Autor Thema: Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..  (Gelesen 6526 mal)

Baerchen

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Hallo!

Irgendetwas scheint meinen Sohn (4. j)  zu beschäftigen.  :-\

Mir ist in letzter Zeit schon öfter mal aufgefallen, daß er über Bauchweh klagt...das er aber im nächsten Moment wieder "vergessen" hat....

...aber heute hat er bestimmt 2-3 x angefangen zu weinen und auf Nachfrage was denn los sei hat er gesagt er hätte Angst, daß ich mal nicht mehr da wäre.  :-[ Er wollte auch nicht von Papa ins Bett gebracht werden, sondern nur von mir. Im Bett nochmal nachgefragt was denn los gewesen sei, hat er wieder angefangen zu heulen und wieder gesagt, er hätte Angst, daß ich mal nicht mehr da bin. Eine Sekunde später behauptete er sein Fuß täte weh und das sei der Grund warum er heule.  ??? Ich hab ihm dann immer wieder versichert, daß ich immer da sein werde und er sich keine Sorgen zu machen bräuchte. Kuz darauf stand er bei mir im BAdezimmer und wollte unbedingt bei mir bleiben.  ??? Irgendwie hab ich es dann doch geschafft ihn offensichtlich so weit zu beruhigen, daß er ins Bett gegangen ist und dort auch eingeschlafen ist.

Irgendwie bin ich ganz schön von den Socken. Ich weiß grad gar nicht damit umzugehen.
Kennt das jemand?  Was soll ich denn nu machen?  ??? :-[

Bin grad ganz von den socken...



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starlet

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #1 am: 14. Mai 2012, 21:01:29 »
ooooch  :-[


mein einschlafen sage ich meinem sohn gerne, das ich IMMER da bin. wenn nicht neben ihm, dann in seinem herz.
ist zwar im bezug auf die lange arbeitszeit gemeint, aber ich fände es als kind vielleicht schön, zu wissen das im herzchen alles wichtige schlummert und sich dort ewig festhält und jederzeit abrufen lässt.

oder ist das vielleicht zu "endgültig" und eine "bestätigung" das mama wirklich irgendwann geht...?


TiPi

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #2 am: 14. Mai 2012, 21:09:36 »
Finnja hat das auch grad. Nicht so mit Bauchweh versteckt, sie klagt direkt freiraus und hat oft schlimme Träume. Sie will nicht das wir sterben irgendwann (Oma hat ihr wohl erzählt das jeder Mensch mal sterben muss  :-\ aber erst wenn man ganz alt ist s-:)). Natürlich sind wir mit unseren 25 für unsere 4 Jährige Tochter jetzt steinalt...  s-:)
Nach rund einer Woche jetzt mit lauter weinerei und Fragen rund um den Tod, schein ich sie endlich beruhigt zu haben...
Nun ist sie ganz besonnen drauf mir/uns alles recht zu machen. Bedankt sich das ich immer alles so schön sauber mache zuhause, lobt ständig das Essen und bedankt sich, sagt ständig allen wie sehr sie uns liebt, will uns überraschen indem sie sich zum beispiel abends ganz allein (heimlich) schon den schlafanzug anzieht und sich wäscht ...

Was auch immer das für eine Phase ist...  s-:)

Baerchen

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #3 am: 14. Mai 2012, 21:14:03 »
Starle[/b]t So ähnlich hatte ich es gesagt....

Tina Oh. Irgendwie beruhigt mich das jetzt. Hab schon Kopfschmerzen weil ich mir Sorgen mach, daß der Kerl irgendwas hat.  :-[
Ist das ne normale Phase in dem Alter?  ???


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Leofinchen

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #4 am: 14. Mai 2012, 21:19:19 »
Die Phase mit dem Tod hat Leonie auch schon länger, das geht schon gut ein halbes Jahr. Mal spricht sie mehr davon, mal weniger...

