Autor Thema: Matteo Maximilian - Frühstart mit Hindernissen  (Gelesen 5050 mal)

knuffi01

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Matteo Maximilian - Frühstart mit Hindernissen
« am: 06. Januar 2012, 19:56:43 »
9.11.2011
Ich hatte mir für diesen Tag einen Termin zur Geburtsplanung im Krankenhaus gemacht, da ich mit den Untersuchungsmethoden meiner Frauenärztin nicht ganz zufrieden war. Da meine Frauenärztin kaum die Kindslage untersucht hat wusste ich nicht so genau wie mein kleiner Mann lag. Ich wusste nur dass er 14 Tage vorher in SL lag und das fand ich so super da er die ganze SS in BEL lag.
Nun war der Termin in der Klinik und die Ärztin fragte mich wie ich den Entbinden möchte. Ich natürlich gleich gesagt das ich eine natürliche Geburt hätte da der kleine ja in SL lag. Die Ärztin hatte sich noch alles notiert und dann ging es zum US. Und da kam dann der Schock mein kleiner Mann lag in BEL (bis dahin bin ich ja noch von SL ausgegangen weil das meine FA immer in den Mutterpass geschrieben hat). Nun gut das hieße jetzt ich muss mich entscheiden ob ich spontan entbinden möchte trotz BEL oder Kaiserschnitt haben will. Da meine SS nicht so gut verlaufen ist, war für mich sofort klar das ich einen Kaiserschnitt haben möchte. Nun der wurde dann auch gleich geplant für den 29.11.2011.

