Autor Thema: Frage an die Brillenexperten  (Gelesen 1469 mal)

Pünktchen

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Frage an die Brillenexperten
« am: 26. November 2015, 20:37:26 »
War heute mit meiner Tochter beim Augenarzt zur Routinekontrolle. Wir sind ja im Sommer umgezogen, also war der Termin bei einer neuen Ärztin. Die letzte Zeit ist aufgefallen, dass Enya ihre Brille kaum mehr aufsetzen will...

Zu ihren Daten: sie hat einen Zylinderwert von -3,75 und - 3,25
                          und eine Stärke von 3 (hab vergessen ob plus oder minus, sie braucht es um in der Ferne sehen zu können)

Nun der Tag heute. Nach den Voruntersuchungen fragte mich die Arzthelferin, wie lange Enya schon ihre Brille ungern aufsetzt. Ich meldete zurück seit ca. 6 Wochen.

Dann bei der Untersuchung konnte sie kaum was erkennen, egal wie die Ärztin ihr Gerät verstellt hatte. Ich war schon am verzweifeln. Dann fing die Ärztin an und fragte, wann Enyas Augen das letzte Mal getropft wurden. Ich war total perplex, denn davon hab ich noch nie was gehört. Dann fing sie an mit Augenpflaster und Augenklinik. Da war ich schon durch. Jetzt meinte sie, dass sie denkt, dass Enya einen komplett falschen Wert seit Jahren hat. Eine Fehlsichtigkeit wäre laut ihrer Messung kaum vorhanden und wir sollen doch in die Klinik um das mal richtig checken zu lassen.

Ich steh grad ein bissle auf dem Schlauch mit meinen Emotionen.

Pünktchen

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Antw:Frage an die Brillenexperten
« Antwort #1 am: 26. November 2015, 20:38:31 »
ach ja Frage: Ist das normal? Hattet ihr auch schonmal so krass verschiedene Werte?


~Netti~

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Antw:Frage an die Brillenexperten
« Antwort #2 am: 26. November 2015, 20:42:46 »
Wie wurde das denn bei ihr gemessen, wenn nicht getropft wurde?  ???

Bei Kindern wird eigentlich immer erst getropft, ich kenne das gar nicht anders.
Wir hatten noch nie so unterschiedliche Werte und wir tragen bis auf den Jüngsten alle Brille.

Pünktchen

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Antw:Frage an die Brillenexperten
« Antwort #3 am: 26. November 2015, 20:45:25 »
Der alte Arzt hat das festgelegt. Keine Ahnung, wie er das gemessen hat. Ich kenn mich ja damit nicht aus. Enya war die erste mit Brille.

Fliegenpilz

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Antw:Frage an die Brillenexperten
« Antwort #4 am: 26. November 2015, 20:50:11 »
Mein Mann und ich waren heute beim Augenarzt und beide bekamen wir unsere Dioptrien bestimmt - ohne Tropfen. Unsere Kinder gehen jährlich zur Kontrolle und auch bei Ihnen wurde nie getropft bisher.

Bei mir wurde früher als Kind getropft, ich war ja 16 Jahre Brillenträgerin (Kurzsichtigkeit).
Getropft wurde weil es bei Kindern einfacher ist die Dioptrien u.a. so zu bestimmen, es ist aber kein Muss - so mein Laienwissen.

~Netti~

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Antw:Frage an die Brillenexperten
« Antwort #5 am: 26. November 2015, 20:52:38 »
Hm. Wie hat er das denn festgestellt? Seltsam.  :-\
Bei uns bekommen die Kinder zum Vermessen grundsätzlich diese Tropfen mit denen die Pupille ganz groß wird. Man kann das wohl ansonsten gar nicht richtig messen.  :-\
Bei uns macht das die Orthoptistin in der Praxis.

