Autor Thema: Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien  (Gelesen 7613 mal)

Granadina

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Hallo,

Neulich hatte ich ein nettes Mädel aus dem Geburtsvorbereitungskurs nach langer Zeit wiedergetroffen und verabredet, dass ich sie und ihre beiden Mädels (knapp 2 und 4 Jahre alt) mit Gabriel besuchen komme. Die ältere Tochter hatte noch eine Freundin da und die beiden Großen waren auch nett, was man von der knapp Zweijährigen ganz und gar nicht sagen konnte. (Sie ist etwa eineinhalb Monate älter als mein Sohn.) Das Mädel hat Gabriel ständig geschubst und ins Gesicht gekniffen und ihm alles weggenommen, sobald er mit irgendwas spielen wollte (obwohl mehr als genug Spielzeug da war) und ihn wahrscheinlich auch mit Sand beschmissen hat (auf jeden Fall hatte er plötzlich das ganze Gesicht und Shirt voller Sand). Gabriel ist ein ganz lieber, eher schüchterner und sensibler Typ und hat sich gar nicht gewehrt. Ich glaube nicht, dass er sich dort wohl gefühlt hat (wobei der Hof/Garten schön war, mit Sandkasten, Schaukel, Trampolin etc.). Die Mutter sagte, dass ihre Tochter sich gegenüber anderen Mädels nett verhält, aber Jungs nicht so mag. Sie war auch nicht glücklich über das Verhalten ihrer Tochter, aber wußte auch nicht, was sie dagegen tun soll. Bislang ist die Tochter als jüngstes Kind bei einer Tagesmutter und sie hofft, dass es besser wird, wenn sie nach den Sommerferien in den Kindergarten kommt, wo sie mit gleichaltrigen Kindern (Jungs und Mädels) zusammen ist.

Als es um einen möglichen nächsten Besuch ging, habe ich mich sehr zurückhaltend verhalten, woraufhin die Mutter beleidigt war. Sie meinte, ihr wäre es darum gegangen, mich wieder zu treffen und sich mit mir zu unterhalten und die Kinder könnten in dem Alter eh noch nicht entscheiden, mit wem sie zusammen sein wollen und dass es im Kindergarten schließlich auch immer mal Reibereien geben werde. Sehe ich das zu eng und bin eine Oberglucke? Ich finde schon, dass man ganz deutlich sehen kann, welche Kinder sich mögen und welche nicht, auch wenn unsere Kinder sich verbal noch nicht so klar ausdrücken können. Manche Kinder strahlen sich einfach an und teilweise halten sie Händchen und machen Ei oder spielen miteinander Ball oder so und suchen einfach gegenseitig Kontakt. Klar, kommt es in Gruppen auch schon mal vor, dass ein Kind das andere mal schubst oder die Kinder sich um ein Spielzeug streiten, aber so in der Form habe ich das noch nicht erlebt.

Ich weiß nicht, ob es Zufall war, aber zuhause nach dem Abendessen, als ich Gabriel zum Wickeltisch getragen habe (er wollte nicht), hat er mich zum ersten Mal so richtig in die Schulter gebissen, dass es geblutet hat.  :'( (Vorher hatte er nur mal so spielerisch versucht, mich in die Nase oder so zu beißen, aber das ist auch schon Monate her.) Dieses Mal hatte ich den Eindruck, dass er mir bewußt weh tun wollte.  :'( Meint Ihr, da besteht ein Zusammenhang? (Gebissen hat die Kleine - soweit wir mitbekommen haben - nicht.)

Würdet Ihr euch an meiner Stelle nochmal mit denen verabreden oder auch eher nicht? Ich habe den Eindruck, dass die Mutter ein wenig überfordert ist, zumal sie auch wieder arbeitet, seit die Kleine ein Jahr alt ist. (11 Tage im Monat Nachtschicht im Altenheim - sie ist eigentlich Krankenschwester.) Und zudem frage ich mich, ob es in dem Alter schon so etwas wie Freundschaften zwischen Kindern gibt oder ob ich mir das nur einbilde bzw. oder selbst durch mein Verhalten steuere.


Liebe Grüße
Granadina
"Großer Bruder"


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myja78

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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #1 am: 01. August 2013, 10:47:52 »
Ganz ehrlich, ich finde du reagierst da ein bisschen über - nach nur einem Treffen finde ich deine Reaktion schon heftig :-\

Kinder in dem Alter können sich eben noch nicht so ausdrücken - sie tun das eben noch über andere Maßnahmen - hauen, schubsen, beißen, mit Sand werfen, heulen, weglaufen. Das Kinder in diesem Alter zusammen spielen habe ich noch nicht wirklich erlebt, höchstens animiert durch ein großes Kind oder einen Erwachsenen. Und ja, das ist auch im Kiga so!
Du schreibst es war mehr als genug Spielzeug da - ja, das sehen wir so, aber genau das rote Auto, das ist sooooooooo toll und beide Kinder wollen es, oder aber "das ist mein Spielzeug, warum nimmt der Junge das jetzt" so oder so ähnlich wird die Kleine wohl gedacht haben und das ist völlig normal.

Echte Freundschaft beginnt erst so ab ca. 3 Jahren und auch da eher zaghaft. Alles davor ist eher von den Eltern gesteuert.

