Autor Thema: *abstumpfen* von Kind zu Kind oder *beim Ersten rennst du, beim 2. gehst du...*  (Gelesen 4974 mal)

Nachtvogel

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jetzt muss ich euch, die mehrere Kinder haben, mla fragen...geht es euch so?


Regelmäßig finde ich bei FB oder sonst wo solche Texte:

Gelesen - geschmunzelt und geklaut

Deine Klamotten: 1.Kind: Du kaufst Umstandskleidung, sobald der Test positiv ist 2.Kind: Du trägst Deine normalen Sachen, solange wie möglich 3.Kind: Deine Umstandskleidung SIND Deine normalen Sachen

Geburtsvorbereitungen: 1.Kind: Deine Atemübungen werden täglich geübt 2.Kind: Keine Lust zu üben, da es eh nix bringt 3.Kind: Du fragst, ob Du ab dem 8.Monat eine PDA haben darfst

Kinderzimmer: 1.Kind: Alles wird vorher gewaschen, gebügelt, farbig sortiert und sehr ordentlich in Babys Wickeltisch gelegt 2.Kind: Du überprüfst, ob alles sauber ist und nur die mit den dunkelsten Flecken werden weggeworfen 3.Kind: "Jungs können pink tragen, oder??"

Sorgen: 1.Kind: Bei ersten Anzeichen von Unwohlsein, Grimassen oder Pups wird das Baby auf den Arm genommen 2.Kind: Wird nur auf den Arm genommen, wenn Du Angst hast, das Schreien könnte das 1.Kind wecken 3.Kind: Der 3jährigen wird gezeigt, wie sie den Schaukelsitz anschubsen kann

Zuhause: 1.Kind: Den ganzen Tag verbringst du damit, das Kind anzusehen 2.Kind: Du verbringst ein wenig Zeit damit, zuzusehen, ob der Ältere das Baby kneift, beißt usw. 3.Kind: Du verbringst ein wenig Zeit täglich damit, Dich vor den Kindern zu verstecken

Schnullies: 1.Kind: Falls er auf den Boden fällt, wird er erst wieder gegeben, wenn man zu Hause ist und er sterilisiert wurde 2.Kind: Schnulli wird vom Boden aufgehoben und mit ein bisschen Saft aus der Flasche bespritzt oder abgeleckt 3.Kind: Schnulli wird am Hemd abgewischt und wieder in den Mund gesteckt

Windel: 1.Kind: Werden jede Stunde gewechselt, egal ob nötig oder nicht 2.Kind: Werden jede 2-3 Stunden gewechselt, wenn nötig 3.Kind: Werden gewechselt, bevor andere Leute anfangen über den Geruch zu meckern, oder wenn es um die Knie hängt

Frühförderung: 1.Kind: Geht zur "Babymassage", "Mutter und Baby Treff" und zum "Still Treff" 2.Kind: "Mutter und Baby Treff" 3.Kind: Wird zum Einkaufen mitgenommen

Babysitter: 1.Kind: Das 1.Mal wenn Du weg bist, rufst Du jede Stunde an und fragst, ob alles in Ordnung ist 2.Kind: Eine Telefonnummer wird hinterlassen 3.Kind: Dem Babysitter wird gesagt, er solle NUR anrufen, wenn Blut zu sehen ist

Geld geschluckt: 1.Kind: Wird sofort ins Krankenhaus gebracht, am besten mit Krankenwagen 2.Kind: Du passt täglich auf, ob es wieder da ist 3.Kind: Das Geld wird vom Taschengeld abgezogen




war grad der letzte den ich gelesen hab, aber da gibt es ja mehrere.
Erkennt ihr euch darin wieder? Was haltet ihr davon?

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Zelda

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 ;D

Ist natürlich grenzenlos überspitzt, spricht aber doch ganz viel Wahrheit raus.

