Erzieht ihr Eure Kinder religiös?

Begonnen von Schnauferl1974, 03. März 2012, 23:14:19

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~ Oma Netti ~

nö, das sehe ich nicht so. wer es nicht für sich braucht - ok. man hat ja einen freien willen.
ich finde es aber tröstlicher den gedanken zu haben, dass da eben was ist.  :D

scarlet_rose

sunshine nach deiner Argumentation wäre Glauben ja eine Sache, welche man bewusst beschließt.

innerere Monolog:
"hmmm...eigentlich brauche ich keine Gebote, ich kann selbst überlegen....hmmm...naja,dann glaube ich halt nicht"
;)

Aber so ist es ja nicht. Man beschließt ja nicht, ob man etwas glaubt oder nicht, sowie du nicht aus einem BESCHLUSS heraus nicht glaubst, sondern, weil dir deine Erklärungen und dein Gefühl das sagen.

Man glaubt ja nicht,weil man Gebote braucht oder göttliche Erklärungen, sondern einfach,weil man glaubt.

Und woher willst du wissen,dass wir ohne Religion WEITER wären? So etwas kann man nicht behaupten, denn man weiß es nicht wo wir wären, ohne Religion.
Lebten wir eventuell in Anarchie? Vielleicht würde die Menschheit zerbrechen an diversen Schicksalsschlägen,denn sehr viele Menschen suchen Halt bei Gott. Was würden mit diesen Menschen passieren, ohne diesen halt? Was würde es auf die Menschheit auswirken?
Wären die Menschen überhaupt zur Forschung angetrieben worden, wenn sie nicht hätten Belege für geistliche/mystische Dinge finden wollen?
Hat der mensch in sich nicht genug eigene Fehlbarkeit um auch ohne Religion Massenmorde zu begehen? Er findet andere Gründe...sei es Fussball, Musik, Gruppenangehörigkeit usw...Religion hier vorzuschieben ist etwas wenig umsichtig.

Fakt ist, Religion wird hier oft als unnötig dargestellt, kein Mensch bräuchte es und es wäre künstlich geschaffen. Wenn dem aber so wäre, wieso gibt es dann nicht eine einzige menschliche Kultur OHNE Religion?
Scheinbar braucht der Mensch etwas, woran er glauben und festhalten kann.
Und auch Nichtgläubige brauchen es. Sie brauchen nämlich den festen Glauben daran,dass es dort nichts gibt! Und wäre dem nicht so,dann müssten sie das Nicht-Glauben nicht so immens verteidigen bzw das Glauben so verteufeln. Das muss man nämlich nur,wenn man den eigenen Standpunkt verteidigen und festigen will und muss.

Auch atheisten brauchen ihren Glauben an die NICHTexistenz göttlicher Wesen.
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Bettina

#1827
Es klingt für MICH leer. Ich habe nie gesagt, dass ein ungläubiger Mensch ein trostloses Leben führt. Wo nehmt ihr das immer her?

Ich rechtfertige gar nichts  mit Gott  ???. Wo denn?

Und nein, ich verhalte mich nicht richtig, weil es die 10 Gebote gibt. Und ich brauche sie insofern auch nicht (unbedingt). Ich habe ehrlich Probleme mit diesen Umkehrschlüssen.

Kein einziger Gläubige, den ich kenne, ob hier oder in unserer Gemeinde oder so, sagen, dass Ungläubige immer und unabwendbar ein schlechtes Leben haben. Keiner! Aber alle, die ich kenne sagen, dass ihr Leben durch den Glauben bereichert ist oder wurde. Wo ist das Problem?

Und für viele Menschen ist es dadurch einfacher, dass es die 10 Gebote gibt. Dass es eine Sammlung von Empfehlungen gibt, von Beispielen, ein Buch, wo sie nachlesen können, wo sie sich einen Ratschlag holen können, wo sie im Gebet zu Gott und sich selbst finden können, diese Zeit für sich haben, die sie als Zeit mit Gott bezeichnen. Um Kraft zu tanken und Energien zu aktivieren.

Vielen Menschen ist es leichter, etwas für andere zu tun als für sich selbst. Tun sie es für Gott, bleibt ihnen manche menschliche Enttäuschung erspart, weil es eben nicht an die Menschen gebunden ist, sondern einfach weil es richtig ist und was richtig ist, ist nicht immer so klar, wie bei der Frage, ob ich dem Nachbarn dafür das Messer in den Bauch rammen soll oder nicht.

