Autor Thema: Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?  (Gelesen 6964 mal)

babbele

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Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« am: 28. Dezember 2011, 20:06:54 »
Guten Abend ihr Lieben,
vielleicht ist das alles gar nicht so dramatisch, wie es mir im Augenblick erscheint, aber ich gehe wirklich auf dem Zahnfleisch und bin total ratlos, wie ich auf mein Kind reagieren soll. Seit ca. 4-6 Wochen erkenne ich phasenweise meine Tochter nicht mehr.
Sie bekommt urplötzlich Wutausbrüche, schmeißt sich auf den Boden, schreit und kreischt herum, weint bitterliche Tränen und man kommt dann kaum noch an sie heran. Oft sind das Situationen, in denen ich das Gefühl habe, etwas klappt nicht so, wie sie es gerne hätte oder kann Dinge noch nicht, die sie gerne können würde. Meine Hilfe möchte sie nicht annehmen und kreischt dann wie besessen "allein, allein, ich mach das allein". Kleines Bsp.: sie möchte ihrer Puppe eine Windel umschnallen, der Kleber trifft nicht die richtige Stelle, die Windel rutscht wieder runter. Nina schmeißt sich auf den Boden, tritt mit den Füßen ihren Kinderstuhl um, pfeffert die Puppe durch die Gegend und heult furchtbar. Oder sie möchte nicht die Zähne geputzt bekommen, versucht es erst mit "Mama, ich will nur mit dir kuscheln, nicht die Zähne putzen" und krallt sich so fest an mich, dass sie, als ich versuche, sie ein wenig von mir zu lösen, los schreit und vor Wut so an meinen Pulli reißt, bis der kaputt geht s-:)
in solchen Momenten ist es hoffnungslos, mit ihr "normal" zu reden, ich habe den Eindruck, sie wird vollkommen von ihren Gefühlen überrollt :-[ Sie ist sprachlich sehr weit und kann sich normalerweise ganz toll ausdrücken und verständlich machen, was los ist, aber in diesen Momenten ist einfach kein "Gespräch" mit ihr möglich. Zeitweise läuft sie auch echt Gefahr, sich selbst und/oder anderen weh zu tun. Sie versucht zudem, ständig ihren Willen durchzusetzen und rebelliert richtig gegen mich (was ich nicht persönlich nehme, aber ungemein anstrengend finde  ;)), auf der anderen Seite ist sie extrem kuschelbedürftig, küßt mich und ihren Papa ständig und sagt, wie lieb sie uns hat.
Ich versuche wirklich, zu verstehen, was da passiert, sowohl in den einzelnen Situationen als auch, was sie zur Zeit generell so handeln lässt, aber mittlerweile stehe ich mehrfach am Tag einfach nur ratlos vor meinem Kind. Ist das schon so eine Art Trotzphase? Irgendwie hatte ich damit erst später gerechnet  s-:) Und wie soll ich mich denn verhalten? Ignorieren solange wie möglich? Trotzdem versuchen, ihr zu erklären, warum das nicht geht? Sie trösten? Sie war nie ein "Wein-Kind", immer sehr verständig und einsichtig, und nun plötzlich das krasse Gegenteil, ich versteh die Welt nicht mehr.
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann. F. Picabia


Pedi

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #1 am: 28. Dezember 2011, 20:36:49 »
Ich persönlich finde es einfach wichtig in diesen Situationen für sein Kind da zu sein. Das klingt nicht nur anstrengend, sondern ist es auch. Doch deine Tochter macht es nicht mit Absicht. Wie Du schon selbst erkannt hast, sie möchte etwas was sie noch nicht kann oder aber sie kann ihre Gefühle nicht richtig einordnen und weiß nicht wie sie sich verhalten soll. Ja, dass gehört alles zur Trotzphase.

Du musst einfach herausfinden welcher Weg für euch der beste ist um ihr in solchen Situationen zu helfen. Bei manchen Kindern hilft es einfach nur da zu sein bei anderen hilft es sie gezielt darauf anzusprechen. Man braucht viel Verständnis für die kleinen, dass hilft oft weiter.

