Autor Thema: KISS-Syndrom und Osteopathie - erfundene Krankheit?  (Gelesen 8823 mal)

Mondlaus

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KISS-Syndrom und Osteopathie - erfundene Krankheit?
« am: 17. Dezember 2011, 22:32:43 »
Hallo,

also erstmal, ich will niemanden provozieren, ich suche nur Hilfe, denn wir sind selbst "betroffen". Unsere Kleine lag schon seit der Geburt vorzugsweise auf der linken Seite, diese war schon ganz platt. Unsere KiA hat uns zur Krankengymnastik überwiesen, denn sie hatte eine Muskelverkürzung diagnostiziert, was ganz plausibel klang. Nun hat die Physio das Kind angesehen und gemeint, sie hätte möglicherweise das sogenannte KISS-Syndrom und ein Osteopath könnte helfen.

Ganz ehrlich, ich stehe der Sache extrem skeptisch gegenüber. Gut, ich bin von Beruf auch Wissenschaftlerin, ich glaube generell nur an evidenzbasierte Phänomäne, vor allem wenn es um die Gesundheit von meiner Tochter geht (und auch, wenn ich für eine Osteopathiesitzung 70 Euro bezahlen soll). Ich hab dann mal selbst auch die Fachliteratur recherchiert und finde einfach keine Beweise, dass es Kiss überhaupt gibt, oder dass die Wirksamkeit von Osteopathie wissenschaftlich erwiesen ist, bzw dass es mehr als der Placeboeffekt ist :-\

Ich hab das angesprochen und die Physio hat mich dann doch ziemlich deutlich als schlechte Mutter dastehen lassen (vor ihrer Mitarbeiterin), weil ich angeblich nicht bereit bin, für die Gesundheit meines Kindes die paar Euro hinzulegen, und ist auf meine Fragen auch nicht eingegangen. Ähnlich ist es mir bei einer Freundin ergangen, die regelrecht agressiv wurde, bei dem Thema trifft man wohl immer einen Nerv :-[

Ich bin momentan ziemlich unschlüssig, es geht ja nicht nur ums Geld, ich habe auch einige Statements von Kinderorthopäden gelesen, dass man an den Wirbelsäulen von Säuglingen nicht "rumfummeln" soll. Außerdem hab ich Angst, dass vielleicht eine andere Krankheit übersehen wird, während alle auf Kiss fokussiert sind.

Ich hab im Forum jetzt schon öfters gelesen, dass es viele KISS-Kinder gibt und dass auch viele auf die Osteopathie schwören, aber kritische Stimmen hab ich hier noch keine gefunden. ich wollte mal eure Meinung dazu hören, gibt es nicht jemandem, der da auch skeptisch ist? Und wenn nicht, warum seid ihr nicht skeptisch?

Ich hab auch diesen Artikel hier gefunden, der fasst ganz gut die andere Position zusammen, auch wenn man natürlich nicht alles glauben muss, was im Spiegel steht..

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,613521,00.html

LG



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Honey

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Antw:KISS-Syndrom und Osteopathie - erfundene Krankheit?
« Antwort #1 am: 17. Dezember 2011, 22:40:53 »
Keines meiner Kinder hatte KISS, aber mein Grosser hatte sich eine Seite am Hinterkoepfchen platt gelegen. Nach ein paar Osteopathie-Sitzungen ist es besser geworden. Heute sieht man es nicht mehr wirklich... von oben ein bisschen. Man fuehlt es noch... Aber es ist seeeeeehr wenig geworden.
Ob es nun tatsaechlich von der Behandlung gebessert wurde oder sich einfach ausgewachsen hat... wer weiss das schon...
Ich habe mehr daran geglaubt, als mein Mann. Er stand dem "Head-Whisperer"  ;) auch etwas kritisch gegenueber.
Ich kann mir vorstellen, dass es hilft und auch wie es hilft. Aber 100% ueberzeugt bin ich vielleicht auch nicht so ganz. Ich habe einfach gesagt, unversucht lassen wir nichts.
Wir hatten damals, vor fast 6 Jahren, 40 Euro pro Sitzung gezahlt.
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Antw:KISS-Syndrom und Osteopathie - erfundene Krankheit?
« Antwort #2 am: 17. Dezember 2011, 22:41:58 »
Vor fast 6 Jahren ist uebertrieben... Vor 5,5 Jahren. ;)
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Bettina

