Autor Thema: Eingewöhnung bei der Tagesmutter  (Gelesen 4881 mal)

mamnah

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Eingewöhnung bei der Tagesmutter
« am: 01. September 2013, 16:42:25 »
Hallo- ich hoffe ihr habt Tipps für uns :)

Unser kleiner Sohn (im Nov. 2 Jahre) geht seit drei Wochen zur Tagesmutter. Die Frau betreut im Moment vier Kinder und war uns von Anfang an sehr sympatisch. Geplant ist, dass er 3 Tage in der Woche bis 2 Uhr von ihr betreut wird. Zur Eingewöhnung sind 5 Tage die Woche geplant- ungefähr 5 Wochen lang soll das so laufen.

Die ersten 1,5 Wochen liefen super. Nach 3 Tagen habe ich ihn für kurze Zeit dort allein gelassen und wir haben das ganze gesteigert und er schien das super mit zu machen. Seit dem letzten Tag in der zweiten Woche fängt er beim Abschied an zu weinen. Inzwischen fängt er schon morgens beim Verlassen des Hauses an zu weinen. Laut der TaMu hört er nach wenigen Minuten auf zu weinen und dann ist alles wieder gut. Bis hier finde ich alles für mich und ihn aushaltbar und im Rahmen. Das ein Trennungsschmerz dazu gehört verstehe ich. Die letzten 2 Tage hat er nun auch beim abholen angefangen sehr zu weinen. Ab Dienstag soll er bei ihr Schlafen- "weil das für die Eingewöhnung so besser ist".
Desweiteren fängt er nun schon an zu weinen, wenn ich nur davon spreche, dass er morgen wieder bei der TaMu spielen darf/soll.

Das ist der Moment in dem ich anfange zu zweifeln, ob dass alles so richtig ist :( Wie war das bei euch? Wie seid ihr damit umgegangen? Das Weinen bei vielen bei der Eingewöhnung dazu gehört, weiß ich- aber dennoch: muss das so sein?! Ich hatte das Gefühl, dass sie relativ zügig eingewöhnt hat und auch "willkürlich".
Was ist, wenn wir uns für die falsche (?!) Tagesmutter entschieden haben und er mit ihr nicht so klar kommt wie wir es erwartet haben?

Dazu kommt noch, dass ich ihn nicht zwingend betreuen lassen müsste. Ja- ich will wieder studieren, aber ich will nicht, dass meine Kinder darunter leiden! ABER ich frage mich auch, ob ich dann das Problem nur nach hinten herausschiebe, denn im nächstes Jahr soll er in den Kindergarten kommen...

Habt ihr Ideen? Oder mögt ihr erzählen wie die Eingewöhnung bei euch ablief?



