Autor Thema: Wallraffs Berichterstattung bei RTL  (Gelesen 2918 mal)

Trouble2011

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Wallraffs Berichterstattung bei RTL
« am: 09. Juni 2015, 09:46:51 »
Wir haben gestern wieder mal einen von Wallraffs großen "Enthüllungsskandalen" gesehen und sind ernsthaft erschüttert.
Nicht weil dort so wahnsinnig erschreckende Tatsachen aufgedeckt worden sind, sondern vielmehr über die Art von Journalismus.

Gestern ging es um Großküchen, Hygienemängel und die eingesetzten Verfahren zur Kostenreduzierung in Form von Lebensmittel die vor Ablauf des MHD eingefroren werden und dann in Großküchen weiter verarbeitet werden.
Jetzt regt sich die halbe Zuschauerschaft darüber auf, wie eklig das ist und wie man Kindern oder auch alten Menschen so etwas auf den Tisch stellen kann.

Aber ist gerade das nicht lobenswert?
Das Lebensmittel nicht einfach weggeschmissen werden sondern noch Verwendung finden?
Ist es nicht auch unsere eigene Schuld dass Unternehmen auf kostengünstigere Alternativen zurückgreifen?
Müssen nicht wir etwas in unserem Verhalten ändern, damit sich in den Küchen etwas ändert?

Ich kann doch nicht erwarten, dass für aktuell knapp 3 Euro jeden Tag eine Mahlzeit auf dem Tisch steht, die gesund, nahrhaft, lecker und am besten auch Bio ist?
Müssten wir nicht eher Breitschaft haben, Qualität zu bezahlen?
(Und das nicht nur beim Schul/Kindergartenessen...)

Was denkt ihr?
Seid ihr schockiert über die Küchenzustände?

Meph

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Antw:Wallraffs Berichterstattung bei RTL
« Antwort #1 am: 09. Juni 2015, 09:57:05 »
Kleine Anbieter, am besten direkt Köche an Schulen anstellen usw anstatt auf Großküchen zu setzen macht das Essen hochwertiger und gesünder, ausserdem fördert es ein besseres Miteinander und eine sozialverträglichere Struktur. Kosten wie der Bringservice und Großverwaltung entfallen dann und man kann dieses Geld in hochwertigere Lebensmittel und eine faire Entlohnung der direkt Angestellten stecken. Voila- ein gesundes Essen für 3 Euro ist absolut machbar!

Bei mir zahlen die Eltern 1,50 pro Tag inkl. Nachmittagssnack und Getränken  S:D
Aber ich habe auch keine extra Lohnkosten dafür und es sind auch nur die tatsächlich anfallenden Lebensmittelkosten...


Meph

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« Antwort #2 am: 09. Juni 2015, 09:58:51 »
Ahhhh ich mag Walraff nicht sonderlich gerne, da auch er nur einseitig aufreisserisch berichtet, folglich meide ich auch seine Sendungen, von der beschriebenen habe ich nur Ausschnitte gesehen. Ich nehme an, da wurden dann wiederrum die allerschlimmsten Sachen rausgestellt...

Mieze2909

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Antw:Wallraffs Berichterstattung bei RTL
« Antwort #3 am: 09. Juni 2015, 10:12:56 »
ich finde man sollte mehr für das essen bezahlen, damit man qualität hat. die in der küche arbeiten ohne ende und haben einen harten job, doch gedankt wird es keinem.

zwar hat es nichts mit dem essen zu tun bei mir, aber auch ich kann manchmal nur den kopf schütteln.
Manche patienten von mir erwarten das sie immer ganz pünktlich dran kommen, es wie geleckt aussieht und ich 10000% arbeite nur für sie!
nach jeden patienten muss ich aber meine hygiene einhalten und daher kann es mla sein das man vielleicht 5 minuten warten muss. manche regen sie dermaßen auf, das ich mit nem arzt verglichen werde, wo sie im übrigen stunden lang sitzen  und kein wort sagen. es ist ja ein ARZT!. ???
und wenn ich dann auch noch sage was bei mir die behandlung jetzt kostet (das meiste für Hygiene!) bin ich den leuten zu teuer.

