Autor Thema: Tips für Umgang mit Sohn (3,25 Jahre), wenn er nicht will  (Gelesen 811 mal)

RandomDad

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Tips für Umgang mit Sohn (3,25 Jahre), wenn er nicht will
« am: 09. Oktober 2016, 01:47:47 »
ich würde gerne Tips/Anregungen zum Umgang mit meinem Sohn von euch bekommen, wenn er mal wiede rnicht will und dabei endlose Minuten des Tages mit Geheul und Geschrei vertan werden.
Exemplarisch:
Mein Sohn soll Zähne putzen (mit mir gemeinsam).
Ich: "Komm bitte zu mir, lass uns zähne putzen". Er: "nein!".
Ich frage 2-3mal freundlich "Komm bitte, wir wollen doch noch ein buch lesen", "Jetzt komm, wir sind schnell fertig", "Komm bitte, wir putzen gemeinsam"... and so on.
Nach 3-4 Argumenten (es kommt immer noch "nein", "ich will nicht") habe ich zwei Dinge versucht:
a) Ich "schnappe" ihn mir (geschrei), erkläre das es ohne nicht geht und versuche ihm die Zähne so zu putzen
Diese Variante erscheint mir wenig hilfreich, da ich ihn körperlich festhalten muss (gestrampel/gezeter).
b) Ich sage: "Ok, dann bleibt keine Zeit für ein Buch.", oder "dann kann ich dich nicht ins bett bringen". Stehe nach 2-3 Hin&her auf und verlasse das Badezimmer.

Jetzt startet die Endlos-Schleife:
Er schreit: "Papaaa, komm zurück - ich putze die Zähne". Komme ich dann zurück und will die Zähne putzen kommt wieder "Nein!".
[1-2 argumente, versuche ruhig und bestimmt wie oben die situation zu klären; er bleibt stur]
Gehe ich wieder, so schreit er wieder wie oben.

Ende vom Lied: Ich möchte mich natürlich nicht veralbern lassen, werde bestimmter. Er schreit bei jedem mal in dem ich dann "wirklich gehe" lauter.
Halte ich das lange durch (10 Minuten z.B., er soll die Drohung ja ernst nehmen) hört er irgendwann auf zu schreien (schluchzend) und kommt zu mir. (Sagt aber nichts). Er steht/sitzt dann einfach neben mir.
Versuche ich dann auf ihn zuzugehen (wörtlich/körperlich) "Komm mal her, lass uns nicht streiten und eben die Zähne putzen" weicht er wieder zurück. Es funktioniert nichts. Keine Geste wie "Hand reichen", "Arne öffnen" oder ruhig zureden.

Je länger das ganze geht desto "apathischer" wird er natürlich. Der Kreislauf wird am Ende nur durch seine Erschöpfung durchbrochen, was natürlich ein riesen Mist ist. Der Ausweg ihm die Zähne nicht zu putzen kommt für mich nicht in Frage. (Richtig?) Auch wenn ich eine Entschuldigung fordere kommt diese zwar aber natürlich nicht bewusst.
Er handelt ja längst nicht mehr rational und ist logischerweise keinen Argumenten zugänglich. "Hätten wir uns nicht wegen dem Zähneputzen gestritten, könnten wir jetzt noch ein Buch lesen"

Auch wenn wir uns am Ende vertragen ist so eine 3/4 Stunde am Abend (ich bin berufstätig und habe unter der Woche entsprechend nur den Morgen und den Abend mit den Kids) extrem unbefriedigend.

Das ganze ist beliebig austauschbar. Egal ob Zähne Putzen, ins Bett gehen, Schuhe anziehen (wir müssen los), Essen aufessen, Selbst verursachtes Chaos aufräumen, etc....
Jedes mal purer Stress aber jedes mal halt auch Situationen, die eigentlich keine Alternative erlauben. Irgendwann muss man halt zur Arbeit, eine Jacke anziehen, die Zähne Putzen, ins Bett, etc.

Klar, evtl. ist es nur eine Phase, aber ich bin dennoch für Tips dankbar.

Danke im Voraus

Ein Papa

hallihallo

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Antw:Tips für Umgang mit Sohn (3,25 Jahre), wenn er nicht will
« Antwort #1 am: 11. Oktober 2016, 21:46:00 »
Er ist schon relativ spät für die Trotzphase, aber das klingt ganz danach. Ich kann dir nur raten kreativ zu werden und die Trotzanfälle zu umschiffen. Zähne putzen hab ich in der Phase gut hinbekommen, indem wir ein Reimspiel draus gemacht haben. Ich hab Töchterchen auf dem Schoß und hab einen einfachen Reim angefangen, wie z.B. Eene Meene Fratze, was isst dann wohl die ???? Kurze Pause zum Antworten. Eene Meene Haus, die ist sehr gerne ??? (und Antworten lassen). Das hat ihr halt unheimlich Spass gemacht.

