Autor Thema: .Frage zum deutschen Schulsystem NRW.  (Gelesen 4672 mal)

daxie

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.Frage zum deutschen Schulsystem NRW.
« am: 03. Dezember 2012, 02:00:16 »
Ich habe eine Frage zum Schulwechsel in NRW:

Wenn ein Kind zu einem Gymnasium gehen möchte, es sich aber herausstellen sollte, dass es vllt. doch eher etwas ueberfordert ist und dieses Kind dann wechseln soll, ist es dann normal, dass es NUR auf eine Hauptschule gehen kann? NICHT auf eine Realschule oder eine Sekundarschule (was auch immer das ist? Ist wohl neu?) wechseln könnte?

Habt ihr davon schon mal gehoert?

LG
Daggi.

Flower Eight Revival

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« Antwort #1 am: 03. Dezember 2012, 05:50:04 »
Inaktiver Link:http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/Fragen_Antworten/FAQ/FAQ_APO/FAQ_APOSI/Schulformwechsel/FAQErprobungsSt/WerEntscheidet.html [nonactive]

nomalerweise geht das kind auf der realschule weiter, es sei denn es gibt keinen platz mehr oder es liegt eine klare hauptschulempfehlung vor. so habe ich das zumindest verstanden.


Meph

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« Antwort #2 am: 03. Dezember 2012, 06:32:44 »
Bei uns damals war es so, dass ein Schüler, der zuvor eine Hauptschulempfehlung hatte, nicht auf die Realschule durfte. Quasi als Schutz vor weiterer Überforderung. Aber Kinder mit Realschulempfehlung wurden natürlich dorthin gestuft.   aber das war niedersachsen.


Für Dezentralität und Eigenverantwortung! https://www.youtube.com/watch?v=8zeg_R-PMAw
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Mamba

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« Antwort #3 am: 03. Dezember 2012, 06:36:10 »
bin ich irgendwie naiv, wenn ich frage, welche Eltern ihr Kind aufs Gymnasium schicken, wenn es eine Hauptschulempfehlung hat? Umgekehrt würde das doch auch keiner machen?
lg Mamba

tue nichts online, was du nicht auch offline tun würdest




daxie

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« Antwort #4 am: 03. Dezember 2012, 06:49:20 »
Nein, sie hat keine Hauptschulempfehlung. Wie kommt ihr darauf.

Sie hat Realschulempfehlung und koennte aber auf aufs Gymnasium gehen. Also es geht wohl auch.

Die Frage ist anders, sie wuerde Gymnasium versuchen wollen, aber es soll geheissen haben, dass wenn es doch nicht so gut laeuft, sie sich nicht wohl fuehlt, dann NUR zur Hauptschule koennte, aber NICHT zur Realschule wechseln koennte.

Meph

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« Antwort #5 am: 03. Dezember 2012, 06:51:37 »
nene, daxie, keiner meinte, dass eure große ne hauptschulempfehlung hat, sondern nur, dass man lediglich mit einer hauptschulempfehlung dann auch zur hauptschule zurückgestuft wird.


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daxie

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« Antwort #6 am: 03. Dezember 2012, 06:55:11 »
Ah, ok. Dann koennte sie also zur Realschule wechseln?

Danke schonmal fuer die vielen Infos! Auch fuer den Link! Muessen wir dann noch mal mit der Mama besprechen.
Gerne mehr Infos oder Erfahrungsberichte dazu.
Hat jemand Erfahrungen mit der Sekundarschule? Ich hab mich damit noch nicht befasst.

Flower Eight Revival

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« Antwort #7 am: 03. Dezember 2012, 07:13:25 »
Sekundarschule : Inaktiver Link:http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Sekundarschule/index.html [nonactive]

Wenn ich es richtig verstanden habe, lernen sämtliche Kinder in der 5. und 6. Klasse zusammen und erst ab der 7.Klasse trennen sich die Wege: ein Teil geht in die Hauptschulklasse, der andere in die Realschulklasse.

Flower Eight Revival

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« Antwort #8 am: 03. Dezember 2012, 07:25:29 »
Die Sache mit der Hauptschulempfehlung bezog sich nicht auf die Empfehlung NACH der 4.Klasse für die weiterführende Schule, sondern für die Empfehlung NACH der 7.Klasse Gymnasium.  ;) Wenn nach der 7.Klasse Gymnasium eine solche Empfehlung vorliegt, hat man eigentlich keine/kaum eine Chance das Kind an einer Realschule anzumelden. Ansonsten ist der Weg klar: Gymnasium - > Real-  oder Gesamtschule nach der 7.Klasse und NUR wenn keine Aufnahmemöglichkeit, dann Hauptschule (wobei in einem solchen Fall die Schulbehörde informiert werden sollte, damit unter Umständen ein Platz an einer Realschule geschaffen werden kann; geht manchmal auch ;))

