So, dann kommt hier auch mal mein Geburtsbericht:
Angefangen hat es damit das ich wegen meinem Juckreiz den ich über Wochen hatte und wegen dem ich nachts teilweise nur 3 Stunden schlafen konnte mit meinem FA über eine Einleitung sprach. Er meinte das könne man man machen da der Bauchzwerg eher ein Riese ist. Angeblich sollte er mindestens 4000 gramm wiegen, eher mehr und einen KU von 37 cm haben.
Also bin ich am Freitag, den 13. März 2009 ins KH und durfte direkt dableiben. Befund: Muttermund 4-5 cm geöffnet und weich. Also perfekt um Erfolg zu haben mit einer Einleitung. Erst wollte man die sanfte Methode wählen und falls das nicht reicht sollte ich an den Wehentropf.
Also hab ich erst mal einen Einlauf bekommen und dann in die Badewanne mit Wehenanregendem Badezusatz. Es war gemütlich in der großen Wanne aber getan hat sich nix. Ich hatte zwar regelmäßige Wehen aber gemerkt hab ich die nicht. An dem Tag bin ich alle 3 Stunden zum CTG und habe abends noch eine Bauchmassage bekommen mit Wehenförderndem Öl. Dann ab ins Bett und schön geschlafen! Um 7 Uhr dann am Samstag den 14. März 2009 dann wieder zum CTG (Wehen waren fast komplett weg, nur 2 waren in 30 Minuten drauf). Frühstück kam wieder CTG, Mittagessen kam und dann ich sollte um halb 12 in den Kreißsaal kommen und dann an denWehentropf.
Um kurz nach 12 war ich dann am Tropf ca. für 1 Stunde und da hatte ich Wehen in 3 - 5 Minuten Abstand und ich musste schon veratmen. Befund: MuMu bei 5 cm, aber alles recht straff. Wehentropf ab, Einlauf und ich sollte Spazierengehen (aber nur in den Gängen beim Kreißsaal). Dazu sollte ich nach jeder Wehe 3 Globuli nehmen (um das Gewebe weicher und lockerer zu machen). Super, das Zeug war schnell alle, ich bekam Nachschub. Nach ca. einer weiteren Stunde sollte ich ans CTG. Da waren die Wehen schon so schmerzhaft das ich nicht liegen wollte/konnte. Die liebe Hebi meinte: Also wie Sie wollen, CTG im Stehen ist auch gut! OK, sagte ich dann im Stehen.
Nach 20 Minuten kam die Hebi wieder, "erwischte" mich beim veratmen einer Wehe und meinte: Holla, die kommen ja doch schon echt schnell aufeinander!! Wenn Sie ein Schmerzmittel wollen sagen Sie Bescheid. Dann ging sie wieder (wohin auch immer). Mein Mann war in der Zeit zu Hause, noch mit Hund raus gehen und Digicam holen.
Nach 10 Minuten kam die Hebi wieder um das CTG abzumachen. Ich völlig verzweifelt: Ich nehme ich Angebot an, geben Sie mir was gegen die Schmerzen. Sie: PDA oder Schmerzmittel per Tropf? Ich: Was ist schneller parat? Sie: Der Tropf!
OK, dann aber schnell. Dazu musste ich mich hinlegen, da der Tropf "besoffen" macht und mir schwindelig werden könnte. Ich mich gequält auf der Liege (ein Bett war das nicht!!!) in der Hoffnung das schnell Wirkung des Tropfes kam. Wenn ich ehrlich bin hat der Tropf mich nur etwas müde gemacht. Gut, wie die Wehen ohne Schmerzmittel wären will ich nicht wissen.
Dann wurde ich wieder untersucht, Befund: Muttermund bei 7 cm geöffnet und alles weich!! Grit, die Hebi lässt verlauten: Wir öffnen die Fruchtblase! Super!!!!
Man war das ne Menge Fruchtwasser, ich dachte ich werd nicht mehr!! Wehen in 2 Minuten Abstand (wie spät es war weiß ich nicht). Mein Mann kam und war erstaunt und erschrocken wie heftig und schnell die Wehen kamen...
Ich wußte kaum noch wie ich veratmen soll und litt vor mich hin, mit tapferer Unterstützung meines Mannes. Was ich ständig gesagt hab: Ist noch was drin im Tropf vom Schmerzmittel?? Wenn nicht sollen die Nachfüllen! :-D
Dann nach einiger Zeit (kam mir nicht lange vor) sagte Grit: Ob Sie wollen oder nicht, ich mach den wehentropf wieder dran, wir wollen doch mal vorrankommen!
