Autor Thema: Sozialverhalten Erwachsene  (Gelesen 7906 mal)

liadan

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Sozialverhalten Erwachsene
« am: 20. Januar 2012, 17:17:47 »
Hallo s-winken,

wollte Euch mal fragen was Ihr unter Sozialverhalten versteht im privaten und im Berufsleben.

Interessiert mich einfach weil wir derzeit mit ein paar Leuten im Berufsleben darüber diskutieren was Sozialverhalten ist was einfach nur asoziales Verhalten ist.

Natürlich gibt es dafür einen Auslöser das diese Frage aufgekommen ist.

Nehmen wir den Fall 30 Leute gehören zu einer Abteilung und 25 davon werden zu einer Party eingeladen und 5 nicht.

Stört das den Abteilungsfrieden oder ist das normal? Dürfen sich die anderen ausgeschlossen fühlen wenn sie nachfragen warum das so ist und abgekanzelt werden oder angeschnauzt werden mit den Worten "Das geht Dich nichts an."

1. Jedem ist es frei gestellt einzuladen wen er möchte, sehe ich ganz klar so!

2. Gilt das noch als privat wenn es über Firmenrundmail geschrieben wird und nur
Leute aus der entsprechenden Abteilung eingeladen sind. Es sind nur Kollegen und Kolleginnen zu dieser Party eingeladen, keine Firmenfremden.

3. Höflichkeitseinladungen, macht man das?

4. Ist es verständlich das die ausgeschlossenen sich ausgegrenzt fühlen?
Oder reagieren diese über?

5. Trägt das zu einem gutem Arbeitsklima bei wenn man privates mit beruflichen vermischt?

6. Wie handhabt Ihr das?

7. Würdet Ihr Leute wissentlich ausschließen? Und das dann auch noch so machen das diese Leute das zwangsläufig mitbekommen?

8. Was würdet Ihr denken wenn Ihr zu den ausgeschlossenen gehört?

9. Fällt sowas unter Sozialverhalten?

Meine Meinung, ist zwar doof aber so ist das Leben nunmal und ich persönlich würde niemanden aus höflichkeit einladen und möchte auch keine Höflichkeitseinladungen erhalten die gar nicht ernst gemeint sind.

Darf man solche Sachen ansprechen wenn man weiß es gibt Kollegen die sich ausgeschlossen und damit schlecht fühlen? Oder sollte man sowas einfach ignorieren und sich immer nur seinen Teil denken?

Sollte man als Erwachsener nicht in der Lage sein solche Dinge vernünftig zu bequatschen?

Wie ist das bei Euch? Bei mir ist Arbeit Arbeit und privat privat.

Freue mich auf eine gute Diskussion!

Vielen Dank  s-winken
 

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Antw:Sozialverhalten Erwachsene
« Antwort #1 am: 20. Januar 2012, 17:53:23 »
An sich ist es schon so, dass man einladen kann, wen man will. Wenn man aber jetzt von einer Abteilung bis auf wenige Ausnahmen alle einlädt (auch nochmal abhängig vom Anlass und Ort der Feier!), sollte man das wenigstens so machen, dass die anderen das nicht mitbekommen... Über eine allgemeine mail alle einzuladen und dabei ein paar auszuschließen finde ich daneben. Und wenn jemand nachfragt, warum, sollte man auch eine normale Antwort geben und den Grund benennen.

1. Jedem ist es frei gestellt einzuladen wen er möchte, sehe ich ganz klar so! Grundsätzlich gebe ich dir Recht, nur das Wie ist ausschlaggebend!

2. Gilt das noch als privat wenn es über Firmenrundmail geschrieben wird und nur
Leute aus der entsprechenden Abteilung eingeladen sind. Es sind nur Kollegen und Kolleginnen zu dieser Party eingeladen, keine Firmenfremden. Grauzone! Was ist denn der Anlass?

3. Höflichkeitseinladungen, macht man das? Kann man machen, muss man aber nicht!

4. Ist es verständlich das die ausgeschlossenen sich ausgegrenzt fühlen?
Oder reagieren diese über? Ich kann es verstehen, wenn man sich da ausgeschlossen fühlt und traurig/erbost darüber ist

5. Trägt das zu einem gutem Arbeitsklima bei wenn man privates mit beruflichen vermischt? Ich bin da zwiegespalten! Es kann gut gehen, es kann aber auch total in die Hose gehen. Und es kommt auch auf die Intensität an: wenn man ab und zu mal Essen geht oder was nettes Unternimmt, is das sicher in Ordnung, aber wenn es total eng und privat wird, sehe ich das eher schwierig

6. Wie handhabt Ihr das? Wir treffen uns 2mal im Jahr zu einer Abteilungsfeier (Weihnachten und SOmmer), einige Kolleginnen laden zu ihrem Geburtstag ein. So richtig eng und regelmäßige Treffen mag ich nicht haben, etwas Distanz finde ich ganz gut. Ein paar Kolleginnen sind aber enger befreundet (eher die, die keinen Partner/kleine Kinder haben)

7. Würdet Ihr Leute wissentlich ausschließen? Und das dann auch noch so machen das diese Leute das zwangsläufig mitbekommen? Nur mit guten Gründen, also wenn ich jemanden echt nicht leiden kann. Das wäre dann aber eh klar. Auf die Nase reiben würde ich sowas aber nicht!!!!

8. Was würdet Ihr denken wenn Ihr zu den ausgeschlossenen gehört? Je nach Grund bzw. Verhältnis zur Einladenden wäre ich enttäuscht, traurig oder wütend bzw. wäre ich froh, nicht hin zu müssen  ;)

9. Fällt sowas unter Sozialverhalten? JA, denn sensibler/ehrlicher Umgang mit den Kollegen sollte schon vorhanden sein. Jemandem auf die Nase binden, dass er ausgeschlossen ist, gehört eher in den Kindergarten als zu Erwachsenen!