Klar ist man beim ersten Kind aufgeregt, nervös, will alles, ALLES richtig machen, tut, rennt, macht...
Sehr anstrengend, sehr nervenaufreibend und ob das besser ist, als einfach mal ein wenig gelassener an die Sache zu gehen, werden wir uns vermutlich alle ganz gut selbst beantworten können  ;)

Aber so ist das einfach. Beim ersten ist eben alles neu, da ist man einfach nicht abgeklärt, routiniert, gelassen. Da ist jeder quersitzender Pups ein Drama, bei jedem Knöttern obwohl satt und gewickelt wird in "Oje ich wachse" nachgeschlagen, ob denn gerade wieder ein Schub ansteht.  ;D

Bei jedem weiteren Kind ist es einfach anders, selbstverständlicher und "entspannter".
Zum einen, weil eben diese Unsicherheit weg ist, zum anderen, und das ist meiner Meinung nach auch der Hauptgrund, weil man für dieses ganze Getöse um das Baby gar keine Zeit mehr hat!  S:D
« Letzte Änderung: 24. Juli 2013, 14:12:10 von Zelda »




-Die glücklichsten Tiere der Welt sind die Hasen. Denn wenn sie hüpfen, dann hüpfen auch ihre Herzen.
Vor Glück nämlich-


Sonne1978

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Na klar will man beim 1. Kind alles richtig machen und in einigen Beispielen finde ich mich durchaus wieder, trotzdem bin ich allgemein nicht in irgendeiner Form hysterisch veranlagt, sondern eher der "nüchterne" Typ. Von daher war ich zwar beim ersten Kind unsicher, fand aber damals schon Geburtsvorbereitung, Still-Treffs, Pekip usw. doof. Auch so Sachen, wie Windeln oder Klamotten wechseln... pffff, wenn's gestunken hat, kam was Neues drum ;D

Samika

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Mich selbst erkenne ich nicht unbedingt wieder, andere Mütter schon ;) Ich war irgendwie beim 1.Kind schon so, wie es hier bei Kind 3 beschrieben ist. ;D

Sanne73

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Ein Fünkchen Wahrheit steckt schon drin, bei mir selbst kam das aber nur in sehr abgeschwächter Form vor. Vielleicht auch deswegen, weil ich schon einige Erfahrung im Umgang mit Babies und Kleinkindern hatte.
Ich weiß noch, wie meine Hebamme - als sie mir beim Wickeln meiner einen Tag alten Tochter zuschaute - zu mir sagte, dass es so lustig ist mich zu sehen. Alle anderen Mütter gehen mit ihrem neugeborenen Baby supervorsichtig um, während ich routiniert die nötigen Handgriffe erledige ;D
Mäusekind: 11/2006 -  Wenn aus Liebe Leben wird, hat das Glück einen Namen.
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Tini

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Ich hab nur ein Kind, bin aber da schon bei einigen Punkten so, wie manche beim 2. und 3. Ich war und bin allgemein nicht so "hysterisch". Ich war nie beim Pekip und nur kurze Zeit beim Kinderturnen und in einer Krabbelgruppe. Schnullis habe ich nur die ersten Wochen jedes mal sterilisiert, danach nicht mehr. Um nur einige Punkte zu nennen. Vieles fand ich einfach schon immer übertrieben.

In dem Zusammenhang fällt mir auch wieder die Familie ein, die wir im Urlaub gesehen haben. So Typ "mein Kind ist mein Statussymbol". Es war von Kopf bis Fuß gestylt und selbst beim Abendessen wurde es ständig fotografiert. Diese ständige Fotografiererei in jeder Lebenssituation ist mir sowieso total fremd  ;D
  
 
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Jasmin

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Nein, absolut nicht.
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"Everyone talks about leaving a better planet for our kids.
Let's try to leave better kids for our planet."

Lisa Bee

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 ;D

Doch, manches erkenne ich schon wieder. Besonders über das Schnuller sterilisieren haben wie neulich auch gelacht.

Ich finde es normal, dass man beim 1. Kind einfach alles bestmöglich machen will. Beim 2. hat man sich die Sachen rausgesucht, die einem wirklich wichtig sind und was gebracht haben, alles andere läuft so dahin.



Nachtvogel

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ich muss mich da auch Jasmin anschließen.