Allerdings glaube ich sehr wohl, dass Glaube eine Entscheidung sein kann. Ich glaube, dass nicht wenige Menschen etwas vom Glauben mitbekommen. Vielleicht einfach beeindruckt sind von einem anderen Menschen. Wie dieser lebt, wie er mit Problemen umgeht und dann der Begründung "durch meinen Glauben" auf den Grund gehen wollen, Fragen stellen, sich kundig machen und irgendwann einfach beschließen, es auszuprobieren und sich drauf einlassen und so Glauben erleben und irgendwann auch überzeugt sind.
4+1 x Glück: 02/1998; 09/1998; 07/2006; 09/2008; 08/2011

Ann Kathrin Klaasen:"Ich hatte schon Freunde, da gab´s noch gar kein Facebook." Wolf:Ostfriesen-Feuer

Drops

Zitat von: Bettina am 18. Juli 2012, 11:19:23
Sollte ich im Moment meines Todes oder danach feststellen, dass es Gott nicht gibt, habe ich nichts, aber auch gar nichts verloren.

Zitat von: Bettina am 18. Juli 2012, 11:19:23
Sollte es nach meinem Tod tatsächlich so sein, dass da nichts, also wirklich einfach Ende und nichts ist, dann weiß ich das ja nicht, weil ich dann ja einfach nicht mehr bin.

hast nach dem ersten zitat nach dann aber nicht deinen glauben den du dein ganzes leben lang hattest nicht verloren?

Bettina

#1829
Pamela, ehrlich, wenn da nichts ist, ich nicht mehr bin, einfach weg bin. Wie kann mir dann noch etwas fehlen? Mein Leben ist vorbei und bin tot. Nicht mehr und nicht weniger und dann hat mein Glaube zu meinem Leben gehört und gut ist. Allein die Überlegung, dass mir nach meinem Tod etwas fehlen könnte, setzt voraus, dass nach meinem Tod noch irgend etwas ist. Ich bin sicher, aber dann fehlt mir ja auch nix.

Interessant ist für mich im Verlauf der Diskussion/des Austausches hier, dass es mich null verunsichert. Einfach gar nicht. Nicht mal die Vorstellung, dass nach dem Tod nichts sein könnte.
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Katie

Aber dieses "Ich glaube vorsichtshalber damit ich nach dem Tod auf der sicheren Seite stehe" oder auch das hier:
Zitat von: Schnauferl1974 am 18. Juli 2012, 09:36:47
Ich brauche den Glauben trotzdem, sonst würde ich Depressionen bekommen, wenn ich an den Tod denke

wirft doch auch wieder viele Fragen auf.

Was, wenn ihr an den falschen Gott glaubt? Was wenn den an den ihr nicht geblaubt habt durch eueren nichtglauben wuetend auf euch ist und euch bestrafen moechte?
Was wenn der Gott an den ihr glaubt gar nicht gut sondern boese ist?

Sowas wuerde mich viel mehr verunsichern.

Im Grunde seit ihr, was die vielen tausenden anderen Goetter betrifft naemlich auch Atheisten.

Bettina

Ich bin nicht unsicher. Wo nimmst du das denn wieder her? Und vorsichtshalber glaube ich schon mal gar nicht  ;D.

Mehr als "ich bin sicher" kann ich doch nicht schreiben. Ich sage ja nur, sollte es so sein, wie ihr sagt (was ich nicht glaube) hätte ich nichts verloren, aber mir hätte im Leben ganz sicher vieles gefehlt.

Wie Gott ist steht in der Bibel. Da muss ich keine Angst vor haben.

Aber das ist schon wieder .... süß
Zitat von: Katie am 18. Juli 2012, 12:06:36

Im Grunde seit ihr, was die vielen tausenden anderen Goetter betrifft naemlich auch Atheisten.

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Pinky

Zitat von: sunshine am 18. Juli 2012, 11:35:23

Und darum brauche ich keine Kirche, die mir sagt, was ich zu tun habe. Für was braucht man zB. die 10 Gebote? Es reicht doch, dass jeder ein bisschen Empathie entwickelt.