wenn die aber dann zur normalen fußpflege gehen, die im besten fall ein seminar über eine woche gemacht hat, im friseursalon sitzt und nur ein instrumentensatz hat und damit 20 patienten an einem tag behandelt und ja, auch für die hälfte wie bei mir, kommen se alle iwann mit pilz befall oder was weiß ich noch alles zu mir angekrovhen.

viele sparen am falschen ende. lieber mehr geld ausgeben, dafür aber qualität haben. das fängt bei mir schon bei putzmittel an und hört beim essen nicht auf.

ein restaurant hier um die ecke hat auch immer top sachen, hygiene super, rest stimmt auch, aber die preise? ich frage mich wie der sich halten kann. ich wäre dafür bereit für diese portionen locker das doppelte zu zahlen.

ist es nicht auch durch solche sachen dazu gekommen, das wir selber viele krankheiten verschleppen bzw. züchten? Hygiene muss stimmen. und wegen dem einfrieren, was ist denn da so schlimm wenn man es vor MHD einfriert und dann bei bedarf verarbeitet. es ist doch nicht schlecht geworden dadurch.

Meph

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« Antwort #4 am: 09. Juni 2015, 10:17:20 »
Viele sparen am falschen Ende ist auch Quatsch.

Viele haben einfach nicht die Möglichkeit mehr Geld zu bezahlen. Und das liegt nicht zwangsläufig an Prioritätenverschiebung...

Mieze, werden deine Kunden/Patienten nicht eh über die Krankenkasse abgewickelt?


Schnukki

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Antw:Wallraffs Berichterstattung bei RTL
« Antwort #5 am: 09. Juni 2015, 10:28:41 »
Wir zahlen einen ordentlichen Batzen für A.´s Essen.
Dafür gibt es 1 x die Woche Fleisch und 1 x die Woche Fisch.
Die Gerichte höre sich auch lecker an - leider schmecken sie meinem Kind oft nicht  :-[
Ein Plus ist, dass es immer viel Obst und Gemüse gibt wo die Kinder zugreifen können.
Man achtet wohl auch auf regionale Sachen .. wobei ich da in Berlin immer skeptisch bin.

In den meisten Schulen hat man jedoch gar nicht groß die Möglichkeiten. Es gibt keine Küchen, lediglich Essensausgaben. Sprich man muss einen Zulieferer haben. Auch hier mag es Unterschiede geben, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, als es damals hieß: Es gäbe die Möglichkeit besseres Essen zu bekommen - dafür müsse man aber mehr bezahlen. Da galt dann wohl auch für die Familie, wo der Hartz 4 Zuschuss greift (die müssen ja nur einen gewissen Betrag zahlen). Wollte dann auch niemand  :-\

@ Mieze: Wenn aber kein Geld da ist? Ich denke keiner spart gern am Essen. Aber gutes Essen ist teuer!

Mieze2909

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Antw:Wallraffs Berichterstattung bei RTL
« Antwort #6 am: 09. Juni 2015, 10:33:03 »
meph nein nicht alle. viele zahlen bar.

ich habe auch nicht die möglichkeit immer top qualität zu kaufen, aber ich achte drauf wo es ist und beim essen gibts bei mir wenn wir unterwegs essen auch wo ich weiß das da für mich preis leistung stimmt.

kleidung z.b kaufe ich auch preiswert. ich achte auf gute angebote. beste beispiel meine töpfe. WMF 4er Set. sonst weit über 120 euro. im angebot 89 euro.

jeder sollte für sich entscheiden wo man qualität haben will, und wo es egal ist ob es jetzt gute sachen sind.

nur beim essen, worum es ja hier hauptsächlich geht, würde ich nicht da essen wo ich weiß das es da drunter und drüber geht.

schnucki das stimmt. aber es muss ja auch nicht sein wenn man kein geld hat um essen zu gehen. ich kann mir auch nicht bio sachen leisten, aber würde mir auch nie erdbeeren aus spanien kaufen oder so. geld scheißen kann auch ich nicht.

