Autor Thema: Strohwitwendasein...  (Gelesen 5927 mal)

Pünktchen

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Strohwitwendasein...
« am: 20. August 2013, 14:28:05 »
Seit drei Monaten geht mein Mann nun unter der Woche auf Montage und kommt erst Donnerstagabend wieder nach Hause. Das wird auch immer so sein, da seine Firma ganzjahresprojekte in ganz Deutschland hat.

Nun hatte ich erst Bedenken wie ich das schaffen soll alleine mit zwei kleinen Kindern zu sein und noch zu arbeiten. Verwandtschaft in der Nähe gibt es ja auch nicht. Doch nach kurzer Zeit muss ich feststellen: Ich liebe es!!! Es ist hier alles so entspannt und wenn mein Mann Zuhause ist unternehmen wir viel mehr, da er drei volle Tage frei hat und so genug Zeit zum Erholen hat.

Jetzt wollt ich mal bei euch anderen Strohwitwen nachfragen: Wie sieht es bei euch aus? Wie unterscheidet sich euer Alltag mit und ohne Papa? Findet ihr es gut, oder hättet ihr es gerne anders?

Und an die nicht Strohwitwen: wie wäre es für euch, wenn euer Mann unter der Woche nicht Zuhause wäre?

Sweety

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #1 am: 20. August 2013, 14:36:56 »
Ich fänd es gut, wenn wir Regelmäßigkeit hätten, egal wie die aussieht.

Okay, alle zwei Wochen ist mein Mann zwei Tage nicht da. Das kann ich planen.
Aber dann muss er mal für vier Wochen hierhin, mal für eine dorthin, dann ist er wieder komplett daheim bis auf diese zwei Tage alle zwei Wochen. Die aber auch nur noch ein paar Monate, dann ist das Projekt abgeschlossen. Dann gibt es wieder Phasen, wo er jede zweite Woche 3-4 Tage weg ist, dann wieder jede Woche 2 Tage... *börks*
Und ist er daheim, dann kommt er gegen 19 Uhr von der Arbeit. Meistens. Meistens, wenn er es schafft. Also manchmal. Und überhaupt heißt 19 Uhr ja bei uns irgendwann zwischen halb sieben und acht Uhr abends.
Und manchmal - okay, das ist aber echt selten, aber es kommt schon mal vor - ruft er um kurz nach sieben aus an... von der Autobahn, weil er 'ne Stunde vorher einen Anruf gekriegt hat, dass er jetzt SOFORT nach Süddeutschland muss (von uns aus ca. 500km) und dort was richten, aber morgen muss er vormittags wieder im Büro sein, weil es dringend nötig ist, dass... s-:) s-:)

Boah, das nervt!

Mit einem geregelten Strohwitwendasein kann ich dagegen gut leben. Wenn er weg ist, sind wir in Kontakt, wir telefonieren täglich und wenn ich nachts aufstehen muss dazu wegen Zeitverschiebung. Also ich find's nicht so problematisch, mich nervt nur diese schwere Planbarkeit bei uns.


starlet

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #2 am: 20. August 2013, 14:38:13 »
Ich liebe es wenn mein freund nachtschicht hat... filme gucken und eis essen ;D

Tini

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #3 am: 20. August 2013, 14:41:05 »
Ich kann da eigentlich nicht richtig mitreden, weil ich mit dem Papa meiner Tochter nie so richtig zusammengelebt habe. Wir haben lediglich ein paar Wochen gemeinsam in einer Wohnung gelebt, obwohl man das nicht "zusammenleben" nennen konnte, weil er eh ständig gemacht hat, was er wollte. Von daher war es leichter, als er nicht mehr bei uns lebte. Andererseits hätte ich mir damals mehr Gemeinsamkeit gewünscht, dass wir den Alltag gemeinsam bewältigen etc.

Im Moment fühle ich mich auch ein bisschen wie eine Strohwitwe, da mein Freund und ich uns aufgrund seiner Arbeitszeiten und zwei verschiedenen Wohnungen mehr oder weniger nur am Wochenende sehen. Wir finden das beide ziemlich doof und suchen deshalb derzeit nach einer gemeinsamen Wohnung. Ich freue mich auf den gemeinsamen Alltag, einfach darauf, dass wir uns abends mal austauschen können, regelmäßig gemeinsam einschlafen und aufwachen, solche Dinge halt. Nächstes Jahr im Sommer geht er für ein halbes Jahr zum Praktikum weiter weg, da werden wir zeitlich befristet auch wieder eine Fernbeziehung führen, aber daran denke ich jetzt noch nicht und zum Glück ist das nur ein halbes Jahr.
  
