Autor Thema: Lina - Es kommt immer anders als gedacht...  (Gelesen 7935 mal)

Julie0601

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Lina - Es kommt immer anders als gedacht...
« am: 08. März 2012, 16:13:53 »
Am 25.1. bei 39+6 hatte ich den ersten Termin zur Einleitung. Da an dem Tag zu viele Frauen in den Kreißsälen waren, wurde von meiner Hebamme gesagt, dass eine Frau nach Hause geschickt werden wird. Da es mir sehr gut ging und mein Blutdruck auch sehr gut war, haben wir gesagt, wir haben kein Problem, wenn wir nach Hause gehen können. Also haben wir den Tag nochmal genossen im Schwimmbad.

Am nächsten Tag (Donnerstag) bei 40+0 sollte dann eingeleitet werden. Nach dem CTG schreiben, wurde um 11 Uhr das erste Mal Gel gelegt. Mein MuMu war wulstig und der GMH noch nicht ganz zurück gezogen. Nachdem das Gel gelegt war, musste ich 2 Stunden liegen und CTG wurde währenddessen geschrieben. Um 13 Uhr durfte ich dann endlich wieder aufstehen. Wir sind durch das Krankenhaus gelaufen, waren in der Cafeteria was essen. Bis 18 Uhr sind wir gelaufen und haben versucht die Schwerkraft wirken zu lassen. Um 6 sollte dann der Befund festgestellt werden. Es war sehr schmerzhaft und die Ärztin kam nicht richtig ran, ich musste mich auf den Gyn-Stuhl setzen. Der GMH war verstrichen und der MuMu fingerdurchlässig. Dabei wurde ein zweites Mal Gel gelegt. Wehen waren nicht so richtig spürbar. Ich hatte eher das Gefühl, meine Mens zu bekommen. Nach weiteren Stunden auf der Treppe, durfte ich mich gegen 22 Uhr in den Kreißsaal legen und schlafen. Zum Schlafen habe ich mir ein Schlafmittel geben lassen.

Am nächsten Morgen (Freitag) wurde wieder der Befund fest gestellt, aber es hat sich auch über die Nacht nichts getan. Also wurde ich auf die Gyn-Station verlegt und mein Freund und ich sind wieder Kilometer durch's Krankenhaus gelaufen. Ab und zu wurde CTG geschrieben. Gegen 21 Uhr hat mein Freund dann mit meiner Hebamme gesprochen, ob wir nicht nach Hause können, weil sich nichts getan hat und es mir von Stunde zu Stunde schlechter ging. Alle die eingeleitet wurden, hatten ihre Kinder in der Hand nur wir liefen und liefen die Treppen hoch und runter. Meine Hebamme redete dann mit der Ärztin und diese meinte, dass ich nach ihrer Rechnung eh erst bei 39+6 bin, außerdem war mein Blutdruck im Krankenhaus immer super, und es steht nichts im Wege, dass ich nach Hause darf. Also waren wir halb 10 abends im Auto auf dem Weg nach Hause ohne Mäuschen in der Babyschale sondern noch im Bauch. Die einzige Auflage bestand darin, dass ich jeden Tag zum CTG kommen soll, und am Montag wird alles andere besprochen.

Das CTG Samstag und Sonntag war sehr gut. Montag (40+4) war das CTG und der Blutdruck super, also sollte ich erst am Mittwoch (1.2. 40+6) wieder eingeleitet werden.