Trouble2011

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Antw:Wallraffs Berichterstattung bei RTL
« Antwort #7 am: 09. Juni 2015, 12:29:37 »
@meph- wenn du nun aber Energie und deine eigene Zeit in Rechnung stellen würdest? ;)

In Johanns erstem Kindergarten gab es eine Küchenkraft die Frühstück und Mittagessen frisch zubereitet hat.
Auch da war es möglich für 70 Euro pro Nase zu kochen.
Da reden wir von richtigen Frühstück, Obst/Gemüse zu jeder Zeit, ein frisches Mittagessen, i.d.R. Bioqualität, Nachtisch und einem Nachmittagssnack.

Überwiegend wurde vegetarisch gekocht, aber es gab auch durchaus Fleisch und Fisch.

Natürlich geht das alles- aber auch die räumlichen Möglichkeiten müssen gegeben sein.
Und- man muss sich die Arbeit machen.
Räume schaffen, jemanden einstellen, kalkulieren.
Ich denke dass scheuen viele Einrichtungen.
Und genau dann, kann es genauso zu Hygienemängeln kommen, die Herr Wallraff so wunderbar aufzeigen wollte.

Aber wer nicht auf Zulieferer verzichten möchte, der muss sicherlich höher kalkulieren als 3 Euro für ein qualitativ hochwertiges und gesundes Essen.

Coney

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« Antwort #8 am: 09. Juni 2015, 12:39:04 »
Ahhhh ich mag Walraff nicht sonderlich gerne, da auch er nur einseitig aufreisserisch berichtet, folglich meide ich auch seine Sendungen, von der beschriebenen habe ich nur Ausschnitte gesehen. Ich nehme an, da wurden dann wiederrum die allerschlimmsten Sachen rausgestellt...

Dem schließe ich mich mal an, der Typ geht gar nicht... Das Thema an sich ist aber durchaus interessant.

Ich versuche auch gesund/ausgewogen/am liebsten Bio einzukaufen und zu kochen - und doch, das geht schon ins Geld. Gerade die Unmengen an Obst und rohem Gemüse die hier verschlungen werden kosten einen Batzen. Und es gab auch schon Zeiten, wo wir uns das so nicht leisten konnten. Daher bin ich da hin- und her gerissen - es wird auch viele geben, die einfach nicht mehr bezahlen können, selbst wenn sie wollten.
An kurz vor MHD eingefrorenen Lebensmitteln find ich übrigens nix schlimmes, gar nicht.


Meph

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« Antwort #9 am: 09. Juni 2015, 12:45:24 »
Speranza, dann wären die 1,50 natürlich nicht haltbar ;)

Aber wie du schon am Beispiel deines Kigas aufgezeigt hast: Es geht!
In einem Kiga, wo ich gearbeitet habe, haben z,B. die Eltern im Wechsel gekocht, Bio pflicht!
Essen pro Kind: 1,20...            in Hanau hatte der Kiga eine eigene Köchin, hier vor Ort liefert der örtliche Metzger

Meph

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« Antwort #10 am: 09. Juni 2015, 12:52:37 »
Coney, das sag ich ja auch, es gibt genug, die kaum eine Wahl haben!

Bio gibt es hier auch nicht immer, aber immer mal, ich wäge ab. Nur Bio kann ich nicht finanzieren. Aber das hatten wir ja schon oft genug (btw das hatte ich den Eltern zur Wahl gestellt 100% Bio anzubieten gegen Aufpreis, wollte niemand)

Once

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« Antwort #11 am: 09. Juni 2015, 12:59:06 »
Gestern ging es um Großküchen, Hygienemängel und die eingesetzten Verfahren zur Kostenreduzierung in Form von Lebensmittel die vor Ablauf des MHD eingefroren werden und dann in Großküchen weiter verarbeitet werden.
Jetzt regt sich die halbe Zuschauerschaft darüber auf, wie eklig das ist und wie man Kindern oder auch alten Menschen so etwas auf den Tisch stellen kann.

Aber ist gerade das nicht lobenswert?
Das Lebensmittel nicht einfach weggeschmissen werden sondern noch Verwendung finden?

