es so bei uns aus das die Kinder sich Morgens fertigmachen müssen für die Schule und aus dem Haus gehen. Meine Freundin geht gegen 9 Uhr aus dem Haus zur Arbeit und kommt erst gegen 19 30 Uhr nach Hause. Morgens hat die Jüngere als Aufgabe das Katzenklo sauber zu machen. Da ich ja eine eigene Wohnung habe und es Zeitlich so hin bekomme vor denn Kinder zu Hause zu sein. Wenn ich nicht gerade dort geschlafen habe. Bin ich so bei meiner Freundin. Das ich schauen kann, das die Kinder pünktlich nach der Schule erst nach Hause kommen. Es gab da mit der Älteren

Probleme, dass sie nicht Bescheid gesagt hat und gar nicht nach Hause gekommen ist. Sie meinte auch ohne bescheid zu sagen einfach bei einer Freundin zu Schlafen, und keiner wusste, wo sie ist. Meine Freundin musste dann erst herum Telefonieren und ihr Kind mit der Polizei abholen, weil sie meinte sie dürfte machen, was sie will.

Das mit dem Pünktlichen nach der Schule erst nach Hause kommen musste sein, weil sonst gemacht wurde, was sie wollten.

Nach der Schule muss die Ältere das Katzenklo sauber machen. Danach können sie Mittagessen und sollen ihre Zimmer aufräumen, wenn sie nicht aufgeräumt sind. Hier fängt jetzt das Problem an das die ältere nichts Macht. Sie räumt ihr Zimmer nicht auf. Sammelt Teller Geschirr und alles an Müll im Zimmer. Putzt nicht und lässt alles an Wäsche im ganzen Zimmer verteilt liegen. Ihr Tagesablauf wenn sie nach der Schule nach hause kommt ist das das Fenster verdunkelt wird und sie sich im ganzen Müll im Zimmer herumlungert, ohne irgendwas zu machen, außer sich 6 Stunden im Spiegel anzuschauen und zu Schminken. Egal was wir versucht haben sie macht einfach nichts. Telefonstrafe zieht nicht. Sie geht auch nie aus dem Haus. Wenn sie was machen soll, kommen immer irgendwelche ausreden oder Lügen, wieso sie nichts machen kann. Dazu noch das was ich beschrieben habe, was in der Schule im Umgang mit denn Lehrern ist, was auch so zu Hause ist.

Es gab mal die Situation Kurzem, wo alles wieder nicht geholfen hat und meine Freundin deshalb wieder eine Diskussion hatte. Da meinte die ältere Tochter, wenn du das so nicht machst, zeige ich dich an. Wieso???? Meine Freundin meinte das kannst du machen ich habe dir doch nichts getan. Das wird dir also keiner glauben. Da sagte ihre Tochter dann tue ich mir selber was an und dann wird man mir schon glauben.

Styx

  • Gast
Aktuelle Situation Gestern.:
Gestern gab es wegen solchen verhalten zwischen der älteren Tochter mit uns streit und ich und meine Freundin haben uns auch noch gestritten. Das kann so einfach nicht weiter gehen. Versuche das mal so zu beschreiben, was abgelaufen ist.
Da das Zimmer schon wieder Extrem versaut war und die ältere Tochter wieder meinte nichts Machen zu Müssen. Haben wir Morgens wo die Kinder zur Schule gegangen sind die Bettwäsche und Kissen aus dem Total verdreckten Zimmer Heraus geholt. Damit sich das Kind nicht nach der Schule den ganzen Tag im Bett herum lümmelt und Gar nichts macht außer sich zu schminken und im Bett zu Essen.

Meine Freundin hat einen Zettel für die Tochter gemacht sie zu Erledigen hat und wenn sie das nicht macht. Was an Strafe kommen wird. Telefon war schon weg also Schminke abnehmen.

Wo sie nach Hause gekommen ist, habe ich ihr denn Zettel gegeben und ihr das auch noch mal so gesagt.

Ihre Antwort war nur in pampiger Aussprache. Schon wieder so nen Scheiß. Dann ist sie in ihr Zimmer und hat wohl denn Zettel gelesen. Danach wollte sie gleich wieder mit mir Diskutieren. Habe ihr nur gesagt, dass wir hier nicht mehr drüber diskutieren müssen. Wir haben hier Regeln, sie auch und sie sollen das machen, was auf dem Zettel steht, Zimmer aufraumen und so.

Natürlich wurde erst nichts gemacht lieber herum geschmollt. Ich muss dabei sagen das sie sich bei mir auch nicht immer alles Traut, weil ich da schon etwas Strenger bin.

Nach ein paar Stunden war immer noch nichts gemacht, außer Ihre Fingernägel und hat dann einfach nur blöde herumgesprochen und sich Lustig über alles gemacht. Einen Tag davor war sie so Wütend über das sie Aufräumen sollte. Das ich ihre aggressive und freche Art mit einen kleinen Finger sehen musste. Was ich natürlich auch bestraft habe mit Telefonentzug.

