Autor Thema: extrem Mama, wie damitumgehen?  (Gelesen 3334 mal)

Spatzlmama

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extrem Mama, wie damitumgehen?
« am: 12. April 2012, 12:10:23 »
huhu,

mein Kleiner (wird im Juli 3) ist extrem Mama, eigentlich nicht wirklich schlimm, nur frage ich mich, soll man versuchen da mehr gegenzusteuern?
Bisher läufts hier so ab, wenn er nach mir verlangt, mache ich es auch, sei es beim Essen, beim ins Bett bringen, beim Kuscheln, beim Wickeln  :P , beim Anziehen, eigentlich bei ALLEM. Der Papa "darf" so garnichts machen, weswegen ich es eigentlich schon automatisch mache, auch wenn mein Mann wirklich viel mithilft. Der Große schaut sich das ab und findet es lustig, sich dem dann auch anzuschließen. Allerdings ist er auch mehr auf mich fixiert, aber nicht in dem Ausmass wie der Kleine. In dem Alter lässt sich da aber anders "verhandeln".

Wir versuchen auch mal, dass es auch der Papa macht (anziehen z.B.) aber der flippt total aus, ich meine wirklich TOTAL. ein hysterisch, panisches Schreien, treten, hauen, beissen, was bei ignorieren nur noch schlimmer wird und endet dann nach Stunden (das ist wirklich keine Übertreibung) in so ne Art Schnappatmung/Hyperventilieren. Wenn wir sagen, nein Papa machts, dann ziehen wir das schon durch, nur wie gesagt, nach paar Stunden ist das dann ausgesessen und beim nächsten Mal überlegen wir halt dann 2x, ob nicht wirklich ich gleich gehe damit "Ruhe" ist.

Gleiche beim ins Bett gehen. zu 99% bringe ich die Kinder ins Bett und es geht schnell und ist keine große Sache und danach ist auch Ruhe (höchstens der Große muss noch mal auf Toilette oder so). Geht es mir aber nicht gut, sei es Migräne oder was weiss ich, gibt es keine Chance das mit Erklärungen der Papa den Kleinen ins Bett bringen "darf" und ja, bevor ich dann zum Schlafengehen hier stundenlang nen Trotzanfall habe, quäle ich mich auf die Beine und bring ihn schnell ins Bett und dann ist ja auch Ruhe bis zum nächsten Morgen.
Aber es muss doch auch mal der Papa sein "dürfen".

Der Große war auch kein Engel in der heftigen Trotzphase und jetzt auch nicht, aber bei ihm hilft ignorieren, beim Kleinen wirds dadurch nur noch viel schlimmer.

Ich muss dazu sagen, dass allein schon die Nachbarn (3 Kinder - 1 Mädel und 2 Jungs) immer wieder erstaunt sind, wie meine 2 abgehen können und das lange Durchhaltevermögen "bewundern". Sie erleben meine Kinder sehr oft mit und ihre sind wirklich harmlos gegen meine. Auch bekomme ich das von anderen zu hören.

Wie handhabt ihr das?
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unser Turbospatz  30.09.2006
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AnnHoly

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Antw:extrem Mama, wie damitumgehen?
« Antwort #1 am: 12. April 2012, 12:24:56 »
Hallo! :)

Wir haben von Anfang an darauf geachtet, dass wir beide (also abwechselnd, nicht immer zusammen) Schnecki ins Bett bringen, wickeln etc. Heute ist es so, dass Schneckis Papa sie in den Kindergarten bringt und auch am Wochenende unternehmen die beiden immer etwas zu zweit (bin ja noch etwas eingeschränkt). Wir haben zwar auch immer wieder mal Situationen, in denen es unbedingt Mama sein muss (beim Zähneputzen bspw.), aber umgekehrt muss es auch mal unbedingt Papa sein – und vor allem: er DARF es sein.

