Autor Thema: Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....  (Gelesen 5665 mal)

lalelu

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Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« am: 05. März 2015, 13:36:37 »
Hallo,
ich bin neu hier und suche Mütter oder auch Väter, die mit Kindern den Schritt Ausbildung gewagt haben. Bei uns startet ab September ein neuer Lebensabschnitt, dem ich mit viel Respekt entgegenblicke. Für mich war die Zeit jetzt perfekt wieder durchzustarten. Meine Große, Mia wird im Mai fünf und die Kleine hat ab Juli einen Kindergartenplatz. Ich stehe nun aber vor einer schweren Entscheidung. Ich habe Angebote aus der Pflege, da ich dort schon vor den Kindern als Aushilfskraft gearbeitet habe. Ich habe die Möglichkeit angeboten bekommen die Ausbildung in Teilzeit oder Vollzeit zu machen. Teilzeit würde aber bedeuten, dass ich ein Jahr länger in Ausbildung sein werde. Allerdings stelle ich mir die Frage, ob Vollzeit überhaupt möglich ist. Schon allein organisatorisch. Mein Mann ist unter der Woche leider sehr selten da. Meist sehen wir uns gerade noch zum Schlafen gehen. Ich werde also Tags mit den Kindern allein sein. Angst macht mir natürlich auch das Lernpensum, man kommt ja nicht nach Hause und gut ist. Man schreibt ja auch wieder Klausuren.

Gibt es hier noch Azubis, die Kind(er) und Ausbildung vereinen? Ich wäre über Erfahrungen anderer sehr dankbar! 

Sweety

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #1 am: 05. März 2015, 14:07:03 »
Starlet hat das gemacht und durchgezogen, mit einem noch viel kleineren Kind. Dafür hatte sie aber - glaub ich - familiäre Unterstützung.

Hmmm... musst mal gucken, ob du sie irgendwo findest und anschreiben kannst. Sie ist ja nicht mehr so häufig online hier.


satti

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #2 am: 05. März 2015, 14:11:17 »
ich nicht aber meine tochter (20) macht seit sept 2014 eine ausbildung und hat eine tochter (geb dez 2012)
sie macht eine ausbildung zur verwaltungsfachangestellten ,da sie abitur hat hätte sie verkürzen können aber das wollte sie nicht .
nun arbeitet sie 5,5 stunden am tag ohne pause und donnerstags zusätzlich 3 stunden . indem sie auf einige urlaubstage verzichtet und das gehalt etwas gekürzt wurde läuft es trotzdem auf vollzeit-wenn der arbeitgeber will ist da schon spielraum :-)
Morgens hat sie gleitzeit das ist super angenehm.
Schule hat sie immer von 7.45uhr bis höchstens 13.45 das bekommt sie gut hin,meist hat sie weniger stunden weil sie reli,gemeinschaftskunde und deutsch abgewählt hatt-reli kann ja jeder und die anderen weil sie abi hat und somit keinen "höheren" abschluss erreichen kann

alles in allem muss ich sagen klappt das bei den beiden super :-)
donnerstags hol ich den zwerg aber immer im kiga und sie bleibt bis kurz nach 18uhr bei uns
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Fliegenpilz

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #3 am: 05. März 2015, 14:15:23 »
Ich selbst bin im letzten halben Jahr in der Ausbildung in der Pflege, in Vollzeit und dualer Bildungsgang, sprich: Ich studiere zeitgleich noch "Pflege".

Angefangen habe ich als die Kleine 2 1/4 und die Große fast 4 Jahre alt waren.
Die ersten Wochen war ich noch in einer Ehe, dann aber sehr schnell alleinerziehend. Mittlerweile bin ich während der Ausbildung ins Ausland verzogen, habe meinen Standort (Theorie & Praxis) verlegt, bin aber weiterhin in Deutschland tätig und befinde mich in einer neuen Beziehung.

Vollzeit ist möglich, wenn du a) Disziplin hast und b) Unterstützung auf familiärer Ebene oder aber c) einen entgegenkommenden Arbeitgeber.

