Autor Thema: Der tägliche Zuckerkonsum (oder Wahnsinn )  (Gelesen 8977 mal)

Pela

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Antw:Der tägliche Zuckerkonsum (oder Wahnsinn )
« Antwort #50 am: 16. Juni 2016, 12:11:56 »
@ Drops
Falls Du Vollkorn nicht gut verdauen kannst empfehle ich Dir Brot einfach selber zu backen und Du machst das rein, was Dir bekommt.  :) Ich backe immer mit 250g Dinkel und 250g Buchweizenmehl.

+ Leinsamen, Chiasamen, Sonnenblumenkerne Apfelessig und Salz  ... super  :thumbsup:

Drops

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Antw:Der tägliche Zuckerkonsum (oder Wahnsinn )
« Antwort #51 am: 16. Juni 2016, 12:37:45 »
Danke für den tipp.  Ich hab vor wenigen monaten 2 versuche gestartet selbst zu backen, das war irgendwie nix.   
Und leinsamen meide ich, dafür nehme ich zu wenig flüssigkeit zu mir und das hat fatale folgen.  Aber chia gehen gut.



Glucke1975

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Antw:Der tägliche Zuckerkonsum (oder Wahnsinn )
« Antwort #52 am: 22. Juni 2016, 12:03:50 »
Oh, mein Thema! ;)

Ich kann mich komplett Fliegenpilz anschließen.
Ich habe nie gelernt, richtig zu essen. Bei uns zu Hause hat mein Papa gekocht. Und das immer extrem deftig, stark gewürzt und mit dicken Mehlschwitzen und co. immer mit Fleisch mit viel Fett, da das ja ein starker Geschmacksträger ist.
Es wurde aber meist am Wochenende gekocht, da ansonsten beide Elternteile Vollzeit gearbeitet haben. Zum Frühstück und Mittag waren mein Bruder und ich immer auf uns allein gestellt, da meine Eltern schon aus dem Haus waren, bevor wir überhaupt aufgestanden sind.
Meist war auch in der Woche wenig Auswahl da, weil immer erst Ende der Woche fürs Wochenende eingekauft wurde. Montags und Dienstags gab es dann Reste, und den Rest der Woche haben wir uns mittags nach der Schule mit Dosen oder Zusammenmixen der Essensreste über Wasser gehalten. Meist gab es auch nur 2x am Tag eine Mahlzeit, so dass die Lücken zwischen den Mahlzeiten mit Heißhunger und heimlichen Naschen gefüllt wurden. Meine Mama hat immer gesagt, dass 2 Mahlzeiten reichen würde, weil alles andere dick macht. Anstatt also auf sein Hungergefühl zu ahcten, und mehrmals am Tag eine Kleinigkeit zu essen, wurde lieber 2x richtig mächtig und viel gegessen. Daher kenne ich auch kaum ein Sättigungsgefühl. Denn man hat sich dann immer so vollgestopft, bis einem fast schlecht war, weil es ja mind. 6 Stunden bis zur nächsten Mahlzeit gedauert hat.

Beim Einkauf wurden auch immer Süßigkeiten und Knabberkram gekauft, aber nie für mich, da ich laut meiner Mama schon immer übergewichtig gewesen sei. Also habe ich irgendwann agefangen, heimlich zu naschen.
Als baby wurde ich schon mit 3 Monaten schon mit Schmelzflocken gefüttert, weil ich angeblich nicht satt wurde, weil ich ja nicht durchschlief. :P

Da ich bis zu meinem 17. Lebensjahr Leistungsschwimmerin war, mit 5x die Woche Training, jedes Wochenende Wettkämpfe und in den Ferien Trainingslager, war ich doch recht schlank und durchtrainiert. Wenn ich mir heute Fotos von damals ansehe, merke ich, dass ich gar nicht übergewichtig war. Leider leide ich aber unter dieser Aussage meiner Mutter noch heute, so sehr ich sie ansonsten auch liebe. Ich habe mich mein Leben lang für meinen Körper geschämt, und noch heute verstekce ich ihn gern.

Ich habe erst wirklich gelernt gesund zu essen, als ich meine Kinder bekam. Ich habe angefangen, selber zu kochen, alles frisch, mit viel Obst und Gemüse. Ich kann es mittlerweile glaube ich ganz gut. Meine Familie ist zumindest zufrieden, und alle (außer mir :P) gertenschlank. :)

Mein Mann kommt aus einer Familie, in der weniger fett gekocht wurde, und in der nie Essen oder Naschen verboten war. Er kennt es nicht, dass man den ganzen Tag und jede Minute darüber nachdenkt, was man als nächstes essen könnte. Daher versuche ich es auch so mit meinen Kindern zu handhaben. Ich versuche ausgewogen und abwechslungsreich und vor allem gesund zu kochen, und an Süßigkeiten trotzdem das ein oder andere im Haus zu haben. Heißhungerattacken sollen nicht zum heimlichen Essen verführen.