Abends wo ihre Mutter nach Hause Kamm von der Arbeit und vom Einkaufen. Hat ihre Mutter gleich geschaut, ob ihr Zimmer aufgeräumt war und Ihre Sachen erledigt sind. War natürlich nicht so und es gab zwischen ihnen gleich wieder eine Diskussion. Die so nichts bringt. Das Kind kommt immer mit ausreden und die Mutter meint mit diskutieren wird sich was ändern.
Diese Situation hat dann mich etwas Sauer gemacht, wodurch dann Streit mit meiner Freundin entstanden ist.
Ich habe ihr gesagt das wir doch regeln aufgestellt haben und man nicht jeden Tag wieder drüber Diskutieren muss und sich ausreden anhören muss wieso man nichts gemacht hat. Wenn man sich an die Regeln nicht hält, gibt es die Strafe in diesem Fall gestern auch die Schminke abnehmen.

Das ist dann leider in einem streit zwischen uns ausgeartet wo ich gesagt habe das wir professionelle Hilfe brauchen und wir das mit dem Kind nicht in dem Griefe bekommen. Mit professionelle Hilfe meine ich eine Familien Therapy und eigentlich beide Kinder aber am meisten das älter brauch mindestens eine Verhaltens Therapy bzw. Psychologische Hilfe. Meine Freundin ist da wohl nicht ganz meiner Meinung und meint wir bekommen das Hin. Da das alles nicht seid gestern ist, bin ich da anderer Meinung. Habe dann noch vorgeschlagen da Schminke das Wichtigste ist. Da das Kind ca. 5 bis 6 stunden vor dem Spiegel verbringt anstatt ihre aufgaben zu machen. Kann man auch bei Weiterem auch mal was davon wegschmeißen um das Kind zu bestrafen, wenn sie sich so verhält. Bin so der Meinung das das nicht gerade Kindgerecht und normal ist, wenn ein Kind in dem alter solange vor dem Spiegel hängt nur um sich zu schminken.

Da war dann gleich der nächste Streitpunkt weil sie meinte da ist ja auch was von mir. Ich habe darauf gesagt sorry du weißt das das Kind einige Probleme hat. Auch mit ihrem übertriebenen Schonheitswann und du förderst das noch. Obwohl das Kind nichts von denn normalen täglichen aufgaben wie Zimmer aufraumen macht und sich so gegen jedem respektlos usw. verhält.

So in etwas sieht es bei uns aus und von der schriftlichen Beschreibung hört sich das noch Normal an. Aber es liest sich netter, als es ist. Ein normales zusammen leben geht nicht mehr. Weil die ganze Familie leidet und jeder Tag ein kleiner
Kriegsschauplatz geworden ist. Ich war gestern Abend so weit, das ich in meine Wohnung gegangen bin. Weil ich nicht mehr konnte. Habe meine Freundin auch erklärt wieso. Bin der Meinung ohne ‚Hilfe kriegen wir das nicht hin und so brauch ich nichts mehr Machen weil wir das so schon lange Probieren. Bin so langsam am Aufgeben und weiß echt nicht mehr weiter.

Habe meine Freundin auch erklärt weil wir uns schon heftig gestritten habe. Das ich schon Angst habe alleine mit ihrem Kind zu sein und ich immer am Handy wenn sie kommt die Rekorder Aufnahme Funktion anhabe, weil ich davon ausgehen muss das sie, was macht oder sagt was nicht war. Weil sie ja das auch mit meiner Freundin so gemacht hat wie es im Text auch beschrieben ist. Finde es echt nicht mehr lustig, das ich mich selber überwachen muss. Damit dieses Kind nicht mal irgendwas erzählt wie bei der Mutter. „Dann sage ich ebend was oder tue mir was an, damit man mir glaubt.“

Schriftlich Verträge mit Strafen die man bekommt wenn man sich nicht dran hält haben wir schon lange ausprobiert und bringt Leider nichts. Ich Hofe auf hilfreiche Ratschläge und bedanke mich schon mal im Voraus. Sollten noch Fragen sein einfach fragen.


Hubs

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 4282
  • Trageberaterin a.D.
Es klingt wirklich danach, dass ihr Hilfe braucht. Geschrieben klingt vieles immer anders als wirklich erlebt, wenn Du aber der Meinung bist, dass ein normaler Alltag kaum möglich ist, dann läuft irgendetwas richtig schief.
Bei vielen klirren die Alarmglocken bei dem Vorschlag "professionelle Hilfe holen" oder eine "Familienterapie machen". Ich weiß ja auch nicht, welche Erfahrung Deine Freundin diesbezüglich schon gemacht hat. Es gibt ja aber auch noch eine Stufe davor, es gibt Familienberatungstellen von diversen Organisationen (ProFamilia, Kinderschutzbund, ev. Kirche / kath. Kirche,...), die einen beraten können. Die helfen können die Situation einzuschätzen und evtl. Lösungswege aufzeigen können. Schaden tut dieser Weg niemals, egal ob ihr Euch entscheidet auf Euren weiteren Weg professionelle Hilfe einzubinden oder nicht.
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012



How could anyone ever tell you, you were something less than beautiful?
How could anyone ever tell you, you were less than whole?
How could anyone fail to notice, that your loving is a miracle?

