Autor Thema: teure Zusatzangebote in KiTas  (Gelesen 6040 mal)

schnakchen

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teure Zusatzangebote in KiTas
« am: 22. Oktober 2014, 21:13:40 »
Hallo,

sagt mal gibt es in euren KiTas auch diese - ziemlich kostspieligen - Zusatzangebote? Ich bin davon grad ziemlich genervt... bei uns wird die Musikstraße angeboten und Englisch für Kinder (Helen D*ron), Kostenpunkt jeweils zwischen 20 und 40 Euro pro Monat.
Gut, nun dachte ich, verzichten wir halt, ist ja kein Muss. Aber da gibt es ja noch die Gruppendynamik, mein Kind will nun unbedingt zu Englisch, weil die anderen aus der Gruppe auch gehen, und weil es ihr Herzenswunsch ist, darf sie nun eben gehen. Ohne jemals zuvor Interesse an Englisch gehabt zu haben, ohne Englisch in absehbarer Zeit zu brauchen, ja ohne wirklich zu wissen, was "Englisch" ist. Und da wir im Alltag niemals Englisch sprechen, wird sie es von der einen Stunde pro Woche auch nicht wirklich lernen, also abgesehen davon, dass sie sich mit viel Glück merkt, dass "Cow" Kuh bedeutet  S:D
Und seien wir ehrlich, muss das sein? Genügt es nicht, wenn die Kinder in der Grundschule mit Fremdsprachen anfangen? Und Musik wird doch in der Kita eh ständig gemacht, sie singen, tanzen und hämmern doch jeden Tag auf ein paar Instrumenten rum... wozu müssen Dreijährige zusätzlich wissen, was do-re-mi bedeutet?

Was meint ihr?

lg schnakchen




~Netti~

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Antw:teure Zusatzangebote in KiTas
« Antwort #1 am: 22. Oktober 2014, 21:20:24 »
Bei uns gab es auch "Englisch". Aber bei uns waren da nicht so viele Kinder angemeldet, dass es eine Art Gruppenzwang gegeben hätte. Mein Sohn ging nicht hin, er war damals in der Musikschule einmal die Woche.
Nun, man muss die Kinder da ja nicht anmelden, daher hat es mich nie gestört.
Wenn dein Kind das aber gerne machen mag und euch die 20€ nicht in den Ruin treiben, finde ich es echt nicht schlimm und würde mich auch nicht nerven. Gerade Fremdsprachen lernen die Kinder total easy "nebenher" wenn sie noch klein sind und ich würde das verbuchen unter "schadet doch nicht, solange sie Spaß dran hat und ich es mir leisten kann".  :)


Beltuna

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« Antwort #2 am: 22. Oktober 2014, 21:30:01 »
Ich bin so eine die in die KiTas kommt und mit den Kinde do-re-mi singt  S:D.
Wie wichtig Musik für die Entwicklung ist muss ich hier nicht schreiben, das würde ausufern und ist nicht Thema dieses Threads.  Fakt ist, dass viele Eltern froh über die Angebote sind eben weil sie nicht nachmittags nochmal extra los müssen sondern weil das Kind das Angebot wahrnehmen kann während es eh schon fremdbetreut wird. Kein zusätzlicher Aufwand für die Eltern also.
Ich bin 4 Tage die Woche in Kitas, Kindergärten, Grundschulen und Krabbelgruppen unterwegs und merke von Gruppenzwang recht wenig.
Ob die Angebote dir zusagen und  für dein Kind interessant sein könnten musst du für dich entscheiden. Und gegebenenfalls deinem Kind absagen. Die Tatsache dass man nicht alles im Leben haben kann gehört für ein Kind eben zum Leben dazu  ;).
Do-mi-so sind übrigens die Tonstufen eines Dur-Dreiklangs (evtl.auch der Molldreiklang). Die Tonnamen stammen aus der relativen Solmisation und fördern das tonale Hören, was für freies Singen und allgemein fürs musizieren nicht ganz unnütz ist  ;)
« Letzte Änderung: 22. Oktober 2014, 21:43:29 von LunasMama »

schnakchen

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« Antwort #3 am: 22. Oktober 2014, 21:32:07 »
hi Netti,

vielleicht reagiere ich ja grad etwas über wegen dem Schlafmangel (Baby). Aber Englisch kostet leider 40 Euro und damit fast 500 Euro im Jahr, plus das Buch für 30 Euro, was gekauft werden muss... dafür dass die drei- und vierjährigen Kinder "Old Mc Donald" singen...

