Autor Thema: 2 Jungs, kleiner Altersunterschied, ich bin am verzweifeln  (Gelesen 2438 mal)

beena1234

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ich brauche eure Erfahrungen und tipps, bin echt schon am verzweifeln und am limit. Meine 2 jungs sind zZ fast 8 Monate und 27 Monate, also 19 Monate auseinander. Eifersucht vom großen war von Anfang an ein Thema. Der große war sehr auf mich und meinen mann geprägt, nie in fremdbetreuung. Kindergarten startete, als er 2 wurde. Seit der kleine mobil ist, wird es unerträglich. der große nützt wirklich jede Gelegenheit, um den kleinen zu kratzen, beißen oder zu schlagen. ich bin nur mehr dabei, den kleinen vor dem großen zu schützen und trag ihn viel rum (dabei würde er lieber robben und sich wo hochziehen), weil sobald er am Boden ist, ist er nicht mehr sicher. am liebsten zwickt ihn der große in die Augen. es ist wirklich ganz ganz furchtbar im moment. die nachmittage, wo ich mit den beiden allein bin, machen mich schon total fertig. ich fühl mich so hilflos, weil ich nicht weiß wie ich am besten reagieren kann. ich weiß, dass man dem "Täter" nicht so viel Aufmerksamkeit geben soll, dafür dem "Opfer" umso mehr. finde aber, dass das auch nichts bringt. abgesehen davon, kann ich mich dann auch nicht mehr zurückhalten, wenn der große dem kleinen schon mehrmals wehgetan hat binnen kurzer zeit. ich hab bereits oft in Foren gelesen, von Frauen, die auch Kinder so knapp hintereinander haben, die meinen, dass Eifersucht ü-ber-haupt kein problem wäre. könnte heulen. warum ist das so schwierig bei uns? ich versuch dem großen so gut es geht mamazeit zu geben, anfangs hatte ich dem großen sogar noch viel mehr Aufmerksamkeit geben können (und müssen) als dem kleinen (der kleine war recht unkompliziert als baby). Aber nun, da der kleine sich überall raufziehen will muss ich echt die ganze zeit über bei ihm sein, um ihn zu sichern und v.a. auch, um ihn vor den Attacken des größeren zu schützen. auch an den Wochenende, an denen mein mann zuhause ist, ändert sich nichts daran, obwohl der große da immer entweder mich oder Papa zur verfügung hat. ich bin wirklich schon ganz zermürbt...  :-[ :-[ :-[ kennt das jemand von euch auch? wie seid ihr da durch diese zeit gekommen? wie lange hat das angedauert? Mein großer ist gerade in der "ich" Phase, in der autonomiephase und auch sonst eher aggressiv, steigert sich oft in dinge rein und kommt dann irgendwie nicht mehr raus aus seiner Emotion. In solchen Momenten, die oft auch 1-2 stunden dauern können tu ich mir auch extrem schwer (weil der kleine ja auch noch da ist!). er ist ein kuschler und wenn das ganze dann vorbei ist, dann geb ich ihm viel körperkontakt. ich schlafe auch jetzt wieder nachts bei ihm im zimmer, damit wir in der früh noch kuscheln können. aber irgendwie macht das alles keinen unterschied...  :-\  im kindergarten ist er übrigens total brav und angepasst, ein Engel. ich glaube allerdings, dass er noch nicht so ganz dort angekommen ist (nach etwa 3 Monaten) und mich immer noch vermisst. es ist eine schwierige zeit für ihn, das weiß ich! aber ich muss dennoch irgendetwas ändern, weil so wie es jetzt ist, kann ich bald nicht mehr! ich denke an babysitter für den kleinen (aber er ist ja erst 8 Monate...schluchz). was meint ihr???? Danke für euere Antworten schon im Voraus!
« Letzte Änderung: 17. Januar 2016, 23:34:30 von beena1234 »
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Honigbluete