In Eurer Situation würde ich wohl schauen, dass nicht Du allein die Kinder ins Bett bringst, sondern Ihr gemeinsam. Du legst Dich – sofern bei Euch üblich – dazu und Papa liest noch eine Geschichte vor (bspw.) oder Ihr lest sie gemeinsam mit verteilten Rollen. Ebenso würde ich es beim Wickeln/Anziehen machen. Papa steht daneben, reicht etwas an, kaspert mit dem Kind herum o.ä. und übernimmt im Laufe der Zeit immer mehr der „erforderlichen Schritte“. Weiterhin würde ich schauen, ob die Kinder allein etwas mit Papa unternehmen können und wollen. Meine beiden Süßen (also mein Schnecki und ihr Papa) haben dadurch ein sehr schönes Verhältnis zueinander.

Vielleicht ist das ja ein Weg für Euch(?). :)


:) AnnHoly




zuz

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Antw:extrem Mama, wie damitumgehen?
« Antwort #2 am: 12. April 2012, 12:32:09 »
Ich denke, das ist eine Phase. Gerade von Jungs hört man das ja öfter.
Bei uns ist es auch so, dass die Kinder über Kreuz anhänglich sind. Die Große hatte halt nie so die Chance auf nur Papa, weil ich einfach die meiste Zeit betreue und er einfach nicht greifbar ist.
Ann Holys Vorschlag ist sicher nicht schlecht. Mit Gewalt würde ich es auch nicht versuchen, bringt ja irgendwie nix. Lohnt sich auch irgendwie nicht, wenn es dann so eskaliert, wie Du beschreibst. Irgendwann so mit 4-5 nabeln sie sich ja ein wenig ab, dann wird es sicher von allein besser.

Zelda

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Antw:extrem Mama, wie damitumgehen?
« Antwort #3 am: 12. April 2012, 12:32:48 »
Puh, heftig...  :(

In abgeschwächter Form kenne ich das von meiner Tochter auch. Da gab es auch mal hysterisch anmutende Anfälle, wenn Papa mal was machen sollte/ wollte/ musste. Aber nicht SO krass, wie du das hier schilderst.

Mein spontaner Gedanke dazu: Fahr doch einfach mal ein Wochenende weg. Dann geht es halt nicht anders, als das der Papa sich um alles kümmert und dann wird es auch gehen, da bin ich mir sicher!
Bei uns hat sich dieses Problem mit Milla erheblich gebessert, als ich wieder anfing zu arbeiten und in meinem Job sind eben auch mal Arbeitszeiten bis 23:00 normal... Da gab es dann einfach keine Mama und das war dann auch nie Thema.

Auch AnnHolys Gedanken finde ich schön, den Vater einfach als "zweite Kraft" mit einzubeziehen. Sicherlich der sanftere Weg.

Ich wünsche dir gute Nerven und vor allem viel Erfolg bei der Suche nach einer Lösung. Denn die Situation klingt so gar nicht gut für dich.

 :-*




-Die glücklichsten Tiere der Welt sind die Hasen. Denn wenn sie hüpfen, dann hüpfen auch ihre Herzen.
Vor Glück nämlich-

zuz

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Antw:extrem Mama, wie damitumgehen?
« Antwort #4 am: 12. April 2012, 12:37:50 »
@Zelda: Das mit dem Wegfahren kann aber auch nach hinten losgehen. Bei uns ist es so, dass selbst die Große, die ja eigentlich mehr auf Papa aus ist, dann plötzlich seeeehr anhänglich an MICH ist, wenn ich dann mal 2 Tage nicht greifbar war.
Was mir noch einfällt: Evtl. gibt es ja ein paar Dinge, die Dir vieeeel zu anstrengend sind, die nur der Papa machen kann (vielleicht hast Du ja einen spontanen Kraftverlust ;)). Und wenn er dann z.B. rumtoben will, hochgeworfen werden, Kissenschlacht, halt irgendwas, was er toll findet, dann kann das eben leider nur der Papa.