Tini

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Antw:Sozialverhalten Erwachsene
« Antwort #2 am: 20. Januar 2012, 17:54:31 »
DAs sind aber viele Fragen auf einmal.

Also wenn in einer Abteilung fast alle auf einer Party eingeladen sind und nur ein paar wenige nicht, fände ich das schon komisch. Handelt es sich um eine private Party? Würde die Party jemand geben, mit dem ich mich kollegial gut verstehe und der mich nicht einlädt, aber Kollegen, mit denen er sich ähnlich kollegial versteht, würde ich mich schon ausgeschlossen fühlen und mich fragen, warum die und ich nicht. Ich wäre vermutlich schon enttäuscht.

Ich kenne durchaus Leute, die kaum soziale Kontakte außerhalb des Büros haben und sich dann eben ihre Freunde auf der Arbeit suchen. Meins ist es nicht so, obwohl ich auch kaum Freunde hier habe.

Mir ist es durchaus schon passiert, dass ich mich mit Kollegen näher angefreundet habe und mit denen dann auch privat etwas unternommen habe. Das waren aber immer nur Kollegen auf der gleichen Ebene, nie Vorgesetzte oder eben Höhergestellte. Und trotzdem habe ich diese Kollegen-Freundinnen dann nicht unbedingt zu einer Party eingeladen. Vielleicht auch einfach nur, weil ich dachte, das passt nicht so zu meinem anderen Freundeskreis.

  
 
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Antw:Sozialverhalten Erwachsene
« Antwort #3 am: 20. Januar 2012, 19:00:34 »
1. Jedem ist es frei gestellt einzuladen wen er möchte, sehe ich ganz klar so!

2. Gilt das noch als privat wenn es über Firmenrundmail geschrieben wird und nur
Leute aus der entsprechenden Abteilung eingeladen sind. Es sind nur Kollegen und Kolleginnen zu dieser Party eingeladen, keine Firmenfremden.

3. Höflichkeitseinladungen, macht man das?

4. Ist es verständlich das die ausgeschlossenen sich ausgegrenzt fühlen?
Oder reagieren diese über?

5. Trägt das zu einem gutem Arbeitsklima bei wenn man privates mit beruflichen vermischt?

6. Wie handhabt Ihr das?

7. Würdet Ihr Leute wissentlich ausschließen? Und das dann auch noch so machen das diese Leute das zwangsläufig mitbekommen?

8. Was würdet Ihr denken wenn Ihr zu den ausgeschlossenen gehört?

9. Fällt sowas unter Sozialverhalten?

Meine Meinung, ist zwar doof aber so ist das Leben nunmal und ich persönlich würde niemanden aus höflichkeit einladen und möchte auch keine Höflichkeitseinladungen erhalten die gar nicht ernst gemeint sind.

Darf man solche Sachen ansprechen wenn man weiß es gibt Kollegen die sich ausgeschlossen und damit schlecht fühlen? Oder sollte man sowas einfach ignorieren und sich immer nur seinen Teil denken?

Sollte man als Erwachsener nicht in der Lage sein solche Dinge vernünftig zu bequatschen?

Wie ist das bei Euch? Bei mir ist Arbeit Arbeit und privat privat.


Um mich nicht beeinflussen zu lassen 8) habe ich erstmal keine Antworten gelesen.
Also...

1.) Genau, ist jedem freigestellt!
2.) Firmenrundmail und keine Firmenfremden ist für mich nicht mehr privat sondern beruflich!
3.) Macht man, muss man aber nicht :P
4.) Ja, ist verständlich. Eine Überreaktion? Sie werden verletzt sein, vielleicht die Situation nicht verstehen - daher denke ich nicht, dass es eine Überreaktion sondern eine menschliche Reaktion ist.
5.) Nein, absolut nicht!
6.) Für mich ist Privat privat und Beruflich beruflich. Ich lege keinen Wert darauf, dass meine Arbeitskollegen meine Buddies werden, passiert es zufällig, dass sich mit 1 - 2 Personen eine Ebene findet, dann sollte es wohl so sein, ansonsten bin ich sogar absoluter Gegner von Weihnachtsfeiern und Co :P
7.) Ja würde ich :-[ und nein, ich würde es dezenter versuchen! Wobei das bestimmt nicht möglich ist.
8.) Ich denke, dass es mir egal wäre (siehe Punkt 6!)
9.) Keine Ahnung. Ich kann das Sozialverhalten nicht an einer einzigen Situation fest machen.


liadan

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Antw:Sozialverhalten Erwachsene
« Antwort #4 am: 20. Januar 2012, 19:40:26 »
....
[2.) Firmenrundmail und keine Firmenfremden ist für mich nicht mehr privat sondern beruflich!
...

War so frei mir nur diesen einen Punkt zu zitieren, Christiane, habe den Rest aber auch gelesen.

Genau dieser Punkt ist der unangenehm aufstösst bei den anderen. "Rausgekommen" ist das halt so das immer drei an einer Tischgruppe sitzen und die quatschen halt auch miteinenander und dann fragte Kollege X Kollegin x "Ach, hast Du die Mail von Z eben auch bekommen, dann können wir ja zusammen hinfahren oder wie kommst Du hin?" Kollegin x hat aber keine eMail bekommen und so kam der Stein dann ins Rollen.