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Antw:2 Jungs, kleiner Altersunterschied, ich bin am verzweifeln
« Antwort #1 am: 18. Januar 2016, 06:21:42 »
Hallo und herzlich willkommen hier im Forum!
Die Situation hört sich wirklich sehr bedrückend an, schon beim Lesen kann ich ansatzweise nachempfinden, wie es dir geht. Bei so einer komplexen Problematik kann ich dir nur empfehlen, dir Hilfe bei einer Erziehungsberatung zu holen, um dich zu stärken. Du hast ja schon vieles ausprobiert und weisst, worauf du achten sollst, aber es ist total hilfreich, wenn man jemanden vor Ort hat, der mit einem im Gespräch nach der kleinen Stellschraube sucht, die die Veränderung bringt. Kann ich aus eigener Erfahrung wirklich empfehlen!  Viel Glück dabei und vor allen gute Nerven dir/euch!!!




scarlet_rose

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Antw:2 Jungs, kleiner Altersunterschied, ich bin am verzweifeln
« Antwort #2 am: 18. Januar 2016, 07:45:27 »
Das klingt wirklich nach einer angespannten, unschönen Situation  :-[

Zwei Fragen habe ich dennoch:
1. Wieso musst du deinen können Sohn permanent sichern und hinter ihn sein?
2. Wer hat die gesagt, dass man dem Täter keine Aufmerksamkeit schenken soll, sondern umso mehr dem Opfer?

Du sagst selbst, das alles ist Ausdruck von Eifersucht. Das ist sehr gut möglich. Denkst du wirklich, dann entschärft sich die Situation, wenn der Kleine nur noch auf dem Arm ist und umso mehr Aufmerksamkeit bekommt?
Kannst du mal versuchen, den Großen mehr einzubeziehen und wenn du meist, es geht wieder los, ihn direkt (Ihn! Nicht den Kleinen!) aus der Situation zu hohen und ihn anderweitig, gezielt zu beschäftigen?
Am Besten noch bevor er richtig grob wurde. Dabei den Fokus auf ihn setzen, denn scheinbar fehlt ihn in den Moment irgendetwas.
Und man muss ja nicht immer hinter einen Kind stehen, dass sich irgendwo hochziehen versucht  ???
Ein Kind muss noch permanent gesichert werden. Eventuell kannst du ja die Wohnung so gestalten, dass nicht viel passieren kann. Couchtisch weit genug von der Couch weg, sodass er nicht dagegen fällt, wenn er bei der Couch umkippt usw.

Das wäre mal mein erster Versuch.

KardaMom

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Antw:2 Jungs, kleiner Altersunterschied, ich bin am verzweifeln
« Antwort #3 am: 18. Januar 2016, 09:38:20 »
Herzlich willkommen hier!

Oh je, da brauchst Du zur Zeit echt starke Nerven mit Deinen beiden Jungs. Bei meinen ist der Altersabstand ein klein bisschen größer, aber ich erinnere mich auch noch lebhaft daran, wie anstrengend das damals war. Dass Eifersucht überhaupt kein Thema war, kann ich nicht unterschreiben; hier spielten sich auch Dramen ab! Ich beschreibe mal meine Erfahrungen und Wahrnehmungen damals; vielleicht ist ja etwas dabei, was Du für Eure Situation rausziehen kannst:

Was mir bei deinem Post sofort ins Auge stach: der Zeitpunkt. Der Kleine wird mobil. Ab diesem Moment kam bei uns auch eine neue Dimension dazu. Zuvor war da zwar ein Buhlen um Mamas Aufmerksamkeit, aber das Baby konnte dem Großen immerhin nicht "gefährlich" werden, so lange es immobil auf seiner Decke lag. Mit 6 Monaten begann der Lütte zu krabbeln und quasi im gleichen Atemzug fing er an, überall hochzuklettern. Sprich, ab diesem Alter kam er überall hin. Der Große registrierte mit Entsetzen: der dringt nun selbständig in MEINEN Herrschaftsbereich ein! Er kommt nun an mein Spielzeug ran und kann mir meine Sachen kaputtmachen! Klar, dass man sich da mit Händen und Füßen dagegen wehren muss und alle Register zieht ...
Könnte es sein, dass die momentanen Probleme bei Euch (auch) damit zusammenhängen?

