Autor Thema: Hausaufgaben im Extremtrödelmodus  (Gelesen 966 mal)

WäreHätte

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Hausaufgaben im Extremtrödelmodus
« am: 20. September 2016, 14:33:36 »
Ich bräuchte mal einen guten Rat bezüglich Hausaufgaben machen.
Meine Trödelprinzessin geht jetzt in die 3. Klasse, hat immer bis 16 Uhr Schule.
Im 1. und 2. Schuljahr war sie fast immer mit den Hausaufgaben fertig wenn ich sie abgeholt habe. Aber seit sie in der 3. Klasse ist bringt sie immer noch was mit nach Hause (meistens Mathe obwohl sie darin richtig gut ist).
Sie ißt eine Kleinigkeit, schnauft ein bißchen durch und dann werden Hausaufgaben gemacht. Und dabei treibt sie mich noch in den Wahnsinn wenn es so weitergeht. Ich versuche ruhig zu bleiben und für eine freundliche Atmosphäre zu sorgen. Aber das geht dann so daß nach jeder einzelnen Rechenaufgabe aufgesprungen und irgendwas geholt wird, ich eine Story gedrückt bekomme, irgendwelche Lieder, Filme oder Werbespots zitiert werden, Küßchen verteilt werden und Figürchen gemalt werden. Das ist ja alles ganz süß, aber sie braucht dadurch die 10fache Zeit. Ich sage ihr daß sie sich doch mal auf das konzentrieren soll was sie gerade macht und daß sie die Zeit die sie vertrödelt später nicht mehr hat zum spielen und so. Aber irgendwie fruchtet das nicht, ich möchte aber auch nicht ständig dastehen und schimpfen, soll ihr ja auch Spaß machen.
Bei Mathe gibt es seit dem Schuljahr einen Wochenplan wo die Kinder selbst entscheiden können wann sie welche Aufgaben rechnen, die Hauptsache ist daß bis Freitag die Pflichtaufgaben fertig sind. Fleißaufgaben sind auch mit drauf, hat sie aber nur in der ersten Woche gemacht. Sie hat eine neue Mathelehrerin die sie aber sehr gerne mag. Bei anderen Kindern in ihrer Klasse besteht wohl das gleiche Problem, aber ich habe nicht das Gefühl daß es zuviele Aufgaben sind sondern daß sie einfach zuviel trödelt und sich ablenken läßt.
Ich sitze beim Hausaufgaben machen mit am Tisch, vielleicht ist dies ja schon mein größter Fehler. Hat hier jemand einen guten Rat?
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scarlet_rose

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Antw:Hausaufgaben im Extremtrödelmodus
« Antwort #1 am: 20. September 2016, 15:14:05 »
macht sie die HAs dann freiwillig und entscheidet sie selbst, welche Aufgaben sie noch machen will?
Oder gibst du das vor?

Zuerst würde ich raten, wirklich nicht mehr dabei zu sitzen. Und dann sollte sie selbstverantwortlich entscheiden, was sie machen möchte. Wenn sie alles am Donnerstag machen will, soll das wohl so sein.

Wichtiger ist es aber, heraus zu finden, wieso  sie in der Schule nicht mehr fertig wird. Hat sie zu viel auf oder arbeitet sie dort auch nicht gut?


WäreHätte

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Antw:Hausaufgaben im Extremtrödelmodus
« Antwort #2 am: 20. September 2016, 15:28:00 »
Entscheiden darf sie selbst was sie wann macht. Ich versuche sie höchstens von der Menge her zu beeinflussen daß die Hausaufgabenmenge wenigstens halbwegs gleichmäßig auf die Tage verteilt ist.
Ich werde das auf jeden Fall mal ausprobieren mich in einem anderen Zimmer aufzuhalten, bin mal gespannt...
Wenn ich sie frage warum sie nicht fertig geworden ist sagt sie daß sie zu wenig Zeit hatte und daß ihre Freundin ständig nach ihr gerufen hätte und sie immer ablenken würde. Ich weiß jetzt aber auch nicht ob das wirklich so ist oder nur ein Vorwand.
Ich hab auch schon überlegt mal bei der Lehrerin nachzufragen, ich will aber auch nicht als nervige kontrollsüchtige Mutter dastehen...
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scarlet_rose

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Antw:Hausaufgaben im Extremtrödelmodus
« Antwort #3 am: 20. September 2016, 21:26:50 »
Da kann man durchaus die Lehrer bzw Betreuer während der Hausaufgabenzeit ansprechen. Besonders dann, wenn deine Tochter sagt, sie würde abgelenkt.