Selbstverständlich ist man routinierter und ruhiger, aber ich finde der Tenor solcher Dinge geht immer in Richtung
*die Erstgebährenden stellen sich immer so an, beim 2. und weiteren Kindern ist einem eh alles wurscht und ma lässt es einfach laufen*

ich kann immer nicht anders als zu denken *bei denen wo das wirklich so läuft, die sollten wohl besser nach dem 2. schluss machen und sich maximal noch nen Wellensittich anschaffen* s-:)


Ich finde mich in solchen Texten so GARNICHT wieder (ok, ausser das mit dem Schnuller, das stimmt hier schon ;D ;D ;D)

ich heule noch genau so mit meinem Kindern mit wenn sie weh haben,
 
bin genau so nervös wenn sie krank sind und ich nicht weiß was los ist,

Pampers wechseln wurde hier immer gemacht wann und ich ich das für nötig befinde, sicher nicht erst wenn sie stinken aber auch nicht die Uhr danach gestellt,

schreien gelassen wird hier grundsätzlich niemand, weder 1 noch 2 noch 3,

auf chice Kleider steh ich nach wie vor, auch Nr 3 muss hier nicht im Kartoffelsack rumkrabbeln ;D

Bei Verletzungen und Co reagier ich eher gelassen und abgeklärt, bin aber trotzdem der *besser einmal zu viel als einmal zu wenig drauf schauen lassen´-Typ*

Auch Kind 3 wurde hier noch grenzenlos angegafft 8), durchgeknutscht und 24/7 rumgeschleppt (nicht weil es das unbedingt so verlangt hätte sondern weil ICH das so wollte ;))

Mit Schwangerschaft, Geburtskursen und Co konnte ich von anfang an nix anfangen


...


nein also ich finde mich da garnicht wieder. Ich bin natürlich ruhiger, und routinierter geworden weil die Übung und das *ach ja so ist das halt, geht wieder vorbei* eben da ist aber ansonsten bin ich mit Kind 3 genau so wie mit Kind 1 und 2 (ich tendiere eher dazu von Kind zu Kind mehr zu hätscheln und zu tüddeln ;D)

Ich versuche nach wie vor alles so gut wie möglich zu machen und den Bedürfnissen gerecht zu werden ohne dabei total den Rappel zu kriegen oder zu denken ich müsse unbedingt alles perfekt machen, das war aber bei Kind 1 auch schon so

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die texte sollen zum schmunzeln bringen, derber humor eben


bei manchen sachen muss ich nicken, auch wenn es hier nicht so arg ist


man wird gelassener, aber nicht nachlässiger ;)

Nipa

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man wird gelassener, aber nicht nachlässiger ;)

Das kann ich unterschreiben.
Wenn das Kind das erste Mal 40 Fieber hat weiß man eben noch nicht so genau was man am besten macht. Wenn das Kind das zum xten Mal hat, ist man da eben entspannter, gibt die Zäpfchen und gut.

Und so geht es bei vielen Dingen...



Hubs

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Kann ich für mich nicht sagen. Klar, beim ersten Kind war ich bei der Babymassage und beim Babyschwimmen, ich bin regelmäßig zu Babytreffs gegangen, weil ich die Zeit hatte, hätte ich beim zweiten so viel Zeit gehabt wie beim ersten Kind hätte ich es auch gemacht. Aber was mach ich mit meinem Kleinkind während ich mit dem Baby beim Babyschwimmen bin? Soziale Kontakte mit Babys und Kindern hatte ich beim zweiten genug.

In der ersten Schwangerschaft war ich hingegen wesentlich zuversichtlicher über den Ausgang der Schwangerschaft. Bei der zweiten hatte ich viel mehr Angst, dass das Kind nicht gesund sein könnte, ich hatte viel mehr Bammel vor der Geburt und davor wie alles wird, wenn das Baby da ist.
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012



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Bettina

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In der ersten Schwangerschaft war ich hingegen wesentlich zuversichtlicher über den Ausgang der Schwangerschaft. Bei der zweiten hatte ich viel mehr Angst, dass das Kind nicht gesund sein könnte, ich hatte viel mehr Bammel vor der Geburt und davor wie alles wird, wenn das Baby da ist.

