Autor Thema: Konsequenz bei Geschwisterkindern  (Gelesen 4437 mal)

lisa81

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Konsequenz bei Geschwisterkindern
« am: 09. Mai 2012, 20:46:24 »
Hallo,

die Frage geistert mir schon länger durch den Kopf und ich hab gesehen, dass sowas in der Motzecke auch Thema war.

Erzählt mal, wie handhabt ihr das? Was fällt euch schwer? Wo fallen euch keine logischen Konsequenzen ein? Wie umgeht ihr strittige Situationen? Wofür habt ihr Lösungen gefunden?


Wir haben zum Beispiel ständig die Situation, dass die KLeine alles mögliche ausschüttet und verteilt. Sie ist aber kein bisschen zugänglich für Anweisungen wie wieder einräumen (auch wenn ich helfe). Drohe ich mit wegpacken, schreit die Große..


Berichtet mal, wie es bei euch läuft :)

Bettina

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Antw:Konsequenz bei Geschwisterkindern
« Antwort #1 am: 09. Mai 2012, 20:54:31 »
Ha!

Das mit dem Schreien hab ich hier auch. Klassiker .... Thure will sich nicht anziehen lassen. Das war vor nem Jahr oder so. Situation konkret ..... es war kalt und es hat wie aus Kübeln geregnet. Thure hat sich geweigert, sich Schuhe anziehen lassen .... alles gut. Simple Geschichte. Quinn war fertig, Tür auf, Thure in den Regen gestellt ..... schaltet Quinn die Sirene an  :o .... Nachbarin auf dem Plan erschienen, weil dann zwei Kinder gebrüllt haben  s-:) :P ;D.

Und die sind dann beide für keinerlei Argumente zugänglich gewesen .... keine Chance  s-:).

Ja, was macht man da? Im Zweifelsfall doch zu der "härteren" Variante greifen und dem Kind zwangsweise die Schuhe anziehen .... so hat immerhin nur einer gebrüllt. Weil zwangsweise Schuhe anziehen für Quinn wohl völlig in Ordnung war .... die Logik Regen-kalt-Schuhe war ihm wichtiger/einleuchtender als die Logik keine Schuhe - nasse Füße  ;D.

Ich mach mir keine Pläne mehr  :P.
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Nipa

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« Antwort #2 am: 09. Mai 2012, 22:10:46 »
Bei uns ist das auch nicht ganz einfach. Vorallem weil ich vom Grossen einfach schon mehr erwarte. Er ist eben 4,5 und keine 2 Jahre wie der grosse Bruder.
Das versteht er dann öfters nicht. Und dann fühlt er sich ungerecht behandelt.
Kann ich ja schon auch nachvollziehen. Aber ich erkläre ihm dann dass er dafür auch Dinge darf, die der kleine Bruder nicht darf...

Und ansonsten ist bei uns die Konsequenz einfach oft dass der Grosse dann oben im Zimmer etwas schönes machen darf wenn es hier unten nicht klappt.
Er ist zwar dann "gestraft" weil er alleine nach oben geht, aber er darf da eben etwas, was der Kleine nicht darf. Sonst käme ich hier an manchen Tagen aus dem Chaos und dem Geplärr gar nicht mehr raus.



lisa81

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« Antwort #3 am: 10. Mai 2012, 14:20:47 »
@nipa, was darf er denn da zum Beispiel?
Ich muss gestehen, dass ich mit der Kleinen manchmal zu Unrecht schimpfe, einfach, weil die Große das nicht dürfte (die Kleine auch nicht, aber manches versteht sie eben noch nicht und ich würde eigentlich drüber wegsehen) und ich nicht ständig sagen will "Sie ist ja noch klein und versteht das nicht". Irgendwie doof, aber bei der einen drüber wegsehen und es der anderen verbieten, finde ich auch nicht so toll.

@Bettina, so ganz verstehe ich es nicht. Warum hat Quinn dann geschrieen?
Regen ist wirklich doof.. Bei Kälte geb ich mich inzwischen geschlagen, ICH friere ja nicht  s-:)

Bettina

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« Antwort #4 am: 10. Mai 2012, 16:02:11 »
Quinn hat geschrien, weil IHM völlig klar war, dass ohne Schuhe im Regen laufen total doof ist  s-:) :P. Er fand es halt im Gegensatz zu den meisten Erwachsenen nicht die logische, sondern eine völlig unmögliche Konsequenz ihn einfach ohne Schuhe mitzunehmen.
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lisa81

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« Antwort #5 am: 10. Mai 2012, 19:19:42 »
ah ok  ;D

DAS ist natürlich ziemlich blöd  :P

Nipa

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« Antwort #6 am: 10. Mai 2012, 20:30:02 »
Er darf dann IN RUHE spielen ohne dass der kleine Bruder ihn nervt ;), Kassette hören, Kneten (z.B. mit der Ergoknete, die gehört nur ihm), TipToi Stift machen oder so.