Wie verhält sich das mit den Arbeitszeiten?
In der Pflege beginnt man ja meistens um ~ 6 Uhr. Wie ist die Zeit für die Kinder überbrückt bis sie zum Kindergarten müssen.
Schaffst du mit deinen Arbeitszeiten die Schließzeiten des Kindergartens zu vereinen?
Kannst du im Schichtdienst arbeiten oder müsstest du deinen Arbeitgeber bitten, dass du ausschließlich Frühdienst machst?
Wie schaut es mit den Schließtagen in der KiTa aus? Denn auch wenn du zur Schule gehst, so hast du ja keine Ferien - und oft fallen Schulblöcke in die Ferien der Kinder :P

Und bei Teilzeit solltest du bedenken: Ein Jahr länger in der Ausbildung und noch weniger Ausbildungsvergütung als es eh schon der Fall ist.
Könnt ihr das finanziell?
Außerdem schau genau wie die Zeiten in der Teilzeitausbildung sind. Mir wurde es damals auch angeboten, für mich hätte es aber bedeutet, dass ich dafür eine weitere Fahrtstrecke zur Schule gehabt hätte - habe ich die Fahrzeiten drauf gerechnet war es genauso eine Vollzeittätigkeit und hätte an der Betreuung usw. die ich benötigt habe nichts geändert :P

lalelu

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #4 am: 05. März 2015, 14:18:16 »
Oh Danke, ich schau mal, ob ich starlet anschreiben kann...

satti: die Zeiten deiner Tochter hören sich ja echt super an :) Wir haben leider immer bis 17 Uhr Schule, egal ob Teil- oder Vollzeit :( Das einzige, was ich ich gut schieben und verhandeln kann sind die Zeiten in der Einrichtung. Da fallen für mich Gott sei Dank schon die 6 Uhr Schichten weg. Ich würde dann entweder 4-5 oder 8 Stunden arbeiten.

lalelu

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #5 am: 05. März 2015, 14:25:24 »
Christiane:
Wahnsinn du bist sogar umgezogen? Ging das bei euch problemlos? Eine gute Freundin hatte bei der Erzieherinnenausbildung  richtig Stress weil die neue Schule die Themen in anderer Reihenfolge durch genommen hatte.
Ich werde egal ob Voll- oder Teilzeit immer in Mittelschicht arbeiten. Die beginnt hier 7.30 Uhr, was mit der Kinderbetreuung super klappt. In Teilzeit würde ich bis ca. 13 Uhr arbeiten, ansonsten 8 Stunden, was auch organisatorisch möglich wäre.
Unsere Schule hat in den Schulferien zu. Wir müssen unsere Zeit dann in der Einrichtung ableisten, und das geht, da unser Kindergarten nur Weihnachtsferien und Sommerferien (2Wochen) hat.


Fliegenpilz

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #6 am: 05. März 2015, 14:34:29 »
Ja, ich bin währenddessen umgezogen.

Einfach? Naja - es war schon einiges an Rennerei, aber im Großen und Ganzen war es problemlos.
Probleme gab es, weil ich jetzt im Ausland lebe. Dann bezuschusst die Bezirksregierung meine Ausbildung nicht mehr. Das war aber einfach zu klären. Pro Klasse werden eh nur xx Schulplätze bezuschusst, jeder weiterer Schüler wird quasi "umsonst" unterrichtet. Die Klassenstärke darf aber nicht größer als 28 sein. Es war ein Platz frei und ob nun jemand der in Deutschland lebt oder ich den kostenlosen Platz besetze war der Schulleitung egal.
Dann musst ich natürlich meine Zeugnisse und meine Fehlzeiten vorlegen. Wäre ich mit meinen Fehlzeiten schon ein Härtefall gewesen, dann wäre ein Wechsel zwar möglich gewesen, aber die Schulleitung hätte ich dann nicht genommen - die Arbeit ersparen sie sich gerne ;) Meine Noten waren nicht zu beanstanden. Wir sind die Lernfelder durchgegangen und ich hatte großen Vorsprung in vielen Bereich, zwei Bereiche jedoch wurden von meiner alten Schule nicht bearbeitet - die musste ich dann selbstständig nacharbeiten und wurde zeitnah geprüft. Auch das war für mich kein Problem.

