Autor Thema: Eltern und Vorurteile. Wenn andere es anders machen.  (Gelesen 21989 mal)

Pünktchen

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Antw:Eltern und Vorurteile. Wenn andere es anders machen.
« Antwort #50 am: 07. März 2014, 21:30:04 »
Mütter, die ohne aufzuschauen am quatschen mit anderen sind, während ihre Kinder gefährliche oder "dumme" Dinge tun
Wenn Mütter sich aufregen, weil ich meine Kinder ohne aufzuschauen gefährliche Dinge tun lasse  ;)

Ich vermute (hoffe), dass du andere Situationen meinst als ich, aber ich lasse meine Kinder viele Dinge tun, die andere (meiner Meinung nach übertrieben, aber es ist die große Mehrheit) als gefährlich einschätzen.


Ich bin da nicht überempfindlich. Ich meine wirklich gefährliche Situationen. Z.B. Die Abholzeit im KiGa wo 100 Eltern mit ihren Autos zum abholen auf den eh schon unübersichtlichen Parkplatz fahren und da sich Mütter in den Vorgarten des KiGas zum unterhalten stellen während ihre 4 jährigen Kindern auf dem Parkplatz rumrennen. Also wie gesagt, ohne das die Mutter nur einmal den Blick auf die Kinder richtet.

Zerl

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Antw:Eltern und Vorurteile. Wenn andere es anders machen.
« Antwort #51 am: 07. März 2014, 21:55:19 »
Hmmm, also meistens behalte ich meine Besserwisserei (klaaar hab ich die!  S:D ) für mich.
Was mir allerdings SEHR Mühe macht, ist, wenn Eltern die Sicherheit ihrer eigenen, oder schlimmer noch meines Kindes gefährden.
Und dazu gehört für mich (aktueller Anlass) sein eineinhalb jähriges Kind komplett ungeimpft in unsere Krabbelgruppe zu stecken. Ich weiss, dass es die Entscheidung aller Eltern selbst ist, aber für mich persönlich bedeutet es eine Gefährung unserer kleinen Maus (die ja logischerweise noch nicht komplett durchgeimpft ist und für die eine Krankheit wie Masern der GAU wäre).
Mein Vater ist Allgemeinpraktiker und vor ca. 2 Jahren wäre ihm in der Praxis fast ein Kind unter der Hand weggestorben an den Folgen einer absolut impfbaren Krankheit  :-(  :'( Zum Glück hat er sofort den Helikopter rufen lassen und das Kind wurde in eine Spezialklinik verfrachtet, so dass es überlebt und heute nur noch geringe Nachwirkungen (Sprachstörungen) zeigt.

Karlanda

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Antw:Eltern und Vorurteile. Wenn andere es anders machen.
« Antwort #52 am: 07. März 2014, 22:57:08 »
Ich maße mir auch nicht an über andere (kranke?) Kinder im Kindergarten zu urteilen. Weder weiß ich ob es am Vortag fiebernd abgeholt wurde, noch weiß ich ob das Kind wirklich krank ist. Meine kleine Tochter geht dauerhustend in die KiTa S:D und das seit bald 2 Jahren. Sie darf vom Kinderarzt & Pneumologen aus gehen, ich sehe keinen Grund sie Zuhause zu lassen - und so denke ich auch nicht großartig weiter über andere hustende Kinder nach.
Die wirklich ekelhaften Krankheiten werden sowieso übertragen ohne das man es ahnt.

Ich habe schon geahnt, dass das missverstanden wird.
Nein, ich rede nicht von Husten oder laufender Nase bei einem Kind, dass ansonsten fit und munter ist.
Und doch: Leider habe ich mehr als einmal mitbekommen, dass ein fieberndes Kind abgeholt werden musste, am nächsten Tag wieder da war und nach ein paar Stunden wieder fiebernd auf der Matte lag.
Und eben weil solche Fälle leider auch immer öfter vorkommen, müssen wir mittlerweile bei jedem Pups eine Gesundschreibung vom KiA anschleppen, was mich ehrlich gesagt auch ziemlich nervt. ...und was erstaunlicherweise das genannte Problem bislang tortzdem nicht lösen konnte :-\
« Letzte Änderung: 07. März 2014, 23:48:12 von Karlanda »

pirANhJA

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Antw:Eltern und Vorurteile. Wenn andere es anders machen.
« Antwort #53 am: 08. März 2014, 00:07:39 »
Finds furchtbar wenn Mütter ihre Babys/Kinder im Kinderwagen/Buggy schieben und dabei nur ihr Handy im Auge haben, egal was das Kleine macht ... die Lüdden fühlen sich doch sicher total unerwünscht & überflüssig - ungeliebt.

