Autor Thema: abruptes Abstillen, Tipps?  (Gelesen 6165 mal)

Fela

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abruptes Abstillen, Tipps?
« am: 12. Dezember 2012, 11:09:35 »
Hallo zusammen.

Ich habe mich, nach einer Woche Schmerzen, da mein Kind mir immer wieder die BW aufgebissen hat, heute morgen um 5 Uhr zum Abstillen entschlossen.
Meine Hebamme hab ich schon angerufen und sie hat mir Globuli aufgeschrieben. Da ich noch ziemlich viel gestillt habe, werd ich auch noch ab und an wegpumpen müssen.

Soweit ist alles klar. Was mich angeht jedenfalls. Das Problem: der Kleine trinkt prinzipiell zwar Kuhmilch, aber es war gestern abend (nach 4 mal stillen einschlafen wieder aufwachen und beißen  :-X ) echt schwer ihn ohne Brust zum Schlafen zu bringen. Heute morgen hab ich gedacht "Zähne zusammenbeißen" hab ihm die vollere und schlechtere BW angeboten und prompt wieder nen fiesen Biss kassiert.
Da kam mein Entschluss. Er ist leider direkt wieder aufgewacht und wollte trinken und es gab logischerweise Geschrei. :(
Bin dann mit ihm aus dem Zimmer, um den anderen ihren Schlaf zu lassen, er ist auf die Art 3x eingeschlafen, aber immer wenn ich mich (mit ihm)wieder hinlegen wollte ging es wieder los mit schreien.  :'(

Gibt es vielleicht irgendeine Strategie (ohne nochmal anzulegen), wie ich ihm den Übergang noch erleichtern kann? Also ich habe vor, ihm eben Kuhmilch oder auch abgepumte Reste in der Flasche anzubieten, und eben da sein und versuchen ihn zu trösten, aber sonst?

Vielleicht wisst ihr mir noch Rat?


Coney

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Antw:abruptes Abstillen, Tipps?
« Antwort #1 am: 12. Dezember 2012, 12:24:08 »


Ich würde das nie nie nie so machen. Ich weiß, dass es kacke ist, wenn sie so beißen, mit meiner Großen hab ich das sowas von ausgeprägt durchgemacht, dass ich annahm, ich würde bald die längste Zeit eine BW gehabt haben  :-X

Aaaaber ich kenne zwei Fälle, wo so von jetzt auf gleich abgestillt wurde - und es war weder für Mutter noch für Kind gut. Die eine Freundin bekam die Brustentzündung ihres Lebens und musste sogar ins Krankenhaus deswegen (und doch, sie wurde beim Abstillen von Hebamme UND Frauenärztin begleitet) und sie hat heute eine total schlaffe hängende Brust. Das haben übrigens beide.

Hast Du es mal mit Stillhütchen versucht?


Fela

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Antw:abruptes Abstillen, Tipps?
« Antwort #2 am: 12. Dezember 2012, 12:32:41 »
Die nimmt er leider nicht.  *seufz*
Das klingt ja nicht gut, was du erzählst. :(

Wollte mich mit langsam reduziertem Abpumpen vor nem Milchstau bewahren.  :-\

Ich habe richtig Angst ihn nochmal an die Brust zu lassen, mir kommen bei dem Gedanken schon die Tränen. :(


Coney

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Antw:abruptes Abstillen, Tipps?
« Antwort #3 am: 12. Dezember 2012, 13:23:17 »

Ich verstehe das wirklich. Wie reagiert er denn, wenn Du ganz laut "Aua" schreist, wenn er beißt?

Also bei Emma hat das alles nix gebracht, aber Finn hat da gut drauf reagiert.

Fela

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Antw:abruptes Abstillen, Tipps?
« Antwort #4 am: 12. Dezember 2012, 13:33:54 »
Damit hab ich es die letzte Woche versucht. Ihn abgemacht, wenn er nuckelt, laut aua gerufen wenn er beißt. Seine Reaktion ist von einfach wieder dran wollen bis hin zu weinen und wieder dran wollen.

Danke für deine Antworten, auch (oder gerade? ) weil du mir nicht nach dem Mund redest (schreibst).