Ich befinde mich jetzt seit einem halben Jahr in der Klasse, habe schon einige Klausuren geschrieben und Leistungsnachweise gehabt. Wüsste man nicht, dass ich nicht vom ersten Tag bei ihnen war, dann würde es auch niemand bemerken ;)



edit:
http://www.erziehung-online.de/forum/allgemein/macht-hier-jemand-eine-ausbildung-in-teilzeit/msg2670580/#msg2670580
Hier geht es auch um (Teilzeit-)Ausbildung.

nicky

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #7 am: 05. März 2015, 14:39:40 »
Ich habe meine (dritte  :P ) Ausbildung angefangen als meine Tochter 10 Monate alt war.
Dafür habe ich meine Elternzeit verkürzen müssen, aber es war einfach DIE Chance für mich. Und wie sich mittlerweile raus stellte war es für mich wie ein 6er im Lotto.

Die ersten 5 Monate hatte ich in meinem Wohnort Schule von 08:00 bis maximal 14:30 Uhr. Das war super um sich erst mal daran zu gewöhnen. ;)
Danach war immer 3 Monate praktische und 1,5 Monate theoretische Phase im Wechsel.
Zur Praxis hatte ich eine Fahrtweg von 1 Stunde pro Tag insgesamt und eine 40 Stunden-Woche. 
Das ging nur da mein Mann in Schichten arbeitet. So hab ich Lena entweder nur in die Kita bringen oder holen müssen. Eine Betreuung von 6 bis 6 wollte ich nicht. Familiäre Unterstützung haben wir noch nie gehabt.

Grundsätzlich ist eine Ausbildung mit Kind natürlich möglich. Warum auch nicht.
An deiner Stelle würde ich mir eben genau überlegen wie die Zeiten die du unterwegs sein wirst sind und ob das realisierbar ist ohne im Dauerstress zu stehen.
Und wenn es finanziell machbar ist, was dann noch gegen 1 Jahr länger sprechen würde.
Gerade wenn du so viel alleine bist mit den Kindern, wahrscheinlich täglich mehrere Wege (Job, Kiga, Schule ab nächstes Jahr) hast, hört sich das spontan nach entspannteren Lösung an.

Wegen dem Lernpensum muss ich sagen, dass ich in der Schule extrem aufgepasst habe. Da blieb tatsächlich ne Menge hängen.  ;D so dass es reichte, wenn ich vor Klausuren nur meinen Hefter nochmal durchlas.

Müsstest du auch im Schichtdienst arbeiten?
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nicky

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #8 am: 05. März 2015, 14:41:18 »
Ah ok... Du hast zwischenzeitlich schon einiges beantwortet seh ich gerade... ;)
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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #9 am: 05. März 2015, 15:04:23 »
Ich habs auch gemacht - also ein Duales Studium. In den Praxisphasen musste ich Vollzeit eine 42 Std /Woche arbeiten, das war schon heftig.
Bei uns hat es nur mit familiärer Unterstützung geklappt, ohne wäre es einfach nicht gegangen. Und wir waren alle erleichtert als die 3 Jahre vorbei waren. Es hat sich im Nachhinein aber absolut gelohnt!  ;)

Haselmaus

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #10 am: 05. März 2015, 15:40:15 »
Ich mache Referendariat an der Schule, alleinerziehend mit zwei Kindern. Ohne familiäre Unterstützung. Aber mit einem riesigen sozialen Netz an Freunden, die ganz viel auffangen: Konferenzen, die länger gehen als die Betreuungszeiten, Seminare mit Übernachtung (z.T. sogar zwei Nächte hintereinander), Seminar, die deutlich vor den Betreuungszeiten beginnen (meine Kleine frühstückt dann immer bei einer Freundin von mir).
Zudemmusste meine Große vom ersten Schultag an super selbstständig sein. Sie kümmert sich um alle Hausaufgaben alleine. Sie geht oft morgens nach mir los, verlässt also alleine das Haus. Sie läuft den 2km-Schulweg jeden Morgen alleine, manchmal auch abends zurück.
Beide Kinder lieben ihre Betreuung, sind voll gebucht (leider heißt das trotzdem erst Kiga ab 7.15, Schule eigentlich ohne Frühhort, aber mit offenem Schulhaus ab kurz nach 7), essen dort warm zu Mittag (ich muss also abends nicht kochen), schlafen problemlos bei Klassen- oder Kindergartenfreunden.
Für Abendtermine ohne Übernachtung habe ich eine Babysitterin.