~Netti~

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Antw:Frage an die Brillenexperten
« Antwort #6 am: 26. November 2015, 20:53:30 »
Das macht man nur bei Kindern, bei mir wird das auch nicht gemacht.  ;)

Fliegenpilz

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Antw:Frage an die Brillenexperten
« Antwort #7 am: 26. November 2015, 20:59:42 »
Wie gesagt, meine Kinder hatten es noch nie und ich gehe mit beidem seit dem 1.Geburtstag stetig zur Kontrolle auf Grund von erheblicher erbliche Vorbelastung - immer in einer Augenklinik mit Spezialisierung auf Kinder.

Ich selbst habe traumatische Erlebnisse durch das Tropfen und dadurch das was andere beim Zahnarzt erleben, durchlebe ich beim Augenarzt. Packt der Tropfen irgendwann aus ist der Zug für mich komplett abgefahren ;D
Ich kann mir nicht einmal selbst Augentropfen verabreichen oder die Augen schminken in bestimmten Bereichen :-[

Solar. E

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Antw:Frage an die Brillenexperten
« Antwort #8 am: 26. November 2015, 21:06:34 »
Bei Erwachsenen wird ab und zu getropft, wenn der Arzt die Netzhaut genau anschauen möchte (Netzhautspiegelung).
Bei Kindern wird es gemacht, weil es eben genauere Werte liefert. Kinder kompensieren Fehlsichtigkeiten sehr gut, so dass es einem oft im Alltag nicht auffällt - daher auch die Ungenauigkeiten bei Messungen ohne Tropfen.

Wenn die Ärztin euch zum Tropfen einbestellt, würde ich das machen lassen und schauen, was rauskommt, denn Werte im Bereich 3 find ich schon heftig. Und wenn das für die Ferne gilt, heißt das, sie ist kurzsichtig - normal in dem Alter ist, dass die Kinder noch weitsichtig sind. Das geht dann noch zurück.

Was den Zylinder angeht, weiß ich ehrlich gesagt nicht, was da die Normwerte sind, aber auch das kommt mir viel vor.

*edit*
Und keine Angst beim Tropfen, die Zeiten, in denen das Zeug in den Augen gebrannt hat, sind Gott sei Dank vorbei  :)


lotte81

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Antw:Frage an die Brillenexperten
« Antwort #9 am: 26. November 2015, 21:15:56 »
Ich war mit den Kindern auch der Regel ohne Tropfen, nur wenn es sehr genau sein muss, mit tropfen...bei der Kleinen z.b. als wir mit 1,5 bzw 2,5 bei Augenarzt waren, weil sie immer komisch geschielt hat.....
Dann waren wir wieder lange Zeit ohne Tropfen und beim letzten Mal wieder mit, weil der neue Arzt meinte, es sei dann einfach sicherer.... Machen wir nun sicher nicht jedes Jahr bei der Kontrolle aber alle 2 Jahre vielleicht

Aber: Ich habe ähnliche Erlebnisse wie Christiane und echt schon Panik gehabt, meine Kinder dann meckernd und blind durch die Stadt führen zu müssen und es war kein Vergleich....keine ahnung ob die Tropfen anders sind mittlerweile? Jedenfalls war die Wirkung auch nicht mehr so lange wie früher .....sie haben nicht gebrannt und ich hatte Sonnenbrillen dabei für den Weg zum Auto und ich glaube nach 2 Stunden haben sie schon wieder normal gesehen....


jewa

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Antw:Frage an die Brillenexperten
« Antwort #10 am: 27. November 2015, 06:12:49 »
Kann jetzt nur von uns berichten, unsere Augenärztliche Praxis ist eine ganz große, die quasi das ganze Umland versorgt mit angeschlossener Seeschule. Routinemäßig sind wir mit dem Großen alle 6 Monate dort (Seeschule), die beiden anderen jährlich.  Zu Anfang und seither im Abstand von etwa allen 2 Jahren sind wir auch bei den "richtigen" Augenärzten und da wird dann auch mal getropft. Sonst nicht.



Das Leben wäre viel einfacher, wenn ich dich nicht getroffen hätte.
Es wäre nur nicht mein Leben.