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Antw:KISS-Syndrom und Osteopathie - erfundene Krankheit?
« Antwort #3 am: 17. Dezember 2011, 22:42:21 »
Thure hatte eine recht deutliche Schiefhaltung. Nach zwei Sitzungen Ostheopathie war das komplett weg. Placebo wirkt vielleicht bei Erwachsenen. Bei Babys ganz sicher nicht. Und selbst wenn, dann wäre es mir auch wumpe, denn wenn Placebo meinem Kind hilft, dann zahle ich auch für Placebo. Da bin ich gerne bereit, andere Prinzipien außen vor zu lassen.

Quinn war ein absolutes Traumbaby, hatte keine Schiefhaltung, keine Lieblingsseite, keine Schmerzen. War dann nur ein PoPo-Rutscher statt Krabbler und jetzt haben wir den Salat. Er hat eine Skoliose und sein Brustbein schiebt sich einseitig nach vorne. Thure, der die Probleme hatte und mit dem wir bei der Ostheopathin waren, hat eine absolut perfekte Körperhaltung, war nach der ersten Behandlung schon fast komplett gerade, Lieblingsseite war weg, hat ganz normal, quasi nach Lehrbuch krabbeln, sitzen und laufen gelernt. Hat eine top Körperhaltung.

Mit Ronja, die nur eine ganz leichte Lieblingsseite ohne irgendwelche Probleme hat werde ich jetzt zu einem Physiotherapeuten gehen, der manuelle Therapie anbietet. Ich habe unsere KiÄ nach einem guten Ostheopathen für Babys gefragt, kennt sie aber keinen hier. Hat aber gute Erfahrungen mit dieser Physio gemacht. Also werde ich da hingehen. Die Schmerzen und Probleme, die ich mit meinem Rücken habe will ich meinen Kindern nicht zumuten, wenn es Möglichkeiten gibt, das zu verhindern.

Homöopathie und Bachblüten lassen sich auch nicht beweisen .... außer dass es hilft! Das reicht mir persönlich auch als Beweis!

Wir haben auch 70€ bezahlt. Waren 3x da, 2x hätten auch gereicht. Eine Freundin hat in der Foto-Ecke Fotos gesehen und hat mich direkt angeschrieben und gemeint, dass die aber nach der Behandlung aufgenommen wurden. Sie hat es direkt auf den Fotos gesehen.
« Letzte Änderung: 17. Dezember 2011, 22:44:25 von Bettina »
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Zwergenwunder

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Antw:KISS-Syndrom und Osteopathie - erfundene Krankheit?
« Antwort #4 am: 17. Dezember 2011, 22:44:52 »
Hi, also zum Thema Kiss kann ich auch nicht spezifisch was sagen aber zum Thema Ostheopathie / Craniosacrale Therapie.

Durch die Sturzgeburt hatten sich die Schädeldecken meiner Tochter komplett verschoben und verkeilt. (das war nur ein Problem was dort behandelt wurde). Nach der ersten Sitzung waren die Schädeldecke schon ein großes Stück weit normal. Das war ein Handfester Beweis für mich, dass Ostheo. / Cranio kein "Humbug" (wie es manche nennen) ist. Auch wenn manche Behandlungsmethoden/Arten vllt auf andere sonderbar wirken.

Sönnchen

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Antw:KISS-Syndrom und Osteopathie - erfundene Krankheit?
« Antwort #5 am: 17. Dezember 2011, 22:53:29 »
Von Kiss habe ich auch keine Ahnung. Aber da Hauke auch eine Lieblingsseite hatte und eine Muskeltonusstörung sind wir auch zur Ostheopatin gegangen. Ich war auch skeptisch aber dachte: Schaden wird es schon nicht. Und nun bin ich total begeistert davon. Man konnte schon nach der ersten Behandlung eine deutliche Verbesserung sehen. Insgesamt waren wir dreimal da und sollen, wenn Hauke anfängt zu laufen nochmal kommen.