Kitiara

  • Kindergartenkind
  • ****
  • Beiträge: 77
  • erziehung-online
Ich denke auch, dass es sinnvoll ist, professionelle Hilfe zu suchen, bevor man selbst "herumdoktert" und mal in die eine und dann wieder eine andere Richtung probiert und alles weiter verschlimmert.

Mal meine Gedanken dazu:
Du schreibst, auch bei der Mutter gibt/gab es Ordnungsprobleme. Kann es sein, dass das Kind mit der Aufgabe "Räum Dein Zimmer auf" einfach überfordert ist? Dass es das nie gelernt hat und die Aufgabe somit gar nicht bewältigen kann? Dann wäre eine Unterteilung in "Bitte alles Geschirr in die Küche und die Wäsche ins Bad" usw. der Weg dahin, also wirklich Teilschritte.

Du schreibst von Strafen, wenn sie ihre Aufgaben nicht erledigt. Gibt es positives Feedback, wenn sie Aufgaben erledigt?

Die Mutter arbeitet sehr lange und ist sicher auch fertig, wenn sie heimkommt. Aber was unternimmt sie mit den Kindern? Hat sie am Wochenende Zeit?

zuz

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 4392
  • '07 und '10
Antw:
« Antwort #4 am: 11. April 2014, 09:11:59 »
Hm, also wenn ich das so lese, dann spiegelt das Kind eigentlich die Probleme der Mutter. (Interessant, dass Du sie in dem Zusammenhang auch "Problem-Kind" nennst). Die Mutter zeigt ja mit ihrem Verhalten, dass ihr das Kind egal ist, wie Du ja schreibst. Sie kümmert sich nicht um sie, hat schon früher sich nicht mit ihr beschäftigt, hat ihr keine Strukturen vermittelt - also kümmert das Mädchen sich jeztt auch nicht um die Bedürfnisse anderer, tut, was sie immer getan hat, nämlich das, was sie will, und erkennt keine Strukturen (an). Sie hat früher deswegen keinen Ärger bekommen, also macht sie jetzt so weiter. Sie musste in einem Alter für sich sorgen, als sie Nähe gebraucht hätte, jetzt wird sie nicht mehr zulassen, dass sich jemand um sie kümmert, und dazu gehört auch, dass ihr jemand Vorschriften macht.
Deshalb glaube ich nicht, dass Ihr ohne professionelle Hilfe weiterkommen werdet. So wie ich das sehe, ist so viel passiert, dass Ihr mit ein paar einfachen Erziehungsregeln (welche Strafe passt bei welchem Verhalten) nichts ändern könnt.
Du selbst kannst aber wohl nicht viel machen, wenn die Freundin das anders sieht - Du bist nicht der Vater, Ihr seid mehr oder weniger getrennt. Ich denke nicht, dass Du da viel EInfluss hast :/
Du kannst Dich natürlich bei den von Hubs genannten Stellen mal erkundigen, vielleicht bekommst Du dort Hilfe.

Vielleicht als kleiner Tipp noch, der zwar keine Probleme lösen kann, aber Dir vielleicht den Umgang erleichtert: Zum einen, trenne "Charakter" von "Verhalten". Wenn Du schon denkst, dass sie einen schlechten Charakter hat, wirst Du gar nichts bewirken, denn dann versucht sie, dem zu entsprechen. Ohne dass Du ihr echte Wertschätzung zeigst, wird sie ihr Verhalten nicht ändern. Und ihr Verhalten wirst Du auch nicht ändern können, jedenfalls nicht direkt. Du kannst nur DEIN Verhalten ändern.
Mal das Beispiel mit dem Schminken: Wenn sie sich schminken will, ist daran zunächst mal nichts verwerflich, auch wenn Du das nicht gern siehst. Ich würde das auch nicht abwerten ihr gegenüber. Du kannst aber dennoch die Schminkzeit begrenzen, indem Du die Schminksachen verwaltest. Wegwerfen fände ich sehr heftig, und auch irgendwie kindisch. Du kannst sie aber wegräumen und ihr jeweils aushändigen, wenn sie eine Aufgabe erledigt hat. Das wird aber wie gesagt nur funktionieren, wenn Du Dir sicher bist, dass Du das so willst und wenn Du ihr gleichzeitig signalisierst, dass Du sie magst und schätzt, nur mit ihrem Verhalten nicht einverstanden bist.
Kitiaras Idee von dem positiven Feedback finde ich auch ganz wichtig. Anfangs wirklich kleinste positive Impulse loben, oder bzw., sich ehrlich darüber freuen. Ihr zeigen, dass Du gern mit ihr zusammenleben willst und dass Dir das auch Spaß macht, wenn sie sich denn an die Regeln hält. Und anfangs würde ich Aufgaben mit ihr gemeinsam machen, auch wenn sie schon 12 ist. Ein "wir packen das jetzt mal an" unterstützt sie, ist nicht gegen sie, das kann sie vielleicht besser annehmen als "Du musst jetzt aber endlich mal..."
Alles Gute Euch!

