Autor Thema: Einnässen  (Gelesen 4586 mal)

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Einnässen
« am: 25. Februar 2014, 22:09:41 »
Hallo Muttis,

mein Kleiner ist seit letztem Jahr Juli ohne Pampers unterwegs. Zwischendurch gab es immer mal wieder Phasen in denen er einfach nicht zur Toilette gegangen ist. Wir haben es nicht zum Thema gemacht, er hilft mit die dreckigen Sachen weg zu packen. Zieht sich eigenständig um. Zeitweise mit Belohnungssystem.
Nun stecken wir mal wieder mitten in so einer Phase. Die Waschmaschiene läuft und läuft... Er hält teilweise sehr lange ein. Wird zappelig, nervös. Sagt man ihm er solle bitte zur Toilette gehen kommt ein barsches "Ich muss nicht".
Wir waren vor ca. 3 Wochen beim Arzt um abzuklären, ob organisch alles in Ordnung ist, nicht dass er vielleicht gar nicht anders kann. Er hat nämlich quasi immer eine feuchte Unterhose, da er immer bissl Pippi ablässt.
Die Ärztin meinte das wäre alles normal. Er wäre ok. Wir sollten Ihn einfach auf die Toilette setzen, auch wenn er sich wehrt. Aber soll das nicht von selbst kommen?
Wieder Pampers soll die Kinder ja durcheinanderbringen und total verunsichern. Würde ich auch nicht tun, aber die Oma und eine Erzieherin haben ihm gesagt, er müsse wieder Pampers tragen, wenn die Unterhosen alle dreckig wären, und keine sauberen da wären.
Ach ja, sind wir unterwegs hält er ein, oder sagt bescheid dass er muss! Dann klappt es!
Was würdet ihr tun? Aussitzen? Oder noch eine schlaue Idee, ohne ihn unter Druck zu setzen?

zuz

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Antw:Einnässen
« Antwort #1 am: 26. Februar 2014, 06:20:09 »
Ich würde an Deiner Stelle mal in der Nephrologie (also Kinderklinik) nachfragen. Zumindest hier ist es so, dass die dafür extra eine Sprechstunde haben, wo sie sich echt auskennen. Im Fragebogen werden z.B. genau solche Sachen abgefragt wie einhalten. Ich denke, dort kriegst Du die besten Tipps.
Unabhängig davon gibt es hier in der Kinderklinik eine angeschlossene psychologische Abteilung, wo sie u.a. auch genau darauf spezialisiert sind.
(weiß ich von einer Bekannten, die da arbeitet). Oft helfen schon relativ einfache Tipps.


moni

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Antw:Einnässen
« Antwort #2 am: 26. Februar 2014, 08:36:28 »
bei torben lag es am becken. er hatte einen leichten schiefstand. unsere ostheopathin hat es ganz langsam gerichtet und ich muss mit ihm zuhause gaaaanz sachte übungen machen.

seitdem ist es vorbei. wenn ich merke er tröpfelt wieder machen wir die übungen.

die bänder waren durch den schiefstand ständig auf spannung und sobald die blase bis zu dem punkt gefüllt war drückte es automatisch raus.

wir waren vorher in behandlung bei einem kinderfacharzt der ein guter bekannter von uns ist. ohne befund. er war ganz erstaunt als er davon hörte.

wenn du zum arzt damit gehen möchtest kannst du vorher schonmal ein trink und pippi protokoll machen

evtl mal zum ostheopathen

myja78

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Antw:Einnässen
« Antwort #3 am: 26. Februar 2014, 09:04:19 »
Eine Bekannte hat ihrem Sohn die Pampi wieder drum gemacht, als er immer wieder einpullerte, weil er sich weigerte auf Toilette zu gehen (er war da eigentlich komplett trocken) - sie hatte schlicht keine Lust auf weitere Machtkämpfe von ihm. Als er irgendwann feststellte, dass Wickeln noch länger dauert als auf Toi zu gehen ging es wieder :P
Allerdings kommt bei euch ja noch das Prob dazu das die U-Hose ständig feucht ist :-\ Ist sie denn immer feucht, auch wenn du ihn (rechtzeitig) auf Klo schickst, oder nur, wenn er wirklich einhält? Wenn letzteres der Fall ist, ist es ja ziemlich eindeutig ein Problem des Einhaltens, dann würde ich ihn wirklich alle Stunde aufs Klo schicken (Ausreden zählen nicht) oder aber wieder ne Windel drum und die schön regelmäßig und gaaaaaaaanz in Ruhe wechseln, wenn es ihm gerade am wenigsten passt.