 :)
 




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Hubs

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #2 am: 29. Dezember 2011, 11:27:11 »
Du schreibst ja schon selbst, dass sie regelrecht von ihren Gefühlen überrollt wird. Und ich stimme Pedi zu, es ist einfach wichtig da zu sein. Zeig ihr, dass Du Verständnis hast, dass Du verstehen kannst, dass sie sich ärgert, wenn irgendetwas nicht klappt, nicht so läuft wie sie es sich vorstellt. Vielleicht kannst Du in kleinen Schritten ihr bei Dingen helfen, z.B. wenn es nicht klappt der Puppe die Windel anzuziehen, kannst Du ihr anbieten, die eine Seite des Kletts zu nehmen und sie die andere. Solche Dinge funktionieren beim Moritz meistens ganz gut, aber da sind Kinder ja auch sehr unterschiedlich. Das wichtigste für mich ist einfach Verständnis zu zeigen, wenn mein Kind grad völlig am Rad dreht  :)

Der Moritz hat auch extrem auf meine Schwangerschaft reagiert, vielleicht geht ihr da auch einfach einiges durch den Kopf?

Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012



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Fliegenpilz

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #3 am: 29. Dezember 2011, 11:36:03 »
Ich finde es nicht nur wichtig da zu sein sondern auch dennoch in der Situation konsequent zu sein - sprich: Ich werde weder geschlagen, getreten, gebissen noch wird Eigentum [anderer] zerstört (Pullover) oder durch die Gegend geschmissen.

Vielleicht kannst Du in kleinen Schritten ihr bei Dingen helfen, z.B. wenn es nicht klappt der Puppe die Windel anzuziehen, kannst Du ihr anbieten, die eine Seite des Kletts zu nehmen und sie die andere. Solche Dinge funktionieren beim Moritz meistens ganz gut, aber da sind Kinder ja auch sehr unterschiedlich.

Meine knapp 20 Monate alte Tochter würde dann erst Recht "am Rad drehen". Für sie bedeutet "alleine" auch wirklich alleine und im Grunde wäre es sogar noch besser, wenn wir den Raum verlassen, wenn sie etwas "alleine" machen möchte. Daneben sitzen kann schon zu Wutausbrüchen führen s-:)


mausebause

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #4 am: 29. Dezember 2011, 12:39:30 »
Ich stimme Christiane zu!! :)

Und du musst halt selbst rausfinden, was sie in dem Moment der Wut braucht - bei Helena war es z.B. so, dass ich sie dann nicht anfassen oder ansprechen durfte, aber im Raum bleiben musste.. - irgendwann beruhigte sie sich wieder, kam kurz kuscheln und gut war..andere Kinder brauchen dann Mamas Arm, oder was auch immer...das gilt es herauszufinden..
Ansonsten ist das die ganz normale Trotzphase, mal mehr mal weniger ausgeprägt - die gehört zur Entwicklung dazu und auch wenn es anstrengend ist, hat mir der Gedanke daran immer ganz gut geholfen!

zuz

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #5 am: 29. Dezember 2011, 13:02:03 »
O ja, das kenne ich noch. Und auch das mit dem reden können. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich mein Kind oft überfordert habe, weil sie schon perfekt sprechen konnte. Aber natürlich noch nicht perfekt mit ihren Gefühlen umgehen. Mit Kindern, die mit 2,5 noch in Zweiwortsätzen reden, ist man irgendwie gnädiger, weil man das Gefühl hat, sie verstehen es halt eh noch nicht. Aber was ich oft vergessen habe, ist, dass meine Maus vieles auch noch nicht verstanden hat, auch wenn sie es sprachlich ausdrücken konnte.
Ich würde ihr einfach ein wenig beistehen und ihr sagen, was grad los ist: Oje, Du ärgerst Dich grad, weil das mit der Windel nicht klappt. Wenn das nicht ankommt: Du weißt grad selbst nicht, was los ist, oder? Kann ich Dir helfen? (Besser als: Was ist los? Das können sie nicht beantworten). Auch wenn sie nicht reagiert, sie merkt, dass Du ihr helfen willst, für sie da bis tund das ist das Wichtigste. Wenn sie sich dann etwas beruhigt hat, könnt Ihr gemeinsam nach einer Lösung suchen. Z.B.: Darf ich Dir mal zeigen, wie das besser klappen könnte? Soll ich eine Seite zukleben und Du die andere? (Naja, wenn sie wieder ansprechbar ist, wirst Du schon wissen, was zu tun ist  ;)).
Wegen hauen usw.: Das darfst Du nicht zulassen. Egal wen sie haut, Dich, sich, halt ihre Hände fest oder halt sie auf Abstand und sag ganz klar, dass sie niemanden hauen darf. Frag sie, ob Du sie wieder loslassen kannst, ohne dass sie haut. Und biete ihr eine Alternative an - aufstampfen, Kissen hauen etc.
Ob das die Trotzphase ist: Mir gefällt ja der Begriff nicht so, das unterstellt eine gewisse Bösartigkeit. Du sagst ja selbst, sie ist hilflos ihren Gefühlen ausgeliefert. Was stimmt, ist, dass es immer mal wieder Phasen gibt, wo das häufiger als sonst der Fall ist.

