Autor Thema: Minimalismus - weniger ist mehr  (Gelesen 1049 mal)

Eumel

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Minimalismus - weniger ist mehr
« am: 02. August 2016, 13:45:41 »
Macht das wer?

Ich bin gerade dabei, viele Bereiche zu entrümpeln, auszusortieren, neu zu überdenken. Minimalismus ist ja ein breites Thema: überflüssigen Kram loswerden, weniger Müll produzieren, weniger Produkte mit vielen Inhaltsstoffen, weniger Verpackung, weniger Plastik...

Ich bin ziemlich am Anfang und würde mich freuen, wenn jemand Lust zum Austausch hat.

Dabei muss ich sagen, dass Minimalismus für mich nicht bedeutet, ein absolut karges Leben zu führen. Sondern einfach, Überflüssiges zu überdenken und ggf. zu reduzieren.

Angefangen hat bei mir alles im Badezimmer, weil ich viele Produkte nicht vertrage. So hatte ich irgendwann lauter Cremetigel, die zwar meine Haut gereizt haben, die ich aber trotzdem immer brav wieder in den Schrank zurück gestellt habe. Also habe ich angefangen, rigoros auszumisten. Bei der Gelegenheit bin ich von flüssigen Seifen, Duschgels, Deos und Shampoos zur jeweils festen Variante umgestiegen (besser verträglich, wesentlich weniger Plastik, Müll und Platzbedarf).

Das zieht sich jetzt übers ganze Haus, wo ich Überflüssiges loswerde. Insbesondere Bücher hab ich schon unzählige in den offenen Bücherschrank der Stadt gestellt.

Was werdet ihr los oder reduziert ihr? Wie geht ihr vor?

Gibt es auch Bereiche, die ihr nicht reduzieren könnt/wollt? Bei mir ist z. B. Urlaub so ein Ding, das ich ungern auf Wanderungen in der näheren Umgebung beschränken möchte.

Drops

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Antw:Minimalismus - weniger ist mehr
« Antwort #1 am: 02. August 2016, 16:39:14 »
Mir geht es so bei deko.  Ich mag keine staubfänger.  Ich habe nur 4 willow tree figuren und etwas gehäkeltes vom letzten wichteln im ganzen haus, mehr will ich hier nicht rum stehen haben. Und mein zimmer ist völlig frei von staubfängern.


Luna

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Antw:Minimalismus - weniger ist mehr
« Antwort #2 am: 02. August 2016, 16:50:11 »
Ich bin eigentlich ständig am Entrümpeln. Es befreit mich, wenn ich was wegbringen kann, was mich belastet. So bin ich total happy, wenn ich eine Kiste mit Kinderklamotten oder Spielzeug zu meiner Cousine bringen kann.
Bücher gebe ich an Freunde und Kollegen weiter, ich habe schon daran gedacht auf unserem Grundstück einen öffentlichen Bücherschrank aufzustellen.
Was ich so nicht los werde, fliegt in den Müll, Kleidercontainer etc.
Dekokram kaufe ich nie, habe nur geschenkte Sachen rumstehen. Oft bin ich froh, wenn was kaputt geht, dann kann ich es wegwerfen.
Bei Geschenken für mich und für andere achte ich drauf, dass es etwas sinnvolles ist. Gerne auch Pflanzen, wenn ich sie in den Garten pflanzen kann.
Ich finde, dass ich mit jedem Teil das weg ist auch gleich weniger Arbeit habe, weil ich es nicht aufräumen, staubwischen oder sonstwas brauche.
Schwer fällt es mir, für meine Kinder zu entscheiden und Spielzeug wegzuwerfen. Aber ich arbeite daran und bisher hat noch keiner was gesucht, was ich entsorgt habe.
Leider ist mein Mann anders eingestellt und Sachen, die ich zum Sperrmüll gestellt habe, tauchen wieder auf :P
Kurios ist, dass trotz ständiger Räumaktionen immer noch viel zu viel Zeugs da ist  s-:)


Emelie

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Antw:Minimalismus - weniger ist mehr
« Antwort #3 am: 02. August 2016, 19:13:07 »
Wir haben nicht viel - und brauchen auch nicht viel.
In den Zimmern miste ich, wenn möglich, alle paar Monate mal aus, weil ich zuviel nutzlosen Kram nicht leiden kann. Ich entrümple auch regelmäßig den Keller und alles was ich ca. ein Jahr nicht gebraucht habe gebe ich weg oder verkaufe ich auf dem Flohmarkt.