Pedi

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Antw:Eltern und Vorurteile. Wenn andere es anders machen.
« Antwort #54 am: 08. März 2014, 06:39:22 »
Finds furchtbar wenn Mütter ihre Babys/Kinder im Kinderwagen/Buggy schieben und dabei nur ihr Handy im Auge haben, egal was das Kleine macht ... die Lüdden fühlen sich doch sicher total unerwünscht & überflüssig - ungeliebt.

Aber ein Baby nimmt das doch oft gar nicht so wahr ??? Genauso wie Musik hören. Das finde ich bei Babys nun echt nicht schlimm und heißt doch nicht das ich es nicht liebe.

Ansonsten:
fahren ohne Kindersitz
ohne Helm Fahrrad fahren, Roller/Laufrad usw fahren
Kinder mit ansteckenden Krankheiten in den Kiga bringen (also wenn die Eltern es wissen)

Muse

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Antw:Eltern und Vorurteile. Wenn andere es anders machen.
« Antwort #55 am: 08. März 2014, 07:01:30 »
So, mein Erlebnis gestern am Spielplatz:

Da war eine junge Mama die als Einzige mit ihrem 11-Monatigem Kind wie eine Irre im Sandkasten gebuddelt hat (gut, dem Kind wars egal  ;D ) und wirklich mit dem Kind gespielt hat während alle anderen Mamas inkl mir  ;D geratscht haben.
Aufeinmal lässt sie das Kind sitzen und geht rauchen, aber außerhalb des Spielplatzbereichs. DAS finde ich toll!  :D Also nicht das Rauchen an sich aber die Art ist okay wenn es denn schon sein muss.  :)

Aber warum mein schlafendes Baby sich ungeliebt gefühlt haben soll wenn ich beim Spazieren gehen Musik gehört habe versfehe ich zwar nicht aber okay. Das sieht Jeder anders. Auch bei wachen Kindern denke ich mir dass eine Mama evtl einfach mal kurz eine Auszeit braucht.  :) Mei, wir sind doch alle nur Menschen.


Bei meiner Großen war ich auch viel vorsichtiger als beim Kleinen.  :-\ Ob das schon unter Helikopter Mutter läuft, keine Ahnung. Da haben wir einfach noch ganz andersgewohnt als sie klein war. Jetzt darf sie hier in der Siedlung die Welt alleine erkunden, so etwas war früher undenkbar, da musste ich sie einfach im Blick haben  :-\

Honigbluete

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Antw:Eltern und Vorurteile. Wenn andere es anders machen.
« Antwort #56 am: 08. März 2014, 07:05:40 »
Mich nervt es, dass unter manchen Müttern so wenig Solidarität herrscht und man sich das Leben gegenseitig schwer macht. Und wenn mir Eltern bei jedem Treffen erzählen, welche Höchstleistungen ihr Kind vollbringt und ich dann hinterher erfahre, dass dem nicht so ist... Da tun mir die Kinder leid, die unter den hohen Erwartungen der Eltern leiden...
Dann die Klassiker in angeschnallt im Auto, ohne Helm auf Fahrgeräten, rauchen im Beisein der Kinder...

Ich meide mittlerweile diese Mütter, die vordergründig was nettes sagen und dir mit einem Lächeln eine Beleidigung reinwürgen... Ich hatte eine im entfernten Bekanntenkreis, die das gut kann und mich immer wieder in Staunen versetzt hat mit ihren nett verpackten Unverschämtheiten.