Das Beißen Abends hat meiner Ansicht nach absolut nichts mit dem Treffen zu tun!

Trefft euch doch beim nächsten Mal bei euch, vielleicht klappt das besser oder aber auf neutralem Boden (Spielplatz) und jeder bringt was zum Spielen für die Kids mit.
Wenn du das Mädel magst, würde ich es versuchen und mich wohl auch bei ihr entschuldigen und ehrlich mit ihr darüber reden. Achso ich denke auch, dass du noch Erstlingsmama bist und sie schon zwei Kids hat, da nimmt man dann einfach vieles gelassener ;) Du kannst noch nicht alle Phasen kennen, die noch vor dir liegen, auch dein Sohn wird mal was machen, was andere Mamas ganz furchtbar finden und dir dann vermutlich recht unangenem ist, ohne dass du viel dagegen tun kannst ;)
« Letzte Änderung: 01. August 2013, 10:49:46 von myja78 »


hallihallo

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« Antwort #2 am: 01. August 2013, 11:11:33 »
Klar gibt es schon richtige Freundschaften in dem alter. Aber es
Spielen lange nicht alle Kinder da schon miteinander.
Einen Versuch würde ich noch machen. Dann aber entweder bei dir Zuhause oder auf unbekannten Terrain. Dann gibt es keinen heimvorteil für die kleine Zicke :D

myja78

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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #3 am: 01. August 2013, 11:17:58 »
Achso, als kleinen Denkanstoss - wie fändest du es, wenn dein Kleiner gemieden wird, weil er sich noch nicht so ausdrücken kann und an einem schlechten Tag einem anderen Kind alles weg nimmt (und der Tag wird kommen, an dem auch er anderen was weg nimmt) :-\

Außerdem kann man ja auch als Mama vorsichtig einschreiten, z.B. hingehen und den beiden Streithähnen Alternativen aufzeigen "du hättest wohl besser gefragt - guck mal xy ist jetzt ganz traurig" "mit dem Ball könnt ihr doch zusammenspielen" (und vormachen wie) "jetzt hast du das rote Auto und dann tauscht ihr gleich mal" (dann etwas später wieder hingehen und den Tausch vollziehen), "gibst du xy denn ein anderes Spielzeug?"
Die wenigsten Mütter reagieren auf einen vorsichtigen Eingriff der anderen Mutter sauer, manche sind sogar froh, da es von anderen beim Kind besser ankommt, als wenn die eigene Mutter eingreift.

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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #4 am: 01. August 2013, 11:38:03 »
Hallo,

ich denke auch, Du reagierst da etwas über. :-\

Auch in der Kinderwelt ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen.

Jonas ist auch ein Kind, das anfangs extreme Schwierigkeiten damit hatte, wenn ein anderes Kind zu uns kam und mit seinen Sachen gespielt hat. Es dauerte ein paar Spielbesuche, dann hatte er verstande, daß niemand ihm was wegnimmt.

Ich würde mich mit der Mutter und dem Kind/den Kindern auch mal bei euch oder auf dem Spielplatz treffen, und schauen, wie es dann abläuft.

Übrigens konnte ich bei meinem Sohn beobachten, wenn er ein Kind nicht mag, läßt er es einfach komplett links liegen. Auseinandersetzen - sowohl positiv, als auch negativ - tut er sich mit Kindern, die er mag und ihm wichtig sind...
 

*Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben:
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« Antwort #5 am: 01. August 2013, 11:59:38 »
Ich mag dich jetzt erstmal drücken. Wenn das Kind das erste mal eine "auf den Deckel" kriegt ist für uns Mamas echt knüppelhart. Deshalb versteh ich deine Reaktion. Aber die anderen haben Recht du reagierst unangemessen. Rede mit der anderen Mutter und findet eine gemeinsame Lösung. Spielplatz oder Freibad wären gute Ideen.

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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #6 am: 01. August 2013, 12:58:15 »
Ich kann verstehen, dass die Erfahrung für dich nicht so schön war :P
Bei Maira war es so, dass sie mit 1,5/knappen 2 Jahren zwar schon in der Krippe einen "Freund" hatte, aber eher zufällig. Das intensivierte sich dann mit dem 2.Krippenjahr immer mehr und so ab 2,5 Jahren etwa haben sich in der Krippe kleine "Grüppchen" gebildet, wo sich Antipathien/Sympathien herauskristallisierten. Noah ist nun ihr "Kumpel" wie sie sagt und sie sagt auch klar, mit wem sie gerne spielen will (die sie nicht so mag, erwähnt sie einfach gar nicht). So wurden die Kinder auch in den Kindergarten eingeteilt.
Ich glaube wirklich, dass eure beiden noch zu jung sind, als dass man da tiefer drüber nachdenken muss, was da passiert ist. Wenn du die Bekannte gerne hast, würde ich es auf jeden Fall nochmal versuchen, vielleicht auf einen Spielplatz fahren oder bei euch treffen, wie hier schon vorgeschlagen wurde.
Ich bin auch sehr emotional, wenn Maira mal von anderen "abgewiesen" wird (hab ich einmal in der Krippe miterlebt), aber eigentlich habe ich da keinen Grund zu, denn einen Tag später war sie mit beiden intensiv am spielen und das Thema, was ich zum Thema gemacht habe einen Tag vorher, war keins mehr ;D
Ich wusste nicht, dass mein Herz so lieben kann