Ihre Uroma (90) erzählt ihr leider ständig, das sie bald sterben wird und das sie wohl nciht mehr da sein kann, wenn Leonie sie das nächste mal besuchen kommen möchte... Das hat natürlich ganz heftige Gedanken bei ihr ausgelöst. Sie hat auch ständig Angst, das wir bald sterben, das sie bald stirbt... sie fragt mich dann immer, ob sie ihre Kuscheltücher dann mit in den Himmel nehmen kann oder ob sie die dann hier lassen muss  :'( und sie sagt ständig zu ihrer Schwester Sachen wie: "Josefine, rennt nicht auf die Straße, sonst überrollt dich ein Auto und du bist tot und wir können nie wieder spielen, du bist dann weg...".

Ich habe sie besänftigt, indem ich ihr erklärt habe das die meisten Menschen erst sterben, wenn sie ganz alt sind. So wie die Uroma eben, bei ihr kann es bald passieren. Und das wir alle noch ganz jung sind und es deshalb unwahrschienlcih ist, das wir schon sterben. Was will man auch sonst sagen?  :-\

TiPi

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #5 am: 14. Mai 2012, 21:22:09 »
Ich kann mir schon vorstellen das es ganz normal ist. Sie begreifen die Welt halt immer mehr und da kommen so Fragen und Ängste ja auf. Bei den einen früher, bei andren später.
Ich mache mir auch keine Sorgen, sie tut mir nur mehr leid, weil ich diesen Verlustangst nur allzugut kenne seit ich Kinder habe :P und auch noch ganz genau von damals.

Ich kann mich zum Beispiel noch ganz genau an meine DIESE PHASE erinnern. :P
Ich war 4 oder 5 und hatte einen ganz fiesen Albtraum: alles war hell und Schemenhaft lag ein genauso heller großer Berg/Körper im Raum. Ich hatte Angst und war am weinen, hab meine Mama gerufen und hörte immer nur von weither hallen: Ich kann nicht zu dir kommen. Ich bin tot.

Den Traum hatte ich 3-4 Mal, ich hatte Angst einzuschlafen Abends und wenn ich meine Mama heute mal fragen würde wie ich mich tagsüber verhalten habe kann ich mir gut vorstellen das ich genauso war wie unsre Beiden grad.



@Leofinchen: Klingt ganz ähnlich wie bei uns. Sie hat den tod der Ururoma dann auch mitbekommen und auch den Tod meiner Oma wegen Krankheit. Sie hat das immer gut hinterfragt ich hab ihr alles ehrlich erklärt (was nützt auch lügen) und ich denke mittlerweile fängt sie an zu kombinieren. Wenn Uroma noch nicht alt war, aber trotzdem gestorben ist, dann kann man auch sterben wenn man krank aber nicht alt ist... Und halt das Bewusstsein das ebenso sie oder wir sterben könnten...
Schon hart für so kleine Mäuse.
« Letzte Änderung: 14. Mai 2012, 21:28:00 von TiPi »

Sabrina

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #6 am: 14. Mai 2012, 21:31:21 »
Thema Tod ist hier auch gerade sehr großes Thema. Unsere Katze ist ja auch gerade gestorben, aber auch davor kamen immer schon Fragen und Ängste, dass wir alle bald sterben.

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #7 am: 14. Mai 2012, 22:01:17 »
Bärchen frag doch mal im kiga vielleicht
Haben die da drüber gesprochen und noel ist es im Kopf
hängen geblieben ...
Das ist denke ich völlig normal  und geht wieder vorbei !


Ich merke bei Tim auch das er manchmal Dinge
anspricht wo ich dann immer denke : wie kommt er darauf?




Baerchen

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #8 am: 14. Mai 2012, 22:05:42 »
Danke euch!  :-*

Wobei er das Wort Tod und Sterben nie erwähnt hat.  ???



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Binus

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #9 am: 14. Mai 2012, 22:08:00 »
Ich erinnere mich noch daran, dass ich mir als Kind ähnliche Gedanken gemacht habe. Alles normal. Ich habe mir auch eeewig den Kopf zerbrochen, warum ich gerade jetzt in gerade diese Familie geboren wurde, und was passiert wäre, wenn es eben nicht so gekommen wäre. So philosophisch sind kleine Kinder, das ist faszinierend - und bringt uns Eltern auch mal wieder ins Staunen. Ich würd das positiv sehen, eine Liebeserklärung an dich und das Leben.


