Autor Thema: Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus  (Gelesen 6000 mal)

Chaosqueen

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Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« am: 05. April 2013, 12:18:57 »
Hallo ihr Lieben,

ich komme grade mit unserer Großen von der U8 und ich bin vollkommen verwirrt :P

Von vorn:
es wurden einige Tests gemacht (Hör- und Sehtest, Bilder bennenen, Männchen malen etc pp.) und nach der Untersuchung meinte der Arzt, dass meine knapp 4-Jährige auf dem geistigen und körperlichen Stand eines 5,5-jährigen wäre (u.a. weil sie das Männchen differenziert malen konnte und genau wusste wo was hin gehört). Ich fragte dann, ob das nur beim Malen wäre oder generell, worauf hin der Arzt sagte, dass die Ergebnisse der Tests eine gewisse überdurchschnittliche Intelligenz voraussetzen und das Verhalten -so wie er sie immer erlebt- und ihr weit überdurchschnittlicher Wortschatz dies bestätigen würde...

BÄMM - so ließ er mich dann perplex stehen...
Sie kann tolle Männchen malen - super ;D Aber sagt das was aus?

Was heißt das nun?
Dass sie pfiffig ist und schneller und besser lernt als andere Kinder ist mir a) schon längst aufgefallen und b) war ich auch so... Und deshalb habe ich das alles als "meine Gene" abgetan bisher...

Ich habe natürlich gegooglet und bekam nur Seiten über "Hochbegabung" ausgespuckt - das glaube ich aber irgendwie nicht... Obwohl das ein oder andere typisch meine Große ist...

Sie ist doch aber nicht hochbegabt... Oder doch??
In dem einen Artikel stand, dass von Hochbegabung gesprochen wird wenn ein Kind mit 4 seinem Alter wenigstens 1 Jahr voraus ist :o

Was ist denn nun mein Gang? Den KiA nochmal um ein Gespräch bitten? Vorsichtshalber zum Psychologen mit der Großen? KiGa anprechen? Abwarten? Was machen??

Ich bin vollkommen neben mir...
« Letzte Änderung: 05. April 2013, 12:25:52 von Chaosqueen »
Die Entscheidung Kinder zu haben ist von sehr großer Tragweite - beschließt man doch, dass sein Herz für alle Zeit außerhalb des Körpers umherläuft





toki

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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #1 am: 05. April 2013, 12:39:51 »
...
« Letzte Änderung: 23. Oktober 2014, 13:25:56 von toki »
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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #2 am: 05. April 2013, 12:52:00 »
Ich unterschreibe bei Toki und ich hatte 2 Kinder, die immer weit voraus waren bei den U's. Mein Samu konnte mit 5 Jahren flüssig lesen. Dennoch ist keins meiner Kinder hochbegabt (zum Glück). Ich würde rein gar nix machen. (Außer sie hätte Auffälligkeiten und das kann ich so hier ja nicht rauslesen)

Chaosqueen

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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #3 am: 05. April 2013, 13:09:02 »
Danke euch beiden schonmal für eure Antworten :-*

So wie du, Toki, denke ich ja auch... Ich mein, er sieht sie in letzter Zeit öfter und hat ja auch den Vergleich zu anderen 4-Jährigen aber im Prinzip denke ich auch, dass er im Rahmen der U nix genaues sagen kann...
Prinzipiell finde ich den Gedanken an eine Hochbegabung "lächerlich" und ich sagte ja auch dass ich das nicht glaube...

Es hat mich jetzt nur aus der Bahn geworfen dass der Arzt so etwas zu mir sagte... Ich wusste und weiß grad nicht damit umzugehen... ;D Ich mein, (angeblich) 1,5 Jahre voraus ist ja schon ein ganzes Stück in dem Alter...
Dass sie anderen (weit) voraus ist, das weiß und wusste ich ja, aber das von ärztlicher Seite gesagt zu bekommen war schon *puh*

Netti, auffällig ist sie sonst nicht... Abgesehen von ihrem ungeheuren Bewegungsdrang, Wissendurst, und davon, dass sie neue Dinge sehr sehr schnell begreift und es ihr dadurch schnell langweilig wird s-:) Ich weiß teilweise nicht mehr was ich mit ihr machen soll, weil sie an nix großartig lange Interesse zeigt... Außer an allem was mit Bewegung zu tun hat... Laufrad / Fahrrad fahren, rennen, turnen -bewegen generell- kann sie stundenlang mit wachsender Begeisterung ;D
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Hubs

