Autor Thema: Vorübergehende Tic-Störung  (Gelesen 1508 mal)

LeNi1982

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Vorübergehende Tic-Störung
« am: 17. Januar 2015, 16:23:25 »
Hello  :)

Ich bin neu hier und möchte mich erst mal vorstellen... Ich bin Lena, 32 Jahre alt und Mama von einem 5-jährigen Kind und aktuell schwanger mit Zwillingen.

Mein großer war im Dez zum Gehirnströme messen. Heute haben wir den Arztbrief bekommen und da steht als Diagnose vorübergehende Ticstörung und Entwicklungsverzögerung. Letzteres ist uns bekannt und er hat auch schon einen Platz bei der Ergo. Aber was genau bedeutet "vorübergehende Ticstörung"? Kurz zu seinem Tic: Er macht Geräusche nach. Wen ich ihn frage was er für Geräusche macht, erzählt er mir von Lego, Hero Factory oder Superheros.
Davor hat er geschielt, sein Gewicht auf das Steißbein verlagert, Beine angehoben und die Fingerspitzen zusammengeführt.
Es löst also ein Tic den nächsten ab.

Wer kennt sich damit aus, hat Erfahrungen? Kann man das "abstellen" bzw. ihn irgendwie unterstützen dass die Tics aufhören? Ich habe gelesen dass Tics dem Stressabbau dienen. Ich habe aber eher das Gefühl dass er diese Geräusche usw gerne macht. Er sagt es auch "Mama, ich gehe Geräusche machen" und wenn ich ihn z.B zum Essen hole, kann er auch gut wieder aufhören.
Mich persönlich stört nur manchmal die Geräuschkulisse. Mehr Sorgen mache ich mir dass er gehänselt wird... Wie kann ich ihn stark gegen Hänseleien machen, falls er damit nicht aufhören kann?


Papa

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Antw:Vorübergehende Tic-Störung
« Antwort #1 am: 17. Januar 2015, 18:02:15 »
Zum medizinischen Aspekt kann ich nichts sagen.

Aus Deiner Beschreibung scheint mir das aber nicht ungewöhnlich - alle Kinder haben so ihre Marotten. Erwachsene übrigens auch, die wissen nur meist besser, was "gesellschaftskonform" ist und was nicht. Und genau hier würde ich ansetzen. Ein intensives "Geräuschemachen" sollte nicht dort passieren, wo viele Menschen sind, das kann man ihm beibringen. Und das schützt ihn dann vor Hänseleien.
Gruß vom Papa!

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Cornelia x Marie Sophie

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Antw:Vorübergehende Tic-Störung
« Antwort #2 am: 17. Januar 2015, 18:04:58 »
Was sagt der Kinderarzt? Bzw. warum ward Ihr beim EEG? Tics lassen sich aber nicht einfach "abtrainieren", sind ja keine Marotten...


"Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, leuchten zu lassen" (Nelson Mandela)

dragoness

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Antw:Vorübergehende Tic-Störung
« Antwort #3 am: 17. Januar 2015, 18:06:05 »
Je mehr Du dagegen angehst, desto schlimmer wird es. Dass er sich selbst zurückzieht um "Geräusche" zu machen zeigt ja schon, dass er es versucht im gewissen Rahmen zu kontrollieren. Allerdings lassen sich echte Tics nicht wirklich in dem Alter kontrollieren. Sprech ihn möglichst wenig darauf an, biete ihm vielleicht einfach mal solche Fantasiereisen oder Entspannungstechniken (Autogenes Training für Kinder) an. Die helfen ein wenig. Du wirst beobachten, dass die Tics manchmal ausgeprägter sind und manchmal fast komplett verschwunden sind. Meist tauchen die dann aber immer wieder mal auf oder kommen als Räuspern, Schnüffeln oder sonstwas wieder. Im Kiga ist das oft gar nicht so schlimm. Kein Kind hat meinen Sohn mal auf seine "Geräusche" angesprochen und selbst die Lehrer haben auf Nachfragen versichert, dass ihnen noch nicht viel aufgefallen ist. Meist fällt einem das selbst wesentlich mehr auf, als anderen.

Versuche den Medienkonsum (Fernsehen, Nintendo DS oder sonstiges) auf maximal 1 Stunde am Tag einzuschränken und suche etwas wo er sich körperlich auspowern kann und ansonsten kannst Du ihm, wie oben geschrieben, nur einige Entspannungstechniken anbieten. Allerdings muss man Entspannung auch lernen, das wird also von heute auf morgen nicht direkt anschlagen.

Wünsche Euch alles Gute :-)

LeNi1982

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Antw:Vorübergehende Tic-Störung
« Antwort #4 am: 17. Januar 2015, 20:11:01 »
Danke für Eure Antworten. Das mit den Entspannungsübungen werde ich auf jeden Fall mal versuchen. Danke für den Tipp!

Nintendo und das ganze Gedöns kennt er von Zuhause gar nicht. Er schaut abends das Sandmännchen und je nachdem welche Sendung danach kommt, das auch. Das sind dann 30-60 min und am WE die Seesamstr, oder mal Siebenstein. Also nichts "wildes".

Beim EEG waren wir, weil Epilepsie ausgeschlossen werden sollte. Was es auch wurde. Zum Glück....

Ich werde es jetzt Zuhause versuchen zu ignorieren und ihm es für ausserhalb unseres Zuhauses, versuchen ihm abzugewöhnen. Wünscht mir Glück dass das klappt bzw. es sich bis zur Einschulung erledigt.  ;)

Cornelia x Marie Sophie

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Antw:Vorübergehende Tic-Störung
« Antwort #5 am: 18. Januar 2015, 13:48:02 »
Ist bei Eurem Sohn das Thema Autismus schon einmal angesprochen worden?


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