Autor Thema: HILFE!!!! Meine 6 jährige Tochter treibt mich in den Wahnsinn  (Gelesen 32414 mal)

lotte81

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Antw:HILFE!!!! Meine 6 jährige Tochter treibt mich in den Wahnsinn
« Antwort #25 am: 21. Februar 2016, 10:34:28 »
Keine Ahnung ob "Respekt" das Zauberwort ist...ich denke eher, dass sie da nicht in ihre Automatismen verfällt... das ganze würde dann ja wirklich dafür sprechen, dass in eurer Kommunikation was schief läuft und sich eingeschlichen hat. Was wiederum für Erziehungsberatung spricht. Ich kann das auch aus persönlicher Erfahrung nur empfehlen. Manchmal reicht es, wenn mal ein "Fachmann" von außen drauf schaut und Hilfestellungen gibt.

Andererseits würde ich schauen, wie viel dein Mann übernehmen kann. Klar, Selbstständige sind oft viel eingespannt. Aber vielleicht kann er seine Termine ja so schieben, dass er morgens da ist, bis sie fertig angezogen ist und das selbe dann evtl. abends.

Ach so, selbst wenn es dir unangenehm ist, wenn sie im Schlafanzug frühstück, spricht ja nichts dagegen, dass sie sich erst die Zähne putzt und kämmt, bevor sie irgendwas andere macht, so wäre sie zumindest schon mal "halb fertig" und müsste nicht ungekämmt und mit nicht geputzten Zähnen vor die Tür.....


Laufen von euch aus noch andre Kinder zur Schule? Kann sie sich da nicht verabreden und mitlaufen? So hätte sie zum einen die zeitliche Einschränkung sich beeilen zu müssen, weil die anderen sonst weg sind udn sie alleine läuft, zum anderen hättest du keinen Stress und könntest mit der Kleinen los, wenn sie weg ist..... Und da es zeitlich unabhängig voneinander ist, glaube ich auch nicht, dass es wirklich Stress gibt. Spricht nicht irgendwas gravierendes dagegen (Wirkliche Gefahren auf dem Schulweg oder extrem weitere Strecke) wird ja eh IMMER empfohlen die Kinder laufen zu lassen...auch das fördert ihre Eigenständigkeit und kann eure Beziehung entlasten....


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« Antwort #26 am: 21. Februar 2016, 10:46:05 »
Ich lese heraus, dass du verzweifelt und gestresst bist. Und ich denke das ist eins der Probleme. Du stehst deinem Kind nicht mehr unbelastet gegenüber und das spürt sie. Auch wenn du noch so sehr sagst nein, das stimmt nicht. Es gibt einfach Dinge, die spüren Kinder. Mit Respekt hat das meiner Meinung nach rein gar nix zu tun.
Ich würde versuchen auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Ich schmiere meinem Viertklässler noch Brot, wenn er mag, er darf jederzeit in mein Bett kommen und ich würde ihm auch beim Anziehen helfen. Klar kann er das alleine. Das eine hat mit dem anderen aber nix zu tun.
Ich seh das so, wenn er 20 ist wird er sich schon alleine anziehen.  ;)

Da die Situation ziemlich eingefahren ist bei euch würde ich auch unbedingt zu einer Erziehungsberatung raten.

Hubs

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« Antwort #27 am: 21. Februar 2016, 10:56:19 »
Ich habe das Gefühl, dass du zunächst eine ganz wichtige Grundlage schaffen musst: Akzeptiere und liebe sie so wie sie ist. Mit allen Ecken und Kanten, mit ihrer Neurodermitis,  ihren schiefen Zähnen, ihren Wutausbrüchen und Anschuldigungen.  Bedingungslos. Damit erreichst du eine Basis, die sie braucht um zu kooperieren.  Hinterfrage nicht, ob es für Dich Sinn macht wegen einer Unterhose, Creme oder einem Radiergummi auszuticken. Für deine Tochter ist es in dem Moment ein Grund. Nimm ihre Gefühle wahr und akzeptiere sie. Das bedeutet nicht, dass du ihr deswegen alle Wünsche erfüllst. Aber sie fasst Vertrauen zu Dir und eeiner Reaktion.  Langfristig kann sie nur so kooperieren,  wenn auch nicht akut in jeder Situation. 
Und gerade in den Momenten, in denen sie ausflippt , braucht sie deine bedingungslose Liebe.