Was ich unternommen habe: zum einen habe ich dem Großen immer wieder klar gemacht, dass der kleine Bruder ihn anhimmelt. Er ist der absolute Held für ihn, versucht deshalb, ihm alles nachzumachen. Vom großen Bruder lernen die Kleinen viel schneller und mehr als von sonst jemandem! Diese Rolle als Vorbild und Lehrmeister schmeichelte dem Großen natürlich und stimmte ihn schon mal etwas milder. Um die Situation zu entschärfen, brachte ich ein Türgitter zum Kinderzimmer an. Eigentlich bin ich ja gegen Käfighaltung – aber so hatte der Große die Möglichkeit, den Kleinen auch mal auszusperren, ohne ihm wehzutun. Ich zeigte ihm Möglichkeiten, wie er sich "sanfter" gegen ihn zur Wehr setzen konnte: ihn beiseite schieben, ihn wegschleifen, oder noch viel besser: ihm vom eigenen Spielzeug etwas abgeben. Wenn er das nicht wollte (weil er es eklig fand, dass der Kleine alles anschnullte und ihm auch das Konzept "Teilen" noch nicht so wirklich behagte), holte er ihm halt andere Dinge (Suppenkellen und Trichter und so) und bot sie ihm an. Und lernte dadurch ganz langsam nach und nach, dass es auch Spaß machen konnte, sich mit dem Bruder zu beschäftigen.

Und um Dir etwas Hoffnung zu machen: sobald der Kleine so weit war, dass man mit ihm spielen und kommunzieren konnte, wurde es deutlich besser. Ab etwa eineinhalb Jahren machte es dann immer mehr Spaß mit den beiden. Bald waren sie wie Zwillinge, absolut unzertrennlich (und das sind sie auch heute noch mit 9 und 11 Jahren). Ich drück Dir die Daumen, dass es sich bei Euch genauso positiv entwickelt!

lisa81

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« Antwort #4 am: 18. Januar 2016, 10:05:35 »
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« Letzte Änderung: 13. April 2016, 09:13:47 von lisa81 »
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Hubs

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Antw:2 Jungs, kleiner Altersunterschied, ich bin am verzweifeln
« Antwort #5 am: 18. Januar 2016, 14:35:52 »
Ich kann mich den anderen anschließen, möchte noch eins hinzufügen: Rede mit deinem Großen in ruhigen Minuten. Darüber, dass du ihn liebst, dass nichts daran etwas ändern kann und wird. Und dass deine Liebe zu ihm genauso groß ist, wie vor der Geburt seines Bruders. Rede mit ihm über die Dinge, die ihn ärgern.  Z.B. dass er leise sein soll, wenn der Bruder schläft, dass Du keine Zeit für ihn hast, wenn Du seinen Bruder wickelst, dass sein Bruder mit seinen Spielsachen spielen will,... um was es geht weißt Du besser als ich. Überlegt zusammen woran das liegt und ob es bei manchen Dingen Lösungen gibt. Z.B. dass er beim wickeln hilft anstatt sich unbeachtet zu fühlen,  oder er seine Puppe wickelt.
wenn er sich sprachlich noch nicht so ausdrücken kann, finde die Worte für ihn. Sich verstanden zu fühlen, gibt unglaublich viel Sicherheit.
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Antw:2 Jungs, kleiner Altersunterschied, ich bin am verzweifeln
« Antwort #6 am: 18. Januar 2016, 20:22:07 »
Ganz so klein ist unser Altersunterschied nicht, aber es gab auch bei uns schreckliche Phasen und so sehr der Grosse den Kleinen wirklich liebte, so kam doch gelegentlich die Eifersucht durch.