 
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Italophilia

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #4 am: 20. August 2013, 14:42:00 »
Ich finde das für die Frau und den Mann super! Man freut sich um so mehr aufeinander, verbringt mehr Qualitäts-Zeit miteinander und jeder kann in der Zeit, in der man getrennt ist, seinen Kram so machen, wie er meint. Viele Reibungspunkte fallen schlicht weg. Man hat sich unendlich viel zu erzählen, weil man ja nicht alles mehr gemeinsam erlebt.

Allerdings weiß ich noch, dass ich als sehr vater-fixiertes Kind ziemlich darunter gelitten habe, als mein Vater eine Zeitlang (ca. 2 Jahre) nur am Wochenende nach Hause kam. Ich habe noch einige Abschiedsszenen im Kopf, die mir heute noch das Wasser in die Augen treiben, wenn ich daran denke. Aber Schaden, denke ich, habe ich keinen genommen.

Pünktchen

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #5 am: 20. August 2013, 14:44:36 »
Ich liebe es wenn mein freund nachtschicht hat... filme gucken und eis essen ;D

 ;D

Ich genieße es, dass der Fernseher aus ist! Aber auch so kleine Freiheiten wie nachts lange im Bett zu lesen ohne schlechtes Gewissen oder mit den Kindern bis acht im Freibad zu bleiben, ohne dass jemand Zuhause "verhungert".  ;)

Beltuna

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #6 am: 20. August 2013, 14:46:12 »
Sweety, das klingt ja nach einem ganz schönen Chaos. :-\ Das ist ja für alle Beteiligten total schwierig oder? Könnte mir das gar nicht vorstellen, Hut ab!

Mein Mann ist Montag bis Donnerstag nicht da. Diese Tage sind meist die entspanntesten  s-:) Ich kann planen, die Kids haben ihren Rhythmus und ihre Rituale und wenn Do abend  mein mann nach Hause kommt läuft hier bis Sonntag alles aus dem Ruder. Das geht schon morgens los, dass er ganz anders frühstückt als wir. Länger! Und wenn er nach ner Stunde vom Tisch aufsteht (die Kinder und ich sind ind er Zwischenzeit fertig, waren im Bad, die Betten sind gemacht und und und) geht er nochmal für ne halbe Stunde ins Bad. und ich muss mit dem putzen warten. Die Kids sind aufgedrehter, gehen später ins Bett, stehen aber zur selben Zeit wie immer auf. Wir essen nicht pünktlich, ...Lauter KLeinigkeiten die sich bis Sonntag häufen. Also nicht falsch verstehn  ;D, wir sind natürlich alle froh wenn er da ist, aber im werktaglichen Ablauf ist er einfach hin und wieder ein kleiner Störfaktor  ;D Von daher sind mir die Strohwitwentage eigentlich ganz lieb  ;)

Sweety

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #7 am: 20. August 2013, 14:51:39 »
LunasMama danke. Für uns ist das eben normal.

Aber ich sehe nach dem Lesen deines Beitrages einen Vorteil bei uns: Da hier eh alles so schwierig zu planen ist und wir für nix gescheit eine Gewöhnung reinkriegen, kann auch nichts durcheinanderkommen, wenn mein Mann da ist oder weg ist oder wie auch immer ;D

Landei

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #8 am: 20. August 2013, 16:34:59 »
So was ähnliches hatte ich letztes Jahr auch, als mein Mann noch bei der Zeitbude war.
Mal kam er abends um 18 Uhr nach Hause und mal 20 Uhr. Bei einer Baustelle mußte er morgens um 5 los und kam abends um 22 Uhr nach Hause. Während diese Zeit haben wir uns unter der Woche gar nicht gesehen, morgens habe ich noch geschlafen und abends war ich dann schon am schlafen. Dafür hatte er dann so ca. jeden 2. Freitag frei und wir somit ein langes WE als Familie.

Nun ist er schon recht lange zu Hause, bzw. derzeit macht er einen Auffrischkurs von seinee Umschulung, im September ist dann nochmal Prüfung.  Ich muß ehrlich zugeben, es nervt mittlerweile so ziemlich. Obwohl er jetzt mehr zu Hause ist, kommt er zu kaum noch was.






