Autor Thema: Ich willmich nicht mehr rechtfertigen weil wir unser Kind NICHT schreien lassen  (Gelesen 7246 mal)

Sweety

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Du brauchst ein bisschen Zuspruch, was? ;) ;D ;D

Es ist ja eigentlich schon alles gesagt.

Wir haben mit Constantin ja nun alles durch: von Kind von der Tür aus quasi ins Bett schmeißen und rausrennen (weil er den Abstand gefordert hat) bis zum einstündigen Bei-ihm-Liegen zum Einschlafen. Beides jeweils abgestimmt auf das, was ER eingefordert hat.
Barbarella hat recht, weißt du?
Irgendwann lernt man einfach, was man wem sagen kann ;)

Aber ich bin auch ein kleines bisschen bei Schnakchen.
Natürlich fördert man nicht die Lungen, indem man ein Kind jaulen lässt, aber wir haben z.B. auch durch Constantin gelernt, dass man seinem Kind nicht immer das gibt, was es braucht, wenn man rennt.
Klar - im ersten Jahr auf jeden Fall schon.
Aber danach MUSSTEN wir lernen zu differenzieren.
Zum Beispiel, wenn Constantin doof träumt und im Schlaf aufweint. Das klingt, als wäre Holland in Not, aber er ist nichtmal wach. Gehen wir dann rein - ist die Nacht gelaufen... weil dann wird er wach.
Aber sowas ist selten und nach einer Weile kann man auch diese Laute verorten und sie sind eh meist vorbei, noch bevor man an der Zimmertüre steht.

Ich möchte gerne hierzu noch was sagen:



Natürlich lass ich sie mal kurz (3-4min schreien)
 wenn ich höre das es reiner ZORN ist.

Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber darf ich fragen, warum du hier von "natürlich" sprichst? Du beschränkst es zwar auf Zorn, aber auch ein zorniges Kind muss man ja nicht schreien lassen :)

Ja sicher... aber andererseits - was ist denn an ein bisschen Wut auszusetzen? Wut ist keine Not; Wut ist kein "Ich brauch dich jetzt."
Wut ist "Das passt mir jetzt nicht."
Und ich bin der Meinung, dass das durchaus okay ist.

Wir Eltern bestimmen, was hier gemacht wird. Klar darf auch mal Constantin seinen Willen kriegen; wieso auch nicht?
Aber prinzipiell machen wir die Regeln und wir setzen sie durch.
Aber das heißt ja nun nicht, dass sie Costa gefallen müssen.

Ich als Erwachsene sehe, dass er hundemüde ist und bringe ihn ins Bett. Er mit der ganzen Lebensweisheit von noch nichtmal 2,5 Jahren sieht das anders und ist SAUER!
Und da ist der Punkt, an dem wir sagen: Das steht ihm zu. Er darf sauer sein. Er muss sich zwar dran halten, aber er muss das nicht gut finden.
Und wenn er es blöd findet, dann hat er auch ein Recht darauf, das rauszuposaunen ;)
Ich bin kein Freund davon, Gefühle nur dann zuzulassen, wenn sie gut freundlich-fröhlicher Natur sind.
Sein glückliches Gelächter unterbinde ich ja auch nicht :)
« Letzte Änderung: 27. Juli 2012, 11:15:18 von Sweety »

lisa81

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Ne, nicht falsch verstehen!

Ich würde niemandem was vorwerfen, weil er sein wütendes Kind mal kurz schreien lässt. Mal abgesehen davon, dass ich das durchaus selbst mache ;) , hab ich mich ja schon öfter hier in die Nesseln gesetzt und gesagt, dass ich es auch absolut ok finde, wenn Kinder auch mal zum Schlafen schreien müssen. Ich bin da der Meinung, dass es durchaus Familien und Situationen gibt, wo das die bessere Lösung ist.
Wenige Tage mit 5min Geschrei gegen jahrelanges stundenlanges Einschlafbegleiten mit genervten Eltern, da seh ich schon Vorteile beim ersten Fall. (Könnte ich trotzdem nicht, aber manchmal denk ich mir, wir hätten alle ruhigere Stunden gehabt, wenn ich das machen und dahinterstehen würde ;) )


