Autor Thema: Schwiegermonster und Muttersöhnchen...  (Gelesen 5413 mal)

Sansj

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Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« am: 07. Oktober 2012, 21:58:57 »
Hallo :)
Ich bin neu hier und weiß auch gar nich was ich erwarte...aber ich muss mal etwas loswerden..

Erstmal etwas zu mir:
Ich bin 20 Jahre alt und bin mit meinem Freund jetzt über 5 Jahre zusammen. Er ist Türke und ich bin Deutsche. Mit seiner Familie habe ich eigentlich nur das nötigste zutun. Einmal war ich mit der Familie 1 Monat in der Türkei. Das war das erste und einzige mal, dass wir engeren Kontakt hatten. Ansonsten nur das nötigste. Wir sind nie miteinander warm geworden.
Als ich 19 Jahre alt war, wurde ich ungeplant schwanger. Für mich war von Anfang an klar, dass ich mein Kind behalten will. Er war sich erst unsicher aber wollte es dann doch. Als ich in der 13. Woche war, hat er es seinen Eltern erzählt und sein Vater war natürlich stinksauer. Ich muss sagen wir sind noch ziemlich unselbstständig, also ich wohne bei meinen Eltern er bei seinen und sind beide noch zur Schule gegangen. Seine Eltern wollten dann mit mir reden. Ok alles schön und gut. Ich war total nervös und bin hingegangen. Mein Freund hat mich beruhigt und meinte er ist ja bei mir (Ja klar ;)) Dann muss ich mir so ein Gelaber anhören: "Ihr seid doch noch so jung, wenn ihr ein Kind kriegt ist euer Leben vorbei." Er wollte mich überreden abzutreiben!!! "Das ist doch jetzt eh noch kein richtiges Baby. In Holland kann man noch abtreiben." (Ich werde gerade noch richtig sauer wenn ich nur dran denke....) Ich war sprachlos ich wusste gar nicht was ich sagen sollte. Ich war so sauer und hab gezittert vor Wut. Mein Freund saß still neben seiner Mutter und hat nichts gesagt. Ich habe nur "aha" gesagt, bin aufgestanden und gegangen. Mein Freund wurde anscheind von seinen Eltern dann noch unter Druck gesetzt, denn kurze Zeit später wollte er das Kind aufeinmal doch nicht. Dann wollten seine Eltern mit meinen reden ;) Meine Mama ist aber die Beste und lässt sich von keinem irgendwas einreden :) Ich will jetzt nicht Türkenfeindlich rüberkommen (Meine Tochter ist immerhin auch halb Türkin ;)) Aber sein Vater ist es nicht gewöhnt, wenn eine Frau das Sagen hat :) Mein Vater hatte überhaupt keine Lust auf so ein Gespräch und hat sich nur aus Höflichkeit dazu gesetzt. Für mich und meine Familie war eh klar, das Kind bleibt! Sein Vater hat ständig versucht meinem Vater einzureden das Kind nicht zu behalten. Nur kam mein Vater gar nicht zu Wort meine Mutter hat geantwortet. Man hat richtig gesehen, dass ihn das total genervt hat. Ich fands toll  ;D Naja Ende vom Lied war dann: An unserer Meinung wird sich nichts ändern. Irgendwann haben die sich dann auch damit abgefunden.
So dann kam mein Baby auf die Welt. Alle waren jaaa soooooo glücklich. UNGLAUBLICH!! Aber war ja klar. Sie verlangten das sie einen türkischen Namen bekommt, ihre Religion und den Nachnamen des Vaters. Sie stellten nur Forderungen. Nicht bei mir persönlich sondern bei meinem Freund. Dadurch gab es dann auch ständig Streit, weil er es jedem Recht machen wollte. Nach langen Diskussionen bekam das Kind seine Religion aber meinen Nachnamen. Auch einen türkischen Namen gab es, aber das fand ich nicht schlimm. Mir war es egal woher der Name kam, Hauptsache er war schön.
Nun können die Schwiegereltern einfach nicht genug bekommen. Sie nerven jeden Tag das wir vorbei kommen sollen. Stressen täglich meinen Freund, er dann mich und dadurch gibt es STreit. Mich regt das sooooo auf. Am Anfang wollten sie mich überreden abzutreiben und nun können sie nicht genug bekommen. Seine Mutter regt sich auf das mein Kind mit meinen Eltern mehr zutun hat als mit ihr. Ist doch klar das ich, solange ich noch bei meinen Eltern wohne das Kind öfter hier ist als bei denen. Außerdem habe ich schon öfters angeboten, dass sie auch zu mir kommen können. Wieso muss ich denn immer dorthin? Sie waren noch kein einziges Mal hier!!! Und wenn ich mal ein Tag nicht zu denen komme, heulen sie rum, sie vermissen die Kleine ja so sehr. Man kann es auch übertreiben! Dann haben mein Freund und ich uns entschlossen zusammen zu ziehen, damit wir unser Kind gemeinsam großziehen können. Damit er auch mehr Zeit mit seiner Tochter verbringen kann und mich die Schwiegereltern endlich in Ruhe lassen  mit ihrem ständigen Wettkampf, bei wem das Kind denn mehr ist. Weil wenn wir eine eigene Wohnung haben, dann ist das Kind ja bei ihrem Sohn und mir. Wie eine Familie. Da ich aber noch kein eigenes Auto habe...mein Freund aber schon, will ich in die Nähe meiner Eltern ziehen. Also ins gleiche Dorf. Ich habe meinen Freund mehrmals gefragt ob er einverstanden wäre. Er sagte immer ja und es wäre ihm egal wo wir wohnen würden. Okay also habe ich mich auf Wohnungssuche gemacht und direkt eine tolle Wohnung gefunden. Ich habe mich natürlich riesig gefreut und er sich auch. Jetzt hat er es seinen Eltern erzählt und die sind natürlich total dagegen, obwohl sie sogar selbst gesagt haben, wir brauchen etwas eigenes.
Die Argumente seiner MAMA: Sie möchte nicht das wir näher an meinen Eltern wohnen als an ihnen. ?!?!  ??? (Das wären 10 Minuten Autofahrt entfernt!!) Und was wäre, wenn sein Auto kaputt gehen würde??
Versteh ich mal so gar nicht, denn er wohnt auch in einem Kaff (zwar etwas größer aber da gibt es auch nicht viel mehr) wenn dort das Auto kaputt gehen würde, das wäre was anderes?! Am liebsten will sie ja das wir bei denen mit ins Haus einziehen. Aber das werde ich gaaanz sicher nicht! Und ER würde sich ja viel zu viel von mir sagen lassen!! Obwohl ich ihn mehrmals gefragt habe ob es in Ordnung für ihn wäre. Ich bin gerade so stinksauer, WEIL mein Freund jetzt aufeinmal doch nicht mehr hierher ziehen will. Er ist sich nicht sicher. Und er hat sich ja jetzt ganz doll mit seiner Mami gestritten...blabla ich kanns nicht mehr hören!!! Überall mischen die sich ein. Zu welchem Kinderarzt wir gehen sollen. Welcher Kinderwagen am besten ist.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter und bin so sauer und enttäuscht..  :'(