Bei uns ist auch nicht alles rosarot. Mein Kleiner kann so richtig aus der Haut fahren. Da hilft gar nix mehr. Und ja,  wenn er mich anschreit, randaliert und um sich schlägt, sag ich ihm manchmal wie sehr ich ihn liebe. Das hilft ihm mehr als wenn er hört dass er sich nicht so aufführen soll.

Miri

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« Antwort #28 am: 21. Februar 2016, 11:06:45 »
Ich weiß nicht, ob ich es erwähnt hatte, wir/ich war bei einer Erziehungsberatung, die Dame war auch sehr sehr nett, wir haben Tips bekommen. Wir hatten 1 1/2 Stunden wo sie nur die Kinder unter die Lupe genommen hat. Dann war ich noch zweimal alleine da, sie kann mir auch nur die Tips und Ratschläge geben, was man alles weiß die Praxis sieht meist anders aus als die Theorie.
Sie möchte nicht alleine zur Schule laufen , dann fühlt sie sich ungerecht behandelt. Aber da rede ich heute nochmal mit ihr drüber, evtl möchte sie doch alleine gehen. Sie ist ja schon groß.
Ich liebe Sie bedingungslos so wie sie ist, das steht ausser Frage. Doch ich habe auch meine Bedürfnisse.
Und was den Vater angeht, das macht er nicht, da dürfte ich ihn  nicht einmal drauf ansprechen, ob er zu Hause bleibt bis sie angezogen ist - er sieht es als klassische Rollenverteilung, er hat nicht einmal die Kinder gewickelt und ich hatte zwei Kleinkinder, die beiden sind 13 Monate auseinander. Ich muss mich damit abfinden, das es eben nunmal so ist.  :-\

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« Antwort #29 am: 21. Februar 2016, 11:09:02 »
Ich lese heraus, dass du verzweifelt und gestresst bist. Und ich denke das ist eins der Probleme. Du stehst deinem Kind nicht mehr unbelastet gegenüber und das spürt sie. Auch wenn du noch so sehr sagst nein, das stimmt nicht. Es gibt einfach Dinge, die spüren Kinder. Mit Respekt hat das meiner Meinung nach rein gar nix zu tun.
Ich würde versuchen auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Ich schmiere meinem Viertklässler noch Brot, wenn er mag, er darf jederzeit in mein Bett kommen und ich würde ihm auch beim Anziehen helfen. Klar kann er das alleine. Das eine hat mit dem anderen aber nix zu tun.
Ich seh das so, wenn er 20 ist wird er sich schon alleine anziehen.  ;)



Da die Situation ziemlich eingefahren ist bei euch würde ich auch unbedingt zu einer Erziehungsberatung raten.

- und ja ich bin sehr gestresst- ich schmiere meinen Kindern auch das Brot ich kuschel mit Ihnen, ich wische beiden noch den Hintern ab, wenn sie mich rufen.

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lotte81

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« Antwort #30 am: 21. Februar 2016, 11:12:46 »
Das ist traurig für dich, wie ich finde. Du wirst da mit dem Stress zweier Kinder mit einem so kurzem Altersabstand von Anfang an allein gelassen (13 Monate Altersabstand erklärt auhc die extreme Eifersucht und Vergleicherei der Großen.) Musst du dich damit wirklich abfinden? Kannst du da nicht mal auf den Tisch hauen und dir Hilfe einfordern  :-\ Ich finde, man liest wirklich raus, wie schlecht es dir auch selber in der Situation geht und dass du manchmal einfach Luft brauchst und vielleicht jemanden, der dich da stützt und "Rausholt" .....
Du hast ja wirklich schon einiges versucht......
Versuch wirklich noch mal wegen des Schulwegs mit ihr zu reden und evtl. auch in einem ruhigen Moment mal mit ihr sprechen, wie sie das ganze so erlebt

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« Antwort #31 am: 21. Februar 2016, 11:21:38 »
Deine Tochter ist 6, das ist nicht groß.
Ich mag mich Hubs anschließen, du hast soviel versucht, versuch doch einfach mal deine Erwartungen rauszunehmen. Sie spürt das.