Es gibt nicht nur die Kirche :-)

Zitat von: sunshine am 18. Juli 2012, 11:35:23
Warum brauch ich jemand, der mir sagt, was richtig und was falsch ist? Das kann ich doch ganz gut selber rausfinden! Das man anderen nicht weh tut, sie nicht umbringt oder betrügt. Das ist doch selbstverständlich! Warum muss ich mein Verhalten da mit Gott rechtfertigen? sowas versteh ich einfach nicht!

Für Dich ist das selbstverständlich, für viele andere Menschen nicht. Vielleicht haben Deine Eltern Dich ja so erzogen, weil sie selbst geglaubt haben (dazu brauchen sie nicht in die Kirche gehen)

Zitat von: sunshine am 18. Juli 2012, 11:35:23
Vorallem deswegen nicht, weil auch, in unseren Augen falsches Verhalten mit Gott gerechtfertigt wird! Wir wären schon viel weiter auf der Welt, wenn es keine Religionen gäbe und die Menschheit sich darauf besinnen würde, was zu einer stabilen Weltgemeinschaft führt.

Genau das steht auch in der Bibel/Koran etc., was steht bitte in den heiligen Büchern, was uns zurückführt bzw aufhält eine stabile Weltgemeinschaft zu haben?

Zitat von: sunshine am 18. Juli 2012, 11:35:23

Und das wäre viel einfacher hinzubekommen, wenn es keine Menschen geben würde, die ihre Taten mit Gott rechtfertigen könnten! Denn die sind unbelehrbar! Sag mal nem Selbstmordattentäter, dass sein Verhalten falsch ist und nichts mit Gott zu tun hat. Da wirst du nichts erreichen.

Na klar, immer die Extremisten anführen!

Pinky mit Wunschprinz 12/2005 und Wunschprinzessin 05/2009

Katie

Zitat von: Bettina am 18. Juli 2012, 12:09:26
Ich bin nicht unsicher. Wo nimmst du das denn wieder her? Und vorsichtshalber glaube ich schon mal gar nicht  ;D.

Mehr als "ich bin sicher" kann ich doch nicht schreiben. Ich sage ja nur, sollte es so sein, wie ihr sagt (was ich nicht glaube) hätte ich nichts verloren, aber mir hätte im Leben ganz sicher vieles gefehlt.

Wie Gott ist steht in der Bibel. Da muss ich keine Angst vor haben.

Hab' doch nicht geschrieben dass du dir unsicher bist. Ich sage nur es gibt noch viele andere Moeglichkeiten und das wuerde mich unsicher machen, waere ich so auf die eine Moeglichkeit fixiert.
Wie Gott tatsaechlich ist, wenn es ihn gaebe kann niemand wissen. Die Bibel wurde auch nur von Menschen geschrieben.


Zitat von: Bettina am 18. Juli 2012, 12:09:26
Aber das ist schon wieder .... süß
Zitat von: Katie am 18. Juli 2012, 12:06:36

Im Grunde seit ihr, was die vielen tausenden anderen Goetter betrifft naemlich auch Atheisten.


Um es mit deinen eigenen Worten zu sagen:
"wenn du keine Lust hast ernsthaft und vernünftig und respektvoll zu diskutieren, dann lass es doch einfach"

Bettina

Ich wusste, dass das kommt, aber das war es mir wert.

Ich finde es süß. Wir sind alle Atheisten, auch die Gläubigen. Das ist genauso wie auf der Seite vorher stand und was ich auch schon mal geschrieben habe .... auch nicht-Glaube ist Glaube an etwas. Das wurde auch zerstückelt.

Ich sag es mal so. Wenn ich deine Gott-Atheisten-Sicht in Erwägung ziehe, dann hab ich mit der Annahme, dass es einen Gott gibt immer noch eine Variante weniger als mit der Ansicht, dass es zu den ganzen Gott-Möglichkeiten (die für mich nicht existieren, es gibt nur einen Gott) eine Variante weniger als auch noch anzunehmen, dass es auch keinen Gott geben könnte.