Ach ja: Und es ist waaaaaahnsinnig anstrengend, und ich finde, wenn man es schafft, in 3 von 4 Fällen die Nerven zu behalten und gelassen zu reagieren, dann ist man schon echt gut.  ;)

Karlanda

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #6 am: 29. Dezember 2011, 23:38:47 »
Ich kann mich dem was zuz schreibt nur anschließen.

Ein Rezept, was immer und bei jedem hilft gibt es natürlich nicht, aber bei uns funktioniert es meist ganz gut, wenn ich ihn aus der Situation rausnehmen kann. Also wenn er so richtig hilflos-wütend ausrastet und man mit Worten nicht mehr an ihn ranzukommen scheint, dann nehme ich ihn, setze ihn auf den Wickeltisch, suche Blickkontakt und sage möglichst ruhig aber deutlich, dass ich mit ihm reden will. Oft reicht das schon, damit er ein bisschen runterkommt und zumindest zuhört. Und dann mache ich es in etwas so, wie zuz es auch schreibt: "Ich weiß, Du ärgerst Dich, weil..." oder etwas in der Art... ...
Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass es ihm hilft, wenn ich ihm zeige, dass ich seine Gefühle verstehe und dass es "Worte" für das gibt, was ihn da "überrollt" - auch wenn er selbst es (noch) nicht so formulieren kann, ist es dem nicht hilflos ausgeliefert und vor allem nicht allein...

Ach ja: Und es ist waaaaaahnsinnig anstrengend, und ich finde, wenn man es schafft, in 3 von 4 Fällen die Nerven zu behalten und gelassen zu reagieren, dann ist man schon echt gut.  ;)
O ja!!!
...leider bin ich an manchen Tagen in der Theorie auch besser als in der Praxis...

Petra

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #7 am: 30. Dezember 2011, 16:57:55 »
Hallo,

also Zuz, ich schaffe es oft in 3 von 4 Fällen nicht ruhig zu bleiben. Wenn es sowas wie Spiele geht vielleicht noch eher. Wenn es darum geht, dass meine Maus sich nicht anziehen will, weil sie jetzt nicht in den Kindergarten geht.... oder andere Dinge, die sie sich jetzt in den Kopf gesetzt hat, wird es schon mal stressig.

Ansonsten ist es schon so, dass auch meine Maus verbal sehr gut ist und ich dadurch auch andere Dinge vorausgesetzt habe. Mental und emotional ist sie halt so alt wie sie eben war / ist.

Was bei dem allein machen bei mir echt hilft, ist sie allein zu lassen und ihr aber zu vermitteln, hey wenn du Hilfe brauchst bin ich da. Ich helfe dir gerne und es ist auch gar nicht schlimm. Man muss eben manches erst üben. Mama hat auch nicht gleich alles gekonnt. Irgendwie so...

Ansonsten, wünsche ich Dir ganz gute Nerven... Wie gesagt an manchen Tagen hab ich sie... an manchen nicht.

Ach was bei mir noch gut hilft (bei beiden!) war mich mal in einer wirklich guten Minute hinzusetzen und zu sagen, hey ich will eigentlich nicht immer mit dir streiten. Ich kann schon verstehen, dass dich das so ärgert aber deshalb muss man nicht so schrein. Also irgendwie in der Richtung, dass man ihnen vermittelt, ich verstehe dich aber für mich ist das auch ganz furchtbar...

Alles Liebe
Petra

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #8 am: 30. Dezember 2011, 19:51:19 »
meine tochter ist da sehr ähnlich. und sie hat immer mal wieder so phasen da rastet sie mehrmals am tag aus und dann ist mal ne woche gar nix.

sie wirft sich auch auf den boden und schreit und weint.
ich handle mittlerweile gar nicht mehr. wenn ich mit ihr spreche oder helfen will oder es ihr erklären will steigert sie sich nur noch mehr rein und wird lauter und verzweifelt immer mehr.
es ist schwierig, auf der einen seite zehrt mir das an den nerven auf der anderen seite will ich nicht dass sie ihren ärger runterschluckt oder unterdrückt.

ich setze mich dann zu ihr (sofern ich darf) und warte einfach ab bis sie wieder etwas runter gekommen ist und sich beruhigt hat und dann erst rede ich mit ihr, biete hilfe an oder frage sie ob wir erst mal nen schluck saft trinken wollen und es danach nochmal probieren wollen oder sowas.