Ich würde es immer wieder machen.

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Antw:KISS-Syndrom und Osteopathie - erfundene Krankheit?
« Antwort #6 am: 17. Dezember 2011, 22:55:03 »
Meine kleine Tochter hatte durch ihre Sturzgeburt auch verschobene und verkeilte Schädeldecken, Zwergenwunder!

Ich schwöre auf Osteopathie und fände es, für die Kinder, toll wenn jedes Kind mit einem gewissen Alter mal einem Osteopathen vorgestellt wird.
Unsere Kinder waren beide im 1.Lebensjahr dort - und preislich findet man schon massive Unterschiede. Von 30 - 100€ pro Sitzung habe ich schon alles erlebt/gehört/gelesen.


Zwergenwunder

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Antw:KISS-Syndrom und Osteopathie - erfundene Krankheit?
« Antwort #7 am: 17. Dezember 2011, 23:00:24 »
Meine kleine Tochter hatte durch ihre Sturzgeburt auch verschobene und verkeilte Schädeldecken, Zwergenwunder!



Hand reich!  ;D
Wir mussten 1 Jahr 2 mal wöchtentlich eine Sitzung von jeweils 45 Minuten machen, mussten aber diese nicht bezahlen, weil noch andere schwere Diagnosen vorlagen. (sonst hätten wir uns arm zahlen müssen, wenn ich das jetzt mal zusammenrechne.) Eine Sitzung hätte somit 75 EUR gekostet. Später haben wir mit der Cranio dann noch eine Geschwistertherapie gemacht, da der Große fast ein Trauma hatte wegen der kleinen, diese mussten wir zur Hälfte zahlen. Aber ich finde, wenn eine Diagnose vorliegt, sollte solche eine Behandlung grundsätzlich bezahlt und somit vielen die es dringend brauchen ermöglicht werden!

Bettina

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Antw:KISS-Syndrom und Osteopathie - erfundene Krankheit?
« Antwort #8 am: 17. Dezember 2011, 23:10:26 »
Die manuelle Therapie, wo wir im Januar hingehen wird von der Krankenkasse bezahlt.
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Antw:KISS-Syndrom und Osteopathie - erfundene Krankheit?
« Antwort #9 am: 17. Dezember 2011, 23:13:43 »
Dass es gut waere, jeden Saeugling von einem Osteopathen ansehen zu lassen, hatten wir damals auch zum Thema (mit dem behandelnden Arzt). Laut ihm waere Noahs Koepfchen niemals so geworden, wenn er sofort nach der viel zu schnellen, viel zu heftigen, eingeleiteten Geburt von einem untersucht worden waere!
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mausebause

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Antw:KISS-Syndrom und Osteopathie - erfundene Krankheit?
« Antwort #10 am: 18. Dezember 2011, 17:45:15 »
Morgen mal mehr, aber ich hatte ein starkes Kiss Syndrom bei der Großen und ein leichteres bei der kleinen...-ich glaube mittlerweile logisch daran, weil ich es selbst mitgemacht habe - wie man das nun nennen mag, sei dahingestellt, aber bei solchen Symptomen würde ich IMMER eine Ostheopathie oder aber Atlastherapie empfehlen!

Mondlaus

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Antw:KISS-Syndrom und Osteopathie - erfundene Krankheit?
« Antwort #11 am: 18. Dezember 2011, 17:55:44 »
Wir wohnen in München, da ist alles etwas teurer, auch Alternativmedizin ;)

@Nenita wer hat bei euch denn das KISS als KISS diagnostiziert, war das der KiA?