Honey

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #1 am: 07. Oktober 2012, 22:20:10 »
Ich habe jetzt mehrmals angesetzt, um dir zu antworten...
Wollte darauf eingehen, wie gut ich dich verstehen kann und dass ihr als kleine Familie euren Weg finden müsst, wo sich in bestimmte Dinge niemand einmischen darf, aber dass man den starken Zusammenhalt seiner Familie als etwas Besonderes und Schönes ansehen sollte usw. blablabla, alles sicherlich Dinge und Umstände die du bereits kennst.  :-*
Ich drücke dir / euch die Daumen für eure gemeinsame Zukunft, wünsche euch viel Liebe und Ruhe mit eurer Tochter und dass ihr selbstständig sein dürft und trotzdem die Großeltern genug miteinbeziehen könnt.  :-*
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Meph

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #2 am: 07. Oktober 2012, 22:32:21 »
ich glaub, das problem liegt weniger am Schwiegermonster und muttersöhnchen und mehr bei kulturellen unterschieden  :-\

Nichtsdesto trotz müsst ihr natürlich euren weg finden... und zwar den, mit dem du und dein freund euch gut fühlt- beide!




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Sansj

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #3 am: 07. Oktober 2012, 22:39:47 »
Dankeschön für deine Antwort und Daumen drücken :)