 
 

hallihallo

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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #7 am: 01. August 2013, 14:44:09 »
Klar gibt es schon richtige Freundschaften in dem alter. Aber es
Spielen lange nicht alle Kinder da schon miteinander.
Einen Versuch würde ich noch machen. Dann aber entweder bei dir Zuhause oder auf unbekannten Terrain. Dann gibt es keinen heimvorteil für die kleine Zicke :D

Fliegenpilz

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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #8 am: 01. August 2013, 15:33:23 »
Zitat
Das Mädel hat Gabriel ständig geschubst und ins Gesicht gekniffen und ihm alles weggenommen, sobald er mit irgendwas spielen wollte (obwohl mehr als genug Spielzeug da war) und ihn wahrscheinlich auch mit Sand beschmissen hat (auf jeden Fall hatte er plötzlich das ganze Gesicht und Shirt voller Sand).

Klingt wie bei uns Zuhause, wenn die Mädchen einen schlechten Tag haben :P
Dann wird geschubst, getreten, gehauen, gekniffen, gebissen, an den Haaren gezogen, extra das Bild der anderen bemalt, in das Bild reingeschnitten, die Lieblingspuppe versteckt, das Spielzeug geradezu perfektionistisch nach "mein, dein, unser - jetzt meins!" eingeteilt ... und wenn ich gerade darüber nachdenke ob ich sie noch aussetzen kann (geht nicht mehr, sie kennen ihren Namen und die Adresse - mist!) oder sie verschenke, dann sitzen sie Arm in Arm auf dem Kinderzimmerboden, am Maltisch oder auf der Couch und spielen als gäbe es auf dieser Welt nur sie und nichts und niemand anderen sonst.

Ich schweife ab ...

Ja, in meinen Augen reagierst du über - nicht angemessen!
Eure Kinder befinden sich aktuell in einem schwierigen Alter, die Entwicklungsstände sind unterschiedlich (manche erzählen schon ganze Geschichten, andere sprechen gerade 20 Worte), sie entdecken sich selbst als Person, sie müssen lernen zu teilen, wie man miteinander umgeht, wie die Regeln der Gesellschaft im Kindesalter sind.

Da ist nun dieses Mädchen, die tagtäglich sich schon gegen ihre Schwester behaupten muss. Diese hat noch Besuch und dann kommt zusätzlich auch noch ein völlig fremder Junge und macht ihr ebenfalls noch das Spielzeug streitig. Da ist es auch egal ob das rote Auto die letzten drei Monate unbeachtet in der Schublade lag, der fremde Junge findet es interessant, also muss es was haben was das Mädchen nun unbedingt auch haben muss.

Auch die körperlichen Auseinandersetzungen sind normal. Es fehlt das Sprachliche, sie können Konflikte, Wünsche und Abneigungen noch nicht mit Worten austragen und kommunizieren, sie befinden sich auch wenn sie gleich alt sind eventuell auf völlig verschiedenen Ebenen.

Meine kleine Tochter hat sehr früh sehr viel gesprochen - und hat dennoch gekniffen/gehauen, wenn sie mit älteren oder gleichaltrigen zusammen war. Ihre Antwort "Die verstehen mich nicht!" als wir zum 100. Mal nach dem "WARUM?" gefragt haben. Das "Ich will das nicht" kam scheinbar nicht an, der Schlag vor dem Kopf aber schon :-\

schnakchen

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« Antwort #9 am: 01. August 2013, 20:09:22 »
Hallo,
also ganz ehrlich, wenn mein Kind bei einem Spielnachmittag soviel einstecken muss, dann gehe ich mit meinem Kind nicht wieder hin, soviel Egoismus erlaube ich mir. Ich würde das der Mama auch sagen, dass ich es bisschen anstrengend fand für mein Kind. Sie hat es doch selbst mitgekriegt. Versuchen würde ich aber auch mal ein Treffen auf neutralem Boden, da dürfte es besser klappen, also Spielplatz oder Café mit Spielecke.

Zur Freundschaftsfrage: also richtige Freundschaften schließen die Kleinen natürlich noch nicht, aber in unserem Freundeskreis gibt es unter den Minis ausgeprägte Sympathien und Antipathien. Einige Kinder mögen sich und andere nicht, der beste Freund unserer Kleinen durfte ihr schon mit einem Jahr ohne Protest den Schnuller oder das Spielzeug wegnehmen, sie haben dann einfach irgendwann zurückgetauscht, alles ganz friedlich und auch umgekehrt so passiert. Klar streiten auch die beiden sich mal, aber sobald sie sich sehen, laufen sie freudestrahlend aufeinander zu.

