Autor Thema: Thema Reiten  (Gelesen 4665 mal)

Fliegenpilz

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Antw:Thema Reiten
« Antwort #25 am: 21. November 2016, 20:46:52 »
Unsere Kinder reiten "nur" bei unserer direkten Nachbarin mit Pferden so wie bei ihrer Musiklehrerin - kein richtiger Reitunterricht in dem Sinne, aber sie haben in den letzten Jahren den Umgang mit den Tieren sehr gut gelernt, können sich sicher auf den ihnen bekannten Pferden halten und hegen eine große Liebe zu diesen.

Daher, weil wir nicht wirklich in der Materie drin sind wie all die anderen hier, mag ich dazu auch gar nichts näher sagen - dafür fehlt mir einfach der Tiefgang.

ABER
Zitat
azu kommt erschwerend, dass mein Sohn, der bisher nur den Pferdewahn seiner Schwester kannte, aber selbst nichts damit am Hut hatte, sich bei den Besuchen im Stall in die drei Shettys dort verliebt hat und nun seit einigen Wochen in die Zwergengruppe geht und sowas von glücklich dort ist. Wenn er nun weitergehen darf, meine Tochter aber nicht...ohweia :-[
eure Tochter durfte bzw musste vier Jahre betteln und euer Sohn hat nun von ihrer Disziplin diesbezüglich so stark profitiert? Du denkst darüber nach ob Reiten (langfristig) das Richtige für eure Tochter ist, hast euren Sohn aber fest in der Zwergengruppe integriert?

Meine liebe babbele: SO NICHT!
Du Liebe. Das geht ja mal gar nicht ... also so gar nicht nicht nicht!

Ich kann deine Ängste bzw Sorgen verstehen und auch deine Bedenken ... aber dann hättest du das Thema gar nicht vertiefen dürfen für sie und vor allem nicht so in eure Familie (sprich euer Sohn) bringen dürfen.
Ich habe ein mulmigeres Gefühl wenn unsere Kinder auf dem Pferderücken sind als wenn sie (bzw mittlerweile nur noch unsere Kleine) mit dem Pocketbike durch das Gelände heizen. Aber: Sie dürfen es!

LILA

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Antw:Thema Reiten
« Antwort #26 am: 21. November 2016, 21:03:37 »
 s-daumenhoch s-daumenhoch s-daumenhoch

(Bitte nicht Ernst nehmen  ;)) Babbele, man verbietet seinem Kind ja auch nicht weiterhin Fahrrad zu fahren nur weil es von 18 Zoll auf 24 Zoll wechselt.  S:D ;D

Amelie reitet von Anfang an auf einem deutschen Reitpony. Stockmaß 1,55 m....war halt nix kleineres verfügbar.  ;)
Und wenn ich mein überglückliches Kind auf dem Pferd sehe, dann sind eh alle Bedenken wie weggewischt.


Schnukki

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Antw:Thema Reiten
« Antwort #27 am: 22. November 2016, 12:26:23 »
Mein Mann war gegen das Reiten .. er mag keine Pferde .. bzw. nur als Beilage zum Essen  :P
Er hat bei so großen - schweren Tiere Angst um seine kleine Prinzessin.
Aber hier haben wir Frauen uns durchgesetzt .. es kann im Leben immer und überall etwas passieren!
Ich lege allerdings großen Wert auf einen guten Hof. Was in Berlin leider nicht so einfach ist, bzw. nicht gerade preiswert.
Voltigieren ohne das ein Kind richtig reiten kann, halte ich z.B. auch nicht für sinnvoll.

Wenn es der große Wunsch Deiner Tochter ist, warum willst Du ihr den nicht ermöglichen?
Schließe mich hier auch Fliegenpilz an .. warum darf Dein Sohn aber?

Erlaube Deiner Tochter Einzelunterricht - ich denke, das ist immer die Basis. An der Longe lernt man den richtigen Sitz .. den Halt der Zügel .. Leichttrab. Auch erfahrene Reiter gehen hin und wieder mal zurück an die Longe.
Danach geht es in die Gruppe.
A. hatte dann z.B. wieder Einzelstunden, bevor sie ins Gelände durfte. Hier wurde getestet, ob sie ihr Pferd unter Kontrolle hat. Die Lehrerin hat das Pferd immer wieder in den Galopp gebracht und A. sollte das Pferd wieder in den Schritt bringen.