Das mit dem Schimpfen ist bei uns auch schwierig. Ich hab dem Grossen halt erklärt dass ich ihn sehr lieb habe, aber ich eben auch erwarte dass er sich wie ein Kindergartenkind benimmt und nicht wie ein Krippenkind. Ich sage ihm auch, dass der Kleine vieles nicht gut macht, aber dass er eben noch so klein ist, dass er es nicht kann (z.B. am Tisch sitzen bleiben bis wir alle fertig sind - wenn wir länger essen dürfen sie eh aufstehen - , das klappt einfach noch nicht). Er versteht es noch nicht komplett, aber schon auch.
So bekommt der Kleine abends vorgelesen und muss dann schlafen. Er darf zum Einschlafen eine Kassette hören. Das ist eben "Grosser Bruder darf das".
So versuchen wir die Situation zu "entschärfen".

Aber generell fühlt er sichn natürlich manchmal blöd behandelt :-\
Ich hoffe immer drauf dass er das später wenn er gross ist dann richtig sieht ;)



Fliegenpilz

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« Antwort #7 am: 10. Mai 2012, 20:34:49 »
Ich muss gestehen, dass ich mit der Kleinen manchmal zu Unrecht schimpfe, einfach, weil die Große das nicht dürfte (die Kleine auch nicht, aber manches versteht sie eben noch nicht und ich würde eigentlich drüber wegsehen) und ich nicht ständig sagen will "Sie ist ja noch klein und versteht das nicht". Irgendwie doof, aber bei der einen drüber wegsehen und es der anderen verbieten, finde ich auch nicht so toll.

Verstehe ich nun ehrlich gesagt nicht - wieso schimpfst Du zu Unrecht?
Die Kleine macht etwas was sie nicht machen soll, auch wenn sie das "Wieso" noch nicht versteht. Wieso würdest du es ihr durchgehen lassen, wenn die Große nicht wäre? Ist das nicht einfach nur eine Verschiebung von Erziehung? Wieso erst zulassen, wenn sie es dann in einem halben Jahr nicht mehr dürfte, da sie das "Wieso" dann versteht?

Ist es so - von Anfang an "Nein" - nicht einfacher? ???


zuz

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« Antwort #8 am: 11. Mai 2012, 00:00:48 »
und ich nicht ständig sagen will "Sie ist ja noch klein und versteht das nicht". Irgendwie doof, aber bei der einen drüber wegsehen und es der anderen verbieten, finde ich auch nicht so toll.

Diesen Satz versuche ich zu vermeiden. Ich sage dann: Naja, Du hast es eben schon gelernt, der Kleine muss es noch lernen. Das hilft überraschend oft. Allerdings ist es dann so, dass ich die Große halt bitte, etwas zu unterlassen/zu tun, aber wenn nicht, dann sage ich zwar, dass ich es schade finde, schimpfe aber nicht.

@Christiane: naja, mal ein Beispiel von uns. Der Kleine hat ne Zeit lang IMMER ALLE Spieleboxen ausgekippt. Es war natürlich nichts, was prinzipiell verboten wäre, aber es hat einfach GENERVT, jeden Tag so viel aufzuräumen. Er hat es aber schlicht nicht verstanden, dass er das nicht unbedingt tun soll. Die Große hat dann irgendwann auch angefangen, sinnlos Boxen auszukippen, weil der Kleine es ja auch darf. Und da kommt eben dann schon mal die Bitte, es doch zu lassen, mit dem Argument, sie muss das doch nicht mehr machen und eben, sie habe das doch schon gelernt.