Froschili

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #10 am: 15. Mai 2012, 08:14:06 »
Kann Dir leider nicht wirklich helfen Bärchen, unsere Kleine hat noch nie was in die Richtung geäußert, aber vielleicht kommt diese Phase ja auch noch.

Hoffe die Phase bei Noel geht bald vorüber  :-*.

scarlet_rose

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #11 am: 15. Mai 2012, 08:24:57 »
Ich denke das Thema und die Phase ist ganz normal bei allen Kindern.
Irgendwann merken und wissen sie, dass Menschen sterben und sie wissen auch irgendwann ganz von selbst, dass viel passieren kann.

Ist vielleicht im Kindergarten irgendetwas passiert? Irgendetwas mit Eltern? Vielleicht auch eine Trennung, sodass ein Elternteil nicht mehr da ist? Muss ja nicht immer der Tod sein....


Vielleicht fühlt er sich ja angelogen?  :-\
Ist jetzt nicht böse gemeint, aber ein Kind,das langsam versteht und weiß,dass Menschen sterben oder auch anders weg gehen können fühlt sich durch die Aussage "ich bin immer da" vielleicht eher bestätigt, weil er weiß, dass es nicht stimmt. So im Sinne von "Warum lügt die Mama mich an, wenn ich doch weiß,dass es nicht stimmt, da muss doch irgendwas nicht in Ordnung sein"  :-\

Ich habe, wie starlet auch, Liam gesagt, dass ich immer in seinem Herzen bin und er immer in meinem. Und das ich ich so lange ich nur irgendwie kann immer für ihn da sein werde aber er weiß,dass ich ihm nicht versprechen kann, dass ich nicht sterbe.
Das will und kann ich ihm nicht versprechen, denn er hat es von sich aus schon begriffen und gesagt gehabt bevor ich etwas sagen konnte.

Ich denke wichtig ist es dem Kind zu versichern,dass man immer bei ihm sein will aber ich pers. würde hier versuchen das Kind anders abzusichern als mit einer "Lüge", die ein Kind schnell durchschaut, da Kinder die "Was wäre wenn"-Szenarien eben gründlich durchgehen und dabei schnell merken wenn etwas nicht zusammen passt.

Baerchen

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #12 am: 15. Mai 2012, 09:14:04 »
Froschili Hm, von Freunden kenn ich sowas auch nicht, nur von einer Freundin, die allerdings sterbenskrank ist.  :-[ Vielleicht hat Noel auch da was mitbekommen...

Scarlet Du hast vollkommen recht, ich sollte die Formulierung überdenken, vielleicht es wirklich so umschreiben mit dem Herz wie Starlet meint.  :-\
Ich dachte bis jetzt nicht, daß er die ganzen Dinge kombinieren kann.

Wie gesagt, es ist bei uns niemand gestorben, es hat keine Trennung gegeben und ich wüsste echt nicht was ihn belasten könnte.  :-[
Eben einzig meine Freundin die wirklich sehr krank ist, aber auch das wurde ihm gegenüber nie erwähnt, wenn sie bei uns ist, ist ja augenscheinlich immer alles i.O.. Höchstens daß ihr Sohn (7 J) ihm gegenüber irgenwas geäussert hat was wir nicht wissen. Muß ich ihn mal fragen...

Auf was er allerdings extremst sensibel reagiert wenn er Nachrichten im Radio  hört...
Mama wer hat da einen Unfall gehabt, wer ist da gestorben (mir ist nicht bewusst, daß er éigentl. weiß was das bedeutet?  ???), wo ist jemand abgestürzt...usw...
Soll ich nu vermeiden, daß er sowas hört, oder nicht? Ich meine es sind Nachrichten und ist ja auch real. Passiert halt nunmal auch. Oder soll ich ihn noch davor schützen?  ???
Sehen im TV tut er sowas nicht. Also Bilder dazu hat er nicht.