Ich bin nur für das verantwortlich, was ich sage (schreibe) und tue, nicht für das, was Ihr versteht (lest) und daraus macht!!!

~Netti~

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #9 am: 20. August 2013, 16:38:29 »
ich hatte das auch immer so, kenne das gar nicht anders. entweder war mein mann komplett auf montage und kam nur sa/so nach hause oder er hatte solche arbeitszeiten, dass er halb 6 ging und vor 21 uhr nicht wieder da war.
mir macht das eigentlich wenig aus.

Hrefna

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #10 am: 20. August 2013, 20:26:28 »
 :D
« Letzte Änderung: 18. September 2013, 00:57:22 von Hrefna »

jen58

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #11 am: 20. August 2013, 20:48:00 »
Mein Mann arbeitet Früh und Spätschicht und ich hasse die Spätschichtwoche.

Ich vermisse ihn dann so sehr und kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie es wäre, wenn er unter der Woche nie da wäre :-[ :-[
Ich liebe unser Leben und bin so glücklich :-)




Sweety

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« Antwort #12 am: 20. August 2013, 20:49:50 »
Naja, wenn ich es gewöhnt wäre, dass mein Mann immer zur gleichen Zeit daheim ist, wäre ich von Montage wohl auch angepisst.
So wie es jetzt ist, kenn ich es aber nicht anders bzw. hat sich das schleichend so entwickelt. Er ist ja überwiegend hier. Aber manchmal. Heute zum Beispiel ist so ein Tag. Eigentlich wäre er heut in Süddeutschland turnusmäßig. Aber das fiel aus bzw. wird auf eine TeKo beschränkt, die morgen stattfindet und die er vom Büro aus abwettert.
Aber dafür muss er heute spontan länger bleiben.
Wir schielen mal auf die Uhr - gefahren ist er um Viertel vor acht, jetzt ist es Viertel vor neun abends und er ist immer noch im Büro.
Wie lange? Kann er nicht sagen. Vielleicht ist er in 'ner Stunde "schon" hier, vielleicht auch nicht.
Und sowas gibt's hier wirklich sehr häufig.
Normal ist er um 19 Uhr plusminus (meist eher plus als minus ;D ) zuhause, aber manchmal weiß er um 17:30 noch nicht, wann er Feierabend machen kann. Ob nun in einer halben Stunde oder erst in fünf Stunden - alles noch drin. Und das nervt schon ganz schön. Ich kann nicht sagen, wie oft ich Termine (von privaten Verabredungen reden wir mal gar nicht) wirklich kurz vor knapp absagen musste, weil er nicht von der Arbeit wegkam. Und wir haben hier auch keinerlei Familie, auf die wir ausweichen können.

Mir wäre zuverlässige Planbarkeit einfach lieber, auch wenn die so aussähe, dass er vier oder fünf Tage die Woche weg ist.

Am liebsten hätte ich ihn aber jeden Tag um halb sechs in der Türfüllung stehen. Das wäre echt schön :)

jen58

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #13 am: 20. August 2013, 20:51:58 »
Klar, dass mit der Planbarkeit verstehe ich voll und ganz.

Aber ich persönlich finde es immer komisch, wenn Frauen es "schön" finden, dass der Mann nicht da ist
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Sweety

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #14 am: 20. August 2013, 20:55:24 »
Ich find's ja auch nicht schön. Okay, also ab und an, mal für einen Abend... doch, das ist schon schön. Steht ihm ja auch zu, es mal nett ohne Frau und Kinder zu finden.
Aber als Dauerzustand fänd ich's nicht so toll.
Aber aushaltbar. Und man kann sich ja nicht dauernd darin ergehen, wie schrecklich alles ist. Man richtet sich dann darin ein und gewinnt dem auch was ab. Ist doch gut :)

Tini

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #15 am: 20. August 2013, 21:04:40 »
Aber ich persönlich finde es immer komisch, wenn Frauen es "schön" finden, dass der Mann nicht da ist

Das kann ich auch nicht so richtig verstehen, aber ich bin auch noch in der Frisch-Verliebtenphase, wir sind ja erst wieder knapp 1 Jahr zusammen  ;).

ich finde es ganz normal, dass man ab und zu auch mal froh ist, seinen Mann nicht zu sehen,  umgekehrt genauso. Aber manchmal klingt das in der Tat so, als wär man eigentlich ganz froh, wenn der Mann weg ist bzw. wenn er nach dem Urlaub endlich wieder arbeiten geht. Ich wünschte manchmal, mein Freund würde überhaupt mal mehr als 1-2 Tage am Stück Urlaub machen können.