Fliegenpilz

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« Antwort #9 am: 11. Mai 2012, 07:26:09 »
@zuz
Solche Situationen wäre ich wohl anders umgangen indem ich z.B. nur eine Box zum Auskippen bereit stelle und den Rest sichere. So rein von der Theorie her jetzt ;)


zuz

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« Antwort #10 am: 11. Mai 2012, 13:19:32 »
@Christiane: So ähnlich war das dann auch meine Lösung. Ich habe einige Boxen ganz weggeräumt. Aber es blieben noch genug übrig, die ich einfach nicht wegräumen konnte. Sichern ging nicht wirklich (würde jetzt zu weit führen, das im Detail zu erklären), wäre sonst auch mein Favorit gewesen. Somit habe ich eben in Absprache mit der Großen ein paar Boxen vorläufig auf den Dachboden "verbannt", das hat ein wenig geholfen, weil einfach weniger Zeug da war.

Noch ein Beispiel: Der Kleine darf noch mit den Fingern panschen beim Essen, wenn er es mit Gabel/Löffel nicht schafft. Die Große KANN aber nun mal schon mit Besteck essen, also wird im Normalfall auch nicht mehr mit den Fingern gepanscht. (Jetzt mal abgesehen von Fingerfood, Hähnchen o.ä.) Ich finde schon, dass man da Unterschiede machen kann, v.a., je größer der Abstand ist. Bei uns sind es ja über 3 Jahre, da kann ich nicht alles mit "gleiches Recht für alle" regeln.

@Lisa: Wäre das oben evtl. eine Idee für Euch? Dass Ihr ein paar der Spielsachen vorläufig aussortiert und ganz wegräumt? Und wenn dann die Sehnsucht danach bei der Großen doch zu groß wird, dann halt einfach wieder tauschen? Würde für Dich vielleicht auch Nerven schonen.

Fliegenpilz

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« Antwort #11 am: 11. Mai 2012, 13:23:20 »
Wenn die Möglichkeit des Wegräumens nicht gegeben ist, dann noch eine Idee:
Unsere Kleine durfte lange Zeit nicht alleine ins gemeinsame Kinderzimmer. Es ist zwar auch ihr Zimmer, aber solange sie nur Unfug machte durfte sie halt nur im Wohnzimmer spielen, wenn niemand anders im Kinderzimmer war.
Allerdings durfte sie sich immer 1 - 2 Sachen aus dem Kinderzimmer aussuchen, die dann mit ins Wohnzimmer kamen und sowieso haben wir ja im Wohnzimmer eine Spielecke :)


@zuz
Schönes anschauliches Beispiel, danke :D
Delia "darf" auch noch mit den Fingern nachhelfen, wenn es nicht anders geht, aber wir ermahnen sie doch immer wieder dazu es mit der Gabel zu probieren und sagen dann auch zu Ljiljana, dass Delia es ja noch lernen muss und dann ab und zu die Finger leider(! ;)) noch benutzt.
Klappt bisher ganz gut :)


zuz

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« Antwort #12 am: 11. Mai 2012, 13:33:23 »
Christiane: Ja genau, sagen tun wir ihm auch, dass er erstmal mit Besteck probieren soll. Wobei das bei ihm kein Problem ist, er will das eh selbst so. Aber so sieht die Große eben auch, dass wir da keinen Unterschied an sich machen, sondern nur Rücksicht auf die unterschiedlichen Fähigkeiten nehmen.

Wegen "Unfug": Wir haben es andersrum gelöst, dass die Große sich, wenn sie in Ruhe spielen wollte, ins Wozi verziehen durfte (und darf). Also im Prinzip das Gleiche. Umgekehrt konnten wir es nicht machen, weil das Wozi nicht kindersicher ist. Also so gar nicht, das wäre nicht gegangen. Jedenfalls hat sich das Problem dann gelöst - sie konnte in Ruhe spielen und der Kleine auch. Schwierig war es nur dann, wenn sie mich auch bei sich haben wollte. Dann habe ich allerdings das Problem abgeschoben: Der Kleine versteht es eben noch(!) nicht, dass er das Puzzle nicht durcheinanderwirbeln darf. Entweder Du machst es im Wozi oder wir machen zusammen was anderes. Und dann eben einen Vorschlag, wo alle mitmischen konnten. Das ging meist ganz gut. Und noch das Versprechen, während des Mittagsschlafes das Puzzle dann mit ihr zusammen zu machen. Sie war dann zwar manchmal etwas enttäuscht, dass es jeztt nicht so ging, wie sie wollte, aber hat es dann eingesehen, dass es jetzt einfach nicht anders geht, dass niemand etwas an der Situation ändern kann. Dass es also nicht gegen sie geht, das war mir ganz wichtig.