Das war auch das, was bei mir mit jeder Schwangerschaft zugenommen hat. Immer so die kleine Stimme im Ohr, dass doch irgendwie mal was kommen muss. Die 3 FG hab ich da irgendwie nicht mit auf dem Schirm gehabt.

Ich muss sagen, dass die Dinge, die mich nerven, mich beim 4. am meisten nerven. Weil ich keine Lust habe, das schon wieder zu haben und ich froh bin, wenn es durch ist.

In anderen Dingen bin ich deutlich gelassener ..... mag jemand abgestumpft nennen, ich nenne es gelassener, weil ich selbstverständlich auch nicht will, dass meine Kinder Schmerzen haben und ich sie selbstverständlich tröste, wenn etwas ist. Aber ich kann sehr gut und sehr viel besser aushalten, wenn eins meiner Kinder weint, weil auch das irgendwie dazu gehört und es ist Ausdruck ihres momentanen Gefühls und wo sie irgendwie auch durch müssen. Heißt ja nicht, dass sie in ihrem Kummer allein da stehen oder dass ich meine Babys (also als sie wirklich noch Babys waren) hab brüllen lassen, weil ich dachte "wird schon", während ich mir die Nägel lackiert habe. Aber wenn ich den großen Bruder in der Dusche von seinem Durchfall-Unfall gesäubert habe, dann konnte das auch für eine 8 Wochen alte Ronja mal heißen, dass sie 4 statt 2 Minuten warten musste bis ich da war.

Ich sag es mal so .... ich kann auch heute noch panisch und gestresst in Situationen reagieren, wo sich eins meiner Kinder weh tut, aber das alleinige Faktum, dass es mein Kind betrifft hat weniger damit zu tun als die Ernsthaftigkeit der Situation.
« Letzte Änderung: 24. Juli 2013, 19:33:22 von Bettina »
4+1 x Glück: 02/1998; 09/1998; 07/2006; 09/2008; 08/2011

Ann Kathrin Klaasen:"Ich hatte schon Freunde, da gab´s noch gar kein Facebook." Wolf:Ostfriesen-Feuer

Sonne1978

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Zitat
*die Erstgebährenden stellen sich immer so an, beim 2. und weiteren Kindern ist einem eh alles wurscht und ma lässt es einfach laufen*

Ganz provokant: ersterem stimme ich zu. Ich habe Schnappatmung bekommen, als meine Mutter unserer 7  Monate alten Tochter ein Stückchen Kuchen in den Mund geschoben hat. Ich wollte alles richtig machen, egal, ob Ernährung, Mutter-Kind-Bindung, Schlafen, Freizeitgestaltung, Schuh-Kauf etc. Alles mögliche habe ich mir aus dem Internet oder einschlägiger Literatur angelesen. Das war ganz schön stressig, irgendwann habe ich nur noch auf mein Bauchgefühl gehört.

Beim 2. Kind war ich einfach froh, dass es überhaupt irgendwie läuft. Deswegen war ich aber nicht nachlässiger, sondern einfach entspannter. Kein Kind musste schreien, weil ich es wollte, sondern weil ich in einem kleinen Moment abwägen musste, wer mich gerade dringender braucht. Zweiteilung unmöglich. Bestimmte Krankheitssymptome oder Krankheiten waren mir bereits bekannt, d. h. ich war ruhiger, wusste, welche Hausmittel wobei helfen, wann ich ein PCM-Zäpfchen geben kann. Der perfekte Platz für den Kinderautositz (hinter dem Beifahrer, glaube ich), war bereits belegt, aber einen Kindersitz hat auch das 3. Kind.