Lg schnakchen



Balu

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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #10 am: 01. August 2013, 20:57:33 »
Ich finde schon, dass du etwas übertreibst. Ich finde das Verhalten der Kleinen ziemlich normal. Es ist immerhin eine 2 jährige. Dein kleiner schüchterner Engel wird auch irgendwann einmal mit Sand werfen oder jemanden zwicken, weil er sich noch nicht mir Worten ausdrücken kann.  ;)

Es besteht auch kein Zusammenhang zwischen dem ach so "schlechten Einfluss" des kleinen Mädchens und dem Verhalten deines Sohnes am Abend.  s-:) Die Schlussfolgerung find ich übertrieben, was hat denn das Eine mit dem Anderen zu tun?

Was soll die Mutter auch groß dagegen tun oder sagen? Da könnte man sich bei 2jährigen ja den Mund fusselig reden. Das ist meiner Meinung nach kein Zeichen von Überforderung! Kinder in dem Alter sind halt so.  :)

Also wenn du die Mutter nett findest, dann schraub mal deine Ansprüche zurück und treffe dich wieder mit ihr.
Du kommst sicher auch noch in die Verlegenheit dass dein kleiner (B)Engel  ;) etwas anstellt. Und dann sitzt du auf der anderen Seite.

Zum Thema Freundschaft: Meine Beobachtung ist, dass die Kinder in dem Alter eigentlich noch nicht miteinander sondern nebeneinander her spielen.
Klar gibt es Antipathien. Mein jüngster Sohn mag den Sohn unser Freunde auch nicht.
(Da kann ich ihn auch verstehen s-:)) Trotzdem verabreden wir uns ab und zu mal und dann spielt halt jedes Kind für sich. Da stimme ich der Aussage deiner Bekannten 100% zu. Ich kann ihn ja nicht jedes mal bei Oma parken, da muss er halt mit. In dem Fall kann er sich den Spielfreund eben nicht aussuchen. :P Pech gehabt.








Fliegenpilz

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« Antwort #11 am: 01. August 2013, 21:39:02 »
Ich habe den Eindruck, dass die Mutter ein wenig überfordert ist, zumal sie auch wieder arbeitet, seit die Kleine ein Jahr alt ist. (11 Tage im Monat Nachtschicht im Altenheim - sie ist eigentlich Krankenschwester.)

Diesen Absatz z.B. finde ich im Kontext zur Fragestellung absolut unnötig ;)

Granadina

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« Antwort #12 am: 02. August 2013, 01:25:12 »
Danke für eure Rückmeldungen. Ich bin jetzt ehrlich gesagt ziemlich überrascht. Meine einzige Reaktion war, dass ich zurückhaltend bezüglich einer nächsten Verabredung war, ich habe das ja gar nicht kategorisch ausgeschlossen. ("Ich hatte nicht den Eindruck, dass die beiden Kinder sich mögen.") Okay, dass ich den Eindruck habe, das die Mutter etwas überfordert ist, mag hart sein, aber das habe ich Ihr selbstverständlich nicht gesagt, sondern nur hier geschrieben und das habe ich auch an anderen Dingen und Bemerkungen festgemacht. Beispielsweise hatte die Mutter damals im GVK von sich selbst gesagt, dass sie einen Putzfimmel habe, aber in Haus und Garten sah es ganz und gar nicht danach aus, sondern es war ziemlich unordentlich (was ich jetzt nicht schlimm finde). Es war einfach so ein Gesamteindruck, den ich nicht näher erklären kann und, das gebe ich zu, im Kontext zur Fragestellung unnötig.

Im übrigen möchte ich noch anmerken, dass ich nicht behauptet habe, dass ein Zusammenhang zwischen dem nachmittäglichen drangsaliert-werden und dem anschließenden erstmaligen Biss in meine Schulter besteht, sondern mich eben gefragt habe, ob das Zufall ist oder nicht.

Wenn mein Sohn gemieden würde, weil er sich unsozial verhält, könnte ich das gut verstehen. Das Mädchen hat laut Aussage der Mutter wohl generell ein Problem mit Jungen, insofern war es bei ihr wohl nicht bloß ein schlechter Tag, dann wäre es noch ein bischen etwas anderes. Dafür musste ich erleben, dass mein Sohn bei der Aufteilung der Kinder in zwei Musikgruppen in der einen Gruppe nicht erwünscht war, weil er etwas jünger war (ich wäre gerne in dieselbe Gruppe gekommen wie eine befreundete Mutter, deren Tochter zwei Monate älter ist). Das musste ich auch akzeptieren und letztendlich war die andere Gruppe, in die wir gekommen sind, super. Und ich habe auch schon mitbekommen, dass eine Mutter sagte "Was bringt es mir, wenn meine Tochter mit XY (einem 3 Monate jüngeren Kind) in eine Kindergartengruppe kommt, nur weil sie in einer Spielgruppe sind, ich wüßte nicht, was sie von ihm lernen soll." Das fand ich schon hart (wobei es mich/uns nicht betraf). Egal, zurück zum eigentlichen Thema.