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« Antwort #32 am: 21. Februar 2016, 11:29:04 »
Das ist traurig für dich, wie ich finde. Du wirst da mit dem Stress zweier Kinder mit einem so kurzem Altersabstand von Anfang an allein gelassen (13 Monate Altersabstand erklärt auhc die extreme Eifersucht und Vergleicherei der Großen.) Musst du dich damit wirklich abfinden? Kannst du da nicht mal auf den Tisch hauen und dir Hilfe einfordern  :-\ Ich finde, man liest wirklich raus, wie schlecht es dir auch selber in der Situation geht und dass du manchmal einfach Luft brauchst und vielleicht jemanden, der dich da stützt und "Rausholt" .....
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tja, so ist das, ich muss mich damit abfinden Entweder ich trenne mich von einem Menschen den ich sehr sehr liebe. Oder ich finde mich damit ab. Mein Mann hat ein Riesengroßes Herz, er ist ein Macher und ermöglicht uns wirklich sehr sehr viel. Doch ich bin von Anfang an komplett alleine. Nach der Geburt ist er nicht einen Tag zu Hause geblieben, von daher. Für ihn ist das auch kein Stress, Kinder waren schon immer da und sind schon immer irgendwie groß geworden-in unserer heutigen Zeit macht man sich seines Erachtens um jeden Klacks Gedanken.

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« Antwort #33 am: 21. Februar 2016, 11:40:35 »
Und achte auf Dich selbst. Es ist schwer aus der Ferne zu beurteilen,  vielleicht liege ich falsch und verstehe es nicht als Unterstellung.  Vielleicht zeigt das Verhalten Deiner Tochter auch, wie sehr du aus dem Gleichgewicht bist. Manchmal hilft es sich selbst stärker ins Visir zu nehmen und zu hinterfragen, was gerade los ist.

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« Antwort #34 am: 21. Februar 2016, 11:50:48 »
Die Situation mit deinem Mann muss geklärt werden, denn so sieht keine Familie aus. Und so sieht auch kein riesen großes Herz aus, wie du es beschreibst... Du kommst an deine Grenze und brauchst Hilfe und er zeigt kein Verständnis, das ist blanker Egoismus und macht dich kaputt.

Dein Mann MUSS dich unterstützen, denn auch dazu ist ein Partner da: sich darum zu kümmern, dass er Andere nicht kaputt geht.

Ein bisschen ist das fast ein Spiegel: dein Mann sieht deine Bedürfnisse und Probleme als unverständlich und nicht relevant und das gibst du an die Kleine weiter.

Ohne Rückhalt vom Mann wirst du aus der Situation nur schwer heraus kommen. Deine Tochter braucht Hilfe, du brauchst Hilfe. Und dafür muss er Verantwortung tragen.

Als schnelle Erstlösung bleibe ich dabei, gestehe ihr in solchen Fällen einfach mehr Willen zu, auch wenn du es nicht verstehst. Es geht da ja oft un Wille gegen Wille, da musst nicht immer du diejenige sein, die gewinnt. Auf lange Sicht könnt ihr gemeinsam versuchen an euer Beziehung zu arbeiten, deine Tochter und du!

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« Antwort #35 am: 21. Februar 2016, 12:06:57 »
Mein Mann hilft mir schon, wenn er da ist, indem er Verständnis zeigt. Ich kann ihn aber auch nicht unterstützen auch wenn ich es gerne wollen würde. Doch er hat ein Riesengroßes Herz, da bleibe ich auch bei, er sieht auch meine Bedürfnisse allerdings kann und wird er sie nicht erfüllen. Und ich denke alleinerziehend wäre ich noch schlechter dran. Ich sehe auch die Bedürfnisse meiner Tochter und versuche sie zu erfüllen.
Doch wenn man alles versucht und es immer wieder was anderes ist ( das Problem ) dann fragt man sich ob es falsch ist bei jedem neuem Problem wieder zu helfen .
Ich spüre es ich, weiß das es nicht die Unterhose, Hose etc. ist, klar vielleicht im ersten Moment, aber sie ist da wie ich steigert sich dann so sehr da hinein das es immer schlimmer wird.
Ich kann meinen Partner leider auch nicht unterstützen, er hat jeden Tag ein Unternehmen mit knapp 600 Mitarbeitern zu führen und ich bin für die 2 Kinder da, er kommt momentan auch an seine Grenzen was den Job angeht. Und kommt ausgelaugt nacjh Hause.
Mit einem Mann der krank wird kann ich dann noch weniger anfangen.
Mir reicht, wenn er Verständnis zeigt und nich auch auf mir herumhackt.