Diese Textpassagen sollen doch nicht sagen, dass eine Mutter mit jedem Kind fahrlässiger wird, sondern übertrieben verdeutlichen, dass sie in vielen Dingen routinierter ist.
« Letzte Änderung: 24. Juli 2013, 20:42:53 von Sonne1978 »

Peppeline

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Ich sag mal jein, ich war bei meinem ersten Kind defintiv strenger, als beim 3. Allerdings war ich auch nie eine überbesorgte Mutti, die wirklich alles sterilisiert hat oder bei jedem Pups zum Arzt rennt.
Bei Felix war ich z.B. mit Beikost strenger, Jannes durfte schon früher als Felix und Lina am Eis lecken.  Allerdings gab es bei allen 3 erst nach 6,5 Monate das erste mal was anderes außer Milch, da war ich konsequent.  ;)
 Ich konnte Felix ganz, ganz schlecht abgeben (Schwiegerfamilie), heute bin ich froh, wenn mir jemand den Lütten mal abnimmt. Außerdem bin ich generell grade in Bezug auf meine Schwiegerfamilie deutlich entspannter geworden. Das liegt aber sicher auch daran, dass ich sie nach Jannes Geburt schon 6 Jahre kannte, nach Felix Geburt erst 1 Jahr. Mittlerweile schätze ich meine Schwiegerfamilie sehr.
Felix und Lina haben 2 Wochen Urlaub gemacht bei Oma und Opa, das wäre vor 3 Jahren schlicht undenkbar gewesen.

Es liegt aber sicher auch viel an den Kindern. Felix und Lina habe ich viel und gerne getragen, Jannes hat das gehasst, sowas konnte ich mir vorher nicht vorstellen. Felix und Lina haben bis nach ihrem 1. Geburtstag bei mir im Schlafzimmer geschlafen (und sie schlafen heute noch gerne bei mir, das dürfen sie auch), Jannes habe ich lange vor seinem 1. Geburtstag ausquartiert, der pennt bei uns nicht.
Die beiden Großen habe ich so gut wie nie schreien lassen (also allein gelassen), Jannes regt sich nur noch mehr auf, wenn ich ihm zu nahe komme, grade bei einschlafen. Ich habe schon soviel ausprobiert, der braucht seine Ruhe.

Was Krankheiten/Verletzungen angeht, bin ich bei allen drei gleich. Ich bin da schon immer gelassen gewesen und habe mich auf mein Bauchgefühl verlassen, bislang war das immer richtig so. Habe da mit Felix auch schon einiges durch.  s-:)

Zitat
In der ersten Schwangerschaft war ich hingegen wesentlich zuversichtlicher über den Ausgang der Schwangerschaft. Bei der zweiten hatte ich viel mehr Angst, dass das Kind nicht gesund sein könnte, ich hatte viel mehr Bammel vor der Geburt und davor wie alles wird, wenn das Baby da ist.

Und das kann ich absolut bestätigen. Ich hatte schon das ganz kleine Gefühl, dass es nicht immer gut gehen kann, dass mir doch auch irgendwann mal was passieren muss. Die Angst vor einer FG war bei Jannes am Größten und wäre bei einer weiteren Schwangerschaft noch größer, wie auch andere Ängste (Angst vor Krankheiten etc.).

Also, was das Glucken betrifft, ja da wurde ich mit jedem Kind ,,abgestumpfter", aber was die Kinder generell betrifft, da muss ich verneinen, ich habe alle 3 Kinder nach der Geburt abgeknutscht bis-zum-geht-nicht-mehr. Die Verliebtheit nach der Geburt war bei allen 3 gleich.   :)





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Rumpelstilzchen

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Schnuller: das trifft bei uns absolut zu.  ;D

Ansonsten habe ich mit dem Kleinsten die innigste Beziehung gehabt und betüddel und verwöhne ihn auch jetzt noch mehr als die anderen, weiß auch, dass das zum Teil doof ist, aber er ist halt mein letztes Kind und darf länger das Baby sein.