Klar könntest du es auch aussitzen, aber mir persönlich wär das zu lästig und nervig, am Tag mehrfach vollgepullertes Waschen zu müssen :-[

Fachsprechstunde und/oder Osteopath zu befragen sind mit Sicherheit auch gute Vorschläge um wirklich ganz sicher zu gehen, dass es nichts organisches ist.
Andererseits schreibst du ja er war komplett trocken, zeigt mir eigentlich, dass er es ja eigentlich kann :-\ Gab es irgendwelche Änderungen bei euch, wodurch dass evtl. ausgelöst worden sein könnte.
Mein kleiner Neffe (nicht ganz 3) verweigert z.B. die Toi seit seine kleine Schwester geboren wurde - jetzt langsam geht es wieder, die kleine ist jetzt ca. 4 Monate. (Andere Gründe könnten, z.B. geänderte Wohnbedingungen, geänderte Betreuung, geänderte Alltagsbedingungen usw. sein)

Was mir gerade noch einfällt - hast du es mal mit einem Belohnungssystem versucht? Also wenn er rechtzeitig zur Toi geht und die U-Hose dann trocken ist bekommt er nen Sticker - bei z.B. 5Stickern bekommt er ne kleine Belohnung?

Hat er mal irgendwas geäußert, warum er nicht auf Toi gehen will? Außer ein reines "ich muss nicht"?
« Letzte Änderung: 26. Februar 2014, 09:11:21 von myja78 »

Susann

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Antw:Einnässen
« Antwort #4 am: 26. Februar 2014, 10:26:56 »
Wir haben das hier auch. In ähnlicher Form.
Marco war ein gutes 1/2 Jahr trocken, auch nachts und hat dann wieder massiv angefangen in die Hose zu machen. Also teilweise läßt er nur etwas Pippi ab, womit dann aber die U-Hose permanent nass ist oder er hatte auch Phasen da ließ er einfach laufen.

Wir vermuten auch, das es durch den kleinen Bruder kommt. Auch wir waren beim Arzt und es war alles bestens.
Es ist mal besser, mal schlechter. Verstärkerplan hilft nicht. Egal welche tollen Sachen man anbietet.
Wir haben alles probiert von ignorieren, schimpfen etc. Nichts half. Wenn ich allerdings merke, dass er muss, dann wird er gnadenlos geschickt und wir hatten hier die gleichen Geschichten. "Ich muss nicht", es wurde geschrien, gekämpft, alles versucht damit er nur nicht zur Toi muss. Ich habe ihn dann auch einfach drauf gesetzt und so lange dabei geblieben bis er gemacht hat und dann aber auch gelobt.
Ach so stündlich auf Toi haben wir auch durch, aber dann hat er oft einfach aus Protest kurz vor der Toi laufen lassen.
Es war teilweise ersichtlich, dass er es aus Protest macht (auch in anderen Situationen), teils war kein Grund erkannbar und er kann es auch nicht erklären warum er es macht.
Er sagt er weiß es nicht...

Wir hatten dazwischen auch eine Phase, da war ich so mit den Nerven runter und er an den Beinen wund und blutig gekratzt vom ständigen Urin, dass wir wieder 6 Wochen Pämpers angezogen haben. Musste einfach sein bei uns und seitdem (er hat sie getragen, wenn auch sehr ungerne) geht es wieder besser. Wir haben das auch als Hilfe dargestellt, damit seine Haut endlich heilen kann.