Da ich das mittlerweile schon gewöhnt bin das nur ausgesuchte (auch wenn es darum ging z.b. als Abteilung was miteinander zu machen!) gefragt werden, hat mich das nicht weiter überrascht. An mir wäre das auch total vorbeigegangen wenn sie einige der ausgeschlossenen nicht darüber aufgeregt hätten. Gehör auch dazu und habe dann gesagt wisst Ihr was das ist doch *Piep* fragt doch einfach mal nach. Es ist doch *piep* wenn sowas im Raum steht und unterschwellig schlechte Stimmung aufkommt. Ja das habe ich dann getan und wurde angepupt ein Gespräch darüber fand also nicht statt es wurde direkt im Keim erstickt. Es sei ja nett das ich die Zeit dazu hätte mir darüber Gedanken zu machen aber man sei nicht der Meinung das dies zu einem schlechten Abteilungsklima beitragen würde.  ???

Die Kollegen hängen ständig zusammen nach Feierabend und wenn man da nicht mitmacht dann ist doch irgendwo auch klar das man zu einer Party dann nicht eingeladen wird, es wird sogar doof geschaut wenn man nicht mitmacht. Jeder der neu anfängt wird gleich versucht mit ins Boot zu ziehen.

Was mir allerdings dabei unangenehm aufstösst ist das dann auch während der Arbeistzeit und der zu bearbeiteten Projekte offensichtlich Unterschiede gemacht werden in der Beurteilung der ARBEIT von Kollege U der immer mit saufen geht und Kollege R der halt sagt er hat seinen Freundeskreis außerhalb der Arbeitskollegen.

Den Fakt ist doch einfach wenn 90% der Kollegen auf einer Party sind wird doch eh nur über die Arbeit gequatscht weil es halt auch das Hauptgesprächsthema ist und in dem Moment sind die anderen Kollegen außen vor. Dann ist noch davon auszugehen das die Abteilungsleitung auch auf dieser Party sein wird.

Hinzu kommt das egal wer ins Büro neu kommt davon ausgeht das wir uns ja alle duzen - geht in meinen Augen gar nicht! Sebst die Azubis werden gleich automatisch geduzt ...! Da fehlt dann auch die Distanz und ich finde der Respekt geht auch schnell verloren.

Ein weiterer Punkt sind z.b. auch Sammlungen für Geburtstage. Vor langer Zeit wurde mal abgesprochen das Betrag x für jeden gegeben wird wenn der Kollege oder die Kollegin Geburtstag hat.

Dies funktioniert soweit das bei einigen Kollegen das auch hinkommt und jeder was gibt und sein Häckchen macht auf dem Umschlag. Bei Kollege W ist es dann so das zwar jeder sein Häckchen macht auf dem Umschlag er hätte was reingetan aber dann doch nichts reingetan hat und dann bedienen sich auch die Leute am Geburtstagsfrühstück von dem Kollegen den sie doof finden und für den sie zum Geburtstagsgeschenk nichts dazu gegeben haben. Aber Stein und Brett schwören sie hätten was dazu gegeben. Dieses Verhalten ist für mich persönlich asozial.

Klar ist das halt normal aber wenn dann sollte man schon soviel PO in der Hose haben das man dann auch klar sagt, ne für den geb ich nichts und man sollte dann auch die Finger vom Frühstück lassen oder vom Kuchen was das Geburtstagskind der Abteilung ausgibt.

Wie seht Ihr diesen Punkt denn?

Sorry langer Text aber man muss da schon ausholen, damit man die Gesamtproblematik sehen kann. Aber wohl einfach normal im Arbeitsleben, nichts worüber man sich wohl aufregen sollte. Wobe das mit dem Geburtstagsgeschenken find ich einfach nur  :P :-X :-[
 

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Antw:Sozialverhalten Erwachsene
« Antwort #5 am: 20. Januar 2012, 19:47:27 »
Nun ja, dann passt ihr als Team einfach hinten und vorne nicht zusammen... :-\

Hat es denn einen Einfluss auf die Zusammenarbeit oder nicht? Stört es die andern Ausgeschlossenen?

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Antw:Sozialverhalten Erwachsene
« Antwort #6 am: 20. Januar 2012, 19:51:34 »
Puh, also ich glaube, ich würde mich in einem solchen Arbeitsumfeld sehr unwohl fühlen. Ist ja schön, wenn man sich unter Kollegen gut versteht und evtl. mal was zusammen abends macht, wenn eine Wellenlänge da ist. Aber Gruppenzwang find ich furchtbar! Vor allem, wenn die, die sich dem nicht unterwerfen, zu Außenseitern gemacht werden.

Wobei mich das in diesem Fall genau wie Dich nicht mal so berühren würde, ich arbeite dort ja nur. Wenn es aber so weit geht, dass Unterschiede bei Geburtstagsgeschenken gemacht werden bzw. bei "unliebsamen" Kollegen nichts gegeben wird, dann aber so getan wird, als ob man was gegeben hätte, fände ich das auch sehr unkollegial. Und Arbeit unterschiedlich bewerten, je nachdem, ob man zur "Party-Gruppe" oder den "Ausgestoßenen" gehört, geht gar nicht! Das grenzt für mich fast an Mobbing!
  
 
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liadan

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Antw:Sozialverhalten Erwachsene
« Antwort #7 am: 20. Januar 2012, 20:01:25 »
Also Unterschwellig merkt man schon das einige Unzufrieden sind, allerdings haben diese auch nicht den Po in der Hose mal was zu sagen.