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Bettina

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #13 am: 15. Mai 2012, 09:21:12 »
Das wollte ich gerade schreiben ... ob es sein kann, dass er Nachrichten irgendwo mitbekommen hat.

Ansonsten seh ich es wie scarlet ... ich hab meine Mutter z.B. sehr früh nach dem Tod gefragt und sie hat da auch offen mit mir drüber gesprochen. Ich war glaube ich so 3,5-4 Jahre alt, als das anfing und sie hat mir immer versichert, dass Menschen, die wir lieben immer in unseren Gedanken und Herzen sind. Dass sie dort weiterleben, auch wenn sie ihren Körper nicht mehr brauchen und gestorben sind.

Das Wie er drauf kommt .... ist glaube ich da erstmal gar nicht so wichtig. Seine Angst hat ja mit dir zu tun, nicht mit anderen. Von anderen lernt er lediglich, dass es passieren kann.

@Nachrichten: Ich vermeide immer, dass die Kinder Nachrichten mitbekommen. Wenn heftige Sachen kommen schalte ich auch im Auto das Autoradio um oder so. Im Fernsehen sehen sie nur ganz ganz selten mal was ..... wenn sie z.B. abends nochmal rausgetappert kommen. Ich habe als Kind auch keine Nachrichten sehen dürfen und das war gut so. Realitätsfremd bin ich deshalb trotzdem nicht. Die Realität der Kinder ist einfach noch eine ganz andere und ihre Welt ist kleiner .... und das ist gut so.
« Letzte Änderung: 15. Mai 2012, 09:24:02 von Bettina »
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lotte81

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #14 am: 15. Mai 2012, 09:30:22 »
ERst mal zum thema Nachrichten: Ja, ich würde sie vermeiden. Viele schauen ja auch schon mit ihren kleineren Kindern/Vorschulkindern oder Grundschulkindern Nachrichten - diese sind aber eigentlich absolut nicht kindgerecht und für Kinder geeignet.
Falls wir im Auto mal Radio hören mache ich (wenn mir auffällt es kommen Nachrichten) schon leiser....
Später gibt es ja die Kindernachrichten "Logo", die kann man je nach Kind ab einem gewissen Alter sicher gut schauen (ich würde mal sagen ungefähr ab Grundschulalter)
Ansonsten geht hier auch gerade wieder (bei der Kleinen) die "Tod-Phase" los... meine absolute Hassphase, da ich über ein Thema reden muss, dass mir Angst macht  s-:)
Und meine Tochter ist da nicht grad zimperlich und haut dann mal unvermittelt so Fragen raus: WEnn ich tot bin, werde ich verbuddelt - wird mein Kopf dann auch verbuddelt  :o :o ???

Ganz gross ist hier seit Monaten bei der Kleinen auch das Thema Jesus ...keine Ahnung wie es anfing und wie sie drauf kam...Die Geschichte um Jesus und Karfreitag haben wir daheim nämlich nnoch nie erzählt...Warum ist Jesus gestorben? Warum haben sie in gepeitscht und and Kreuz gehangen? Wer hat so was gemacht? Warum hatten die Angst vor Jesus? Wann kommt Jesus denn wieder?
und das Neuste: Jesus kommt bald wieder und dann hat der kein Haus,sondern wohnt auf dem Bürgersteig  ??? ??? ???
Sie kann glaub ich nicht trennen, dass nicht das Baby "JEsus" aus der Weihnachtsgeschichte gestorben ist,sondern es um einen erwachsenen Mann geht....und das dann kombiniert mit diesem generell Interesse am Tod, schafft irgendwie verwirrung und macht offensichtlich Angst
Allerdings auch hier ein grosses Fragezeichen wie sie auf all das kommt  ??? Sie sind in einem stattlichen Kiga- von daher kann es aus diesem nicht kommen...auch hier könnte es evtl. die Uroma sein ....die bringt nämlich auch immer wieder solche Kommentare wie: Ach, dann und dann bin ich eh tot  :-\ das macht die schon seit sie 40 ist und das hat schon mir als Kind Panik gemacht  :-(