In dem Beispiel jetzt hatte ich ein Kind in seinem Bett vor mir, dass eben wütend schreit, weil die Mama raus ist. Und auch wenn ich es absolut verstehen kann, dass man abwartet, finde ich es eben nicht "natürlich" sondern einfach selbstgewählt :)
Und von mir kenne ich es einfach, dass ich zwar ab und zu ganz toll zu meiner Meinung stehe, aber mir doch noch ne kleine Hintertür "also natürlich nicht immer/soo lange/..." auflasse und mich dann ärgere, dass ich mich doch wieder so ein bisschen gerechtfertigt habe  :P

Ja, ich hänge zuviel Gewicht an einzelne Wörter ;) und wahrscheinlich versteht das jetzt keiner. Aber macht nix, überlest es einfach  ;D


Avantasia

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Hey:)

ich weiß garnicht, wieso du mit "solchen Leuten" sowas besprichst. Wenn ich ahne, dass der Gesprächspartner mir so kommt, dann erzähl ich sowas nicht. Geht ja auch keinen was an eigentlich.

Ich selber hab auf sowas immer empfindlich reagiert.
Als meine Große 4 Monate alt war, haben meine Großeltern goldene Hochzeit gefeiert. Erst in einer Gaststätte und dann bei meinen Großeltern Zuhause.
Ich konnte mir einfach nicht vorstellen sie mit zu meinen Großeltern nach hause zu nehmen, weil da der bissige Köter von meinem Onkel ist, der nix tut;) und es auf kleinem Raum sehr eng ist, jeder sie antatscht und ich mir dann dumme Sprche einfange, weil ich das nicht mag...
das hab ich dann auch so kommuniziert. Ich wollte sie dann nach der Feierlichkeit zu Schwiegereltern bringen, für eine Stunde mit zu den Großeltern, pflichtbewusst dort erscheinen, und dann entspannt mit meiner Maus nach hause. Ey da kamen Sprüche
"!Die kann doch oben liegen"
"Ja dann liegt die da oben alleine und weint" (Wer will schon einfach so wach in eine fremde, komisch riechende Umgebung gelegt werden, alleine?)
"Ja dann lass die doch mal weinen"

Ende vom Lied war, dass wir garnicht mit zu meinen Großeltern gefahren sind, sondern direkt nach hause. Tja, das hatten die dann davon.

Die Große hat dann irgendwann angefangen problemlos einzuschlafen. Weglegen, Geschichte lesen, verabschieden, rausgehen, alles gut.
Phasenweise hat sie nur geweint, also nicht gemeckert (das darf sie allein;)) sondern bitterlich geweint. Da haben wir dann umdisponiert und haben sie im Schaukelstuhl in den Schlaf gekuschelt. Pf na und? Ich denk mir einfach:Wenn sie das halt braucht?
Solche Phasen hat sie hin und wieder, vielleicht in Zeiten in denen sie viel erlebt hat oder so, aber sie gehen vorbei und die Nähe steht ihr einfach zu.
Und in so einer Situation lass ich doch kein Kind schreien:(

Haha und das es immer noch Leute gibt, die sagen "Das stärkt die Lungen" *Kopf-schüttel*

Um dich vor sowas zu schützen, musst du dir einfach en dickeres Fell zulegen. Du musst dir selber zugestehen, dass DU weißt, was das richtige ist für dein Kind. Du hast es auf die Welt gepresst und niemand kennt es besser als du (und dein Mann!). Nimm dir das Recht, Recht zu haben! ;D

LG:)

Sweety

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@ Lisa: Wenn ich es selbst wähle und komplett dahinterstehe, ohne dass ich mich genötigt fühle, das zu relativieren... dann ist das ein für mich absolut natürliches Verhalten ;)