Äh nein! Definitiv nicht. Lobenswert ist mEn ein komplett deplatzierter Begriff für profitorientierte Nutzung minderwertiger Ware. Und der Ansatz ist auch imA komplett der falsche: richtig wäre es zu fordern, dass nicht so dermaßen viel produziert wird. Erst die Überproduktion schafft doch erst einen Markt dafür, dass Ware im großen Stil vergammelt und zu Dumpingpreisen an korrupte Zulieferer verscherbelt wird, die dann natürlich (!) bevorzugt jene beliefern die die Qualität von Nahrungsmitteln noch nicht bzw. nicht mehr richtig einzuschätzen in der Lage sind. Das ist nicht lobenswert sondern schlicht kriminell.
 
« Letzte Änderung: 09. Juni 2015, 13:03:52 von Once »

Coney

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« Antwort #12 am: 09. Juni 2015, 14:35:05 »

Bei uns kostet ein KiTa-Mittagessen 3,50 EUR. Die Qualität ist meines Erachtens gut (es hängt zu jedem Essen die Zutatenliste aus). Geliefert wird vom örtlichen Fleischer.

@Once: Da hast Du recht, aber die Überproduktion setzt ja ganz woanders, viel weiter vorn an. Grundsätzlich ist es nicht verkehrt, nunmal vorhandene Lebensmittel noch einer Verwendung zuzuführen, finde ich. Und kurz vor MHD stehende Dinge einzufrieren und dann noch zu verwenden, darin liegt ja kein Hygienemangel oder sonstwas begründet.

~Netti~

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« Antwort #13 am: 09. Juni 2015, 15:40:26 »
Ich weiß, ich setze mich hier wieder in die Nesseln, aber wäre nicht der richtige Ansatz eher, dass jeder finanziell in der Lage sein sollte qualitativ hochwertige Produkte kaufen zu können? Wenn das mehr Menschen könnten und dann auch noch tun würden, wäre der andere Markt vielleicht nicht mehr so aktuell.

Ich finde an vor dem Ablaufen des MHD's eingefrorenen Lebensmitteln auch nix schlimm -erstmal.
Aber hier geht es doch um etwas ganz anderes.
Und lobenswert ist daran gar nix, ich bin voll bei Once, das sind kriminelle Machenschaften.

Wir können uns LEIDER nicht nur vom Biosupermarkt ernähren, da wäre zu viel Monat übrig ... Ich würde es aber wenn ich könnten und ich würde auch etwas mehr zahlen für Bioküche in Schule oder Kita.

Bei uns kostet ein Mittagessen 3,30€. Großküche und eher nicht besonders gesund. Es gibt oft Nuggets, Pommes, Nudeln Bolognese und sowieso jeden Tag Fleisch.  s-:)

Für diejenigen, die zb auf Bildung und Teilhabe angewiesen sind auch ganz blöd, denn man muss alles vorstrecken und bekommt dann irgendwann mal nach 5-6 Monaten die Beträge erstattet. Manche KÖNNTEN einfach nicht noch mehr bezahlen für Schul- bzw Kitaessen.
« Letzte Änderung: 09. Juni 2015, 15:46:11 von ~Netti~ »

Cornelia x Marie Sophie

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« Antwort #14 am: 09. Juni 2015, 15:46:07 »
 s-daumenhoch


"Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, leuchten zu lassen" (Nelson Mandela)

Trouble2011

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« Antwort #15 am: 09. Juni 2015, 15:55:58 »
@Once- mir ging es um den Grundsatz, dass Lebensmittel verwendet und nicht weggeschmissen werden.
Wo da die Ursache liegt, ist ein ganz anderes Thema.