Im Moment hat er Tage da macht er wenig rein, also U-Hose ist nass (oft im KiGa wo ich denke er hat dann keine Lust zur Toi zu gehen) und auch viele Tage da ist er komplett trocken.
Dafür macht er jetzt seit 3 oder 4 Monaten wieder nachts ins Bett (bzw. jetzt wieder in die Windel). Das kam auch von jetzt auf gleich ohne veränderte Situationen.
Er war 6 Wochen nachdem er Tags trocken war auch nachts trocken.
Das macht mir jetzt wieder Sorgen, so dass ich wohl auch in der Kinderklinik mal anrufe.

Der Tipp mit dem Osteopathen ist jedenfalls schon mal Gold wert, das werde ich auf jeden Fall machen.  :D
Wobei ich auch denke, er hat so viele Tage da klappt es und er war ja lange trocken ohne Unfälle, da fürchte ich fast das das nichts bringt.  :-\
LG
Susann




Hubs

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Antw:Einnässen
« Antwort #5 am: 28. Februar 2014, 06:26:53 »
Ich seh's zunächst mal gar nicht problematisch. Das Trockenwerden ist ja ein großer Entwicklungsschritt und bei fast jedem Entwicklungsschritt machen Kinder gern mal vorrübergehen wieder 1-2 Schritte zurück. Ich würde mein Kind nicht zwingen auf's Klo zu gehen, wie's Dein KiA sagt. Das ist in meinen Augen einfach falsch.

Den Tropfen in der U-Hose war bei uns auch ganz lange, weil er halt gern so lang gewartet hat, bis er eben den ersten Tropfen verloren hat. Mein Großer kann's unglaublich lange einhalten, ich geh locker 3mal so oft auf's Klo wie er. Wenn er nicht gehen wollte, es aber offensichtlich war, dass er sich's verdrückt, dann hat es geholfen ihn gar nicht erst zu fragen ob er muss. Ich hab dann eher Dinge gesagt wie: "Wir gehen auf's Klo, danach kannst Du weiter Lego spielen" "Wir gehen auf's Klog, der Papa passt daweil auf, dass keiner Dein Essen klaut",... Keine Große Fragerei, ich hab ihm die Entscheidung abgenommen und ihm auch immer irgendwas in Aussicht gestellt, was danach passiert.
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Antw:Einnässen
« Antwort #6 am: 28. Februar 2014, 12:52:50 »
Hallo,

genau das Problem haben wir auch grad. Unsere Kleine hält echt lange ein und geht viel seltener auf Toilette als ich. Auch wenn sie nachts viel trinkt, muss sie nicht auf Toi, und wir haben nachts zu 99% nie Unfälle. Sie ist seit einem dreiviertel Jahr richtig verlässlich trocken. Nun kam es in den letzten Wochen oft vor, dass sie sagte: „Ich muss pieseln!“ und als sie dann auf der Toilette saß, war schon ein Tropfen in der Schlüpfi. Ok, kein Drama. Neuerdings ist die Schlüpfi aber schon ziemlich nass im Schritt, wenn sie endlich auf Toilette geht, also die Strumpfhose ist noch trocken, aber man muss die Schlüpfi wechseln. Das nervt! Nach Verständnis bin ich mittlerweile bei Schimpfen. Eine gravierende Änderung gabs bei uns nicht, könnte das auch an dem berühmten „zwei Schritte vor, einen zurück“ liegen? Mich beruhigt ja, dass viele hier sowas kennen.

Mir gefällt die Idee von Hubs, das werde ich mal versuchen, also nicht erst fragen, sondern sie einfach mit auf Toi nehmen.

In der Kita klappt es scheinbar – wobei es auch sein kann, dass sie die nasse Schlüpfi dann einfach wieder hochzieht und gut ist, das merkt ja keiner.

Lg schnakchen



Hubs

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Antw:Einnässen
« Antwort #7 am: 28. Februar 2014, 20:04:17 »
Was mich ehrlich immer wieder wundert, was alles ausprobiert wird, von Schimpfen über Belohnungssystem. All das macht's doch nicht besser. Irgendwann funktioniert's und in meinen Augen immer am besten dann, wenn man selbst am wenigsten drauf gibt und dem ganzen eigentlich kaum Beachtung schenkt.
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