Cosima

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« Antwort #11 am: 27. November 2015, 06:36:24 »
Weit tropfen: damit wird die Akkomodation (Entfernungsanpassung des Auges) weitgehend lahm gelegt. Das macht man vorallem bei Kindern. Sie haben selten schon sehr hohe Werte im neg. Dioptrinbereich, eher Pluswerte. Die können Kinder "untegtropft" aber "ausakkommodieren"!
Die Akk. lässt dann mit den Jahren nach und nimmt im Erwachsenenalter auf etwa 1dpt Restakk. ab. Das heisst unser gesundes aber altes Auge kann in der Ferne und bis zu 1m scharf sehen. Aber wer hat schon 1m lange Arme, also werden Lesebrillen benötigt. Meist gibt es Nahzusätze von +1dpt  bis +3dpt. Höhere Nahzusätze sind ungewöhnlich und haben meist besondere Gründe...

Zurück zur Jugend: Zyl.werte von knapp 4dpt schon bei einem kleinen Kind erscheinen mir sehr hoch! Das hätte auf jedenfall in die Hände eines Spezialisten gehört.
Wenn sie nun lange Zeit die falsche Brille getragen hat und sie sie nun ablehnt, scheint sie gemerkt zu haben, dass sie ohne Brille zumindest nicht schlechter sieht. Da man mit einem hohen Zyl.wert in jeder Entfernung schlecht sieht, ist der Brillenwert vermutlich falsch...
Wie auch immer: Enyas Augen und Hirn sind noch jung. Mit entsprechendem Sehtraining, ggf. Brille mit korrekten Werten ist noch nichts verloren...
Wendet Euch auf jeden Fall an jemanden, der sich mit Fehlsichtigkeiten bei KINDERN auskennt...

Alles Gute - Cosima

Cosima

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Antw:Frage an die Brillenexperten
« Antwort #12 am: 27. November 2015, 06:42:18 »
Anm.: Bei Erw. reicht meist ein Plusglas als Vorsatzlinse, um die Akk. auszuschalten (dh. Er wird künstl kurzsichtig gemacht) Dieser Wert wird nach der Brillenglasbestimmung wieder abgezogen.
Bei Kindern müsste man +8 bis +12dpt als Vorsatzlinse verwenden! Diese Linsen haben bei kleineren Blickbewegungen Richtung Rand des Glases aber scvon gr. Abbildungsfehler...

Pünktchen

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« Antwort #13 am: 27. November 2015, 07:35:47 »
Danke an euch alle.

Danke Cosima. Wir haben jetzt einen Termin in einer speziellen Augenklinik. Sie ist kombiniert mit einer Sehschule. Ich denke dort sind wir gut aufgehoben.

~Netti~

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« Antwort #14 am: 27. November 2015, 08:01:58 »
Das hört sich ja schlimm an, Christiane.  :-\
Meine Kinder fanden die Tropfen nun nicht gerade toll, aber halt auch nicht schlimm. Ist ja nach paar Stunden wieder vorbei.  :)
Aber ich meine früher waren das andere Tropfen, da hielt die Wirkung auch viel länger an.

Fliegenpilz

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« Antwort #15 am: 27. November 2015, 08:38:30 »
Mir war danach schlecht und schwindelig, ich konnte nicht mehr laufen und habe erbrochen. Jedes verdammte Mal. Und jedes Mal sagten alle, dass das alles Einbildung sei. Einmal hat eine Arzthelferin mir eine Backpfeife gegeben weil ich beim zweiten Mal Tropfen in das Wartezimmer gebrochen habe. Danach war es dann ganz vorbei. Es war jedes Mal wirklich der Horror. Und ich vertrag bis heute nichts am Auge. Gestern nahm die Augenärztin einen Holzstab um das Lid vorsichtig anzuheben, sofort schossen mir die Tränen in die Augen und ich sehe dann in dem Moment auf dem betroffenen Auge auch nichts, gar nichts. Selbst wenn das alles nur Einbildung ist, ist es der Horror. Ich zwinge mich trotzdem zu jeder Vorsorge weil eine Augenerkrankung ist schlimmer als jede Vorsorgeuntersuchung. Ich bin auch froh, dass die Kinder noch jie getropft wurden. Da brauche ich dann meinen Mann, der einfach keine Vorerfahrungen damit hat und neutraler alles betrachtet als ich.