ich hatte solche wutausbrüche als kind auch und weiß dass mich dinge die nicht funktioniert haben auf die palme getrieben haben, leider weiß ich nicht mehr genau was ich mir zu dem zeitpunkt von meinen eltern als hilfe gewünscht hätte.
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2011, 19:53:30 von Pamela80 »

Spatzlmama

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #9 am: 30. Dezember 2011, 20:06:13 »
Vielleicht kannst Du in kleinen Schritten ihr bei Dingen helfen, z.B. wenn es nicht klappt der Puppe die Windel anzuziehen, kannst Du ihr anbieten, die eine Seite des Kletts zu nehmen und sie die andere. Solche Dinge funktionieren beim Moritz meistens ganz gut, aber da sind Kinder ja auch sehr unterschiedlich.

Meine knapp 20 Monate alte Tochter würde dann erst Recht "am Rad drehen". Für sie bedeutet "alleine" auch wirklich alleine und im Grunde wäre es sogar noch besser, wenn wir den Raum verlassen, wenn sie etwas "alleine" machen möchte. Daneben sitzen kann schon zu Wutausbrüchen führen s-:)

So wars bei Niklas auch, nur nicht ansprechen, am besten mal ne Runde um Block gehen.  s-:)  ;D
Der Kleine braucht Nähe, nach der "Agression" wenn nur noch Gebrüll da ist, braucht er Mamas Arm, schreit da zwar immernoch, aber er fühlt sich so trotzdem besser und geht irgendwann ins Kuscheln über. Hatten wir vorhin erst, weil das eine Duplo so schwer ging.  ;)
WENN AUS LIEBE LEBEN WIRD...

unser Turbospatz  30.09.2006
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zuz

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #10 am: 31. Dezember 2011, 14:00:40 »
Was mir noch einfällt, weil jemand schrieb "aus der Situation nehmen": Beobachte mal, wann das auftritt und deute die Zeichen davor. Bei uns hat es oft geholfen, wenn ich rechtzeitig (!) gemerkt hab, es könnte jetzt bald zu viel werden, dass ich dann vorgeschlagen habe, etwas anderes zu machen. So in der Art "Ich glaube, das strengt Dich grad an, komm, wir packen das mal weg und tanzen ein bisschen". Damit kann man manches von vornherein verhindern.

@Petra: Ja klar, ich kann auch besser daherreden als handeln  ;D. Aber ich nehme es mir zumindest regelmäßig vor ;). Wobei ich es beim Spielen wirklich einfach finde, da bin ich ja quasi eh nur zum Streit vermeiden da. Beim früh fix loskommen müssen sieht das wirklich anders aus... wird mein Neujahrsvorsatz, da ruhig zu bleiben.

babbele

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #11 am: 02. Januar 2012, 16:13:15 »
So, nach den ganzen Feiertagen bin ich auch wieder da und danke euch erst mal für eure ganzen Erfahrungen und Tipps  :) war eine ganze Menge dabei, was mich nochmal zum Überlegen gebracht hat.
Also Nina ist definitiv von der Sorte, die mit "ich will das allein machen" auch genau das meint. da schon zu ihr gehen und ihr Hilfe anbieten, sie zu trösten, in den Arm zu nehmen etc. bringt uns genau das Gegenteil vom erwünschten ein...sie geht ab wie ein Zäpfchen und schreit und heult umso mehr  :-[ meist ist es am besten, ich lasse sie kurz "toben" und gehe dann hin, biete ihr an zu kuscheln, was sie auch meist sehr gut annimmt und dann "sprechen" wir nochmal kurz drüber. Es kommt halt nur oft zu Situationen, in denen ich sie raus nehmen muss, weil es gefährlich wird. heute morgen 6.30 Uhr durfte ich mit Babybauch unter den Weihnachtsbaum werfen, weil Madame sich vor Zorn drunter geschmissen hat und mit den Füßen gegen den Stamm getreten hat. Auslöser war ein Stück Banane, bei dem die Schale nicht abgehen wollte. Mein erstes Mal Fassung  verlieren habe ich heute leider schon hinter mir  :-\
 
@pedi und hubs: ich hoffe, ich habe nicht den Eindruck erweckt, meiner Tochter da irgendwie Vorwürfe oder so draus zu machen :-\ Ich versuche wirklich, immer verständnisvoll zu sein und  probiere halt aus, wie ich ihr entgegen kommen kann. Und den Gedanken mit der Schwangerschaft finde ich ganz interessant, hatte bisher nämlich das Gefühl, dass sie extrem gut damit umgeht, aber ich werde beobachten. Klar merkt sie, dass sich was verändert.