Meine Person ist schon über den Punkt hinaus das ich mich darüber aufrege. Denn

a.) beteilige ich mich an privaten Atkionen halt so gut wie nie, weil ich spontan nach der Arbeit nicht in ins Kino oder sonstwohin gehen kann, da ich pünktlich Feierabend machen muss weil ich mein Kind halt aus dem KiGa abholen muss und das außer seinem Vater niemand machen kann / will.

b.) ich mit den Kollegen privat auch keinerlei Berührungspunkte habe, bzw. sehr wenige und ich einige davon auch, nun wie sag ich es, nicht sonderlich nett finde. Trotzdem beteilige ich mich bei jedem zum Geburtstagsgeschenk, aber es ist schon vorgekommen das bei Kollege x 70,- Euro gesammelt wurde und bei Kollegin Y nur 35 und DAS geht nicht. Aber am Kuchen und Co. da greifen dann ALLE zu!

d.) Allerdings erwarte ich das man privates vom beruflichen trennt und wenn jemand ein Problem mit mir hat was die Arbeit betrifft, er das bitte ansprechen soll, aber nicht meint weil ihm meine Nase nicht passt oder ich mal wieder nicht mit zum saufen gegangen bin dann über die Arbeit versucht was negatives zu finden. Denke das ist nicht zuviel verlangt. Findet man über die Arbeit nichts versucht man es mit persönlichen Dingen, ein Grund warum ich mich was das anbelangt nicht mit den Kollegen über tiefergehende privaten Dinge unterhalte, da dies aber dort gang und gäbe ist, ist man halt schnell außen vor.

Die anderen stört das schon sehr, es geht ihnen da einfach ums Prinzip, sie sagen sie würden ja eh nicht hingehen aber es würde zu einer guten Kinderstube gehören das man trotzdem fragt. Ok, keine Ahnung in dem Punkt bin ich mir unschlüssig.

Aber sollte man das nicht ansprechen können um halt einfach zu vermeiden das dies bald aus dem Ruder läuft?

Mir geht nämlich dieses unter der Hand Gerede tierisch auf den Sack, vornerum einen auf Ei die Deidei machen und wir haben uns alle so lieb und kaum ist der Kollege aus dem Raum wird blöd gequatscht.  :-X Kindergartenverhalten ist das. Denn beruflich sollten wir alle an ein Ziel verfolgen nämlich das bestmögliche Ergebnis für unsere Kunden zu erzielen. Da hat privates erstmal nichts zu suchen. Ein netter respektvoller Umgang und das gleichbehandeln der Kollegen, egal ob man nun privat zusammengluckt oder nicht.

@Tini, Gruppenzwang trifft es auf den Punkt  ;D. Sage immer ich bin hier um meine Arbeit korrekt zu machen, nicht auf der Suche nach Freunden  :)
« Letzte Änderung: 20. Januar 2012, 20:03:28 von liadan »
 

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« Antwort #8 am: 20. Januar 2012, 20:08:27 »
1. Jedem ist es frei gestellt einzuladen wen er möchte, sehe ich ganz klar so! Kommt auf den Anlass an. Wenn es nicht privat organisiert ist, dann nicht.

2. Gilt das noch als privat wenn es über Firmenrundmail geschrieben wird und nur
Leute aus der entsprechenden Abteilung eingeladen sind. Es sind nur Kollegen und Kolleginnen zu dieser Party eingeladen, keine Firmenfremden. Privat ist, wenn es privat organisiert wird.  Firma ist es, wenn Verpflegung z.B. über die Firma abgerechnet wird. Also genauso wie bei den Einladungen. Die Art des Verteilers macht da für mich keinen Unterschied. Wenn es um eine Abteilungsgeschichte geht, dann kann das auch über den internen Verteiler laufen.

3. Höflichkeitseinladungen, macht man das? Kommt auf den Anlass an. Und klar macht man das. Wenn man möchte. Jeden, den ich einlade, den hab ich eingeladen. Also kann ich mich hinterher nicht beschweren, wenn er auch kommt. Darüber muss ich mir klar sein.

4. Ist es verständlich das die ausgeschlossenen sich ausgegrenzt fühlen? Kann ich nachvollziehen. Geht jedem KiGa-Kind so, das nicht wie "alle" anderen auf den Geburtstag eingeladen ist.
Oder reagieren diese über? Es steht mir nicht zu darüber zu urteilen, ob anderer Leute Gefühle adäquat sind oder nicht. Es sind ihre Gefühle.

5. Trägt das zu einem gutem Arbeitsklima bei wenn man privates mit beruflichen vermischt? Kommt drauf an. Grundsätzlich ist da kein Problem dabei, wenn sich alle Beteiligten drüber klar und in der Lage sind, das eine vom anderen zu trennen. Sprich private Differenzen dann nicht ins Büro zu tragen. Leider klappt das in den seltensten Fällen ... wenn es Probleme gibt. Solange es gut läuft, ist es meistens kein Problem.

6. Wie handhabt Ihr das? Ganz unterschiedlich. Allerdings habe ich noch NIE Freundschaften als Ziel im Umgang mit dem Kollegium gehabt.

7. Würdet Ihr Leute wissentlich ausschließen?Kommt drauf an. Wissentlich ausschließen muss ja noch nichts Negatives bedeuten. Wenn ich 5 wissentlich einlade, dann lade ich den Rest wissentlich aus. Das ist halt so.
 Und das dann auch noch so machen das diese Leute das zwangsläufig mitbekommen? Kommt auch drauf an. Beides kann Mobbing sein. Immer darauf bezogen WIE es passiert. Wenn es aber ohne Hintergedanken ist, warum sollen sie es nicht mitbekommen, bzw. warum soll ich es geheim halten, wenn es nichts geheim zu halten gibt?

8. Was würdet Ihr denken wenn Ihr zu den ausgeschlossenen gehört? Achtung Wiederholung: Kommt drauf an. Auf die Umstände, die Art und Weise, die Kollegen, welcher Anlass, etc.!