Sweety

  • Gast
Danke Zuz!

Ich schleiche seit Eröffnung um diesen Thread rum und wusste nicht, wie ausdrücken, was in mir vorgeht zum Thema. Es hat mir beim Lesen den Magen umgedreht. Wirklich.

Das arme Mädel. Sie ist 12 und da sind zwei Erwachsene, von denen eine anscheinend selbst ihr Leben nicht auf die Kette kriegt, beide ihre Beziehung nicht erwachsen und reif gestalten können, aber von einem von früh auf auf sich selbst zurückgeworfenen Kind wird das verlangt. Und wenn es nicht klappt, wird sie auch noch abgewertet und ihr Charakter in Frage gestellt.

Heftig. Ich finde das heftig. Ich erkenne die Verzweiflung an, aber mir ist auch die Intention fraglich. Da ist ein Mädchen, das anscheinend nie gelernt hat, mit anderen wertschätzend und mit gegenseitiger Rücksicht zu interagieren und die Frage ist nicht, wie man ihr helfen kann, sondern wie man sie zum Funktionieren bringt. Das finde ich traurig.
Aber gut, ich weiß, wie es bei meinem Bruder damals war und erkenne durchaus an, dass man, wenn man mit seinem Latein am Ende ist, auch einfach mal Ruhe im Karton haben will. Wirklich, das seh ich ein.

Insgesamt finde ich aber, dass sich das enorm traurig liest - für das Kind.

Ohne professionelle Hilfe werdet ihr da wohl nicht rauskommen.

Ist das nicht möglich, bin ich bei Zuz. Hör auf, ihren Charakter in Zweifel zu ziehen und sie als böswilligen Störenfried zu interpretieren. Sie wendet nur an, was sie gelernt hat und du gibst ihr mit deiner Abwertung und deinem Bestrafungsfimmel auch ehrlich gesagt keinen Grund, es anders zu machen ;)
Regeln funktionieren besser, wenn man sie gemeinsam erarbeitet und sie auf Basis dessen stellt, wie man für jeden (!) größtmögliches Entgegenkommen erzielt (und nicht, weil sich etwas "so gehört").
Strafen? Wozu Strafen? Ist sie eine Zuchthäuslerin??
Ihr Eigentum ist ihr Eigentum, da hast du - sofern legal - nichts wegzunehmen und wegzuwerfen.
Anerkennung fruchtet mehr als Gemecker.

Ich glaube nicht, dass ihr mit sowas das Problem löst, dazu bedarf es wirklich professioneller Hilfe. Aber wenn die Mutter auf stur schaltet, dann hilft das vielleicht, die Lage minimal zu entspannen.
« Letzte Änderung: 11. April 2014, 12:32:54 von Sweety »

Honey

  • Mod in Rente
  • Dino
  • *******
  • Beiträge: 23320
  • Mrs. & Glückskleemami & Fellnasenmami
Ich schließe mich Zuz & Sweety an.

Was ich noch anschließen möchte: Wir sprechen hier nicht mal (nicht mal = selbst dann würde ich mich dem zuvor Geschriebenen anschließen), von einem ausgewachsenen Teenie-Gör, sondern einer 12-jährigen. Einem Kind. Einem Kind, das sich selbst nicht anders zu helfen weiß, außer in Form von Aufzeigung der benannten Verhaltensweisen...
~ The Love Inside You Take It With You. Swayze & Family Comes First. Sandler ~
 