Honigbluete

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Antw:Minimalismus - weniger ist mehr
« Antwort #4 am: 03. August 2016, 11:01:51 »
Ich bin leider eher Sammlerin, bekomme aber 2-3 Mal im Jahr einen Rappel und sortiere aus. Grundsätzlich finde ich das schon reizvoll, alles deutlich zu reduzieren, aber ich schaffe das irgendwie nicht dauerhaft.
Im Urlaub hatten wir sehr wenig Sachen mit und eine schöne kleine Ferienwohnung. Ich habe es sehr genossen, dass alles so übersichtlich war und in ein paar Minuten aufgeräumt und sauber. Mal sehen, was ich davon in unseren Alltag einbauen kann...



Cornelia x Marie Sophie

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Antw:Minimalismus - weniger ist mehr
« Antwort #5 am: 03. August 2016, 12:21:10 »
Da wir "nur" eine, nicht allzu große Dachgeschoss-Wohnung haben, sind wir eigentlich immer "irgendwie" am Sortieren & Räumen. Und bei der Gelegenheit wird viel aussortiert; Kinderspielzeug verkauft, Bücher & CDs auch weggegeben (darüber hinaus geht viel an Kleidung & Schuhen an den lokalen RK-Laden).

Und gestern das "ultimative Minimieren" - wir haben unsere beiden Autos gegen ein Auto eingetauscht = mein Mann arbeitet nur 15 Minuten Fußmarsch von zu Hause; ich hingegen bin jeden Tag mit dem Auto unterwegs, da ich 25 Minuten entfernt arbeite, Marie abends abhole, bzw. alle Arzttermine mit Marie abdecke... Mal gespannt, wie das jetzt alles so läuft...  ;)


"Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, leuchten zu lassen" (Nelson Mandela)

Eumel

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Antw:Minimalismus - weniger ist mehr
« Antwort #6 am: 03. August 2016, 12:34:22 »
@ Deko: Ich hab nicht viel. Das meiste davon sind persönliche Dinge, z. B. gebastelte Sachen von den Kindern oder Steine, die wir im Urlaub gesammelt haben. Da freu ich mich dran, wenn ich es sehe.  :)
Leider hab ich noch vieles in den Schränken, was für mich im Grunde keine Bedeutung hat. Eine große Kiste Weihnachtsschmuck ist auch völliger Schwachsinn für die paar Wochen. Aber Weihnachten ist irgendwie alles anders - da brauch ich Klimbim.  ;D Aber in der nächsten Adventszeit könnte ich mir den Weihnachtskram mal vornehmen und nur die schönsten Stücke behalten.

Beim Entrümpeln bin ich jetzt auf die Konmari-Methode gestoßen. Sie sagt, dass man sich bei jedem Gegenstand überlegen soll, ob er einen glücklich macht. Wenn ja, behält man ihn. Wenn nein, muss er gehen. Ich finde den Gedanken dahinter so schön, dass man irgendwann nur noch Gegenstände um einen rum hat, die einen glücklich machen.  :D Hier ist durch die Methode auch schon mehr rausgeflogen als früher. Da hab ich nur ausgemistet nach dem Motto: kannst du das irgendwann eventuell vielleicht noch mal brauchen.

Aber Kinder und Männer können die besten Entrümpelungsabsichten ziemlich boykottieren, das ist bei uns auch so.  ;D Ich kümmere mich in erster Linie um meinen eigenen Kram und manchmal steckt es die anderen an. So eine Entrümpelungsaktion ist echt befreiend. Man fühlt sich wirklich gut danach.  :D

@ Emelie: So weit wäre ich auch gerne *seufz*. Ist noch viel zu viel Kram hier, der nicht wirklich benötigt wird und auch nicht glücklich macht.  ;)

