Autor Thema: Keine Einleitungen mehr....?!  (Gelesen 3062 mal)

lotte81

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Antw:Keine Einleitungen mehr....?!
« Antwort #25 am: 24. November 2015, 13:00:09 »
@Lisa: Uns wurde es damals im Vorbereitungskurs so erklärt, dass dann mehr KS notwendig werden, wenn man zu lange wartet, weil das Kind schlicht und ergreifend nicht kleiner und leichter wird..... Und die Kraft der Kinder nimmt vermutlich auch ab, da sie ja immer schlechter versorgt werden..... Außerdem ist die "Luft" nach oben dann einfach geringer, wenn nichts passiert... mache ich bei ET+8 eine Einleitung, hat man ggf. noch ein paar Tage Spielraum, wenn die Einleitung nicht gut wirkt.... bei ET +14 würde vermutlich kein Arzt auch nur auf die Idee kommen eine Frau noch mal 2 Tage heimzuschicken.....

Am ET wurde u wird in meiner Geburtstagklinik nur bei absoluter Notwendigkeit eingeleitet...Wobei ich es hier eher merkwürdig finde (also in meinem Umfeld) wie oft es in letzter Zeit einfach notwendig ist, wegen Diabetes.... Ich glaube dieser mittlerweile "verpflichtende" StandartDiabetestest macht viele Frauen zu Problemschwangeren, die bis vor 3 Jahren nicht mal aufgefallen werden.... in der Regel erlebe ich es hier nämlich so: Der erste Zuckertest ist irgendwie grenzwertig / auffällig...die Frauen müssen Diät halten und daheim weiter messen - es zeigen sich keine Auffälligkeiten oder zumindest nichts bedenkliches, dennoch nahm bisher KEIN Arzt die Diagnose zurück, so dass die KKH dann bei ET einleiten ..... Als ich schwanger war, war in meinem Vorbereitungskurs und Umfeld kaum eine Frau bei Diabetes dabei (klar...mal hier und da)...derzeit sind nahezu alle Schwangere in meinem Bekanntenkreis mit "Grenzwerten" diagnostiziert ..... (Wobei ich nun nicht weiss, ob vielleicht auch einfach die Werte abgeändert wurden und es deshalb mittlerweile mehr sind).... Da wird dann ja bei ET eingeleitet und das geht dann sooft schief, dass auch daraus resultierend mehr KS notwendig sind, als vielleicht drei tAge später



lisa81

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« Antwort #26 am: 24. November 2015, 13:24:53 »
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« Letzte Änderung: 07. Februar 2017, 11:53:01 von lisa81 »


schwarzesgiftal

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Antw:Keine Einleitungen mehr....?!
« Antwort #27 am: 25. November 2015, 10:23:18 »
Ich find es bescheuert sorry.. manchmal ist es einfach nötig und ich find es aus persönlicher Erfahrung viel zu Gefährlich zulange zu warten..
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Nipa

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Antw:Keine Einleitungen mehr....?!
« Antwort #28 am: 02. Dezember 2015, 23:35:12 »
So selten ist das von Fliegenpilz genannte Phänomen gar nicht mehr.
Die Frauen ernähren sich besser, nehmen Vitaminpräparate und die Babys werden einfach grösser als sie noch vor 20 Jahren waren. Auch eine Zunahme der Gestationsdiabetes spielt da eine Rolle. Und der Körper zieht da nicht unbedingt mit, was die Menge an Hormonen angeht, so dass ziemlich viele Frauen mittlerweile einen kleinen Stups benötigen.

Bei meinem Grossen wurde noch bei ET plus 14 eingeleitet, beim Kleinen ET plus 7.
Ich bekam eine Einleitung bei ET plus 8, auf eigenen Wunsch.

Kein Krankenhaus wird eine Frau gegen ihren Willen einleiten. Und wer sich dazu überreden lässt wird in der Regel aufgrund der medizinischen Gefahren so entscheiden.
Ich habe mich bei ET plus 7 dagegen entschieden um dann bei ET plus 8 keine Kindsbewegungen zu haben und mich aktiv für eine Einleitung zu entscheiden.