 
~ Wir machen uns die Welt, widdewidde wie sie uns gefällt ~
___

Styx

  • Gast
Hallo und danke für die zahlreichen Antworten. Ich werde mal auf alle  nacheinander eingehen.
@Hubs, danke für deine Antwort. Solche vorschlage wie Familienberatungsstellen und so weiter habe ich auch schon gemacht.
Leider ist es aktuell so, das ich mich heute nach einem erneuten Streit von dieser Frau getrennt habe. Ich weiß auch nicht, ob ich mit ihr noch mal zusammen kommen möchte. Auch wenn ich sie Liebe. Seid, dem ich hier geschrieben habe, wurde wieder nur viel diskutiert und alles was wir erarbeitet haben, was wir versuchen erst mal ohne Hilfe zu machen. Wurde halt wieder nur besprochen und sich von ihr nicht dran gehalten. Ich kann nichts machen wenn die Mutter nichts einsieht das viel auch an ihrer inkonsequenten Handel liegt und  sich nichts ändernd, wenn sie meint das wir keine Hilfe brauchen. Werde erst mal hier auf alle eingehen und später Schreiben was seid dem ich hier geschrieben habe bei uns los war.
@Kitara danke für deine Antwort hier. Sehe das genau so wie du. Leider habe ich wohl nichts zu sagen und das schon, seid Jahren. Ich kann was sagen aber davon nimmt sich leider keiner was an. Ich habe versucht mit einigermaßen normalen Erziehungsmethoden etwas Einfluss zu nehmen auf die Erziehung. Aber wenn nur einer was sagt und man sich nicht daran halten muss, bringt es nicht gerade viel.
Zu deinen Gedanken. Ich würde nicht sagen überfordert. Es ist Bequemlichkeit oder Faulheit oder weil man es so vorgelebt bekommen hat. Damals wo ich diese Frau kennengelernt habe, gab es schon das Problem und hat sich nie wirklich geändert. Egal wie oft ich was gesagt habe, die Mutter selber hat es nicht von zu Hause gelernt und macht eigentlich auch nur bedingt Sauber. Wir waren ja vor kurzem zwei Monate auseinander und wo wir wieder zusammen gekommen sind. Habe ich erst mal die Schränke aufgeräumt. Weil ich mich etwas wohl fühlen wollte. Ich bin kein Ordnungs Fanatiker. Etwas kreatives Chaos ist ja auch noch in Ordnung. Aber leider hat es damit wenig zu tun gehabt. Das die Kinder nur so handeln wie sie es von zu Hause gelernt haben, ist mir auch klar. Aber ca. 15 Minuten am Tag das Zimmer aufraumen und sein Geschirr weg stellen sollte wohl nicht zuviel verlangt sein. „Milde Beschreibung wie es im Zimmer aussieht. „Aber Egal wie es aussieht, ist ein 15 Minuten Einsatz wo so ein Kinderzimmer sauber ist und die Wäsche nicht im Zimmer rum fliegt und alles andere nicht Zuviel verlangt.
Positives Feedback gab es, auch wenn sie mal was gemacht haben. Aber leider zu selten, weil einfach so gut wie nie was gemacht wurde.
Ja sie arbeitet sehr lange. Aber auch wo sie nichts gemacht hat. War eigentlich alles gleich. Ab und zu macht sie mal was mit den Kindern. Aber wenn sie nach der Arbeit zu Hause ist. Möchte sie einfach nur ihre Ruhe haben. Ab und an wird auch was mit denn Kindern unternommen. Es ist aber schon selten. Das ältere Kind hat so nie Lust auf irgendwas und bleibt lieber zu Hause. Das Jüngere Kind kommt da schon gerne mit und ist in der hinsicht genau das gegenteil.
@zuz danke für deine Antwort. zuz du hast wohl sehr genau geschrieben und erkannt was ich auch so denke.
Mit der Trennung des Charakters und verhalten hast du wohl recht. Aber einfach ist das nach dem ganzen Stress nicht immer. Das mit dem Schminken ist meine Meinung, das das nicht unbedingt sein muss. Würde ja auch nichts sagen wenn nicht diese ganzen Probleme sein würden und irgendwo müssen doch regeln gemacht werden mit konsekenzen um Kinder gewaltfrei zu erziehen. Da finde ich das mit dem Telefon mal abnehmen oder die Schminke schon ganz in Ordnung. Auch wenn es bestimmt noch andere Möglichkeiten gibt. Das mit dem Wegwerfen war auch so ne Idee, weil ich auch so langsam mit meinem Latein am Ende bin. Zum Rest schreibe ich gleich noch allgemein was.
@swetty danke für deine Antwort. Ihr Charakter wird nicht abgewertet, weil sie nicht wie du schreibst, funktioniert. Es gab und gibt leider sehr fiese Sachen wo man von nicht gerade netten Charakter Eigenschaften spricht. Damit möchte ich nicht das Kind abwerten. Das das Kind so ist und wieso es so ist, ist mir auch klar. Das Problem ist warum ich hier geschrieben habe, weil ich gerne möchte das wir alle zusammen als Familie Harmonisieren so wie es in einer Familie sein sollte. Deshalb habe ich auch so geschrieben, wie es aussieht, ohne etwas zu verschönern. Da ich wohl so ziemlich alleine mit Meinung dort war und auch gehofft habe das wir das alles zusammen irgendwie in denn griff bekommen. Was leider nicht so ist. Habe ich versucht Anregungen zu bekommen, ein kleinwenig Gedacht wenn ich es so beschreibe wie es halt ist und die Frau es lesen wird. Das sie etwas Einsichtiger ist und wir uns helfen lassen. Dieser Brestrafungsfimmel!  Was soll man denn sonst machen? Es sind doch noch relative harmlose Strafen wenn man mal das Telefon abgenommen bekommt oder die Schminke damit das Kind lernt das man sich auch an Regeln halten muss, wen man zusammen lebt. Wenn Reden nicht hilft und man nicht mit diesen für mich harmlosen Strafen arbeitet. Ändert sich ja auch nichts. Diese Sogenante professionelle Hilfe ist ja erst mal in weiter Ferne, wenn die Mutter meint sie brauch die nicht. Wenn wir die Regeln gemeinsam erarbeiten, ich gehe jetzt nur mal auf die Ordnung im Zimmer ein. Danke das ich mit ihr darüber geredet habe. Aber ändern würde sie nichts von alleine. Das haben wir ja schon lange so durch. Jetzt wo ich so nicht bei der Frau bin, wird so wieder noch weniger gemacht und eingehalten. So weiter gibt es gleich mehr in der Zusammenfassung der letzten Tage.
@Jen danke für deine Antwort. Ich weiß und das versuche ich bestmöglichichst mit Hilfe irgendwie in vernümpftiege bannen zu lenken. Mit professioneller Hilfe von mir aus und auch von Tipps hier im Forum.

