Autor Thema: Meckern, Schreien, Trotzen......  (Gelesen 4909 mal)

Emilia0810

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Meckern, Schreien, Trotzen......
« am: 27. September 2011, 12:11:03 »
Hallo ihr Lieben,

ich muss hier mal was loswerden und fragen ob es anderen auch so geht  :(. Meine Kleine ist 13 Monate alt und seit einiger Zeit ist sie extrem anstrengend. Sie motzt und schreit wegen allem und bei allem: beim umziehen, wickeln, wenn ich Koche, wenn sie spielt einfach so (wirklich ohne Grund)  S:D S:D, wenn sie was nicht kriegt was sie will (z.B. Messer) usw. Ständig ist sie unzufrieden und ich weiss nicht was ich machen soll.
Für eine "ich will was können, kanns aber noch nicht Phase" ist das irgendwie schon ein verdammt langer Zeitraum. Sie kann noch nicht laufen, ausser halt mit dem Lauflernwagen, an der Hand will sie nicht da setzt sie sich gleich hin.
Sie hat ja wirklich alles was man haben kann um zufrieden zu sein, seit 3 Wochen ist sie in der Kita und da ist sie auch total lieb. Wir gehen viel mit ihr raus, ich beschäftige mich viel mit ihr, sie sieht oft andere Kinder.....
Hat vielleicht jemand einen Tipp was man sonst bei so "unausgeglichenen" Kindern machen kann? Osteopath scheint nichts zu bringen.
Ich bin am Ende meines Lateins und das macht mich irgendwie auch ziemlich unzufrieden sie so zu sehen...... :'(

Petra

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Antw:Meckern, Schreien, Trotzen......
« Antwort #1 am: 27. September 2011, 14:08:26 »
Herzlich willkommen in der Trotzphase... Wobei ich gestehen muss, die richtige Trotzphase ist dieses Gemecker noch nicht. Wenn die KInder dann richtig los legen so ab 2 Jahre, ist es wichtig, dass sie gelernt hat, was heißt nein und wenn ich dieses nein nicht beachte folgt eine KOnsequenz.

Ich will Dich nicht wirklich entmutigen, aber das Verhalten Deines Kindes ist völlig normal und gehört zur Entwicklung dazu. Es zeigt, dass ihr ein gutes Vertrauensverhältnis habt, wo sie sich austesten kann. Ein richtiges Grenzensetzen kommt erst später. Was ich damit sagen will, sei froh, sie ist normal und entwickelt sich gut

... und richtig los gehen tut es dann erst 2  s-:)

Ach und noch was, sie ist nicht unzufrieden... sie testet nur... im Sinne von, wenn ich das mache kriege ich die Reaktion... aha... und was  passiert wenn ich das mache? Sie erlebt sich praktisch eigenständig und merkt, ihre Aktionen bringen Reaktionen hervor. Sie meint das nicht böse und sie ist sicherlich ein ganz glückliches liebes Kind....

Tief durchatmen, locker lassen... nicht alles so ernst nehmen und die "neins" für die wesentlichen Dinge aufheben und immer immer konsequent bleiben. Ein gesprochenes Nein muss ein Nein bleiben....

Liebe Grüße
Petra



Emilia0810

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Antw:Meckern, Schreien, Trotzen......
« Antwort #2 am: 17. Oktober 2011, 09:54:48 »
Danke für die aufmunternde Antwort  ;). Ich habe irgendwie das Gefühl das nur mein Kind das macht, alle anderen Kinder im vergleichbaren Alter die ich kenne (und das sind ein paar) sind nicht so. Sie lässt sich halt auch nur beruhigen wenn ich sie hochnehme, kann ich sie da nich irgendwie "verziehen"? Blöde Frage ich weiß, aber ich kann sie ja nicht 10 min schreien lassen, das blutet mir das Herz  :-[.
Eine Besserung ist nicht in Sicht, evtl. bessert sich das wenn sie mal laufen kann???

zuz

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Antw:Meckern, Schreien, Trotzen......
« Antwort #3 am: 17. Oktober 2011, 12:44:41 »
Huhu,

eigentlich hast Du alle Antworten schon selbst gegeben ;)

Du sagst, alle anderen Kinder seien nicht so. Was glaubst Du, wie würden die Erzieher in der Kita Dein Kind beschreiben? Du sagst ja, dort ist sie total lieb. Kann es sein, dass sie nur bei Dir motzig ist? Und was glaubst Du, wo dann die anderen "lieben" Kinder motzen? ;) Es ist halt so, dass Kinder sich nur daheim trauen, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Dort sind sie sicher, dass sie geliebt werden, auch wenn sie schlechte Laune haben.