Bei allem anderen bin ich mittlerweile recht locker, eben weil man selten die ganze Geschichte kennt. Und wenn die eigenen Kinder größer sind, weiß man in der Regel, dass die Außenwirkung so mancher Alltagssituationen krasser ausfällt als es einem selber vorkommt, eben weil man selbst die Hintergründe kennt. Und man hängt nicht mehr so viel mit anderen Müttern zusammen...

dragoness

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« Antwort #57 am: 08. März 2014, 08:36:01 »

Dein Kind ist aber auch erst 5 und nicht 9 oder 10 ;-)



Ich bin 36 und flüstere meinem Mann oder einer Freundin ab und an in Gesellschaft noch Dinge ins Ohr, weil ich sie nicht laut äußern möchte. Machen die meisten Leute, die ich kenne, übrigens auch so.
Ich kann's auch wirklich verstehen.

"Hast du mal einen Tampon? Ich hab grad ziemlich überraschend meine Emma gekriegt." oder "Können wir bald fahren? Ich glaub, ich hab MD und der Weg zum Klo ist hier lang."
sind nun keine Sachen, die selbst ich gerne laut in eine Geburtstagsgesellschaft oder durch einen Ballsaal bölke. Dafür winke ich auch keinen konspirativ ins Nebenzimmer oder schreibe SMS. Da tut's die gute alte stille Post.

Manchmal ist es einem unangenehm, etwas laut zu sagen. Wegen des Inhalts? Möglich. Vielleicht aber auch einfach wegen der damit verbundenen Aufmerksamkeit.

Ganz ehrlich - würde mir als Erwachsener jemand so kommen, bekäme er als Antwort zurück ein herzhaftes "F*ick dich, du Po!"
Kinder sind ja noch nicht so rational und diplomatisch wie Erwachsene. Jedem Kind, das dann einfach nur verstummt, spreche ich also hiermit meine Hochachtung aus :D

Dann bin ich lieber ein Po, als so unhöflich  :o

Man kann etwas auch leise sagen, anstatt jemandem offensichtlich ins Ohr zu flüstern. Finde ich zumindest. Meine Kinder nehmen mich dann zur Seite und halten nicht ihren Mund an mein Ohr.

min(e)

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Antw:Eltern und Vorurteile. Wenn andere es anders machen.
« Antwort #58 am: 08. März 2014, 08:44:00 »
Hmmm, also meistens behalte ich meine Besserwisserei (klaaar hab ich die!  S:D ) für mich.
Was mir allerdings SEHR Mühe macht, ist, wenn Eltern die Sicherheit ihrer eigenen, oder schlimmer noch meines Kindes gefährden.
Und dazu gehört für mich (aktueller Anlass) sein eineinhalb jähriges Kind komplett ungeimpft in unsere Krabbelgruppe zu stecken. Ich weiss, dass es die Entscheidung aller Eltern selbst ist, aber für mich persönlich bedeutet es eine Gefährung unserer kleinen Maus (die ja logischerweise noch nicht komplett durchgeimpft ist und für die eine Krankheit wie Masern der GAU wäre).
Mein Vater ist Allgemeinpraktiker und vor ca. 2 Jahren wäre ihm in der Praxis fast ein Kind unter der Hand weggestorben an den Folgen einer absolut impfbaren Krankheit  :-(  :'( Zum Glück hat er sofort den Helikopter rufen lassen und das Kind wurde in eine Spezialklinik verfrachtet, so dass es überlebt und heute nur noch geringe Nachwirkungen (Sprachstörungen) zeigt.

Gibts die MMR nicht erst ab 3jahren? Da ist es doch Wurst, ob da ein komplett ungeipftes Kind rumhüpft oder nicht.

Aber die selbe Angst hab ich bei meinen ungeimpften Kindern auch ;)

Fliegenpilz

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Antw:Eltern und Vorurteile. Wenn andere es anders machen.
« Antwort #59 am: 08. März 2014, 09:08:57 »
Am schwierigsten am Eltern sein ist doch tatsächlich allen Erwartungen gerecht zu werden. Denen der Eltern, der Schwiegereltern, des Arbeitgebers, dem Freundes- und Bekanntenkreis und ganz wichtig: Den Nachbarn & allen anderen Eltern, die einen gar nicht kennen :D


Once

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« Antwort #60 am: 08. März 2014, 09:19:02 »
Mich nervt es, dass unter manchen Müttern so wenig Solidarität herrscht und man sich das Leben gegenseitig schwer macht.

ja das stört mich auch. Man könnte Helicopter-Eltern demnach auch als jene Eltern interpretieren, die ständig nur darauf achten wie sich andere mit ihren Kindern verhalten. Jedes Mal wenn ich auf den Spielplatz gehe habe ich das Gefühl auf uns sind 100 Paar Augen gerichtet.

