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Rund um die Erziehung... => 10-15 Jahre => Thema gestartet von: freie Journalistin am 13. März 2014, 16:45:52

Titel: Journalistin sucht Gesprächspartner
Beitrag von: freie Journalistin am 13. März 2014, 16:45:52
Hallo,
ich bin Journalistin und schreibe für die Zeitschrift "Ökotest" einen Artikel zu einer spannenden Erziehungsfrage: Ist Geduld und immer neues Verhandlungsgeschick gefragt, wenn man bei Kindern ein wichtiges Anliegen durchsetzen will? Soll man sich also jahrelang den Mund fusselig reden? Oder gilt Konsequenz: Was gesagt ist, ist gesagt, es wird nicht nachverhandelt?
Wenn jemand von Ihnen Lust hat, mitzumachen: Ich suche je einen Vertreter/ eine Vertreterin für eine der beiden Thesen, also ein Pro (ja, man muss alles drei(tausend)mal sagen, damit es ankommt), ein Contra (nein, ich rede mir nicht den Mund fusselig, sondern erwarte, dass meine Ansagen ernst genommen werden). Wir würden etwa eine Stunde telefonieren, ich schreibe den (nicht sehr langen), Text plus Bild und Name.
Ich freue mich auf Antwort, auch per Telefon, Monika Goetsch 08926018878
Titel: Antw:Journalistin sucht Gesprächspartner
Beitrag von: zuz am 14. März 2014, 12:09:27
Wie wäre es mit weder noch?  ;)
Du beschreibst ja eigentlich 3 unterschiedliche Dinge.
1) Ansage - Gegenargument - Verhandlung - Ergebnis (etwas verkürzt)
2) Ansage - Konsequenz
3) Ansage-Ansage-Ansage-Ansage-Ansage - ???
Es ist ein Unterschied, ob man geduldig und flexibel ist oder ob man sich, wie Du schreibst, den Mund fusselig redet. Bei ersterem nehme ich mich selber ernst, bei letzterem nicht. Und auch wenn man konsequent ist, kann es sein, dass man 100 x dieselben Ansagen macht (und evtl. Konsequenzen folgen lässt).

Meine These wäre: Ich erwarte und setze durch, dass ich ernst genommen werde, bin aber oft bereit, nachzuverhandeln.

Bleibt die Frage: Was ist ein wichtiges Anliegen? Es gibt ja Dinge, die kann man diskutieren (wie viel Nachtisch, wann ins Bett usw.), und Dinge, die kann man nicht diskutieren (an Straßen wird angehalten).

Und drittens: Über welches Alter reden wir? Mit nem 2-Jährigen werde ich sicher weniger diskutieren als mit ner 14-Jährigen.
Titel: Antw:Journalistin sucht Gesprächspartner
Beitrag von: Hubs am 15. März 2014, 14:35:25
Schwarz-Weiß-Ansichten sind doch in Sachen Erziehung eh nicht angebracht. Es gibt Dinge über die wird nicht diskutiert, weil die Regeln klar sind, es gibt Dinge über die wird zur Entscheidungsfindung diskutiert und verhandelt. Zudem sollten Entscheidungen auch entsprechend des Charakters und Verfassung des Kindes getroffen oder ggf. auch nochmal überdacht werden. Da spielt so viel mit rein, dass Pauschalaussagen einfach gar nicht möglich sind.