Wir sind ehrlich gesagt viel raus. Der Große konnte toben und sich auspowern, der Kleine war gern im Tragetuch oder Kinderwagen. Wir haben auch Freunde mit Kindern in nahezu gleicher Alterskonstellation, das war auch sehr praktisch. So hatten die Grossen wen zum Spielen und haben gesehen, dass es woanders auch nicht anders ist ;)



beena1234

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Antw:2 Jungs, kleiner Altersunterschied, ich bin am verzweifeln
« Antwort #7 am: 18. Januar 2016, 21:42:33 »
Hallo an euch alle! Vielen dank, dass ihr euch so viel zeit genommen habt, um eure Gedanken auf die Tastatur zu bringen! ich bin unerfahren mit Foren und zitieren und so, deswegen schreib ich eine Antwort in der ich gleich alles ansprechen möchte, ich hoffe ich vergesse nichts.
Mein kleiner ist heute 8 Monate geworden und steht noch nicht sehr lange, aber mit Inbrunst. das einzige was er will, ist stehen und sich entlang hanteln. leider sitzt er nicht einfach so in der sicheren gehschule und spielt. er ist von Anfang an ein sehr körperlich aktives baby gewesen. allerdings, wenn ich ihn nicht sichere, dann fällt er halt wirklich noch sehr oft um, und wir haben harten Parkettboden und fliesen. ich werde aber ganz bald Teppich kaufen, allerdings wird der nicht überall sein. wenn ich nicht "hinter ihm" bin, dann würde er alle paar minuten mit dem kopf auf den Boden krachen. also das will ich wirklich nicht! ab undzu umfallen am tag ist ja ok, aber alle paar Minuten geht nicht...  aber das ist auch ein problem, das sich in ein paar Wochen von selbst lösen wird. allerdings kommt dann das GEHEN und das ist ja genauso anstrengend, wenn nicht schlimmer.


"Wer hat die gesagt, dass man dem Täter keine Aufmerksamkeit schenken soll, sondern umso mehr dem Opfer?" das hab ich in Bücher gelesen und im internet. und es erscheint mir auch richtig. denn es geht dem großen ja um Aufmerksamkeit. selbst wenn sie eine negative Aufmerksamkeit ist, ist es dennoch Aufmerksamkeit und das verhalten wird sich dann manifestieren. aber wie gesagt, es ändert auch nichts in seinem verhalten, wenn ich ihm die Aufmerksamkeit nicht gebe. das einzige, ich werde noch aggressiver, weil ich mir ständig "auf die Zunge beißen muss".

"Kannst du mal versuchen, den Großen mehr einzubeziehen und wenn du meist, es geht wieder los, ihn direkt  aus der Situation zu holen und ihn anderweitig, gezielt zu beschäftigen?" Das Komische ist ja, dass es so unvorhersehbar ist. eben noch lieb gespielt oder süss nebeneinender gesessen und zwack whammmmm, beissssss. ohne Vorwarnung. gestern Abend für den gute nacht kuss hat er langsam die hand seines Bruders genommen, mein mann dachte, er würde ihm einen Kuss auf die hand geben (ich glaube, ich hätte den braten schon gerochen gehabt), dann hat er gelächelt und langsam und fest reingebissen. HA! da bahnt sich leider nichts an. aber es gibt natürlich schon auch Situationen, wo ich merke, dass es gleich soweit sein wird, und dann schieb ich den Bruder oder ihn mal ein stück weg zur Seite.