ich habe eigentlich auch gar nichts gegen seine Familie. Ich versteh seine Mutter nur einfach nicht. Irgendwann würden wir ja sowieso ausziehen. Ihr wäre es lieber, wenn wir weiter wegziehen würden. Hauptsache nicht näher bei meinen Eltern als bei ihnen. Aber wieso sollte ich nicht in die Nähe meiner Eltern ziehen? Ich habe ein supergutes Verhältnis zu meiner Familie und bin da auch sehr stolz drauf. Die sollten sowas doch am besten verstehen. Und wenn sie nicht immer solche Sachen ablassen würden, dann hätte ich sicher auch ein besseres Verhältnis zu ihnen. Ich bin immer nur die böse, die nie dorthin will. Aber ich komme ja gar nicht dazu zu sagen: "Komm gehen wir deine Eltern besuchen.", weil bevor ich so etwas sagen kann, werde ich schon wieder gestresst, wir sollen doch jetzt endlich vorbei kommen. Dabei sind wir ja fast jeden Tag dort.
Ich will nur einfach mein eigenes Leben mit meiner kleinen Familie haben ohne ständig jeden Tag irgendwohin zu müssen  :( Ich will sie ja gar nicht ausschließen und das habe ich aber auch schon soooo oft gesagt. Ich muss immer jeden akzeptieren und Verständis haben, aber mich versteht niemand.
Und ich bin so enttäuscht von meinem Freund, weil er sich immer alles einreden lässt. Wir sind doch trotzdem nah bei seinen Eltern. Das sind echt nur 10 Minuten Autofahrt. Es würde sich nichts ändern, nur das wir zusammen...für uns alleine..wohnen würden. Aber das wollen die irgendwie nicht verstehen...
Tut mir leid aber ich muss mich einfach mal ausheulen...vielleicht seh ich auch alles viel schlimmer als es eigentlich ist...mir geht das alles nur so auf die Nerven...

Meph
Wahrscheinlich hast du Recht. Auch dir danke für die Antwort :)
Das Problem ist nur, dass mein Freund es jedem recht machen will. Mir und seinen Eltern. Er hätte eigentlich kein Problem mit mir hierher zuziehen..Aber seine Mutter will das unter keinen Umständen und streitet sich mit ihm. Und wenn seine Mutter auf ihn sauer ist, kann er sich dabei nicht gut fühlen..

Ich will ihn ja auch nicht zwingen oder das er sich gegen seine Eltern stellt...aber so kommen wir ja irgendwie auch nicht weiter...ich weiß einfach nicht wie es jetzt weitergehen soll.. :/

Honey

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #4 am: 07. Oktober 2012, 22:47:49 »
Haben sie euch schon mal erklärt, warum es ihnen so wichtig ist, dass ihr nicht näher an deinen Eltern wohnt, als an ihnen?
Angst vor Einfluss auf die Enkelin, der nicht nach ihrem Geschmack ist, vielleicht?
Falls das ein Grund ist, würde es vielleicht helfen, wenn die Großeltern sich noch besser kennenlernen würden?
Ich kann mir gut vorstellen, wie enttäuscht du bist, gerade jetzt wegen der Wohnung. Das würde mir nicht anders gehen.  :-*
Er versucht sicher es allen recht zu machen und weiß nicht, wie weit er gehen kann, um dich und deine Wünsche zu verteidigen, ohne seine Eltern zu verletzen. Schwierig, für alle.
Und leider gibt es keinen Ratschlag, fürchte ich, der dieses Problem ausradieren wird.
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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #5 am: 07. Oktober 2012, 22:50:58 »
Ergänzung:
Vielleicht wird auch einfach die zukünftige Zeit alles besser werden lassen... Wenn seine Eltern sehen, dass euer Band, das Band zwischen ihrem Sohn, seiner Freundin und seiner Tochter, stark ist und durch keine Entfernung oder die anderen Großeltern zerstört wird und dass ihr drei euren Weg ganz prima alleine gehen könnt, aber gerne mit der Familie zusammen seid, nur halt nicht immer.  ;)
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sonne22

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #6 am: 07. Oktober 2012, 22:51:49 »
Ich kann dich so gut verstehen  :-* Mein Sohn ist auch Halbtürke mittlerweile leben wir getrennt (das hatte aber andere Gründe)

Ich wurde mit 22 ungeplant ss. Es war auch von Abbruch in Holland die Reden. Das kam damals von meinem EX , allerdings bin ich mir nicht sicher ob er diesen Floh nicht von seiner werten Mutter ins Ohr gesetzt bekommen hat. Mit dem Namen das gleiche spiel. Wir hatten uns schon geeinigt und dann kam der wehrte Herr und meinte das Kind braucht einen türkischen Namen. OK ich habe mich mit dem Namen angefreundet und finde ihn mittlerweile super. aber trotzdem.
Beschneidung war im Raum gestanden (was ja mittlerweile gsd nicht mehr geht). Aber da hatte ich mich gewehrt. Er ist christlich getauft und wird auch in einen kirchlichen Kindergarten gehen. Genauso habe ich mir da nichts mit dem Nachnamen einreden lassen. Falls man heiratet kann man dies ändern.
Die Mutter ist für sie ein Heiligtum. Egal was sie tut. Ich weiß noch zugut , dass er seiner Mutter sein Geld in den Rachen geworfen hat und ich hier die Kosten tragen musste.
der kleine sieht seine Oma alle 2 Wochen. Klar sieht er meine Eltern öfters. Aber das ist mir im Grunde egal.