Du sagst weiter, Dir blutet das Herz, wenn sie schreit: Dann hör auf Dein Herz und nimm sie hoch. Nein, Du kannst sie nicht verwöhnen damit. Völlig ausgeschlossen. Du kannst sie höchstens frustrieren, wenn Du sie nicht hochnimmst, ihr vermitteln, dass sie mit ihrem Schreien nichts bewirken kann, dass ihr niemand hilft, egal was sie tut. Andersrum: Nimmst Du sie hoch, lernt sie: Hey, wenn ich mich rühre, dann wird mir geholfen. Mama ist für mich da und dann geht es mir schnell wieder besser. Alleine KANN sie sich noch nicht helfen. Das wird sie aber mit der Zeit lernen, und zwar umso schneller, je mehr Du ihr jetzt die Sicherheit gibst, dass sie in ihrem Kummer nicht allein gelassen wird.
Verwöhnen ist für mich etwas ganz anderes (und geht auch erst später): Wenn sie mit 2 was Süßes will und das bekommt, wenn sie nur lang genug quengelt. Wenn sie andere Kinder ärgert und Mama das geschehen lässt, weil sie keine Lust auf eine Auseinandersetzung hat. Aber mit Liebe, mit Zuwendung etc. kann man nicht verwöhnen.


Petra

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Antw:Meckern, Schreien, Trotzen......
« Antwort #4 am: 17. Oktober 2011, 13:09:20 »
Hallo,

bei manchen Kindern beginnt das Motzen mit 13 Monaten... bei manchen mit 17... also da gibt es keine Regel.

Es kann schon sein, dass sie momentan auch einfach laufen will und es einfach auch noch nicht geht. Ich erinnere mich daran, dass diese Zeit bei meinen beiden extrem ätzend war. Läuft sie denn schon an der Hand? Aber auch hier, das kurbelt ihre Motivation an, das treibt sie voran.

Und nein, mit 13 Monaten kannst sie schon trösten. In der Regel wissen die nach 10 Min. nicht mehr, warum sie eigentlich weinen oder sich aufregen. Erst ist es das Messer was man nicht kriegt, dann wandelt sich der Grund in "weil Mama geschimpft hat" und von da gehts dann über in "ich will geliebt werden" - "mag in Mamas Arm" etc. Also Du darfst immer trösten, solange Du bei Deinem gesprochenen Nein bleibst. Es ist auch nichts verwerfliches dabei zu sagen, hey, ich verstehe dass du sauer/traurig bist. Aber ein Messer ist halt nichts für Kinderhände.... zum Beispiel ...

Also klar dabei bleiben was du gesagt hast, Verständnis haben für dass, das die Maus jetzt einfach Frust hat (weil mit dem Messer könnte man doch jetzt soooooo schön spielen) und trösten. Das ist eigentlich der richtige Weg.

Und nein, nicht nur Dein Kind ist so. ALLE KInder die gesund und normal sind, sind so! Vielleicht mag die eine oder andere Mutter das nicht zu geben.... das mag sein, glaub es einfach nicht. Früher oder später kämpft jede mal ....

Es wird wieder anders.... besser, kann ich jetzt nicht sagen. Anders einfach....  und jede Zeit hat etwas wunderschönes und etwas sehr anstrengendes.

Liebe Grüße
Petra


Sonina

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Antw:Meckern, Schreien, Trotzen......
« Antwort #5 am: 17. Oktober 2011, 13:16:33 »
Ich stimme den anderen zu. Mein Sohn ist nun knapp 14 Monate alt und wir haben hier dasselbe Spiel. Von Schreien bis hin zu auf den Boden schmeissen und die Stirn in den Boden hauen  s-:)
Schau doch mal in den August 2010 MT Emilia.. dort wirst du noch enige Mamas mehr finden, denen es mit den Kindern zur Zeit genauso ergeht ;)

Man muss sich schon wundern, warum wir an unseren Erwartungen festhalten.
Das Erwartete ist das, was uns in der Balance hält... aufrecht... ruhig.
Was wir erwarten, ist nur der Anfang.
Das, was wir nicht erwarten ist das, was unser Leben verändert.

lisa81

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« Antwort #6 am: 17. Oktober 2011, 18:56:04 »
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« Letzte Änderung: 05. Oktober 2015, 10:06:40 von lisa81 »

 

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