Wenn wir eine Wohnung gefunden haben, wird es hoffentlich besser, aber ein bisschen ist es bei uns so wie bei Sweety. Mein Freund arbeitet viel, zwar können wir besser planen, aber es kann auch sein - bzw. ist das auch schon vorgekommen - dass wir Freitags übers Wochenende weg wollen, mein Freund plant, früher Feierabend zu machen und dann kommt irgendwas dazwischen und es wird doch 18.00 - 19.00. Ist nicht so häufig, aber es kann eben passieren. Das nervt mich dann schon. Oder der Bereitschaftsdienst ca. alle 2 Wochen Samstag vormittag. Macht das Wochenende dann auch leider zu kurz. Da muss ich mich auch sehr umgewöhnen, weil ich gerne länger im voraus plane und er durch seinen Job schon sehr spontan agieren muss.
  
 
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jen58

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #16 am: 20. August 2013, 21:21:29 »
Tini: Wir sind seit 6 1/2 Jahren zusammen und trotzdem empfinde ich so
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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #17 am: 20. August 2013, 21:46:11 »
Ich ziehe wirklich den Hut vor allen Strohwitwen,ich könnte das nicht.Klar,man gewöhnt sich an jede Situation und meistert diese auch,aber wenn mein Mann jeden Abend Punkt 17uhr die Tür aufschließt,mach ich echt 3 x  :P

Ich finde,es ist auch ein Unterschied,ob man den Partner mit solch Arbeitsbedingungen kennen und lieben gelernt hat,oder ob man von einem geregelten Ablauf plötzlich alles alleine wuppen muß.

Ich würde mich sehr schwer tun,wenn mein Mann plötzlich unter der Woche nie da wäre :-\




Wenn ich ein Vogel wäre,wüßte ich sofort,wem ich auf den Kopf kacken würde!!

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Sweety

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #18 am: 20. August 2013, 21:54:10 »
Jen58, ich freue mich immer zu sehen, dass es auch anderen so geht. Wir telefonieren täglich mindestens einmal, auch in Phasen, wo er wochen- oder sogar monatelang jeden Abend brav heimkommt. Wir vermissen uns, wenn er weg ist. Nach 9 Jahren find ich das schön :D

Pe, man wächst da so rein. Das kam ja nicht von heut auf morgen so. Aber als wir uns kennenlernten, war er quasi als Rechenknecht über Zeitarbeit angestellt. Da muss man natürlich weder Dienstreisen noch Überstunden machen.
Das kam dann alles mit verbesserter Stellung und verbessertem Gehalt so peu á peu. Hier mal 'ne Überstunde, dort mal 'ne Reise, alles kein Problem, kann man ja mal machen und plötzlich... standen wir da, wo wir nun stehen ;D

Wir leben damit. Ab und an zeter ich mal ein bisschen rum, wenn es gar zu unwägbar wird, aber prinzipiell haben wir uns darin eingerichtet.
Mein Mann sagt aber ganz klar, dass er die Karriereleiter nur bis zu einer bestimmten Sprosse hochklettern möchte. Viel Geld hin oder her, wir kommen jetzt gut aus (wenn ich wieder arbeite nächstes Jahr *klopf auf Holz* dann natürlich erst recht), es mangelt uns an nichts und so schön noch mehr Geld auch ist - der Preis wäre uns beiden zu hoch.
Also bleibt es wohl dabei, wie es jetzt ist. Nuja, auch okay.

Pünktchen

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« Antwort #19 am: 20. August 2013, 22:17:42 »
Ich denke, dass es auf den Beruf ankommt. Hätte ich einen Mann, der um 17 Uhr aus dem Büro heimkommt wäre das nochmal eine andere Sache. Konkretes Beispiel aus unserem Leben.