Ich argumentiere ja auch nicht mit "es gibt Ungläubige, die schlechtes tun, also warum gibt es Unglaube?" .... Mein Glaube bereichert mein Leben und tut niemandem sonst weh oder nimmt niemandem was weg. Also warum sollte man sich darüber aufregen?
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Ann Kathrin Klaasen:"Ich hatte schon Freunde, da gab´s noch gar kein Facebook." Wolf:Ostfriesen-Feuer

Katie

Ist ja schoen wenn dir herablassende Kommentare Spass machen. Eine respektvolle Diskussion kommt ohne aus  ;)

Zu den Varianten. Koennte auch sein, dass die Atheisten dann eher auf der sicheren Seite stehen. Soweit ich weiss moegen Goetter es nicht so gern, wenn man an den falschen glaubt.

Und Unglaeubige begehen keine schlimmen Taten im Namen des Atheismus. Glaeubige tun es aber gerade im Namen des Glaubens. Da liegt der Unteschied.

Bettina

#1836
Das tut mir leid, wenn du es als herablassend empfindest. So war es nicht gemeint.

Du glaubst nicht ernsthaft, dass ein gläubiger Mensch nur und ausschließlich religiös begründete schlechte Dinge tut  ????

Wenn ich dich z.B. nun unabsichtlich herablassend behandelt habe, dann war das ganz sicherlich nicht religiös motiviert. Das ist doch Quark.

Noch ein EDIT: Genau genommen, nach meinem Verständnis (und das habe ich ja auch schon mehrfach gesagt) ist es einem gläubigen Christen, der sich an die 10 Gebote hält, sogar unmöglich, z.B. einen anderen zu töten.
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Ann Kathrin Klaasen:"Ich hatte schon Freunde, da gab´s noch gar kein Facebook." Wolf:Ostfriesen-Feuer

Pinky

@Katie
beziehst Du Dich auch auf die Selbstmordattentäter? Die sind krank oder kannst Du mir zitieren, wo steht, dass wir im Namen der Religion töten sollen?
Und wenn ein Schizophrener tötet, weil Gott es ihm befohlen hat, dann sagst Du auch das sei religiös?

Und tut mir leid, aber Du kannst doch nicht ernsthaft erwarten, dass man so ein Zitat ernstnimmt? Da musste ich auch drüber schmunzeln.
Die Gläubigen sind tolerant den nicht-Gläubigen gegenüber aber die Nicht-Gläubigen irgendwie nicht habe ich den Eindruck. Und wenn irgendein Spinner meint im Namen der Religion was zu tun und damit anderen schadet, ist die Religion gleich was Schlechtes. Wenn aber andere Menschen tägich lügen und bertrügen, vergewaltigen, töten, weil sie meinen es gäbe kein Gott der das später richtet, das ist dann egal......
Würden diese Menschen nämlich glauben, würden sie sich nicht so verhalten.
Pinky mit Wunschprinz 12/2005 und Wunschprinzessin 05/2009

~ Oma Netti ~

bettina kann sich ja alleine verteidigen, aber wenn jemand etwas süß findet ist er herablassend?  ???

auweia, ich versteh das hier leider gar nicht mehr. es sagt doch gar keiner das glauben richtig und nicht glauben falsch und schlecht ist. jeder muss seinen weg finden. aber an irgendwas glauben wir doch alle. ich selber bin der meinung dass wir menschen generell schon immer etwas gebraucht haben, an dem wir uns festgehalten haben. menschen brauchen scheinbar regeln. und der eine findet sie im glauben, der andere findet sie einfach im weitergeben von werten ohne einen glauben an gott. letztlich ist das für mich fast irgendwie das gleiche.  :-\

Katie

Ich habe nicht gesagt, dass Glaeubige alles im Namen ihrer Religion tun. Aber es ist eine Tatsache, dass viele Taten mit "Gottes Befehl" gerechtfertig werden. Sogar George Bush Jr. sagte der Irakkrieg war Gottes Befehl.
Es gibt im Internet einige Seiten von Abtreibungsgegnern, die mit entsprechenden Bibelzitaten das Toeten von Aerzten rechtfertigen. Ja, wer hat nun recht? Man kann das ja alles munter auslegen wie man will.

Nicht alle Menschen, die schlimme Taten begehen kann man einfach als "Spinner" abtun. Das ist ein totschlagargument.

Aber wann wurde schon mal im Namen des Atheismus ein Krieg begonnen?