hupsili03

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Antw:Eingewöhnung bei der Tagesmutter
« Antwort #1 am: 01. September 2013, 20:57:02 »
Ach Mensch der arme kleine Mann... :'(
Meine Zuckerpuppe ist 14 Monate alt... ich habe sie ab Mai diesen Jahres zur Tamu zum eingewöhnen gebracht da ich ab Juli wieder angefangen habe zu arbeiten..... Ich hatte schon so frühzeitig angefangen weil ich uns beide nicht unter Zeitdruck setzen wollte.....
Sie ist 3 Tage die Woche bei Ihr..... Wir haben das auch so in der Eingewöhnung gemacht...
Die erste Zeit war ich mit da und das lief nur 1-1,5 Stunden.... Emmi guckte auch immer so nach dem Schema...bist du noch da...und spielte dann auch wieder allein oder mit den Kindern weiter....in der Zweiten Woche bin ich dann auch schon mal kurz zum Bäcker um die Ecke.... aber nicht mal eben abgehaun sondern richtig mit Tschüss Emmi Mama geht mal kurz zum Bäcker komme aber gleich wieder dann waren es nacher ne Stunde dann 2..... Denn Rest der Eingewöhnung war sie halt die drei Tage von um 10.00 - 13.00..... ohne Probleme..... jetzt ist es morgens so das sie wenn ich sie zur Tamu bringe und sie nur das Haus sieht quitschend im Auto sitzt und sich freut.... wenn sie sie sieht reisst sie die Arme auf.... Herzschmerz...aber sie grienst mich wenigstens an und winkt mir zum Abschied :'(.... und nachmittags wenn mein Mann oder ich sie abholen ist das nen Schauspiel.... sie grinst und freut sich wenn sie uns sieht...kommt angekrabbelt wie ne wilde kurz auf den Arm..... drücken und wieder weg......  ;)
Sie fühlt sich halt pudelwohl dort....was mir super wichtig ist....... auch das ich entspannt den Tag auf der Arbeit sein kann.... ich bin Op SCHWESTER nicht auszudenken was man da alles so veranstalten könnte wenn man die ganze Zeit mit den Gedanken bei dem sich nicht wohlfühlenden Kind ist.... :-X
Meine Freundin ihr kleiner ist jetzt 12 Monate alt und geht auch zur Tamu..... der weint auch morgens wenn sie ihn dalässt.....
angeblich beruhigt er sich auch gleich wieder nach nen paar Minuten......
was meinst du eigentlich er soll bei ihr schlafen...mittags...?
es ist echt ne verzwickte Situation ..... liegt es vielleicht an dem Geschlecht......
Meine Tamu hat mir von nem ähnlichen Fall bei Ihren Tageskindern erzählt.....
Sie hat der Mutter geraten die Betreuung anderweitig zu regeln...er geht jetzt zu seiner Oma.... kommt aber noch regelmässig zu Ihr aber nur in Begleitung der Mutter...und das ginge jetzt wohl sie wollen nächstes Jahr nochmal nen Versuch starten.....
Meine Tamu meinte sie konnte sich das nicht länger mit angucken...er hat nur geweint...die anderen Kinder haben schon mitgeweint und waren alle durch den Wind..... Meine Tamu hat selbst 8 eigene Kinder plus 5 Tageskinder... die Hat nenn Gemüt...das könnt ihr euch nicht vorstellen..... sie wohnt 30 Kilometer von uns weg..... aber ich bin froh das wir sie haben und sind bereit jeden Kilometer in Kauf zunehmen nur das wir wissen das unsere Tochter bei Ihr in guten Händen ist.......
Warum muss er 5 Tage die Woche dort zur Eingewöhnung wenn er nur 3 hingehen soll....?
vielleicht wär es besser wenn ihr zwischendrin nen Ruhetag habt wie dann ja auch später geplant.... Emmi z.b. geniesst es sehr wenn wir beide frei haben.... dann ist nur kuscheln und rumalbern angesagt.....ich geniess es auch dann freut sie sich auch mal über meine Anwesenheit und ich hab keine Konkurrenz... ;) :D
Vielleicht verlangt die Tamu auch zuviel von dem kleinen Kerl...Jungs sind schliesslich meist auch sensibler als Mädels.....
Ich kann auf jedenfall gut verstehen das du dir Gedanken machst.....



Nimm ein Kind an die Hand und lass dich von ihm führen. Betrachte die Steine, die es aufhebt und höre zu, was es dir erzählt. Zur Belohnung zeigt es dir eine Welt, die du längst vergessen hast.


mamnah

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Antw:Eingewöhnung bei der Tagesmutter
« Antwort #2 am: 02. September 2013, 08:43:10 »
Danke für deine Antwort. :)

So wie du die Eingewöhnung von deiner Tochter beschreibst, so ähnlich lief es bei unserem großen, als er für ein halbes Jahr bei einer Tagesmutter untergebracht war. Die Frau war allerdings eine Bekannte und hatte nur unseren Sohn.
Bei Malte verlief die Eingewöhnung die ersten drei Tage auch so und danach wurde die Stundenzahl sehr schnell erhöht (owohl wir wirklich gar keinen Zeitdruck hatten)

Genau Malte soll später bis um 14 Uhr bleiben und das beinhaltet die Mittagsschlafszeit :/

Laut der TaMu läuft es ja nach wenigen Minuten gut und es ist alles "okay". Aber dennoch weint er ja bitterlich, wenn ihm klar wird, dass wir gleich zu ihr hingehen und er da bleiben soll.

Ganz verstehen tue ich auch nicht, warum wir ihn jetzt 5 Tage eingewöhnen, denn auf Dauer soll er ja nur 3 Tage hin. Ehrlich gesagt habe ich bisher darauf vertraut, dass sie weiß was sie da tut. Aber gerade weil er völlig groggy ist, wenn ich ihn abhole, ist deine Idee vielleicht doch die sinnvollere. Ich denke, dass werde ich mal mit ihr besprechen ;)

Auch wenn es eigentlich nicht das war was ich hören wollte S:D, so freue ich mich für euch, dass es so gut läuft !!