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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #4 am: 05. April 2013, 15:11:07 »
An Deiner Stelle würde ich es einfach als Hintergrundinformation aufnehmen. Wenn Du merkst, bei Euch läuft etwas aus dem Ruder, ihr habt Unfrieden zu Hause, im KiGa passt was nicht mehr, o.ä., dann hast Du für den Fall einfach im Hinterkopf, dass sie evtl. einfach unterfordert ist und ihr mehr geboten werden sollte.
Die Tochter einer Freundin ist auch weit voraus, ihr wurde nach der U8 geraten, dem Mädel die Möglichkeit zu geben ein Instrument zu lernen oder evtl. eine Fremdsprache anzufangen.
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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #5 am: 05. April 2013, 20:31:08 »
Hey,

ich frage mich, wieso solche "Untersuchungen" im Rahmen der U8 gemacht werden. Der "Mensch-zeichen-Test" ist ein Test zum einschätzen der kindlichen Entwicklung und wird eigentlich nicht einfach nur so gemacht. Gab es einen Anlass?

Liebste Grüße

Hubs

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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #6 am: 06. April 2013, 08:03:00 »
Hey,

ich frage mich, wieso solche "Untersuchungen" im Rahmen der U8 gemacht werden. Der "Mensch-zeichen-Test" ist ein Test zum einschätzen der kindlichen Entwicklung und wird eigentlich nicht einfach nur so gemacht. Gab es einen Anlass?

Liebste Grüße
Bei unserem KiA gehört das Menschzeichnen standardmäßig zur U8.
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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #7 am: 06. April 2013, 08:24:27 »
Hier wird bei der U8 auch verlangt einen Mensch zu malen.
unsere Kinderärztin sagte damals, paul malt wie ein mädchen, weil er so sehr detailliert gemalt hat :-)

er schneidet auch bei manchen  untersuchungen überdurchschnittlich ab, aber gott sei dank haben wir eine ärztin, die das thema hochbegabung belächelt, nur weil kinder mal etwas weiter entwickelt sind wie die norm

beim test in der schule, sollte er sich selbst malen und hat diees verweigert, weil er sich nicht so oft selber anschaut , O-ton kind :-)
das wurde dann als unselbstständig beurteilt  :P
Es geht nicht darum, wie schön ein Satz formuliert ist, sondern wie ehrlich er gemeint ist !



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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #8 am: 06. April 2013, 09:21:29 »
seit unsere ca 1,5 ist heisst es das ständig
als 3 jährige hiess es die ist vom denken und vom wortschatz her auf dem stand einer 5jährigen...
was wir getan haben.... nichts..

wir warten einfach mal ab wie sie sich weiter entwickelt... sie tut sich auch sehr leicht im lernen neuer sachen, schreibt schon worte... usw... wir warten einfach mal ab wie es weitergeht... würd mich da nicht so verrückt machen:D
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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #9 am: 06. April 2013, 11:55:41 »
So kann man das eh nicht genau sagen und machen würde ich auch nichts. Bin auch mal gespannt, wie Kjell sich entwickeln wird. Er hat einen riesen Wortschatz und eine hohe Auffassungsgabe, aber seine Malkünste gehen Richtung Null  ;D Er hat da einfach kein Interesse dran. Mal sehen, was die nächste U ergibt.