...und ich glaube halt eben nicht, dass sie eine neue Sprache von dieser einen Stunde pro Woche lernen. Was ich sinnvoll fände, wäre eine fremdsprachige Erzieherin, die im Alltag dabei ist. Davon würden die Kinder sicher schnell die andere Sprache lernen, weil sie die ja ständig anwenden würden. Aber von einer Stunde spielerischem Vokabellernen pro Woche?

Andersrum gefragt, hat das jemand schon mitgemacht und haben eure Kinder dabei was gelernt?

lg schnakchen

P.S. vielleicht bin ich auch nur von den Fragen der anderen Eltern genervt, die natürlich sofort beide Kurse gebucht haben und mich vor unserem Kind fragen, warum es denn nicht hin darf




~Netti~

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« Antwort #4 am: 22. Oktober 2014, 21:39:26 »
Ok, das ist ganz schön teuer, bei uns kostete das 20€.
Ich würde es trotzdem nicht schlimm finden, wenn ich es mir problemlos leisten könnte (Das ist natürlich die Voraussetzung)
Allerdings bei 40€ mtl. wäre der Kurs hier leer.

ottili

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« Antwort #5 am: 22. Oktober 2014, 22:16:22 »
Bei uns gibt es als Zusatzangebot Tanzen. Das kostet 20€ im Monat für einmal wöchentlich. Dafür kommt aber auch extra eine Lehrerin von der Tanzschule. Alles andere ist kostenlos.
Keiner verlangt, dass du zaubern kannst, nur dass du es probierst.



http://juliaskitchenlove.wordpress.com

satti

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« Antwort #6 am: 22. Oktober 2014, 22:42:20 »
40€ pro kind pro monat? das sind ja dann 10€ die stunde  ;D
da würd ich die anderen eltern eher fragen warum sie so doof sind und das nutzen
sorry aber da sind dann was weiss ich-15-20 kinder im alter von 3-4 jahre,da bleibt doch nix hängen  s-:)
da hast mehr erfolg wenn du deinem kind 3 mal die woche einen gegenstand in englisch benennst
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Mondlaus

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« Antwort #7 am: 22. Oktober 2014, 23:25:00 »
,
« Letzte Änderung: 24. Oktober 2014, 18:34:21 von Mondlaus »
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...

Nipa

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« Antwort #8 am: 22. Oktober 2014, 23:58:37 »
Bei uns kostet das Englisch 8 Euro/Stunde und ich finde es eine gute Sache.
Hab das auch nicht immer so gesehen und war nicht Feuer und Flamme, aber unsere Lehrerin ist Muttersprachlerin, sehr nett, sie bastelt viel mit den Kindern usw.
Mein Sohn hat dabei riesig Spass und eins gewinnt er: Er hat keine Angst vor Englisch.

Die Musikschule bietet in der Kita auch musikalische Früherziehung an und auch das fand ich bisher gut. Die Kinder haben da viel gelernt und für das Erlernen eines Instruments bringt es ehrlich sehr viel!

Ein Muss ist weder das eine, noch das andere....
Aber solange das Kind Spass hat finde ich es nicht verwerflich...



Fliegenpilz

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« Antwort #9 am: 23. Oktober 2014, 00:54:11 »
Solche Angebote sollten kostenlos sein für Kinder!

Meine Kleine hat eine deutsche und eine französische Erzieherin und anders als bei Mondlaus kann ich sagen, dass da viel hängen bleibt, denn Zuhause sprechen wir kein Französisch, die Kinder machen es jedoch im Rollenspiel mit Floskeln sie "Wie heißt du?, Mein Name ist ..., Wie geht's dir,  ...".

Meph

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« Antwort #10 am: 23. Oktober 2014, 01:03:56 »
ich find es nicht gut, egal ob es was bringt oder nicht, solche angebote haben in einer bildungseinrichtung (!) nichts zu suchen (thema chancengleichheit)

bei uns kommt einmal die woche ein musikpädagoge, die Kinder gehen einmal im monat pro kind reiten (alle 3 wochen sind sie dran)
Wir zahlen 2 Euro pro Monat.