Das mit der Freundin würde ich an eurer Stelle wohl eher direkt thematisieren, statt ein "Geheimnis" draus zu machen. Solche versteckten Sachen beunruhigen Kinder oft mehr,als direkt ausgesprochene....Was ausgesprochen ist, wird greifbar und begreifbar...alles was nur als Gefühl ankommt (weil er evtl. spürt, dass was nicht stimmt) ist schwieriger zu verarbeiten....
« Letzte Änderung: 15. Mai 2012, 09:33:12 von lotte81 »


Bettina

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #15 am: 15. Mai 2012, 09:33:57 »
Sowas fragen meine Kinder auch .... also wenn ich sag "ach da ist Beerdigung" oder so, dann fragen sie oft auch einfach "Mama, gehen wir da auch hin?" .... oder eben mit beerdigen, vergraben und so. Ich bin da sehr pragmatisch .... "Ja Sohn, den Körper brauchen wir nicht mehr, wenn wir gestorben sind." Ich glaube aber, dass sie recht locker damit umgehen, weil ich es auch tue. Der Tod macht mir keine Angst, auch wenn ich natürlich nicht morgen ins Gras beißen will  ;)
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sanigirl

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #16 am: 15. Mai 2012, 09:48:36 »
Ich glaube das ist eine normale Phase in diesem Alter, Elias hat das auch. Er ist allerdings nicht ängstlich. Trotzdem spricht er fast täglich über den Tod. Er beruhigt sich selber, er glaubt an eine Wiedergeburt und fragt uns ständig, als was er mal wieder kommt, wenn er mal stirbt. Oder was wir vor unserer Geburt waren. Ich lasse ihm diesen Glauben (wer weiß denn auch, ob es das nicht vielleicht wirklich gibt)

bella1979

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« Antwort #17 am: 15. Mai 2012, 10:55:48 »
Ist bei uns auch ein Thema.
Meine Oma ist im November letzten Jahres leider verstorben, sie ist 85 Jahre alt geworden. Seitdem ist das Thema aufgekommen!  :-[
Benjamin fragt auch oft, wie alt Menschen generell denn werden und wo die Oma jetzt z.B. ist
Und wie lange wir leben werden, wie alt wir werden.
Ist ein schwieriges Thema, aber wir versuchen ihm das so gut wie möglich und kindgerecht zu erklären!  :)

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #18 am: 15. Mai 2012, 11:04:35 »
Das Thema Tod ist bei uns manchmall auch ein Thema. Da kommen öfters mal Fragen, wie: gell, wenn man vom Auto überollt wird, ist man Tod?"

Aber irgendwie scheinen meine Kids das noch aus Neugierde zu fragen, nicht aus Angst. Auf die Idee dass Mama und Papa ja auch sterben könnten, kamen sie glaube ich noch nicht ernsthaft.

Allerdings möchten sie keine Filme sehen, in dem jemand stirbt (z.B. König der Löwen). Da meinte letztens meine Liana den möchte sie nicht sehen, weil da der Papa stirbt.

Nachrichten gucken wir nie wenn die Kids dabei sind. Da läuft bei uns selten der Fernsehr, außer Sandmännchen und co. Na ja, wenn Formel eins läuft, dann läuft er schon. Mein Mann halt.... s-:)

Ich denke man sollte den Tod einfach nicht verschweigen, sondern natürlich damit umgehen. Es ist halt so, dass jeder irgendwann mal stirbt.

Meine Oma hatte allerdings jahrelang bei mir den Spruch: "wenn ich bei deiner Kommunion noch lebe......."  Das Ergebnis war, dass ich zig mal Alpträume hatte, in denen meine Oma gestorben ist.  :(