Ich hatte mir den gestrigen Nachmittag halt komplett anderes vorgestellt, nämlich das wir Mütter uns unterhalten, während die Kinder miteinander oder nebeneinander im Hof/Garten spielen. (Dass man trotzdem noch ein Auge auf die Kids hat, ist natürlcih klar.) Ich hatte auch extra Gabriels Bobby Car mitgebracht, so dass jeder eines hatte (was aber auch nur wenig geholfen hat). Mit anderen Kindern hat das bislang eigentlich immer reibungslos geklappt, wobei ich zugeben muss, dass wir uns oftmals auf Spielplätzen oder in Cafés getroffen haben, also meist auf neutralem Terrain. Dass sich Kinder MAL um ein Spielzeug streiten oder einander schubsen oder so, finde ich auch normal, aber wenn sowas mehr als zwei Stunden am Stück so geht ...  s-:) Er durfte sich noch nicht mal Babyspielzeug wie das Ikea-Fühlbuch oder die HABA-Blume anschauen. (An die beiden Sachen erinnere ich mich genau, da wir sie auch haben, sie aber seit mindestens einem halben Jahr auf dem Dachboden liegen, da längst uninteressant). Es ging ihr auch nicht darum, selbst mit den Sachen zu spielen, sondern nur ums wegnehmen. Und für das Schubsen und Kneifen gab es überhaupt keinen erkennbaren Anlass, Gabriel ist beispielsweise einfach nur über die Wiese gegangen. Die Mutter hat nicht wirklich eingegriffen, lediglich mal halbherzig gesagt, ihre Tochter solle das lassen. Ich habe schon ein paar Mal eingegriffen und beispielsweise aufgepasst, dass die Kleine meinen Sohn nicht die Treppe runterschubst, aber ich kann ja auch nicht ständig dazwischengehen.  :-\

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass es das erste Mal war, dass ich mich mit der Mutter getroffen habe. Vorher hatten wir nur nach dem GVK jeweils noch etwas draußen vor der Tür gequatscht und uns ansonsten in den knapp 2 Jahren noch ca. 4-5 Mal im Dorf getroffen und dort ein paar Minuten gequatscht (Supermarkt, Drogerie etc.). Sie wohnt auch nicht hier im Dorf, sondern einige Kilometer außerhalb in der Bauernschaft und daher sind wir uns nie auf dem Spielplatz oder so begegnet. Es handelt sich also nicht um eine bestehende Freundschaft, sondern nur um einen bislang ganz lockeren Kontakt, den man gegebenenfalls hätte intensivieren können. Den Nachmittag konnte ich nicht genießen und ich bin mir ziemlich sicher, dass es mein Sohn auch nicht gerade toll fand. Sonst lacht oder lächelt er eigentlich immer sehr viel.

Die Idee mit dem Spielplatz oder anderem neutralen Terrain halte ich auf jeden Fall im Hinterkopf. Werde das ganze jetzt erst mal ein paar Tage sacken lassen und dann weitersehen.
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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #13 am: 02. August 2013, 07:02:26 »
Beispielsweise hatte die Mutter damals im GVK von sich selbst gesagt, dass sie einen Putzfimmel habe, aber in Haus und Garten sah es ganz und gar nicht danach aus, sondern es war ziemlich unordentlich (was ich jetzt nicht schlimm finde).

Auch wenn es OT ist: Was glaubst Du wie schnell zwei und mehr Kinder es schaffen eine Wohnung/Haus und Garten ins "Chaos zu stürzen". Also meine können das sehr gut  :P Da könnte man wirklich meinen ich räume nicht auf, was aber nicht der Fall ist.  ;) 
 




*Unser Sternenmädchen wurde am 24.02.14 in der 19. SSW still geboren.Wir werden dich nicht vergessen!

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« Antwort #14 am: 02. August 2013, 08:19:09 »
Granadina,

ich finde dein Verhalten völlig in Ordnung.

Ich hab selbst, als mein Großer 1,5 Jahre alt war, mal eine Verabredung abgebrochen, weil er so viel einstecken musste, dass er nur noch bitterlichst geweint hat. Die Mama (!) des anderen Jungen hat meinem dann auch noch das einzige Auto weg genommen, mit dem er spielen durfte - dann hab ich mein Kind geschnappt und bin nie wieder hin.

Wenn Verabredungen in Stress ausarten, warum sollte man sich das antun?

myja78

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« Antwort #15 am: 02. August 2013, 10:15:33 »
Im übrigen möchte ich noch anmerken, dass ich nicht behauptet habe, dass ein Zusammenhang zwischen dem nachmittäglichen drangsaliert-werden und dem anschließenden erstmaligen Biss in meine Schulter besteht, sondern mich eben gefragt habe, ob das Zufall ist oder nicht.

Und allein dieser Satz suggeriert, dass du dir unsicher bisst und vermutest, dass der abendliche Biss etwas mit dem Spielebesuch zu tun hat ;)


Wegen dem Spielzeug - nochmal - es ist absolut normal, dass Kinder diesen Alters Besucherkindern ihr Spielzeug wegnehmen und wenn es schon ein Jahr in der Kiste lag oder gar noch nie beachtet wurde - aber es ist IHR Spielzeug - die Kinder sehen es noch als Teil von sich und verstehen nicht, dass andere nur damit spielen und es wieder geben. Sie wollen ihr Hab und Gut beschützen/bewachen.

