Autor Thema: Wo hört eine normale Unterhaltung auf und wo fängt ein Geläster an?  (Gelesen 5647 mal)

moni

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ich arbeite im einzelhandel in einem reinem frauenteam. wir sind ein tolles team und haben eine super teamleitung.
man kann mit ihr über alles reden und sie nimmt auf jeden rücksicht. schon wie eine freundin.

jetzt haben wir im september eine  kraft dazu bekommen. sie hat sich gestern einen dicken, frechen patzer erlaubt.

natürlich unterhalten wir uns darüber und auch über sie.

da wir vor ein paar monaten einen anderen vorfall hatten, bin ich bei solchen sachen zwiegespalten.
eine andere kollegin hat schlecht über jeden geredet. gesagt man wäre faul, die andere andauern krank und sich über unsere teamleitung beim bzl beschwert. einfach so ohne besonderen vorfall oder sich mit uns zu unterhalten. also fast schon übele nachrede.

ich läster nicht gerne und hinterfarge alles. ich bringe es meinen kindern auch so bei. mit meinem mann oder beste freundin kann es natürlich passieren. aber dann nicht auf kosten anderer.

naja, die kollegin mit dem dicken patzer ist halt anders und nicht jeder kann mit ihr. sie hat im moment eine trennung hinter sich und viele probleme was aber nicht diesen fehler erlaubt.

wir reden halt viel über sie aber ich möchte nicht lästern. ab wann fängt eine lästerei an? wenn man was dazudichtet?

« Letzte Änderung: 30. Mai 2013, 09:00:04 von moni »

TaLiMa

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für mich persönlich fängt lästern da an, wo eine rein sachliche unterhaltung endet.
sprich, wenn man etwas ins lächerliche zieht, gemein wird etc.
oder aber, wenn man vom hundertsten ins tausendste kommt. sprich, das gespräch erst um eine bestimmte sache geht und dann etliche andere, bereits vergangene sachen nochmals durchgekaut werden. nach dem motto: ja, das ist typisch, weißt du noch damals, ist ja von der person auch nicht anders zu erwarten, etc. das ist für mich lästern.
etwas dazu erfinden ist für mich kein lästern sondern lügen.

btw, voll ot, aber passt grad so schön zum lügen und ich muss jedesmal so lachen. passt vielleicht doch zum lästern, weiß nicht  ;D

http://www.youtube.com/watch?v=ZJy9OqDIhFs
« Letzte Änderung: 30. Mai 2013, 09:27:54 von TaLiMa »
Im Herz. Im Bauch. Im Juli.


Tini

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Für mich fängt Lästern da an, wenn man negativ hinter dem Rücken einer Person über sie spricht. Eben, wenn man so richtig über sie herzieht.

Ich arbeite auch in einem reinen Frauenteam und klar gibt es da manchmal kleinere oder größere Zickereien. Ja, ich hab mich auch schon mit einer Kollegin über eine andere Kollegin unterhalten, wenn mich was aufregt. Aber das sind dann Dinge (oft krank, unaufmerksam oder "schlampig" bei der Arbeit), die ich der betreffenden Kollegin auch ins Gesicht sage.

Ich finde ansonsten lästern einen ziemlich negativen Charakterzug, kann mich aber auch nicht immer davon freisprechen.
  
 
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Hrefna

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Interessante Frage.
Negatives Reden über Andere empfinde ich absolut nicht als lästern. Es ist nicht immer alles rosarot und die eigene Meinung darf man sagen, auch wenn der Betroffene nicht anwesend ist.
Lästern beginnt bei mir, wenn:

- es unfair und unsachlich wird und man in der Negativrille festhängt - gemein
- man dem Belästerten eine andere eigene Haltung vorgaukelt - verlogen
- das ganze zum Wohle der eigenen Bespaßung eine unschöne Eigendynamik entwickelt - niveaulos

Mein Vorbild ist echt mein Mann. Er ist sowas von lästerresistent, das ist spektakulär. Wirklich famos. So will ich auch sein. Es gelingt mir nicht immer.  s-:)


Eileen

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Lästern ist für mich, wenn man Dinge hinter dem Rücken mit jemand anderen bespricht und der betreffenden Person dies nicht auch persönlich sagt...kann harmloses Gequatsche a la "hast du gesehen wie die wieder rumläuft" bis zu "ich habe gehört die betrügt Ihren Freund".
Ich denke fast jeder lästert, ich spreche mich davon definitiv nicht frei. Ich halte mich allerdings für einen Menschen, der Leuten die mir etwas bedeuten, ehrlich gegenüber tritt.


Katie

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Ich mache auf der Arbeit um solche Gespraeche grundsaetzlich einen grossen Bogen. Ich finde das unsachlich und unprofessionell und solche Themen haben auf der Arbeit einfach nichts zu suchen.

Das heisst ich rede auf der Arbeit gar nicht ueber andere, weder Tratschen noch Laestern, sowas wuerde ja nicht nur der betreffenden Person schaden sondern auch mir.

moni

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nur dieses thema betrifft uns ja. sie hat sich krankschreiben lassen und wir müssen ihre stunden übernehmen.

wenns um richtiges herziehen geht sage ich ganz klar, daß ich das nicht will.

wie gesagt, das kommt eigentlich nicht vor

Hexe1977

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IAA ich bekomme Gänsehaut bei dem Thema. In der Schule meiner Tochter ist es auch ganz extrem. Ich bin echt froh morgens sehr früh dran zu sein und nachmittags sehr spät, denn so hab ich mit all dem nichts zu tun. Hier wird man schon blöd angeguckt wenn man mal einen Tag eben nicht an Lästereien teilnimmt... Ich hasse das.

Ich bin echt froh dass ich ein Alien unter den Mama s bin...

Für mich sind Lästereien Zeitverschwendung und gemein für die gelästerte Person. Man muss immer beide Seiten sehen um urteilen zu können...

peter

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Wenn ich mit einer dritten person über dinge rede und sachen sage die ich der betreffenden person gar nicht oder noch nicht persönlich ins gesicht sagen würde
DAS ist für mich lästern

Eine freundin z. B kann nicht aber so wirklich nicht kochen, ds zieh ich sie mit auf und ich red mit anderen freundinnen drüber und wir lachen aber da hab ich ein gutes gewissen bei...

Martina

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Ich weiß nicht so genau wo es für mich anfängt. Ich rede schon dann und wann mal über eine Bekannte oder Freundin. Nichts bösartiges (finde ich), aber d.h. ja nicht, dass sie das auch so sieht. Früher war ich aber viel schlimmer, da habe ich auch schon böse gelästert, aber über Personen die mir egal waren. Schwer auszudrücken.

Mit lästern ist es ja wie mit der Bild und McDonalds. Keiner tuts.  S:D
Ohne

moni

  • Gast


Mit lästern ist es ja wie mit der Bild und McDonalds. Keiner tuts.  S:D

 ;D

BiDi

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Für mich würde in diesem Fall die Lästerei da anfangen, wo nicht der Patzer im Vordergrund steht, sondern die Person die ihn verbockt hat. Das man über Fehler redet, finde ich normal und wichtig. Allerdings sollte es besonders im Berufsleben 'ergebnisorientiert'  ;D sein. Das heisst, was kann getan werden, damit so ein Patzer nicht mehr vorkommt.

Grüsse
BiDi
Mattis: * 3.2004
Moritz: * 4.2005

Hexe1977

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Ich fände noch wichtig dass man die Person auch offen anspricht.

 

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