Um mal auf das Thema Bio zu kommen- wenn ich kann kaufe ich Bio.
Aber damit meine ich nicht ein Siegel das irgendwo aufgedruckt ist, sondern vor Ort beim Bauern.
Das schaffe ich zeitlich leider nicht immer- das ist für mich ein viel größerer Punkt als die Kosten, denn- so wirklich teurer ist es nicht.
Das liegt an zwei Gründen.
Gehe ich mal schnell in den ALDI, zum Kaufland und kaufe dort ein, landet viel im einkaufwagen von dem ich denke- Ach, das könntest du mal wieder machen.
Ganz oft sind es dann Produkte die weder regional zu bekommen sind, noch Saison haben.
Beispielsweise Erdbeeren im Winter- ihr wisst was ich meine. ;)
Und zum anderen ist es auch der Preis der dazu verführt, das ein oder andere Angebot doch mal eben mitzunehmen.
Kaufe ich beim Bauern ein, orientiere ich mich an dem, was gerade geerntet wird.
Und ich kaufe andere Mengen.
Da bin ich ganz bei Once, die ja Recht hat mit ihrem Argument.

Wir sind in der glücklichen Lage nicht (mehr) streng aufs Geld achten zu müssen das macht solche Kaufentscheidungen vielleicht einfacher.
Aber ich bin fest davon überzeugt, wer regional und nach Saison kocht der lebt nicht erheblich teurer.

~Netti~

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« Antwort #16 am: 09. Juni 2015, 16:05:12 »
Also dem widerspreche ich etwas.
Erstmal muss ich (ich geh jetzt mal nur von mir aus) zum nächsten Biosupermarkt entweder 50 km in die eine oder 35 km in die andere Richtung fahren. Während ich füßläufig alle Discounter ohne einen Tropfen Benzin erreichen kann.
Und dann macht es für mich durchaus einen Unterschied, ob ich ein Kilo Strauchtomaten beim Aldi für 2,49€ kaufe oder im Biosupermarkt für 4,99€. Preise sind aktuell, ich war letzten Do erst 35 km in die eine Richtung.  ;) Ein Kilo Tomaten haben wir zu sechst an zwei Tagen auf. Und daher summiert sich der Unterschied gewaltig. Nur alleine beim Tomaten-Beispiel. Und ich kaife ja nicht nur Tomaten.....
Während meine gerade kochenden Vollkornnudeln beim Aldi 0,89 € kosten (steht auch Bio drauf, ob das stimmt ? Who knows?) kosten Vollkornnudeln im Biomarkt das Doppelte. Je 500g.
Ich versuche also zu mischen, so wie es mein Geldbeutel hergibt. Teils normaler Discounter, teils Biomarkt. Vieles was ich will, gibts im normalen Laden ja nicht, daher muss ich dafür sowieso in den Bioladen, viele Sachen finde ich nur von Rapunzel.  Vollkorn Lasagneplatten zb. Welche für nicht mal die Hälfte Gewicht das Doppelte kosten im Gegesatz zu normalen Lasagneplatten aus dem Combi, Lidl etc.
« Letzte Änderung: 09. Juni 2015, 16:09:11 von ~Netti~ »

Trouble2011

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« Antwort #17 am: 09. Juni 2015, 16:08:18 »
Aber, Discounter und Bio müssen sich ja nichts zwangsläufig widersprechen. ;)

Benzin habe ich nun nicht gerechnet, wir haben hier theoretisch alles in Radfahrnähe.

~Netti~

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« Antwort #18 am: 09. Juni 2015, 16:15:09 »
Weiß ich nicht so genau um ganz ehrlich zu sein. Sind Aldi Biosachen wirklich Bio?
Once?

Aber davon ab, wie ich schon schrieb, viele Sachen die ich will GIBT es in einem normalen Laden schlicht gar nicht. Oder dann nicht komplett ohne Zusatzstoffe wie Zucker etc.
Oder gibt es bei euch in normalen Supermärkten sowas wie Mandemus, Amaranth, Quinoa, Buchweizenmehl etc. Ernste Frage. Sowas krieg ich hier nicht. Combi hat nicht mal eine einzige Sorte Vollkornnudeln !!!! (Hat Aldi dafür, ich weiß, aber trotzdem)

Haselmaus

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« Antwort #19 am: 09. Juni 2015, 16:25:36 »
Speranza, dann wären die 1,50 natürlich nicht haltbar ;)

Aber wie du schon am Beispiel deines Kigas aufgezeigt hast: Es geht!
In einem Kiga, wo ich gearbeitet habe, haben z,B. die Eltern im Wechsel gekocht, Bio pflicht!
Essen pro Kind: 1,20...            in Hanau hatte der Kiga eine eigene Köchin, hier vor Ort liefert der örtliche Metzger

Wir zahlen auch 35 Euro im Monat, dafür gibt es jeden Tag von Eltern im Kiga gekochtes Essen in Bioqualität und nachmittags einen "Nachtisch/Snack". Fleisch ist da aber finanziell nur selten drin.
Das ist aber auch nur so günstig möglich, weil die Arbeitskraft der Eltern nicht reingerechnet wird.