Honigbluete

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« Antwort #11 am: 23. Oktober 2014, 06:27:56 »
Grundsätzlich finde ich solche Angebote toll, Stimme aber auch meph zu, dass es im Sinne der Chancengleichheit kostenlos sein sollte oder für sehr kleines Geld für alle angeboten werden sollte. In Lukis Kindergarten gab es das auch, irgendwann hat aber die Stadt wohl aus den genannten Gründen verboten. Ich fand es halt praktisch, dass er einen Kurs besuchen konnte, ohne dass ich ihn fahren und holen musste... Brauchen tun Kinder das sicher nicht, aber ausprobieren und Neues kennen lernen ist ja nix schlimmes.



Pedi

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« Antwort #12 am: 23. Oktober 2014, 06:38:13 »
Ich finde es grundsätzlich gut wenn es solche Angebote gibt, aber nicht jedem Kind wird die Möglichkeit gegeben diese Angebote zu nutzen. Denn bei dem Preis werden einfach auch manche Eltern das ablehnen müssen weil sie es nicht zahlen können. Und dann sind wir beim Thema Chancengleichheit und die ist damit nicht mehr gegeben. Und genau das sollte nicht der Fall sein.

Bei unserem alten Kiga vom Großen gab es einmal die Woche ein Musikangebot -kostenlos. Die Kinder konnten sich zu Beginn des Jahres entscheiden ob sie daran teilnehmen wollen oder nicht (jedes Kind hatte aber die Möglichkeit dazu!). Und das war wirklich toll gemacht und die Kinder hatten super viel spaß daran.
 




*Unser Sternenmädchen wurde am 24.02.14 in der 19. SSW still geboren.Wir werden dich nicht vergessen!

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« Antwort #13 am: 23. Oktober 2014, 07:16:50 »
Bei uns gibt es ein Sportkurs und dafür zahlen wir 4Euro im Monat ALLERDINGS als Familien-Mitgliedsbeitrag für die Arbeiterwohlfahrt ( Träger der Kita)...später kommen noch andere Angebote dazu, aber das läuft alles über die (Zwangs s-:) ) Mitgliedschaft für 4 Euro

 


und *** ganz tief in unserem Herzen

Fliegenpilz

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« Antwort #14 am: 23. Oktober 2014, 07:48:19 »
Ich muss noch ein wenig schmunzeln - und ich glaube ich werde auch Englischkurse o.ä. im Kindergarten geben, denn die Eltern zahlen ja. Und das üppig.

40€ im Monat pro Kind mit 4 Arbeitsstunden. Melden sich nun 20 Kinder an, dann habe ich schon 800€ verdient (ohne Abzüge). Und das wenn ich nur jeden Montag eine Stunde arbeiten gehe. Mache ich nun Montag - Freitag jeweils eine Stunde, dann habe ich schon 4000€ (ohne Abzüge). Bei 20 Stunden Arbeit die Woche und minimaler Vorbereitungszeit, ich kann ja in dem Kurs die Woche über dasselbe machen 8) ;D

Einfach utopische Preise. Alleine deswegen würde ich es schon boykottieren, weil das was angeboten wird steht in keinem Verhältnis zu dem was man zahlt. Dann lieber privat, Kleingruppen und wirklich effektiven Unterricht, kein Singen, Klatschen & Hüpfen in einer Fremdsprache ohne Ergebnis für die Kinder.

Solar. E

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« Antwort #15 am: 23. Oktober 2014, 08:00:04 »
Bei uns gab es musikalische Früherziehung für 18€ im Monat. Erst angeboten von einer externen Lehrkraft der Kreismusikschule in der Kita während der regulären Kitazeit, später wurde das extern gemacht und die Lehrkraft holte die Kinder für die Stunde ab und brachte sie wieder. Und nochmal später hat es eine Erzieherin gemacht in den Räumen der Kita, aber nach der regulären Kitazeit.
Dass es nunmal was kostet - nun ja, hab ich mir ehrlich keinen Kopf dazu gemacht. Ich fand es gut, es war praktisch für mich, weil ich die musikalische Früherziehung eh in irgendeiner Form für meine Kinder wollte - und mWn musste keiner draußen bleiben, weil er es sich nicht leisten konnte.
Ebenso wurde vom Turnverein zusätzlich zum normalen Kigaturnen noch Kinderturnen angeboten, klar gegen den Mitgliedsbeitrag, aber der ist fürs Kind sehr gering.