@Bettina hattet ihr bei Thure noch zusätzlich Physiotherapie oder ähnliches gemacht?
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Antw:KISS-Syndrom und Osteopathie - erfundene Krankheit?
« Antwort #12 am: 18. Dezember 2011, 18:06:03 »
Mondlaus, mir geht es da ähnlich wie dir - so recht dran glauben an das KISS-Syndrom mag ich nicht. Eben weil jegliche Evidenz bisher fehlt.  Und es passt halt prima in das Bild - mal wieder ne neue Erkrankung in den Industrienationen, noch dazu bei den Babys, für die ja engagierte Eltern alles tun würden. Außerdem ist es ja höchst praktisch, denn man kannes quasi jedem Neugeborenen andichten: entweder dramatische Spontangeburt mit Verschiebung irgendwelcher Knochen, oder ewiger Geburtsstillstand und dann Sectio mit KISS, weil das Kind ständig erfolglos gegen die Beckenknochen der Mutter gedrückt wurde...

Ich denke, dass sicher was dran ist. Schließlich gibt es offensichtlich diese schiefen Babys mit Schonhaltung.

Ich denke aber auch, dass man das KISS-Syndrom gern universell für alle Babys einsetzt, die gerne ihre Stimme trainieren und so die Mutter mitunter in den Wahnsinn treiben. Denn heutzutage braucht man immer eine Erklärung für alles und möglichst eine, die die Eltern entlastet.

Ich hatte ein Schreibaby, allerdings ein ziemlich gerades und motorisch fittes, deshalb habe ich keinen Osteopathen aufgesucht und war eher auf der "Anti-KISS-Seite". Hätte mein Baby sich aber vor mir gekringelt, wäre ich wahrscheinlich schon zu einem solchen Spezialisten gegangen.

Fazit: Schwierig! Mit nem schiefen Kind würde ich es versuchen, und ggf. auch ein etwas weiteren Anfahrtsweg auf mich nehmen, je nach KIA- oder Hebammenempfehlung. Aber ich würde sehr, sehr, sehr auf mein Bauchgefühl (bezüglich der manipulierenden Person) hören, bevor jemand an die HWS meines Kindes dürfte. Allerdings ist wohl Babyosteopathie kein Einrenken in dem Sinne, sondern sanfter Druck auf bestimmt Punkte.


Bettina

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« Antwort #13 am: 18. Dezember 2011, 18:17:10 »
Thure hatte diese Schiefhaltung. Der KiA hat gesagt, dass es sich auswächst. Dass wir einfach ein bissl mehr drauf achten sollen, auf welcher Seite wir Spielzeug etc. anbieten. Auch auf welcher Seite wir ihn tragen etc.!

KISS wurde bei ihm nie so wirklich diagnostiziert. Zumindest hat keiner davon gesprochen. Ich wusste durch das Forum hier von Ostheopathie, hab die sehr gute Krankengymnastin meiner Freundin kontaktiert und die hat mich weiter verwiesen an die Ostheopathin, die sich mit Babys sehr gut auskennt.

Auch sie hat nicht explizit von KISS gesprochen, sagte aber, dass es gut ist, dass wir so früh gekommen sind (ich glaube, er war einige Monate alt) und nach zwei Behandlungen waren wir wie gesagt durch. Wir haben keine Physio zusätzlich gemacht. Ich schau mal, ob ich noch Fotos auf dem Rechner habe ... vorher - nachher.

Sie sagte dann nur, dass ich drauf achten solle, wenn er das Krabbeln anfängt. Wie die Wirbelsäule ist, ob gerade oder gebogen, ob er mit einer Hand weiter nach vorne greift als mit der anderen. Wenn ja sollten wir dann nochmal kommen. Allerdings hat er das nicht gemacht, sodass wir dann nicht wieder hingegangen sind.

Mein ganz Großer war sicherlich so ein Kandidat nach über 40 Std. heftigen Wehen. Aber da kannte ich weder das Forum, noch Ostheopathie noch hat mich irgend ein KiA darauf angesprochen oder hingewiesen. Der KiA von Thure sagte im Nachhinein, dass er das öfters hört, aber es nicht empfielt, weil es eben nicht wissenschaftlich belegbar ist. Allerdings hat er eingeräumt, dass er erstaunt ist darüber, dass die Schiefhaltung weg ist und dass er das auch schon öfter gesehen hat in seiner Praxis. Also die Erfolge sind auch nach seiner Meinung nicht von der Hand zu weisen.
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« Antwort #14 am: 18. Dezember 2011, 19:48:54 »
Hallo,

wir hatten bei Emma als kleinem Säugling immer das Gefühl, sie hätte im Liegen Schmerzen. Uns wurde dann ein sehr guter Osteopath speziell für Kinder empfohlen - der Mann ist übrigens auch Facharzt für Allgemeinmedizin sowie Notfallchirurg.