Styx

  • Gast
Ich Fange mal mit dem Donnerstag an. Elternsprechtag war und ich bin als Ersatz Vater mit hingegangen und habe mir die Probleme in der Schule gerne angehört. Leider gibt es kein Kontakt zu denn leiblichen Vater. So das er das machen würde. Darauf habe ich auch keinen Einfluss und habe das echt gerne gemacht um als Ersatz Vater/Freund Ansprechpartner mich mit dem ausseinander zu setzen.
Beide Kinder sind sehr Stark mit ihren Noten herabgerutscht. Sie haben beide Potenzial und sind nicht gerade dumm. Die Lehrer haben auch das bemängelt, was ich hier auch schon beschrieben habe. Wir haben also zusammen mit denn Lehrern und Kindern zusammen besprochen, woran es liegt. Beide Kinder hatten Empfehlungen für bessere Schulen. Nur leider im Moment nicht, weil sie durch Stören und nicht mitmachen usw. mit denn Noten schlechter geworden sind.
Vor der Klasse von dem älteren Kind gab es zwischen Mutter und Tochter ein freches und Respektloses Auftreten, wo auch eine andere Mutter mit ihrem Kind dabei war.
Da meine da noch Freundin nichts gesagt hat. Habe ich ihr gesagt das sie ihren Kind später nach dem Elternsprechtag verständlich machen muss. Dass genau so ein Verhalten zu Hause und auch in der Schule oder auch allgemein nicht geht und sie sollte ihrem Kind das so erklären. Da genau durch dieses Verhalten auch in der Schule so viele Probleme sind und meine Freundin dauernd in die Schule muss.
An diesen Tag wo wir auch mit denn Kindern geredet haben, das sie sich ändern müssen. Auch das man ein gutes Zeugnis brauch, um später eine gute Arbeit zu bekommen. Habe ich gedacht ich mache es denn Kindern etwas einfacher und habe mir ein Belohnungssystem ausgedacht. So das sie von alleine an alle Fächer Teilnehmen und wieder mit machen.
Herraus gekommen ist ein Belohnungssystem für Zeugnisse als kleiner anspornt. Werde mal hier den Text posten.

Halbjahres Zeugnis & Jahres Zeugnis Belohnung
Im Halbjahres Zeugnis und Jahres Zeugnis werden die Noten, die auf euren Zeugnissen stehen mit Geld belohnt. Für folgende Noten bekommt ihr die dahinter angegebene Summe in Euro.
Für eine 1 bekommt ihr 5,00 Euro.
Für eine 2 bekommt ihr 2,50 Euro.
   Für eine 3 bekommt ihr 1,25 Euro.   
Für eine 4 bekommt ihr 0,00 Euro.
Für eine 5 oder 6 die ihr auf euren Zeugnissen habt, werden von der Gesamtsumme die ihr durch eure Noten verdient habt Geld wieder abgezogen.
Für die schlechten Noten werden folgende Beträge wieder abgezogen.
Für eine 5 werden 2,50 Euro abgezogen.
Für eine 6 werden 5,00 Euro abgezogen.
Am Tag wo ihr eure Zeugnisse bekommt, werden dann eure Schulnoten in Euro umgewandelt. Alleine durch 13 Facher/Schulnoten auf euer Zeugnis könntet ihr so 2 mal im Jahr bis zu 65 Euro als kleine Anerkennung Extra bekommen. Dieses Geld könnt ihr für Kleidung oder Freizeit nutzen.
Damit es noch etwas mehr wird, werden ab jetzt für jede Note 1 und Note 2 bei einzelnen Arbeiten noch was drauf gelegt.
      Für eine Note 1 bekommt ihr 20 Cent Extra.
Für eine Note 2 bekommt ihr 10 Cent Extra.
Bei geschätzten 100 Arbeite in einem halben Jahr bei allen Fächern könnt ihr so noch mal ca.20 Euro Extra machen, so das man
zwei mal im Jahr bis zu ca. 85 Euro Extra
machen kann. Tipp: Da betragen und Mitmachen auch in die Schulnoten mit einfließen sollte ihr euch auch im Unterricht mitzumachen. Viel Spaß in der Schule und erfolgreiches Lernen.

Styx

  • Gast
Dabei ist mir dann die Idee gekommen das man auch das Taschengeld Eventuell so einteilen kann das man es Täglich sich verdienen kann. Text kommt gleich hier.
Taschengeld Monatsplan
Für jeden Tag könnt ihr 75 Cent Taschengeld bekommen in einem Monat. So könnt ihr in einem 31 Tage Monat.
23,25 Euro Taschengeld
bekommen.
Dafür muss euer Zimmer aufgeräumt sein von Morgens bis Abends.
Sollte euer Zimmer einen Tag nicht aufgeräumt sein bekommt ihr für diesen Tag kein Taschengeld.
Zusätzlich ist wenn das Zimmer nicht aufgeräumt ist das Telefon weg.
Es gibt kein Fernsehen schauen.
Schminke wird abgenommen und alles, was euch von euren aufgaben, ablenkt.
Es dürfen keine Freunde vorbei kommen.
Raus gehen ist auch nicht.
Am letzten Tag eines Monats bekommt ihr euer Taschengeld ausgezahlt. An jedem Tag wo euer Zimmer nicht aufgeräumt habt, werden also 75 Cent am Ende des Monats von euren Taschengeld abgezogen.