Binus

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Antw:abruptes Abstillen, Tipps?
« Antwort #5 am: 12. Dezember 2012, 13:47:51 »
Ich hab ganz langsam ausgeschlichen, von daher kann ich dir nicht mit Rat zur Seite stehen. Wenn du aber noch oft gestillt hast würd ich mir das eventuell nochmal überlegen. Und zwar vor allem wegen dir, ich denk schon, dass der Kleine das verpackt.

Nach mehrmaligem Milchstau kann ich es mir partout nicht vorstellen, dass eine Pumpe den echt wegbekommen kann. Und einen starken Stau kannst du sicher auch nur schwierig selbst ausstreichen. Ich hab abgestillt, als ich eh nur noch einmal in 24 Stunden gestillt hab, und das kurz (ich mein, weniger als 5 Minuten, deutlich weniger). Und trotzdem hatte ich drei Tage später einen Stau, denn ich - immer noch heilfroh  :P - ausstreichen konnte.

Bettina - wie lang ist denn das Abstillen deiner beiden Bekannten her? Die Tante meines Mannes musste auch nach einer schlimmen abszedierenden Mastitis abstillen, das Baby war zu dem Zeitpunkt drei Monate alt (weil die liebe Verwandtschaft sich mit 5 Personen als netter Besuch in die 3-Zimmer-Wohnung einquartiert hat und einfach alles oberstressig war - ich wäre EXPLODIERT!  :-(), und die Mama hat mal erzählt, sie hatte ca. ein jahr quasi "keine Brust", aber inzwischen ist alles wieder halbwegs beim Alten.


Lisa Bee

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Antw:abruptes Abstillen, Tipps?
« Antwort #6 am: 12. Dezember 2012, 14:10:09 »
Ich hab damals auf ähnliche Weise abgestillt. Ich glaube, ich hatte noch so 2-3 mal am Tag und 1 mal die Nacht gestillt. Nachdem aber jede Stillmahlzeit aus Beißen bestand und auch alles Wegnehmen, Wiederanlegen und Aua rufen nichts half, hab ich Elisa nach viel Heulerei meinerseits die Brust nicht mehr angeboten.

Und was war? Nichts! Sie hat nie wieder danach verlangt. Deshalb hab ich für Deinen Kleinen nicht so richtig Tipps, außer viel Kuscheln und Nähe anbieten.

Aber für Dich selbst kann ich Dir Mut machen: Ich hab mir eine elektrische Pumpe aus der Apo geholt und dann damit "künstlich langsam" abgestillt. Von 3 mal am Tag pumpen hab ich schrittweise reduziert. Zusätzlich hab ich Salbeitabletten genommen. Nach 3 Wochen war es geschafft, ohne jedes Problem.

Hinterher ist die Brust natürlich erstmal keine Stillbrust mehr gewesen, aber das hat sich relativ schnell auf den Vorschwangerschaftszustand reguliert.



Fela

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Antw:abruptes Abstillen, Tipps?
« Antwort #7 am: 12. Dezember 2012, 14:39:55 »
@ Lisa Bee: das macht mir Hoffnung... elektrische Pumpe habe ich ja schon da und habe ich als ich noch gearbeitet hab auch immer zum Leeren über den Tag benutzt, das geht also hoffentlich auch weiter...

@ Binus: wow, dann trotzdem noch nen Stau... dann hoffe ich mal, dass ich das mit der Pumpe ausschleichen kann. Ich werde versuchen ein Auge drauf zu haben.
Ist ja schlimm, wie das mit der Tante deines Mannes lief  :-(

Wir haben jetzt nachdem er mir zum Glück unterwegs eingeschlafen ist, das danach geforderte Stillen durch etwas rumtragen und Kuhmilch aus Becher und Flasche umgehen können. Aus der vollen Seite, die nicht so schlimme, hab ich 120 ml abgepumpt, die schlimmere Seite hab ich versucht zu pumpen, aber das ging auch nicht gut.  :-\ Aber sie ist auch zumindest noch nicht schwer oder so.
Gehe jetzt zur Apo, die Globuli holen und mach mir noch Pfeffi-Tee nachher.