Und bei Nörgeln, Meckern, wütend Zetern bin ich nach wie vor der Meinung, dass ich dem Kind in dem Moment geben kann, was es braucht... oder ich kann hingehen.
Das ist nämlich manchmal eben NICHT das gleiche.
Und wieder relativiere ich das nicht, indem ich es auf "paar Minütchen" runterspiele. Das kann auch mal 'ne Viertelstunde dauern, die er sich da in Rage arbeitet.
Aber wir haben nunmal gelernt, dass er da nur selbst rausfinden bzw. runterfahren kann.
Das gilt für tagsüber, wenn er tobt, weil er in der schönsten Trotzphase gerade findet, dass das Schicksal gegen ihn ist, weil er 10 Minuten vor dem Essen keine Bonbons mehr kriegt oder eben auch abends, wenn er jodelt, weil er schlafen soll, aber nicht will.
In solchen Wutmomenten will er keine Nähe, lässt keine zu und ich würde uns beiden einen Bärendienst erweisen, wenn ich mich ihm dann aufzwinge.

Das alles hat NICHTS damit zu tun, für ihn dazusein, wenn er Einschlafbegleitung braucht und einfordert (ist alles immer so phasenweise bei ihm). Die kriegt er.
Oder wenn er wirklich w e i n t anstelle zu wüten.
Dann sind wir da.
Immer und prompt :)
« Letzte Änderung: 28. Juli 2012, 00:09:09 von Sweety »

Miakoda7

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  • Es hat im 1.ÜZ geschnaggelt!!! ;)
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hihi!

oh, ja, das kenn ich auch nur zu gut! Ich verwöhne mein kind viel zu sehr  s-:)

ich hab mal irgendwo gelesen (ich glaub es war irgend ne medizinische fachzeitschrift) das Kinder erst zwischen 4 und 6 jahren (je nach charakter) es lernt bzw versteht wie es alleine zu ruhe kommt und alleine einschlafen kann. das es im prinziep versteht: ich bin müde --> also mach ich die augen zu --> dann schlafe ich ein --> danach bin ich nicht mehr müde.

kinder die man schreine lässt hören nicht auf zu schreien weil sie dadurch lernen alleine zu schlafen, sondern das sie lernen: wenn ich schreie hilft mir eh keiner, also brauche ich nicht schreien --> ergo: frust/resignation

z.b. ein verlassenes tierwelpe bekommt angeboren das wenn es alleine ist nach der mama ruft damit es nicht getötet wird weil es alleine und schutzlos ist bzw. verhungert/verdurstet ohne die mama, forscher haben aber in sehr "tierfreundlichen" test herausgefunden das diese welpen nach ca 2-2,5 std resignieren und leise werden und erst wieder kurz vor ihrem tot ein paar laute von sich geben
--> ich weis viele finden den vergleich jetzt zu grass und meinen auch das menschen keine tiere sind, aber ein säugling bekommt den instinkt zu schreien wenn es alleine ist / hunger hat / usw. nicht umsonst angeboren!

@feelina: mach dir keinen kopf! du machst alles richtig! und vorallem lernt dein kind durch dich das frust nicht unbedingt zum leben gehören muss!!! mach weiter so!!!  s-druecken





lisa81

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@ Lisa: Wenn ich es selbst wähle und komplett dahinterstehe, ohne dass ich mich genötigt fühle, das zu relativieren... dann ist das ein für mich absolut natürliches Verhalten ;)
Das stimmt natürlich ;)

Und wie gesagt, es war ja absolut nicht als Vorwurf gesehen, hat mich einfach interessiert.
Meine Große hat mit 2 auch durchaus mal ne halbe Stunde gebrüllt und getobt und wehe ich hab sie angefasst (was ich trotzdem manchmal gemacht habe, um sie irgendwo abzusetzen, wo es für sie sicherer war).
Ich freu mich auf die Kleine, die ist bisher in allem deutlich ausdauernder  S:D


Helena

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Hallo!