So langsam schaffe auch ich es, meine Sucht in den Griff zu bekommen. 6 kg sind jetzt runter, ich mache vermehrt wieder Sport und esse ausgewogen. Dank Hashimoto klappt es zwar nur langsam, aber ich freue mich über jede noch so kleine wöchentliche Abnahme. :)
Aber die Sucht bleibt. :( Wie Fliegenpilz schrieb: es ist wie beim trockenen Alkoholiker, nur dass man das Essen nicht komplett lassen kann.

Cornelia x Marie Sophie

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Antw:Der tägliche Zuckerkonsum (oder Wahnsinn )
« Antwort #53 am: 23. Juni 2016, 09:47:25 »
Ich "darf" jetzt seit Vorgestern auch ganz besonders auf Zucker aufpassen, denn mit großer Wahrscheinlichkeit habe ich jetzt - nicht nur eine Laktoseintoleranz - nein, sondern auch eine Fruktoseintoleranz. Heisst Alternativen suchen, wobei es mir eigentlich nicht allzu schwer fällt, aber das Einkaufen macht es nicht einfacher.

deep_blue

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Antw:Der tägliche Zuckerkonsum (oder Wahnsinn )
« Antwort #54 am: 23. Juni 2016, 09:54:36 »
Cornelia, inkludiert das bei dir auch Baumzucker? Ansonsten wäre Xylitol (Birkenzucker) eventuell eine Alternative. :) Du müsstest da eventuell mit kleinen Mengen einsteigen, ist aber soweit ich weiss, für Fructoseintolerante grundsätzlich geeignet und leicht erhätlich. Kannst dich ja mal schlau machen im inet. :)

Ansonsten, es tut mir richtig leid zu lesen, dass es doch offensichtlich viele unter uns gibt, die in der Kindheit ein solch "gestörtes" Verhältnis zum Zucker/ zur Ernährung etc. aufbauen mussten. :-[ Ich war mir was die Verbreitung angeht nicht bewusst.

Für euch Leidgeprüfte sehe ich natürlich ganz klar eine gewisse Problematik in der Vermittlung an eure Kinder. Denke aber, dadurch, dass ihr euch um diese Problematik bewusst seid, ihr schon einen grossen Schritt gegangen seid. Wünsche euch von Herzen, dass ihr eure Kenntnisse positiv umsetzen und an eure Kinder weitergeben könnt. :-*
« Letzte Änderung: 23. Juni 2016, 15:14:28 von deep_blue »

Januar2012

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Antw:Der tägliche Zuckerkonsum (oder Wahnsinn )
« Antwort #55 am: 23. Juni 2016, 11:59:22 »
Angeregt durch diesen Thread, habe ich die letzten Tage mal auf den Zuckerkonsum geachtet. Wir liegen zwischen ca 12-20 Gramm am Tag.  Ich koche frisch und ausgewogen, es gibt, für die Kinder und mich, fast ausschließlich Wasser zu trinken und selten Süßes. Die Kinder dürften Süßes essen, fragen aber nicht wirklich. Allgemein bin ich sehr entspannt. Beide Kinder sind eher untergewichtig. Ich hoffe, dass ich ihnen besseres Essverhalten beibringen kann, als ich es vermittelt bekommen habe. Meine Mutter hat die Portionen bestimmt und nur für meinen Vater gab es Nachschlag. Für den Hunger haben wir Kinder dann heimlich Süßigkeiten gekauft alternativ Currywurst und Pommes auf dem Weg von der Schule nach hause. Ich kann mich noch erinnern, dass wir uns so Pudding in Sahnesprühdosen kauften. Das war billig und wir haben uns ne ganze Dose genehmigt, bis uns schlecht war.  :-[  so lange meine Mutter bei uns lebte, war ich leicht übergewichtig. Als sie dann auszog, konnten wir endlich essen, bis wir satt waren. Nur leider war unser Sättigungsgefühl nicht mehr vorhanden. Ich hab dann relativ schnell 20 kg zugenommen. Heute hab ich mich meist unter Kontrolle, aber ich muss immer aufpassen. Nach den beiden Schwangerschaften bin ich noch immer übergewichtig, aber immerhin 6 kg leichter, als zu den schlimmsten Zeiten. Wenn ich mich nicht zusammenreiße, fange ich an zu fressen.  Hoffentlich kann ich meinen Kindern das Laster ersparen.