Die letzte Dosierung die ich Mittags hatte waren 30 ml in der Stunde. Mein Mann sagte mir im Nachhinein das das Ding auf 200 !!!!!!!! ml in der Stunde "hochgedreht" war!!! Gut das ich das nicht wußte!!
Grit kam, und ging wieder und kam wieder zurück. Ich sagte ihr: Ich müßte mal zur Toilette. Aber das schaffe ich nicht. Ich kann hier nicht aufstehen. Sie guckte ganz erstaunt und tastete nach dem Befund: MuMu vollständig geöffnet und Köpfchen Richtung Ausgang!! Das haben wir alle nicht gedacht! Das muss so 18:30 Uhr gewesen sein. Meine Frage: Also kommt das Kind heute noch?? Sie: Ja aber sicher!!
Ich rumgejammert das ich nicht mehr kann und das nicht schaffe, das hab ich wohl bei jeder Wehe gesagt. Dann hab ich noch gefragt: Das Kind bekomm ich dann wohl hier oder? Oder muss ich aufstehenm und wo anders hin?? Grit: Nee, wir bleiben hier! Sie hat dann schon alles vorbereitet für die Geburt (Handtücher geholt oder so).
Dann sagte Grit: Wenn Sie wollen dann pressen Sie bei der nächsten Wehe. Ich gepresst was das Zeug hielt. Wie oft weiß ich nicht. Ich merkte: Da tut sich nix! Grit merkte das auch, holte eine Ärztin und die Oberärztin. Ärztin sagte das sie sich bein der nächsten Wehe auf meinen Bauch wirft und mitdrückt. Das haben wir dann auch 2 oder 3 Wehen probiert: Nix! Diagnose: Becken ist ungünstig von der Form. Ich war mittlerweile kaum ansprechbar, nur am jammern, das ich das nicht schaffe und das nicht mehr aushalte.
Es wurde bechlossen mit der Saugglocke nachzuhelfen. Ich muss dazu sagen, meinem Kind nach hätten wir so noch weitermachen können, Herztöne waren die ganze Zeit TOP!
Also wurde die Saugglocke in Position gebracht und bei der nächsten Wehen war der Kopf da. Bei der darauf folgenden wurde mein kleiner Joshua dann um 19:25 Uhr geboren!!!
Er wurde mir auf den Bauch gelegt und wimmerte nach einem kurzen Schrei vor sich hin. Ich war so glücklich, endlich war er da!! Mein Mann nabelte ihn ab, der Arme konnte kaum was sehen vor lauter Tränen, das war so süß!
Dann kam fix die Nachgeburt und dann ging der Spaß los! Gut, erst mal wurde uns gratuliert! Aber dann:
Wir müssen Sie nähen.... Ich merkte da floss und floss was auch immer aus mir raus. Nach schneller Untersuchung: Muttermund gerissen. Sonst sowieso alles gerissen. Die Oberärztin: Bei dem Befund nähen wir unter Vollnarkose, das halten Sie nicht aus ohne. Ich: OK.
Dann kamen 2 Leute die was vor sich hinfaselten und mir was hinhielten zum Unterschreiben. Ich : Ja, mach ich, sieht aber nicht so gut aus meine Unterschrift. Egal! Grit zu mir: Schlagen Sie bitte die Beine übereinander, das stoppt die Blutung etwas. Blut? Aha, na dann!
Joshua wurde mir "weggenommen" und ich wurde durch die Gänge in den OP gerollt. Ab auf eine komische Liege. Beine und Arme wurden mir festgeschnallt, Sauerstoffmaske auf den Mund und tiiiiiieeeeef einatmen! Bäääh, die Maske hat widerlich nach Gummi gerochen! Dann sagte man mir das jetzt die Narkose "losgeht". OK, vorher fragte man mich noch was es denn wäre, Junge oder Mädchen? Ein Junge natürlich!

Dann nach kurzer Zeit: Keine Ahnung wie lange es gedauert hat: Ich höre ein Baby weinen... Mein Baby!!!!
Und schon wurde mir mein OP-Hemd weggezogen, die Brust freigemacht und Joshua wurde angelegt. Ich lallte vor mich hin und konnte nicht glauben das ich es bin die da redet! Nach 5 Flaschen Schnaps hört man sich bestimmt noch besser an als ich! Die Ärztin kam zu mir und sagte: Der Muttermund ist nicht gerissen, aber Sie haben einen hohen Schei*denriss und sehr viel Blut verloren, während der OP leider auch.
Mir war alles egal, was sollte ich auch sagen? So wie ich redete war mir das zu peinlich da was drauf zu erwiedern!