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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #10 am: 06. April 2013, 12:23:43 »
ich würde wohl erst mal abwarten und beobachten.....
Meine TOchter hat zur U8 auch einen Männlein gemalt (Aufgabe war eigentlich nur "Bild malen"...Männlein wird erst jetzt zur U9 überhaupt "Aufgabe"  ;D )....und war auf dem Stand einer 7 jährigen  ;) Was irgendwie anhand der Teile berechnet wurde....und auch sonst fit und pfiifig....MEHR hat unser Arzt nicht gesagt...auch nie bei unserem Großen...
Zwischenzeitlich sind wir bei wenigstens einem unserer Kidner einen Schritt weiter , was Tests etc betrifft, aber erst nachdem es "Probleme" gab, bzw ein Wissen um den "IQ " wichtig wurde.....
Bei unserer Tochter vermutet der Kindergarten mittlerweile auch eine hb - Bin mal gespannt, was der Arzt zur U9 sagt (müssen da ein paar Dinge aus der Kita besprechen).....die Kita empfiehlt einen TEst - ich persönlich halte ihn derzeit für nicht notwendig, mal schauen, was der Arzt sagt...Aber auch hier würde ich gern wieder bis zum Grundschulalter abwarten. UNd getestet wird von unserem Kinderrzt aus auch erst bei Problemen, nicht einfach "nur so"...bzw kann man schon, dann aber natürlich selbst bezhalt.....Das ERgbnis muss schon irgendeinen SInn und nutzen haben...
Nimm es als Info, behalte den Gedanken im Hinterkopf und beobachte dein Kind -grad wenn es in die Schule kommt- vielleicht noch einen ticken genauer...grad bei Mädchen sehr wichtig ....... UNd sonst freu dich....Für mich schwebte diese Vermutung/Diagnose Hochbegabung immer wie ein Damoklesschwert über mir und hat mir Angst gemacht.....Nun ist es so, und seitdem ich es weiss, bin ich erleichter t und denke: Man eigentlich ist es ja auch toll und erfahre auch wahnsinnig viel Unterstützung...Also selbst wenn sie hochbegabt ist, ist das ja nichts schlimmes. Das zeigt dann eben ein spezielles Potential im Bereich lernen an - und wenn sie sonst keine Probleme hat (sozial, emotional) - umso schöner  :) ....Aber erst mal gezielt machen , usst du sicher nichts, so lange sie nicht unterfordert wirkt (was sich natürlich verschiedenartig zeigen könnte)


ju.ra.

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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #11 am: 06. April 2013, 12:24:59 »
sei stolz auf dein kind und behalte das im hinterkopf würd ich sagen  :)

wenn dich mehr interessiert könnest du ja mal in den kindergarten gehen und mit den erzieherinnen ein gespräch vereinbaren. die haben sie ja täglich im direkten vergleich zu gleichaltrigen und können dir vielleicht noch was dazu sagen ... würd ich jedenfalls so machen weil es mich interessieren würde  ;)

mein spatzi ist mit 9 monaten frei gelaufen und unsere kinderärztin hat ihn dafür gelobt und fragte ansonsten nur wer bei uns in der familie so früh dran war  ;D


Solar. E

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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #12 am: 06. April 2013, 12:55:12 »
An Deiner Stelle würde ich es einfach als Hintergrundinformation aufnehmen. Wenn Du merkst, bei Euch läuft etwas aus dem Ruder, ihr habt Unfrieden zu Hause, im KiGa passt was nicht mehr, o.ä., dann hast Du für den Fall einfach im Hinterkopf, dass sie evtl. einfach unterfordert ist und ihr mehr geboten werden sollte.


Das mag ich mal so unterschreiben. :)

Unsere jetzt 12jährige war auch so (und ist es jetzt immer noch). Da sie ein zufriedenes Kind ist und alles rund läuft, haben wir bisher nix testen lassen, weil es einfach keinen Anlass gab. Das würden wir dann ins Auge fassen, wenn es Probleme gibt.
Bei unserem Jüngsten (fast 6) kristallisiert sich auch so langsam raus, dass er seiner Schwester sehr ähnlich ist, was das betrifft, auch da machen wir erst mal nichts weiter.
Aber für den Fall, dass was ist, ist das Thema "Unterforderung" bei uns eben im Hinterkopf. :)

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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #13 am: 06. April 2013, 13:31:16 »
Die Tests beim KiA sind anders als z.B. IQ-Tests. Sie sind nicht darauf ausgelegt, eine HB zu erkennen, sondern das Gegenteil, nämlich Entwicklungsdefizite. Das, was verlangt wird, ist nicht das, was das durchschnittliche Kind kann. Sondern alle Kinder der Altersstufe sollten mindestens das können, was verlangt wird. Wenn sie mehr können, ist das normal, die Tests sind so konzipiert, dass die Kinder normalerweise mehr machen, als verlangt wird. Wenn sie weniger können, dann ist es ein Grund zur Besorgnis - und um solche Defizite aufzudecken, sind die Tests ja.

Die Elenor hat bei der letzten U die Tests zwar alle gerade so bestanden. Trotzdem wurden wir drauf aufmerksam gemacht, dass so gut wie alle Kinder in dem Alter schon mehr können als sie ( Sie hat eine Krankheit, die sich auch in Entwicklungsverzögerung äußern kann).

