Autor Thema: Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“  (Gelesen 21673 mal)

liadan

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Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« am: 28. Juni 2012, 10:45:53 »
http://hpd.de/node/13642

Zitat
KÖLN. (hpd) In einem Urteil hat das Kölner Landgericht entschieden, dass die Beschneidung nicht einwilligungsfähiger Jungen aus religiösen Gründen eine strafbare Körperverletzung darstellt und hat damit das vorherige Urteil des Amtsgerichts Köln aufgehoben. Erste Reaktionen zeigen einen erheblichen religiösen Widerstand.

Das Landgericht Köln urteilte:
 
„Dieser Eingriff sei insbesondere nicht durch die Einwilligung der Eltern gerechtfertigt, weil sie nicht dem Wohl des Kindes entspreche. Denn im Rahmen einer vorzunehmenden Abwägung überwiege das Grundrecht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit vorliegend die Grundrechte der Eltern. Ihre Religionsfreiheit und ihr Erziehungsrecht würden nicht unzumutbar beeinträchtigt, wenn sie gehalten seien abzuwarten, ob sich das Kind später selbst für eine Beschneidung entscheidet.“

Was sagt Ihr dazu?
 

Heutzutage ist es so verdammt schwer dumm zu sein,  weil die Konkurrenz so gigantisch ist!

Solar. E

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #1 am: 28. Juni 2012, 10:55:02 »
Ich finde das Urteil grundsätzlich richtig!

Allerdings hab ich leicht reden, weil ich keinem Glauben angehöre, der die Beschneidung bei Jungen verlangt. Ich weiß nicht, wie ich dazu stehen würde, wenn das anders wäre.


Sweety

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #2 am: 28. Juni 2012, 11:01:26 »
Ich seh's wie Solar.E.

Fliegenpilz

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #3 am: 28. Juni 2012, 11:03:43 »
Dann wird es halt wieder illegal im Hinterhof gemacht auf unsaubere Art ... ob da besser ist?

mausebause

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #4 am: 28. Juni 2012, 11:04:41 »
Dann wird es halt wieder illegal im Hinterhof gemacht auf unsaubere Art ... ob da besser ist?

Die Befürchtung hatte ich auch als erstes im Kopf, als ich das Urteil las... :-\

liadan

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #5 am: 28. Juni 2012, 11:07:18 »
Dann wird es halt wieder illegal im Hinterhof gemacht auf unsaubere Art ... ob da besser ist?

Das glaube ich nicht, dann werden eben  medizinische Gründe vorgeschoben.
 

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M-e-l

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #6 am: 28. Juni 2012, 11:08:05 »
Ich finde das Urteil richtig, ABER...

... ich denke nicht, dass es Eltern abhält.
Dann fährt man halt ins Ausland, oder lässt es eben auf einem anderen Wege machen, oder sucht sich Ärzte, die es irgendwie als "medizinisch notwenidg" darstellen.

Ich glaube Menschen die das aus ihrem Glauben raus machen (ob wir das nun nachvollziehen können oder nicht, ist ja hier gar nicht die Frage) und denen das so wichtig ist, werden sich nicht durch dieses Urteil abschrecken lassen.

scarlet_rose

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #7 am: 28. Juni 2012, 11:13:41 »
Ich finde es richtig, auch wenn es die Beschneidung nicht verhindern wird.

Es gibt ausreichend Ärzte, die es trotzdem machen werden und med. Gründe vorschieben, was dann die Kassen zusätzlich belastet :P
Oder es wird im Ausland gemacht, oder eben ohne Fachmännische Begleitung.

ABER dennoch finde ich es richtig, dass der Staat sich hier einsetzt und ein Zeichen setzt, klar Stellung bezieht die im Grundgesetz festgelegte körperliche Unversehrtheit schützt.

Es hält sicher nicht alle ab, aber eventuell doch den Ein oder Anderen

SarkanaM

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #8 am: 28. Juni 2012, 11:16:16 »
Ich finde es richtig, auch wenn es die Beschneidung nicht verhindern wird.

Es gibt ausreichend Ärzte, die es trotzdem machen werden und med. Gründe vorschieben, was dann die Kassen zusätzlich belastet :P
Oder es wird im Ausland gemacht, oder eben ohne Fachmännische Begleitung.

ABER dennoch finde ich es richtig, dass der Staat sich hier einsetzt und ein Zeichen setzt, klar Stellung bezieht die im Grundgesetz festgelegte körperliche Unversehrtheit schützt.

Es hält sicher nicht alle ab, aber eventuell doch den Ein oder Anderen

Sehe ich auch so.