Glucke1975

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Antw:Der tägliche Zuckerkonsum (oder Wahnsinn )
« Antwort #56 am: 23. Juni 2016, 12:25:04 »
Cornelia, als ich mich wegen meines Sohnes auch eine Weile lang einlesen musste bzgl. Laktose- und Fructoseintoleranz, fand ich diese Seite sehr hilfreich. Vielleicht hilft sie dir auch.
http://www.nahrungsmittel-intoleranz.com/fruktoseintoleranz-informationen/richtige-ernaehrung-bei-fruktoseintoleranz/zuckeralkohole-sorbit-mannit-xylit.html

Laktose müssen wir weiterhin meiden, Fructose hat sich zum Glück nicht bestätigt.
Ich selber darf kein Jodsalz, und war echt erschrocken, wo das alles drin ist. :O
Alleine dadurch habe ich schnell gemerkt, dass selber kochen die einzige Möglichkeit ist, alle gesund zu ernähren, ohne verzichten zu müssen. Es geht aber wirklich mittlerweile echt gut. Nur die erste Zeit war eine große Umstellung für mich. :)

Januar2012, dieses heimliche Essen dank ausgesprochenen Verboten hat bei mir leider auch ganz früh zu einem falschen Essverhalten geführt. Daher war und ist mir wichtig, dass meine Kinder das angeborene Gefühl für den richtigen Sättigungszeitpunkt nicht verlieren. Dabei ist mir wichtig, dass niemand mit Hunger vom Tisch gehen soll, aber auch nicht so viel essen muss, dass es bis zur nächsten Mahlzeit reicht. Es darf daher auch gern zwischendurhc mal gegessen werden, wenn der Hunger aufkommt. Bisher reguliert es sich hier dadurch noch echt gut. Tagsäber schaffe ich das auch immer. Mein Problemzeitpunkt ist aber leider immer noch der Abend, wenn die Kinder im Bett sind. Wenn ich mich dann entspannt mit meinem Schatz aufs Sofa packe, um die gemeinsame Zeit zu Zweit noch zu genießen, muss ich mich echt zusammenreißen, nicht ständig zu knabbern. :P

deep_blue, ich glaube, dass es mehr "Problemfälle" bzgl. Ernährung gibt, als man glaubt. Früher waren die Eltern aber auch noch wenig informiert. Man hat einfach geglaubt, es richtig zu machen. Heute gibt es das WWW, Bücher ohne Ende, Ratgeber, Ernährungscoaches usw. Trotzdem ist es mt all dem schwer, zurechtzukommen, wenn man 30 Jahre lang vorher völlig falsch gelebt hat. Aber es ist nicht unmöglich. :)

Die einzige Angst, die ich wirklich habe, ist, dass meine Kinder ebenfalls die Angst vor dem Dicksein übertragen bekommen, und deshalb evtl. irgendwann selber ein falsches Essverhalten an den Tag legen könnten. :(

lisa81

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« Antwort #57 am: 23. Juni 2016, 14:26:13 »
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« Letzte Änderung: 19. Dezember 2016, 14:34:30 von lisa81 »

deep_blue

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Antw:Der tägliche Zuckerkonsum (oder Wahnsinn )
« Antwort #58 am: 23. Juni 2016, 15:20:22 »
Glucke, ich denke nicht, dass es früher mehr Problemfälle (bzw. aus dem Früher sich mehr Problemfälle entwickelten) gab als es heute gibt. Ich denke, es hängt viel mehr vom Umfeld, von der Prägung desjenigen ab wie die Ernährung läuft. Und auch wenn es heute mehr Möglichkeiten der Information gibt, glaube ich schlichtweg, dass nur diejenigen dafür empfänglich sind, die eben etwas ändern wollen. :)

Januar2012

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Antw:Der tägliche Zuckerkonsum (oder Wahnsinn )
« Antwort #59 am: 23. Juni 2016, 15:32:15 »
Lisa: bei unserem Bäcker kann man im Internet nachschauen, welche Inhaltsstoffe das jeweilige Brot hat

Pela

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« Antwort #60 am: 23. Juni 2016, 17:44:51 »
Cornelia: mit wieviel Gramm Fructose wurdest du getestet?

Cornelia x Marie Sophie

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Antw:Der tägliche Zuckerkonsum (oder Wahnsinn )
« Antwort #61 am: 23. Juni 2016, 18:05:07 »
Pela - ich wurde noch nicht getestet, aber mein Mann hat auch eine Fruktoseintoleranz; wir sind aber auch erst auf die ähnlichen Symptome "gekommen", nachdem ich das ausführliche Gespräch mit der Hausärztin hatte...

Aktuell lese ich viel; darüber hinaus gibt es in unserem großen DM eine große Auswahl an fruktosearmen Artikeln - ansonsten lese ich so ziemlich in jeder Metzgerei/Bäckerei die Inhaltsstoffe und freue  mich über einen gut sortierten Naturkostladen.  ;)

 

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