Autor Thema: Coworking Toddler  (Gelesen 3739 mal)

Trouble2011

  • Gast
Coworking Toddler
« am: 13. Juni 2015, 21:10:10 »
Ist euch das Projekt zufällig schon begegnet?

Eine Handvoll Berliner die ein Unternehmen gegründet haben /gründen dass Kinderbetreuung und Arbeiten vereinen möchte.

Selbstständige, Freiberufler etc. mieten sich dort einen Büroplatz und nehmen ihr Kind einfach mit zur Arbeit, denn es gibt dort geschultes Fachpersonal, Betreuungsräume sowie einen Gemeinschaftsraum in dem man sich begegnet zum gemeinsamen Essen etc.

Meint ihr dass lässt sich so miteinander vereinbaren?
Wäre man nicht zu abgelenkt wenn die Möglichkeit besteht dass die Kinder jederzeit ins Büro kommen könnten?
Wer kann sich das überhaupt leisten?

Würdet ihr das in Anspruch nehmen, wenn ihr könntet?

Sweety

  • Gast
Antw:Coworking Toddler
« Antwort #1 am: 13. Juni 2015, 21:13:12 »
Ich kenn Leute, die bei der Gründung mitgemischt haben. Und ja - ich würde das absolut und sofort in Anspruch nehmen. Geht halt nicht mit jedem Beruf, das ist die Krux. Aber wenn es ginge und es sowas hier gäbe - ohne jedes Zögern :D


Trouble2011

  • Gast
Antw:Coworking Toddler
« Antwort #2 am: 13. Juni 2015, 21:16:40 »
Ach guck.

ich frage mich, wer zahlt das was?
Zahlt man dur die private Kinderbetreuung?
Mietet man sich dort ein Büro und kauft sich damit Betreuungszeit ein?
Trägt die Stadt einen Teil der Kosten wie bei jeder Tagesmutter auch?

Die Idee finde ich großartig. Würde hierher auch passen. :P

Sweety

  • Gast
Antw:Coworking Toddler
« Antwort #3 am: 13. Juni 2015, 21:21:45 »
Ach, nach sowas hab ich gar nicht gefragt, weil es für mich ja eh nicht in Frage kam. Da fand ich das dann nur semi-interessant ;D ;D ;D

Selber gründen wär ja auch was, aber ob meine Inzuchtstadt am Rand des Elm jetzt ausgerechnet darauf gewartet hat? Ich zweifle mal ;D

Meph

  • Dino
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  • Beiträge: 14148
Antw:Coworking Toddler
« Antwort #4 am: 13. Juni 2015, 21:22:57 »
wenn die räume und die Tagespflegeperson die Pflegeerlaubnis bekommen zahlt auch das Amt einen Teil

coole idee!


Für Dezentralität und Eigenverantwortung! https://www.youtube.com/watch?v=8zeg_R-PMAw
1DfyhRV3c7nRGPQuF4PdMkhJYtqE3BmSzW

Coney

  • Oma
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  • Beiträge: 6277
Antw:Coworking Toddler
« Antwort #5 am: 13. Juni 2015, 21:25:08 »
Hallo,

ich arbeite ja seit ca. einem Jahr als Selbstständige. Ein nicht unerheblicher Beweggrund zu diesem Schritt war die immer schlechter werdende Vereinbarkeit meines Jobs mit der Betreuung der Kinder. Zwar hatte ich einen sehr kulanten Arbeitgeber, der auch Home-Office zugestand, wenn die Kids z. B. krank waren, trotzdem kam es zu Problemen und finanziellen Einbußen aufgrund häufiger/längerer Krankheitszeiten der Kinder. Hinzu kam, dass ich kein gutes Gefühl mehr dabei hatte, ich wollte näher an den Kindern sein. Es ist ein riesen Unterschied, auch für die Kids - was ich nie gedacht hätte.

Ich habe dann auch bewusst Mitarbeiterinnen gewählt, die ebenfalls Mütter sind. Es klappt total super, unsere Büroräume befinden sich im EG unseres Wohnhauses. Wir haben auch einen großen Garten. Während der Ferienzeiten dürfen meine Mitarbeiterinnen ihre Kinder mitbringen, die spielen dann mit meinen Kindern und wir gucken abwechselnd mal nach ihnen und frühstücken z. B. alle zusammen. Ich muss allerdings dazu sagen, Finn ist mit 5 Jahren das jüngste Kind, wir können also "nebenbei" problemlos unsere Arbeit erledigen. Auch sonst bei Betreuungsengpässen sind meine Kinder da, das ist super alles in einem Haus, denn auch wenn sie krank sind kann ich ab und zu nach ihnen sehen. Wenn es dolle ist, bleibt Papa zu Hause oder Oma kommt vorbei zur Betreuung, aber ich kann eben kurz nach ihnen schauen und wir können eben auch mittags zusammen essen etc. Meine Mitarbeiterinnen bringen ihre Kinder auch mit, wenn Not am Mann ist. Sind sie krank arbeiten die Damen im Home-Office.