Was anders als das Kind mal kurz schreien zu lassen bleibt dir manchmal nicht übrig. Wenn sie eine Minute schreien bleibt die Welt nicht stehen.
Man muss den Kindern nur sagen das man weiß das sie hunger haben oder sonstiges bruachen, aber dass das was man macht noch zu ende macht und das man dann gleich kommt.

Das einzige Kind was bei uns nicht schreien gelassen wird ist Mathilda wegen ihrer Epilepsie. Das kann bei Ihr einen Anfall hervorrufen.


Zum Glück gibt es mit unsern Kindern kein Einschlafkampf, weil sie von Anfang an in ihren eigenen Wiegen bei uns im Zimmer geschlafen haben und da auch tagsüber und abends drin schalfen wenn wir nicht drin sind. Hat bei den anderen 3 Kindern auch geklappt.


Ich und meine Geschwister wurden von unseren Eltern so erzogen und genauso erziehe Ich auch meine Kinder. Bei meinem Mann war das genauso. Das hat bei den 3 großen wunderbar geklappt.


Helena

Mondlaus

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Da muss sich doch niemand rechtfertigen... Kinder sind so verschieden, Situationen eben auch - manchmal ist Schreien lassen die perfekte Lösung, manchmal eben nicht. Aber generell können das die Eltern am besten einschätzen. Und da braucht man sich von niemandem eine andere Handhabung aufzwingen lassen. Ich halte auch von Büchern nix, die mögen zwar im Grundsatz stimmen, gehen aber viel zu wenig auf die individuelle Situation ein.

Wenn aber Eltenr nicht glücklich mit der Situation sind - dann würde ich Hilfe holen (KiA fragen, Hebamme)

Ich renne nicht bei jedem Schreier, vor allem nachts (arbeite ja den ganzen Tag, das könnte ich wirklich nicht). Allerdings ist dann auch nach spätestens 2 Minuten wieder gut, auch das einschlafen ist dann kein Problem. Bei einem anderen Kind sähe es möglicherweise ganz anders aus.
Kind 2011
Kind 2014
...

Tini^_^

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Feelina, jedes Kind ist anders und mal ganz ehrlich mit 1,5 Jahren ist sie ja fast noch ein Baby --- mein Sohn ist genauso alt und er kriecht jeden morgen zu uns ins Bett. Das tut Kind und Mama sehr gut  :)

@Miakoda7
So sehe ich das auch, schön geschrieben! So lange die Eltern das MitInsBett nehmen nicht stört... Das Kinder nicht mehr weinen, weil sie darin keinen Sinn mehr sehen, habe ich auch schon gehört.

AnnHoly

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Hallo! :)

Es wurde zwar schon ziemlich viel geschrieben; ich mag aber auch noch meinen Senf dazugeben. ;) Ich empfinde Scarlets Beitrag als den hilfreichsten und möchte ihr daher beipflichten. Was andere sagen, ist an sich erst einmal egal. Die Frage ist doch eher: warum empfindest Du es als „Leid“, Deine Tochter in den Schlaf zu begleiten. M.E. muss man da ansetzen.

Interessant wäre auch: hatte Deine Kleine schon immer Einschlafprobleme oder ist es gerade eine Phase, in der sie einfach Mama und/oder Papa zum Einschlafen braucht?

Bei unserem Schnecki ist es bspw. so, dass sie grundsätzlich gut und ruhig einschläft. Sie hatte und hat aber immer wieder mal Phasen, in denen sie nicht allein sein, geschweige denn überhaupt ins Bett gehen mag. An uns ist es dann, auf die jeweiligen Bedürfnisse entsprechend zu reagieren. Im Normalfall (wenn sie also „einfach so“ ins Bett geht und allein einschläft) heißt das: bettfein machen, Geschichte vorlesen, fertig. Mag sie überhaupt nicht schlafen gehen, kann sie sich im Bett noch ein, zwei Bücher ansehen und ggf. noch ein Hörspiel/ruhige Musik anhören. Sie muss allerdings im Bett bleiben und schläft dann nach einer Weile auch brav ein. Was dabei nicht ausbleibt: sie steht immer wieder mal auf, steht mit einer Wagenladung Kuscheltieren vor mir und sagt, dass sie nicht schlafen kann. Wir bringen sie dann wieder ins Bett und legen uns dann ggf. auch zu ihr. Die dritte Möglichkeit: sie mag nicht allein schlafen. Zum Glück ist sie inzwischen in einem Alter, in dem sie das dann einfach sagen kann. Einer von uns legt sich dann zu ihr und sie schläft kurz darauf ein. Manchmal versucht sie noch, das Einschlafen ein wenig mit Gequatsche etc. hinauszuzögern, aber mit Geduld, vielleicht auch noch ein wenig Quatsch machen oder ein, zwei Liedchen singen schläft sie auch dann ein.