Ich habe lange nach einem Weg gesucht der für MICH und MEIN KIND (!!!) der richtige ist. Das musst du bzw. ihr auch tun. ihr habt die Verantwortung. Ihr erzieht EUER Kind und entscheidet was für Euch richtig ist. Weder Oma noch Opa oder sonst jemand. Ich würde meine Bedürfnisse auch ganz klar äußern. Wenn sie beleidigt sind lass sie beleidigt sein. Ich wünsche dir viel Kraft  :-*

Sansj

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #7 am: 07. Oktober 2012, 23:02:17 »
Jen
das einzige was ich von seiner Mutter als Grund weiß ist, dass unser Kind dann mehr deutsch als türkisch aufwächst. Aber den Grund seh ich auch nicht ein, weil unser Kind wird von meinem Freund und mir erzogen sonst von keinem. Wenn wir zusammen wohnen würden wär das natürlich einfacherer.

genauso die Forderung: das Kind soll beten lernen. Mein Freund ist selbst nicht soooo gläubig und kann auch nicht beten. Wieso soll mein Kind das dann??


 

Meph

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #8 am: 07. Oktober 2012, 23:09:42 »
genauso die Forderung: das Kind soll beten lernen. Mein Freund ist selbst nicht soooo gläubig und kann auch nicht beten. Wieso soll mein Kind das dann??

du hast der glaubenswahl für dein Kind zugestimmt- und im Islam ist das Gebet ein sehr sehr seeeeeeeeeeeeeeeehr wichtiger bestandteil. Da versteh ich schon, dass es der Familie wichtig ist, dass er es eben lernt. Es ist nunmal ein Teil davon!

Ích könnte mir vorstellen, dass es zur entspannung beitragen könnte, wenn du versuchst ihre kultur zu verstehen. Nicht zu übernehmen und dich (blind) anzupassen, sondern eben ein verständnis entwickeln! Dann kannst du sicherlich auch leichter deinen standpunkt darlegen und vertreten, ohne dass seine Familie Angst haben muss, dass ihr Enkel nun so garnicht im bekannten sinne aufwächst




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Sansj

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #9 am: 07. Oktober 2012, 23:23:53 »
Ja ich versteh das es dazu gehört aber mein Freund betet selbst nicht, er fastet nicht ...er lebt den glauben ja fast selbst nicht. Bis auf das schweinefleisch. er geht auch nicht in die Moschee. deshalb versteh ich nicht wieso unser Kind das dann tun sollte, wenn er es doch selbst nicht macht. Wenn er das auch machen würde wäre das was anderes für mich und besser zu verstehen.

Sweety

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #10 am: 07. Oktober 2012, 23:27:33 »
Ich glaube, deinen letzten Einwand kannst du völlig losgelöst von muslimischer Kultur sehen.

Großeltern sind nunmal so. Da muss man gar nicht auf andere Kulturen schielen. Auch hier in unserem Kulturkreis ist es häufig so, dass Großeltern bei ihren Enkeln viel sensibler und besorgter sind um manche Dinge als bei ihren Kindern, wo sie es noch etwas unbekümmerter gehandhabt haben.

Das ist ein Klageruf, denn ich sowohl von deutschen als auch von ausländischen Freunden häufig vernehme und auch selbst bestätigen kann.
Ist einfach so.

zuz

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #11 am: 07. Oktober 2012, 23:45:22 »
Also erstmal finde ich es toll, dass sie das Kind nun doch so annehmen.
Ich kann verstehen, dass Dich die Forderungen nerven. Aber letztlich hast Du den Machthebel in der Hand, denn Du bist die Mutter und entscheidest.
Ich würde möglichst diplomatisch vorgehen: Das, was Dir nicht so enorm wichtig ist, kannst Du einfach ja mal machen. Wenn ihnen beten so wichtig ist, können sie das nicht übernehmen, z.B.?
Alles, was letztlich Du allein entscheidest, da kannst Du sagen: Ja, hört sich gut an, ich denk mal drüber nach. Und dann machst Du Dein Ding. Man muss nicht immer alles ausdiskutieren.
Und nur die Baustellen, die dann noch bleiben, würde ich überhaupt bearbeiten.