Gelassener bin ich auf jeden Fall mit jedem Kind geworden, einfach in dem Sinn, dass es mich nicht so verunsichert, was Ratgeber schreiben, andere Mütter sagen etc.. und das tut mir und den Kindern gut. Manche Mütter sind das schon beim 1. Kind mehr als ich es war, manche sind auch bei mehreren Kindern untenspannt, aber grundsätzlich denke ich, mehr Gelassenheit ist gut und ertappe mich oft dabei, wie ich diese Eltern mit dem ersten Kind belächle... ;)
Das hat aber nichts, absolut gar nichts damit zu tun, dass mir die Kinder egal werden, weil es mehrere sind. Ich glaube wie gesagt, dass weniger Aufgeregtheit auch für die Kinder besser ist (mehr Freiheiten, mehr Risiken etc.).
Rumpelstilzchen 5/2010
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Muse

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Ich habe ja nur zwei, ich merke aber dass ich einfach ruhiger bin weil man ja grob weiß was auf einen zu kommt. Das mit dem Schnuller stimmt, der wird hier nicht ständig sterilisiert  ;D - und klar wird mein Baby beobachtet aber zum stundenlangen Anstarren anfangs hat irgendwie die Zeit gefehlt  ;) Davon wird er aber keinen Knacks bekommen hoffe ich.
Weinen musste kein Baby hier, Klamottentechnisch sind Beide gut aufgestellt.

Was ich anders gemacht habe sind die Kurse - zur Geburtsvorbereitung beim Kleinen hat Aqua Gymnastik gereicht, der echte Kurs vor der Großen war sowas von nutzlos  s-:) Und jetzt gehts auch nur zum Babytreff, bei der Großen gabs noch Babymassage und Babyschwimmen   s-:) Naja, beim Schwimmen sind wir eh öfter als Familie, massiert wurde der arme Kleine nicht  ;)

mausebause

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Ich finde ebenso dass man gelassener wird...in vielem aufjedenfall..
Klar leide ich nach wie vor mit wenn eine der beiden krank ist, mache mir um beide gleich viel Sorgen etc.pp.
Aber beim zweiten habe ich mir weitaus weniger einen Kopf gemacht wenn sie schrie und ich eben nicht in derslben Sekunde Zeit hatte hinzugehen oder auch was Essen und Co betrifft...
Auch wenn sie krank ist reagiere ich trotz allem gelassener als das bei Helena anfangs der Fall war einfach weil mehr Erfahrung da ist!

Glucke1975

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Also, lachen musste ich bei dem Text oben schon. ;D
Aber beim genaueren Hinsehen ist es schon so, dass eigentlich nichts wirklich zutrifft. :)
Ich würde den Text aber auch niemals so ernsthaft lesen, wie das hier der ein oder andere vielleicht macht. ;)
« Letzte Änderung: 22. Juli 2014, 23:30:31 von brittchen »
Ehem. brittchen :)
Wieder da, aber nur ein ganz kleines bißchen. ;)


Mutti74

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Haha, ich erkenne mich in einigen Dingen auch wieder. Werds gleich mal bei Facebook teilen.

perdita

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hmmm. ich find das klingt so vorwurfsvoll gegenüber den Erstgebärenden...natürlich ist man beim ersten unsicherer-
Mein Blamagebesuch beim kia war mit der ersten, als sich am Brustkorb ein deutlicher roter Fleck bildete und ich ernsthaft überlegte ob ich ihr ausversehen, unbemerkt ne Rippe gebrochen hätte beim hochheben oder so (ich rechne ihm hoch an, das er mich nicht laut ausgelacht hat, als er mir erklärte das sein ein Blutschwämmchen, das sich unter der Haut befinde und es sei unmöglich einem Kind die ausversehen Rippe zu brechen ohne das es sich bemerktbar macht-deutlich bemerkbar ;D )

Klar hat man beim zweiten Sachen abgelegt, man weiß einfach aus erfahrung, dass i.d.R. das Kinder nicht so schnell kaputtgehen (angemessenes handling vorausgesetzt) und das Zahnen weh tut und Storchenbisse wieder weggehen, Kinder manchmal Bauchweh haben etc. 

In manchen Dingen bin ich bei der dritten gelassener, ich weiß welche Kleidung praktisch oder unpraktisch ist für mich, ich gehe nicht zu Babykursen (wobei ich schon bei der ersten wusste, dass ich das für mich tue und nicht für sie-war neu in der Stadt und wollte andere Mamis kennenlernen). Wisst ihr noch wie das war, allein mit dem Säugling 5 tage die woche während der Mann 40 std. arbeitet? ich kann es keiner verdenken, dass sie da Kontakt sucht.