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think

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #9 am: 28. Juni 2012, 11:17:27 »
ich finde das urteil vollkommen richtig. eine wirkliche schande das es so lange gedauert hat bis es endlich kam!

wenn man in unser GG schaut liest man ...jeder hat das recht auf körperliche unversehrtheit. dieses recht muss deutlich höher gestellt werden als religionsfreiheit.

wenn ein junge sich aus religiösen gründen beschneiden lassen möchte, kann ich das verstehen, aber keine mutter und kein vater sollten das recht haben aufgrund ihrer ganz eigenen religion, ihr kind körperlich zu verändern.
wer sagt den das das kind anschließend überhaupt religös sein möchte? 
und wenn es das wirklich möchte ist gegen eine beschneidung wenn das kind alt genug ist es selbst zu entscheiden, nichts mehr einzuwenden.
für mich ist es echt ein unding das dies so lange in deutschland toleriert wurde.  :-\
Quid est Veritas?


Solar. E

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #10 am: 28. Juni 2012, 11:18:02 »
Dann wird es halt wieder illegal im Hinterhof gemacht auf unsaubere Art ... ob da besser ist?

Das glaube ich nicht, dann werden eben  medizinische Gründe vorgeschoben.

@Christiane

Da hast du schon recht. Nur: Ich halte es nicht für den richtigen Weg, etwas für rechtens zu erklären, obwohl man es nicht dafür hält. Schwierig  :-\


@liadan
DAS wiederum glaube ich nicht! Ich selber bin dafür das beste Beispiel. Mir erklärten die Ärzte, wie gefährlich eine weitere Schwangerschaft für mich sei und haben mir nahegelegt, ich solle am besten eine Steri machen lassen. Als es dann darum ging, Farbe zu bekennen und mir die medizinische Notwendigkeit zu bescheinigen, damit die Kasse was zahlt - nö, das machte dann keiner!

liadan

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #11 am: 28. Juni 2012, 11:20:17 »
Solar, ich denke aber das die Kosten einer Beschneidung im Gegensatz zu einer Sterelisation dann eben niedirger sind und dann gehen die Leute zu einem Arzt von dem sie wissen das er es macht, das passiert ja  heute schon sehr oft. Beim Fussball hatten wir einen Vater der hat seinen Sohn auch aus religiösen Gründen beschneiden lassen aber allen erzählt das sie eben die medizinische Notwendigkeit vorschieben weil sie dann das nicht selber zahlen müssen.  ;)

Die Beschneidung wird ja ambulant gemacht das Kind geht dann wieder nach Hause, ist das bei einer Sterelisation auch so? Damit kenn ich mich  nicht aus.
 

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scarlet_rose

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #12 am: 28. Juni 2012, 11:21:11 »
Ich finde die Argumentation über die Religionsfreiheit grundlegend falsch.
Durch das Verbot der Beschneidung wird NICHT die Religionsfreiheit der Eltern beschnitten, auch nicht die des Kindes.
Die Eltern können ihre Religion genauso ausleben und werden dafür auch nicht diskriminiert. Das einzige, was sie nicht dürfen, ist die Religionsfreiheit ihrer KINDER einschränken.
Das Urteil schränkt also nicht Eltern in ihrer Freiheit ein, sondern schützt die Kinder, welche ja nicht verpflichtet sind die Religion der Eltern zu übernehmen

Fliegenpilz

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #13 am: 28. Juni 2012, 11:25:29 »
wenn man in unser GG schaut liest man ...jeder hat das recht auf körperliche unversehrtheit. dieses recht muss deutlich höher gestellt werden als religionsfreiheit.

Die Religionsfreiheit steht für mich aber noch höher als Schönheitsideale. Leider wird das Zertrümmern von Ohrläppchengewebe nicht untersagt :)

Ich finde, dass es generell ein sehr schwieriges Thema (Beschneidung) ist und ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich mich damit nicht näher auseinander setzen muss, weil ich gar keine so wirkliche Meinung dazu habe :-\
Ich verstehe die Contra-Stimmen, aber genauso verstehe ich auch die Pro-Stimmen.

Solar. E

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #14 am: 28. Juni 2012, 11:26:30 »
Solar, ich denke aber das die Kosten einer Beschneidung im Gegensatz zu einer Sterelisation dann eben niedirger sind und dann gehen die Leute zu einem Arzt von dem sie wissen das er es macht, das passiert ja  heute schon sehr oft. Beim Fussball hatten wir einen Vater der hat seinen Sohn auch aus religiösen Gründen beschneiden lassen aber allen erzählt das sie eben die medizinische Notwendigkeit vorschieben weil sie dann das nicht selber zahlen müssen.  ;)

Die Beschneidung wird ja ambulant gemacht das Kind geht dann wieder nach Hause, ist das bei einer Sterelisation auch so? Damit kenn ich mich  nicht aus.