Bleibt Dein Freund. Ja, der wird lernen müssen, sich abzunabeln. Das ist für viele schwierig. Gib ihm etwas Zeit, zusätzlicher Druck wird es für ihn nicht leichter machen. Mit der Wohnung: Kannst Du sein Auto leihen? Dann wäre es ja evtl. kein so großes Ding, doch eher in die Nähe seiner Eltern zu ziehen. Sind ja für Dich dann auch nur 10 Min. Ansonsten bestärke ihn darin, wirklich selbst herauszufinden, was ER eigentlich will. Er scheint zerrieben zwischen Dir und seinen Eltern, was ist eigentlich mit seinen eigenen Vorstellungen? Was helfen kann: Ihn mal reden lassen zu einem bestimmten Thema, wirklich mal interessiert seine Meinung und Gedanken dazu erfragen, nachhaken, und sich dabei erstmal komplett zurücknehmen. So dass er wirklich die Chance hat, für sich selbst Klarheit zu bekommen. Und erst dann solltest Du mit Deinen Vorstellungen rausrücken. Wenn ihr auf die Art einen Kompromiss finden könnt, sollte es ihm auch leichter fallen, den vor seinen Eltern zu vertreten. Denn dann kommt es auch von ihm und nicht nur von Dir.

Honigbluete

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #12 am: 08. Oktober 2012, 08:33:40 »
zuz hat es ja schon sehr schön geschrieben, dein Freund sollte für sich die Gelegenheit bekommen, selber eine Meinugn zu entwickeln und diese dann auch (mit dir gemeinsam) durchzuziehen... Den Konflikt mit den Schwiegereltern würde ich auch nicht nur vor dem religiös-kulturell-traditionellen Hintergrund sehen, sondern als "normales" Schwiegereltern- bzw. Generationenplroblem... WAs meinst du, welche Kämpfe ich mit meiner Schwiegermutter ausgetragen habe, ab und zu auch mal mit meiner Mutter, aber da könnte ich immer viel klarere Worte wählen und daher wurde das kein Minenfeld... Mit der Zeit wird man als junge Mutter gelassener, das entschärft die Problematik ungemein... Versuch, in einigen Punkten auf deine Schwiegereltern zu zu gehen, ohne dich zu sehr zu verbiegen...
Abgesehen davon finde ich es enorm wichtig, dass ihr als kleine Familie einen eigenen Haushalt bildet, dann kannst du z.B. deine Schwiegereltern auch zu dir einladen, wenn sie nicht kommen, selber Schuld!



scarlet_rose

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #13 am: 08. Oktober 2012, 08:37:23 »
Eine sehr schwierige Situation scheint das für alle irgendwie zu sein.

Als allererstes finde ich, musst du den Gedanken streichen,dass sie es ja erst nicht wollten. Das solltest du weder Ihnen vorwerfen, noch ständig im Kopf haben. Ich kann verstehen,dass es dich belastet hat und aufgeregt, aber nun ist das Kind da, und das einzige, was zählt ist, dass sie es jetzt lieben. Und was gibt es schöneres, als wenn Großeltern ihren Enkel lieben?
Es gibt auch Eltern,die ein Kind erst nicht haben wollten,nun aber lieben. Es spielt keine Rolle mehr, wenn das Kind mal da ist.


Dann stellt sich mir eine Frage: du wirfst deinem freund vor,dass er sich nicht abnabeln kann/will. Gleichzeitig frage ich mich, ob DU dich denn wirklich schon abgenabelt hast und abnabeln willst? Oft steht man nämlich gerade in dieser Konfliktsituation,weil man selbst noch zu sehr an den eigenen Eltern hängt.
Das Wort der eigenen Eltern ist ok, das der Anderen nicht.
Wieso ist es dir so wichtig im selben Ort zu leben, wie deine Eltern? Alleine das dort bewusst bei den Eltern bleiben wollen zeigt ja schon irgendwie ,dass du sehr an deine Eltern gebunden sein willst oder bist?
Wenn du bewusst in der Nähe deiner Eltern bleiben willst, ist so eine Abnabelung von dir denn wirklich vollzogen?
Wäre es keine Alternative, einfach in einen Ort zu ziehen, in dem weder deine noch seine Eltern leben?
Klar muss das nicht sein, aber irgendwie scheint deine Blickrichtung auch sehr auf deine Eltern fixiert zu sein, eben das, was du ihm vorwirfst.

Auszuziehen halte ich für sehr wichtig. Nur so kann man eine kleine Familie werden und sich in Ruhe auf die Erziehung und Betreuung des eigenen Kindes konzentrieren.

Das Wetteifern "aber der sieht den Enkel mehr als wir" ist gerade am Anfang normal! Großeltern lieben ihre Enkel und es verletzt sie manchmal einfach wirklich, wenn sie das gefühl haben, nicht an das Baby ran zu kommen.

Wie wäre es, wenn du in der neuen Wohnung Großelternzeiten einführst? Das heißt, dass entweder einmal die Woche beide Großeltern kommen, oder jeweils getrennt einmal die Woche zum Abendessen und Spielen?
So hätten die Großeltern ihre zeit und du zeigst Ihnen, dass es dir wichtig ist, sie nicht auszuschließen. oder andersrum: ihr geht ein mal pro Woche zu Ihnen zum Essen....