13.11.2011
An diesem Tag waren wir bei meiner Oma zum Essen eingeladen und ich hatte mich auch schon sehr gefreut. Gegen 9.30 Uhr war ich noch duschen gewesen und da hatte ich das erste Mal so ein komisches ziehen im Bauch gehabt. Ich habe mich dann auf die Couch gesetzt und nach kurzer Zeit war das ziehen auch wieder weg. Also habe ich mir darüber nicht so viele Gedanken gemacht. Danach habe ich mich fertig gemacht weil wir ja dann auch los fahren wollten. Als ich dann endlich fertig war (das war so gegen 10.30 Uhr) hatte ich wieder so ein leichtes ziehen im Bauch. Da habe ich mir auch noch nicht so viele Gedanken gemacht und wir sind zu meiner Oma gefahren. Dort haben wir dann Mittag gegessen und als ich aufstehen wollte hatte ich richtig schmerzhaftes ziehen gehabt, welches kaum auszuhalten war. Ich hab mir zwar immer noch keine Gedanken gemacht aber mein Mann meinte er fährt mit mir jetzt ins KH und lässt das klären. Ich muss dazu sagen ich hatte vorher noch nie Wehen gehabt und wusste auch nicht wie sie sich anfühlen. Meine Mum war so aufgeregt das sie gleich mit fahren wollte. Also haben wir meine Stieftochter bei meiner Oma und meinem Papa gelassen und sind Richtung KH gefahren. Da waren ungefähr 25 km. Während der Fahrt hatte ich immer wieder dieses ziehen gehabt und wir haben mal nach der Zeit geschaut. Das ziehen kam so aller 5 bis 10 Minuten. Mein Mann meinte nur das könnten schon Wehen sein. Da wurde mir dann schon etwas anders da es ja noch 14 Tage bis zum geplanten KS waren. Im KH endlich angekommen musste ich erst mal ans CTG. Zum Glück kannte ich schon die Hebamme die Dienst hatte da die mit mir schon zur Geburtsplanung gesprochen hat. Auf den CTG waren dann schon Wehen zu sehen aber nicht sehr starke. Trotzdem sollte ich sie weg atmen. Nach dem CTG kam die Ärztin und ich bin mit ihr zur Untersuchung. Sie hat dann US gemacht und das Kind lag weiterhin in BEL. Also hieß es ich muss da bleiben und der KS wird heute oder morgen noch gemacht.
Ich nun wieder in den Kreißsaal und die Hebamme hat den MuMu abgetastet. Der war aber fest verschlossen. Also erstmal keine Panik da ich eh warten musste da ich ja vorher noch gegessen hatte. Deswegen wurde ich wieder ans CTG angeschlossen. Wehen weiterhin vorhanden aber nur leichte. Nach 30 Minuten wurde CTG wieder abgemacht und MuMu wieder abgetastet und nun meinte die Hebamme es ist Fingerdurchlässig. Also sie die Ärztin angerufen das wir nicht mehr lange warten sollten. Kurz darauf kam der Anästhesist und hat mit mir über die Narkose gesprochen. Und dann wurde mir gesagt das 18 Uhr der KS gemacht wird. Es war gerade 15 Uhr. Nun hieß es warten und Wehen weiter schön veratmen. Die Stunden bis 18 Uhr vergingen nur sehr langsam. In der Zwischenzeit haben wir meine Mum nach hause geschickt das sie eh nichts machen konnte.
Nun war es endlich kurz vor 18 Uhr und plötzlich kam der Anästhesist und meinte es kam gerade ein Notfall rein und  ich müsste warten. Wir waren alle total geschockt weil ich schon fertig war um in den OP zu fahren. Die Hebamme hat gleich die Ärztin angerufen und ihr gesagt das wir nicht mehr warten können da sich der MuMu weiter öffnet und die Wehen aller 4 Minuten kommen. Es wurde nun das 2. OP-Team angerufen und plötzlich ging alles ganz schnell. Ich in den OP, PDA wurde gelegt was höllische Schmerzen waren. Danach wurde ich vorbereitet und mein Mann durfte zu mir. Der KS war schon voll in Gange als irgendein Depp gemeint hat das Kind schreit doch Gar nicht. Doch zu diesem Zeitpunkt war ein noch nicht geboren. Kurze Zeit drauf haben wir aber unser Kind schreien gehört und ich war einfach nur noch glücklich. Die Ärztin meinte dann nur das es eine Junge ist. Und schon wurde er von der Hebamme nach draußen zum Kinderarzt gebracht. Da ich ja erst bei 36+6 war und somit der kleine als Frühgeburt zählt. Aber ich habe ihn die ganze Zeit schreien gehört und mein Mann durfte dann auch zu ihm raus. Danach haben sie ihn mir kurz gezeigt und dann ist mein Mann mit ihm weg und ich wurde noch zusammen genäht.
Danach wurde ich wieder in den Kreißsaal gebracht und da war mein kleiner Sohn. Er durfte trotz Frühstart bei mir bleiben (was vorher nicht so klar war weil keiner wusste wie es ihm gehen würde wenn er raus kommt).

Nun war er endlich da mein Kleiner Mann Matteo Maximilian,

Gewicht 2.400 Gramm
Größe 44 cm
KU 33 cm

Wir hatten eine Stunden zum Kuscheln und dann kam die Hebamme und sagte das ihr die Atmung von Matteo nicht gefallen würde und sie den Kinderarzt verständigen würde. Der kam auch gleich und ihn mit auf die Kinderstation genommen. Und nun lag ich im Kreißsaal allein und total fertig. Kaum war er da gewesen und Matteo auch schon wieder weg.
Ich wurde dann nochmal zu ihm gefahren und es war für mich einfach nur ein Schock. Matteo lag am Tropf und wurde mit Sauerstoff versorgt. Ich lag die ganze Nacht wach und habe nur noch geweint. Aber am nächsten Tag sah alles wieder besser aus und der Sauerstoff war auch schon wieder weg.

Und nach nur 5 Tagen auf der Kinderstation durften Matteo und ich am 18.11.2011 endlich nach Hause.



Mazelda

  • Gast
Antw:Matteo Maximilian - Frühstart mit Hindernissen
« Antwort #1 am: 08. Januar 2012, 19:10:58 »
Herzlichen Glückwunsch nocn zur Geburt von euerm kleinen Mann.
Ging ja auf einmal ganz schnell, da wollte einer unbedingt zu euch :D


 

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