Steri wird über eine Bauchspiegelung ambulant gemacht.
Aber wie hoch die Kosten für den jeweiligen Eingriff sind ist doch egal. Das juckt doch den Arzt nicht, der die medizinische Notwendigkeit bescheinigen soll. Denn das ist ja der behandelnde Arzt, der dann den Klinikärzten den Auftrag erteilt, den Eingriff für ihn durchzuführen. Das bedeutet, dass im Zweifel die Klinik ihr Geld von wem auch immer eintreiben muss und nicht der, der den Schein ausstellt.

*edit* Und da der Arzt, ders bescheinigen soll, ja mit dem Geld gar nichts am Hut hat, entscheidet der nach seinem eigenen Gewissen. OK, ich denke, dass diejenigen, die das machen lassen wollen, schon rauskriegen, zu wem sie gehen müssen.
Auf der anderen Seite haben wir einen muslimischen KiA. Den schätze ich so ein und bin mir da sehr sicher, dass der mir was husten würde, wenn ich ihm mit einem Beschneidungswunsch aus religiösen Gründen bei meinen Söhnen käme.
« Letzte Änderung: 28. Juni 2012, 11:33:56 von Solar. E »

scarlet_rose

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #15 am: 28. Juni 2012, 11:31:56 »
Solar.E. der Unterschied ist aber, dass es hier um religiöse Dinge geht und die auch bei Ärzten anderen Stellenwert haben.
Besonders dann z.B. bei muslimischen oder jüdischen Ärzten, welche dann eventuell trotzdem sehr hinter der Beschneidung stehen.

Aber auch Atheistische oder christliche Ärzte sind da sicher leicht zu bestechen. Es gibt doch mehr als genug Kinder, die mit 1,5-2 Jahren wegen "Phimose" beschnitten werden, obwohl es in dem Alter vollkommen normal ist,dass die Vorhaut nicht zurück geht.
Da hat man ganz schnell medizinische Indikation.

think

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #16 am: 28. Juni 2012, 11:32:09 »
Ich finde die Argumentation über die Religionsfreiheit grundlegend falsch.
Durch das Verbot der Beschneidung wird NICHT die Religionsfreiheit der Eltern beschnitten, auch nicht die des Kindes.
Die Eltern können ihre Religion genauso ausleben und werden dafür auch nicht diskriminiert. Das einzige, was sie nicht dürfen, ist die Religionsfreiheit ihrer KINDER einschränken.
Das Urteil schränkt also nicht Eltern in ihrer Freiheit ein, sondern schützt die Kinder, welche ja nicht verpflichtet sind die Religion der Eltern zu übernehmen

das unterschreib ich so! genauso seh ich es auch!
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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #17 am: 28. Juni 2012, 11:33:15 »
Ab wann sind Jungs denn nun laut diesem Urteil alt genug bzw. "einwilligungsfähig"?

Solar. E

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #18 am: 28. Juni 2012, 11:37:53 »
Solar.E. der Unterschied ist aber, dass es hier um religiöse Dinge geht und die auch bei Ärzten anderen Stellenwert haben.
Besonders dann z.B. bei muslimischen oder jüdischen Ärzten, welche dann eventuell trotzdem sehr hinter der Beschneidung stehen.



Ich hab oben nochmal editiert  :) Ich schreibs aber nochmal hin:
Zitat
Auf der anderen Seite haben wir einen muslimischen KiA. Den schätze ich so ein und bin mir da sehr sicher, dass der mir was husten würde, wenn ich ihm mit einem Beschneidungswunsch aus religiösen Gründen bei meinen Söhnen käme.



liadan

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #19 am: 28. Juni 2012, 11:39:35 »
Solar, ich denke wenn Du vielleicht in einem anderen Bundesland leben würdest, wäre es durchaus möglich, das Du einen Arzt findest, welcher die medizinische Notwendigkeit bestätigt. Du hast ja die Möglichkeit es selbst machen zu lassen und zu bezahlen, Du bist gross und kannst selbst entscheiden.

Hier geht es aber um Kinder die eben noch nicht gross genug sind und denen was weggeschnitten werden soll, weil man es eben aufgrund des Glaubens nunmal macht.

Und ich glaube, wie Du selbst auch geschrieben hast, das die Ärzte schon bekannt sind, die das halt machen werden, weil sie selber eben auch dahinterstehen und wenn es normal nicht mehr geht dann findet man eben eine medizinische Notwendigkeit.