Aber eine Stunde Englisch pro Woche für 40€ find ich happig, auch wenn ich sonst auf dem Standpunkt stehe, dass der Spaß die Hauptsache ist und wenn was "hängenbleibt" eher der nette Nebeneffekt.

Was Englisch in der Schule angeht, bin ich derzeit total genervt :P Soll eigentlich ab Klasse 1 unterrichtet werden und hat bei uns quasi nicht stattgefunden. Und auf der weiterführenden Schule ist das absoluter Mist, denn die fangen zwar schon bei Null wieder an, aber in zügigem Tempo, so dass Sohnemann ordentlich rudern muss um mitzukommen, während andere in der Klasse sich langweilen.  :-X
« Letzte Änderung: 23. Oktober 2014, 08:02:45 von Solar. E »

Beltuna

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« Antwort #16 am: 23. Oktober 2014, 08:31:42 »

40€ im Monat pro Kind mit 4 Arbeitsstunden. Melden sich nun 20 Kinder an, dann habe ich schon 800€ verdient (ohne Abzüge). Und das wenn ich nur jeden Montag eine Stunde arbeiten gehe. Mache ich nun Montag - Freitag jeweils eine Stunde, dann habe ich schon 4000€ (ohne Abzüge). Bei 20 Stunden Arbeit die Woche und minimaler Vorbereitungszeit, ich kann ja in dem Kurs die Woche über dasselbe machen 8) ;D


Also da möchte ich doch kurz einhaken und eine Lanze für die Freiberufler und Selbstständigen brechen. Wie kommst du darauf dass man keine Abzüge bezahlen muss ??? ? Es fallen sämtliche Kosten wie bei jedem anderm auch an.Steuern, Versicherungen, usw. Da bleibt nicht mehr netto übrig als bei Andern  ;).

Und zur minimalen Vorbereitungszeit kann ich nur soviel sagen dass ich den kompletten Montag morgen und Sonntag abend ausschließlich mit der Vorbereitung für meine Kurse beschäftigt bin. Ich erstelle von jedem Kind ein Profil mit Stärken und Schwächen oder Besoderheiten und versuche die Stunde auf die Kinder passend zuzuschneiden. "Welches Kind spielt welches Instrument und warum?" z.Bsp.

Und daraus erschliesst sich sicher auch, dass die Kurse nicht alle diesselben sind. Geht schon wg. den verschiedenen Altersstufen und Vorraussetzungen nicht (versuche mal in einem KiGa mit hohem Ausländeranteil deutsche Volkslieder zu singen  s-:)).
Aber leider ist das das gängige Klischee, dass Musikpädagogen ein lockeres Leben haben und da ein bisschen mit den Kindern rumklimpern  :-\. Ich versuche meine Schüler dahingehend zu unterrichten, dass sie Gundlagen vermittelt bekommen die Ihnen später beim Musizieren behilflich sind (und mir als unterrchtendem Lehrer auch!)

Was auch keiner beachtet: so ein Kurs fördert nicht nur die musikalischen Interessen sondern ist auch sehr gut um soziale Kompetenzen und motorische Fähigkeiten zu erlernen:
- man muss in der Runde warten bis das Glockenspiel bei einem ankommt
-wenn man ein Soloinstrument begleitet darf man nicht zu laut sein und muss auf andere hören
-man lernt andern zu helfen, sie zu unterstützen
- die Kinder werden beim Wechsel von der beidhändigen zur einhändigen Bewegungsform unterstützt
usw.

Ich möchte eigentlich nur sage,/schreiben, dass da noch viel mehr dahinter steckt als die Eltern vielleicht auf den ersten Blick denken und dass es durchaus Lehrer von außerhalb gibt denen eure Kinde wichtig sind und die sich sehr ernsthaft mit ihrer zu vermittelnden Materie beschäftigen  :)
-

dragoness

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« Antwort #17 am: 23. Oktober 2014, 09:14:48 »
Ich finde den Preis allerdings auch schon stramm. Wie soll das eine Familie mit Hartz zum Beispiel leisten können? Was ist mit dem Betrag abgedeckt? Wenn da zusätzliche Bastelangebote etc. mit drin sind mag das noch ok sein, ansonsten finde ich in einer Gruppe von ca. 20 Kindern maximal 5 EUR im Monat angemessen.

Fraglich ist halt auch, ob bei der entsprechenden Person, die das macht überhaupt der ganze Betrag ankommt, oder ob das bei der Firma/Organisation etc. landet, die das anbietet.