Jedes zweite Wochenende und die Hälfte der Ferien habe ich kinderfrei, da arbeite ich dann quasi durch, bin z.B. am Sa meist 15/16 Stunden am Schreibtisch.
Wenn die Kinder da sind, arbeite ich auch, sie spielen (und streiten ;) ) meist sehr selbstständig, sehen aber auch so viele Filme wie noch nie zuvor in ihrem Leben.

Wenn mein Auto kaputt ist oder eines der Kinder krank (zum Glück sehr selten) bricht bei mir Panik aus.

Haushalt ist so gut wie abgeschafft. Ich stehe jeden Tag um halb 5 auf, auch am Wochenende und in den Ferien. Abends weggehen kommt vllt. einmal im Monat vor. Meistens bin ich abends platt, um spätestens halb 10 schlaf ich, sonst halte ich nicht durch.

Es geht irgendwie, aber es ist hart für alle. Ich frag mich manchmal, ob der Preis für die abgeschlossene Ausbildung zu hoch ist. Aber jetzt zieh ich es noch durch. Die erste Examensnote war sehr gut, die nächsten folgen in den nächsten zweieinhalb Monaten. Dann ist der Prüfungszeitraum vorbei, das Ref geht noch bis Ende Juli.



« Letzte Änderung: 05. März 2015, 15:42:10 von Haselmaus »

Caro&Melina

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #11 am: 05. März 2015, 16:38:40 »
Ich habe mit Kind *zu dem Zeitpunkt 5 Jahre alt) meine Ausbildung verkürtzt auf 18 monate gemacht es war verdammt schwer.Ohne Unterstützung von Freunden und Familie wäre es für mich fast unmöglich gewesen...jeden Tag 2 Stunden Fahrzeit insgesamt und das befor der Kiga Aufmachte...Gelernt wurde wenn Kind im bett oder wären der Zug Fahrt...
Es geht auch wenn es nicht einfach ist.
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Summse

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #12 am: 05. März 2015, 20:38:03 »
Leider nur in aller Kürze (muss gleich noch eine Präsentation für morgen vorbereiten).
Meine Kinder sind 11,9 und 5 und ich befinde mich jetzt in der Oberstufe einer Erzieherausbildung. In zwei Monaten werde ich meine Prüfung ablegen. Ich hatte keinerlei familiäre Unterstützung, die erste Zeit war ich aber noch mit meinem Mann zusammen, dann aber alleinerziehend. Die Betreuung der Kinder gewährleisten zu können war nicht immer einfach. Aber dennoch kann msn es schaffen. Das Lernen fällt mir aber zugegebenermaßen recht leicht.  Inzwischen bin ich in einer neuen Beziehung, wir sind zusammengezogen und ich habe jetzt einen Fahrtweg von täglich insgesamt drei Stunden. Im Juni erwarte ich ein Kind. Zwei Wochen nach der Prüfung.  Ich bin unendlich froh,  diesen Weg gegangen zu sein.

SarkanaM

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #13 am: 05. März 2015, 20:44:21 »
Ich habe schwanger meine Diplomarbeit geschrieben und dann VZ mit einem Kind promoviert.

Aber: mein Mann hat dafür die "Hausfrauenrolle" übernommen, d.h. ich musste mir um Betreuung wenig bis keine Sorgen machen.

Ich denke mit einem sehr guten Betreuungsnetzwerk kann es funktionieren. Man muss eben sehr gut organisiert sein.




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starlet

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #14 am: 05. März 2015, 22:06:58 »
Huhu
ja ich gehöre auch zu der Fraktion Ausbildung  & kind :)
Mein Sohn war damals ca 18 monate alt und war durch eine tagesmutter betreut.

Meine Arbeitszeiten waren ok, zwar hatte ich 10 Stunden Tage -dafür aber je nach samstagsdienst  auch nur eine 4 Tage woche. Fahrtzeit ist entfallen, sjnd nur 5 Minuten fussweg  :)

Also habe ich auch vollzeit gearbeitet. Schule gab es im Block unterricht - da es in der stadt war, hatte ich dann ca 3 Std Fahrtzeit pro tag. Was sich eben insbesondere  morgens schlecht ausgewirkt hat. Wohin morgens um 6 mit dem kind? Aber auch da hat uns die tagesmutter das kind abgenommen - so schlecht mein Gewissen aucg ist, aber mein freund hat den Zwerg auch schonmal morgens um 5 Uhr früh zu ihr gefahren.  :-[ ich habe eben kein auto und er arbeitet in schichten. Anfangs war ich mit meiner schwiegermutter  noch nicht so warm.