@christiane: ich sage ihr auch ziemlich deutlich, dass hauen etc. gar nicht richtig ist und ich das nicht will, aber sie ist dann oft so in Rage, dass ich mir echt nicht zu helfen weiß. Wie ist man denn konsequent bei sowas, außer immer wieder hinter her zu sagen, dass sie das nicht darf?  :-[ Soll ich schon Konsequenzen für sie aufzeigen?

@nenita: "gehört dazu und ist wichtig" bete ich mir seit deinem Beitrag täglich mehrere Male still vor  ;D Ich bilde mir ein, es hilft!

@zuz: eine Bekannte von mir (Erzieherin) sagte neulich was ganz ähnliches zu mir. Sie meinte nämlich, ich darf nicht vergessen, dass sich sprachlich ausdrücken und tatsächlich verstehen bzw. emotional umsetzen 2 verschiedenen Paar Schuhe sind. Und ich glaube, da liegen bei uns ganz viele Problemchen begraben. Alle (auch ich leider  :-[) erwarten manchmal so viel von der Maus, weil sie einen so "reifen" Eindruck macht. Aber sie ist halt noch keine 4, sondern erst 2,5 Jahre alt. Ich bremse mich da zur Zeit selber und glaube, es tut uns gut  :)

@pamela: ich war leider ein sehr jähzorniges Kind und noch heute merke ich, wie mir manchmal richtig Hitze im Bauch hoch steigt und ich meine von jetzt auf gleich platzen zu müssen *schäm*
Puuuh, ich bin nicht alleine   ;D :-* Als Kind/Jugendliche habe ich mir immer vorgestellt, wie ich eine Tür gaaaaanz fest, so fest wie ich kann, zu donner. Heute bekomme ich das meist ohne so eine aggressive Vorstellung hin, aber ganz ab und an muss ich auch flüchten und irgendwas gegen die Wand donnern. Ehrlich gesagt hoffe ich aber, dass meiner Tochter dieser Jähzorn erspart bleibt und es wirklich nur eine normale Entwicklungsphase ist.

@petra und Karlanda: bei uns ist auch sehr situationsabhängig, wie ich reagiere. bei Zornausbrüchen wegen Süßkram, Zähneputzen, Anziehen etc. kann ich viel konsequenter sein als bspw. wenn sie beim Spielen was nicht hin bekommt. Im Augenblick wütet sie allerdings so ziemlich bei allem  und ich muss halt sehen, wie ich damit durch den Tag komme :P

@spatzelmama: genau wie bei uns. Das Kuscheln hinterher will sie fast immer und bekommt sie dann auch. Aber wehe mir, ich versuche währen des Wutausbruchs zu ihr zu gehen...

Puuuh, ich bin nicht allein und es wird vorbei gehen  ;D :-*
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Fliegenpilz

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #12 am: 02. Januar 2012, 16:58:51 »
@babbele
Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht gewillt bin meine Kinder zu trösten, wenn sie mich zeitgleich körperlich(!) verletzen.
Delia hatte eine Phase in welcher sie ausprobiert hat zu beißen in ihren kleinen Tobsuchtsanfällen (Das Wort ist absolut wertfrei! ;)) und ich habe sofort aufgehört sie zu trösten oder in der Situation zu unterstützen und klar gesagt, dass ich nicht gebissen werden möchte und so nicht für sie da sein kann.
Führte die ersten drei Mal dazu, dass sie sich natürlich noch mehr in die Situation reingesteigert hat, aber nun sind wir an einem Punkt an welchem sie nicht mehr beißt.

Sie wollte immer direkt wieder auf den Arm und ich fragte sie "Hörst Du auf zu beißen?" und erst wenn sie "Ja" sagte oder nickte, dann habe ich sie wieder getröstet und sie durch die Situation begleitet.

Mag für manche nun gefühlslos klingen, aber ich bin ehrlich gesagt nicht gewillt mich verletzen zu lassen. Meine Töchter können von Anfang an lernen ihre Gefühle auszudrücken ohne dabei anderen körperlich zu schaden.


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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #13 am: 02. Januar 2012, 17:08:31 »
Ich stimme Christiane voll und ganz zu - beißen, schlagen, kratzen - das gibts bei uns auch nicht.