Binus

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Antw:abruptes Abstillen, Tipps?
« Antwort #8 am: 12. Dezember 2012, 19:24:01 »
Ist ja schlimm, wie das mit der Tante deines Mannes lief  :-(

Deshalb sind wir mit "frischem Baby" erstmal schön entspannt in unseren eigenen vier Wänden geblieben, und es gab keinen Übernachtungsbesuch!  :P


Fela

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Antw:abruptes Abstillen, Tipps?
« Antwort #9 am: 13. Dezember 2012, 09:48:13 »
@ Binus: gut so. Grad da braucht man doch keinen Stress.

@ all: danke nochmal.

Heute nacht war ganz ok. Es hat ein wenig gedauert, bis er geschlafen hat, weil er am Nachmittag noch spät geschlafen hat. Also hat er erstmal eine Flasche so geleert, als ich ihn ins Bett packen wollte und ist dann fröhlich aus dem Bett..  s-:) Naja.. Kurz nach 9 Uhr hats dann geklappt, mit dem Schlafen, bis 0.30 dann war er wach, hat aber nach kurzem Meckern die Milchflasche genommen und bis 5.30 Uhr geschlafen. Da ging nix mehr. Bin mit ihm aus dem Schlafzimmer, weil er so laut geworden ist, dort wars aber auch nicht besser. Er ist auf meinem Schoß nochmal eingeschlafen, aber als ich mit ihm hinliegen wollte, hat er wieder geweint. Flasche wollte er da keine mehr. Aber an mir rumgezerrt hat er auch nur sehr kurz.
Hab dann um 7 Uhr abgepumpt. War auch echt nötig, die ersten harten Stellen waren deutlich zu spüren. Schonender ist das (außer dass es nicht beißt) nicht für meine BW. Naja, das kann ich dann hoffentlich bald reduzieren.



Lisa Bee

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Antw:abruptes Abstillen, Tipps?
« Antwort #10 am: 13. Dezember 2012, 19:39:57 »
Merkst Du das Pumpen an den BW? Da sollte es eigentlich gut verträglich sein.  :-\ Oder ist es unangenehm, weil alles von der vorherigen Beißphase noch so wund ist? Oh je, ich hoffe, Du hast es bald geschafft.

Ich wollte Dir nochmal die Salbeitabletten von Bürger empfehlen, die haben bei mir sehr gut die Milchbildung reduziert.

Und Felix scheint sich ja auch schon umzustellen. Das dauert bestimmt alles ein paar Tage, ist ja eine riesige Veränderung für Euch beide. Ich drück Euch weiterhin die Daumen.



Fela

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Antw:abruptes Abstillen, Tipps?
« Antwort #11 am: 13. Dezember 2012, 20:04:15 »
@ Lisa Bee: danke. :) Die Pumpe zieht die Bissstelle (quasi fast rund um den Nippel  s-beissen ) auseinander. Wenn ich sie schwächer einstelle fließt die Milch nicht.

Ich meine, es ist schon weniger. Ich trinke fleißig Pfeffi und Salbeitee. Die Tabletten schau ich morgen evtl noch danach.

Bis auf eine kleine harte Stelle ist auch alles gut gelaufen heute. Und die pump ich nacher noch weg. Bin schon relativ guter Dinge, dass das klappt. Insbesondere, da Felix so kooperativ ist.

Muss dann nur schauen, in welchem Tempo ich das mit dem Pumpen dann zurückfahren kann.


Coney

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« Antwort #12 am: 14. Dezember 2012, 10:45:41 »


Die Pumpe regt ja den Milchfluss auch wieder - bitte bedenken. Versuch auch mal, ob es unter der heißen Dusche klappt, die Milch auszustreichen mit den Händen.

Fela

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« Antwort #13 am: 14. Dezember 2012, 10:55:13 »
@ Coney: Ja, das mit der Pumpe ist mir bewusst. Aber ich schätze, dass ich für ohne Pumpe einfach noch zuviel gestillt habe. Ich habe auch ausstreichen versucht, aber das war nicht effektiv genug. (Leider, weil das wäre schonender gewesen. )

Die Milch reduziert sich anscheinend trotzdem. Naja, bin auch von 5-7 mal in 24h auf 3 mal pumpen stattdessen runter, jetzt. Das wird dann jetzt auch langsam reduziert vielleicht reichen heute 2x bislang musste ich noch nicht. :)

Die Nacht war auch ok. Er hat, weil im Schlaf gefehlt hat schon um 18 Uhr geschlafen, hat um kurz vor 22 Uhr und um ca. 4 Uhr noch ne Flasche bekommen, also zweimal. Diesmal musste ich allerdings nicht mit ihm rausgehen, er hat nicht angefangen zu weinen. :) Hätte ich nie nie gedacht, dass er so leicht von der Brust wegzubekommen ist.  :o


Lisa Bee

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« Antwort #14 am: 14. Dezember 2012, 14:14:36 »
Fela, das klingt ja gut. Freut mich für Euch.