9. Fällt sowas unter Sozialverhalten?Alles Verhalten ist Sozialverhalten!

Meine Meinung, ist zwar doof aber so ist das Leben nunmal und ich persönlich würde niemanden aus höflichkeit einladen und möchte auch keine Höflichkeitseinladungen erhalten die gar nicht ernst gemeint sind. Nicht ernst gemeint ist meiner Meinung nach Quatsch. Derjenige hat sich entschlossen mich einzuladen. Es hat keiner seine Hand genommen und ihn gezwungen. Wenn er selbst mit seiner Entscheidung unzufrieden ist, ist das sein Problem. Oben hab ich ja auch schon geschrieben, dass jede Einladung, die ich ausspreche auch so gemeint ist. Weil ICH sie ausgesprochen habe. Und da ist völlig egal welche Motivation dahinter steckt. Auch aus Höflichkeit eingeladen kann ne tolle Party sein und auch aus Höflichkeit eingeladen kann interessante Leute bedeuten. Hat eins nicht zwangsläufg was mit dem anderen zu tun. Höflichkeit schließt für mich schon vom Wortsinn her ein, dass die Einladung zumindest so gemeint ist, dass es nicht mit dem Hintergedanken ist, dass jemand/ich doch besser weg bleiben soll.

Darf man solche Sachen ansprechen wenn man weiß es gibt Kollegen die sich ausgeschlossen und damit schlecht fühlen? Wenn es mich stören würde, würde ich es ansprechen.Oder sollte man sowas einfach ignorieren und sich immer nur seinen Teil denken?Rede so kann dir geholfen werden. Halt die Klappe und es verändert sich garantiert nichts.

Sollte man als Erwachsener nicht in der Lage sein solche Dinge vernünftig zu bequatschen? Ja!

Wie ist das bei Euch? Bei mir ist Arbeit Arbeit und privat privat.Unterschiedlich. Ich hatte immer Kollegen, zu denen ich auch mal mehr oder weniger privaten Kontakt hatte. Aber wie schon gesagt hab ich es nie auf Freundschaften angelegt oder sie angestrebt, schon gar nicht erzwingen wollen. Was sich ergibt, ergibt sich.

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Antw:Sozialverhalten Erwachsene
« Antwort #9 am: 20. Januar 2012, 20:09:25 »
Nun ja, wenn man nie dabei ist, wird man nicht eingeladen... Wobei ich in dem Falle wahrscheinlich einfach mal alle eingeladen hätte, bei 30 Leuten, fallen die 5, die mir nicht so sympathisch sind, ja nicht so ins Gewicht, wenn sie denn alle kommen ;)

Das mit dem Geschenk kenn ich so nicht (also wenn, dann für einen speziellen Anlass, aber nicht jedes Jahr zum Geburtstag) und ich finde das ist auch nicht die beste Art, das zu handeln..

Und was meinst du mit aus dem Ruder laufen? Du kannst den anderen schlecht verbieten, sich zu treffen ???

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« Antwort #10 am: 20. Januar 2012, 20:21:20 »
@Bettina, genau das ist das Problem ständig kann ich mir anhören was den Leuten nicht gefällt aber keiner hat den PO in der Hose das zu thematisieren. So kann sich nichts ändern. Dabei geht es einfach um den Faktor das man sich wohl fühlt auf der Arbeit so gut es halt geht. Das war schon so bevor ich in den Erziehungsurlaub ging und während meines Erziehungsurlaubes musste ich mir das dann telefonisch anhören wenn die Kollegen mich angerufen haben. Jetzt bin ich seit ein paar Jahren wieder dabei und es hat sich immer noch nichts geändert. Es wird einfach - meiner Meinung nach - zu wenig über das gesprochen was einem auf dem Herzen liegt, so kann sie nichts ändern!

@Redheart, genau wenn man nie mitgeht ist die logische Schlussfolgerung doch das man nicht eingeladen wird.  ;) Also eigentlich doch überhaupt kein Problem, also warum dann Leute einalden die ohnehin nicht kommen können / wollen. Nur weil diese genau dieses eine Mal vielleicht doch kommen wollten?  ;D

Mit aus dem Ruder laufen meine ich das die hinter der Hand Stimmung noch schlechter wird als ohnhin schon und es bald so richtig knallt und ggf. Dinge nicht mehr so schön ausgesprochen werden und es dann böse wird.

Echt die Arbeit ist für mich normalerweise echte Entspannung  ;D :D ;)
 

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« Antwort #11 am: 20. Januar 2012, 20:22:40 »
Vielleicht hätte so ein Knall ja gar heilsame Wirkung ;)

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« Antwort #12 am: 20. Januar 2012, 20:23:30 »
Liadan, dann ist es aber auch an dir, soviel Po in der Hose zu haben, den anderen zu sagen, dass du  nicht ihr seelischer Mülleimer bist  ;).

ODER

Soviel Po in der Hose zu haben, alle an einen Tisch zu holen und es auf den Tisch zu packen.
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« Antwort #13 am: 20. Januar 2012, 20:27:26 »
@Redheart, glaube ich nicht. Das geht schon 10 Jahre so und es wird von mal zu mal schlimmer weil wir halt immer weiter wachsen Abteilungsmässig. 9 neue Kollegen alleine im letzten Jahr.