Annika hatte auch sehr früh solche Ausraster, sie ist dann wie besessen auf dem Boden rumgerutscht, hat geschrien wie am Spieß und es war kein Herankommen mehr. Anfangs hab ich versucht, sie in den Arm zu nehmen und so zu beruhigen, nur hat sie das noch viel wilder gemacht. Also hab ich mich ruhig in ein Eck gesetzt und gewartet, bis dieser Anfall vorbei war. Danach ist sie zu mir gekommen und hat gekuschelt und noch bissle geweint. Dann war es gut.
War eine schlimme Zeit, aber die ging vorbei.

Mittlerweile flippt sie auch bei jeder Kleinigkeit aus, kann aber mit ihren Gefühlen besser umgehen und beruhigt sich schneller. Dafür hab ich jetzt das gleiche in grün mit Nico hier  S:D er ist wohl auch recht früh dran oder guckt es sich bei der Schwester ab, genaues weiß man nicht.

Jedenfalls hoffe ich, dass du einen Weg findest, deine Tochter durch diese Phase zu begleiten. Allerdings würde ich mir wirklich nicht gefallen lassen, dass sie mir weh tut oder irgendwas zerstört  :-\
Wir vermissen dich so sehr * 05/09


Sweety

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #14 am: 02. Januar 2012, 17:09:35 »
Bei uns ist es auch soweit. Rekord war mal ein Nonstop (also wirklich OHNE Pause) Wutanfall, der drei Stunden dauerte.
Da war ich schon nicht mehr genervt, sondern dachte so bei mir: "Respekt" ;D ;D

Und ich sehe es wie Christiane: Bei manchen Dingen bricht mein Wille einfach den Willen meines Kindes. Besonders bei so Dingen wie Kaputtmachen und Hauen. Er ist in solchen Situationen einfach ein kleiner Zornwichtel und Argumenten definitiv NICHT mehr zugänglich. "Wenn dann"-Konsequenzen aufzuzeigen hätte den gleichen Effekt, als würde ich die Wand überreden jetzt doch bitte umzufallen. Es ist einfach so. Wir haben es getestet. Worte rauschen dann an ihm vorbei und Berührungen will er nicht.

Da bin ich hart und setze schlicht meine körperliche Überlegenheit ein, indem ich die Hände festhalte und sehr deutlich (nicht böse, aber klar) sage, dass nicht gehauen wird, nicht getreten wird, nicht geschmissen wird etc. pp. oder ihn festhalte.
Haut er mit Dingen, halte ich seine Hände fest und sage, dass nicht gehauen wird, sonst ist was immer er in der Hand hält, erstmal weg. Dann lasse ich los und kann drauf warten, dass ich wieder eine übergebraten kriege. Daraufhin ist der Gegenstand ohne weitere Diskussionen meins und wird weggetan. Fertig aus.
Garantiert diskutiere ich sowas nicht aus.
Macht er es im Überschwang der Begeisterung, erkläre ich einfach, dass das wehtut und er das auch nicht möchte. Aber dann ist er eben auch zugänglich. In Rage ist er das definitiv nicht.

Umarmungen, Berührungen etc. zwinge ich ihm nicht auf. Die holt er sich dann schon selbst. Er bekommt auch immer Trost und Zuwendung, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich alles nur schlimmer mache, wenn das in so einem Wutanfall von meiner Seite aus angeboten wird. Also lasse ich es eben sein.

Solange er noch am sich reinsteigern ist, kann ich evtl. mit Trost, Ablenkung etc. intervenieren. Gesichert ist das aber nicht. Meist klappt es nicht S:D
Auf Hilfsangebote á la "Lass es uns zusammen machen" reagiert er wie Christianes Delia. Also lasse ich es sein.

Ich habe das Gefühl, er braucht es dann einfach, sich abzureagieren auf diese heftige Art und Weise. Er will dann kein Gelaber von uns, keine Hilfe. Er will entweder seinen Willen durchsetzen (meist geht es darum, dass er was möchte, was ich ihm aus gutem Grund verwehre) oder auf spektakuläre Weise sein Schicksal beklagen ;D ;D

Häufig kommt er auch mitten im schönsten Wüten und steht schluchzend vor mir und will auf dem Arm. Natürlich nehme ich ihn dann auf/in den Arm, wohl wissend, dass das nur eine Atempause für die zweite Runde ist S:D
Haut, beißt, tritt er dann, dann sage ich ihm, dass ich ihn jetzt runtersetze, weil mir das wehtut und ihn erst wieder hochnehme, wenn er damit aufhört.
Da bin ich wie Christiane.
Ich finde, das MUSS er lernen.