lisa81

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« Antwort #13 am: 11. Mai 2012, 14:34:59 »
@Chrisitiane: zuz hat ja mit dem Essen schon ein Beispiel genannt. Ganz nebenbei, ich hoffe, dass die Kleine bis zur Schule lernt, zumindest den Löffel richtig zu benutzen  S:D
Einzelne Situationen kann ich dir auf Anhieb gar nicht mehr nennen - die Zeiten, in denen das öfter vorkam sind aber auch vorbei.
Ich hätte auch alles erklären können "Die Kleine versteht/kann das noch nicht." Aber es gab doch Tage, an denen ich diesen Satz (so oder ähnlich) ziemlich oft gebrauchen musste und dann hab ich stattdessen zum Beispiel mal der Kleinen "verboten", die Kartoffeln in den Korb zu werfen, sie solle sie bitte vorsichtig reintun. Das kann ich nem Kind von 8-9Monaten zwar sagen, aber ändern tut das natürlich nichts.
Also nix wirklich ernstes, aber es gab einfach solche Situationen.

@nipa: Ich musste 30 werden und 2 Kinder kriegen, um so manches nachvollziehen zu können  S:D

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« Antwort #14 am: 12. Mai 2012, 17:56:51 »
Ich häng mich noch mal mit ner ähnlichen Frage an:
Folgende Situation - vor 2 Jahren wurde hier im Freibad eine neue, recht spektakuläre Rutsche gebaut, die zunächst erst ab 6 Jahren erlaubt war. meine Maus war damals 3, ich hab sie somit nicht rutschen lassen (ich selbst bin auch nicht gerutscht erst). Letztes Jahr, nachdem ich oft genug zugesehen hatte, hab ich es dann doch mal erst allein und dann mit ihr zusammen gewagt, weil es letztlich doch wesentlich harmloser war als gedacht. Harmlos genug, dass ich dieses Jahr dann auch mit dem Kleinen gerutscht bin.
Tja, und nun kam der große Protest: SIE durfte ja erst mit knapp 4, dann soll bitte der Kleine auch so lange warten. Ist direkt in Tränen ausgebrochen, weil sie das soooo ungerecht findet  s-:).
Ich hab nun aber keine Lust, dem Kleinen die Rutsche zu verwehren, zumal inzwischen ein neues Schild dasteht - keine Rede von Altersbegrenzung mehr. Dem Argument war sie aber null zugänglich. Für sie zählt nur, dass das eben nicht fair sei.

So, und nun her mit Euren Tipps.  :)

Fliegenpilz

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« Antwort #15 am: 12. Mai 2012, 18:40:50 »
Und wo sie Recht hat, hat sie Recht :P

Ich habe keinen Tipp für dich, wirklich nicht - aber ich kann sie sowas von verstehen. Meine Bruder und mich trennen auch 3 Jahre und vieles wofür ich lange kämpfen musste und auf das Alter hingehibbelt habe war für mein Bruder schon viel eher "Selbstverständlichkeit".

Das fiese Los der Erstgeborenen.


zuz

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« Antwort #16 am: 12. Mai 2012, 18:47:34 »
Na toll  ;D ;D
Und im Nachhinein? Hättest Du es gerechter gefunden, sie hätten das dann auch nicht gedurft?

Theoretische Frage: Hier wird grad noch ein neuer Spielplatz gebaut. Den dürfen ja dann auch beide sofort benutzen, obwohl SIE ihn ja die ersten 5 Jahre nicht hatte. Auch ungerecht. Bin mir aber sicher, das stuft sie anders ein.

lisa81

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« Antwort #17 am: 12. Mai 2012, 18:57:35 »
zuz, du hast keine Chance  ;D
Ist ja blöd, dass sie das noch weiß. Aber das wird noch oft kommen. Wie Christiane schon meinte, ich hab das mit meinem Bruder auch durch.
Das fängt jetzt an und hört irgendwann nach dem Studium auf.