Aber je älter der bub  wurde, umso besser auch die Betreuung durch die oma.
Die Prüfungszeit  war der hammer. Aber eigentlich auch wieder gar nicht so schlimm. es war so schönes Wetter das der kleine draussen im Sand gespielt hat und ich einfach in frischer Luft lernen konnte :)

Und im endeffekt  waren meine abschlussnoten  teils besser als von so manchem azubi, der weder kind noch Haushalt schmeißen musste!! da bin ich sooooo  stolz drauf und es kann mir keiner nehmen!

Noch dazu: wir sind auf der arbeit ein super team! Gleitzeit habe ich sowieso, die hatte ich anfangs aber auch nicht so 'genutzt'. Jetzt komme ich gerne auch mal 15 Minuten später ohne schlechtes Gewissen.  Meine chefin is verständnisvoll ohne ende - sie ist damals als sie die stelle angetreten ist, fast sofort schwanger geworden und hatte einen Drachen als Chef - bei mir macht sie es eben besser. Das gibt auch unheimlich viel Rückhalt,  gerade bei so Sachen wie kind krank oä. Da ist dann schonmal ein 'stresspunkt ' weg.

Im großen und ganzen bin ich zufrieden.  Natürlich ist es nicht immer leicht aber es lohnt sich eben auch :)

elmo666

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #15 am: 05. März 2015, 22:12:49 »
Ich studiere seidem unser Sohn 1 Jahr alt ist. Zusätzlich gehe ich noch 2-3 Tage die Woche arbeiten. Mein Mann arbeitet leider im Schichtdienst, sodass ich alles allein organisieren muss.
 Familien Netzwerk habe ich keins vor Ort, einzig ein Grosselternpaar, was den Kleinen schonmal über ein Wochenede zusich nimmt und mir somit Zeit zum lernen schenkt. Aber das klappt leider nur unregelmäßig und nur nach langer Vorplanungsphase ( dennoch bin ich meinen Schwiegereltern dafür unendlich dankbar! Sie unterstützen mich wo sie können und nehmen sich extra für mich im Sommer eine Woche Urlaub, damit sie da den Kurzen nehmen können, wenn ich meine Bachelorarbeit schreibe).
Für ein Netzwerk von anderen Eltern war er mir bisher nich zuklein, das entwickelt sich jetzt langsam ( Angebote dafür stehen schon länger).

Es geht alles, wenn man nur möchte! Meine Hauptlernzeit für die Uni ist abends von 19:30-23:00, in Klausurphasen gerne auch mal 1:00-2:00 nachts. Nun weiß ich aus eigener Erfahrung, dass lernen für die Berufschule was ganz anderes als für die Uni ist ( natürlich je nach Ausbildung verschieden). Von daher denke ich nicht, dass du jeden Abend so lange sitzen musst, wenn du kontinuierlich und konsequent am Ball bleibst, solltest du es schaffen!

Und Teilzeit versus Vollzeit... Mach dir Gedanken, was du effektiv mit den gewonnen 2-3 Stunden am Tag machen würdest. Bedenke immer, 1 Jahr länger ist eine sehr lange Zeit... Aber ich bin eh der Typ der sagt, po zusammen kneifen und durch! Also ich würde es in Vollzeit abreißen und fertig


starlet

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« Antwort #16 am: 05. März 2015, 22:20:49 »
Achso meine Freundin ist während der Ausbildung schwanger geworden. Sie ist dann nach der elternzeit auf Teilzeitkräfte runter, musste aber trotzdem vollzeit in die schule - wegen blockunterricht. Unser Abschluss ist gleich gut  8)

Haselmaus

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« Antwort #17 am: 06. März 2015, 05:58:22 »
Es geht alles, wenn man nur möchte! Meine Hauptlernzeit für die Uni ist abends von 19:30-23:00, in Klausurphasen gerne auch mal 1:00-2:00 nachts.

Darüber würde ich wirklich gut nachdenken, TS, ob du das kannst! Meiner Erfahrung nach hängt das sehr vom eigenen Bio-Rhythmus und vom Schlafbedürfnis ab! Ich konnte noch nie wirklich gut abends/nachts lernen, auch schon vor den Kindern nicht. Und jetzt - ich bin Mitte 30, nicht mehr Anfang 20 - erst Recht nicht mehr.