Wenn er gerne Buch liest, dann nimm es mit ins Bad und fang an zu lesen. Dann aufhören (´weil Batterien leer und nur noch durchs putzen zu aktivieren....z.B.)


Hubs

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Antw:Tips für Umgang mit Sohn (3,25 Jahre), wenn er nicht will
« Antwort #2 am: 11. Oktober 2016, 22:05:16 »
Beim Zähneputzen würde ich auch keine Ausnahmen machen, bei anderen Dingen komme ich meinem Kind gern entgegen. Schuhe und Jacke anziehen mach ich gern für ihn, wenn es der Stimmung hilft. Gerade wenn er eh grad so eine Phase hat, in der in seiner Welt nicht alles rund läuft,  ist ein Entgegenkommen von mir manchmal wie Balsam :)
Aufräumen ist eh so eine Sache. Je nach Größe des Chaos sind Kinder in dem Alter schnell überfordert.  Ein bisschen helfen, eine kleine Anleitung oder das "wer ist der schnellste Aufräumer" - Spiel führen schneller zum Erfolg.  Außerdem lernt das kind nebenbei Sozialkompetenz :)

Wenn du öfters von Prinzipien abweichst und auf ihn zu und ein gehst, fällt es Deinem Sohn vielleicht auch leichter, die Dinge uu akzeptieren,  die Du konsequent durchsetzt.
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012



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Hildemarie

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Antw:Tips für Umgang mit Sohn (3,25 Jahre), wenn er nicht will
« Antwort #3 am: 10. November 2016, 19:28:58 »
Hört sich nach viel Hin und Her an. Also die Idee, die Pflichtübungen zum Spiel zu machen (mit Reimen, Handpuppen, Wettspiel) ist immer gut. Kinder sind verspielt bis zum geht nicht mehr.
Kann mir aber auch vorstellen, dass es Sinn macht, sich außerhalb der Stresssituationen mit ihm hinzusetzen und ihm zu sagen, dass ab jetzt Schluss ist mit dem Theater. Und ihm die Regeln klar zu benennen: Zähneputzzeit dann und dann, so und so lange. Wenn es nicht klappt, dann tritt das und das ein (kein Vorlesen, keine Süßigkeiten am nächsten Tag). Solche Konsequenzen wirken nur dann, wenn sie nicht bösartig als Strafen, sondern als klare Regel im Vorfeld abgesprochen werden. Und dann, wenn es zum Beispiel mit dem Zähneputzen nicht klappt, tritt nach zweimaliger Aufforderung die vereinbarte Konsequenz ein. Nicht die Konsequenz androhen, höchstens eine gelbe Karte hochhalten. Und dann die rote Karte. Dann kann man sagen: "Schade, es hat heute nicht geklappt. Vielleicht morgen"  Also eher bedauernd und nicht böse. Bedauernd, aber klar und konsequent. Weniger sprechen, weniger hin und her, Mut zur Klarheit! Und mehr Spaß.

Gruß
 Hilde Pfister  (hab auch Videos zu solchen Themen gemacht)

Twixx

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Antw:Tips für Umgang mit Sohn (3,25 Jahre), wenn er nicht will
« Antwort #4 am: 10. November 2016, 20:25:08 »
Unsere Tochter ist mit etwas über 2 natürlich noch eine Ecke jünger... Und wahrscheinlich sind wir erst am Anfang der Trotzphase 🙈 Aber was bei uns gut hilft ist, ihr zwei Möglichkeiten anzubieten.

In deinem Fall sage ich, dass es bald zu Bett geht und frage, ob wir jetzt Zähne putzen oder erst dies oder das  (z.B. Spiel xy) spielen wollen. Sie entscheidet und es klappt. Bisher zumindest  s-:)  ;D

Bei uns möchte sie oft nicht das anziehen, was ich gerade für richtig halte. Nach draußen in Leggings  ??? Also zeige ich ihr zwei andere Hosen, sie sucht aus und lässt sich anziehen  ;)

Wie gesagt, klappt bei uns mit einem jüngeren Kind  ;) und wichtig ist, immer nur Möglichkeiten anzubieten, die für einen selbst in Frage kommen  ;)

 

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