@Bettina, habe ich beides schon versucht. Bei Punkt 1 zu sagen ich bin kein seelischer Mülleimer, besagte Kollegen schneiden mich und Punkt 2 das auf den Tisch zu bringen hat jetzt die Konsequenz das der andere Kollege sauer auf mich ist. Dabei will ich einfach nur meine Arbeit machen und alles flauschig um mich rum haben.  8)

Edt: das beste ist ich halte mich einfach aus dem Tratsch und dem Gequatsche raus dann bin ich die dritte Gruppe im Büro ganz alleine  :)  ;D Zu versuchen zu vermitteln ist ja auch in die Hose gegangen.
« Letzte Änderung: 20. Januar 2012, 20:30:10 von liadan »
 

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« Antwort #14 am: 20. Januar 2012, 20:29:09 »
Dann verteil Wattebällchen um deinen Schreibtisch herum  ;D
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« Antwort #15 am: 20. Januar 2012, 20:30:32 »
Wenn ihr immer weiter wächst, wird sich doch das eh irgendwann in etwas kleinere Gruppen aufsplitten oder?

Ich versteh schon, dass es dich nervt, aber machen kann man da nichts...

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« Antwort #16 am: 20. Januar 2012, 20:32:51 »
Redheart, das fängt jetzt schon an macht das Problem aber noch grösser weil da halt nicht zwischen privat und beruflich getrennt wird.

Eigentlich ist das ja auch Aufgabe des Chefs aber der ist auf dem Standpunkt man sollte das selber klären. Aber ist ein Chef nicht dazu da auch sowas auf den Punkt zu bringen? Da sind wir dann wieder bei dem Punkt wenn der Chef auch zu privat mit einigen Kollegen ist.

Was ich damit meine ist ein Führungskraft sollte das Problem sehen und dagegensteuern das sich seine Abteilung aufspaltet und es schlechte Stimmung gibt. Gehört für mich auch dazu irgendwie.

Nun gut ich hoffe in absehbarer Zeit mich beruflich verändern zu können weil mir das auf den Sack geht, aber gestaltet sich nicht so einfach.
« Letzte Änderung: 20. Januar 2012, 20:35:33 von liadan »
 

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Nipa

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« Antwort #17 am: 20. Januar 2012, 20:39:58 »
Also dass es eine Grüppchenbildung gibt, das kenne ich bisher von jedem Unternehmen so. Bei uns z.B. gibt es das auch. Ich persönlich gehöre z.B. mehreren Gruppen an und bin da jemand der sehr offen ist. Werde aber auch - obwohl ich nicht immer mitgehen kann - zu social events ausserhalb der Firma eingeladen. Zu denen werden dann aber auch meist nicht alle eingeladen, da es oft einfach den Rahmen sprengt.
Aber in der Regel wird schon irgendwie "sozialkonform" eingeladen.

Ich hab z.B. kürzlich auch was organisiert und eine Dame die ich eigentlich gar nicht leiden kann dennoch eingeladen. Einfach weil sie zu dieser Gruppe gehört und ich das einfach ungut gefunden hätte. Dass ich sie nicht mag weiss sie sicher, dennoch ist es nicht an mir sie aus einer Gruppe zu drängen wenn andere Leute mit ihr können...

Das bezüglich den Geburtstagen finde ich ein absolutes Unding. Bei uns gibt es Sammlungen zum Abschied/Hochzeit/Baby und da darf jeder geben was er will.
Und ja, ich hab da immer unterschieden wie eng ich mit der Person war und ja, ich hab auch mal nichts gegeben. Wenn aber ein fester Betrag pro Person "vereinbart" wurde, dann finde ich muss man da auch mitziehen - oder offen sagen "ich nehme mich aus der Geburtstagsrunde raus - bitte für mich auch nicht sammeln".
Und ja, ich geb Dir Recht: dann "mitzufressen" ist schon echt derb.

Generell kann ich nur zum Thema sagen: Die heutige Gesellschaft ist einfach eine mit dem Hauptthema "jeder ist sich selbst der Nächste". Das wirst Du auch mit ehrlichen Worten nicht ändern.... ist einfach so... traurig... aber wahr....



liadan

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« Antwort #18 am: 20. Januar 2012, 20:44:53 »
@Nipa, bei mir stirbt leider das letzte Fünkchen Hoffnung noch nicht. Du  hast es kurz und knapp (kann ich leider nicht  ;D) auf den Punkt gebracht und genau wo würde ich mir das auch wünschen.

Wobe ich auch für die Leute gebe zum Geburtstag mit denen ich nicht so gut kann, weil das für mich selbstverständlich ist. Irgendwie fände ich es falsch das nicht zu machen, keine Ahnung. Wir haben das mal so abgemacht und dann hat man sich daran zu halten.
 

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A.n.j.a

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« Antwort #19 am: 20. Januar 2012, 21:07:52 »
Bettina und Nipa, Superbeitraege! Dem ist wenig hinzuzufuegen. :)

Wir sind ein 20-Mann-Betrieb, und dankenswerterweise werde ich zu so gut wie allem eingeladen (Grillen, Silvester, Empfang, einfach Eintopfessen etc), obwohl ich nie, wirklich nie komme(n kann, wegen Kinder und invalidem Mann).
Das find ich supernett, das gibt mir ein warmes "ich-gehoer-dazu"Gefuehl (und daher versteh ich den Frust der Nicht-Eingeladenen total) . Und ich weiss auch, dass es von Herzen kommt und die Kollegen sich freuen wuerden, tauchte ich da mal unvermittelt auf. Also keine Hoeflichkeitseinladung - aber auch die sind normal und durchaus angemessen, je nach Situation. Man kann nicht alle moegen, aber in gewissen Rahmen ist es angebracht, alle einzuladen.

Jedenfalls, da ich kaum jemals dabei bin ausserhalb der Dienstzeit beschraenken sich meine privaten Kontakte mit den groesstenteils echt netten Kollegen auf Raucherbalkon-Schwaetzchen (bei denen es zu hoechstens 50% um die Arbeit geht uebrigens) und gelegentliche Mittagessen waehrend der Mittagspause.