Im Nachhinein.. Naja, so langsam kommt bei mir die Einsicht  S:D Aber was willst du machen, der Kleine kommt einfach auch früher in Situationen und wird mit Dingen konfrontiert, die du der Großen vorenthalten konntest. Seien es Süßigkeiten, Cola, später Alkohol, lange wegbleiben (die große Schwester ist ja dabei  S:D ) oder nur Sportvereine oder sowas.
Und klar ist es unfair, aber es ist auch unfair, wenn der Kleine ständig zugucken muss. Das musste die Große ja nicht ;)

Fliegenpilz

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« Antwort #18 am: 12. Mai 2012, 19:35:22 »
Das mit dem Spielplatz sehe ich anders:
Er war vorher nicht vorhanden, er stand nicht zur Verfügung - so etwas "anzurechnen" wäre nicht richtig bzw. vollkommen unlogisch. Deine Tochter ist also ein cleveres Köpfchen 8)


Und ja, teilweise finde ich es heute noch nicht richtig wie einiges gelaufen ist :P
Filme ab 12 im Kino und ich musste bis 12 Jahre warten, keiner meiner Eltern ist mit mir hingegangen. Mein Bruder war schon mit 8 oder 9 Jahren mit meinen Eltern in einem Film ab 12. Ist das fair? IST DAS FAIR?? Nein. So! :P



Bettina

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« Antwort #19 am: 12. Mai 2012, 20:20:33 »
Das Leben ist nunmal nicht fair  :P
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« Antwort #20 am: 12. Mai 2012, 20:24:40 »
Das sind aber Dinge, die man durchaus fairer hätte regeln können 8)
Es war immer eher so ein "Ist es bei mir endlich erlaubt, dann darf der Kleine es auch direkt". Meine Mutter hat aber nicht draus gelernt, bei P. und G. (3 Jahre Abstand :P) macht sie es genauso wieder. Bähbähbäh!

Bei mir gibt es willkürliche Regeln, also nicht altersabhängig, sondern einfach auch Situationsabhängig.

Beispiel Kaugummi:
Die Große wollte immer ein Kaugummi haben, ich sagte ihr, dass sie das erst dann Kaugummi bekommt, wenn sie keinen Schnuller mehr hat. Der Schnuller war mit 28 Monaten weg, das erste Kaugummi gab es kurz darauf.

Die Kleine möchte nun auch immer Kaugummi, gibts aber nicht - sie hat ja noch ihren Schnuller! Es liegt also an ihr wann sie das erste Kaugummi haben darf. Schlucken würde sie es nicht mehr, aber Schnullerkinder sind Babies und Babies kriegen bei mir keine Kaugummis 8)


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« Antwort #21 am: 12. Mai 2012, 20:29:19 »
Meine Kinder dürfen Kaugummi, wenn sie beim Zähne putzen das Wasser ordentlich ausspucken  ;) ;D. EDIT: Sprich wenn sie kapiert haben, dass man nicht alles, was man im Mund hat auch runterschlucken muss/darf  :)

Vieles kann man fair regeln, wie du schon schreibst auch oft sehr gut situationsabhängig, aber manchmal ist es auch einfach nicht fair oder wird schlicht nicht als fair empfunden  .... geht mir heute noch so  ;D
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« Antwort #22 am: 12. Mai 2012, 20:46:16 »
Wobei ich dazu noch sagen sollte, dass ich nie wirklich eifersüchtig war auf meinen Bruder. Ich habe ihn schon als Kind heiß und innig geliebt, er war viel krank im Kleinkindalter, da brach bei mir ein Bemutterungsgen durch. Ich fühlte mich zwar in manchen Situationen echt unfair behandelt, aber ich habe es nie an ihm ausgelassen sondern dann auf andere Art und Weise bei meinen Eltern rebelliert.

Vielleicht bin ich es aber auch "selbst Schuld" gewesen, ich habe meinen Bruder freiwillig sehr viel im Schlepptau gehabt. Er hatte Probleme aus sich rauszukommen und Kontakte zu knüpfen, ich fühlte mich da so bis zur weiterführenden Schule immer verpflichtet ihn "mitzureißen".


Nipa

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« Antwort #23 am: 12. Mai 2012, 22:08:04 »
@Rutsche: Könnte Sie auch rutschen wenn der Kleine und Du nicht rutschen?
Sonst wäre das ja ein Ansatzpunkt.

Und ich bin bei Bettina. Das Leben ist nicht fair.
Und ich finde eigentlich dass es auch nicht immer fair sein muss.




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« Antwort #24 am: 13. Mai 2012, 06:23:17 »
ja nipa sie darf inzwischen allein rutschen. koennte ich mal anbringen. das ist verhaltensabhaengig also begruendet. das ausgangsproblem bleibt aber.
christiane: bei der rutsche war es ja anfangs offiziell u6 verboten jetzt nicht mehr. aendert das nichts? ansonsten ist das mit der verhaltensabhaengigkeit ein guter tipp. dennoch wird manches unfair bleibwn. als kind sieht man wohl nicht dass man dfuer andere vorteile hatte...

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