Autor Thema: Innere Unruhe  (Gelesen 978 mal)

elmo666

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Innere Unruhe
« am: 28. Mai 2015, 13:26:24 »
Hallo,

Wir hatten heute Elterngespräch in der Kita.

Es wurde "bemängelt" das B. Nicht lange stillsitzen kann. Länger wie 1/2 Minute ist nicht drin. Auch wenn alle am Stich sitzen, macht er km er irgendwie mit den Händen etc rum. Aufgefallen ist es uns auch schon, dass er zB bei Gesellschaftsspielen am liebtsten steht, damit er ein wenig hüpfen/hampeln kann. Oder wenn sich die Kinder an der Treppe sammeln, um raus zugehen, schafft B. Es nicht 1 Minute still dazustehen.

Meine Frage an euch, ab wann muss ein Kind still sitzend können? ( muss hinzufügen, dass ich selbst es auch nur sehr sehr schwer kann, ich niftel immer irgendwo dran herum)
Wie kann ich das fördern?

Und dann wurde angemerkt, dass er den Stift noch nicht richtig anfasst. Ich habe das noch nie so "schlimm" gesehen, weil er eh wenig und ungern malt... Dachte mir das kommt schon noch. Gibt es für die Stifthaltung noch andere Sachen, die ich mit ihm üben kann, damit das klappt?

Vielen Dank :)


Papa

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Antw:Innere Unruhe
« Antwort #1 am: 29. Mai 2015, 00:13:08 »
Mit knapp 4 Jahren ist das vielleicht nicht so ungewöhnlich. Mein Sohn (4 1/2) macht das teilweise auch. Allerdings kann er sich konzentrieren, wenn er was spannend findet, dann auch lange Zeit. Beobachte doch mal, ob es nicht auch bei Deinem Sohn solche Themen gibt.

Die Stifthaltung ist bei meinem Sohn auch noch nicht optimal. Noch vor einem halben Jahr dachte ich, er lernt's nie. Allerdings malt er auch nicht viel (im Gegensatz zu meiner Tochter!), und übt es daher seltener. Inzwischen ist die Haltung besser, und ich bin zuversichtlich, dass er es bis zur Schule kann...
Gruß vom Papa!

Tochter geboren 2008
Sohn geboren 2010


zuz

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Antw:Innere Unruhe
« Antwort #2 am: 29. Mai 2015, 06:16:46 »
Ich war mal auf einem Vortrag von einem Professor für Kinderpsychiatrie. Seine Meinung zu dem Thema war: Kinder, und v.a. Jungs, sind genetisch dazu gemacht, jagen zu lernen. Sie müssen sich bewegen, damit sie später mal das Reh erwischen. Und auch wenn das heute nicht mehr ganz so gefragt ist, ist es dennoch ein völlig natürliches Verhalten.
Sprich: "Helfen" tut nur viel Zeit zum (draußen) rumtoben geben, wenig verplanen.

Ja, es gibt Kinder, die können stillsitzen. Aber wenn sie es nicht können, ist es eben (mindestens) genauso normal.

Gerade bei Gesellschaftsspielen ist Zappeln sogar gut, weil sie damit den Stress abbauen, der ja dadurch entsteht.
Wie ist er denn bei freiem Spiel? Wenn er selbst z.B. was baut oder draußen im Wald ist, kann er da mal ruhig sein? Das sollte zumindest einfacher gehen.

Wenn Du Dir dennoch Sorgen machst, kannst Du vor allem viel mit ihm spielen und dabei auf ihn eingehen, Dich für das interessieren, was er da so macht/baut, Fragen stellen, Dich für ihn freuen, wenn was klappt oder auch mitempfinden, wenn was schief geht. Das hilft ihm, bei der Sache zu bleiben.

Ach ja, und die Stifthaltung: Da mach Dir mal keine Gedanken. Solange insgesamt motorisch alles passt, er nicht auffallend ungeschickt ist, macht das nichts. Vermutlich interessiert es ihn einfach nicht :)

elmo666

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Antw:Innere Unruhe
« Antwort #3 am: 29. Mai 2015, 18:03:29 »
Danke ihr beiden  :)

Hatten heute noch die u-Untersuchung, und der Kia hat ihn sich angeschaut.
Schaute mich an, nachdem ich ihm die Äußerungen der Erzieherin gesagt habe, schaute wieder mein Kind an, und sagte dann nur :" man kann heutzutage auch aus allem eine Krankheit/ nicht Norm machen. B. ist ein gesundes, aufgewecktes Kind.

Die Stifthaltung wurde auch kontrolliert und die machte er von sich aus die Richtige. Also auch von seiner Seite aus keinerlei Probleme.
Still sitzen müssen wir üben, aber er meinte es sei normal und führte ähnliche Erklärungen an wie Zuz. Also auch das völlig normal!

Im freien Spiel, wer er machen kann worauf er Lust hat, kann er sich sehr ruhig verhalten. Manchmal verschwindet er für 60-80 min in seinem Zimmer und Spiel sehr vertieft und konzentriert sein Spiel. Auch wenn man mit ihm zusammen, ein Spiel seiner Wahl macht, dann schafft er es sehr konzentriert dabei zubleiben.

Mich haben die Aussagen der Erzieherin gestern nur so verwirrt. Wie gut, dass heute die U war, und ihr mir ähnliche Antworten gegeben habt! Vielen Dank


 

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