Gewickelt wurde hier immerschon nach Bedarf ebenso wie gefüttert. Auch für die kleine werd ich kochen und auf alles achten und was Steri angeht bin ich diesmal strenger, weil die katze an freiliegende Schnullies geht und bei der ersten hatten wir noch kein Haustier.

Lascher wird das tv gehandhabt. bei der großen lief kein TV wenn sie im raum war, jetzt kann ich mich nicht vierteilen wenn die große abens fernsieht, bin ich dabei und das kind liegt, sofern wach, halt abgewand. Weil ich das lockerer sehe? nein, ich kann nur nicht in zwei Räumen zugleich sein und finde es wichtiger die Große nicht mit dem TV allein zu lassen. dafür muss sie dann auch ertragen dass das Vorlesen abends meist mit Baby stattfindet.

Ich würd gerne vieles machen wie bei der ersten, aber es geht halt nicht alles, aber deswegen belächel ich doch nicht die Mütter, die noch den Luxus des Freiraums und der zeit haben, für sich und ihr Kind ihren Weg noch zu finden beneide sie ehr das der alltag sie da nicht einschränkt.

Große Schwester 09.2008*
Sternenschwester 04.2012 *+ 34 ssw
Kleine Schwester 04.2013*

Wie schön muß es erst im Himmel sein,
wenn er von außen schon so schön aussieht!
Astrid Lindgren (aus Pippi Langstrumpf)?

lisa81

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« Antwort #21 am: 25. Juli 2013, 20:39:51 »
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« Letzte Änderung: 20. März 2016, 15:09:23 von lisa81 »

Honigbluete

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Ich bin auch beim zweiten deutlich entspannter, verlasse mich mehr aufs Bauchgefühl und meine Intuition. Allerdings habe ich im Gegensatz zu vielen anderen, beim Zweiten mehr Kurse gemacht und viel mehr Zeit... Da der Große in der Schule ist bis 15 Uhr und ich ein ganzes Jahr zuhause bin, ist es echt eine sehr entspannte Zeit, beim Großen habe ich nach dem Mutterschutz stundenweise gearbeitet und ab 9 Monaten wieder normal. Ich habe Schnuller noch nie sterilisiert, habe auch beim ersten vieles gebraucht gekauft... Und wenn eins der Kinder was schlimmes hat, fühle ich mich immer noch schnell hilf- und kopflos s-:)



Didi81

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Ich hab dann wohl zwei "erste" Kinder  ;D 8) Dennoch bin ich schon auch ein klitze klein wenig gelassener als bei der Großen.

zuz

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  • '07 und '10
Ich finde mich in manchen Dingen auch wieder. Grad beim Schnuller  ;D
Generell war ich beim ersten wohl eher überängstlich und hab vieles nicht erlaubt, dann später gemerkt, es wäre eigentlich doch harmlos und der Zweite durfte es entsprechend viel früher. Z.B. große Rutschen rutschen.
Generell ging beim Ersten alles nach Baby, beim Zweiten eben auch manches nach der Großen - Sie hätte ich als Baby nie zu wecken gewagt, der Kleine musste eben einfach mit, wenn ich die Große in den Kiga gebracht oder abgeholt habe. Und siehe da, es ging  :o ;D
Babykurs hab ich mit beiden gemacht, aber Schwimmen beim Zweiten nicht mehr. Da war es so, dass ich bei der Großen einfahc nicht wusste, wie das mit Babys im Wasser gehen soll. Beim Zweiten war alles klar, also sind wir einfach zu dritt schwimmen gegangen, da war kein Kurs mehr nötig.
Und bei manchen Dingen war ich beim Zweiten genauso pingelig. Alles, was medizinische Dinge angeht, Vorsichtsmaßnahmen in der Schwangerschaft wie keine Salami usw.
Und ich habe schmerzlich gelernt, dass es oft nicht geht, beiden voll gerecht zu werden, dass man Kompromisse finden muss - und dass die Kinder es dennoch überleben  ;)

 

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