Zitat von: Pinky am 18. Juli 2012, 13:05:25
Wenn aber andere Menschen tägich lügen und bertrügen, vergewaltigen, töten, weil sie meinen es gäbe kein Gott der das später richtet, das ist dann egal......
Würden diese Menschen nämlich glauben, würden sie sich nicht so verhalten.

Die Mehrheit der Gefaengnisinsassen in USA, die Vergewaltigung, Mord und sonstwas begangen haben sind Christen.

Das Beispiel fuehre ich nicht an um zu behaupten Christen begehen mehr Verbrechen. Es sind einfach mehr Christen, weil Christen dort den grossteil der Bevoelkerung darstellen. Aber, auch glaeubige begehen Verbrechen.

Ein Verbrechen zu begehen hat naemlich tiefere Wurzeln als einfach glauben oder nichtglauben. Desweiteren werden die meisten Verbrechen ja auch nicht nach einem rationalen Abwaegen von Fuer und Wider begangen.

~ Oma Netti ~

Katie, aber das hatten wir doch schon. Damit gebe ich dir sogar Recht. Es werden Dinge (schlimme Dinge) damit gerechtfertigt. Aber das machen doch auch wieder die Menschen.  :-\ Die stellen sich hin und sagen ich mach das und jenes im Namen Gottes. Das heißt ja aber nicht, dass es tatsächlich im Namen Gottes geschieht und dass er (sodenn es ihn gibt) damit einverstanden wäre.
Wir suchen uns oft einen "Schuldigen" mit dem wir unsere Taten rechtfertigen, oder?

Bettina

Katie, ich kann das wirklich nicht nachvollziehen. BUSH hat gesagt .....! Das ist genau das, was Netti auch gerade geschrieben hat. Nur weil jemand Glaube als Vorwand nimmt, sich quasi selbst einen Freibrief damit erstellt, ist doch nicht die Sache an sich schlecht.

Ich sag ja auch nicht, dass Sex schlecht und schlimm ist und überflüssig (ist es ja nicht) und abgeschafft gehört, weil Kinder missbraucht werden .... könnten.

Das geht nicht zusammen für mich.
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Ann Kathrin Klaasen:"Ich hatte schon Freunde, da gab´s noch gar kein Facebook." Wolf:Ostfriesen-Feuer

sunshine

Ihr schreibt zuviel. Sorry, wenn ich jetzt nicht auf jede Frage oder jedes Argument eingehe, dass sich auf mein letztes Posting bezieht.  :-[

Im Namen von Religion und Gott wurden in der Geschichte der Welt schon soviele Verbrechen verübt, dass man das gar nicht mehr aufzählen kann. Und die Motivation dahinter war nicht, dass jemand einfach böse sein wollte. Sondern, dass er seinen Glauben verteidigen wollte. Das er das was er glaubt für absolut richtig hält! Beispielsweise Inquisition, Morde in Irland, Selbstmordattentäter...

Das meine ich, wenn ich sage, wir wären schon viel weiter ohne Religion. Natürlich gäbe es immer noch Verbrechen, aber wesentlich weniger, weil sehr viele Kriege schon immer und auch heute noch, religiös motiviert waren!

Und es ist, sorry Pinky, wirklich totaler blödsinn zu behaupten ohne Religion würden Menschen vergewaltigen und morden, weil sie keine Angst vor der Strafe danach haben müssten.

Und meine Eltern waren im übrigen beide Atheisten, wollten es immer mir überlassen, in welche Glaubensrichtung ich gehe möchte und haben mich deswegen auch nicht taufen lassen. Wofür ich ihnen sehr dankbar bin. Genauso habe ich es mit meinem Sohn auch gemacht. Und sollte er sich irgendwann entscheiden, dass für ihn glaube der richtige Weg ist, dann ist das für mich auch ok. Solange er es nicht so macht wie mein cousin, der sich mit 14 hat taufen lassen, damit er die Geschenke zur Konfirmation abstauben kann. Danach war sein Glaube schnell wieder verflogen.

Und ich bin nicht intolerant gläubigen gegenüber. Von mir aus, kann jeder machen was er will. Aber man wird doch wohl auch als Atheist noch drüber reden dürfen, ob man das Ganze in Frage stellt! Es gibt soviele Widersprüche im Glauben, aber die werden einfach ignoriert oder nicht ernst genommen. Allein die Diskussion hier, zwischen den verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen!