Also wichtig ist es herauszufinden, was er für sich will, aber auch an ganz anderer Stelle, dass du dich mal kritisch selbst befragst, ob du denn wirklich bereit bist dich abzunabeln?

Once

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #14 am: 08. Oktober 2012, 11:15:31 »
Ich will mich auch mal kurz zu Wort melden. Ich persönlich kenne die Situation Gott-sei-Dank nicht! Unsere Eltern sind allesamt empathisch genug, als dass sie es nicht wagen würden unsere Entscheidungen in Frage zu stellen. Natürlich kommen mal Kommentare, aber sicherlich keine Forderungen.

Dass dies nun bei Euch der Fall ist liegt mit Sicherheit in erster Linie daran, dass ihr a) noch sehr jung seid und b) dementsprechend noch in elementarer Abhängigkeits zu den Eltern steht. Und zwar sowohl emotional als auch in Bezug auf alle äußeren Faktoren.

Woran mich das alles erinnert: an einen riesengroßen Sandkasten in dem allerdings nicht das Baby sitzt, sondern die verschiedenen Parteien die sich um das Kind streiten. In meinen Augen ein absolut unreifes Verhalten, nei dem jeder meint besser zu wissen was das Beste für sein Kind & Enkelkind sei. Ich würde verrückt werden und hätte schon längst einen verbalen Rundumschlag gestartet.

Eigentlich gibt es darauf nur eine Antwort: Klarheit schaffen, Stringenz und Konsquenz einführen. Soll heißen: Es wird Zeit sich abzunabeln. Die Situation in der ihr Euch befindet ist nicht zuträglich für Euch, nicht für das Kind und auch nicht für die Großeltern.
Ihr seid jetzt Eltern und tragt selbst Verantwortung. Das heißt auch selbst Entscheidungen zu treffen, unabhängig davon wer wen wie probiert zu beeinflussen. Du hattest also bereits die richtige Idee. Und weißt Du was: wenn er nicht mit auszieht, dann ziehst Du eben alleine in eine Wohnung. Dir sollten eigentlich die entsprechenden Hilfen zustehen. Mach das nicht von ihm abhängig. Er scheint noch nicht recht abgenabelt zu sein und dass er es allen recht machen will spricht ja eigentlich für ihn, aber er brauch anscheinend noch etwas Zeit bis er versteht was es bedeuter erwachsen zu sein. Und Du kannst Dich von diese Tatsache nicht knechten lassen.
Sollte er sich doch entscheiden mit Dir in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen, geht es direkt weiter mit der Klarheit den Schwiegereltern gegenüber. Es braucht da ein bisschen mehr Deutlichkeit darüber wo die Grenzen zur Übergriffigkeit gezogen werden und darüber, dass ihr jetzt Erwachsen seid und nicht mehr wie Kinder behandelt werden möchtet. Und zwar in Bezug auf Forderungen, Besuche und alles was da so anfallen mag.

Alles Gute

Sansj

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #15 am: 08. Oktober 2012, 12:53:13 »
Ich bin ja auch froh, dass sie das Kind so lieben. Auch wenn es zwischen mir und seinen Eltern gerade nicht gut läuft, heißt das ja nicht, dass es zwischen meiner Kleinen und ihnen auch schlecht laufen muss. Ich will ja das mein Kind beide Omas und Opas kennt und sich selbst eine Meinung bilden kann. Finde ich ja selbst auch wichtig. Also aus ihrem Leben will ich sie auf keinen Fall streichen. Aber das habe ich auch schon immer gesagt.