Meph

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« Antwort #36 am: 21. Februar 2016, 12:34:59 »
Wie wäre es denn mit Entlastung für dich z.b. durch eine Putzfee und ein Au-Pair? Oder eine Haushälterin, die mit nach den Kindern schaut? So könnte sich die Situation auch entspannen... Finanziell müsste das ja in Eurer Situation machbar sein.

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« Antwort #37 am: 21. Februar 2016, 12:44:58 »
Es sind ja nur immer die Momentaufnahmen, halt Morgens beim Anziehen und abends beim Zubettgehen. Da bringt mir eine Putzfee oder ein Au Pair wenig, ich gehe ja wenig arbeiten, dann fühle ich mich sehr unproduktiv. Was soll ich denn in der Zeit machen  :o s-:) Ich habe schon genug Zeit für mich, wir haben eine Nanny die regelmäßig 1-2 die Woche da ist, seitdem die Kleine 1 Monat alt ist. Es sind die Momentaufnahmen.

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« Antwort #38 am: 21. Februar 2016, 12:48:57 »
ich hätte genauso reagiert wegen dem radiergummi und ich finde es gut dass sie da konsequent war.. vorallem so wie sich ihre tochter ihr gegenüber benimmt

Miri

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« Antwort #39 am: 21. Februar 2016, 12:51:35 »
 :) Danke.
Ja ich bin ja schon immer lieb, helfe, rede Ihr gut zu . Aber heute kommen wir ja nicht einmal aus dem Haus, da sie sich nicht anziehen will.
Ich kann doch nicht alles durchgehen lassen. Vor allen Dingen ist ja auch wie sie die Dinge sagt, Du machst das jetzt sofort und dann nur am, Schreien.

Mir ist das jetzt egal, bleiben wir eben zu Hause, ich habe keine Nerven mehr dafür.
« Letzte Änderung: 21. Februar 2016, 13:19:11 von Miri »

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« Antwort #40 am: 21. Februar 2016, 13:33:57 »
Viel beitragen kann ich zu dem Thema nicht, außer, dass mir auch scheint, dass Ihr in irgendeiner Weise Hilfe braucht – vor Ort und nicht nur gute Ratschläge aus der Ferne. Du hast ja schon nach Hilfe gesucht, das Richtige war bloß noch nicht dabei. Was mir noch einfiel (vielleicht ist das aber auch mit Kanonen auf Spatzen geschossen, kann ich nicht beurteilen): es gibt sozialpädagogische Familienhelferinnen, die direkt in die Familien kommen zum Beraten, Entlasten und Helfen. In Eurem Fall scheinst Du ja jemanden zu benötigen, der Dir vor allem früh am Morgen zur Seite steht, damit die Situation nicht eskaliert ...

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« Antwort #41 am: 21. Februar 2016, 13:41:13 »
 :afro:
bevor es soweit kommt, versuche ich es doch noch einige Wochen selber ;-)
Aber es zerrt alles schon an den Nerven, ich schaue mal wie es morgen früh läuft!
Hätte ja sein können, das jemand ein ähnliches Problem hat.

Fliegenpilz

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« Antwort #42 am: 21. Februar 2016, 13:44:45 »
Ich versuche mich mal an einem Posting, denn es scheint eine wirklich schwierige Thematik zu sein - zudem schreibe ich und lese nebenbei weiter, verzeih mir also bitte liebe Miri, wenn sich eine Antwort doppelt.

Zu erst einmal - und da spreche ich nur alleine von mir: Ich mag das Wort "normal" nicht und ich kriege richtige Aggressionen, wenn jemand in meinem Umfeld zu mir oder unseren Kindern (aus welchem Grund auch immer) sagt, dass das Kind nicht normal sei.
Wer bestimmt die Normalität und wieso halten wir an so festen (Verhaltens-)Mustern fest, die uns alle mehr belasten als helfen in gewissen Situationen?