Zur Vorbereitung: Wenn das jemand macht, der das mit vollem Einsatz macht, dann findet da sicher auch eine Vorbereitung statt. Es müssen ja auch themenbezogene Lieder, Texte und Spiele herausgesucht werden bzw. wenn es angeboten wird auch entsprechendes Bastelmaterial benötigt.

~Netti~

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« Antwort #18 am: 23. Oktober 2014, 11:44:27 »
Was für eine Frage. Eine Familie mit Hartz4 nimmt an solchen kostenpflichtigen Angeboten schlicht nicht teil. Bei uns hier in einer eher strukturschwachen Gegend würde keiner ein Angebot wahrnehmen, welches für ein Kind 40€ im Monat kostet, auch nicht "normale" Familien, die ganz normal verdienen. 20€ ok, das kostete die musikalische Früherziehung bei uns auch. Das können auch Geringverdiener zahlen, denn man kann ja über Bildung und Teilhabe 10€ im Monat dazu bekommen, dann sind es nur noch 10€, die man zu zahlen hat.
Aber 40€ ist wirklich sehr viel.

schnakchen

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« Antwort #19 am: 23. Oktober 2014, 11:52:38 »
@LunasMama
ich hätte erwähnen sollen, dass ich nicht die Lehrer in den Kursen kritisieren will - ich bin überzeugt ihr macht das mit viel Liebe und steckt da auch eine Menge an Vorbereitung hinein. Mir wäre es nur halt lieber, wenn die Kurse völlig unabhängig von der KiTa wären, also wie früher (und heute noch?) beispielsweise die normale Musikschule. Wer mag, meldet sich an, wer nicht, lässt es. Durch die Einbindung in den KiTa-Alltag (die Kinder werden direkt aus der Gruppe abgeholt und nach der Stunde bzw den 45 Minuten wieder in die Gruppe gebracht) entsteht aber die besagte Gruppendynamik, das: "Wieso darf x gehen und ich nicht?" oder "ICH darf zu Englisch, ICH darf zu Englisch lalala"

@Verdienst
nunja, die Gruppen sind auf 8 oder 10 Kinder begrenzt und ich glaube das ist eine Art Franchising, denn Helen D*ron ist irgendwie als Marke eingetragen. Das Geld geht also definitiv nicht 1 zu 1 an die Lehrerin, was mir allerdings auch nicht weiterhilft, denn bei mir bleibt es ja auch nicht :)

@ausprobieren und Neues kennelernen
das ist auch so eine Sache, von Musik weiß ich es nicht, aber bei Englisch muss ich einen Jahresvertrag abschließen... sie kommen einem insofern entgegen, dass man nach den ersten vier Stunden kündigen kann, dann zahlt man "nur" den einen vollen Monatsbetrag, aber ich finde es trotzdem happig.

@Mondlaus
das was du schreibst finde ich spannend, dass die Kinder in den zweisprachigen Einrichtungen zwar die fremde Sprache verstehen, aber eher nicht selbst anwenden. Genau das ist mir nämlich im Bekanntenkreis aufgefallen und ich hatte mich schon gewundert, woran das wohl liegt.

lg schnakchen



Mondlaus

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« Antwort #20 am: 23. Oktober 2014, 12:08:42 »
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« Letzte Änderung: 24. Oktober 2014, 18:34:10 von Mondlaus »
Kind 2011
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schwalbe

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« Antwort #21 am: 23. Oktober 2014, 12:54:36 »
wie groß ist denn der Kindergarten? Ich meine, wieviele Kinder hat er insgesammt?
Wenn nur 8-10 Kinder in den Kurs dürfen, dann würde ich da noch nicht großartig von Gruppendynamik sprechen, oder?

Ich für unsere Familie finde es immer recht praktisch, wenn solche Kurse IM Kindergarten angeboten werden. Ich bin berufstätig und an vielen Dingen könnte E. sonst nicht teilnehmen. Vielleicht liegt es ein bisschen am Strukturwandel? Immer mehr Familien brauchen oder wollen 2 arbeitende Elternteile, oft ist es einfacher für etwas zu bezahlen und es dann vom Kindergarten aus organisieren zu lassen, als sich selbst um die Termine zu kümmern.

Für mich kommt dazu, dass mein Sohn und ich die freie Zeit die wir zusammen haben sehr genießen und ich versuche möglichst wenig feste Termine da rein zu legen.