Zum Schubsen/Kneifen - vielleicht war es von ihr auch eine Aufforderung zum Spiel, ich weiß ja nicht wie gut die zwei Kids sich je ausdrücken können, aber wir hatten z.B. im Kiga sogar einen kleinen "Giftzwerg" der drückte andere Kinder extrem (also Arme um deren Arme mit rum, so dass sie sich nicht bewegen konnten), kniff, trat und einmal würgte er sogar meinen 3 Jahre ältern Sohn - nicht aus purer böser Absicht, sondern einfach weil er sich nicht ausdrücken konnte - seit er richtig sprechen kann hat sich sein verhalten total verbessert und man merkt nix mehr von seinen einstigen Schlägerallüren.

Spielebesuche sind eben nicht immer einfach, aber ich denke auch dass müssen Kinder und Eltern lernen und wenn mein Kind oft angegangen wird, dann muss ich eben eingreifen, wenn es mir zu viel wird (eigentlich erst, wenn es meinem Kind zu viel wird) und die andere Mami nicht eingreift.
Und wenn es gar so ist wie bei Melanie, dass die Mutter dann auch noch "gegen mein Kind handelt", dann muss ich für mich und mein Kind eben die Konsequenzen ziehen.

Du hast nach unserer Meinung gefragt und du hast ehrliche Antworten bekommen (auch wenn du scheinbar andere erwartet hast).

Und zu dem Satz "Kinder können sich in dem Alter ihre Spielgefährten nicht (immer) aussuchen" - das ist leider tatsächlich so, denn wir entscheiden dass, da unsere Kinder es noch nicht sagen können ;) So entscheidest du ja auch in diesem Fall, dass dieses Kind kein guter Umgang für dein Kind ist und nicht dein Sohn.
Wie hat er denn gezeigt, dass er sich nicht wohlfühlt? Hat er geklammert? Hat er die meiste Zeit geweint? Sich anders verhalten wie sonst? Dass er nur etwas weniger gelacht/gelächelt hat, zeigt für mich noch nicht, dass er sich nicht wohl gefühlt hat.

Wenn mein Sohn gemieden würde, weil er sich unsozial verhält, könnte ich das gut verstehen. Das Mädchen hat laut Aussage der Mutter wohl generell ein Problem mit Jungen, insofern war es bei ihr wohl nicht bloß ein schlechter Tag, dann wäre es noch ein bischen etwas anderes.

[...]
Und für das Schubsen und Kneifen gab es überhaupt keinen erkennbaren Anlass, Gabriel ist beispielsweise einfach nur über die Wiese gegangen. Die Mutter hat nicht wirklich eingegriffen, lediglich mal halbherzig gesagt, ihre Tochter solle das lassen. Ich habe schon ein paar Mal eingegriffen und beispielsweise aufgepasst, dass die Kleine meinen Sohn nicht die Treppe runterschubst, aber ich kann ja auch nicht ständig dazwischengehen.  :-\

Warum wäre es denn dann etwas anderes? Vielleicht hat das Mädel einfach weniger Kontakt zu Jungs und kann daher nicht so gut mit ihnen - aber wie soll sie es lernen, wenn alle Jungsmamas ähnlich reagieren wie du? Ich kann es ja zum Teil nachvollziehen und auch mein Sohn hat sich nie gewehrt, aber das ist ein Teil des Sozialverhaltens, den sie lernen müssen, es bringt nichts sich ewig einzumischen - dies sollte man nur tun, wenn wirklich Gefahr fürs eigene Kind droht, oder es sichtlich mit der Situation nicht klar kommt.

Wenn du die andere Mutti als Menschen magst und dich nett mit ihr unterhalten hast, die Zeit mit ihr - abgesehen von den Kindern - nett war, würde ich es definitiv nochmal versuchen. Trifft all das aber nicht, hast du also gemerkt, dass ihr einfach nicht die gleiche Wellenlänge habt, würde ich wohl auch keinen weiteren Versuch starten.

Mondlaus

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« Antwort #16 am: 02. August 2013, 12:24:06 »
Keine Angst, es ist normal, dass Kinder nicht immer happy und süß und brav sind, sonder auch mal unglücklich. Sind halt kleine Menschen ;) Würden sie die Eltern in Ruhe Kaffee trinken lassen, würde was nicht stimmen.
Mir gefällt es auch nicht, wenn ich sehe, dass ein anderes Kind die Elenor schlägt, ihr was wegnimmt, etc, da blutet mir das Herz... Aber am nächsten Tag ist es dann umgekehrt und Elenor ist der kleine Terrorzweg s-:) Gerade gestern hat sie ein anderes Kind umgeworfen, weil es mir ihrem besten Freund gepsielt hatte. Würde sie jeden mögen, fände ich das bedenklich.