Zum zu spät kommen:
Wäre es eventuell eine Option, dass du die Kleine pünktlich wegbringst und der Großen somit Zeit einräumst sich noch weiter fertig zu machen und sie dann zur Schule zu bringen.
Klar, es wäre doppelte Fahrerei, aber es scheint ja auch kein zu großer Weg zu sein laut deiner Schilderung. Zudem käme die Kleine zu ihrem "Recht" und würde nicht ggf. noch Groll gegen ihre große Schwester aufbauen, welcher dann wieder zu weiteren Anspannungen familiär führt.


Zu den Unterhosen:
Ich verstehe die Problematik, sehe aber eine weitere: Zu viel Auswahl!
Sie hat vierzig Unterhosen ausprobiert? Lege ihr drei Unterhosen in die Schublade, drei verschiedene. Und diese kann sie probieren.
Auch wenn sie Probleme hat, so sind vierzig Unterhosen zu viel Entscheidungspotential und zu dem eigentlichen Problem verrennt sie sich nicht zusätzlich.


Fragen:
Wie geht dein Mann mit der Situation um, wenn er sie in diesem Ausmaß mitbekommt?
Ich denke nicht, dass eure Tochter mehr Respekt vor ihrem Vater hat sondern das er anders auf ihre Bedürfnisse eingeht, vielleicht auch weil er nicht dauerhaft für eure Kinder zuständig ist und sich nicht in diesem Teufelskreis befindet - oftmals ist dann doch mehr Geduld vorhanden.
Unsere Mädchen verhalten sich auch anders bei ihrem Vater und bei mir. Aber nicht weil sie einen von uns mehr fürchten oder respektieren, sondern weil auch wir Eltern verschieden sind und mit Situationen einfach anders umgehen - aber da gibt es für uns kein "richtig" oder "falsch". Es ist halt auch einfach die Sache wie wir selbst gerade gelaunt sind, wie viel Schlaf wir hatten, was noch am Tag anliegt .. und sowas überträgt sich alles auf die Kinder.
Mein Mann ist auch selbstständig und meist 15 - 16 Stunden am Tag außer Haus, dennoch hat er zu 90% die Kinder am Morgen, weil ich zu dieser Zeit schon arbeiten sind. Bin ich dann doch mal während Schultagen am Morgen Zuhause, dann drehen beide Kinder total auf und versuchen "den Larry" mit mir zu machen, sie sind aus ihrem täglichen Ritual raus und schauen dann was bei mir alles möglich ist was beim Papa nicht geht.
Ja, am Anfang habe ich mich darüber geärgert wieso er die Kinder nach 45 Minuten gestriegelt im Auto sitzen hat, die Kinder alles dabei haben und auf dem Weg sind. Bei mir haben sie fast das doppelte an Zeit und an alles muss ich dreimal erinnern und fünfmal ermahnen - und dann sitzen wir im Auto und ich muss doch noch einmal reingehen, weil dies oder jenes fehlt. Das liegt aber an mir - ich durchbreche ihr Ritual, ich bin quasi "der Störenfried".

Hast du mal ein Tagebuch angelegt und die Auffälligkeiten in ihrem Verhalten aufgeschrieben - Uhrzeiten, eigene Stimmung (also die deine), generelle Familienstimmung, Auslöser!?
Da können oft Ansätze zur Lösung gefunden werden.

Wie ist es mit Schulsport? Da geht es ja auch um Kleidungswechsel.
Hat sie Hobbies, denen sie nachgeht?

Hast du Zeiten für dich? Was machst du für dich als Ausgleich?
Habt ihr Zeit als Paar? Habt ihr Familie in der Nähe, die euch helfen kann?



Deine Tochter möchte nicht erreichen, dass du alles für sie machst - deine Tochter möchte (so denke ich), dass du sie so akzeptierst wie sie ist und ihr Hilfestellung in den Bereichen gibst, die sie selbst nicht kontrollieren oder für sich selbst gut lösen kann.
Und das ist das was alle Kinder wollen, halt nur in einem unterschiedlichen Maß.