Wenn ich mein Baby mit ihren 22 Kilo auf einem großen Pferd sehe, dann wird mir auch Angst und Bange - gebe ich ehrlich zu. Aber IHRE Liebe zu den großen sanften Riesen, zeigt mir, dass ich da einfach los lassen muss.

guest4324

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Antw:Thema Reiten
« Antwort #28 am: 22. November 2016, 16:26:04 »
Ich habe meine Tochter insgesamt zweimal vom Pferd fliegen sehen. Beim letzten Mal, vor ca. 4 Wochen, hat sich das Pferd beim Angaloppieren so blöd verstolpert, dass es mit meiner Tochter obendrauf hingeflogen ist. Das Gefühl, dass Kind durch die Luft fliegen und danach direkt neben einem erschrockenen Pferd liegen zu sehen, welches mit allen 4 Beinen in der Luft zappelt und in der nächsten Sekunde versuchen wird, so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen, werde ich echt nicht vergessen. Da sind alle gesammelten Fahrrad-, Baum-, Treppen und sonstigen Stürze von zwei Kindern - zumindest für mich-  echt nix dagegen.

Ich habe mein Pferd seit mittlerweile 19 Jahren, er kennt alles: Showauftritte, Turniere, Ausritte an der ICE-Strecke, .... Ich kann meine Hand für seinen einwandfreien Charakter ins Feuer legen. Ich kenne ihn in- und auswendig. Trotzdem hätte mein Kind tot oder schwer verletzt sein können.

Es kann beim besten Schulpferd, mit dem besten Reitlehrer, in der sichersten Umgebung und mit dem perfektesten Equipment etwas Unvorhergesehenes passieren.
Vorletztes Jahr ist an unserem Stall während eines Ausrittes ein bis dato nicht erkennbar krankes Pferd unter dem Reiter tot zusammengebrochen. Zum Glück ist dem Mädchen bis auf einen gewaltigen Schock nix passiert.

Was ich sagen will: Ich kann voll und ganz verstehen, dass man als Elternteil ernsthafte Zweifel hat, ob Reiten wirklich der Sport ist, den man seinem Kind ermöglichen möchte. Wer das Risiko bangatellisiert hat keine Ahnung.

Aber viel wichtiger - und da schließe ich mich meiner gesammelten Vorrednerschaft an: Wenn das Herz Deiner Tochter daran hängt: Lass sie reiten.  :-*

hallihallo

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Antw:Thema Reiten
« Antwort #29 am: 22. November 2016, 21:22:39 »
Bezüglich der Weste würde ich gerne noch etwas beitragen. Es gibt Kinder, die ein ziemliches "Grundtalent" fürs Reiten haben. Sie finden sich schnell in die Bewegung ein, haben ein gewisses Mass an Respekt vorm Runterfallen, aber keine Angst. Sind grundsätzlich in der Körperspannung keine Schlaffis, sondern halt eher sportlich...und man muss nicht damit rechnen, das sie bei einem möglichen "Sturz" wie ein Stein zu Boden fallen und mit dem Rücken im Sand liegen.
Solch ein Kind ist viel weniger Sturzgefährdet (bzw. wenn, passiert eher wenig bis nix) als ein Kind mit einer gewissen Grundangst und wenig Körpergefühl.
Die Einschätzung der Fähigkeiten sollte die Reitlehrerin vornehmen, die vermutlich über genügend Erfahrung verfügt. Und danach solltet ihr entscheiden, ob Weste oder nicht.

In zehn Jahren Unterrichtserteilung (zwischen drei und sechs Std. wöchentl mit ca 8 Kindern) hat sich bei mir im Unterricht ein Kind einen Grünkernbruch geholt und ein Kind eine Wirbelfissur, die erst später festgestellt wurde (als ich die Mutter bat die Rückenschmerzen bitte nochmals untersuchen zu lassen ). Ansonsen nur normale Fallaktionen (es ist ja auch im seltensten Fall das Pferd der Verursacher der Stürze).

peter

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Antw:Thema Reiten
« Antwort #30 am: 22. November 2016, 21:41:12 »
Meine sis war pferdeaffin , sie bekam mit ca 7 das erste pony da war ich 14 mit 10 oder 11 reichte das nicht mehr und sie bekam ein pferd aber pony blieb weil man liebt es ja. Sie war gut, ging auf springlehrgänge  und nahm an tunieren bis  l und m teil und und und .
Aber : es war ein fulltimejob.... Jeden tag stall 2 pferde versorgen , tierarzt, bewegung etc ... Meine sis und mein dad hatten spass der rest blieb auf der strecke.
ICH fands sehr sehr doof und musste trotzdem als da drauf sitzen lol

Alchemilla

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Antw:Thema Reiten
« Antwort #31 am: 23. November 2016, 09:09:43 »
Ich reite schon ewig und wir haben ein eigenes Pferd. Es war immer mein innigster Wunsch - ich bin ein natural born Pferdemädchen und mein Mann ist auch Reiter.
Unser Sohn reitet nicht. Und ich bin ganz froh drum, weil ich Angst hätte. Er reitet aber deshalb nicht, weil er nicht will. Würde er wollen, würde er dürfen.