"Der Große registrierte mit Entsetzen: der dringt nun selbständig in MEINEN Herrschaftsbereich ein!" Absolut, so ist es! deswegen werde ich jetzt so ein baby vivo Gitter besorgen und in unser WZ stellen, das zwar nicht groß ist, aber dann muss eben der Couchtisch für ein paar Monate weg. und innerhalb des Gitters, ist es NUR für den Großen. ich hoffe das hilft. sein Zimmer Abgittern hilft leider nicht, denn das ist einen stock höher und er ist da nie alleine. er ist leider noch zu klein, um allein im zimmer zu spielen.  :(

"Was ich unternommen habe: zum einen habe ich dem Großen immer wieder klar gemacht, dass der kleine Bruder ihn anhimmelt." danke für das Input!
"Ich zeigte ihm Möglichkeiten, wie er sich "sanfter" gegen ihn zur Wehr setzen konnte: ihn beiseite schieben, ihn wegschleifen, oder noch viel besser: ihm vom eigenen Spielzeug etwas abgeben." schon probiert. hilft nichts. werde aber dranbleiben.

"Was mir geholfen hat, war mich von dem Gedanken freizumachen, dass ich es beiden recht machen wollte. Das geht nicht. Sie haben ein Geschwisterkind, das hat Vorteile, aber ja, das heißt auch mal mitgehangen mitgefangen." Danke. tut gut zu lesen.

danke HUBS für deinen gesamten post!

Und: draußen ist es viel leichter. aber Jetzt im winter ist das ganze echt doof. ich bin mir sicher dass es besser werden wird, wenn wir täglich raus können (und nicht nur ne halbe stunde). den kleinen hab ich nämlich immer in der bauchtrage und da er schon so groß und schwer ist (war 4,7kg geburtsgewicht und hat schätz ich mal schon fast 10kg im moment) tut das mein bald 40jähriger rücken nicht mehr mit  :-\ wenns dann wärmer ist hoff ich, dass ich ihn an den Kinderwagen gewöhnen kann, dann hab ich auch wieder richtig die hände und bauch frei für den großen. heute war übrigens ein guter tag, also es ist nicht jeden tag so schlimm. aber wenn er seine Phasen hat, die sich oft über den ganzen tag strecken können, dann ists wirklich schlimm. (so ca 5x die Woche). Der Große wär halt als Einzelkind schon mal anstrengend genug mit seinen ausdrucksstarken und tiefen Emotionen.

dass es ca. bis 1,5 Jahre dauert.... hab ich so ähnlich schon mal gelesen... kommt mir wie eine Ewigkeit vor... dauert ja noch 10 Monate... kann mir nicht vorstellen, wie ich das noch 10 Monate durchhalten soll. aber sobald es mit den kalten Temperaturen vorbei ist, wird es bestimmt etwas leichter sein.

danke euch allen.  ;D
LG beena
« Letzte Änderung: 18. Januar 2016, 21:49:20 von beena1234 »
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Antw:2 Jungs, kleiner Altersunterschied, ich bin am verzweifeln
« Antwort #8 am: 18. Januar 2016, 22:51:21 »
10kg vor den Bauch tragen ist auch nix. Aber es gibt so viele Tragen mit denen Du wunderbar auf dem Rücken tragen kannst. Auch entsprechende Winterkleidung (Tragejacke z.B.) dazu.. Das nur mal zum rausgehen. Aber ja, im Sommer ist so vieles einfacher. Wenn ich an 3,5 Jahre zurück denke... bis wir alle startklar waren, die zweite Pipirunde auch durch war, und wir wieder startklar waren und dann das Baby Hunger hatte... da verging manchmal viel Zeit bis alle fertig sind und ich schweißgebadet mit den Jungs endlich vor der Tür war...
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tweety241