Meine Strategie ist eher:möglichst effektiv in möglichst wenig Zeit arbeiten. Mit Mut zu deutlichen Lücken. Fühlt sich manchmal "faul" an, aber ist für mich die einzige Möglichkeit. Wenn ich nicht mindestens 6,5h (besser noch 7) schlafe, dann pack ich es nicht. Das geht (weil ich ja halb 5 aufstehen muss) nur dann, wenn ich spätestens halb 10, 10 wirklich schlafe.


elmo666

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« Antwort #18 am: 06. März 2015, 10:04:17 »
Klar hängt das von einem jedem selbst ab. Ich habe leider keine andere Möglichkeit zum lerne, also muss ich es so machen. Lieber wäre mir auch, ich könnte in der Woche irgendwo zwei Tage einbauen zum lernen, aber was nicht geht, geht nicht...und dann muss man für sich das beste aus der Situation holen. Für mich wäre zum Beispiel halb fünf aufstehen nichts, aber so muss jeder seinen Weg finden :)


Haselmaus

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« Antwort #19 am: 06. März 2015, 13:34:09 »
Naja, wir gehen halt viertel vor 7 los. Alles, was später ist, wird hektisch morgens.


elmo666

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« Antwort #20 am: 06. März 2015, 13:38:00 »
Urgs, unchristliche Zeit  :-X
Da genieße ich noch mein Bett  :D aber so ist es halt bei jedem verschieden, der eine muss/Macht es so, der andere genau anders. Solange es für alle Beteiligten irgendwie passt ist doch super  :D


Ylvi

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« Antwort #21 am: 06. März 2015, 16:03:50 »
Bei mir sind es zwar noch ca. vier Monate bis zur Geburt und trotzdem habe ich mich dazu entschieden, die Elternzeit nochmal zum lernen zu nutzen.

Ich will im Oktober (unser Sohn wird dann ca. drei Monate alt sein) ein Studium beginnen. Hundertprozentig sicher bin ich mir noch nicht...

Allerdings sind da auch immer noch Zweifel. Wir werden viel Unterstützung haben, das ist bei uns kein Thema und auch finanziell wird es wohl bei uns nicht so eng werden, ich bekomme Elterngeld und kann sogar versuchen, Elternunabhängiges Bafög zu beantragen und mein Mann kann die ersten 3-4 Monate Elternzeit nehmen, ehe der Kleine dann in die Uni-KiTa (ab sechs Monaten) gehen wird.

Und dennoch frage ich mich immer noch manchmal, ob ich wirklich den richtigen Weg einschlage. Ich weiß nicht, ob es gut ist, so früh schon wieder voll durchzustarten, ob das der richtige Weg ist und wie ich später darüber denken werden. Und manchmal frage ich mich, ob ich nicht noch drei oder vier Jahre mit dem Studium warten sollte, bis unser Sohn ein bisschen größer ist und vielleicht noch ein Geschwisterchen bekommen hat, dass auch älter ist.

Ich bin ja noch recht jung. Aber zu studieren war eigentlich immer ein Plan von mir, irgendwann mal, nur stand die Familienplanung erstmal weiter oben.

Ich weiß, vielen von hier ging es anders, da kam das Kind im Studium und ihr habt es durchgezogen und ich frage mich einfach, ob ich diesen Schritt wagen soll...

lalelu

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Antw:Ausbildung und Kinder unter einen Hut bekommen....
« Antwort #22 am: 07. März 2015, 16:14:16 »
Wahnsinn, ich hätte nicht erwartet, daa es doch so viele sind, die Kind und Ausbildung/Studium vereinen. Hier in der Gegend werde ich deshalb sogar etwas schräg angeschaut und bekomme oft ins Gewissen geredet ich würde dann meine Pflichten zu Hause vernachlässigen, obwohl ich mich selbst doch als Menschen einschätze, der sehr zuverlässig beides schaffen kann.

nochmal an Christiane: das mit dem Dualen Studium interessiert mich, wie läuf sowas denn genau ab? Wird das von der Schule nach zusätzlich angeboten und es findet eine Kooperation mit einer Hochschule statt?! Dauert das ganze dann länger, oder hast du die Aubildung dann nach drei Jahren und Studium dann auch oder verlängert sich das irgenwie. Wie sieht es denn da mit dem Verdienst aus? In welchen Bereichen kannst du nach erfolgreichem Abschluss dann arbeiten?