Frueher war das anders, da hatte ich aber auch keine Kinder, das ist einfach per se eine Verantwartung mit der man nicht mal eben mit ins Kino kann etc.

Was ich sagen will: lass Dich von dem Kollegen, der gerade sauer ist, weil Du geradliniger bist als er, nicht runterziehen, der kriegt sich auch wieder ein. Aber: flauschig ist keine Auf-ewig-Option, bei allem Verstaendnis fuer Harmoniesucht (unter der ich sehr leide)

Konflikte gibt es immer, und Du schienst mir nie der Typ der Konfliktscheuen zu sein.

Bringt mich zum zentralen Punkt: wenn die Stimmung so latent mies, aber gespielt toll ist: habt Ihr keinen Personal- oder Betriebsrat? Koennte man das nicht mal aufs Tapet bringen? Gerade weil Dir das ja eigentlich offenbar eher am Ar*sch vorbeigeht mangels eigener Aktien finde ich es um so bemerkenswerter, dass Du Dir die Gedanken machst. Positiv gemeint. Nur - da sollten und muessten doch eigentlich die im Brennpunkt stehenden Outsider aktiv werden?

Hoert sich nicht schoen an, Euer Betriebsklima. Getratsche, Gelaester gibt es in jedem sozialen Verbund, und ein solcher ist auch eine Arbeitsstelle. Aber Mobbing ist ein ganz doll weites Feld, glaub mir. Hab da leider auch die eine oder andere Erfahrung gemacht.

Wie man mit so einer Arbeitsklimasituation umgeht, ist halt immer die Frage. Und mit welchen Interessen und vor allem , welcher Zielsetzung.

Da wuerde mich Deine wirklich mal interessieren :) den sozialen Robin Hood zu mimen, klingt hehr und edel, aber was sind Deine Motive? Da Du doch eigentlich eher distanziert rueberkommst im Sinne von, die Arbeit ist Arbeit und mehr nicht und kann Dir daher nichts anhaben?

:)
Anja



Nipa

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Antw:Sozialverhalten Erwachsene
« Antwort #20 am: 20. Januar 2012, 21:24:33 »
Wobe ich auch für die Leute gebe zum Geburtstag mit denen ich nicht so gut kann, weil das für mich selbstverständlich ist. Irgendwie fände ich es falsch das nicht zu machen, keine Ahnung. Wir haben das mal so abgemacht und dann hat man sich daran zu halten.

Würde ich bei Euch in dem Rahmen auch. Bei uns ist es absolut freiwillig.
Und da nehme ich mir eben raus einfach nur zu unterschreiben und nix reinzugeben wenn mir jemand jahrelang zu grauen Haaren verholfen hat...
Und da die Feiern bei uns zum Teil von der Firma ausgerichtet werden gehe ich da auch hin, weil es prinzipiell erwartet wird, dass jeder kommt der im Haus ist...
Allerdings würde ich dann zu einer privaten Einladung dieser Person auch nicht gehen.
Wobei ich auch da einschränken muss: Bei uns wird z.B. oft zum Geburtstag etwas ausgegeben und dann immer abteilungsintern eingeladen: Da würd ich jetzt wenn alle aus meinem Team gehen nicht als einzige am Tisch bleiben, weil es einfach extrem unhöflich und teamschädigend wäre... das meine ich eben auch mit sozialkonform:
Man muss nicht jeden mögen um sich ihm gegenüber anständig zu benehmen....



A.n.j.a

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Antw:Sozialverhalten Erwachsene
« Antwort #21 am: 20. Januar 2012, 21:38:44 »
Ach so, noch was: die Geburtstagssammlerei klingt fies, ist aber wohl ueberall ein fauliges Thema, leider.

Bei uns (nicht hier, woanders) wurde tatsaechlich mal angeregt, nach Dienststufen 10,20 oder 30 Euro zu geben. Krass. Und ganz oft sind es die Am-besten-Verdienenden, die geizig sind bis zum Amwinken.

Wir haben eine Art Sozialkasse fuer Geburts-/Sterbefaelle, da gibt jeder jaehrlich einen festen Beitrag. Und an meiner jetztigen Arbeitsstelle gibt der, der Geburtstag hat, einen aus, mehr nicht (meist Kuchen). Fuer Abschiedsgeschenke, da wir so oft den Posten wechseln, wird personenbezogen gesammelt, und das geht klar nach Sympathie, ist halt so.
 

Bettina

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Antw:Sozialverhalten Erwachsene
« Antwort #22 am: 20. Januar 2012, 21:45:16 »
Man muss nicht jeden mögen um sich ihm gegenüber anständig zu benehmen....

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« Antwort #23 am: 20. Januar 2012, 21:49:42 »
Fuer Abschiedsgeschenke, da wir so oft den Posten wechseln, wird personenbezogen gesammelt, und das geht klar nach Sympathie, ist halt so.

Finde ich aber auch total richtig dass es nach Sympathie geht.
Denn auch da gilt letztlich "wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück" und wenn jemand sich über Jahre wie das letzte A... benommen hat muss man ihm beim Abgang nicht noch aus purem Anstand ein grosses Geschenk machen...
Jemand der immer hilfsbereit und nett war hat aber hingegen durchaus auch mal ein materielles Präsent verdient....



liadan

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Antw:Sozialverhalten Erwachsene
« Antwort #24 am: 20. Januar 2012, 23:12:24 »
Man muss nicht jeden mögen um sich ihm gegenüber anständig zu benehmen....

 s-daumenhoch

Seh ich auch so!