Sei ein fach froh, deine Tochter ist halt pfiffig ;) Stell dir mal vor, wie du dich fühlen würdest, wenn sie am anderen Ende der Skala wäre, also das Männchen nicht hätte malen können.. Besser dann so :)
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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #14 am: 06. April 2013, 14:53:56 »
Freya ist bei diesem test "kläglich gescheitert"  ;) bzw. gottseidank wurde auch mit diesem Test die motorische Entwicklungsverzögerung entdeckt und sie wird in diesem bereich gefördert.

Sie ist hochbegabt, die tests waren aber def. etwas ganz ganz gaaaaaaanz anderes.




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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #15 am: 06. April 2013, 15:38:06 »
Unser Großer ist (Teil-) Hochbegabt. Er war immer schon schneller und weiter in der Entwicklung als andere, wollte ständig neues "Futter" haben und war sehr fordernd. Weil er auch total unruhig und hibbelig war und wir am Rande der Verzweiflung, haben wir ihn zu einem Kinderpsychologen geschleppt, weil wir an ADHS dachten oder sowas. Die haben uns dann zig Fragebögen ausfüllen lassen, die Lehrerin musste denselben Fragebogen ausfüllen. Danach gab es einige Gespräche und, weil AD(H)S ausgeschlossen wurde, auf Nachfrage ob wir einverstanden sind, einen Test zur Hochbegabung.

Nun ja, jetzt wissen wir, dass unser Sohn (Teil-)Hochbegabt ist und in anderen Bereichen an der Grenze zur (Hoch-)Begabung.

Was wir gemacht haben? Naja wir haben überlegt ihn die Klasse springen zu lassen, aber verschiedene Dinge sind dann eingetroffen weswegen wir ihn nicht haben springen lassen. Für mich selber weiß ich aber, wenn ich solche Auffälligkeiten nochmal bei einem unserer Kids erkennen würde und das Kind selber den Wunsch äußert z.B. früher in die Schule zu dürfen (das war bei Toby so!) dann würde ich dem nachgehen und mich nicht mehr nur auf die Worte der Erzieherin z.B.  verlassen. Mein Bauchgefühl bei allen 3 Kids war bisher immer richtig und ich habe mich oft von anderen (wie eben Erzieherin oder Lehrerin) falsch leiten lassen.

Wenn Du also denkst da könnte was dran sein, dann lass es testen. Wenn sie aber sonst überhaupt nicht auffällig ist und Du und Deine Maus so prima leben könnt, dann lasst alles wie es ist.


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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #16 am: 07. April 2013, 21:37:19 »
Ich habe mal gelernt, dass Entwicklungsstadien bis zu 2 Jahr vor oder nach dem Durchschnitt erreicht werden können, ohne dass es sich um Hochbegabung oder Entwicklungsverzögerung handeln muss; aber es könnte. Jedes Kind entwickelt sich individuell und es hat sich halt nur gezeigt, was die Meisten dann und dann können. Die U Untersuchungen bauen darauf auf, das Entwicklungsverzögerungen bemerkt werden und Defizite möglichst früh auffallen. Eine U kann aber immer nur Bestandsaufnahme an dem einen Termin sein und niemals eine Hochbegabung abklären.

Wäre es mein Kind, würde ich erstmal gar nichts machen und es nur für mich im Hinterkopf behalten. Sollte es Probleme geben, kann man noch immer aktiv werden.

Momentan geht der Hype von ADS/ADHS in Richtung Hochbegabt und Hochsensibel. Es mag sicher solche Kinder geben, aber es ist auch gerade Mode. Prinzipiell bleibt ein Kind ein Kind und sollte es so lange wie möglich bleiben dürfen. (Ausnahme natürlich die Kinder, die Probleme haben).




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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #17 am: 08. April 2013, 09:46:36 »
Prinzipiell bleibt ein Kind ein Kind und sollte es so lange wie möglich bleiben dürfen. (Ausnahme natürlich die Kinder, die Probleme haben).

Nee, die bilden auch keine Ausnahme ;)
Uns ist jedenfalls nichts wichtiger, als das Freya unbeschwert kind sein darf. Dazu gehören aber halt auch mal wege abseits des gewöhnlichen ;) Trotzdem ist sie kind und soll kind bleiben  :-*




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Antw:Kind entwicklungstechnisch 1,5 Jahre voraus
« Antwort #18 am: 08. April 2013, 22:19:24 »
Ich persönlich (ich weiß aber, dass das hier viele anders sehen und das ist ja auch ok) würde auch sagen "NIX" ;)
Eine Möglichkeit wäre natürlich deine Tochter testen zu lassen und ich denke letztlich muss man sich fragen "was bringt mir das?".