Mein Mann musste früh um halb fünf aufstehen, da sie um sechs Uhr auf der Baustelle sein mussten und vorher natürlich noch die LKW beladen mussten. Dann hat er in meist brütender Hitze geackert. Arbeiten im Baugewerbe sind Knochenjobs. Fertig waren sie dann um ca achtzehn Uhr. Bis sie in der Firma waren oft schon 19 Uhr. Dann noch LKW abladen und nach hause kommen. Dort natürlich erstmal unter die Dusche. Spätestens um neun ist er dann entweder auf der Couch eingeschlafen, oder schon ins Bett gegangen.

In der Stunde, wo er zuhause war und die Kinder wach waren hat er sich zwar Mühe gegeben, aber man hat gesehen, dass er einfach nur fertig war. Also war ich prinzipiell alleine mit den Kindern. Allerdings musste ich mich für ihn einschränken. Oft hat er auch Samstag gearbeitet, sodass der Sonntag dann meistens ein kompletter Couchtag für ihn war.

Alles auch total verständlich, aber eigentlich kaum Zeit für die Familie.


Jetzt ist er von Montag bis Donnerstag fort. Am Donnerstag kommt er meist um drei oder vier nach Hause. Bis ich von der Arbeit und Enya nach Hause kommt, ist er schon geduscht und hat ne Kleinigkeit gegessen. Er ist einfach entspannt. Ab Donnerstag abend sind nun drei volle Tage Zeit für die Familie. Und das ist wirklich toll!

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« Antwort #20 am: 20. August 2013, 22:30:12 »
Ich denke, dass es auf den Beruf ankommt. Hätte ich einen Mann, der um 17 Uhr aus dem Büro heimkommt wäre das nochmal eine andere Sache.

Und eine Typsache dazu.
Mein Mann kommt aus keinem Büro,er ist Schreiner in einer großen Firma die Brandschutzelemente herstellen(Brandschutztüren).Ein wirklich harter und schwerer Job.
Dennoch sagt er immer wieder,das er morgens top fit ist wenn er 6uhr aus dem Haus geht,trotz 6 std Schlaf die er nur braucht.Und wenn er abends heim kommt,dann ist er voll für die Familie da.Ich bewundere das wirklich sehr.




Wenn ich ein Vogel wäre,wüßte ich sofort,wem ich auf den Kopf kacken würde!!

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peter

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #21 am: 20. August 2013, 22:31:25 »
@tini
wohn du erstmal mit ihm zusammen.... ;)

ICH finde es toll,ich bin gern strohwitwe und wir sagen beide öfters das wir anderst wohl nicht mehr zusammen wären  s-:)
ich war eben lange allein für mich und meine beiden mädchen verantwortlich
bin es nicht gewohnt gewesen absprachen zu treffen und die mädchen taten(tun) sich eben auch schwer sich von jemanden was sagen zu lassen etc
daher ist es immer entspannt wenn hier nicht alle auf einem haufen hocken

doof ist aber wenn er wie gerade mehrere wochen am stück weit weg ist,das ist auch für anna schwer...sie konnte ihm noch nichtmal ihr erstes zeugniss live zeigen  :-[

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #22 am: 20. August 2013, 23:09:08 »
Hallo,
ich kenne beides und finde beides auch in Ordnung. Mein Mann war berufsbedingt oft bis 6 Wochen weg, ich arbeitete und arbeite Vollzeit. Die Zeit geht schnell um. Aber wenn er daheim ist dann ändere ich meinen Turn auch nicht. Er kann kochen und verhungert nicht, wenn ich nicht da bin und er trifft sich natürlich auch mit seinen Freunden.
Man muss sich entscheiden, meistens will man finanziell keine Abstriche machen. Alles geht nicht.

Mondlaus

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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #23 am: 20. August 2013, 23:26:13 »
Ich war ja lange diejenige, die immer weg war, von Montag bis Donnerstag oder auch Freitag auf Projekt irgendwo in einer anderen Stadt oder im Ausland. Ich fand das toll für die Beziehung. Man konnte sich aufeinander freuen und man ging sich dann in der Zeit zu Hause nie auf die Nerven :D Für mehrere Wochen am STück weg, das hätt ich schlimm gefunden.
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Antw:Strohwitwendasein...
« Antwort #24 am: 21. August 2013, 01:26:20 »
Mittlerweile habe ich mich damit arrangiert und kann (meistens) ganz gut damit umgehen, aber die Kinder tun sich manchmal wirklich schwer damit und vermissen ihren Papa, wenn er nicht da ist.  :(

 

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