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zuz

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« Antwort #19 am: 15. Mai 2012, 12:52:35 »
Hab jetzt nur das Eingangsposting gelesen.
Wir hatten das auch. Wir haben dann einfach mal weitergesponnen, was passieren würde, wenn ich z.B. mal einen Unfall hätte. Sie hatte da ganz konkrete Ängste. Z.B. hab ich gesagt, dann wäre ja der Papa da: Ja, aber wie würde ich denn dann vom Kiga heimkommen, der Papa kommt doch erst abends und ich kenn doch den Weg nicht?! Also hab ich ihr erklärt, was in so einem Fall passiert. Sie wollte dann noch alle Absicherungen, was denn wäre, wenn dann auch Papa, Großeltern, Tanten, Paten usw. ALLE auf einmal tot wären  s-:) Schließlich hab ich ihr dann gesagt, dann käme sie in ein Kinderheim. Das wäre natürlich nicht so schön, aber da würde auch jemand für sie sorgen. Das hat sie dann beruhigt. Man muss ja schließlich mal vorsorgen ;)

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« Antwort #20 am: 15. Mai 2012, 13:01:59 »
so wie zuz haben wir es auch gemacht.
Liam weiß auch, was passieren würde, wenn ich nicht mehr da bin, sprich er weiß, er wäre nicht allein. Der Papa wäre da, die Omas und der Opa, die ganze Familie.

Wir sind da auch sehr direkt bei dem Thema. Vor kurzem wurde ja Liams Uroma beerdigt, Liam war dabei. Tod gesehen hat er sie nicht, wobei er kurz überlegt hatte ob er zu ihr soll.

Kinder verstehen die gesamte Tragweite des Begriffes "Tod" noch nicht so, aber sie wissen schon ungefähr was es heißt und was passiert.

Nachrichten und ähnliches würde ich allerdings nicht anschauen/anhören, da kommt zu viel zu schwere Information  :-\

Miss_Marple

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« Antwort #21 am: 15. Mai 2012, 15:34:55 »
Meine Tochter ist etwas über 4 und hat auch gerade eine arge Klammerphase mit sehr starker Verlustangst.
Sie reagiert im Moment auf alles sensibel. Auch fast immer mit Bauchweh. Oder als wir letzten gemeinsam (also die ganze Familie) bei Oma übernachtet haben. "WAnn fahren wir nach Hause. Ich hab hier soooooooo heimweh!" Und hielt sich den Bauch.


zuz

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« Antwort #22 am: 15. Mai 2012, 21:47:19 »
@Nachrichten hören: Zum Glück verstehen sie da einfach viele Worte noch nicht. Deshalb geht Radio so grad noch. TV: never.

Giraffe

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« Antwort #23 am: 16. Mai 2012, 16:24:34 »
ich finde es normal. ich war mit meinem sohn auch schon öfters am friedhof und ich habe ihm erklärt, dass seine urgroßeltern im grab liegen und sie uns deshalb nicht besuchen können, sondern wir müssen sie besuchen. er hat dann gemeint, diese wiese am grab ist wie eine decke für sie. er fands eigentlich gar nicht so schlimm. ok, er kannte sie nicht, von daher hat er es leichter das zu akzeptieren.

ich denke, man kann kindern den tod nicht verschweigen. wenn sie was wissen wollen, dann sollte man auch kindgerecht antworten. wie ja hier geschrieben wurde, man stirbt, wenn man sehr alt ist usw. zu sehr ins detail muss man nicht gehen. verlustängste sind für kinder aber auch verständlich.

was ich nicht machen würde: dem thema zuviel platz geben (die großeltern reden davon, wie hier angesprochen, dass sie dann und dann nicht mehr leben könnten) und nachrichten konsumieren. das finde ich in dem alter einfach noch too much.
sohn * 25. september 2007 spontan bei 25+4 SSW- 900g, 35 cm

Elphaba

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Antw:Mein Sohn hat Angst, dass ich mal nicht mehr da bin..
« Antwort #24 am: 16. Mai 2012, 20:26:57 »
Die Phase hatte mein Sohn auch mal, er war auch ca 4. Eine Tante von mir ist gestorben und er hat wohl gemerkt, daß das Leben endlich ist- und auch Mama theoretisch sterben kann. Wir haben immer wieder und wieder darüber geredet, viel gekuschelt, ich habe ihm 1000 X versprochen das ich immer auf mich aufpasse, nur bei grün über die Ampel gehe etc und irgentwann war die Phase dann vorbei.
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