Ich kann auch jedes Krankenhaus und jede Hebamme verstehen, die auf Nummer sicher geht.
Alle die so gross schreien "auf die Natur vertrauen, bla bla bla", sind doch am Ende die ersten, die mit dem Anwalt kommen, wenn doch was schiefging.
Kein Mensch will doch mehr die Verantwortung selbst tragen sondern sucht sie immer beim anderen. Und somit wird die Medizin immer eher präventiv eingestellt sein und ja, ich finde das gut. Denn letztlich wird mir so die Vorsicht geboten und ich kann mich bewusst und auf eigene Gefahr dagegen entscheiden, was ich bereits mehr als einmal getan habe. Aber eben dann so, dass ich mir meiner Verantwortung bewusst war.



Honigbluete

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« Antwort #29 am: 03. Dezember 2015, 06:26:07 »
@Schwangerschaftsdiabetes ja, die Werte wurden nach unten verschoben. Da hängt halt auch eine große Industrie dahinter.

Ich denke schon, dass bei Bedarf immer noch eingeleitet wird, aber eben nicht mehr nur alleine wegen des Termins...



SarkanaM

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Antw:Keine Einleitungen mehr....?!
« Antwort #30 am: 03. Dezember 2015, 09:42:36 »
@Schwangerschaftsdiabetes ja, die Werte wurden nach unten verschoben. Da hängt halt auch eine große Industrie dahinter.

Quellen?

Ich finde es ja immer ein bißchen schwierig, solche wischiwaschi Aussagen zu treffen und auf die böse Pharmaindustrie zu zeigen. Insulin ist jetzt nicht so das neueste Präparat auf dem Markt, welches sich teuer verkaufen lassen kann.

Hier http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Evidenzbasierte_Leitlinien/Gestationsdiabetes_EbLL_Endfassung_2011_08_11_.pdf ist eine mMn recht ausführliche Darstellung zu Gestationsdiabetes.

In den allermeisten Fällen liegt die Verschiebung von Grenzwerten doch an neuen Erkenntnissen.




“In the age of information, ignorance is a choice.”

Honigbluete

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Antw:Keine Einleitungen mehr....?!
« Antwort #31 am: 03. Dezember 2015, 10:56:59 »
persönliche Erfahrung und Aussage der Diabetologin, die mich in beiden Schwangerschaften begleitet hat. Also das mit den herabgesetzten Werten, der Rest ist meine Meinung. Als Betroffene... Was da an Geld verdient wird durch Geräte, Verbrauchsmaterial, Schulungen, Kontrollen etc... Ich finde es ja gut, dass darauf geachtet wird, dass die Kassen die Kosten voll übernehmen, aber am Sinn des ganzen (zumindest bei Fällen wie mir) zweifel ich schon ein bisschen, wenn ich zweimal das komplette Programm durchlaufen musste, obwohl alle Werte unter realen Bedingungen absolut in Ordnung waren. Wenn ich mich an die Regeln gehalten hätte, hätte ich schon eine Woche vor ET stationär aufgenommen werden müssen und wahrscheinlich wäre irgendwie eingegriffen worden. So hab ich drei Wochen später eine ganz tolle spontane Geburt ohne Komplikationen gehabt.



Nipa

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Antw:Keine Einleitungen mehr....?!
« Antwort #32 am: 03. Dezember 2015, 19:13:46 »
Ich renne ja (mehr oder weniger ;)) regelmässig zum oGTT und ich finde es so klasse, dass da inzwischen viel mehr drauf geachtet wird. Denn Gestationsdiabetes ist nunmal mittlerweile weit verbreitet und es trifft sehr oft auch schlanke Frauen, die nie in den Verdacht kämen betroffen zu sein. Ich glaube nicht, dass da eine Lobby dahintersteckt. Die hätte ja viel mehr davon wenn es nicht bemerkt wird und sich dann als dauerhafter Diabetes manifestiert.
Ich glaube es ist einfach eine grössere Akzeptanz auch bei den Ärzten und eine breitere Testung.

Mich würde ja interessieren ob veränderte Essgewohnheiten zu einem Diabetes in der Schwangerschaft führen. Ich kenne einige Frauen, die von Selbstkasteiung in der Schwangerschaft zu "endlich darf ich mal hemmungslos sein" mutiert sind...



 

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