Einige erwähnten es würde sie stören wenn Eltern ständig eingreifen würden weil ihr Kind ungerecht behandelt wird. Darüber hab ich noch mal nachgedacht. Ich glaube bei fiesen Ungerechtigkeiten werde ich das auch tun. Unter Kindern herrscht nämlich das Recht des stärkeren. Da gibt es idR keine konstruktive Konfliktlösung. Natürlich greif ich da dann auch mal ein. Mich ärgern eher die Eltern die ihre Kinder herumpöbeln und schupsen lassen und nicht einschreiten.
Gerade neulich hab ich drei kleine Zicken weg geschickt, die meinten sie müssten 10 Minuten lang auf einem etwas älteren aber total eingeschüchterten Jungen herumhacken der offensichtlich ein Einzelgänger war und sonst seine Mama immer am Hintern kleben hatte.

Fliegenpilz

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Antw:Eltern und Vorurteile. Wenn andere es anders machen.
« Antwort #61 am: 08. März 2014, 09:24:40 »
@Once
Noch ist die Mausemücke ja klein, aber meist ist es wirklich so, dass die Kinder mal in jeder Rolle landen. So kenne ich es zumindest von meinen Kindern und von den Kindern, die ich ebenfalls mit aufwachsen sehe - lasse mich aber hier gerne eines Besseren belehren bzw. wird es immer die Ausnahmen geben ;)

Meine Mädchen waren diejenigen, die gehauen/geschubst (Ljiljana) und gebissen (Delia) haben. Genauso waren sie aber auch schon diejenigen, die ausgegrenzt wurden, die einstecken mussten. Die Rollenverteilung ist gerade in den jungen Jahren immer wieder neu, die Kinder suchen sich ja selbst noch. Und im gewissen Rahmen sollte man ihnen diese Möglichkeit auch geben. Natürlich blutet mein Mutterherz, wenn meinem Kind gesagt wird, dass es doof ist und nicht mitspielen darf und dann weggeschubst wird - andererseits muss sie einfach auch lernen mit diesen Situationen umzugehen. Ich kann Hilfestellungen geben, aber ich kann es nicht für sie klären.

Die Beiß- und Hau/Schubsphasen waren im Übrigen immer nur kurz und die Eltern, die am meisten die Augen rollen und ihre Kinder in Sicherheit brachten hatten dann irgendwann genau solche unerzogenen Kinder, wie meine es zu dem Zeitpunkt waren S:D

Sonne1978

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Antw:Eltern und Vorurteile. Wenn andere es anders machen.
« Antwort #62 am: 08. März 2014, 09:37:05 »
Oja... ich hatte auch andere Erwartungen an Mütter / Eltern, als ich selbst noch keine Kinder hatte, als mit der Erfahrung von heute ;D

Und was ich auch gelernt habe mit dem 2. Kind: es läuft nicht alles nach Schema F. Jedes Kind ist anders. Die Erziehungsmethoden, die bei Kind 1 funktioniert haben, kann ich bei Kind 2 nicht 1:1 übernehmen, weil es einen völlig anderen Charakter hat. Das zu erkennen, hat mich etwas Zeit und vor allem Nerven gekostet.

@Eingreifen
Ich gehe mal davon aus, dass alle Mütter was unternehmen werden, wenn ein Kind unfair behandelt wird. Vor allem, wenn das Kind selbst noch gar nicht in der Lage ist, sich der Situation angemessen zu verteidigen.
Es gibt aber Situationen, in denen ich es viel wichtiger finde, Kinder zu ermutigen, sich selbst zu verteidigen. Aus meiner Sicht gehört das auch zur Erziehung: lernen, mit Frust umzugehen.