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Antw:2 Jungs, kleiner Altersunterschied, ich bin am verzweifeln
« Antwort #9 am: 20. Januar 2016, 10:35:14 »
Bei meinen beiden ist der Altersunterschied größer. Aber was bei uns super war, war eine Puppe. Mein Großer (damals 3 Jahre) hat sich auch ein Baby gewünscht, das er umsorgen kann. Ich habe ihm eine kleine Babyborn (mit blauem Strampler) gekauft und er hat sein Baby dann gewickelt, wenn seine Schwester gewickelt wurde und wir saßen oft nebeneinander auf der Couch und haben gestillt (er hat sich sin T-Shirt hochgezogen und Nuckelgeräusche nachgemacht  :D) Ich habe immer versucht ihm mit einzubeziehen und nicht, mich zu "teilen", das geht halt nunmal nicht. Und wie schon geschrieben wurde, beide Kinder müssen lernen zurückzustecken.
Eine Erziehungsberatung kann ich dir auch sehr empfehlen. Wir waren damals nur ein paar mal da und mit ein paar Tipps wurde unser Umgang miteinander viel besser.
Ich wünsche euch, daß es ganz bald entspannter wird und du die Zeit mit deinen Männern mehr geniessen kannst.
 


BiDi

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Antw:2 Jungs, kleiner Altersunterschied, ich bin am verzweifeln
« Antwort #10 am: 02. Februar 2016, 06:55:27 »
Ich weiss ja nicht konkret, von welchem Altersabstand in den Foren die Rede war, aber meine Hebamme sagte, das mit 15 Monaten die Folge-Synapsen ausgebildet werden, Kinder also in der Lage sind (vermeintlich) zu erkennen: Das ist passiert und das ist die Folge. Deinem Sohn ist ein kleiner Bruder passiert und er erkennt sehr wohl, das er die Ursache für den 'Thronsturz' ist.

Meine Jungs sind 13 Monate auseinander - der Grosse wurde zwar unleidlich, wenn er nicht die gewohnte Aufmerksamkeit bekam, kam aber nicht auf die Idee, das sein Bruder die Ursache ist. Dem ist einfach nur ein kleiner Bruder passiert  ;D.

Was die Situation noch erschweren könnte, ist der Kindergarten. Er muss in die KiTa, der kleine Bruder darf bei Mama bleiben. Ich kenne viele Fälle im Bekanntenkreis, da führte diese Konstellation zu Problemen. Das löste sich sehr schnell auf, als beide Kinder morgens 'abgeben' wurden, weil Mama wieder arbeiten ging.

Was ist denn mit dem Vater der Kinder? Vielleicht kann der sich nach Feierabend um den Kleinen kümmern und Du widmest Dich für eine gewisse Zeit ganz Deinem Grossen? Oder umgekehrt - je nachdem, an wem der Grosse mehr hängt. So richtig mit demonstrativ 'Tür zu, der Kleine darf nicht 'rein'.

Oder Du machst Dich zur Verbündeten Deines Sohnes: 'Oh nee, jetzt hat Baby schon wieder die Hosen voll. Ich wickele mal schnell, ehe wir beide hier erstinken.' Denn seien wir ehrlich: Für jemand, der nicht in den Kategorien 'süss' und 'niedlich' denkt, kann ein Baby schon ziemlich nervtötend sein.

Grüsse
BiDi


Mattis: * 3.2004
Moritz: * 4.2005

Papa

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Antw:2 Jungs, kleiner Altersunterschied, ich bin am verzweifeln
« Antwort #11 am: 03. Februar 2016, 22:31:06 »
"leider sitzt er nicht einfach so in der sicheren gehschule"

Kinderärzte sind ziemlich einhellig der Meinung, das diese Dinger gefährlich sind. Einserseits wird das Kind an die aufrechte Haltung gewöhnt, bevor es das allein kann. Weil der Überblick aber toll ist, versuchen sie es mit aller Macht. Vielleicht daher das häufige Hochziehen und Umfallen. Kinder lernen mit diesen Geräten auch nicht zeitiger laufen. Sie bewegen sich aber durch die Rollen mit einer Geschwindigkeit, die sie nicht beherrschen. Folge sind Stöße (Tischkante!) oder sogar Treppenstürze.

Zur eigentlichen Frage wurde schon sehr viel Gutes gesagt, das kann ich nicht toppen...
Gruß vom Papa!

Tochter geboren 2008
Sohn geboren 2010

 

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