Jedenfalls hatte Emma nach seiner Aussage tatsächlich ein Problem an der HWS (ich erspare jetzt die ausführliche Beschreibung  ;D ) und er hat das in Ordnung gebracht. Ich war ja bei der Behandlung dabei und ich habe gesehen, was der Mann da mit seinen Händen gemacht hat, für mich ist das absolut kein Humbug. Es sah mir aus, wie ein sanftes Einrenken, so wie ich das bei mir vom Physiotherapeuten in grob kenne *g*

Emma ging es danach deutlich besser, ich hatte danach nicht merh das Gefühl, als täte ihr was weh. Sie lag dann immer ganz entspannt, nicht mehr so verkrampft.

Pedi

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« Antwort #15 am: 18. Dezember 2011, 20:08:56 »
Dass es gut waere, jeden Saeugling von einem Osteopathen ansehen zu lassen, hatten wir damals auch zum Thema (mit dem behandelnden Arzt). Laut ihm waere Noahs Koepfchen niemals so geworden, wenn er sofort nach der viel zu schnellen, viel zu heftigen, eingeleiteten Geburt von einem untersucht worden waere!

Aus diesem Grund gibt es in dem KH in dem ich entbinde einen Osteopathen den jeder in Anspruch nehmen kann nach der Geburt. Geburt Nr. 1 war mit nicht einmal 3 Stunden sehr schnell, es wird also von den Ärzten bereits jetzt vermutet, dass es diesmal noch schneller geht (sprich es wäre eine Art von Sturzgeburt) und daher würde ich das Angebot vom KH schon annehmen und einmal kontrollieren lassen ob alles ok ist :)
 




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« Antwort #16 am: 18. Dezember 2011, 20:59:43 »
Osteopathie hilft wirklich. Aber es ist nicht egal wer es macht. Für mich kommt nur noch ein Arzt der das zusätzlich macht in Frage.

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« Antwort #17 am: 18. Dezember 2011, 21:13:26 »
Ich habe hier auch zwei KISS-Kinder. Bei Ronja wurden wir erst recht spät darauf aufmerksam gemacht, weil sie kein Schreikind war. Sie hatte aber viele andere Symptome. Wir sind durch das Überstrecken darauf gekommen. Wir waren bei einer Ärztin, die sich darauf spezialiesiert hat. Und vor der Therapie wird die HWS geröntgt, damit sie auch einmal richtig weiß, wie die HWS aussieht. Behandelt wurde direkt von der Ärztin. Ich habe leider die ganzen Begriffe verdrängt, irgendwas mit Impuls...
Bei Ronja war der Erfolg der Behandlung sofort zu sehen. Bei ihr konnten sich vorher die Pupillen nicht verengen. Ich hatte das vorher gar nicht gesehen, bzw. nicht wahr genommen. Das hatte erst die Ärztin festgestellt. Nach der Behandlung war das sofort in Ordnung. Leider brauchte Ronja noch fast ein Jahr Physiotherapie, weil sie aus ihren falschen Bewegungsmuster nicht herausgefunden hat.
Kjell war ein typisches Schreikind und wir waren von Anfang an in Behandlung. Bei ihm kann ich jetzt nicht von einem sofortigen Erfolg berichten. Es hat sich langsam bei ihm verbessert. Ich will aber gar nicht wissen, wie es ohne Behandlung gewesen wäre. Ich bin davon überzeugt, dass uns die Behandlung geholfen hat.







mausebause

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« Antwort #18 am: 19. Dezember 2011, 08:12:52 »
So, jetzt mehr.. ;D

Also bei Helena wurde KISS diagnostiziert, vom KiA.. - sie hatte eine totale Schiefhaltung (Bogenhaltung, sie lag immer im "C"), sowie bevorzugte Kopfhaltung, Überstrecken etc.. - desweiteren war sie ein Schreibaby, was ich abr nicht unbedingt damit in Verbindung bringen möchte, denn die Kleine hatte das zwar weniger ausgeprägt auch, hat aber kaum geschrieen..