Ich würde da einfach nachfragen, wie es dort wahrgenommen wird und ob es eine Möglichkeit gibt, in deren Augen, die Problematik zu lösen. Ob sie etwas darauf achten könnten, dass alles erledigt wird.

Nachtvogel

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Antw:Hausaufgaben im Extremtrödelmodus
« Antwort #4 am: 21. September 2016, 07:44:18 »
meine Tochter und ich können nicht zusammen lernen...gaaarnicht.
Da gehen wir uns gegenseitig an die Gurgel, explodieren und dann geht nix mehr.

Seit sie im Büro (Zimmer geht nicht, da wäre die um 22Uhr noch nicht fertig weil sie sich ständig ablenken lässt :-X) HA macht und ich wirklich nur schaue wenn sie ruft und Hilfe braucht, gehts deutlich besser. Und wenn sie dusselt und träumt und 1,5 Stunden braucht statt 10 Minuten dann isses ihr Bier, denn ich sitz da ja nicht rum sondern sie :P
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Antw:Hausaufgaben im Extremtrödelmodus
« Antwort #5 am: 21. September 2016, 09:37:02 »
Seit wann hat sie denn wieder Schule? Meinem Großen ist die Umstellung vom 2. auf das 3. Schuljahr sehr schwer gefallen. Er hat bis zu den Herbstferien gebraucht sich einzufinden. Warum, keine Ahnung.

Hier läuft es auch besser, seit ich nicht mehr danebensitze. Am Anfang kam er da auch noch ständig an und hatte irgendwelche Fragen, mittlerweile besprechen wir vorher die Aufgaben. Hinterher schau ich kurz drüber.

Sabrina84

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Antw:Hausaufgaben im Extremtrödelmodus
« Antwort #6 am: 21. September 2016, 09:59:14 »
Meine Tochter ist auch in der 3. Klasse. Sie hat dieses selbst einteilende System seit dem 1. Schuljahr. Die Kinder bekommen einen Ordner mit Deutsch- und Matheblättern und sollen täglich 45 Minuten darin arbeiten. Nach 2 Wochen wird der Ordner eingesammelt.
Hier war es ähnlich, dass sie nur sehr langsam gearbeitet hat und keine Lust hatte. Ich habe sie einen Ordner lang auflaufen lassen. Sie hatte kaum was fertig und musste sich in der Schule dafür verantworten. Das hat tatsächlich geholfen.

Lasse sie eine Woche so die Aufgaben machen wie sie möchte. Entweder bekommt sie Donnerstag einen Arbeitsschub oder eine Erklärung der Lehrerin, dass sie fleißiger sein soll!

Solche Kämpfe hole ich mir nicht mehr nach Hause  ;)



WäreHätte

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Antw:Hausaufgaben im Extremtrödelmodus
« Antwort #7 am: 21. September 2016, 10:43:43 »
 Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe und Rückmeldungen.
Hab mich gestern Abend brav ins Nachbarzimmer zurückgezogen zum lesen. Sie war zwar ein bißchen enttäuscht, ist aber brav an ihre Hausaufgaben gegangen. Erst mal Deutsch, da sollte noch was fertig ausgemalt werden. Dann kam Mathe dran und da hat dann ihr Papa gemeint sich dazusetzen und helfen zu müssen. Das hat dann damit geendet daß er auf den Tisch gehauen und die Stimme erhoben hat und sie geweint hat. Dann haben sie Friede gemacht und den Rest durchgezogen.
Hab heute mit der Elternsprecherin telefoniert (hab mich die halbe Nacht rumgewälzt wegen der Sache) und die hat erzählt, daß es schon sehr viele Beschwerden wegen der Hausaufgaben gab und manche Eltern sogar schon gedroht haben ihr Kind von der Schule zu nehmen. Heute Abend ist SEB-Sitzung, da wird da wohl auch nach einer Lösung gesucht. Die Mathelehrerin ist im Moment krank. Habe heute Früh auch nochmal mein Prinzesschen befragt und die hat erzählt daß es in der Hausaufgabenzeit immer so laut ist, die Meisten spielen statt Hausaufgaben zu machen und die Aufsicht total überfordert ist. Manchmal werden sie wohl auch 10 Minuten früher rausgeschickt. Also wenn das wirklich so ist daß mehr Hausaufgaben auf weniger Hausaufgabenzeit trifft brauch ich mich wohl nicht zu wundern. Nächste Woche Mittwoch ist unser erster Elternabend für`s 3. Schuljahr, bin mal gespannt ob man da irgendwie eine vernünftige Lösung hinbekommt.
Puh, ich hoffe wirklich wir kriegen das wieder auf die Reihe...
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