Pumpen regt schon an, klar. Aber ich glaub auch, dass Du von fast Vollstillen nicht ohne Pumpe runterkommst. Beim nur Ausstreichen wär mir die Gefahr eines Milchstaus zu groß. Als ich ein bisschen Gefühl für die Pumpe hatte, hab ich nach ein paar Tagen bewusst geringere Mengen und eben seltener abgepumpt. Die Milch wurde am Ende dann schnell weniger.



Fela

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« Antwort #15 am: 16. Dezember 2012, 21:42:31 »
Huhu :)

Wollte nochmal schreiben und auch was fragen ;)

Waren am WE bei meinen Eltern und Schwiegies, habe gestern 1x, heute noch nicht abgepumpt, werde denk ich auch erst morgen wieder müssen.

Meine Frage allerdings: Felix trinkt sooo viel Milch aus der Flasche, ich glaube, das hätte ich nie und nimmer gestillt, z.B. heute zum Mittagsschlaf 480 ml. Irgendwelche Tipps, wie man das reduzieren kann? Hilft es Teesauger zu nehmen oder macht verdünnen mehr Sinn?

Ansonsten nochmal Danke an euch alle :)


Coney

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« Antwort #16 am: 18. Dezember 2012, 17:32:55 »

@Fela: Kriegt er jetzt Kuhmilch? Was isst er sonst so?

Fela

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« Antwort #17 am: 18. Dezember 2012, 18:13:20 »
@ Coney: ja, Kuhmilch hauptsächlich.
Und ich finde es viel zuviel, was er davon bekommt, will ihm das aber noch nächste Woche so belassen als Übergangszeit.
Was er sonst so isst: hm Frühstück gibts meist Brot mit Wurst, (wovon er zur Zeit genau zwei Mini-Bissen isst), Zwischenrein nen Apfel (wird gerade auch kaum abgebissen, egal ob ich ihm Stücke mach, oder er den ganzen bekommt), Mittag, was wir eben essen, Abends wieder Brot, zwischenrein noch Obst/Gemüse manchmal was vom Bäcker oder so. Aber alles das isst er leider extrem wenig. Ich schiebe es auf die Zähne.  :-\


Coney

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« Antwort #18 am: 18. Dezember 2012, 18:39:39 »


Hmm, also es wundert mich nicht, dass er so viel Milch trinkt, wenn er so wenig isst - die MuMi war halt doch sehr gehaltvoll und irgendwoher muss er es sich ja holen. Allerdings hast Du schon recht - das ist eine ziemliche Menge. Ich meine mich erinnern zu können, dass der KiA mal sagte, max. 400 ml in dem Alter pro Tag. Es hat was mit dem hohen Einweißgehalt der Milch zu tun.

Tja... was machen - gute Fragen. Mag er Brei? Vielleicht mal Grießbrei oder Milchreis anbieten? Das macht gut satt und kann bei Zahnbeschwerden gut - vielleicht sogar kalt - gegessen werden. Ich hab meinen in der Zeit auch mal eine Bananenmilch gemacht - das sättigt und ist nicht so viel Milch auf einen Butz.

Fela

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« Antwort #19 am: 19. Dezember 2012, 11:25:56 »
Die Bananenmilch ist ne Idee. Das versuchen wir mal.
Leider mag er Brei überhaupt nicht. Sachen zum Abbeißen sind eigentlich total sein Ding, nur gerade auch nicht. Scheint aber besser zu werden mit den Zähnen. Vielleicht haben wir es morgen hinter uns und er isst wieder normal *hoff*
 
Wir versuchen es heute mit Kartoffeln und Gemüse. Gestern über den Tag ging es schon etwas besser (also weniger Milch), nur die Nacht war wieder 2x und da jeweils 200ml Milch. 


 

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