Ob man das nun KISS nennt, oder nicht ist ja egal, aber wenn eine Schiefhaltung oder bevorzugte Kopfhaltung vorliegt, dann stimmt definitiv etwas nicht und dann sollte gehandelt werden, einfach um Spätfolgen zu vermeiden - und die gibt es mit Sicherheit - ich habe selber extreme Rückenprobleme - vielleicht auch verursacht dadruch, wenn ich mir alte Kinderfotos ansehe.. - zudem haben "solche" Kinder unbehandelt später oft motorische Probleme usw.usw... - ich würde euch also dringend dazu raten, einen Ostheopathen oder Chiropraktiker aufzusuchen - einfach weil es hilft!

Cecalein

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« Antwort #19 am: 19. Dezember 2011, 09:12:36 »
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« Letzte Änderung: 23. Dezember 2011, 15:39:05 von ʏαмι »

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« Antwort #20 am: 20. Dezember 2011, 20:21:20 »
KISS hatten wir nicht, aber von Anfang an eine Lieblingsseite und daraus resultierend ein verformtes Köpfchen.

Wir waren das erste mal bei einer speziell für Kinder ausgebildeten Osteopathin als Jonas 10 Wochen alt war und es war das beste, was wir tun konnten!

Jonas ging es nach den Behandlungen immer sehr, sehr gut, er war entspannt, hatte keine Bauchschmerzen.
Ich würde mich jederzeit wieder für eine osteopathische Behandlung entscheiden.

Es ist wichtig, dass die Behandlung frühzeitig begonnen wird, da die Knochen ja immer härter werden, und sich daher Verformungen immer schlechter zurückbilden.

Ich kann es Dir nur empfehlen, allerdings würde ich darauf achten, dass der Osteopath speziell für Kinder ausgebildet ist.
 

*Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben:
  Die Sterne der Nacht
  die Blumen des Tages und
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Bettina

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« Antwort #21 am: 20. Dezember 2011, 20:32:17 »
@Yami: Da würde mich wirklich über einen längeren Zeitraum interessieren wie das weiter geht. Unsere Ostheopathin hat gesagt, dass das genau die Dinge sind, wo eine Skoliose draus entsteht/entstehen kann. Die ersten Probleme damit hatte ich mit Mitte 20.

Ich bin auf jeden Fall froh, dass wir mit Thure da waren.
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Cecalein

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« Antwort #22 am: 20. Dezember 2011, 21:12:44 »
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« Letzte Änderung: 23. Dezember 2011, 15:39:18 von ʏαмι »

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« Antwort #23 am: 20. Dezember 2011, 23:29:17 »
Oh weh nein, ich wollte jetzt nicht damit sagen, dass ich es nicht glaube, dass sich sowas auch einfach verwachsen kann. Ich bin lediglich neugierig. Meine Halswirbel sind übrigens auch in Ordnung. Die von Quinn auch (und der hatte ja nichtmal ne Schiefhaltung). Die Skoliose ist zwischen den Schulterblättern. Bei der U-Untersuchung bei der normalen KiÄ hieß es alles tutti, der Orthopäde sagt alles schief  :P.
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« Antwort #24 am: 21. Dezember 2011, 08:10:09 »
@Bettina: Same here...wobei ich neben der Skoliose im LW Bereich noch Probleme mit den Halswirbeln hab... s-:)

Viele Nachfolgeerscheinungen zeigen sich auch erst später...daher würde ich immernoch empfehlen, lieber zum Ostheopathen-schaden tut es nichts und es kann eigentlich nur besser werden..da ich selbst so extreme Probleme habe, habe ich das gerne gemacht, um es meinen Kinder hoffentlich zu ersparen!

 

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