Der Vorschlag in mein Dorf zu ziehen kam von mir. Er hat ein Auto und ich leider noch keins. Natürlich können wir das Auto gemeinsam nutzen. Aber er ist, wenn er arbeitet immer bis Abends weg, also könnte ich mir das Auto auch erst Abends "leihen".
Wenn wir hier wohnen würden, hätte ich noch die Möglichkeit das Auto meiner Mutter zu nutzen. Oder wenn ich irgendwie Hilfe bräuchte könnte ich einfach schnell zu ihr, zu Fuß. Dann kommt das Argument, wenn ich Hilfe brauch, dann kann ich auch zu meiner Schwiegermutter. Aber ich versteh mich einfach nicht gut mit ihr und momentan wird es auch nicht besser, eher schlimmer. Dann ist es doch verständlich, dass ich lieber zu meiner Mutter möchte. Oder ist das falsch? Klar häng ich auch noch sehr an meinen Eltern, besonders an meiner Mutter. Nach der Geburt wurde meine Kleine krank und wir waren 1 Monat lang im Krankenhaus und meine Mutter war jeden Tag bei mir. Das schweißt auch zusammen.
Ich habe auch bedenken auszuziehen und fühl mich auch etwas unsicher, aber ich bin der Meinung das wir als Familie etwas eigenes brauchen...Und ich will auf jeden Fall ausziehen. Früher oder später würde das so oder so passieren.
Und nur weil der Mutter nicht passt, dass wir hierher ziehen, ist für mich kein Grund das nicht zutun.
Noch ein Grund wieso ich eventuell in der Nähe meiner Mutter ziehen möchte ist auch, dass es damals bei uns öfters mal gekriselt hat. Ich habe das Gefühl das ich mich nicht so sehr auf ihn verlassen kann. Das ich immer alles regeln und in die Hand nehmen muss. Und ich glaube ich habe etwas Angst, wenn ich jetzt schon weiter wegziehen würde. Keine Ahnung wie ich das schreiben soll... :-\ Ich will erstmal abwarten, wie es überhaupt läuft, wenn wir zusammen wohnen. Ob alles klappt.
Er war ja damit einverstanden, er versteht sich mit meinen Eltern auch gut. Er meinte ja selbst zu mir, er würde das gut finden...

Ich weiß das er selbst nie weiß was er will...Ich glaube auch das es noch zu früh war ein Kind zu bekommen. Wenn ich ihn frage, was er denn möchte, dann kommt immer nur: "Keine Ahnung.", "Mir ist es egal."
Deshalb habe ich auch den Vorschlag gemacht und habe ihn mehrmals gefragt, ob er das denn wirklich möchte, ob er damit einverstanden ist hierher zuziehen. Ich habe ihn echt seeeehr oft gefragt und immer war er einverstanden. Also habe ich ja dann auch nach einer Wohnung gesucht. Wenn er gemeint hätte, er ist sich unsicher oder ähnliches, dann hätte ich noch abgewartet. Und weil seine Mutter ihn jetzt deswegen stresst, möchte er aufeinmal nicht mehr..
Das ist der einzige Grund. Vorher hat er sogar selbst gesagt, dass er sich freut. Genau so war es auch als es darum ging ob er das Kind möchte. Er wollte es und hat sich sogar gefreut, aber als seine Eltern es dann wussten und sie dagegen waren, wollte er es plötzlich auch nicht mehr. Er wollte sogar schonmal bei mir einziehen wegen seinen Eltern.

Wenn ich mich dann mit ihm darüber unterhalten will, blockt er immer ab. Ihm ist das zu stressig und er will kein STreit. Also redet er dann gar nicht mehr.

Das die Eltern meinen das Kind wär öfter bei uns als bei ihnen, finde ich auch übertrieben, weil ich fast jeden Tag bei denen bin. Ich werde ja ständig genervt ich soll kommen und das mache ich dann meistens auch. Ich bin immer die, die nachgeben muss und das mach ich auch fast immer. Ich versteh nicht wieso sie sich dann immer noch beschweren, obwohl wir ständig dort sind.

Er sagt immer zu mir, er will selbstständig sein. Er will nicht seine Eltern um Hilfe bitten. Aber fragt sie trotzdem bei jeder Kleinigkeit.

scarlet
Da hast du auf jeden Fall RECHT. Ich weiß das es vermutlich nur der erste Schock und die ANgst war, warum sie das Kind nicht wollten. Ich werf es ihnen auch nicht vor und ich sehe ja, dass sie das Kind lieben. Manchmal sehe ich sie aber irgendwie noch als "Feinde". Ich weiß das es nicht stimmt, sie wollen ja auch nur gutes für die Kleine. Ist manchmal noch echt schwer das abzulegen. Aber es ist schon besser geworden. :)

Großelternzeiten finde ich gut. Aber wenn ich denen vorschlagen würde, einmal in der Woche zu kommen oder wir gehen hin, würde es direkt wieder Diskussionen geben, weil dann sehen sie das Kind ja viel weniger als jetzt.

Manche würden jetzt vielleicht sagen, wir sind noch nicht reif auszuziehen. Stimmt vielleicht auch. Aber irgendwann muss man doch ausziehen und ich möchte auch gern ausziehen und etwas eigenes haben...