lotte81

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« Antwort #9 am: 03. Dezember 2012, 08:51:24 »
Bei mir war es damals so. Allerdings nicht gesetzlich vorgeschrieben,sondern aus der Logik heraus. Ich war auf einem altsprachlichen Gymnasium. hatte erst Latein, dann Englisch und Französisch grad mal ein Jahr und das mit der schönen Note 6  s-:) Ich hätte also von den Fremdsprachen her keine Realschule besuchen können, da die alle ja in der 5 mit Englisch anfangen und nciht mit Latein UND Französisch hier an allen möglichen Realschulen, damals Pflichtfach war ab dem 7. Schuljahr.....
Also musste ich quasi zur Hauptschule (mit 10. Schuljahr), da es da nur eine Fremdsprache gab und das ganze in Englisch auch sehr, sehr, sehr viel weniger war als auf dem Gymnasium oder einer Realschule, so dass ich trotz eines Jahres weniger Englisch gut mitkam....
Kann so ein grund dahinter sein?
Empfehlungen nach dem 7. Schuljahr gab es hier damals nicht  ;) Aber stimmt...heute gibt es so was.....


~Netti~

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« Antwort #10 am: 03. Dezember 2012, 08:55:16 »
Hier - Niedersachsen - würde man dann vom Gym auf die Realschule wechseln.

Petsi

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« Antwort #11 am: 03. Dezember 2012, 09:09:09 »
Das ist wieder die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis. Theoretisch kann das Kind auf eine Realschule wechseln, praktisch werden sie dort aber nur selten angenommen, da die Realschulen solche Schüler nicht annehmen müssen. Die Hauptschulen müssen dies aber, deshalb bleibt meist die HS übrig.
Bei Sekundarschulen weiss ich es nciht, die gibt´s hier noch nicht lange genug.

Januar2012

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« Antwort #12 am: 03. Dezember 2012, 12:23:39 »
Vor ein paar Jahren war es tatsächlich so, dass die Realschulen nicht den "Mülleimer" der Gmnasien spielen wollten und es passierte tatsächlich ein paar Kindern, die mit mir auf dem Gmnasium waren, dass sie erstmal auf der Hauptschlue landeten und dann wieder auf die Realschule wechseln durften. Totaler Blödsinn, aber es war wirklich so. Wie das heute läuft, weiß ich nicht. Achja, es ging bei mir um ein privates Elitegymnasium in NRW.



daxie

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« Antwort #13 am: 03. Dezember 2012, 12:59:36 »
Vielen vielen Dank fuer die vielen Infos !!

Dass es nach dem 7. Schuljahr wieder Empfehlungen gibt war mir ganz neu. Wieder etwas gelernt.

Danke an alle!!

Auf EO ist Verlass. :). Erfahrungsberichte und schnelle Infos, eine grosse Staerke des Forums.

Juli@

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« Antwort #14 am: 03. Dezember 2012, 13:53:41 »
Bei meinem Sohn in der Stufe (7. Klasse) haben zwei Leutchen auf die Realschule gewechselt. Und das nach der Erprobungsstufe (5.+6. Klasse). Bei uns wechselt niemand vom Gym auf die Hauptschule. Die Realschulen nehmen die Kinder auch immer an, da gibt es keinen Aufnahmestopp oder ähnliches. Hab ich hier so noch nicht gehört.

Sie soll es versuchen.  :)
Tristan Alexander *07.02.2001, 53cm, 4040g, 23.16h
Ida Sofie * 29.01.2007, 50cm, 2500g, 4.53h

Honigbluete

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« Antwort #15 am: 03. Dezember 2012, 14:11:11 »
Ich arbeite an einer Hauptschule und wir haben tatsächlich den einen oder anderen Schüler direkt vom Gymnasium "geerbt". Allerdings waren das freiwillige Entscheidungen der Schüler, sie hätten zur Realschule gehen können...

Zur Sekundarschule: hier im Kreis bei uns gibt es die erst seit diesem Schuljahr, "meine" HS soll im kommenden, spätestens im darauffolgenden Jahr zur Sekundarschule werden, gemeinsam mit der Realschule. Die bestehenden Klassen laufen natürlich in der jeweiligen Schulform weiter, es geht hier nur um die neuen Anmeldungen.
Vorteil der Sekundarschule ist, dass alle Kinder in 5 und 6 zusammen unterrichtet werden, danach in Differenzierungskursen, ähnlich, wie es an RS und HS schon läuft. Angelehnt ist das Konzept an die Gesamtschulen, nur dass es keine gymnasiale Oberstufe gibt. Dafür soll der Übergang nach der 10.Klasse ins Regelgymnasium besser vorbereitet werden, denn das ist (besonders dank G8) selbst für gute Realschüler kaum schaffbar!



 

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