Ohhh, Meph - Beitrag #11 ist wundervoll!

@lotte81
Unsere Kleine liebt auch enge Sachen, wenn sie dürfte wie sie wollen würde, dann würde sie dauerhaft zu jedem Anlass ihre Sportkleidung tragen. Sie kann weite Hosen auch nicht ertragen und fühlt sich auch deutlich unwohl.

Miri

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« Antwort #43 am: 21. Februar 2016, 14:18:07 »
@Fliegenpilz
mit dem nicht Normal sein hast du Recht, da habe ich mich falsch ausgedrückt, wenn es danach ginge bin ich auch nicht Normal und ein jeder von uns, es gibt nicht normal und unnormal, da hast du Recht.

@ zu dem zu Spät kommen, das würde nicht gut sein die Kleine zuerst wegzubringen, 1. geht der Kindergarten um 09.30 Uhr los, die Schule um 08:10 sprich ich kann die Kleine gar nicht zuerst wegbringen, sie kommt eh pünktlich, das ist es nicht. Mir geht es ja darum das die Große ausgreuht und stressfrei bei der Schule ankommt.

@ zu den Unterhosen, so machen wir es ja 2 oder 3 zur Auswahl die gingen nicht, somit ist sie zu ihrem Schrank hat alle Unterhosen anprobiert und alle "gingen nicht" aber ich werde den Schrank leeren so dass nur noch ca 5 Stück drin liegen.
Aktuell hat sie mal wieder keine an.

tja wie geht mein Mann damit um, gestern Abend durfte sie hier in Nachthemd ohne Unterhose sitzen, er hat nichts gesagt "lass sie doch" mich hat das gereizt, ich möchte eigentlich das sie lernt das eine Unterhose dazu gehört  s-:) :P tja aber dann zieht sie eben keine an, ( nach all den Kommentaren scheint es ja nicht so schlimm )
ich arbeite nicht, also habe ich die Kinder komplett.
wenn ich mal unterwegs bin und mein Mann die Kinder hat klappt alles wie am Schnürchen, aber mich stört das er dann z.B das Eincremen vergisst oder überall Klamotten herumliegen.

Beim Schulsport klappt alles ohne Probleme, zudem geht sie Reiten, zum Karate und zum Ballett und samstags noch zum SChwimmen.
Ich mache bestimmt alle 3 Monate einen WEllnesstag, ich habe vormittags viel Zeit für mich.
Jeden Dienstag gehe ich mit meinem Mann essen. Wir gehen ins Kino, Theater, Konzerte.
Meine Mutter ist in der Nähe, aber das Verhältniss , naja sie meint alles besser zu wissen, dabei ist sie ja gar nicht dabei  und hat auch nicht den Durchblick bzw noch eine andere Einstellung, sie unterstützt und ich habe sie gerne, aber darüber möchte ich eigentlich nicht mit denen reden. Deswegen habe ich mich an ein Forum gewendet, damit ich es nicht nach Aussen trage.

Fliegenpilz

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« Antwort #44 am: 21. Februar 2016, 14:26:19 »
Also Nachthemd ohne Unterhose würde mich nun nicht stören. Da ist doch alles verdeckt, wenn sie sich setzt, dann sitzt sie auf dem Nachthemd.
Da ist halt wieder "aber das macht MAN so!"-Denken. Wo steht diese Regel geschrieben und wer sagt, dass diese Regel jeden Menschen glücklich macht oder gut tut?
Natürlich ist es mir lieber, wenn unsere Kinder Unterwäsche tragen. Ich weiß aber auch was für ein tolles Gefühl es ist nackt unter der frisch gewaschenen Bettdecke zu liegen. Seufz! Oder wie gerne ich am Morgen ohne Unterwäsche, lediglich Pyjama oder Bademantel an, am Frühstückstisch sitze. Es ist einfach eine Freiheit, für mich.