Genau was ich noch schreiben wollte:
Seine Mutter meint auch, er würde sich zu viel von mir sagen lassen. Ich empfinde das aber gar nicht so. Ich frag ihn immer. Egal um was es geht. ich frage immer nach seiner Meinung und das nicht nur einmal. Ich bezieh ihn immer in alles mit ein. Meistens sagt er ja zu mir auch er findet es gut und ist einverstanden..und am Ende bin dann immer ich, die alles alleine Entscheidet. Als er mit seinen Eltern über die Wohnung diskutiert hat, war ich nicht dabei, aber ich glaube er sagt gar nicht, dass er damit auch einverstanden war. Er denkt, wenn seine Eltern das schlecht finden, dann ist es das auch....

Sansj

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #16 am: 08. Oktober 2012, 13:01:04 »
Nochmal einen kurzen Text :)
Ich will niemanden aus dem Leben meiner Tochter ausschließen. Das habe ich auch schon mehrmals deutlich gesagt.
Ich wollte mit meinem Freund zusammenziehen, weil ich finde wir brauchen als Familie etwas eigenes.
Ich habe den Vorschlag gemacht in mein Dorf zuziehen, ABER ich habe ihn vorher gefragt und er fand es gut,
Ich würde ihn nie drängen oder zwingen, wenn er es nicht möchte. Ich will mir nicht jedes mal anhören: "Wir wohnen ja nur hier, weil DU das wolltest."
Wenn er jetzt total dagegen ist, lassen wir das.
Ich würde auch weiterhin zu meinen Schwiegereltern gehen und sie dürfen natürlich auch zu Besuch kommen. Genauso wie ich meine Eltern besuchen würde. Ist ja jetzt auch nicht anders. Aber ich finde sie haben nicht das Recht, sich in unsere Umzugspläne einzumischen. Und ich finde es doof, dass sich mein Freund da so reinreden lässt. Wenn er es von Anfang an auch nicht gut gefunden hätte, dann würde ich das ja verstehen...aber jetzt nur weil seine Mutter so dagegen ist..

D@nce

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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #17 am: 08. Oktober 2012, 19:51:29 »
Ich verstehe deine Entscheidung in deinem Dorf bleiben zu wollen voll und ganz und würde es ganz genauso machen an deiner Stelle!

Ich kann natürlich nur beurteilen, was du hier schreibst und kenne die andere Seite nicht - aber mein Rat wäre in dieser Situation wirklich, dass DU jetzt einfach erwachsen bist und dementsprechend handelst - und zwar SELBSTBESTIMMT! Du wirst es niemals allen recht machen in dieser Situation, also mach es in erster Linie deiner Tocher, dir und bis zu einer gewissen Grenze deinem Partner recht. Klär die Dinge weiterhin mit ihm, aber zieh sie dann auch durch, wie besprochen! Sprich - ihr wolltet da hinziehen - also mach es! Wenn er am Ende wegen seiner Mama kneift, dann musst du das Ding alleine durchziehen - aber ich denke nicht, dass er nicht mitzieht. Immerhin scheint er ja grundsätzlich zu wollen.

Das bedeutet nicht, dass du irgendwen ausschließt! Triff dich weiterhin mit seinen Eltern, auch wenn ich täglich sehr viel empfinde - man will ja auch mal Zeit allein mit seinem Kind verbringen... ich verstehe mich halbwegs gut mit meiner Schwiegermutter, aber mehr als einmal die Woche treffe ich sie dennoch nicht - eher alle zwei ;) Meine eigene wohnt 200km weit weg, sie sehe ich natürlich seltener. Wäre sie in der Nähe, würde es aber auch nur 1-2 mal pro Woche sein - ich will wie gesagt auch noch Zeit mit anderen und vor allem auch allein als Familie verbringen.

Also ich bin da voll bei Once - nimm dein/euer Leben in die Hand und zieh es durch! Es ist EUER Kind und niemand muss da reinreden, fertig aus - nur IHR entscheidet! Klär das in erster Linie mit deinem Partner, in nächster mit allen Großeltern - und die haben sowieso keine Wahl - sie MÜSSEN sich fügen, denn es ist nicht ihr Kind, sondern eures!

Ich drück dir die Daumen! :)





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Antw:Schwiegermonster und Muttersöhnchen...
« Antwort #18 am: 08. Oktober 2012, 21:37:13 »
Ich würde schon mal mit meinem Kind nicht jeden Tag zu den Großeltern rennen. Nicht zu meinen Eltern und nicht zu seinen Eltern.  :o (Ok, wenn du noch zu Hause wohnst, sind deine Eltern ja zwangsläufig da)

Ich kann mich absolut und mit jedem Wort Once anschließen. Ihr müsst erstmal klare Grenzen schaffen. Ihr seid erwachsen, es ist euer Kind und IHR entscheidet und zwar ohne Mami und Papi. Und was sich dein Freund von dir sagen lässt oder auch nicht oder wie auch immer, das ist das Problem des Paares, und von niemandem sonst.

 

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