Wie scarlet_rose eben beschrieb.

Ohne Dir nahe treten zu wollen aber ich denke beides kann man einfach nicht miteinander vergleichen.  :-*
 

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Solar. E

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« Antwort #20 am: 28. Juni 2012, 11:45:48 »
Doch, ich denke schon, dass man das vergleichen kann. Denn bei den Kindern sind eben, solange sie noch nicht für sich selbst sprechen können, stellvertretend die Eltern in der Verantwortung - in allen Belangen.

Aber das ist ja im Grunde nur ein Nebenschauplatz, in dem es darum geht, wie leicht oder auch nicht leicht man an eine Bescheinigung für medizinische Notwendigkeit kommt. Und das ist sicher individuell!

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #21 am: 28. Juni 2012, 11:49:56 »
Zitat
Die Religionsfreiheit steht für mich aber noch höher als Schönheitsideale. Leider wird das Zertrümmern von Ohrläppchengewebe nicht untersagt :)

Das war auch mein erster Gedanke! Die Menschen hier finden es richtig, ihren Kindern die Ohren zu zerstechen, aber Bescheidung ist falsch? Dann gehören auch Ohrlöcher erst mit 18 zugelassen!

Ich finde das Urteil nicht gut! Beschneidungen werden seit vielen tausend Jahren vorgenommen. Ich sehe auch ehrlich nicht, was daran so schlimm sein soll. Aus medizinischen Gründen wird das so häufig gemacht. Und mal ganz ehrlich, es ist schöner und hygienischer!

Und ich finde schon, dass die Religionsfreiheit wichtig ist! Und ich finde auch, dass es zur Religionsfreiheit gehört. Es ist Tradition Jungen zu beschneiden im Judentum und im Islam.

Ich denke das ganze wird zu hitzigen Diskussionen führen und ist ein Rückschlag bei der Integration von anderen Religionen in Deutschland.

Christina

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #22 am: 28. Juni 2012, 11:54:15 »
Ja, ich kann das Urteil nachvollziehen und bin ganz bei Scarlet_Rose.  :)

Christiane, das Ohrringe-Schießen bei Kleinkindern halte ich ebenso für einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und sehe grds. keinen Unterschied zur Beschneidung.
Ob es dazu schon maßgebende Urteile gibt, weiß ich nicht.

liadan

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #23 am: 28. Juni 2012, 11:56:43 »
Hygienischer? Sorry wenn man sich regelmässig wäscht ist das Hygiene genug, sagt mein Mann an dem noch alles dran ist und nichts abfault oder dreckig ist.  :P s-:)

Mächden werden auch beschnitten weil man es eben so macht, aber da schreien alle auf. Gott sei Dank gibt es diese Beschneidung hier nicht bei Mädchen, jedenfalls ist nichts bekannt.

Religionsfreiheit ist wichtig, ganz klar, aber wenn man Kinder die noch keine Freiheit haben das selbst zu entscheiden beschneidet weil man als ELTERN meint das wäre Religionsfreiheit, keine Ahnung. Wenn Gott oder wer auch immer gewollt hätte das seine Schäfchen ohne das Stück Haut auf die Welt kommen, dann wäre das so.

@Ohrringe, also viele kleine Mädchen sagen ja das sie welche haben wollen aber ich habe noch keinen 4/5/6 jährigen gehört der gesagt hat los beschneidet mich.  ;) Mag zwar sich doof anhören und 4/5/6 jährige Mädchen können noch nicht abschätzen das es weht tut aber ich sehe da irgendwie schon einen Unterschied zwischen einem Ohrloch und dem entfernen eines Teiles was zum Geschlechtsorgan eines Kindes.  :-\ gehört und unter Umständen später eben Probleme bereiten kann, mal davon ab lassen das auch einige bei Ihren Jungs machen weil sie finden das es schöner aussieht ..... Dagegen ist eine mögliche Entzündung eines Ohrloches irgendwie kein Vergleich, kann das nicht richtig in Worten erklären.
« Letzte Änderung: 28. Juni 2012, 12:01:54 von liadan »
 

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Antw:Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“
« Antwort #24 am: 28. Juni 2012, 12:01:06 »
@liadan
Es ging rein um die körperliche Unversehrtheit - und ich glaube, dass es egal ist ob Beschneidung oder Ohrlochschießen, egal was die Kinder wollen, die ganze Aktion inkl. Konsequenzen können sie weder mit 2 noch mit 6 Jahren realistisch ein- und abschätzen.

 

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