Wobei aus den Kommentaren ersichtlich ist, dass du mit der Frau generell ein Problem hast, schätze ich, es kommt nämlich subliminal ziemlich wertend rüber, wie du schreibst - sie arbeitet lange, das Haus ist unordentlich, das suggeriert irgendwie, dass du mit ihrem Lifestyle nicht einverstanden bist und nur allzu gerne das schlechte Verhalten des Kindes darauf zurückführst, um dich selbst zu bestärken ("Mein Kind ist brav"). Sehe das auch so wie Christiane, für die Fragestellung ist es letztlich unerheblich, ob sie jetzt im Altenheim arbeitet oder nicht. (Christiane arbeitet glaub ich selbst in erfolgreich und unüberfordert in der Altenpflege trotz zweier Kinder)

Ich glaube, bei euch passt es nicht, also lass es einfach sein mit weiteren Treffen. An Stelle der anderen Mutter würde ich von mir aus auf ein weiteres Playdate verzichten, wenn da irgendwie der Vorwurf im Raum steht, dass mein Kind sozialunverträglich ist dank meiner Arbeit, und am Ende noch überlegt wird, ob ich deshalb über zwei Ecken verwantworlich für einen Schulterbiss bin.  ;)
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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #17 am: 02. August 2013, 12:41:28 »
1. nur quatschen und Kinder spielen = dafür sind die zwei Kleinen noch zu klein, da muss man noch lange ständig gucken oder einschreiten oder vermitteln

2. ich glaube neutraler Boden am Spielplatz treffen wäre eine echte Alternative - ein Junge, den das kleine Mädel nicht kennt betritt das eigene Territorium und will auch noch mit spielen - "das muss erst mal verteidigt werden" (übertrieben gesagt)

3. liest sich wie ein gedanklicher Konflikt zwischen Ein-Kind-Mama und zweifache Mama (es sind ja doch auch Welten dazwischen (ich hatte mit einem Kind auch noch nen Top-Haushalt - heute nicht immer)

4. Isabelle hat mit 12 Monaten auch schon ältere Kinder dran gehindert zuerst zu rutschen, sie hat sich einfach vorgedrängelt - ganz nach dem Motto "ich will zuerst und das muss ich mir erkämpfen gg die vielen älteren Kinder"
wenn Kinder Geschwister haben, dann haben sie meist eine ganz andere Strategie als Einzelkinder - die ja meistens doch nicht so viele Konflikte lösen müssen da sie ja weniger Kontakt zu anderen in diesem Alter haben. und in diesem Alter werden auch mal Strategien von den großen abgeschaut und ausprobiert. und ob das Mädel jetzt Jungs mag oder nicht ist da bestimmt noch nicht ausschlaggebend.

für mich hast du etwas übertrieben reagiert und in eineinhalb Jahren hast du dann eine andere Perspektive als Zweifache-Mama ;)

lg
Simon 26.4.2007 / Isabelle 09.01.2009

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« Antwort #18 am: 02. August 2013, 13:58:20 »
Zum Thema Ein-Kind-Mama und Zweifache Mama:
Ich gebe euch recht, was den Haushalt angeht. Ich habe auch nen Putzfimmel (seit Marten geboren wurde), aber ich kriege hier auch kaum oder gar keine wirkliche Ordnung rein, weil die Zeit einfach nicht da ist und ich auch mal mit den Kindern spielen will als nur zu putzen. Also man kann einen Putzfimmel haben und die Bude sieht trotzdem aus wie Sau S:D (und nein, nach dem 3.Mal aufräumen um 12 Uhr mittags lasse ich das Spielzeug bis abends liegen, weil ich sonst 10mal am Tag nur aufräumen würde...)
Aber wenn es darum geht, dass man solche Gefühle wie Granadina hat, dass man sich für sein Kind "vor den Kopf gestossen" fühlt (ich nenne es mal so), dann kann das beim 2.Kind sicher auch noch so sein. Gewiss gibt es mütter, die beim 2. alles viel lockerer sehen, aber manche vielleicht nicht. Heißt, in 2 Jahren sieht Granadina es vielleicht immer noch so, wenn das gleiche dem 2.Kind passiert.
Aber Granadina, wenn es wie bei uns ist, sind deine Kinder auch noch grundverschieden und in der jeweils anderen Rolle ;D Maira ist eher schüchtern und läßt mal was über sich ergehen und Marten ist mit 12 Monaten schon ziemlich draufgängerisch, da wäre Marten wohl eher in der Rolle des Mädchens ;D
Ich wusste nicht, dass mein Herz so lieben kann


 
 

schwalbe

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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #19 am: 02. August 2013, 14:15:03 »
ich habe jetzt nicht alles bis auf´s I-Tüpfelchen gelesen, aber ich kann Granadinas Gedankengänge durchaus nachfühlen.
Viele Freudschaften baut man doch auf, damit die Kinder mit einander spielen können und Spass haben und die Mamas sich dabei auch entspannen dürfen. Das ist ein bisschen eigennützig, aber warum auch nicht. Für mich ist das eine klassische win-win Situation. Alle 4 (oder 5) beteiligten haben was davon. Die Kinder und die Mütter.
Wenn nun dabei ein Beteiligter unglücklich ist, finde ich, muss man da nicht unbedingt dran festhalten. Warum auch. Man stößt ja nicht die langjährig beste Freundin vor den Kopf.
Angenommen, die Kinder würden sich super verstehen, aber die Mütter würden sich nur gegenseitig anätzen, dann würde man das doch auch irgendwann auslaufen lassen.
Wenn die Mamas sich gut verstehen, würde ich es durchaus noch auf ein paar Versuche ankommen lassen, aber wenn das nicht gut klappt, was solls? Dann würde ich das auch wieder auslaufen lassen.
zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen, Wurzeln und Flügel (Goethe)

Fliegenpilz

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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #20 am: 02. August 2013, 14:28:48 »
Ich baue keine Freundschaften auf, damit meine Kinder "Playdates" haben. Mein Kinder können sich ihre Freunde alleine suchen - und ich selbst sortiere meine Freunde nicht nach "ist kindertauglich" und "passt nicht mehr zu meiner maximalen Entspannung".

