Da ich euch ja nicht kenne, kann ich nur mal ein paar Denkansätze liefern und du müsstest schauen, ob was "passt".
- Einschulungszeit fiel mit Geburt in einen "Zeitraum"
- Juliana ist eine der jüngsten in der Klasse
- Wechsel vom "pflichtlosen" Kiga-Kind zum Schulkind, jetzt eben mich "Pflichten"
- Vom Nesthäkchen zum sogenannten "Sandwichkind"
Ich würde schon schauen, dass du schnellstmöglich mit jemandem redest, der sie aus der Schule kennt, einfach um euch auszutauschen.
Klingt schon so, als wenn sie mit dem Wechsel (Kiga/Schule, Nesthäkchen/Sandwichkind) ihr "Problem" hätte.
Das "Termin/Hektikproblem" kenne ich auch, manches kann man ändern (und sollte man dann auch), durch manches muss man "einfach durch". Aber das es "schwer" ist, dürfen beide Seiten anerkennen.
Unser Großer hat(te) jetzt auch immense Schwierigkeiten bei der Umstellung auf Ganztagsschule, gerade, weil wir ja die 3 festen Therapietermine nicht ändern können. In der Schule soweit unauffällig und zu Hause, wie ein Kleinkind (geistig gesehen). Mein Mann meinte darauf hin: Ist ja klar, ist die Flasche leer, ist sie nunmal leer. Im Sinne von der Akku ist nach der Schule einfach leer.
Langsam wird das besser.
Ansonsten kann ich dir nur raten, dich mit dem Thema Sandwichkind auseinander zu setzen. Nicht, dass ich glaube, dass du was "falsch" machst, aber ich weiß von unserem "Sandwichkind", dass sie sich auch oft falsch verstanden und ungerecht behandelt fühlt und meint "unterzugehen". Und bei deiner Tochter fällt das ja mit dem Zeitpunkt Wechsel Kiga/Schule, also "großes Mädchen" werden zusammen.
Und es "klingt" auch so, als ob sie doch schon "kämpfen" würde, wenn sie als Jüngste so klassenmäßig "vorne dran steht".
Aber wie gesagt, du musst schauen, was "passt" und auch wie die das in der Schule sehen.
Gegen das "trödeln" hilft vielleicht ein eigener Wecker mit einem Zeitplan, bis wann gemacht sein muss (Uhrzeit: aufstehen/Uhrzeit: Bad-Morgentoilette/Uhrzeit: Frühstück etc. - will ich auch machen) und sie in die "Verantwortung" nehmen, aber natürlich trotzdem "dabei bleiben".
Wir haben für unser Sandwichkind auch den "Weibertag" eingeführt (siehe die eine Geschichte aus unserem EO-Buch

), aber bei uns ist die Konstellation mit Junge-Mädel-Junge natürlich auch eine andere. Aber vielleicht könnt ihr ja in der Richtung euch trotzdem was "passendes für euch" einfallen lassen, denn die mittleren Kinder haben wirklich keinen "richtigen Rang", wie die Großen und die Kleinen/Nesthäkchen. Sie sind weder Fisch noch Fleisch, sie hängen so "unsichtbar" dazwischen und fühlen sich oft so, auch wenn es für uns gar nicht so scheint/so ist. Sie fühlen sich so und da ist es "unwichtig", dass es faktisch so nicht stimmt...
Ich wünsche dir einen guten Lösungsansatz und natürlich auch eine gute Lösung.
Wenn du dich austauschen willst, gerne.
LG, Jewa