Mittwoch zur Einleitung wurde nach dem Befund – GMH verstrichen, MuMu fingerdurchlässig – mit dem Wehentropf eingeleitet. Um 9 Uhr wurde der Wehentropf angelegt. Das CTG unter dem Wehentropf war gut, großartig Wehen hatte ich nicht, es war eher wieder wie Mens-Schmerzen. Nachdem die Wehen am Nachmittag nicht heftiger wurden, hat die Ärztin beschlossen, die Fruchtblase auf zustechen. Gesagt getan, das Fruchtwasser war klar und kein Zeichen zum Übertragen. Nach dem Aufstechen fingen die Wehen richtig an, es war halb 5 nachmittags. Der nächste Befund war bei 2cm. Die nächsten Stunden habe ich die Wehen auf dem Kreisbett im Kraißsaal veratmet. Gegen 20 Uhr durfte ich es dann mal mit der Wanne probieren. Dies brachte kurzzeitige Entspannung, aber nach einer halben Stunde wollte ich dann wieder raus. Ich versuchte verschiedene Positionen auf dem Kreisbett, aber mir wurde schwindelig und ich konnte die Wehen nur in einer aufrechten Seiten-Liegeposition veratmen.
22 Uhr war dann Schichtwechsel der Hebammen und mein Freund kam nur rein und sagte: „Jetzt wirst du dich freuen. Heike hat heute Nachtdienst.“ Heike ist meine Hebamme, bei der ich zum Vorbereitungskurs war und die meine Nachsorge übernehmen sollte. Erstmal kam sie rein und versuchte mit mir zu reden und mich abzulenken, was natürlich nicht klappte. Die Wehen wurden immer schlimmer und dann wusste ich,warum es Wehen heißt. Es tut ganz schön weh. Gegen halb 11 wurde mir dann eine Schmerzspritze gegeben, ich konnte mich ein bisschen entspannen und weiter Kraft sammeln. Als es dann wieder immer schlimmer wurde mit den Wehen, entschied ich mit meiner Hebamme zusammen, dass mir eine PDA gelegt wird. Diese wurde mir dann halb 12 nachts gelegt. Die PDA wurde gelegt und der Wehentropf wurde wieder auf Höchstdosis gedreht. Und dann kam der Schock – die Wehen blieben einfach weg. Der Tropf lief und lief und ich hatte  keine einzige Wehe mehr. Es war einfach alles weg. Meine Hebamme hat die Dosis auf 7ml/h erhöht, aber es brachte nichts. Kurz vor 1 Uhr sollte dann der Befund wieder festgestellt werden. Der Befund lag immer noch bei 2cm. Also haben 8 Stunden Eröffnungswehen nichts gebracht. Es war einfach verflixt. Da kam dann auch die Ärztin wieder dazu und wir haben und gemeinsam für den Kaiserschnitt entschieden, da es ein Geburtsstillstand war.

1:15Uhr wurde ich dann in den OP gefahren. Mein Freund hat im Kreißsaal gewartet, er wollte nich mit in den OP.
Im OP wurde dann die PDA weiter aufgespritzt, sodass ich keine Vollnarkose brauchte.
1:57Uhr kam dann unsere Kleine Maus Lina zur Welt. Sie hat sofort geschrien und mir liefen die Tränen übers Gesicht. Nach dem abnabeln wurde sie mir sofort gezeigt. Dann hat meine Hebamme und die Kinderärztin die Kleine untersucht und sie wurde mir noch einmal gezeigt. Beim Gehen sagte meine Hebamme dann, wenn nichts los ist, kommt mein Freund und Lina dann in den Aufwachraum.
Gegen 3 Uhr wurde ich dann in den Aufwachraum gebracht. Und halb 4 kam mein Freund mit Lina und der Hebamme in den Aufwachraum und die Kleine wurde mir sofort an die Brust angelegt. Wir entschieden uns für diesen Tag ein Familienzimmer zu nehmen. Mein Freund ging gegen um 5 Uhr auf das Zimmer und ich wurde halb 6 hinterher gebracht.
Dann war die kleine Familie komplett und wir einfach froh, Lina im Arm halten zu dürfen.

Lina
3310g
49cm
35,5cm KU

Laut Kinderärztin wäre Lina laut Natur noch 2 Wochen im Bauch geblieben, sie war immer noch voller Käseschmiere. Dies könnte ein Grund sein, warum mein Körper auf die Einleitungsversuche trotz einer Woche über dem Termin nicht reagiert hat. Dies sind aber alles nur Spekulationen. Das wichtigste war: Lina ist gesund und munter.





 

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