Ist zwar nicht ganz dasselbe, aber ein bisschen ähnlich schon. Es klappt mega gut und unsere Arbeitsleistung leidet darunter kein bisschen - im Gegenteil. Alle sind super motiviert, was sicher daran liegt, dass wir ein tolles Arbeitsklima haben und niemand sich Sorgen machen muss, weil die Betreuung nicht geregelt ist. Das spornt irgendwie zu Höchstleistungen an. Daher kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sowas funktioniert. Natürlich müsste bei jüngeren Kindern dann eine Betreuung da sein, aber sowas könnte man bestimmt auch regeln. Für mich wäre das unter anderen Umständen definitiv interessant.

Wenn bei uns übrigens mal ein Kind reingeplatzt kommt, während man z. B. gerade ein wichtiges Telefonat führt, erklären wir dem Gesprächspartner wie das bei uns läuft. Ich habe noch NIE ein negatives Feedback bekommen, im Gegenteil, die meisten sind total von den Socken und finden's cool. Und es ist ja auch nicht so, dass bei uns jeden Tag non stop Kinder rumlaufen.
« Letzte Änderung: 13. Juni 2015, 21:26:59 von Coney »

lotte81

  • Dino
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  • Beiträge: 17786
Antw:Coworking Toddler
« Antwort #6 am: 13. Juni 2015, 21:30:24 »
Bei mir auf der Arbeit geht es und ja, ich finde es praktisch und gut und würde es auch mit Baby/ Kleinkind machen.
Derzeit sieht es so aus, dass bei uns im Haus Ferienbetreuung angeboten wird. GEnau an meine Arbeitszeiten angepasst. Ich kann die Kinder also morgens abliefern, sie haben ihr Programm und mittags/ nachmittags fahren wir gemeinsam heim. Da sich meine Tochter nicht gern von fremden Menschen in fremder Gruppen und fremder Umgebung betreuen lässt, wäre jede andere Ferienbetreuung im Grunde nicht machbar ohne, dass wir uns unwohl fühlen. So ist es ideal. Klar, sie könnte zwischendrin kurz mal bei mir vorbeihuschen und Hallo sagen.Ist aber OK .....Und ich arbeite nun auch nicht am offenen Herzen, so dass es mich sehr stören würde. Ich hatte sogar beide Kinder schon mit auf der Arbeit ohne dass dort Betreuung war (was natürlich kein Dauerzustand ist, weil ziemlich langweilig  ;))....
Wir haben im Haus z.b. acuh eine Tagesmutter, die dort Kinder bis Kigaalter betreut. Hätte ich nun ein Baby wäre das eine tolle Lösung. So könnte ich frühzeitig wieder in den Beruf einsteigen, mein Kind wäre nur wenige Meter entfernt betreut, könnte zum stillen jederzeit zu mir und wäre sonst eben am spazieren, spielen etc. Unter dieser Voraussetzung würde ich meinen Job mit Sicherheit viel früher wieder aufnehmen, als mit einer anderen Lösung. So wären wir halt gemeinsam 4- 5 Stunden weg, aber ich wäre trotzdem immer greifbar.
Ich könnte mich so besser konzentrieren, als wenn mein Baby irgendwo weiter weg in Betreuung wäre......

Das was du beschreibst, ist doch super für jeden , der sonst eben Homeoffice macht, aber evtl. nicht die entsprechend große Wohnung hat oder "draußen" konzentrierter arbeitet (zu Hause hat man immer so viel anderes zu tun ). Und grad für Freiberufler ist es ja ideal, da die in der Regel ja kein Jahr Elternzeit nehmen können. In der Zeit verlieren sie ja Geld und Aufträge.Und ich gehe mal davona us, dass es eher ein Konzept für Babys u Kleinkinder vor Kitaalter ist bzw Ferienzeiten der großen.
Klar, die Kosten werden vermutlich spannend sein, wenn Miete und Betreuung kosten.....


 

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