Sonina

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Antw:extrem Mama, wie damitumgehen?
« Antwort #5 am: 12. April 2012, 12:42:41 »
2 Tage wegfahren finde ich auch zu krass...  könnte wirklich nach hinten los gehen. Aber wie wäre es denn, wenn du zur Bettgehzeit einen schönen Spaziergang machst? Also eine halbe Stunde vor Bettzeit das Haus/die Wohnung verlassen.
Dann kann man mal ausprobieren, wie es ist, wenn Mama nicht da ist und wenns gar ned geht, bist du ja innerhalb von max ner halben Stunde wieder da.  ;)

Man muss sich schon wundern, warum wir an unseren Erwartungen festhalten.
Das Erwartete ist das, was uns in der Balance hält... aufrecht... ruhig.
Was wir erwarten, ist nur der Anfang.
Das, was wir nicht erwarten ist das, was unser Leben verändert.

pelα ღ

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Antw:extrem Mama, wie damitumgehen?
« Antwort #6 am: 12. April 2012, 14:43:06 »
Puh, dass ist wirklich eine schwierige Situation!  :-\
Ich kenne es so auch nicht, weil mein Mann von Anfang an alles bei den Kindern gemacht hat, was natürlich auch daran liegt, dass ich so Freiheitsliebend bin. Abends ausgehe und das dann um pünktlich 18 Uhr damit ich mit all dem NICHTS mehr am Hut habe ...  ;D

Die Kinder ziehen mich hier auch vor, wahrscheinlich weil ich sowieso den ganzen Tag hier bin, aber sie aktzeptieren ein "Nein" oder "Ich habe grad keine Zeit" ohne Probleme.

Ich war noch nie bei einer Erziehungsberatungsstelle und empfehle das gerne hier immer  ;D  s-:) also "ich" würde mit dem Problem dort mal hingehen, wenn Tipps die Du hoffentlich hier bekommst nicht fruchten.

Schon alleine aus dem Grund, weil die Situation MICH total nerven würde. Ich bin kein Typ der immer verfügbar und einsatzfähig sein möchte.  :)
Viele Grüße Pela


lotte81

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Antw:extrem Mama, wie damitumgehen?
« Antwort #7 am: 12. April 2012, 14:52:08 »
ich glaube am Abend ansetzen ist einfach ungünstig. Ich würde versuchen am Tag anzusetzen und da den Kleinen mit dem Papa losschicken...also so was wie: Jeden Samstag gehst du ab sofort mit dem Grossen Fahrradfahren und er darf mit Papa ins Schwimmbad (oder sonst was, was er ganz toll findet)...
Oder Papa geht mit beiden Jungs (ohne dich  ;)) Fussballspielen...
Also ganz bewusst Zeit einplanen ....
und dann irgendwann langsam auf den Abend übergehen, wenn es euch richtig erscheint.
Und ja, da würde ich dann anfangs auch das Haus verlassen: "Mama muss noch schnell was einkaufen, ich bin dann wieder da, wenn ihr gelesen habt und du im Bett liegst und dann gebe ich dir einen Kuss und singe dir was vor"...und das dann immer weiter ausdehnen....
Ich persönlich bin ja immer eher für den längeren Weg und dafür ohne Tränen...bisher hat es HIER immer gut geklappt...


zuz

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Antw:extrem Mama, wie damitumgehen?
« Antwort #8 am: 12. April 2012, 21:05:09 »
Ich persönlich bin ja immer eher für den längeren Weg und dafür ohne Tränen...bisher hat es HIER immer gut geklappt...
s-daumenhoch s-daumenhoch s-daumenhoch

Tigger2212

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Antw:extrem Mama, wie damitumgehen?
« Antwort #9 am: 12. April 2012, 21:39:01 »
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« Letzte Änderung: 11. September 2015, 11:44:07 von Tigger2212 »

 

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