Vorteil wenn man fast nur kinderlose Freunde hat: Alle freuen sich, wenn sie die Mädchen sehen, haben Lust sich mit ihnen zu unterhalten, zu spielen ... und verdrehen nicht genervt die Augen weil zur eigenen Brut noch zwei Diven hinzukommen 8)

hallihallo

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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #21 am: 02. August 2013, 16:20:08 »
Ich bin ehrlich gesagt schon ein bisschen erschrocken Wieviele von euch die Kinder sich selbst "überlassen" bei ihren Konfliklösungen und nichts machen (es sei denn es wird ernst...)
Ich behaupte mal das ich auch sehr gelassen bin bei der Erziehung, aber wenn es ungerecht wird, dann gehe ich dazwischen. Egal ob meine Maus jetzt die terrorbiene ist oder ein anderes Kind. Woher sollen sie denn sonst lernen, das man lieber abwechseln kann mit dem Spielzeug und das man nicht schubsen darf etc. Sie müssen noch oft genug im leben mit Frust alleine  fertig werden, da kann ich ihnen jetzt doch besser raushelfen wenn sie im Konflikt miteinander feststecken.

Fliegenpilz

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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #22 am: 02. August 2013, 16:38:46 »
Wo steht denn hier, dass niemand dazwischen geht und sich den Kindern selbst überlässt? ???
Und wie sollen Kinder lernen mit Konflikten umzugehen, wenn man ihnen nicht einmal minimal den Freiraum einräumt zur Entfaltung?

M-e-l

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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #23 am: 02. August 2013, 18:32:00 »
Ich finde du übertreibst.

Und ich gehe sogar noch weiter und sage: "Kinder BRAUCHEN!! solche Konflikte".
Natürlich kann dieses Mädchen nicht machen was es will und Grenzen gibt es sicher, wenn es körperlich gefährlich wird, aber das muss sie lernen und da ist es an euch (du sagst ja selbst die Mutter ist damit nicht glücklich) zu besprechen was ok ist und was nicht und da klar Grenzen zu ziehen.

Du schreibst dein Sohn ist SO LIEB!! und so sensibel ..... klingt so, als hätte er nie schlechte Tage, aber egal wie schüchtern und lieb dein Sohn ist. Genauso wie dieses Mädchen lernen muss, dass es nicht machen kann was es will, genauso wird dein Sohn lernen müssen seinen Platz zu finden und sich zu behaupten. Und so was lernen Kinder nur in Konflikten, sie müssen sich austesten.

Vor allem finde ich es nach einem Tag total überzogen.
Mein Sohn ist auch 2 1/2 , kann sich sprachlich wirklich sehr gut ausdrücken und trotzdem...... wenn er mit dem falschen Fuß aufgestanden ist, würden mache Besucher die ihn sonst nicht kennen wohl auch denken, das Kind sei ach so verzogen. Du weißt doch gar nicht, ob das der Dauerzustand ist.
Die Kinder kannten sich vorher nicht? Auch Kinder müssen sich beschnuppern, testen wie der andere "tickt", wie weit sie gehen können, sich einfach kennen lernen.

Außerdem bin ich bei Christiane, ich suche meine Bekanntschaften nicht nach dem Interesse meiner Kinder aus. Meine Tochter hat auch Freunde, deren Eltern ich nicht mag........ das ist menschlich, dennoch verbiete ich ihr den Kontakt nicht, also müssen sie auch damit Leben, wenn sie mal nicht das Traumspieldate haben bei Leuten mit denen ich mich mal unterhalten möchte. Sie müssen sogar mit zu Freunden die KEINE Kinder haben...... geht auch :)

Zwergenwunder

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Antw:Sozialverhalten kleiner Kinder und Freundschaften bzw. Antipathien
« Antwort #24 am: 02. August 2013, 21:05:33 »
Bei dem Alter finde ich auch, dass da etwas Übertreibung im Spiel ist.  :-* :-*

Ich habe selbige Situation jetzt durch allerdings mit meinem fast 6jährigem Sohn und nem fast 8jährigem Spiel"partner"...ich hab es einmal versucht, zweimal und beim dritten mal war echt Schluss. Dieser Junge, unglaublich  :o :o :o Permanent hat er meinen Sohn angestachelt, dann hat er sich eingeschleimt, wollte spielen, mitten im Spiel bespuckt er meinen Sohn, flüsterte ihm Schimpfworte ins Ohr, schubste ihn immer wieder ganz aus Versehen, einmal fast die Rutsche runter, wobei DAS dann für mich der springende Punkt war. Ich habe den großen selber immer wieder ermahnt. Die Mutter auch, wobei alle Kinder der Mutter irgendwie so sind, kriegen halt viel mit aber ist nicht meine Sache. Aber ab der Rutsche war Schluss. Und trotzdem wir treffen uns auch noch, nur der Sohn ist dann eben beim Papa. Punkt.

 

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