Puuuh, das ist schon anstrengend. Besonders das mit dem Kopf auf den Boden/gegen die Wand... hauen. Und nein, ich schaffe es auch nicht immer, ruhig zu bleiben. Aber immerhin... meistens.

Und bislang mache ich mir auch keine Vorwürfe deswegen. Ich werde dann halt ab und an mal was lauter. Aber ich kreische nicht rum. Bisher war in solchen Momenten definitiv mein Sohn lauter als ich 8)

Die Kehrseite ist wie bei dir: er ist gerade im Moment sehr zärtlichkeitsbedürftig.

Das ist wohl einfach die Trotzphase. Bei den einen heftiger als bei anderen... aber eben eine Phase >>Oooooooooooooohm<< :)

babbele

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #15 am: 02. Januar 2012, 17:18:49 »
Das sehe ich genauso wie du, Christiane. Das Problem ist eher, dass sie dann halt Gefahr läuft, sich selbst zu verletzen. Das aggressive Verhalten von ihr mir gegenüber ist eher in der Situation selber verankert, es geht nicht um das weh tun selber. Hm, kann das schlecht erklären. Sie will mich nicht beißen, hauen, kratzen etc., es passiert in der Situation, weil sie sich festklammert oder eben will, dass ich sie in Ruhe lasse. Beim Zähneputzen hat sie gestern Abend getobt, weil sie ihre Wickie-Zahnbürste wollte (die musste ich austauschen und sie hatte sich selbst eine Tweety-Zahnbürtse neu ausgesucht), hat sich an meinem Pulli festgekrallt und dabei meinen Hals erwischt. Hätte ich sie in dem Moment nicht weiter festgehalten, wäre sie voll gegen die Waschbeckenkante geknallt. Will ich sie in solchen Momenten von mir lösen oder etwas auf Abstand bringen, entwickelt sie echt Kraft. Dann in ein anderes Zimmer zu gehen und sie auf den Boden, das Sofa oder so zu setzen, ist beinahe unmöglich, wenn man in ihrem Würgegriff steckt.
Wenn sie mich gezielt haut, beißt  oder kratzt (wir hatten so eine Phase mit Haareziehen), dann mache ich es genauso wie du. Im Augenblick habe ich damit allerdings noch keinen wirklichen Erfolg.
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Sweety

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #16 am: 02. Januar 2012, 17:24:13 »

Wenn sie mich gezielt haut, beißt  oder kratzt (wir hatten so eine Phase mit Haareziehen), dann mache ich es genauso wie du. Im Augenblick habe ich damit allerdings noch keinen wirklichen Erfolg.

Ich auch noch nicht, aber steter Tropfen höhlt ja bekanntlich die Leber ;D ;D

Das mit aus der Situation raus kenne ich auch. Da halte ich ihn dann wirklich einfach eisenhart fest. Ja, damit verletze ich seinen Willen. Mir in dem Moment egal. Ich kann die Situation einschätzen, er nicht.

Ich weiß, das ist sauschwer. Wer es nicht kennt, würde nie im Leben glauben, welche Kräfte Kinder in dem Alter (meiner ist ja noch nichtmal zwei) entwickeln können, aber letztlich bin ich doch stärker.

Fliegenpilz

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #17 am: 02. Januar 2012, 17:29:08 »
Delia neigt auch zu selbstverletzenden Verhalten in solchen Situationen, daher achte ich schon darauf, dass keine Tischkanten, Heizkörper oder ähnliches in unmittelbarer Nähe sind. Am Besten wäre eine Gummizelle für solche Situationen ;D



Sweety

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #18 am: 02. Januar 2012, 17:30:09 »
 ;D ;D

babbele

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #19 am: 02. Januar 2012, 17:31:01 »
Uups, nochmal 2  ;D

@sweety: Das klingt nach einem Klon meiner Tochter  s-:) Ich sitze meist auch nur auf dem Sofa und warte eben, bis das Getobe langsam abebbt und sie ankommt zum Kuscheln. Lauter werden spare ich mir in diesen Momenten auch, ich komme dann gegen ihr Organ sowieso nicht an. ich denke, mein Problem ist einfach, dass ich sie so bisher nicht kannte und mich echt schlecht fühle, ihr gegenüber so "regungslos" zu sein bzw. ihr auch so oft sagen zu müssen, dass etwas nicht richtig ist. Dabei finde ich es total wichtig, dass sie in solchen Situation auch ihre Grenzen kennenlernt. Nur arbeite ich im Moment noch etwas konzeptlos daran, diese Dinge von meinem Kopf in meinen Bauch und mein Herz zu bekommen  :P ;D