Hört sich echt hart an, aber wer nicht gesehen hat, was dort los ist. Weiß auch nicht warum ich das so geschrieben habe. Wusste es auch nicht, wie ich es besser machen soll. Meine auch wenn man Abends sein Zimmer aufgeräumt hat und man sich morgens fertigmacht. Schlafanzug weg gepackt kann ja nicht so viel Arbeit sein, das das Zimmer Unordentlich oder Verdreckt ist. So das man seinen Tagessatz Taschengeld nicht verliert. Aber die Erfahrung sagt mir was anderes.
So jetzt zum Donnerstag noch mal nach dem Elternsprechtag. Meine Freundin hat natürlich wieder nichts gesagt zu dem, was in der Schule vor der Klasse war.
Auch Abends war das Zimmer wieder unter aller Sau. So das es mal wieder versucht wurde irgendwie dem Kind verständlich zu machen das es so nicht weiter geht. Habe ihr am nächsten Tag die Fernseh Antenne weg genommen, damit sie endlich was macht. Ein Tag wurde aufgeräumt und ca einen Tag hat es gehalten bis das Zimmer wieder im totalen Chaos untergegangen ist.
Fernsehantenne gab es wohl von meiner Freundin zurück. Gestern am Samstag haben wir mit, denn Kindern darüber gesprochen das ihre Schulnoten jetzt belohnt werden usw. und auch das die Taschengeld Regel ab heute am Sonntag neu zahlt.
Heute Morgen bin ich erst mal mit dem Hund raus und habe Brötchen geholt. Eigentlich habe ich mich auf das Frühstucken schon gefreut. Wo ich wieder bei meiner Freundin war. Habe ich erst bei dem jungeren Kind angeklopft und bescheid gesagt, das es Frühstück gibt. Zimmer war echt gut aufgeräumt. Danach das gleiche bei der Älteren. Ein Wunder aber das Zimmer war echt bis auf zwei Kleinigkeiten aufgeraut und habe auch gesagt das es Frühstuck gibt und sie die beiden Kleinigkeiten danach kurz weg machen kann. Altes Geschirr war eigentlich schon alles.
Das hat meine Freundin mal wieder in denn falschen Halz bekommen und meinte das es mit denn Regeln des Zimmer Aufraumens so nicht geht und so weiter.
Eigentlich war ich ja so zufrieden mit dem Zimmer, das ich ihr Reden wieder nicht verstanden habe. Weil sie so geredet hat, als wenn wieder alles egal ist.
Habe dann eine Unterhaltung mit ihr gehabt und habe ihr gesagt das sie inkonsequent ist und sie sich an nichts hält. Dadurch ist es hier so uns so weiter. Na egal. Frühstück war für mich auf jedennfall gelaufen und nach dieser Diskussion mit der Mutter bin ich nach mir gegangen. Kann es jetzt nicht so wieder geben, wie es war. In Kurz hab ich ihr auch das vorgehalten was ich hier geschrieben habe und das es nichts bringt, wenn man sich über, was unterhält und Regeln macht. Aber die Mutter sich an nichts hält und ihr alles egal ist. So das muss erst mal reichen. Danke schon mal für alle kommenden Anregungen was man besser machen kann. Falls ich mit dieser Frau irgendwie ein zusammen leben hin bekomme.

hallihallo

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 1052
  • erziehung-online
    • Mail
Ach Herrje......habt ihr denn mal das Kind gefragt was es möchte? Vielleicht schreibt jeder mal einen Brief mit seinen Wünschen auf und wie er sich die Zukunft alleine und als Familie ausmalt. Schreiben ist oftmals einfacher als reden. Gerade wenn man so festgefahren ist.
Zimmer; solange nix schimmelt, ist es ihr Reich. Das müßt ihr respektieren, auch wenns schwer fällt.

zuz

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 4392
  • '07 und '10
Antw:
« Antwort #11 am: 28. Mai 2014, 09:15:01 »
Dein Belohnungs-/Bestrafungssystem erinnert eher an Roboter als an den Umgang mit Menschen  :-\ Und Du zeigst sehr wenig Entgegenkommen, das ist so mein Eindruck. Du sagst, und ich glaube das jetzt mal so, das Zimmer wäre immer eine Katastrophe. Jetzt hat sie alles aufgeräumt bis auf zwei Sachen, und anstatt Dich echt zu freuen, siehst Du vor allem die zwei nicht aufgeräumten Sachen. Ein Signal wäre z.B. gewesen, Dich zu freuen und dann zu sagen: Komm, wir gehen frühstücken und nehmen die zwei Tassen da gleich mit rüber. Und dann hättest Du auch eine nehmen können.

Mit der Mutter würde ich gar nicht groß darüber diskutieren. Wenn DU das so machen willst, mach es doch einfach.