Dass das ganze für schlechter verdienende Familien ein Problem ist kann ich andererseits gut verstehen. hm, blöd. Hier sind die meistens dieser Angebote (Fremdsprachen gibt es allerdings nicht) im Kindergarten am Nachmittag. Man muss das Kind also für den Nachmittag anmelden und je nach dem für den entsprechenden Kurs extra. Nicht alle Kurse kosten was, oft nur Material. Vielleicht wäre das eine Lösung? Also ich meine, wenn solche Kurse eben nicht in der Kernzeit am Vormittag sind?
« Letzte Änderung: 23. Oktober 2014, 12:56:54 von schwalbe »
zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen, Wurzeln und Flügel (Goethe)

schnakchen

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« Antwort #22 am: 23. Oktober 2014, 13:34:41 »
Hallo,

die Kurse sind nachmittags, bei uns bleiben aber auch fast alle Kinder bis spätnachmittags, da beide Elternteile arbeiten. Das ist bei uns quasi Zugangsvoraussetzung, um einen Platz zu bekommen.
In der Kita sind knapp 90 Kinder (davon aber etwa 40 Babys und sicher noch ein paar Kinder unter Drei, die noch nicht teilnehmen "dürfen") und es gibt meines Wissens vier Kurse, jeweils Anfänger ab drei Jahren, Anfänger über vier Jahren, Fortgeschrittene oder so ähnlich. Hm du hast recht, da habe ich wohl einfach Pech, dass die altersrelevanten Kinder aus der Gruppe meiner Tochter da alle hingehen.

lg!



Hrefna

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« Antwort #23 am: 23. Oktober 2014, 13:45:43 »
Gibt es in unserer Kita nicht. Da ist alles für alle gleich und kostenlos und ich finde das auch gut so.  :)

Binus

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« Antwort #24 am: 23. Oktober 2014, 13:54:22 »
Unsere KiTa bietet ab vier Jahren eine Art "Musikschule" an, einmal wöchentlich von einem externen Lehrer. Ziemlich teuer (ich muss nochmal meinen Mann fragen, der hat das Formular ausgefüllt), und das hat mich primär auch erstmal angenervt. Viel schlimmer finde ich aber, dass man eine Probestunde (einen Probemonat?) hat und dann einen Jahresvertrag abschließt. Fürchterlich für so ein junges Alter. Noch dazu ist "Musikschule" momentan für mich mit akuter Stressreaktion verbunden...Ich hatte unseren Jungen Anfang des lezten Schuljahres in einer privaten Musikschule angemeldet, einmal wöchentlich nachmittags, 8 Kinder, 44€ im Monat. Das, nachdem wir ein halbes Jahr vorher schon anbesagter Musikschule die Musikzwerge besucht hatten. Die erste Stunde war noch mit Eltern, noch dazu wenig Kinder da und sehr nette Lehrerin, alles prima. Mein Junge wollte dort weiter hingehen. Jahresvertrag unterschrieben und dummerweise micht aufs Bauchgefühl gehört. Dann wurde es von Stunde zu Stunde schlimmer, er wollte nicht reingehen (wohlgemerkt, immer, wenn ich ihn gefragt habe "Ja, ich will gerne hingehen!"), hat dann gar nichts mitgemacht. Nach grauenhaften drei Monaten hat er mir dann endlich gesteckt, dass er vor einem Kind dort Angst hat und partout nicht mehr hinwill.  :-[ Ich habe dann noch wunderbare 9 Monate weiter gelöhnt, und das ärgert mich heute noch. Zum einen, weil ich nicht auf mein Gefühl gehört habe, zum anderen, weil ich das einfach nicht nett finde von dieser Musikschule. Man hätte sich ja finanziell auch in der Mitte treffen können. So können sie auf jeden Fall sicher sein, dass meine Kinder dort nie nie nie ein Instrument lernen werden.  S:D

Zurück zur Kita, ich hoffe sehr, dass es dort besser läuft. Er kennt ja die Kinder, die mit ihm in die Musikstunde gehen, und der Lehrer ist wohl wahnsinnig beliebt. Grundsätzlich ist mein Großer nämlich sehr an Musik und Instrumenten interessiert, und das will ich ihm natürlich erhalten. Wenn ich mir noch dazu den Weg nachmittags spare, ihn zu einer anderen Location zu kutschieren, ist es mir der teure Spaß wert.


 

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