Da ist für mich einfach ganz klar, dass es einfacher wäre, die Menschen würden sich drauf besinnen, wie man sich einfach richtig verhält. Ohne Religion ohne Glauben. Wenn ich mich nämlich nur richtig verhalte, weil ich Angst habe, ich könnte nach dem Tod bestraft werden, dann läuft bei mir auch was ganz schön falsch!

KoenigRaffzahn

Warum wird menschen abgesprochen, das sie im auftrag/sinne von gott/ihres heiligen buches handeln, wenn sie menschen töten?
Warum wird menschen geglaubt das sie im auftrag gottes/ihres heiligen buches handeln, wenn sie anderen menschen helfen?

Zitat von: scarlet_rose am 18. Juli 2012, 11:45:46

Und woher willst du wissen,dass wir ohne Religion WEITER wären? So etwas kann man nicht behaupten, denn man weiß es nicht wo wir wären, ohne Religion.
weil die religion seit jahrhunderten menschen getötet hat, die ihnen widersprochen haben. Erst in neuester zeit gibt es tatsächlich auch in kirchlichen bereichen forschung.
Zitat von: scarlet_rose am 18. Juli 2012, 11:45:46


Wären die Menschen überhaupt zur Forschung angetrieben worden, wenn sie nicht hätten Belege für geistliche/mystische Dinge finden wollen?
...
möchtest du damit behaupten, ohne die religion wollten die menschen gar keine forschung betreiben?
Zitat von: scarlet_rose am 18. Juli 2012, 11:45:46

Fakt ist, Religion wird hier oft als unnötig dargestellt, kein Mensch bräuchte es und es wäre künstlich geschaffen. Wenn dem aber so wäre, wieso gibt es dann nicht eine einzige menschliche Kultur OHNE Religion?
weil menschen schon immer nach gründen für bisher unerklärliches gesucht haben.
Zitat von: scarlet_rose am 18. Juli 2012, 11:45:46
Scheinbar braucht der Mensch etwas, woran er glauben und festhalten kann.
Und auch Nichtgläubige brauchen es. Sie brauchen nämlich den festen Glauben daran,dass es dort nichts gibt! Und wäre dem nicht so,dann müssten sie das Nicht-Glauben nicht so immens verteidigen bzw das Glauben so verteufeln. Das muss man nämlich nur,wenn man den eigenen Standpunkt verteidigen und festigen will und muss.

Auch atheisten brauchen ihren Glauben an die NICHTexistenz göttlicher Wesen.
ich brauche belege,
keine tausende jahre alten büchern in denen mit massenmord, vergewaltigung und mord gedroht und geprahlt wird.
Die deutungshoheit der religionen wird immer kleiner. Je mehr belege es dafür gibt das es keinerlei gottheit bedarf.
mfg die welt liegt uns zu füßen denn wir stehen drauf wir gehen drauf für ein leben voller schall und rauch bevor wir falln falln wir lieber auf

Schnauferl1974

Zitat von: Katie am 18. Juli 2012, 12:06:36
Aber dieses "Ich glaube vorsichtshalber damit ich nach dem Tod auf der sicheren Seite stehe" oder auch das hier:
Zitat von: Schnauferl1974 am 18. Juli 2012, 09:36:47
Ich brauche den Glauben trotzdem, sonst würde ich Depressionen bekommen, wenn ich an den Tod denke

wirft doch auch wieder viele Fragen auf.

Was, wenn ihr an den falschen Gott glaubt? Was wenn den an den ihr nicht geblaubt habt durch eueren nichtglauben wuetend auf euch ist und euch bestrafen moechte?
Was wenn der Gott an den ihr glaubt gar nicht gut sondern boese ist?

Sowas wuerde mich viel mehr verunsichern.

Im Grunde seit ihr, was die vielen tausenden anderen Goetter betrifft naemlich auch Atheisten.

Ich glaube an ein Leben nach dem Tod im Sinne der Bibel, ob da richtig ist, weiß ich nicht, aber ich bin mir sicher, das mit dem Tod nicht alles vorbei ist

Bettina

Menschen töten Menschen! Religion kann keine Menschen töten. Menschten können Religion missbrauchen und es als Legitimation verwenden, um Menschen zu töten. Aber deshalb töten sie trotzdem und verstoßen damit gegen die Gebote. Ergo sind sie für mich in ihrer Argumentation überhaupt nicht überzeugend.

