Das Problem oder die Frage ist also eher: Darf ein 10jähriges Kind einem ERwachsenen (in dem Fall auch noch einem älteren Menschen) widersprechen? Und: Kann ein Kind diese Sachen genauso beurteilen wie ein ERwachsener (erfahrener) Mann....
Ich sage: Unbedingt JA! Sind sie der Opa des Kindes? Seien sie stolz auf ihr selbstbewusstes und pfiffiges Enkelkind, das offenbar sehr gut formulieren kann, was es will. Das ist so wichtig für Kinder.
Seien sie stolz, dass es zu ihnen so viel VErtrauen hat ihnen solche Aussagen entgegen zu bringen!
Und: Helfen sie ihrem Enkelkind zu lernen seine Meinung dann noch gezielter auszudrücken..... Hinterfragen sie: Wie so ist das Quatsch? Lassen sie sich erklären WARUM das Kind ihre Aussage in dem Fall für falsch hält..... Versuchen sie (wenn es ihnen wichtig ist) mit im Gespräch zu bleiben und das Kind evtl. zu überzeugen indem sie Argumente haben!Vielleicht reagiert es nicht sofort, aber irgendwas wird bei ihm ankommen und hängenbleiben.
ich weiss, dass das bei vielen Grosseltern und Urgrosseltern nicht gern gesehen ist, wenn Kinder widersprechen ... und ich weiss, dass Omas und Opas es in der Regel gut meinen und versuchen das , was sie noch als richtig gelernt haben weiterzugeben... Trotzdem hat sich vieles verändert und auch ich muss meiner OMa (mittlerweile 78 - wir wohnen zusammen) oft erklären, dass vieles HEUTE eben anders ist...selbst mit meinen Eltern und SChwiegereltern (alle ca55Jahre alt) ist es oft schwierig....
Versuchen sie das Widersprechen wirklich als was Positives zu sehen, das zeigt, dass das Kind einen starken Charakter hat, aber versuchen sie auch ihm zu vermitteln, dass SIE das Wort Quatsch als unhöflich empfinden und dass es ihnen lieber wäre, das Kind würde ihnen höflicher widersprechen (Wobei ich wirklich finde, dass das WOrt "Quatsch" absolut harmlos ist)...und lassen sie sich dann erklären WARUM das Kind es anders sieht.
Und ja, ich finde auch ein Kind kann und darf in diesen Dingen eine Meinung haben.... bei vielem müssen wir als ERwachsene sicher trotzdem eingreifen und lenken, weil die Lebenserfahrung bei den Kindern fehlt - ABER sie müssen ja auch ERfahrungen machen..... sie müssen z.b. mit links und rechts essen um dann festzustellen WIE es besser klappt.... Versuch macht klug
Und bei der Formulierung gebe ich zuz recht: Selbst heute fällt es mir oft schwer in Diskussionen diplomatisch zu bleiben und ruhig zu sagen: Ich sehe das anders, aber ich denke mal darüber nach..... DAS muss ein 10jähriges Kind in mühevoller Arbeit lernen und das kann es nur, wenn sie als ERwachsner es vorleben....wenn ihr Enkel?/Kind ihnen also demnächst sagt: Das ist Quatsch! Dann fragen sie: Warum? Und nach der Erklärung des Kindes können sie sagen: Ich sehe das anders, aber ich denke mal drüber nach,w as du mir da erklärt hast und dann sprechen wir noch mal drüber