MUSS eure Tochter jeden Abend eingecremt werden oder kann der Zeitraum ggf. ausgeweitet werden?
Ich bin ein Mensch der Creme auf der Haut hasst. Manche brauchen eine Tube Handcreme in der Woche (ich arbeite in einem Beruf bei dem das sehr häufige Desinfizieren der Hände Pflicht ist und das greift ja die Haut auf Dauer an), ich habe meine gerade nach einem Jahr Öffnungszeit entsorgt und gegen eine Neue ersetzt. Meine Hände sind in Ordnung, ich creme nur nach Bedarf.
Mein Mann und unsere kleine Tochter haben auch Neurodermitis, beide cremen auch nur nach Bedarf und kommen mit der Regelung sehr gut klar.

Ich empfinde das Reden mit der Familie sehr wichtig, einfach damit sie auch sehen welche Problematik vorhanden ist - und dir ggf. helfen können diesen Kreislauf zu durchbrechen. Wenn dein Mann nicht gewillt ist (und mir fehlt wirklich das Verständnis, ich vermute er wollte genauso eure Kinder wie du), dann kann doch vielleicht deine Mutter morgens vorbei kommen und euch helfen, die Spannung rausnehmen, so dass ihr lernt wieder ruhig miteinander umzugehen.

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« Antwort #45 am: 21. Februar 2016, 14:46:08 »
@Fliegenpilz- natürlich hat er genauso  Kinder gewollt doch er meint das bekomme ich alleine hin.
Aber das was Du geschrieben hast, danke das hat mich ein Stück weit weitergebracht, wo steht die Regel geschrieben, das man überhaupt Unterhosen anziehen muss.
Das meine Mum jeden Morgen vorbei kommt, dafür ist es zu weit ausserdem würde mein Mann da dann die Krise bekommen, von wegen, ob ich das nicht alleine hinbekomme -
Meinetwegen kann Sie nach Bedarf eincremen doch in der Reha wurden wir geimpft das die Neurodermitiker jeden Tag eine Pflegecreme brauchen, und seitdem Sie es macht ist Ihre Haut super. Ich habe Angst wenn wir das Schleifen lassen das es wieder schlimmer wird.
das ist dann natürlich wieder meine Schuld, da ich ja mit ihr in der Reha war.

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« Antwort #46 am: 21. Februar 2016, 14:51:46 »
Und was wäre so schlimm deinem Mann zu sagen "Nein, ich bekomme es nicht alleine hin, ich stehe in einer Sackgasse, ich bin verzweifelt und unsere Tochter ebenfalls!"?
Was wäre die Konsequenz daraus für dich? Was wäre die Konsequenz für eure Tochter?

Die Impfung "jeder Mensch mit Neurodermitis muss täglich cremen" ist mir persönlich zu pauschal. Neurodermitis ist ein so großes Feld, es gibt so viele Cremes, so viele verschiedene Lösungen. Mein Mann und unsere Tochter haben z.B. nur in den Wintermonaten (Heizungsluft, Kälte) das Problem. Im Sommer nichts, nada!

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« Antwort #47 am: 21. Februar 2016, 14:54:49 »
 s-:) :o dann würde er sagen " dann mach Du mal nichts und ich kümmere mich alleine um die Kinder, ich bekomme das nämlich hin, ist ja noch schöner wenn deine Mutter kommen muss :-X :-X
Alles nicht so einfach !

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« Antwort #48 am: 21. Februar 2016, 14:57:00 »
Ja, dann ... soll er das doch machen! Ist doch super, vielleicht sieht er dann welche Problematik sich manchmal einfach erst durch den Alltag entwickelt.

Familie ist Zusammenhalt. Füreinander da sein, sich gegenseitig helfen und unterstützen, den anderen (be)stärken, gemeinsam nach Lösungen suchen, Kompromisse eingehen, Liebe!
Früher brauchte es ein ganzes Dorf um Kinder zu erziehen, heute darfst du es alleine machen. Und wenn du Probleme hast oder an dir zweifelst, dann wirst du als unfähig abgestempelt. Nett. Sehr sehr nett.

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« Antwort #49 am: 21. Februar 2016, 15:28:26 »
 :o Tja er darf das nicht einmal wissen das ich hier in einem Forum schreibe ;-)  Er ist auch gerade hier mit den KIndern, er ist da eben ganz anders, die Kinder stehen an erster Stelle, alle Wünsche werden erfüllt, die Kinder sind die Wichtigsten ;)
Keine Regeln etc. Vielleicht bin ich auch z streng ;(

 

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