Mediziner haben auch in bestem Wissen und Gewissen Medikamente verschrieben, um Menschen zu helfen. Contergan z.B., haben Aderlass noch und nöcher gemacht, weil sei dachten, es hilft. Aber deshalb schreit niemand, man solle Medizin und Ärzte abschaffen.

Für mich sind das alles an den Haaren herbei gezogene Argumente gegen Glauben, die keinerlei Grundlage haben.

Ich habe im Übrigen auch keine Angst nach meinem Tod für irgend etwas bestraft zu werden. Ergo ist auch mein Handeln nicht auf Angst gegründet. Ich werde mich irgendwann  für meine Taten verantworten müssen. Das heißt nicht, dass ich bestraft werde oder im Höllenfeuer schmore. Aber ich glaube daran, dass ich konfrontiert werden werde. Ich werde mich verantworten müssen, aber Strafe ..... Vergebung ist eines der großen Themen in der Bibel.

@Raffi: Keiner hat gesagt, dass es nicht Menschen gibt, die im Namen des Glauben schlimme Dinge tun. Aber nicht alles ist religiös begründet, nur weil es ein Gläubiger getan hat. Ebenso für das Gute, was Menschen tun. Aber das alles wurde schon mehrfach gesagt/geschrieben.
4+1 x Glück: 02/1998; 09/1998; 07/2006; 09/2008; 08/2011

Ann Kathrin Klaasen:"Ich hatte schon Freunde, da gab´s noch gar kein Facebook." Wolf:Ostfriesen-Feuer

Pinky

Es ist doch ganz einfach, nur weil einer sagt er tötet in Namen der Religion, heisst doch nicht gleich, dass das irgendwo steht oder die Religion das töten erlaubt. Das sind Spinner, keine Gläubigen!

Und nur weil sich einer Christ nennt, heisst das nicht, dass er glaubt. Das passt doch nicht, denn wenn er glauben würde, würde er nicht töten!

Ich weiss gar nicht wie ihr das so durcheinanderwürfeln könnt.

Und es ist keine Auslegungssache!

Ich weiss nicht, was daran Auslegungssache ist, wenn dort steht: Du sollst nicht töten, das bietet keinen Spielraum!
Pinky mit Wunschprinz 12/2005 und Wunschprinzessin 05/2009

Katie

#1847
Zitat von: Pinky am 18. Juli 2012, 15:17:55
Es ist doch ganz einfach, nur weil einer sagt er tötet in Namen der Religion, heisst doch nicht gleich, dass das irgendwo steht oder die Religion das töten erlaubt. Das sind Spinner, keine Gläubigen!

Natuerlich, das steht in der Bibel  ;)


Zitat von: Pinky am 18. Juli 2012, 15:17:55
Ich weiss nicht, was daran Auslegungssache ist, wenn dort steht: Du sollst nicht töten, das bietet keinen Spielraum!

Das ist ja nicht der einzige Satz der in der Bibel steht. Es gibt genug stellen in denen Toeten, die Todesstrafe, Steinigung usw. gerechtfertigt wird.

Pinky

Zitat von: Katie am 18. Juli 2012, 16:27:59
Zitat von: Pinky am 18. Juli 2012, 15:17:55
Es ist doch ganz einfach, nur weil einer sagt er tötet in Namen der Religion, heisst doch nicht gleich, dass das irgendwo steht oder die Religion das töten erlaubt. Das sind Spinner, keine Gläubigen!

Natuerlich, das steht in der Bibel  ;)


Zitat von: Pinky am 18. Juli 2012, 15:17:55
Ich weiss nicht, was daran Auslegungssache ist, wenn dort steht: Du sollst nicht töten, das bietet keinen Spielraum!

Das ist ja nicht der einzige Satz der in der Bibel steht. Es gibt genug stellen in denen Toeten, die Todesstrafe, Steinigung usw. gerechtfertigt wird.

Ich bitte um entsprechende Zitate!
Pinky mit Wunschprinz 12/2005 und Wunschprinzessin 05/2009