Das ständige Neu-Entrümpeln versuche ich zu verhindern, indem ich nicht mehr so viel kaufe. Also ich überleg mir im Laden, ob ich das wirklich brauche. Bzw. inzwischen überlege ich mir, wo packst du das hin? Und dann lass ich viele Käufe sein, weil es meine schöne neue Ordnung zerstören würde. Oder bei Klamotten mache ich es seit ein paar Monaten so, dass ich für jedes Teil, das ich neu kaufe, ein altes aussortiere.  :)

@ Cornelia: Toll, das ihr euer Auto verkauft habt.  :D Obwohl wir es nur selten brauchen. "trau" ich mich noch nicht so richtig, den Zweitwagen abzugeben. Eigentlich Schwachsinn...  :-\

Cornelia x Marie Sophie

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Antw:Minimalismus - weniger ist mehr
« Antwort #7 am: 03. August 2016, 16:09:10 »
Eumel - mein Mann fand die Idee auch nicht so toll, aber sein Wagen stand jetzt monatelang immer nur rum. Wir wohnen fußläufig was seine Arbeit angeht und auch die nächste Bushaltestelle ist keine 5 Minuten weit weg. Und außerdem fährt mein Mann gerne Rad... Mal schau'n, wie es längerfristig so läuft...


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Eumel

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Antw:Minimalismus - weniger ist mehr
« Antwort #8 am: 03. August 2016, 19:04:53 »
Ich denke, ihr werdet das Auto gar nicht großartig vermissen, wenn es einmal weg ist.  ;) Bei uns fährt mein Mann mit dem Auto zur Arbeit, weil er dann nur halb so lange braucht wie mit dem ÖPNV. Im Grunde steht unser Zweitwagen hier inzwischen ebenfalls oft ungenutzt rum. Eher für Bequemlichkeiten... wenn es regnet, wenn man etwas transportieren möchte oder spontan irgendwas unternimmt. Und so ein Wagen kostet ja auch Geld für Versicherungen, Sprit, Steuern, Reparaturen. Und Zeit fürs Tanken, Inspektionen, Wechsel von Sommer- und Winterreifen. Ich frage mich schon länger, ob das wirklich sein muss, kriege aber leider den letzten Ruck noch nicht. Schade, dass wir hier kein vernünftiges Car-Sharing-Modell haben.

Kleiner Freuer: Heute habe ich mein erstes Dusch-Seifenstück dank Seifenbeutel komplett bis auf den letzten Krümel aufgebraucht. Ich freu mich, dass ich nicht wie sonst eine leere Plastik-Flasche vom Duschgel in den Müll werfen musste.  :) Der erste - sonst obligatorische - vermiedene Plastikmüll von vielen, die NICHT folgen werden.  ;D

Emelie

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Antw:Minimalismus - weniger ist mehr
« Antwort #9 am: 03. August 2016, 19:41:02 »

@ Emelie: So weit wäre ich auch gerne *seufz*. Ist noch viel zu viel Kram hier, der nicht wirklich benötigt wird und auch nicht glücklich macht.  ;)

Das ständige Neu-Entrümpeln versuche ich zu verhindern, indem ich nicht mehr so viel kaufe. Also ich überleg mir im Laden, ob ich das wirklich brauche. Bzw. inzwischen überlege ich mir, wo packst du das hin? Und dann lass ich viele Käufe sein, weil es meine schöne neue Ordnung zerstören würde. Oder bei Klamotten mache ich es seit ein paar Monaten so, dass ich für jedes Teil, das ich neu kaufe, ein altes aussortiere.  :)



Das mit der Kleidung mache ich genauso!!
Deko gibt es bei mir ausschließlich in Form von frischen Blumen  :D
Bei A. steht etwas mehr rum, ist ihr Zimmer, aber mich störts  ;D

BlueHeaven

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Antw:Minimalismus - weniger ist mehr
« Antwort #10 am: 03. August 2016, 20:18:32 »
Ja weniger ist manchmal echt mehr :)
Wir versuchen auch uns von Dingen die wir nicht brauchen schnell zu trennen. Entweder werden sie an Verwandte oder Bekannte verschenkt oder wir verkaufen gut erhaltene Sachen oder wenn es Sinn macht Spenden wir auch das ein oder andere gerne mal an. Der Kindergarten um die Ecke freut sich immer wenn sie mal ein paar neue Sachen bekommen.

 

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