Sandy+Victoria

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Antw:Thema Reiten
« Antwort #32 am: 19. Dezember 2016, 08:06:35 »
Hallo,

meine Tochter ( 10 ) hat mit nicht ganz 5 Jahren mit Voltigieren angefangen. Seit sie das Wort Pferd sprechen konnte, wollte sie nichts anderes mehr als reiten.
Als sie 6 Jahre alt war, sind wir aufs Land gezogen und haben in der Nachbarschaft eine Reitlehrerin mit eigenen Ponys und Pferden. Dort ist sie jetzt seit gut 3 Jahren.
Sie geht 3-4 mal die Woche reiten, hilft im Stall und kümmert sich, wenn die Nachbarin mal ein Wochenende weg ist, auch umsieht Ponys. Das sind 8 Stück.
Seit dem letzten Jahr hat sie zusätzlich noch einmal die Woche Springunterricht. Sie möchte später ja Springreiterin werden 😁. Turniere hat sie dieses und letztes Jahr schon geritten. Das macht ihr soviel Spaß . Außerdem hat sie in diesem Jahr das kleine Reitabzeichen gemacht und springt bereits 105 cm.

Beim Springen trägt sie keine Weste, aber einen gut sitzenden Rwithelm. Da lege ich großen Wert drauf. Nach einem Sturz bekommt sie auch meistens einen neuen Helm. Man weiß ja nie, ob der nicht gelitten hat.
Im Gelände ist eine Weste dann aber auch Pflicht. Da besteht auch die Reitlehrerin drauf.

Bei der Reitlehrerin wird alles durchgenommen....Theorie von A bis Z, meine hilft ihr junge Pferde einzureiten, es werden Ausritte ( bei dieser Jahreszeit auch im Dunkeln gemacht.
In den Urlaub fahren wir seit 3 Jahren nicht mehr da meine Tochter in den Ferien jeden Tag dort ist. Es gibt im Herbst immer große Putzaktionen, wo alles auseinander genommen und gesäubert wird. Das dauert dann schonmal ein paar Tage.aber sie macht alles sehr gerne.

Von mir hat sie das nicht, da ich nichts mit Pferden zu tun habe. 😁

Ihr Kinderarzt hatte bei der letzten U Untersuchung ( wo ich meine Bedenken geäußert hatte, dass sie soviel reitet ) nur gesagt, dass er so eine große Körperspannung noch nie bei einer (damals 8 jähriigen) gesehen habe und sie das ruhig weiter so machen soll.

Da sie sonst keine anderen Hobbies hat, kann sie es ruhig machen.....und mittlerweile wird meine Sorge auch weniger. Nur wenn sie ein Turnier reitet, kann ich nie hinsehen.

Da das Reiten nunmal l ihr Leben ist, sie nichts lieber macht als das, unterstütze ich sie so gut ich kann.

Die Kosten halten sich auch noch im Rahmen. Ich zahle monatlich 100 Euro und Jährlich 60 Euro für den Verein. Die Springstunde kostet 10 Euro. Dort sind sie mit maximal 4 Pferden .

Ach, da,die Reitlehrerin auch jede Menge Schafe hat, gibt es Unterricht in Geburtshilfe der Lämmer und Aufzucht mit der Flasche ab und zu gratis dazu😀 Ich glaube, dass nur wenige Kinder mit 8 oder 9 Jahren eine solche Geburt schonmal gesehen, bzw erlebt haben 😀😀

Liebe Grüße und viel Spaß beim Reiten euch allen😀

Sandra

Miss_Marple

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Antw:Thema Reiten
« Antwort #33 am: 19. Dezember 2016, 09:21:39 »
@babbele: Findest Du es nicht unfair, dass der Kleine darf, was die Große nie durfte und sich hart von euch erkämpft hat?. Und ihr jetzt das Reiten zu verbieten, wenn der Kleine weiter zu den Pferden darf, wäre echt das Letzte.

Davon abgesehen: Wo ist der Unterschied ob der kleine vom Shetty fällt oder die große vom Pferd?

 

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