@lori: "aber die ging vorbei" klingt fantastisch  ;D :-* Und wenn Nina dann durch damit ist, fängt der Kleine an? Oh weia... ;D

@christiane. Ha, jetzt weiß ich, was wir noch nicht bedacht haben bei der Einrichtungsplanung von Ninas neuem Zimmer: die Gummitapete  S:D
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Ritziline

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #20 am: 03. Januar 2012, 13:04:26 »
Oh wei... das kenne ich auch nur zu gut!  s-:)

Bei Finnja fing das so mit ca. 2 Jahren an... leider hat es bis heute noch nicht wieder nachgelassen - was mich ja jetzt schon irgendwie wieder ein bißchen verunsichert, weil die meisten hier schreiben, daß das eher eine Phase war..  :o

Bevor Finnja 2 war, war sie das bravste, ausgeglichenste usw. Kind und dann haben diese Tobsuchtsanfälle angefangen.

Sie kommen mal mehr, mal weniger. Manchmal bis zu mehrmals täglich und dann wieder mal wochenlang gar nix... Und das kann aus der kleinsten - nichtigsten (für unser Empfinden) Situation heraus passieren. In ihren "Hochzeiten" ist sie wie ein Pulverfaß und man muß jeden Moment damit rechnen, daß sie explodiert. Sehr, seeeeehr nervenaufreibend! :-\

Inzwischen hab ich gemerkt, daß es immer dann besonders extrem ist, wenn sie wächst oder auch sonst eine neue Entwicklung durchmacht. Sie hat von Anfang an schon immer super in diese Entwicklungsphasen-Beschreibungen hineingepaßt.

Leider, leider habe ich nach immerhin jetzt schon 3 Jahren der Tobsuchtsanfälle immer noch keinen Weg gefunden, wie ich ihr wirklich helfen kann. Und glaubt mir, ich habe echt schon sehr, sehr viele Möglichkeiten ausprobiert! Finnja ist in dem Moment mega stur, steigert sich so wahnsinnig da hinein und findet einfach nicht mehr raus - das ist manchmal echt beängstigend. :-[

Ich weiß, daß ich als Kind auch so (ähnlich) war - allerdings nicht schon so früh. Bei mir hat das erst etwas später angefangen und ich kann mich daher auch noch ganz gut an meine Empfindungen in diesen Situationen erinnern, kann also nachvollziehen, was in ihr vorgehen könnte. Allerdings wollte und konnte ich auch keine Hilfe von meinen Eltern (Mutter) in diesen Situationen annhemen, weil ich einfach zu stur war. Scheint sie also von mir zu haben...

Hoffe nur, daß es auch bei ihr irgendwann wieder aufhört!  ;)

Wünsche jedenfalls allen, die mit sowas zu kämpfen haben ganz starke Nerven, viel Kraft und Durchhaltevermögen - und natürlich vor allem: dass das nur eine vorübergehende, kurze Phase ist!  :D





zuz

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Antw:Plötzliche Wutanfälle, Aggression, Trotz?
« Antwort #21 am: 04. Januar 2012, 21:58:24 »
Noch mal zu "WAs tun, wenn sie schon tobt": Ich habe es dann auch wie Sweety gemacht. Ich bin absolut gegen "gegen den Willen des Kindes berühren", aber in solchen Momenten muss es eben sein - sei es, um sich selbst zu schützen oder das Kind. Niemand darf bei uns jemandem weh tun, auch Kind sich selbst nicht. Klar, da gibt es Abstufungen. Aber wenn Verletzungsgefahr droht, dann seh ich mich in der Pflicht, einzugreifen. Wir hatten in dem Alter Situationen, wo es eine halbe Stunde im (interessiert lauschenden) Treppenhaus Anfälle gab - aber ich hab mich nicht in der Lage gesehen, sie die Treppe hochzutragen, sie wär mir vom Arm gehüpft. Aber festhalten ging grad noch. Und dann immer mal wieder fragen, ob man jetzt loslassen kann. Irgendwann nicken sie dann schon.
Später haben wir es dann so gemacht, dass sie kurz in ihr Zimmer ist zum runterkommen. Soll man zwar nicht, aber letztlich hat das am besten geholfen. Sie hat dann noch kurz (1 Minute) gebrüllt und dann war sie wieder zugänglich, während alles andere nicht unter einer halben Stunde abging. Allerdings ging das erst, als wir sicher waren, dass sie sich nicht verletzt.

 

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