Unsere Tochter war ihrem Alter immer weit, weit voraus.

Das erste Eltergespräch im Kindergarten (da war sie noch keine zwei) hat mich danach 2 Tage heulen lassen, weil wir saudoofe Erzieher hatten und ich mir vor kam wie auf der Anklagebank, wie konnte ich es mich nur wagen, meine Tochter mehr können zu lassen als die anderen Kinder in der Gruppe (ab 3...... in die Kleinkindgruppe haben sie sie schon gar nicht gelassen nachdem sie sie kannten).
Wir haben dann Gott sei Dank den Kindergarten gewechselt, ich wusste immer meine Tochter ist weit für ihr Alter, aber es gab keine Probleme mehr. Wir hatten tolle Erzieher....... es folgen 1 1/2 Jahre Ruhe und das wissen, wir haben einen pfiffige Tochter. Die U´s waren auch immer gut, aber unser Kinderarzt hat uns auch nicht verrückt gemacht.

Dann bat unsere Erzieherin im neuen Kiga uns außerhalb der Reihe zu deinem Elterngespräch, schob uns Zettel hin die unsere Tochter geschrieben hatte und fragte uns, ob wir wüssten, dass unsere Tochter lesen kann. Da war sie 3!
Die Erieher traten uns sehr offen und ehrlich gegenüber und waren überfordert. Sie wussten nicht, wie sie umgehen sollten mit ihr, sie wollten keine Dreijährige im Vorschulprogramm mitziehen lassen, aber sie wollten sie auch nicht bremsen und sie baten uns, uns einen Beratungstermin zu holen, damit auch sie Sicherheit bekommen.

Dieser Beratungstermin war ein Witz und brachte uns kein Stück weiter, wir sind dann auch nach dem einen Mal nicht mehr hingegangen  s-:) :P

Dann schwebte immer viel mit, die U´s waren super und unser Arzt jedes Mal begeistert über so ein dermaßen gut entwickeltes Kind, im Kindergarten lief alles gut und durch einen Umzug war auch ein Kindergartenwechsel erneut nötig. Ebenfalls in einen sehr guten Kindergarten und durch die neuen Herausforderungen und das ganze neue Umfeld wurde ihr auch nicht schnell Langweilig. Im Gegenteil, sie ging sehr, sehr gerne in den Kindergarten :)
Deshalb (und weil ich nach wie vor glaube, dass sie bei allem Können und Wissen emotional einfach nicht so weit gewesen wäre) haben wir uns auch gegen eine Vorzeitige Einschulung entschieden, obwohl das immer mal wieder Thema war.

Bei der Schulanmeldung habe ich nix gesagt, aber die Erfahrung unserer Schulleitung ist enorm und obwohl sie unsere Tochter nicht kannte, schob sie mir, nachdem unsere Tochter zuerst zu den Tests alleine drin war, bei der Auswertung einen Zettel hin auf dem Stand "Hochbegabt?". Es fiel ihr vieles, ganz schnell auf. Sie ließ uns offen unsere Tochter direkt in die zweite einzuschulen, was wir vorerst ablehnten, das war noch knapp ein Jahr vor der Einschulung.

Seitdem ist viel Zeit vergangen. Unsere Tochter ist immernoch gleichaltrigen um Welten voraus. Sie ist letztlich doch gesprungen und auch wenn ein Großteil ihrer Klassenkameraden 1 1/2 Jahre älter ist, ist sie auch in dieser Klasse immernoch ein ganzes Stück voraus.

Und nun? Was ist unser Schritt? Keiner....
Ich habe keine Ahnung, ob unsere Tochter Hochbegabt ist, wir haben sie nämlich bis heute nicht testen lassen und haben das auch nicht vor, denn........ sie ist fit für ihr Alter, das ist schön und....... sie ist glücklich!

Das allein ist was zählt und ich hoffe einfach, dass ihr auch weiterhin so fähiges Lehrpersonal begegnen wird und dass es niemals Probleme geben wird, nur weil sie vielleicht weiter ist als andere in ihrem Alter.

Man muss doch nicht krampfhaft Schritte suchen, solange sie nicht erforderlich sind. Es kann sicher Sinn machen zu testen in bestimmten Situationen, aber wenn alles läuft, freu dich einfach über deine pfiffige Tochter ;)

 

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