Ylvi: Musst du dich denn sofort entscheiden? Wird kein Sommersemster angeboten? Da wäre dein Sohn schon etwas älter?!

zum  Thema lernen: Ich wa leider schon zu meinen Abiturzeiten ein Tag-Lern-Mensch. Ich kann absolut nicht nach 21 Uhr lernen  :-[ Da hatte ich dann nachmittags Zeit, aber jetzt mit Kindern  :-\ Ich sehe bei Teilzeit dann irgendwie die Chance von 13-17 Uhr lernen zu  können, um danach Zeit für die Kinder zu haben. Andererseits, ob ich 4 Jahre lernen will, mhh, keine Ahnung.

Krankheitszeiten: Was mich noch sehr interessieren würde, wäre die Reaktion eurer Schulen/Unis/Arbeitgeber auf krank Tage der Kinder. Meine sind schon relativ oft noch krank, aber es reicht für mich nicht zu sagen, ich bleibe zu Hause. Ich möchte unbedingt noch was anderes tun, als Mama und Hausfrau zu sein. Ich habe nur etwas Angst vor negativen Reaktionen.

Haselmaus

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« Antwort #23 am: 07. März 2015, 16:39:23 »
Meine sind nicht oft krank, zum Glück. Theoretisch könnte ich - wegen Beamtenverhältnis - zuhause bleiben. Aber als Lehrerin hat man da immer ein schlechtes Gewissen gegenüber Schülern und Kollegen. Deshalb bin ich dankbar, dass ich bis jetzt nur einmal wegen kindkrank gefehlt habe. Allerdings habe ich Freunde, die mir auch mal ein krankes Kind tagsüber abnehmen, das hab ich schon zweimal in Anspruch genommen. Und die Kleine hab ich einmal an einem Seminartag ins Seminar mitgenommen.


Fliegenpilz

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« Antwort #24 am: 07. März 2015, 17:00:51 »
nochmal an Christiane: das mit dem Dualen Studium interessiert mich, wie läuf sowas denn genau ab? Wird das von der Schule nach zusätzlich angeboten und es findet eine Kooperation mit einer Hochschule statt?! Dauert das ganze dann länger, oder hast du die Aubildung dann nach drei Jahren und Studium dann auch oder verlängert sich das irgenwie. Wie sieht es denn da mit dem Verdienst aus? In welchen Bereichen kannst du nach erfolgreichem Abschluss dann arbeiten?

Die Schule muss einer Kooperation mit einer Hochschule haben, in meinem Fall ist es die KatHo Köln.
Die Ausbildung dauert regulär drei Jahre, das Studium vier Jahre bzw. kann man es dann ja noch erweitern, wenn man mag ;) - der Verdienst ist bei mir nach Tarif.
Im vierten Jahr würde es die KatHo Köln gerne sehen, dass ich auf 25& oder 50% arbeite und den Rest meiner Zeit dem Studium widme, aber darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Vom Verdienst her käme ich ca. auf dasselbe wie aktuell im 3.Ausbildungsjahr, würde ich es im vierten Jahr so machen - aaaaber ich mag lieber Vollzeit arbeite, Minimum wären 75%, da mein Weg noch weiter als dieses Studium gehen soll und ich dafür viel Berufspraxis benötige :)

Bzgl. Kinderkrank:
Wer mich einstellt (alleinerziehend mit 2 Kindern laut Lebenslauf), der weiß darum Bescheid, dass die Möglichkeit besteht, dass ich aufgrund von Krankheit ausfalle. Punkt. Über mehr mache ich mir da ehrlich gesagt nicht den Kopf und fühle mich da auch nicht (mehr) in falscher Verpflichtung.
Dazu muss ich aber sagen, dass meine Kinder äußerst selten krank sind. Entweder nehmen sie das Wochenende an dem ich dienstfrei habe oder schaffen es auf freie Arbeitstage in der Woche krank zu werden :P, so dass ich bis zum heutigen Tag keine zwei Kinderkrank-Tage hatte.

 

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