Nicole!

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Antw:Eingewöhnung bei der Tagesmutter
« Antwort #3 am: 21. September 2013, 23:14:09 »
Hej, wie läufts mittlerweile?
Wir haben unseren Kleinen (jetzt 18 Monate) im April bei der TaMu eingewöhnt für 5 Tage die Woche je 4 Std. NAch 4 Wochen haben wir es wieder abgebrochen...
In der 1. Wo war alles gut, dann haben wir ihn beim Frühstück (die Situation bot sich bei uns einfach an) verabschiedet und waren eine halbe Stund später wieder da. Ging 2 Tage gut, danach nicht mehr. Es war so schlimm, dass er dort nicht mehr in die Küche wollte und auch in unserem (Mein Mann und ich teilten die Eingewöhnung) Beisein nur geweint hat.
Die Zweifel wurden größer, ob wir die richtige TaMu gewählt hatten (sie macht das seit fast 20 Jahren und alle schwärmen von ihr).
Ab Mai war ich dann 1x in der Wo für 2 Std da (mit Frühstück) um den Kontakt zu halten und im August (nach ihrem und unserem Urlaub) sind wir noch einmal von vorn angefangen.
Und siehe da! Am dritten Tag bin ich für zwei Std weg, am Ende der 1. Wo blieb er alle 4 Std, heute geht er hin, als sei nie irgenetwas vorgefallen!

Wenn ihr es euch leisten/einrichten könnt, dann habt Geduld!
Wir haben im Nachhinein festgestellt, dass auf unseren Kleinen einfach zu viele Dinge auf einmal passiert sind:
Mit 9 Monaten hab ich wieder angefangen 2 volle Tage zu arbeiten (1.Abnabelung), mit 11 Monaten hab ich nachts abgestillt (2. Abnabelung), mit 11 Monaten sollte er zur TaMu...
Das war einfach zu viel! Dazu kam, dass er noch nicht laufen konnte und somit seine Nähe/Distanz zu mir nicht in seiner Hand lag...

Kopf hoch, es wird schon klappen, aber setzt euch nicht unter Druck und überleg mal, was in eurem Fall "störende" Faktoren sein könnten.

Viel Erfolg!
kleiner Adler 05/2010
kleiner Rabe 03/2012

Melalala

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Antw:Eingewöhnung bei der Tagesmutter
« Antwort #4 am: 22. September 2013, 13:21:17 »
Huhu,


ich wollte nur kurz zur Erklärung was einwerfen. :)
In der Eingewöhnung ist es tatsächlich sinnvoll, 5 Tage die Woche durchzuziehen.
Das macht es für das Kind leichter. Ein Tag Pause ist für ein Kleinkind da teilweise schon kontraproduktiv. Man merkt es nach dem WE schon meist. Nicht immer natürlich, aber oft sind die Kleinen dann erstmal wieder etwas verunsichert.
Auch sollte die Eingewöhnung immer die gleiche Bezugsperson machen. :)

Dass das Weinen aufhört sobald die Tür zu ist, kann man den Tagesmüttern wohl glauben. Das ist tatsächlich meistens so. Natürlich nur, wenn das Kind schon eine Bindung zur Tagesmutter aufgebaut hat.



priyatoxin83

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Antw:Eingewöhnung bei der Tagesmutter
« Antwort #5 am: 22. September 2013, 14:59:12 »
Ich weiß gar nicht, wie es bei uns war.
Ich glaube, wir hatten uns eine Woche lang getroffen und ich bin nach dem dritten Tag immer eine Stunde weniger dageblieben. Erst musste ich immer den Raum verlassen (z.B. auf WC gehen) und dann nach 3 Tagen habe ich für 1/2 Std. das Haus verlassen, am nächsten Tag 1 Std. und dann je Tag immer 1 std. mehr. Nach einer Woche blieb er dann 4 Std.
Ich kann mich aber auch noch gut erinnern, dass die Tagesmutter immer Wert darauf legte, dass der "Abschied" kurz und schmerzlos passierte und man nicht mehr zurückkommen solle, auch wenn das Kind weine. das war für mich schon sehr hart.
Aber dadurch hatte ich dann später keine Probleme im Kindergarten und Junior hat sich bei der Tagesmutter echt wohl gefühlt :-)

 

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