Den Kindern habe ich noch nie davon erzählt, reicht wenn du Mutti bescheuert ist :)

luisekusch

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« Antwort #16 am: 27. November 2015, 08:40:10 »
Meine gehen regelmäßig zur Sehschule, aber da wurde bisher auch nie getropft, nur bei mir und das ist ca. 20 Jahre her. Ich war früher weitsichtig, nun bin ich kurzsichtig, beide Augen hatten die gleichen  Dioptrienwerte, nun ist nur noch ein Auge betroffen, die Werte des einen Auges ist 1:1 aufs andere Auge geschwappt.

~Netti~

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« Antwort #17 am: 27. November 2015, 08:57:05 »
Naja ich habe genau sowas halt beim Zahnarzt. Auch wegen ganz fieser Kindheitserfahrungen.
Das hört sich aber auch ganz schlimm an bei dir, besonders das mit der Backpfeife.  :o
Das sollte sich heutzutage mal jemand wagen.
Aber so wurde man in den 70ern bei unserer Jugendzahnärztin in der DDR auch behandelt. Das war eine Hexe.  :-(


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« Antwort #18 am: 27. November 2015, 15:28:09 »
Bei meinem Sohn schwanken die Werte oft innerhalb kürzester Zeit bis zu 1,5 Dioptrin (Zylinder).

Getropft wurde bei uns bisher etwa 1x im Jahr, zur Vorsorge gehen wir 2x pro Jahr. Soweit ich weiß wird ab etwa 8/9 Jahren nicht mehr getropft.

Ward ihr noch nicht zur Kontrolle, seit sie die Brille hat? Bei der Kontrolle wird doch immer ein Sehtest mit Brille gemacht, bei dem auffallen müsste, wenn sie nicht sieht.

Januar2012

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« Antwort #19 am: 28. November 2015, 02:01:27 »
Kurze Frage: müsst ihr das Tropfen bezahlen?  Wir sollen 80€ pro Kind bezahlen und uns wurde gesagt, dass die Kinder eine Woche lang nicht richtig sehen können. Wir suchen uns besser noch mal eine andere Praxis, oder?  Bei beiden Kindern gibt es übrigens keine Auffälligkeiten und es gibt keine erblichen Besonderheiten.




~Netti~

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« Antwort #20 am: 28. November 2015, 08:23:41 »
Nein, ich habe noch nie einen Cent bezahlt. Und die Wirkung der Tropfen hält ein paar Stunden an, aber keine Woche.  :o

July

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« Antwort #21 am: 28. November 2015, 10:48:38 »
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« Letzte Änderung: 09. Oktober 2016, 00:30:00 von July »

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« Antwort #22 am: 28. November 2015, 10:57:29 »
Wir haben auch noch nie was fürs Tropfen bezahlt ??? Kann natürlich immer mal sein, dass die Kassen irgendwelche Leistungen streichen, aber bei Kindern glaube ich das jetzt echt nicht. Und bei der Auskunft "eine Woche schlecht sehen " würde ich spätestens das Weite suchen.


Und mal angenommen, es gäbe wirklich eine Untersuchung, die eine Woche lang schlechtes Sehen zu Folge hätte, dann müsste meiner Meinung nach wirklich was Schwerwiegendes vorliegen, damit ich die so machen lassen würde.

lotte81

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« Antwort #23 am: 28. November 2015, 11:43:41 »
Wir mussten bisher weder für das Tropfen der Kinder bezahlen - bei immerhin 2 verschiedenen Ärzten und ein dritter hatte es auch angeboten (kostenlos) ..noch musste es bei mir als Kind / Jugendliche in 17 Jahren je bezahlt werden...merkwürdig


 

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