@Anja, was sind meine Beweggründe, vielleicht einfach weil ich keinen Bock mehr auf das unterschwellige Gezicke habe. Sollen die Leute doch mal Butter bei die Fische geben (wie man hier so schön sagt). Für mich ist das Thema durch was die Leute anbelangt und deswegen auch meine Haltung, distanziert und so wenig Kontakt wie möglich. Aaaaaaabbbbeeer das lässt sich, wie Du schon so schön sagtest auch  nicht auf die Dauer durchhalten es ist anstrengend.

Möchte einfach erreichen das man normal zur Arbeit gehen kann, respektvoll und höflich miteinander umgeht. Immerhin verbringt man die meiste Zeit des Tages auf der Arbeit und da kann man schlechte Stimmung nicht gebrauchen.

Ständig beschweren sich die unterschiedlichsten Leuten darüber wie ätzend alles ist und wie doof der und der ist aber wenn der doofe dann was ausgibt wird zugegriffen.

Danach sich rumgedreht und darüber gemotzt wie doof das doch war was der doofe ausgegeben hat. Das nervt einfach. Weghören hab ich auch schon versucht.

Also bleibt nur das anzusprechen. Wenn doch alle so unzufrieden sind und dann noch jeder denkt und sagt er würde mehr arbeiten und machen als der andere dann packt man sich irgendwann einfach mal an den Kopf und denkt sich, die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun.

Beim feiern sind sie plötzlich fast alle dabei und am nächsten Tag auf der Arbeit geht das Geläster weiter. Boah man fühlt sie wie im Kindergarten.

Es war auch mal anders aber je mehr wir wachsen umso schlechter wird die Stimmung, jeder meint er ist besser als der andere usw. usf.! Boah es nervt, aus diesem Grunde bin ich auch auf der Suche nach was anderem, wobei ob es woanders besser ist, ist halt fraglich  ;).

@Nipa und der Thematik Abschiedsgeschenk, naja das seh ich anders, irgendwie. Bei uns ist es auch schon vorgekommen das die Kollegen einfach nicht gesammelt haben und es nicht kommuniziert worden ist das einer aufhört! Das wurde einfach übergangen, keine Ahnung das hat auch was mit Respekt zu tun, auch wenn ich  jemanden nicht mag also ich denke man bricht sich keinen Zacken aus der Krone das man zumindest den Menschen ordentlich verabschiedet.

Es ist schon vorgekommen das die Leute was ausgegeben haben und man hat gefragt warum und hat dann gesagt bekommen ja der hat heute seinen letzten Tag, auf die Frage ob jemand was gesammelt hat wurde nur mit den Schultern gezuckt. Da sind einige von uns dann los und haben auf die schnell noch was besorgt. Unterschrieben haben dann auch alle  :P.

Weil die Leute dann auch zum Abschied essen ausgeben und da greifen dann auch alle zu und hinterher wird rumgelästert. Dann ist noch  nichtmal eine Karte zum Abschied drin, ne sorry kann ich nicht nachvollziehen.

Das hat für mich auch damit zu tun was ich von Dir oben zitiert habe. Es gibt ja auch Gründe warum jemand geht ...! Muss man denn den Leuten dann noch zum Abschied zeigen das man sie für Arschlöcher hält, kann man nicht im Abschied sich nicht anständig benehmen? Nur weil man keine gemeinsame Basis mit ihnen gefunden hat ihnen beim Abschied auch noch einen mitgeben? Find ich nicht ok.

Die Leute die z.b. jetzt "ausgegrenzt" wurden sind mitunter diejenigen die sich für die anderen den Po aufreißen die halt bei solchen Geschenkaktionen zu "kurz" kommen und auch oftmals mehr Geld ausgeben wenn es mal wieder offensichtlich ist das nur 15 Leute was gegeben haben aber dann 30 sich die Wampe vollschlagen.

Das sind so einfache Sachen wo man den Leuten vermittelt das sie auch dazu gehören. Kann das schlecht erklären.

Wobei ich schon überlege zu sagen ich will kein Geschenk und keine Karte und auch kein Geburtstagsständchen aber ich gebe dann auch kein Frühstück aus und die Aufregung und das Getratsche kann ich mir schon vorstellen!

Verlogenheit kann ich nicht ausstehen aber ich mag es wenn die Leute auch wenn sie mich nicht mögen trotzdem noch Respekt haben und auch Anstand bewahren können.

Immerhin verlangen die anderen das auch, also sollten sie in der Lage sein das auch zu geben und ein bitte und ein danke oder ein guten Morgen ist bei  manchen schon zu viel verlangt.

Klar sind Menschen so und man selber benimmt sich auch nicht immer astrein, aber wenn ich das merke dann entschuldige ich mich auch durchaus. Manchmal merkt man ja das man sich daneben benommen hat.

@Betriebsrat, wenn man das macht wird es offiziell und was meint Ihr was dann los ist? Ich finde man sollte in der Lage sein das so zu klären innerhalb der Abteilung. Angesprochen wurde das schon einige Male. Das ist dann wie in der Schule einer sagt was und plötzlich ist es alles gar nicht mehr so schlimm. Kaum sind die Meetingtüren wieder geöffnet geht genau das weiter was man gerade besprechen wollte und gaaar nicht so schlimm war.

@Mobbing, ich glaube viele merken gar nicht auf welchem schmalen Grad sie sich bewegen und merken auch nicht das sie andere verletzen andere hingegen fühlen sich halt einfach besser wenn sie das machen das lenkt sie von ihrem beschissenen eigenen Leben ab. Mit der nötigen Distanz geht das alles viel besser.
« Letzte Änderung: 20. Januar 2012, 23:22:15 von liadan »
 

Heutzutage ist es so verdammt schwer dumm zu sein,  weil die Konkurrenz so gigantisch ist!

 

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