Once

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« Antwort #63 am: 08. März 2014, 09:39:45 »
Naja ja - nur leider ist es nicht der Fall, dass bei den meisten Kindern ein Gleichgewicht an mobben und gemobbt werden entsteht. Introvertierte, unsichere Kinde sind häufig die notorische Angriffsplattform anderer.
Und da bedarf es auch partiell (nicht grundsätzlich) Lenkung von außen.

dragoness

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« Antwort #64 am: 08. März 2014, 10:01:42 »
So sehe ich das auch Sonne:

Kinder müssen lernen sich in Konfliktsituationen angemessen zu verhalten. Das lernen sie nicht, wenn von vorneherein gleich die Eltern eingreifen (und das ist das was ich in meinem ersten Posting meinte). Ich versuche meinen Kindern dann Lösungen an die Hand zu geben, greife aber erst dann ein, wenn ich den Eindruck habe, dass die Kinder es nicht alleine schaffen. Natürlich würde ich auch eingreifen wenn jetzt mehrere Kinder ein Kind (auch wenn es nicht meins ist) beschimpfen oder sogar körperlich angreifen würden.

Once

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« Antwort #65 am: 08. März 2014, 10:07:09 »
Die wenigsten Eltern greifen vermutlich von vornherein ein, sondern erst dann wenn der Streit unschöne Dimensionen annimmt. Und das ist dann auch gut so. Und klar, man muss Kindern beibringen sich zu verteidigen. Manche Kinder haben aber so wenig Selbstbewusstsein mitbekommen von zu Hause, dass sie sich nicht abgrenzen können geschweige denn wehren. Der Junge den ich da in Schutz nahm wirkte so auf mich. Er saß einfach nur da, schaute auf den Boden, war kreuzunglücklich und sagte nichts.

Fliegenpilz

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« Antwort #66 am: 08. März 2014, 10:10:07 »
Wie schön kurz Sonne1978 das was ich sagen wollte sagen kann - Danke! :D :-*

Zerl

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« Antwort #67 am: 08. März 2014, 11:10:57 »
Gibts die MMR nicht erst ab 3jahren? Da ist es doch Wurst, ob da ein komplett ungeipftes Kind rumhüpft oder nicht.
Aber die selbe Angst hab ich bei meinen ungeimpften Kindern auch ;)

Das ist so nicht korrekt:
Zitat
Das Risiko, an Masern, Mumps oder Röteln zu erkranken, beginnt im Alter von 4 bis 6 Monaten, da zu dieser Zeit die in der Schwangerschaft weitergegebenen mütterlichen Abwehrstoffe verschwinden. Generell empfohlen ist, dass die Kinder die erste Dosis der MMR-Impfung im Alter von 12 Monaten und die zweite Dosis im Alter von 15 bis 24 Monaten erhalten, um Interferenzen mit den verbleibenden mütterlichen Abwehrstoffen zu ver- meiden.
Kindern, die eine Gemeinschaftseinrichtung (Kindertagesstätte, Tagesmutter) besuchen, wird die erste Dosis ab dem Alter von 9 Monaten und die zweite Dosis zwischen 12 und 15 Monaten empfohlen.
Im Falle einer Epidemie kann für alle Kinder eine Impfung ab dem Alter von 9 Monaten oder gar 6 Monaten, wenn ein Kontakt zu einer erkrankten Person besteht, in Betracht gezogen werden.
(BAG CH)

Ich will hier keine Diskussion über impfen/nichtimpfen entfachen. Für mich persönlich ist es ein absolutes no-go - und das war ja hier die Frage im thread.

min(e)

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Antw:Eltern und Vorurteile. Wenn andere es anders machen.
« Antwort #68 am: 08. März 2014, 11:55:18 »
es geht mir auch nicht ums impfen oder nicht impfen
ich hatte eben noch im hinterkopf, dass das eben mit 3 jahren gemacht wird
vielleicht war es auch eine überlegung von mir, die ganz große erst mit 3 jahren dagegen zu impfen... wobei mir einfällt, ich wollte bis zur schule warten, damals
deswegen hab ich nochmal nachgefragt :)

Once

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« Antwort #69 am: 08. März 2014, 13:17:58 »
Man findet bei den Impfgegnern wie auch bei Impfbefürwortern leider so viele Menschen, die sich nur in Foren informiert haben oder einfachhalber die Meinung des stikofreundlichen Kinderarztes annektieren. Keine der beiden Gruppen kann ich dahingehend wirklich ernst nehmen.
Ich habe eine kritische Meinung zum Impfen die sich irgendwo zwischen den Extremen befindet und ich kann jedem unkritischen Impfbefürworter auch nur dazu raten kritische Gedanken zumindest auch mal zuzulassen.