Mondlaus

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« Antwort #20 am: 09. Juni 2015, 16:26:43 »
B
« Letzte Änderung: 15. Juni 2015, 22:38:38 von Mondlaus »
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Coney

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« Antwort #21 am: 09. Juni 2015, 20:21:01 »

@Mondlaus: beim Biofleisch gibt es nachweislich Unterschiede bzgl. Antibiotikanelastung z. B.

Bei Obst/Gemüse gehen die Meinungen sehr auseinander.

Was wir hier tun, wir machen halt viel gerade an Brotaufstrichen selbst, Beispiel von Netti angesprochenes Mandelmus. Das spart schon. Aber wenn die Kohle knapp ist, ist es einfach nicht wegzureden.

Mondlaus

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« Antwort #22 am: 09. Juni 2015, 21:19:12 »
Ach so nein, Fleisch kauf ich gar nicht, meinte Gemuese. Soweit ich das in Erinnerung habe, ist aber auch die Antibiotikabelastung von Fleisch nicht nachgewiesen schaedlich. Was nicht heisst, dass es nicht so sein kann, aber es kamen eben Studien zum Ergebnis, dass es nicht so ist.
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Dannichen

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« Antwort #23 am: 09. Juni 2015, 23:14:02 »
Ich bin so froh dass bei uns im Kindergarten (bzw.im Nachbarkindergarten wird für beide Kitas gekocht, zu Fuss in 5 Minuten erreichbar) frisch, regional, saisonal und Bio gekocht wird. Abwechslungsreich, sehr gesund, viel Gemüse frisch dazu und wirklich Vollwertig. Für nur 30€ im Monat.
Gut es gibt kaum Fleisch und sehr selten Fisch, aber damit können wir bzw. die Kinder gut leben.  :)

Edit:
Und wenn mal etwas übrig bleibt, wird es noch verarbeitet. Die hatten mal zu viele Bananen (hehe, da wäre ne Affenhorde satt geworden ;) ) und haben dann Bananen-Milch gemacht.
« Letzte Änderung: 09. Juni 2015, 23:16:20 von Dannichen »
LG, Danni und Kids ♥



Glück ist die Summe richtiger Entscheidungen

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« Antwort #24 am: 09. Juni 2015, 23:37:41 »
Ich bin so froh dass bei uns im Kindergarten (bzw.im Nachbarkindergarten wird für beide Kitas gekocht, zu Fuss in 5 Minuten erreichbar) frisch, regional, saisonal und Bio gekocht wird. Abwechslungsreich, sehr gesund, viel Gemüse frisch dazu und wirklich Vollwertig. Für nur 30€ im Monat.
Gut es gibt kaum Fleisch und sehr selten Fisch, aber damit können wir bzw. die Kinder gut leben.  :)

Edit:
Und wenn mal etwas übrig bleibt, wird es noch verarbeitet. Die hatten mal zu viele Bananen (hehe, da wäre ne Affenhorde satt geworden ;) ) und haben dann Bananen-Milch gemacht.

Kann ich so bestätigen. Meine Kinder gehen in den Nachbarkindergarten und das Essen wird jeden Morgen frisch zubereitet. Immer Bio und nach dem Prinzip der vitalstoffreichen Vollwertkost. Fisch und Fleisch gibt es sehr selten, weil es für das Geld in Bioqualität einfach nicht so oft zu ermöglichen ist. Das Essen war der entscheidende Grund für den Kindergarten. Die 30€ sind aber eher eine so benannte zusätzliche Pauschale. Davon können die das Essen nicht finanzieren. Zumal das Geschwisterkind kein Essensgeld bezahlen muss...



 

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