Noten: Ehrlich gesagt ist dieses System nicht mehr ganz zeitgemäß. Die Lehrer bestimmen die Noten, nicht die Kinder, das ist das eine. Kinder bestimmen nur, wie viel sie lernen, und nur das sollte man auch honorieren.
Das andere ist, dass diverse Studien belegen, dass man mit Geld und ähnlichen Anreizen die Eigenmotivation ausbremst. Sprich, sie werden dann langfristig eher noch weniger lernen wollen und sobald der Anreiz wegfällt oder auch nur nicht sinnvoll steigt, lernen sie wieder nichts.
Besser ist es, mit ihnen den Tag so zu strukturieren, dass feste Lernzeiten neben fester Freizeit ihren Platz hat. So dass auch wirklich echte Ruhe zum Lernen da ist. Dazu gehört, dass man sich mal in RUhe zusammensetzt und überlegt, wann Lernzeit sinnvoll möglich ist. Z.B. nicht grad während ihrer Lieblingssendung. Wirklich mal die Tage durchgehen mit ihr, schauen, an welchem Wochentag sie wann Zeit einplanen kann, und auch an die Jahresplanung denken. Wann haben ihre Freunde Geburtstag? Wann will sie vielleicht WM schauen? Wann werden ARbeiten geschrieben, REferate gehalten, so dass sie da mehr Lernzeit braucht? Wie kann sie das wieder ausgleichen, damit auch die Freizeit nicht zu kurz kommt? Dabei auch wirklich ganz freie Zeit einplanen, die sie dann spontan nutzen kann, das klingt paradox, wird aber immer wichtiger.
Während der Lernzeit kein Handy o.ä. Und Unterstützung während der HA, als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Und dann, wenn das eine bestimmte Zeit gut klappt (z.B. eine Woche, später länger) eher gemeinsame Zeit schenken, etwas mit ihr machen, worauf sie Lust hat. Und v.a.(!!!) sich mit ihr freuen, wenn sie das hinkriegt, und zwar auch dann(!), wenn sie es nicht perfekt hinkriegt. Fortschritte sehen, nicht Defizite! Das ist glaube ich bei Dir sehr wichtig, Du scheinst schon recht perfektionistisch zu sein.


hallihallos Idee finde ich übrigens sehr gut! Wie wäre mal ein moderierter Abend? Mehrere Karten für jeden in drei Farben: rot = gefällt mir so nicht, gelb = Wünsche, grün = finde ich hier gut. Und dann darf  jeder mal in Ruhe aufschreiben, dann wird zusammengelegt, erstmal unkommentiert(!) vorgelesen, sortiert. Und dann gemeinsam überlegt, wer sich vorstellen kann, bestimmte Dinge zu ändern, und wie.

Honey

  • Mod in Rente
  • Dino
  • *******
  • Beiträge: 23320
  • Mrs. & Glückskleemami & Fellnasenmami
Ich habe nicht alles gelesen, nur schnell zwei Kommentare:

Wie zuz bereits sagt: Versuche eher das positive hervorzuheben und zu unterstreichen, anstatt nur die weniger positiven Dinge zu kommentieren.

Und, falls ich das nun richtig verstehe: Ich finde es nie gut, doppelt & dreifach für die gleiche Sache zu bestrafen.
Das Zimmer ist nicht aufgeräumt, dafür gibt es Taschengeldkuerzung oder sogar -streichung, Telefon weg, Schminke weg.... etwas viel, meinst du nicht auch?
Ich würde eine (wenn möglich) sinnvolle Konsequenz auswählen und den Rest lassen!
~ The Love Inside You Take It With You. Swayze & Family Comes First. Sandler ~
 
 
~ Wir machen uns die Welt, widdewidde wie sie uns gefällt ~
___

Honey

  • Mod in Rente
  • Dino
  • *******
  • Beiträge: 23320
  • Mrs. & Glückskleemami & Fellnasenmami
Und nochmal schnell ich:
Es ist schön, dass du versuchst Struktur reinzubringen, aber bitte verrenne dich nicht in zuviel Strenge...
Ich sehe gerade die Belohnung für die Zeugnisse.
Ich würde auf keinen Fall das hart verdiente Geld für gute Noten wieder für schlechte Noten wegnehmen. Verdient ist verdient, wenn du mich fragst. Die schlechten Noten gar nicht zu bezahlen, ist ja schon die Konsequenz und steht in ganz klarem Gegensatz zur Bezahlung der guten Noten.
Was, wenn die Tochter ALLES gibt und mühevoll Dreier erarbeitet und nun, egal wie hart sie arbeitet, es trotzdem in einem Fach eine Fünf hagelt. Es erscheint mir einfach nicht fair. Und was wenn ein Minus dabei herauskommt, muss sie dir dann etwas zahlen? ;)
~ The Love Inside You Take It With You. Swayze & Family Comes First. Sandler ~
 
 
~ Wir machen uns die Welt, widdewidde wie sie uns gefällt ~
___

 

NACH OBEN
Kontakt Impressum Datenschutzerklärung