Nipa

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« Antwort #70 am: 08. März 2014, 18:15:16 »
Ich finde auch so manches doof, was andere machen.
Bei Freunden oder Personen die mir irgendwie nahestehen sage ich dann manchmal freundlich was, bei anderen Leuten ist es mir mittlerweile egal.

Gut, bei Dingen wie kein Kindersitz etc. kann ich mich nicht wirklich zurückhalten, aber das ist mir so noch nie untergekommen, ausser auf der Autobahn wo das Kind im VW-Bus zwischen den Vordersitzen stand - aber auf der Autobahn im Nirgendwo die Polizei zu rufen war mir jetzt auch too much. Die kriegen nen Anschiss und machen es dann am nächsten Tag wieder.

Aber bei den meisten Dingen kann man die Kinder nicht beschützen und vielleicht haben sich viele Leute ja auch gut überlegt was sie da machen. Ich kenne auch jemanden, die impft nicht bevor das Kind nicht 3 Jahre alt ist. Finde ich bei Tetanus unverantwortlich zumal das Kind in eine Krippe geht. Aber gut, ist nicht mein Kind was dann wenn es ganz saublöd läuft stirbt. Ich kann nur die Dinge die meine Kinder betreffen nach bestem Wissen und Gewissen machen - und wenn mein Kind dann einen Impfschaden hat sagt eine andere Mutter vermutlich "hättest Du besser auf mich gehört".
So gibt es eben ausser bei gravierenden Dingen wie rauchen/trinken in der Schwangerschaft, fahren ohne Kindersitz und ähnlichem immer ein Pro/Contra worüber man diskutieren kann...

So allgemeine Vorurteile habe ich mir abgewöhnt, weil man den Leuten ja nur vor den Kopf schauen kann. Vielleicht gönnt sich die übergewichtigte Mutter eben 1x/Monat das Eis, bei dem ich sie gerade sehe und isst den restlichen Monat sehr gesund?
Da lästere ich lieber bewusst über Leute die sich durch ihr Verhalten mir gegenüber ernsthaft disqualifiziert haben.

Peppeline

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« Antwort #71 am: 08. März 2014, 23:15:15 »
Ich habe mir grade mal die Anfangsposts durchgelesen.
Bei der Flüstergeschichte bin ich eh raus, sowas finde ich aber nicht so unhöflich, wie jemand, der ständig mit seinem Handy/Smartphone zugange ist. Das ist aber auch allgemein und nicht speziell auf Eltern bezogen.

Gebt ihr denn ungefragt z.B. Still - oder Tragetips?
Ich weiß noch, dass ich bei meinem ersten Kind sehr empfindlich war und ungefragte Ratschläge nicht mochte. Ich habe mir aber sehr viel aus dem Forum angeeignet, grade was das Tragen betrifft.




Sweety

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« Antwort #72 am: 09. März 2014, 00:29:42 »
Ungefragte Tipps: Jein.

Ich laber keine Fremden an und ich dränge das auch nicht Freunden auf.
Wenn allerdings ein Kind schief gebunden ist oder so, dann sag ich das freundlich oder wenn eine - in meinen Augen - absolut ungeeignete Trage verwendet werden soll.

Ich missioniere nicht rum oder so. Aber ich denke, unter Freunden kann - wenn das Gespräch eh grad drauf kommt oder so - mal nett was sagen. Also nicht "Du machst das falsch" sondern eher "He guck mal, das Kind ist schief... darf ich mal kurz richten?"

Beim Stillen ebenso. Ich stille Langzeit und halte Vollstillen solange wie möglich und dann noch weiterhin so lange wie gewünscht für das Beste - gebe aber gerne zu, dass diese Sicht schlicht meinem subjektiven Gefühl entspricht und auch damit zusammenhängt, dass ich die Zeit und Muße habe und wir uns beide damit wohlfühlen.

Wer die Zeit nicht hat oder wer sich damit nicht wohlfühlt, kann das schwerlich für das Beste halten. Diese Kriege zwischen "Fläschlerinnen" und Stillerinnen sind m.E. ideologisch und da seh ich überhaupt keine Veranlassung, irgendwas zu sagen.