Zum „Leid“: ich denke, wenn Du Dich von dem Gedanken verabschiedest, dass Dein Kind doch „einfach so“ einschlafen muss und akzeptierst, dass sie Euch (ggf. vorübergehend) dazu braucht, machst Du es Dir sehr viel leichter. Natürlich mag man abends auch gern mal seine Ruhe haben, aber ist es wirklich schlimm, wenn der „ruhige Abend“ (also der Part, der vorübergehend nur Dir gehört) ein wenig später anfängt? Lass Dich einfach auf die Situation ein, und: genieße sie. Sieh es als kleine Auszeit auch für Dich. Mach ihr schon vorher deutlich, dass Ihr Euch nun bettfein macht und Ihr dann gemeinsam im Bett kuschelt. Also so, dass sie es gar nicht erst mit Weinen einfordern muss. Auf diese Weise ist sie entspannter und Du kannst ganz toll mit ihr kuscheln. Sie schläft dann möglicherweise auch schneller ein. Meine bisherige Erfahrung hat gezeigt: wenn man es nur halbherzig macht und irgendwie versucht, dass das Kind doch jetzt bitte ganz schnell einschläft, dauert es meist länger. Vor allem solltest Du m.E. auch lernen, diese gemeinsame Zeit zu genießen. Es wird Phasen im Leben Deiner Tochter geben, in denen sie sich sehr stark von Dir abgrenzen wollen wird. Und dann wird eine Zeit kommen, in der sie ganz und gar ihre eigenen Wege geht, eine eigene Familie gründet. Und dann wieder wird sie vermutlich eigene Kinder haben, die Du dann sicher sehr gern in den Schlaf kuschelst und – vielleicht wehmütig – an die schönen Stunden mit Deiner Tochter zurückdenkst. Genieße also einfach die Kuschelstunden, denn diese Zeit mit Deinem Kind gibt Dir niemand zurück.

Zum Schreien lassen: stelle doch den Personen, die zum Schreien lassen raten folgende Frage: wie würden sie sich fühlen, wenn sie sich mit einer seelischen Not an Dich wenden, vielleicht traurig oder einsam o.ä. sind, und Du sie einfach stehen lässt und weggehst. DIE Antworten wären doch mal interessant … Babys und Kleinkinder, die das noch nicht mit Worten ausdrücken können, äußern das eben einfach über das Weinen. Und – mit Verlaub – was für ein A…. ist man bitte, wenn man sie dann einfach sich selbst überlässt?! M.E. sollten Kinder immer das Gefühl bzw. die Sicherheit haben, dass Mama und Papa für sie da sind. Wir müssen die Gründe nicht immer verstehen, warum sie nun Mama und/oder Papa brauchen; wir müssen nur darauf eingehen. Sicherheit ist m.E. ein wichtiger Grundstein für die weitere Entwicklung. Da passt wieder der Spruch: Gib Deinem Kind Wurzeln (Sicherheit, Geborgenheit, Liebe) und Flügel (loslassen, unterstützen etc.). Ein Baum ohne Wurzeln kann nicht selbständig stehen und ein Kind ohne die Geborgenheit seiner Eltern und das Grundvertrauen in sie nicht selbstbewusst durchs Leben gehen. In diesem Sinne sollte man m.E. handeln.


:) AnnHoly


PS: Ich habe nun bestimmt drei Stunden für diesen Beitrag gebraucht. Nicht, weil ich keine Worte gefunden habe, sondern weil ich zwischendurch meinen kleinen Süßen gestillt, bekuschelt, bespaßt und gewickelt habe. Er ist damit glücklich und ich habe den Beitrag ja letztlich doch noch schreiben können. Soll heißen: ich baue Alltäglichkeiten um meine Kinder herum auf und versuche nicht, sie, also die Kinder, „irgendwie mit hinein zu quetschen“. Das erleichtert und entspannt das Leben grundsätzlich enorm. :)



jazz

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ich schleich mich hier mal schnell rein...

leider schaffe ich heute kaum viel hier nachzulesen, wobei mich das Thema auch sehr interessiert, da iwr auch das Problem hatten bis vor etwa 3 wochen.

Ich versuche dir mal ein bisschen Mut zu machen. Wir (mein Sohn ist 16 Monate alt) sind umgezogen und damit fing es an, das ins Bett bringen hat plötzlich anstatt 10 Minuten etwa 1 stunde oder auch mal 1 1/2 Stunden gedauert. Ich muß dazu sagen wir haben ganz früh angefangen im was vorzulesen und ihm dummerweise damit beigebracht nur einschlafen zu können wenn Mama oder Papa daneben sitzen. Was für uns aber ok ist, nur wenn das einschlafen denn auch mal bis um 22 Uhr dauert ist es irgendwann sehr nervig. Vorallem durfte auf einmal nur ich ihn ins Bett bringen.
Also nun mal auf den Punkt es ging nun plötzlich los das er sobald man ihn ins Bett gelegt hat hysterisch anfing zu schreien und nichts half außer mit ihm zu kuscheln, ich habe schon an mir gezweifelt, denn er sit sonst sehr pflegeleicht. Ich wollte ihn aber auch nun nicht zu sehr "verwöhnen", also hab ich es mit schreien lasse probiert. Ging überhaupt nicht, er hat geschrien und geschriene und wurde immer ängstlicher, aber er ist nicht eingeschlafen vor erschöpfung wie es viele behaupten. Hier im Monatsthread haben mir einige viel Mut gemacht so weiter zu machen. Nach einiger Zeit hatte ich einen Impftermin und habe die neue Kinderärztin um Rat gebeten. sie sagte mir sie würde auf das Bauchgefühl hören und wenn ich meine er weint nicht aus Zorn, sondern weil er Angst hat, dann soll ich machen was ich für richtig halte. Also habe ich ihn etwa 2 Monate auf meinem Arm (im Schaukeltstuhl) einschlafen lassen. Nun schläft er auf einmal wieder von heute auf Morgen in seinem Bettchen ein und das auch nach etwa 15 Minuten. Was will ich also mehr...
Er ist auch Nachts häufig zu uns gekommen, aber auch das wird wieder besser so langsam.

Ich hoffe man steigt durch meinen langen Text durch...

Es wird sicher auch wieder besser werden, halte durch  s-druecken


sevenofnine

  • Gast
kinder und schlafen und eltern mit ihrer meinung zum schlafen. mir wurde auch immer gesagt ich soll mein kind schreien lassen. aber ich erinnere mich zu gut wie es war mit diesem gefühl und unter weinen einzuschlafen. gar nicht schön....
wir hatten immer wieder phasen wo es nicht ging, dass helen alleine einschlafen konnte. wir haben seit klein auf unser system gehabt.
klar zum ins bett gehen, die zubettgeh zeremonie und anschliessend am ball bleiben. wir sind immer wieder rein haben sie beruhigt und gingen wieder. liesen sie kurz plären und sind kurzum wieder rein. wir haben sie nie geschimpft oder wurden laut. langweilig reden und so wenig wie möglich. monoton halt. dies half uns bei jeder "schlaf kriese" über den berg. oft musstn wir das nur 2 oder 3 abende machen dann war alles wieder vorbei.
liebe grüsse

 

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