Wenn aber zum Beispiel eine Freundin mit Minibaby sitzt und gefrustet sagt, dass sie wohl oder übel bald abstillen muss, weil das 12 Wochen alte Baby von der Milch nicht mehr satt wird, weil es nur noch weint und alle Stunde ran will - ja klar erklär ich ihr dann in einem schnellen Abriss die Sache mit den Wachstums- und Entwicklungsschüben, dass es durchaus nicht unnormal ist, sich in dem Alter so zu verhalten und dass sie nicht abstillen muss, wenn sie nicht will, weil ihre Milch ganz sicher noch reicht.

Klar ist das ungefragt in dem Moment - aber wenn es um eine Freundin geht, der schlicht eine Information fehlt und sie nichtmal weiß, dass es da überhaupt eine Info gibt, die nützlich wäre... was wäre denn dann ich für eine Freundin, wenn ich ihr diese Info nicht gäbe, nur weil ich mich nicht einmischen will?

Ich mein... ich erzwinge dadurch ja nichts und wenn besagte Freundin will, kann sie dann ja trotzdem abstillen - aber die Basis für die Entscheidungsfindung ist dann einfach breiter.

lisa81

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« Antwort #73 am: 09. März 2014, 20:35:46 »
Bei allem anderen bin ich mittlerweile recht locker, eben weil man selten die ganze Geschichte kennt. Und wenn die eigenen Kinder größer sind, weiß man in der Regel, dass die Außenwirkung so mancher Alltagssituationen krasser ausfällt als es einem selber vorkommt, eben weil man selbst die Hintergründe kennt. Und man hängt nicht mehr so viel mit anderen Müttern zusammen...

s-daumenhoch

@Pünktchen: Ich hätte dich auch nicht als überempfindlich eingeschätzt :)
Aber bei deinem Beitrag fällt mir dann doch was ein, was mich tierisch nervt! Mütter, die um 5Meter zu sparen, mit dem Auto vor die KiGa-Tür fahren statt den Parkplatz (direkt gegenüber!) zu nutzen - und damit die Gefahr für alle Kinder deutlich erhöhen, weil die Straße so nicht mehr zu überblicken ist.
Und nein, um Sicherheit geht es da nicht, reine Bequemlichkeit. OHNE die parkenden Autos wäre das eine absolut harmlose STraße.

@Peppeline: Das mit der Stillerei erkläre ich wie Sweety mittlerweile auch ungefragt, weil ich es so schade finde, dass sooooo viele denken, ein Abstand unter 3-4 Stunden heißt, dass die Milch nicht mehr reicht, und dann traurig abstillen.
Ansonsten sage ich eben, wie es bei uns war, was vielleicht geholfen hat aber dass es wohl für nichts eine Patentlösung gibt.

@Eingreifen: Da gibt es hier eine große Bandbreite von gar nicht eingreifen "Die Kinder machen das schon unter sich aus" bis zu denen, die wirklich bei jeder KLeinigkeit eingreifen. Ärgerlich finde ich, wenn beides von der gleichen Person kommt und es nur drauf ankommt, in welcher Rolle ihr Kind grade ist  :P Aber zum Glück sind das eher die Ausnahmen.

Peppeline

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« Antwort #74 am: 09. März 2014, 21:54:34 »
Ich habe einen Anlass, warum ich so nachfrage, grade in Bezug auf stillen.
Die Freundin eines Arbeitskollegen meines Mannes hat im Februar ihr erstes Kind bekommen. Vom Alter her und der Gesamtsituation ist es sehr ähnlich wie bei mir mit Felix damals. Im November waren der Arbeitskollege und seine Freundin bei uns und haben Babysachen abgeholt, ich habe auch gefragt, ob sie die Milchpumpe haben möchte. Da meinte sie sinngemäß, das wäre ja nicht nötig, stillen ist ja einfach.
Ich habe nur meine Klappe gehalten, da ich es damals auch besser wusste und mich nicht hätte belehren lassen wollen.  s-:)
Nun ist das Baby da und bekommt Flasche. Das fand ich dann doch irgendwie schade, aber sie ist mir zu weit weg (wenn ihr versteht, was ich meine, wir haben uns erst das 2. Mal gesehen), als das ich da noch nachgehakt hätte.
Mit einer Freundin treffe ich mich regelmäßig, da gebe ich schon meine Erfahrungen weiter.

 

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